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JVo Hy.

Frettai, 21. März 1924.

Fuldaer Leitung

2. Blatt.

*"♦"* ®mtf der Fuldaer Actieadruckerei ht Fulda.

f!u$ Gberheffen und den heWchen Aemtern.

Berliner Kursbericht

Deutsche Staatspapiere.

19. 8.

Iadustrie-Akkie«.

mehreren

vermischter

Auskündische werte.

wertbesk. Anleihen.

10,5

Versicherungs-Aktien

95,0

85,0

trank. R u. Hl.

lagOeb. Seuero. 110,0

Elsenbaha-Aktien.

Schiffahrt-Werte.

Dank-Akkien.

11,9

Willi. Jost 8 CO. kllW, Mutter hau« r-e-enüber.

Hab und Gut versteigern ließen, während

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also

einer Ha- ^lugplatz

Basier- Tallette- Wasoh-

Golbonlethe Dollart* ah-flna. 5 RMscnlelhe

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6,75 R,5 26,5 11,0

7,8 )

Briefkasten der Schriftleitung.

p. Hier. Sie baden recht. .Der Rose Piloerfabrf wurde von der Cöctlia bereits im Januar 1897 unter der Leitung des Dom-Musikdirektor» Rübsam zur Auf. führunn gebracht.

seiner Tat nicht angeben.

* Mutter und Sind betrunken. Eines Tages hat man in Wien ein dreieinhalbjähriges Kind aufgegriffen, das über die Straße torkelte, lachte, weinte und dann zu Boden fiel. Man Hou es auf, versuchte es auszufragen. aber es gab keine Ant­wort, glotzte nur feine Umgebung an und rief nach der Mutter. Einige Frauen nahmen sich des Kin­des an und erkannten bald, daß es betrunken war. Seine Mutter fand man im Wirtshaus bezecht in lustiger Gesellschaft. Das Gericht hat jetzt die Frau zu der im Gesetz vorgesehenen höchsten Strafe von vierzehn Tagen Arrest verurteilt.

unter den Schuldnern der Bank von Navarra, die den Krallen des Syndikus nur entronnen waren, um in Ne eines Gläubigers zu geeiten, der um ein gut Teil un­menschlicher und unerbittlicher war als er.

.Ich will bis auf Heller und Pfennig bezahlt wenden, samt Zinsen und Spesen, wie 'es im Urteil steht", befahl und wiederholte diele Bestie in Menschengestalt unauf­hörlich. „Nicht ein roter Heller wird nachgelassen. Laß sen Sie den Gerichtsvollzieher seines Amtes walten, lasten Sie versteigern, was versteigert werden kann, was irgend möglich, soll hrreingebracht werden. Aber zu Derglei­chen irgend welcher Art gebe ich mich nicht her; ich ge­währe weder Zahlungsaufschub noch Nachläße."

Diese gemessenen Weisungen zogen die Folgen nach sich, die er vorausgesehen. Die Schuldner, die sich für

kritisieren; man stelle sich vor, daß bereits 66 Amerikaner mir nichts dir nichts mederoeschosten wären, Tausende sich in ®efanoenf»aft befänden, und 70000 au? Neuengland verbannt wären; man denke sich unsere beiten Schulen von Soldaten be'etzt, sodaß dte Kinder nicht m-hr als zwei oder drei Stunden Unterricht genießen könnten; man stelle sich vor, daß ein rut Teil der fühlenden Männer, Büraerme'ster, llournalisten, Fabrikanten- Geschäftsleut-, Postmeister, Eftenbabnbeamte, entweder gelangen eenommcn oder au8 Neuengland verbannt worden wären, Ich kam skeptisch ins Ruhrgebiet und atoeifeite an den Ge­schichten, die ich gehört hatte. Aber nachdem ich mit den Augenzeugen gesprochen, mich selbst von den Räubereien und Gewalttaten überzeugt batte, bin ich genötigt, un­umwunden zu erklären, daß, was die Quälereien, Grausamkeiten, Ungerechtigkeiten und Beraubunoen an- belangt, ich noch nichts erlebt habe, waS dieser französischen Nuhrbesetzung oleichkommt, seitdem ich die Previn, der Banditen in Hon an in China verlassen habe. In China werden solche Unmenschlik'keiien von Banditen verübt gegen den Willen der Negierung. An der Ruhr ober werden sie von der Regierung einer Nation verübt, die prahlt mit der Devise, Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit."

Der Verfasser diese? Piotestes erblickt in einer Fortdauer der Nuhrbesetzung die Ursache für einen neuen Krieg.

(Eilte Märtyrerin der pflicht.

47s ----------

Einer der Briese, der an diesen Syndikus gerichtet war, bewies, daß dem verstorbenen Marquis die Mög. lichkeit nicht entgangen war und daß er nur durch drin­gende Bitten erreicht hatte, daß sie Ihm erspart wurde. Wäre er jedoch heute noch am Leben gewesen, sie hätten teineitei gerichtliche Schritte mehr nach sich ziehen kön­nen, weil die darin behandelten Vergehen bereits- ver­jährt waren; immerhin wäre ihre Veröffentlichung ge­eignet gewesen, das Andenken des Toten zu verunglimp­fen, und da Simonnet, 6er sie unter den übrigen auf die Außenstände bezüglichen Papieren gefunden, dies wußte, so hatte er die Familie Fosseuse einzuschüchtern versucht, mdem er von den Papieren Gebrauch zu mo- chen gedroht.

Gilberte sah alle diese Tkinge nicht so klar vor sich, wie sie hier bargelegt sind. Sie besaß keinerlei Kenntnis von Goschästen, wußte nichts von Gesetzen; allein instink- üd erriet sie, daß diese Briefe in den Händen ihres Doters eine Waffe barfteHten, und daß er, so lange sie sich in seinem Besitz befanden, Herr und Gebieter über das Schicksal des jungen Marquis von Fosseuse blieb. Wenn sie sich ihrer bemächstgte, so befreite sie Franz und auch sich selbst. Wenn sie sie vernichtete, io brauchte man nicht mehr vor der Ausführung der Drohung Simonnets zu zittern.

Sehr bevuhigt und zufrieden mit dem Ergebnis ihrer Nachforschungen stellte sie die Kartons an Ort und Stelle zurück; allein die Briefe des Marquis von Fosseuse nahm sie mit sich auf ihr Zimmer. Hier warf sie sie zunächst in ein Fach ihres kleinen Schreibtisches und (kina su Beit, wo sie sofort einschiies, nachdem die Tat, die sie soeben begangen, sie mit tiefer seelischer Befriedigung erfüllte.

Als sie erwachte, war es bereits Tag und im Hau,« herrschte die gewohnte Bewegung. Als sie sich ange- kleidet hatte, nahm sie die Briese vor und durchlas sie von neuem, als wollte sie sich von der Nützlichkeit ihres Entschlusses jbezeugen; als sie aber daran gehen wollte, sie au oermebten. wußte sie nicht, wie sie das anstelle»

Kosmos vpl.

Neptun vphch. l,opog fanla t ot)b Lettin, äbe

Zeitgemäße Worte über die Habsucht.

In dem Fastenhirtenbrief des Erzbischofs von Köln, Kardinal Schulte, lesen wir u. a. folgende sehr zeitgemäße Aeußerungen über die Habsucht:

„Als Papst Benedikt XV. Hochs. Andenkens den Döl- kern und ihren SHegierungen beim Beginne des Welt- kriege, den Spiegel von den tiefsten Krieqsursachen vor- hielch schrieb er anknüpfend an jenes Wort der Hei- fig-n Schrift: „Weny man es recht betrachtet, so wachsen alle Uebel, an denen heute die menschliche Gesellschaft leidet, auf dem einen Stamm der Habsucht und Begehr­lichkeit." Anfangs schien es damals, als sollte die für

-ii und reich gemeinsame Not des Krieges, der llel irdisches Glück und Besitztum erbarmungslos zer- störte, ein Heilmittel für die viel schlimmere Not der Habgier und des Dergestens unserer ewigen Bestimmung werden. Aber gar bald schon verstand sich die Habsucht auf di« himmelschreiend« Sünde, selbst noch aus dem Blut und aus den Tränen des Krieges Geld und Gewinn zu machen. Und vollends nach dem Kriege und der R-oolution — wie ratlos haben da die öffentlichen Gewalten beifette gestanden, als der Geist des Mammons sich direkt der Geldentwer­tung und Teuerung, des Hungers und Massenelends bediente, um feine Tyrannenherrschaft auszu- richten. Was anders als der Einfluß allgemeiner Be- gierllchkett verwandelt die Industrie, den Verkehr und Handel der Völker, ja das ganz« öffentliche Leben in eine wilde Hetzjagd, bei der jeder im Wege Stehende rücksichtslos beiseite gestoßen und nieder betreten wird! Was anders als der Wettstreit der Völker um das goldene Kalb verhindert den Weltfrie- den bis auf den heutigen Tagl Solange im Leben her Völker keine andern Interesien als Mammon und Machtgelüste den Ausschlag geben, wird unvermeid­lich ein Krieg den andern ablösen: der Krieg nicht nur zwischen den verschiedenen Nationen, sondern auch der Krieg zwischen den verschiedenen Klas- sen und Ständen, zwischen Arbeitgebern und Arbeit­nehmern, zwischen Stadt und Land, zwischen arm und reich." ___________

Ans Geisa Md Umgebung.

Der Mord in Bremen.

Am Dienstag nachmittag mürbe der Antrag

Br. fielt & fierl* . Sdiullh -patz Radien er Spinn flbler & Opp»nh ROIerwerlie Kieper fl.-G । Anilin fllexan6ern> Mia eiehtr -Gei. flnnener Gu&ftah Rf'f’affenb. Zellft Ouasb. Tlrb. NI. Babildie Anilin Ba'a'l Berpmonn € -®- Berl. flnh. Molch- Nino ntlrnberq Broun». BriWelt Buderus Chem Griesheim Dt.Cuxemb.Brgm 3uteipinnerd . GrdSI . Kaliwerke Ofiriropn €tberf < erbeut. €ibet f. Kup'er eteMr liefern. EH. Bad wolle Emaille Ullrich Elchweiler Berg» Hader Bi-IOifl Sronitf. Goso. Srankent Zudter »u<hs tDaetoon Geben» Beramer» Ge'ellUh.f.el.Unin. Gothoer woaqon fiarpen Berat», fiinöriths fluff. filrldi Kupfer fiSchster Sorbe.

4»>« Sold-Henle 4 lür* flömln.

4 .. Bagb. S. II . £ole

4«t flnatol. 5.1 4*is.. 5. II 4't.. S IN IHex. Anleihe

Gottesdienstordnung.

Katholischer Gottesdienst.

Freitao, 21. Marr. Do». Nackm. 5 Kreuzweg- Andacht. — Stadtvfarrkirche. Abends 8 zastenpredigt.

Israelitischer Go tteSdienst.

SamStao,22. März Vorabends 6.15, morgen«8, nachmittags 4.30, Sabbatn ” inng 7.25 Uhr. — Wochen- gotteSdienst: Mo-genS 6.30, nachm. 6, abends 7J5 Uhr.

9,0 »2,1 17,75

8,75

63,75 10,5

85,5

13,4 44,5

30,0 14,75

8,9 10,75 27,0 28,5

6,2 22,71 26,5

143» »5,0 20,875

1,8 19,0

sichtiger Gläubiger über sie verhängte. Sie sahen alles, was sie besaßen, selbst die armseligen Lumpen, in die sie gehüllt waren, im Dersteigerungswege verkauft und verschleppt.

Es fehlte natürlich nicht an Bitten, Klagen, Zähne­knirschen, auch nicht an Drohungen; allein Simonnet ließ sich weder durch das eine noch durch dos andere rühren oder einschüchtern. Er hatte das Gesetz für sich und wollte alle Rechte geltend machen, die es ihm zugestand. Ueberzeugt, daß die Heirat feiner Tochter mit Franz von Fosseuse unter allen Umständen erfolgen muffe, wollt» er erst mit den Geschäften der Dank von Navarra ganz- sich aufräumen, zumal sie sich ohnehin schon ungebühr­lich lange hinzogen. Das Ergebnis dieser Operation sollte Gilberter Mitgift sein, denn er selbst wollte um feinen Heller ärmer werden, wenn er sie ausstattete.

Sn weniger denn einer Woche flössen bedeutend« Summen in feine Kaffe. Jeden Tag hängte ihm sein Gerichtsvollzieher Gelder ein. die er tags vorher ein­getrieben. Simonnet selbst lieferte sie bei einem großen Finanzinstitut ein, wo er lausende Rechnung hatte.

Siedlungen in Preutzen.

Im SiedfungSanSschuß der preußischen Landtages legte LandwirtichafiSminister Dr. Wenden ff eine Uebersickt über das Siedlunase'aebniS für die Kalenderjahre 1919 bis 1923 vor. Demnach betrugen die neuen Siedlungen im Jahre

Verteidigers, von einer weiteren Beweisaufnahme aufeben und das Verfahren auszufetzen, bis der „ Lindner geklärt fei, abgelehnt. Von besonderer Wichttgkeit ist die erneute Vernehmung der Frau Lind­ner. bei der der Angeklagte nicht anwesend ist. Di«

Goel* Konti Sehen. Caurohütt« Linde Elsmolch. IHolmm. Breuer Mequln Butzbach Maloreniad. veutz Hediari.Sohrzeuqe Obendile, Eilend.

_ El(en-3n6uftr os,e elektr- Reisholz pap'er Rhtin.Brounltohl. N"mdam-tzütte Sarotti Slollmerd Geb Doatl. Molch- St Iwelerreoeln ZellNoft waldh.

18 8.

4,9 84,’ 0.0825

•■>,52 0,8 0,96 0,09 2,810

Zeugin erklärt, daß sie am Samstag die Unwahr­heit gesagt habe. Als dem Angeklagten die Aus­sagen der Frau Lindner vorgehalten werden, leugnet er erst, gibt bann aber zu, daß er aus Mitleid mit der wirtschaftlichen Notlage der Frau Lindner so ausgesagt habe.

Am Mittwoch vormittag begann nach Schluß ter Beweisaufnahme das Playdoyer des Staatsanwalts. Nach seinen Ausführungen haben sich die Aussagen Leisters nicht bestätigt und sind in entscheidenden Punk­ten widerlegt. Man muffe zu dem Schluß kommen, daß nur der Angeklagte ter Täter sein könne. Cr bean­tragte daher ihn wegen Mortes zum Tode zu verurteilen.

Der Derieidmer betonte demgegenüber, daß der Be. weis für die Täterschaft nicht erbracht sei. Der Mein, eid sei nicht aus Gemeinheit begangen worden, sondern aus einem moralischen Konflikt heraus. Die Unwahr, beit ter anderen Aussagen aus dem Meineid herzu, leiten, sei unberedjtigt

20,0

22,75

1,0 n»,o i

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7,l> 75,0 15,1»

6,5 4,25 8,0

Neues aus ßrankfuri.

= Der mißMSte Schkckkchwkndel Eine Bande ar. bettet au enbhdiirb hier und in der Umgehend mit deckungslosen Schecks auf ‘ bie Leipzi er Volksbank. Dienstag mietete sich in einem ersten Hotel ein eiegan- ter jun er Mann ein und < ab dem Pförtner zwei Ge. päckscheine zwecks Eirttösuni wertvoller Koffer; zuvor versuchte er beim Pförtner einen großen Pump. Doch der Hotelmann wollte erst die Koffer und deren Inhalt

Technik und verkehr.

— ein Sina n« dl« Welt in lech» Monaten Vier amerikanische Aeroplan« unter dem Kommando des Major» Frederick Martin begannen von Los Angelo» einen Flur rund um die Welt der, tote man erwartet, in sechs Monaten vollendet sein Wird. E» ist damit feine Rennfahrt beabsichtigt, sondern eine Erprobung der Durchführbarkeit des Problems. Hundert» tausende Zuschauer und huntert SSeroplane waren zum Abschied erschienen. Die erste Station deS FluoeS ist Seattle, von da soll eS über Alaska, die Aleutischen Inseln. China, Japan, Indien, quer über Asien und Europa nach England und von hier nach Grönland und Kanada gehen.

Ein Dtrnidbtenöes Urteil

Watz ein Amerikaner über die Nuhrbesetzung faql»

Ter Generalsekretär teS Internationalen Komitees der Christlichen Vereine junger Männerin New York, der Amerikaner Dr. Eherwor Eddy, verbrachte je eine Woche in Berlin und an b-r Ruhr und besuchte dann Paris. Nunmehr der. öffentlicht er in der „Reformierten Schweizer Zei- hing" einen geharnischten Protest gegen dos Trei­ben der Franzosen im Ruhrgebiet. Er schreibt:

„Ich war einer, der da» französische Volk lange ««liebt, der daS französische Volk bewundert bat, und noch deutlich steht mir vor Augen, mit welcher Begeiste. runq t* die Westfront vo ■ Dpern bi» Verdun besucht habe (Stets habe ich den preußischen Militarismus verurteilt. Deutschland soll die Reparationen bi» zur Grenze seine» VermSzen» bezahlen und Frankreich muß einen entsprechenden Schadenersatz bekommen. Aber nehmen wir an, daß w r Amerikaner den Krieg ver. loren hätten, daß wir gezwungen worden wären, dem Feind die reichsten und besten Kohlentelder, Eisen» und Stahlwerke im Ptttsburaer Bezirk zu überladen, daß Teile von Texas und Oregon von unseren Gebieten abgetrennt worden wären, daß Neuengland loSgeriffen wäre von den übrigen Staaten, nicht nur durch einen Kordon von Schtldwachen und Stacheldrahtzäunen, son. dem auch durch Schließung von Post, Telegraph und Telepdome von der übrigen Welt abgeschmtten wären; man dertte sich, daß e» nicht einer einzigen Zeitung in New gort erlaubt wäre, die militärische Besetzung zu

Bann. Creältbank Boyr. 6. u. IDbit. Barm« Bootz-v BerlmerQandelib. Commer bann vanz. pnnatban* DarmflälrterBan* v. flflat. Bank

* Der Waffenmeister schiehk. _ Nach vasmeldung hat auf dem französischen ... _ Le Sourget bei Paris ein Waffenmeister des dort stationierten Fliegertruppenteils in der Rich- htng auf ein Transportflugzeug, das gerade zur Fahrt noch London auffteigen wollte, mehrere R e- nolverfchüfse abgegeben. Obwohl in der Nähe der Maschine mehrere Fahrgäste standen, ist niemand verletzt worden. Der Waffenmeister der sofort festgenommen wurde, konnte den Grund

18,5 22,125

1,0

115,0 2,875

18,0 3,4

10,125 19,5

25,0 »>,0

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50,5 22,0 15,25

8,0

16,1

19,0

6,7

71,0

insgesamt also 10 083 auf 66524 da Fläche.

Die Zahlen für Anliegersiedl^ng»bauten lauten Wie folgt im Jahre

54,0 18,825

3,8 «8,0 11,25 84,75 14,3 45,5 80,1 15,8

9,0

10,0 25,0

29,5

i.,75 23,5 2H, 37=

8,0 14,5 87,0 21,25

1,8 19,8

8,0 23,25 M,2S

Sie haben mir, Frau Marquise, liebevolles Vertrauen entgegengebracht, dessen Erinnerung jederzeit in mir fortleben wird; ich bitte Sie um einen neuerlichen Be­weis desselben und da» Gleiche erbitte ich auch von Ihrem Sohne: es ist mein dringender Wunsch, daß weder Sie, noch er auch nur den leisesten Versuch machen, mich in meinem Entschlüsse zu erschüttern. Er ist imwidernis- sich und was immer getan werten sollte, um mich zu einer Kenterung meiner Absichten zu veranlassen, es würde alles nur dazu beitragen, den Kummer zu ver­mehren, der mich ohnehin erfüllt.

„Mein Vater besitzt noch keine Kenntnis von mein- ner endgültigen Entscheidung. Bevor ich ihm vcn ihr Mitteilung mache, wollte ich Ihnen sagen, daß Sie von seinem Zorn nichts zu befürchten haben; er ist fortan ohnmächtig. Er hat Ihnen mit einem Prozeß gedroht; ich zweifle stark, daß er einen solchen anzustrengen wagen wird. Für alle Fälle können Sie ihm erhobenen Hauptes die Stirne bieten. Die Schriftstücke, bie einen solchen für Sie bedenklich gestaltet hätten, sind nicht mehr vorhanden, sind durch m'ch vernicht:t worden. Ich bin glücklich, Frau Marquise, Ihnen diesen Beweis mei­ner Dankbarkeit geben zu können und habe nichts weiter hinznzusüqen, als meine besten und herzi'chsten Wünsche für Ihr ferneres Wohlergehen und das Ihres Sohnes."

Nachdem Gilberte diesen Bries venschloffen hatte, blickte sie auf die Uhr. Es war die Stunde, zu ter jeden Morgen der Briefbote zu kommen pflegte. Sie verließ das Haus, um ihm entgegenzunehen. denn sie wollte die Botschaft, mit der sie auf eine ihren Wünschen und Träu. men entsprechende Zukunft verzichtete, so rasch als mög­lich aus den Händen haben. Einige Minuten später war alles geschehen. Als sie nachher in das Jimmor ihrer Großnmtter ging, um sie von den Vorfällen ter jüngsten Stunden zu unterrichten, war ihr Opfer bereits vollbracht.

10.

Seit acht Tagen hielt sich Simonnet in Paris auf und während dieser Zeit fachte er den Eifer ter Leute, denen er die Wahrung seiner Interesien anvertraut hatte, un» ablässig an. Er hielt eine kleine Well von Gerichtsper­sonen in Atem. Sein Advokat und sein Gerichtsvoll- ■»Ufc— fom-n pW iRnte stnnü*-»r rlAf-

△ Marburg. In der Stadtverordneten- sitzung wurde zur Fövte'wng der Bautätigkeit die Aufnahme einer Anleihe von 300 000 Gold- mark abgeschlossen. Die State will an Baulustige Hypothekendarlehen ge^er. Ferner gab man dem Magsitrat-mntrag, die Steuer "om gemeinen Wert der Liegenschaften aufz'>heben und statt deffen Zu­schläge zur Grundvermögenssteuer zu erheben, dte Zustimmung. Ebenso wurde im Prinzip der Ernch- hing eines technischen Seminars im Anschluß an dte städtisllke Fachschule zug>eftimmt. — Auf Dermtlas- fitng des Zentralkomitees für. das ärztltäie tyort- biDungswefen findet gegenwärtig hier ein Fort­bildungskursus auf dem Gesamtgebiet der Tuber- k u lo s e statt. Es haben sich 150 Aerzie aus allen Teilen Deutschlands eingefunden. — Die Vorberei­tungen zu dem vom 18.—20. Juli d. I. hier statt- fmbenhen Deutschen Akademischen Olympia sind bereits in vollem Sange. So sand am 15. und 16. März hn Senatssaal der Universität eine Zusammenkunft der Turn- und Sportlehrer der deutschen Hochschulen statt, in ter die Hebungen festgelegt wurden. Man rechnet mit mehreren Tausend Teilnehmern.

Natholische Welt.

— gibt noch viele tubenborffs I» einer Protest, funbeebung' der !Jat>oIifen Groß-Dortmund» gegen die Beleidi-iunaen, die Ludendorff im Hitler- prozeß gegen die Zentrumspartei und nejen den Katho- lizikmu» richtete, nahm auch der Vertreter der Zen­trumspartei, Verleger Lensina, da» Wort, um auSzn- führen: „Wir sind län ist noch nicht über den Bern." .Schlimmes steht un» noch bevor. Wenn ich einen Rück- blick weife auf die Jahrzehnte, die ich in Dortmund durchiemacht habe, kann ich allen katholischen Mit­bürgern angesichts der Tatsache, daß es noch viele Ludendorff» gibt, nut zurufen, toaS auch der Hauptredner shon gesagt: Seid einig, einig einig! Steht geschloffen zusammen gerade in diesen Tagen und tut eure Pflicht, wenn ihr zur Pflichterfüllung auf- gerufen werbet!“___

aus dem Nachdargehiet.

= Schlitz. In seltener Rüstigkeit beging Herr Kantor Bohl vor einigen Tagen seinen 75. GeburtS- taa, an dem ihm von der Gemeinde und seinen zahlreichen Freunden die besten Wünsche für em weiteres Wohlergehen zuteil wurde.

--- Kath. W'lleniod (Kr. Gelnhausen). Ein be­dauerlicher UnglückSfall ereignete sich vor einigen Tagen in der HilpertuSmühle. Beim Anlasien der Mühle wurden die Kieider des MüllerS BoeS von dem Getriebe erfaßt. Der Mann wurde mit fo'chec Wucht mehrerema s nm die Welle geschleudert, daß der Tod aus der Stelle eintrat.

tatsächlich aller Mittel entblößt waren, all die Placke­reien über sich ergehen lassen mußten, die V,

-------

Glas, Porzellan, Haus- und Küchengeräte ■

6»/i flnh. Bog). 5«« Boi Kohl.

5«>ri Qrttro K. j»-. Ürrtift. Ko« 5-0 do Roaa

5 Poa.-Btnl Bl. 6»'« IhOrlng. R

6 mefttät. Kohle

zahlungsunfähig erklärt, zahlten fieber, als daß sie ihr andere, bie

Conrad MsMü W.t Fulda Ferorut 778

sehen, bevor er Kredit gewährte. Dann bot der junge Minn dem Pförtner zwei Schecks auf die Leipziger Volksbank an. Umsonst. Der Frankfurter blieb un. gerührt. Da verschwand der junge Mann heimlich und ward nickt mehr gesehen. Die Koffer, die man etnloite, waren zwei Pappkarton», die gelbe Stäben enthielten. Die Kriminalpolizei fahndet jetzt auf den Schwindler, der bet eit» von zahlreichen Staatsanwaltschaften ge­sucht wiid. „

— Kauft echt« Seinen! Echte, uralte (Seinen bot in einem - iestten Kaffee ein Zigmmer auS und hatte auch Glück damit. Denn e$ fanden sich Liebhaber, die hohe Preise dafür anlegten. Lewcr aber machte die Polizei einen Strich durch di« Geigenrechnung. ®ie verhaftete den Zioeuner und stellte fest, daß die Gemen nicht eine Mark wert und von dem Burschen erst kunst- lich alt gemacht worden warm. In dem gleichen Lokal hatte der junge Mann kurz zuvor eine wertlose Metall­uhr al» goldene Savoneitenuhr um sündhasr teure» tfelb verkauft. — Eigentlich mühten bie leichtgläubigen Käufer auch mit bestraft werden.

3 ---------------

. Zeonooonieihe

4 Sdiu’ortlel

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4 Boner. Anleihe ZV, M. bo.

Bä offeneren billg ,ör Wiederverkäufer

frankfurter Dürfe

Bie notteningffl ocrltehen fld) In BllUonen Piment.

solle. Es hätte ihr nicht genügt, die Briese zu zerreißen und deren Stücke in alle Winde zu zerstreuen; sie wollte sie verbrennen, denn nur so wäre die Bernichttmz eine vollständige. Allein um diese Jahreszeit brannte nir­gends Feuer, außer in ter Kück^. So begab sie sich denn hierher und nachdem sie die Köchin unter irgend einem Vorwand für eine Weile entfernt hatte, über­lieferte sie die Papiere den lodernden Flammen. Erst nachdem sie sich überzeugt hatte, daß nichts als ein Häuf­lein Asche von den kompromittierenden Schriftstücken übrig geblieben, verließ sie die Küche. Nun atmete sie erleichtert auf. Ihr Beter war entwaffnet und vermochte

-.'te rieten die Familie Fosseu.se.

Bisher Ijatie Gilberte ganz aus eigenem Antriebe ge­handelt, ohne ihre Großmutter $u Stete zu ziehen, die f« einer vollendeten Tcnffochs gegenü&erftetten wollte. Dieses Vorgehen befolgte sie auch, als sie sofort an die Marquise schrieb. Dieser Brief, der Ausfluß ihres un- erfchütterfichen Willens lautete:

„Frau Marquise! — Zu meinem größten Beteuern muß ich Ihnen mitteilen, daß ich nicht tne Fran Ihres Sohnes werden kann. 3d) Hobe keinen Moment an der Auftichtigkest seiner Gefühle für mich, demzufolge auch nicht an der Möglichkeit des Glückes gezweifelt, das ich an feiner Sette erhoffen durfte. Anfänglich geschmei- chelt, bann, als ich ihn näher kennen lernte, sogar be­glückt von seiner Werbung, muß ich dennoch in Anbe- tracht gewichtiger Gründe, über die ich niemanden Rechenschaft schuldig bin — da sie mir einzig und allein von meinem Gewiffen eingegeben werden, — darauf ver­zichten, seinen Bitten und Ihren Wünschen Gehör zu schenken.

Einen Moment fühlte ich mich von diesen tief gerührt, einen Moment meinte ich ihnen Gehör schenken zu dür­fen; doch als ich mtt mir besser zu Rate ging, merkte ich, daß mir dies nicht gestattet sei. Es sollt mir unendlich schwer, Ihnen dies zu sagen, tenn ich weiß, wie sehr ich Sie und Herrn Franz damit betrübe. Doch wenn er, wie ich glaube annehmen zu dürfen, meine Beweg­gründe errät, jo muß es ihm klar fein, daß mein Kum­mer dem seinigen in nichts nachsteht, und daß die Pflicht, der ich unser beider Glück zum Opfer bringe, eine selche ist. haß ihr unter al'i-n Umständen aehorAt werden muh.

Nach.MOn». V 215,0 Srfcf. flllq. Oerf.

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19 3.

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Kur*

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1.1,8

18,8

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6,75

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1919

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1920

1743

14909 „

ff

1921

2174

ff

19420 ,

ff

1922

2655

ff

19945 „

ff

1923

2789

ff

32449 „

ff

1919

12506 bei 10741 ha Fläch«

1920

19059

„ 20355 „

ff

1921

23 480

„ 22754 „

ff

1922

19619

, 20 747 ,

ff

1923

18186

„ 22 997 „

ff