Fuldaer Heilung
Die wirtschaftliche Lage Oesterreichs
Mataja-Wien.
rüstet.
Australien
IM Kurs 18 3.
l».o
11,TS
88,0
5,0
10,1
Berliner Kursbericht
H.STSf 11,1
Deutsche Skaatspaptece.
Indostrie-Attie«.
I 80,0
do. —
Ausländische werte.
5«/o pnutz. Kali 5Vo be. Rogg.
verficheruugs-ANieu
96,0 | 96,0
71,0 ! 65,0
Schiffahrk-Werte.
Unrecht hätte.
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Vank-Aktien.
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9,85
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Die in der Ernteergebnisse
1922 52340
9757
1413
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IM
0,681 4,75 3,1 41,75
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0,87 0.8 0,51 0,75 0,7
Siseabahn-AMen.
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Oefterr. Staotsb. Schanlungdohn
71,85 14,0
6,75 1,9 2,0 0,5
84,1
Bedingungen nicht erfüllt sind, werden als nicht nehmigte Funkanlagen angesehen und behandelt.
Gebühren.
Die Gebühren für die Genehmigung und den
Zrankf. Bank
Srankf. tzyp- Bank | $rcmkf.pf<mbbr.-Bank miftelb. Krebltb.
Weftb. Srankf.
Kaff gr. StraftmMbn Abt Gebt. TäiMersb. flbler u. Oppenheimer flidjaffcnb. Zetift- Bob Sehfcblirf
Don Dr. Heinrich
Die Sanierung der Staatsfiuanzen.
Worin besteht und was ist die Tragweite der finanziellen Sanierung Oesterreichs? Heber diese beiden Fragen besteht in den weitesten Kreisen eine recht erstaunliche Unklarheit. Wenn irgend jemand die Tatsache der Sanierung in Zweifel zieht, well er seine wirtschaftliche Existenz ober die ganzer Gruppen der Bevölkerung unbefriedigend, ja, sogar drückend findet, so zeigt er damit nur, daß er nicht weiß, was die finanzielle Sanierung ist, und welche ungeheure Bedeutung sie für jeden Bürger dieses Staates hat, den nicht ein entsprechendes Konto im Ausland von dem Schicksal Oesterreichs gänzlich unabhängig macht.
Die Staatsfinanzen Oesterreichs waren f ch w e r k r a n k. Die Staatsausgaben überstiegen mn ein bedeutendes die Staatseinnahmen, und dieses Defizit wuchs von Jahr zu Jahr- Der Staat war nicht imstande, dieses Defizit durch Anleihen, lang- oder kurzfristige, zu decken. Zur Begleichung jener Ausgaben, für die keine Einnahmen da waren, verstand er nur die Notenpresse in Bewegung zu setzen, die wahre Fluten von Banknoten über das Land ausschüttete. Dabei fand sich aber die Republlk Oesterreich gar nicht im Besitz einer Notenbank, denn die Oesterreichisch-llngar'sche Bank mar gemäß Artikel 206 des Friedensvertrages von St. Germain in Liguidafion und hatte überhaupt mit der Republik Oesterreichs nichts zu tun. Da aber Oesterreich Banknoten brauchte, hat es sozusagen einer Notenpresse Rechtspersönlichkeit verliehen, es hat daraus die 'Oesterreichisch-Unga- rische Bank, österreichische Geschäftsführung" gemacht. Außer der Notenpresie hatte diese Notenbank nichts, nichts. Das heißt, sie hatte in ihrem Tresor die Schuldscheine der Republik Oesterreichs, die offenbar die Absicht hatte, diese Schuldscheine aus ihrem jährlichen Defizit zu bezahlen. Und das versilberte Staatsdefizit ist dann wahrscheinlich jenes gesetzliche Metallgeld, in welchem die „Oesterreichisch-Hngarische Bank, österreichische Geschäftsführung" ihre Banknoten einzulösen versprach.
„®n solch Papier, an Gold und Perlen statt. Ist so bequem, man weiß doch, was man hat." Und diese auf dem jährlichen Defizit der Republik Oesterreich fundierten Schatzanweisungen waren dis ganzen Jahre hindurch die Basis des gesamten österreichischen Wirtschaftsverkehrs, dafür kaufte man beim Schneider ein Kleid, kaufte der Schneider sich Brot und Fleisch, kaufte der Bauer sich Pflug und Spaten, und den Ueberschuß legte man als Einlage in die Sparkasie oder erwarb einen Geschäftsanteil, eine Bank- oder Maschinenaktie.
„Und meinen Leuten gttt's für gutes Gold?
Dem Heer, dem Hofe g'nügt's zu vollem Sold? , So sehr mrch's wundert, muß ich's gelten lassen.
Ja, wenn man rückschauend diese Verhältnisse überblickt, so muß man sich wirklich wundern, daß die Flucht vor dieser Krone nicht viel früher eingesetzt hat.
Aber natürlich läßt sich ein solcher Zustand nicht aus die Dauer aufrecht erhalten. Die Menge der ungedeckten Banknoten wuchs und wuchs, der Wert der Krone sank von Stufe zu Stufe. Kein Mensch wollte mehr Kronen in seinem Besitz haben. Kronenschulden waren dagegen sehr gesucht. Nur fort mit der Krone, lieber Aktien kaufen oder Teller oder Desiertlöffel ober Riemen (in einer österreichischen Stabt hat jemand sämtliche Vorräte an Treibriemen aufgekauft), vor allem aber natürlich fremde Valuten. Die reichsten Leute von Wien konnten nicht unvorbereitet ins Gasthaus ober zum Friseur gehen, weil jeber haargenau nur so viel Kronen hatte, als er brauchte. Schon begannen die Schwierigkeiten, wenn man Kronen anbringen wollte. Nur die strikteste Geldknapphest hat die Panik verhindert. Aber die Katastrophe schien unausbleiblich, und wer sich heute das Büd vom Sommer 1922 vergegenwärtigt, der muß zu- gestehen, daß mir damals alle den unmittelbar bevorstehenden Zusammenbruch vor Augen sahen. Es mußte der Augenblick kommen, in welchem die österreichische Krone in Oesterreich selbst als Zahlungsmittel nicht mehr angenommen worben wäre, in welchem ber Bauer kein Brot, ber Schneider fein Kleid mehr für Kronen verkauft hätte, und damit der Augenblick, in welchem der überwiegende Test der österreichischen Bevölkerung außerstande gewesen wäre, sich auf reguläre Art des Lebens Notdurft zu beschaffen. Wenn es eben auf regulärem Wege nicht gegangen wäre, so hätte das eben jeder, der körperlich dazu geeignet war, auf irreguläre Weise versucht. Hungersnot und Revolution hätten sich fast augenblicklich eingestellt.
Dieses ist der Zustand, aus dem uns die finanzielle Sanierung befreit hat. Das Fortschreiten ber katastrophalen Entwicklung würbe gehemmt, ber Zusammenbruch vermieden, Hungersnot und Revolution aufgehalten. Immerhin eine Tat. Eine Tat, wie sie im Leben weniger Menschen vorkommt, sicherlich nicht im Leben ber Herren Otto Bauer. Seitz und Renner. Aber diese Verhütung des Schlimmsten ist ja durchaus nicht alles. Die finanzielle Sanierung hat nämlich auch die unerläßliche
14,0 4,5 4,0
34,6 14*875
15,2 1,8 8,8
4,35 *4,5 18,75
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1,8 7,75
34,0
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84,25
16,1
7,4
4,75
Sing. IHdatte. Breuer & Co.
jährigen Gebrauch von Empfängern für den Untirhal- tungsrundfunk sind erhöht worden. Sie betragen fortan: 1. für Privatempfänger jährlich 60 Mk.; 2. für zu öffentlichen Vorführungen bestimmte Empfänger jährlich 600 Mark; 3. für die Vorführung re: kauf-fertiger Rundfunkempfänger jährlich 300 Mark. Die Ks-
t:°paa nanfa
0,355 0,27 0,508 0,77 0,775
Deutsche Bank v. Uebedee-Ban* DIsconto.Komm. Dresdner Bonk THeinlna. fjpt.-Bk. ntlttelb. Crebltbk. OefLCreMt Reldjsbank
bühren unter 2. und 3. können auf Antrag in vierteljährlichen Teilbeträgen entrichtet werden.
Rundfunkteilnehmer, die ihre Empfänger auch für gewerbliche Zwecke zu benutzen wünschen, haben den Unterschied gegenüber der bisherigen Gebühr für gewerbsmäßig benutzte Anlagen mit 300—25 — 275 Goldmark nachzuzahlen. Das gilt namentlich für die seinerzeit genehmigten Rundfunkempfänger für Fabrikanten von Empfangsgerät oder Zwischenhändler. Der Inhaber einer Genehmigungsurkunde zur Vorführung ver- kaufsfertiger Geräte kann beliebig viele amtlich zugelassene Rundfunkempfänger wahlweise vorführen.
Gegen die Llihgesahr.
Jede Antenne stellt einen Blitzableiter bar; sie soll deshalb bei Gewittern mit der Erde verbunden werden. Nach „Radio für Alle" ordnet man am besten neben der Einführung einen schweren Umschalter an, der die Slntenrie wahlweise mit den Empfangsapparaten oder mit einer möglichst kurzen Erdleitung zu verbinden gestattet. Bei Nichtgebrauch der Apparatur wird die Antenne stets an Erde gelegt
krachen im Apparat
ist in der Regel auf schadhafte Elemente in der Anodenbatterie zurückzickühren. Um sich über die Ursache klar zu werden, ichaltet man nach »Radio für Alle" Antenne und Erde ab. und stellt fest, ob das Kracken trobdem
0,6
4,5 3,185
39,5
5,625
8,9
11,1
20,35
zeigen deutlich, daß in den weiträumigen
Gotterdienstordnung.
Katholischer Gottesdienst.
Mittwoch, 19. März. Dom. Nachm. 5 And. JK
Ehren de» hl. Joseph. __
Donnerstag, 20. März. Dom. Abends 8Fasten predigt. Evangelisch« Airche.
Am nächsten Sonntag, den 23. März, ftttbd tm Nachmittagsgottesdienst die Prüfung der dies- jährigen Konfir manden statt. DreKonfirwatlMl erfolgt dieses Jahr am Sonntag, den 30.
zeitig nehmen dann die Konfirmanden zum erstenmale an der Feier des hl. Abendmahles teil
Au" die jeweils Mittwochs abends 6 Uhr statt» findenden Pasfions.wttesdienste wird hingewiesen.
2. Blatt.
Druck der Fuldaer Aetiendrnckerei tit Fnkda.
3,5
0.8
32,0
2,9
89,85
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5,0
17. 3.
4,2 85,25
0,084 0,525 0,81
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M 68.
Donnerstag, 20. MLrz 1924.
34,0
68,0 11,** 35,76 14,8
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IM 9,0 10,0 »4
4 Boyer. Anleihe ZV- do. do.
cmhäll. Ist das nichr oer Fall, so hat man es mti atmosphärischen Störungen zu tun, gegen die man kaum ankämpfen kann. Kracht der Apparat aber auch abg*. schultet, so liegt der Fehler in der Anodenbatterie. Die EingrenMng der Fehlerstelle geschieht dadurch, daß man die Einzeleiemente Stück für Stück mittels etnes bufert Drahtes kurz schließt und feststellt, ob bas Krachen wah- rend des Kurzschlusses aussetzt ober schwacher wich. H« man so die Schädlinge gefunden, so werden fte eMwch« dauernd kurz geschlossen oder entfernt Der Spannungs- ausfall ist durch Zuschalten einer entsprechenden Anzahl frischer Zellen wettzumachen.
Albanien
hat der italienischen Marconigeseklschaft AiOtrag -rteist, m Tirana. Skutari und Kontza Sendestellen zu emdjten. die auch für Radiotelephonie eingerichtet wechen. Tirana erhält einen 3 kW-Röhrenfender; die beiden anderen Stationen werden mit 500 Watt-Röhrensendern ausge-
Aus der Welt des Radio.
Aufstellung von prioafempfängern.
Die Rundfunkentnehmer können den Ausstellunzsplatz und -ort der ihnen genehmigten Rundfunkempfänger wechseln. Das gilt besonders für die gewerblich benutzten Anlagen für öffentliche Vorführungen. Ebenso ist es ohne weiteres zulässig. daß ein Rundfunkteilnehmer feinen Empfänger mit auf Reisen nimmt, ihn im Kraftwagen, im Motorboot aufstellt uiro. Vorbedingung ist jedoch in allen Fällen, daß die Betreffenden eine gültige Genehmigungsurkunde, und zwar für den in der Urkunde mit der Nummer bezeichneten Empfänger, bei sich führen, und daß die Anlage den Genehmigungsbedingungen der Behörden entspricht. Anlagen, bei denen diese
flach.-tffünctz. V 830,0 |2t5,0 $rkf. flltg. Den.
Sronk. R. u. M. । <»,v
TTIagbeb. Zentra. 135,0 |110,0
22,75 1,0
110,0 2,75
13,0
10^5 19,5 *8,0 *1,0 18,0
18,0
17,5 18.8
4,25 31,15 17,878 14,5 48,6*5 843 SM 50,0 22,5 17,0
8,0 18,0 18,5
M TM 15,1»
M
ist im Begriff, ein öffentliches Funknetz emzurichken, das ähnlich wü das deutsche Reichsfunknetz mrt einer Zrrchale und vielen Zubringerstellen arbeüet. D!e Zer^ale komnst wahrscheinlich nach Sydney; sie erhalt fur den direkbm Verkehr mit England und Amerika emen lOYO-^V-Noh- rensender; die zugehörige Grobempfangsstelle, «itb für gleichzeitigen Fernempfang von fünf Ländern eingerichtet. Für den Innenoerkehr erhält die Station einen kleineren Röhrensender. Zubringerstellen kommen mall- größeren Städte; für die Ausrüstung sind durchweg Röhrensender und Schnelltelegraphen vorgesehen.
. 2«>angton1ett)e
4 Sthukaeblet
5 Spor-Pr.-finl.
5 pr.Schatzonl.rr
4 pr. Cent
Br. hetz & Serik . Schuw'.-Patz Aad) en er Spinn, flbler & Oppenl). flblerwerke Kieper fl.-6. f. Anilin fllexonbero.
Allo. eiektr.-6ef. flnnener Gutzstotzl kilch affend. Zellft flnetsb. Ttrb. TTt. Bablfche Anilin Bafalt Bergmann t-to. Bert flnt). Mosch. Bing Nürnberg Braunk. Brikett Buberus Chem. Griesheim Tlt.Cuxemb.Brgm.
, 3nte(pinnerei . CrbSl . Kaliwerke DQrkopp eiberf. 5ordens. Libers. Kupfer Elektr. Liefern. €11. Bab Wolle Emailte Ullrich Schweller Berge. Zober Bleistift Zronkf. Gesa. Zronken! Zucker luchs Waggon Gelfenk-Bergmerk GeseNfch.sel.Untn. Gothaer Waggon Kargen Bergen, tzlndrichs Anff. Kirsch Kupfer SSchster Zarin», yoesch Kastel Zebert- Caurahutte Linbe Ssmafch. Maschln. Breuer ffleguin Butzbach molaren lob. ventz nediarl.Sahrzenge Oberfdjlel. Lisend..
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Reis bolz Papier Rhein.BraunkobL Romdach-tziMe Barath Slollmerk Geb Dogtl. Mosch. St IWefterregeln
Zellstoff Walbh-
die Hauptgetreideerzeuger in den weiträumigen Staaten deS amerikanischen Kontinents zu suchen sind. In großen Umriffen gibt die Weizenernte für die wichtigsten in den weltwirtschaftlichen Verkehr eingegliederten Lander ein Bild von der Versorgung mit Brotgetreide über« Haupt. Man kann sagen, daß im wesentlichen für die Versorgung Europas mit Weizen, außer dem europäischen Anbau selbst, nur noch bte Weizenernte deS gesamten amerikanischen Kontinents eine Rolle fpielt, da die Neberschußgebiete Australien und vor allem Britisch-Jndien in erster Linie für die großen Konsumzentren OstafienS als Lieferanten m Frage kommen. Ist infolge der günstige« Ergebnisse des abgelaufene« ErntejahreS der VersorgungSstand der Wett weit bester als im Vorfahr, so wird der der- fügbare Getreidcvorrat des Welthandels noch dadurch vermehrt, daß nunmehr auch Rußland wieder Getreide auf den Weltmarkt bringt. Im Jahre 1913 stand das russische Reich — allerdings mit Einschluß der nunmehr abgetrennten Gebiete — hinter Kanada an der Spitze aller Weizen ausMrenden Lander. Bon sachkundiger Seite wird die Menge des gesamten Getreides, das die russische Regierung aus der letzten Ernte auf den Markt bringen kann, auf etwa 25 Millionen Dz. geschäht. Bei der Annahme, daß diese Gesamtaetreidemenge sich in dem gleichen Verhältnis aus Roggen und Weizen zulammensetzt tote die bisherige Ausfuhr, dürfte auS Rußland in diesem Jahre eine Ausfuhr von etwa 8 Millionen Dz. zu erwarten sein. _ ,
In unserer obigen Tabelle sind «eben die Zister» für daS wichtigste Weltbrotaetreide Weizen noch die Ziffern für Rogge« gestellt.. Diese zeige« dte Konzentration des RoggenbauS in Osteuropa und dem östlichen Mitteleuropa. Hier liegen auch bte Konsumzentren. Als Roggenanbaukand dürste Rußland auch heute noch an der Spitze aller Lander stehen; vor dem Krieae wurde hier (einschl. Polen) etwa doppelt so viel Roggen geerntet als im Deut- schen Reich. — Für Gerste und Hafer zeigt die Weltstotistik des letzten ErntejabreS ein ganz ähnliches Bild. In den Haupianbauländern läßt sich eine Steigerung ber Erntemengen feststellen.
Einen Niederschlag find-t dieser günstige Dersor- gungsstond des WeligetreidemarkteS darin, daß in aller Welt die Getreidepreise zurzeit verhalt- nismäßig niedrig stehen. Die Folge davon ist wiederum jene Agrarkrise, die aus dem ganzen Erdball in die Erscheinung tritt, und die zum großen Teil darauf beruht, daß, im Gegensatz zu den niedrigen Getreidepreisen, die Preise aller anderen Güter, vornehmlich aller Jndustrieprodukte mehr oder weniger hoch über dem VorkrtegSstande stehen. Einen Ausweg auS diesem gefährlichen Krisenstande kann der Wiederaufbau Mitteleuropas darstellen, insofern nämlich, als bei Wiederherstellung gesunder wirtschaftlicher Verbindungen mit her Weltwirtschaft und ungestörter organischer Entfaltung der hier zurzeit gesestelten Kräfte die natürliche Konsumkraft dieser volkreichen Gebiete einen großen Teil der Getreideüberschüfle der Welt aufnehmen
Srankf. Baben Srankf. Gas krankt fjof Sf. Pok unb Wilk. Gothaer Waggon 6Sib unb Tleu fiebb. Kupfer gschlter Sarin». Kommg Kollerst Konserve. Braun Lech flugsb. IHalnkraftm. meguin Bntzd. Motor. Oberurfel Hedtarl. Sabrz. Pf le. nahm. Schachert Hbg. Schahstoff Sulba Schutzs, fierz St Schutzs. Ceanber 0M Sichel & Co. Siemens elektr. Betr. Thür. Del. Ge(. p. Sotzf. Kaff, waytz & Sregt 7u*er'. Frankenthal
Würde.
Kus dem Nachbargebiet.
----- Mgerzell. Der Kriegerverrin Pilgerzell beabsichtigt, in diesem Jahre fein 40jähriges Stiftungsfest, verbunden mit Kreiskriegerverbandsfest zu feiern. Deshalb hatte der Vorsitzende Leo Röder den Vorstand und den schon vor längerer Zeit gebildeten Festausschuß am Sonntag den 16. März zu einer wichtigen Besprechung eingeladen. Hier wurde mit regem Eifer dos Programm des Tages ht großen Zügen besprochen. Das Fest soll am Sonntag den 20. Juli stattfinden. Es werden schon jetzt die Vereine darauf aufmertfam gemacht und gebeten, im Interesse der Kriegerveremssache bei Festlegung etwaiger geplanter Veranstaltungen aus diesen Tag gütigst Rücksicht nehmen zu wollen.
ans Geisa «nö Umgebung.
Der Mord in Bremen.
Die Vernehmung der Witwe Dräumng, der butter der Ermordeten, wurde in ihrer Wohnung in .Buttlar vorgenommen, da die Zeugin krank ist unb »u fernem Termin erscheinen kann. Ihre Aussagen waren für die Entwicklung des Prozeffes ohne Belang. Eme mmc schwere Belastung für den Angeklagten ist insofern em- getreten, als die Hauptentlastungszeugm, Frau Lindner aus Jena, verdächtig erschien, sich durch ihre entlastenden Aussagen für den Angeklagten des Mernelds schuldig gemacht zu haben Das Gericht hat mfolge- desjen Haftbefehl gegen die Zeugin erlassen.
Es ist anzunehmen, daß das Hauptverfahren gegen Leister ausgesetzt wird, bis die Frage völlig geklart qi, ob Frau Lmdner einen Meineid geschworen hat. Sollte dies zutressen, dann dürste das Schicksal des Angeklagten enffchieden sein. ________ „.ITT-—~
WUWöemle boö MMe.
Die nunmehr vorliegenden Angaben über die Weltgetreideernte des JahreS 1923 geben ein außerordentlich oünstigeS Bild des VersorgungSstand^ der Welt mit Getreide aller Art. Ausgezeichnet Ist die letzte Ernte dadurch, daß in keinem der dem Welt- verkehr angeichloffenen Gebiete ein nennenswerter Ausfall stattgefunden hat. Die folgende Tabelle gibt die Ernteerträge für Brotgetreide ttt den wichtigsten Ländern wieder:
Drotgetreideernte in den wichtigere« Länder«.
Weizen Roggen
1000 dz.
3,43 *,0 ' 1 10,*
- 17,5
das Kräuterhaarwasser Javol benutzt hat, weiß, daß es zur Pflege des Haares kein besseres Mittel gibt Es schafft glänzendes, volles und angenehm duftendes Haar. Die Haarnerven werden angeregt, das lästige Jucken verschwindet der Haarausfall wird verhindert Javol, wie auch Javol- Kopfwaschpulver, ist überall zr habe»
Barm. Crebitbank 8oyr. 6. u. Wbk. Barmer Bank-D. Berlmerfianbelsb. Commcr.bank Panz, prioatbonk ParinltäbterBank v. ftfiat. Bank
RMI
10,71 10,25 - - ' 0,9
Moe. Anleihe — —
Wertbest Anleihen.
-10,25 J -
7,875 6,S
Kircher-Ludwig
liefert nur Qualität.
Büromöbel.
Frankfurter Börje.
BU TtoHerungm oerflehen sich ta BUUontn Projent --- tefcL Kurs 181.
Grundlage für ein normales und gesundes Wirt- I schaftsleben geschaffen.
Die finanzielle Sanierung besteht aus der gleichzeitigen Lösung beider Seiten desselben Problems; Stabilisierung der Währung, Herstellung des G l e i ch g e w i ch t s i m S t a a t s- haushalt. Es fft genau dasselbe Doppelproblem, das man jetzt in Deutschland und in Polen zu lösen versucht und an dessen Lösung I augenblicklich Ungarn herantritt. Wir Oesterrei- ] *er müssen aber doch unfern glücklichen Stern preisen, daß Seipel den Weg schon vor eineinhalb Jahren gefunden hat, denn wir hätten nicht bis zum heutigen Tage warten können. Sewel hat einen Plan auf gestellt, nach welchem meinem Zeitraum von zwei Jahren das Gleichgewicht im österreichischen Staatshaushalt hergestellt werden kann. Das Defizst muß eben Monat für Monat durch Erhöhung der Einnahmen und durch Kürzung der Ausgaben herabgemindert werden, dis es schließlich verschwindet. Würde man aber in dieser Ueber- aangszeit das sinkende Defizit m ledern Monat durch Banknotendruck decken, so wurde die Krone immer wieder sinken und jeder Kronensturz wirst das Budget über den Haufen. So mußte Seche! also dafür sorgen, daß das Defizit der Uebergangs- zeit ohne Banknotendruck gedeckt werden konnte. Dies bewirkte er durch den Volkerbund- k r e d i t. Und in der Tat hat er erreicht, daß die österreichische Währung stabil geblieben ist und rotr heute ganz genau wiffen. daß das Gleichgewicht im Staatshaushalt hergestellt wird.
Die Stabüisierung der Krone bedeutet für das Wirtschaftsleben die Sicherheit der Kalku- l a t i o n, die Möglichkeit des Sparens m der eigenen Währung, den normalen Anreiz zur Investition, die Rückkehr des österreichischen und die Einwanderung fremden Kapitals. Die finanzielle Sanierung Oesterreichs ist nicht die wirtschaftliche Sanierung des einzelnen. Sie bedeutet weder die Garantie von Gewinnen noch von Lohnerhöhungen. Wenn ich einem Menschen für die Tilgung feiner Schulden einen Kredit verschaffe und die Rückzahlung in Monatsraten auf seinem Gehalt sichergestellt habe, sodaß die Drohung des Konkurses und des Ruins von ihm genommen ist, so hat er kein Recht sich zu beklagen, daß er sich von dem Rest seines Gehalts keine Theaterkarten kaufen kann. Sein Geld verdienen und nut seinem Gelds auskommen muß er selbst. Die finanzielle Sanierung bedeutet die Möglichkeit wntschaftlicher Erholung, je nach der allgemeinen Lage und nach unserer Tätigkeit. Aber ohne dre finanzielle Sanierung wäre die wirtschaftliche Erholung u n- ______
möglich gewesen. Die Tatsache, daß mir diese I Bro*bu« finanzielle Sanierung nicht selbst gemacht haben, Chem Griesheim sondern daß ein großer Oesterreicher sie für uns gaMermot^ gemacht hat, berechtigt uns nicht zu der Erwar I hrna daß jetzt ein zweiter Seipel kommt und uns eil--. Kaumtwtern 3 »T.'hd>™Ul» D»- KW »» muffen wir schon selbst in die Hand nehmen. Aber &owunbKraft eines muß uns klar sein: Wie schwer immer der I 5nKia wirtschaftliche Kamps werden möge, rote groß die --—
Opfer sein mögen, die er von jedem von uns verlangen wird, das Gleichgewicht im Staats- haushalt und die Stabüisierung der Krone bart nicht die leiseste Erschütterung erfahren. Die Stabilität des Kronenkurses fft die Schicksalsfrage nicht nur der Republik Oesterreich als staatlicher Individualität, sondern auch jener fünfundzwanzig Pro- zent Oesterreicher, deren persönliches Schicksal von dem ihres Landes nicht zu trennen fft.
Die volle Einmütigkeit über das Ziel kann gelegentlich Meinungsverschiedenhe tten auch zwischen den Berufensten nicht hindern. Die alte Streitfrage: Einnahmenerhohung . ^bo. oder Ausgabenverminderun«, nut an- | s deren Worten Steuern oder Sparen, fft in der Auseinandersetzung zwffchen dem Generalkommissar des Völkerbundes Dr. Zimmermann und dem Fl- ncmzminister Dr. Kienböck wieder einmal aufge- I woeoib-tonte taucht, diesmal allerdings an ganz besonderer I 4 , Bogö. $.n Stelle. Dr. Zimmermann verficht seine Ansicht Me mit jener Schärfe, die uns bei ihm nicht ganz un- I s n vorbereitet trifft. Er findet, daß die in Genf ge- | 4y».._s.m troffenen Vereinbarungen nur im Einvernehmen beider Teile abgeändert werden können, und Dr.
Kienböck hält es für notwendig, diesen Handschuh . 6</o flnl)- Kogg. aufzuheben und zu erklären, daß eben m diesem y* Babjcohi Fall die Verhandlungen aufzunehmen seien. Drese
Szene ist vielleicht mit etwas Sheakspearischer Prag- wt». Rogg. nanz herausgearbeitet. Dr. Zimmermann konsta- ^..Rent^Bk. fiert in seinem Bericht die günstige finanzielle Lage | 6 Wefffät. Kohle Oesterreichs, nur in dem Ueberkonfum erblickt er eine gewisse Gefahr. Mag nun der Weg zu diesem Resultat auch nicht ganz derjenige fern, den er in den Genfer Vereinbarungen vorgezeichnet findet, so liegt doch noch kein Anlaß vor, von einem Abgehen vom Vertrag zu sprechen. Diese Differenz der Auffaffung wird die Annahme von Verhandlungen notwendig machen. Daß aber Dr. Zimmermann auf den Ueberkonfum und auf die Notwendigkeit des Sparens noch einmal hingewiesen hat, das ist zu begrüßen, denn bei allen Schwierigkeiten, denen diese Maßnahmen begegnen, kann man doch nicht zu dem Schluß kommen, daß er
Europa:
1828
1922
1923
Deutsches Reich
28971
19577
66815
Frankreich
79055
66220
9377
Italien
61191
43992
1647
Spanien
42749
34148
7132
Rumänien
27902
25041
2407
Ungarn
18419
14895
8157
Iuaoslavren
16845
12103
1502
England und Wales
15893
17008
——
Polen
13536
11553
59624
Bulgarien
10555
10261
2154
Amerika:
Vereinigte Staaten
213847
236126
16009
Kanada
127850
108806
6842
Argentinien
70580
51450
1151
Australien
32659
29193
—
Britisch-Jndien
100497
99877
——
Aegypten
11064
9974
—