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Ihr Finken jubilieret, Ihr Finken triumphieret, Springt frei von Zweig zu Zweig? Singt: In excelsis jrloria, Singt froh: Alleluja!
Es schall' in's ganze Reich.
— Marbach (Kreis Fulda). Der kath. Jugend-
2. Blatt.
*5* Druck der Fuldaer Aetiendruckerer i# Fulda.
fiinden. Vermutlich liegt ein Unflücksfoll vor. — Auf dem biefioen Springer-Schacht wird feit Sonnabend vorläufig wieder wöchentlich je 2 Tage gefeiert.
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— Tiefenort. An einem Weidenbu'ch in Werra wurde die Leiche eines innoen Mädchen
gruppe: „Man muß hell sein". Ernste und heitere Szenen wechselten und wurden gut mietiergegebcn. Ms letztes traten „Die Perlen der Wach, und Schließ g-selffchaf! auf die Bühne, die die Zuschauer zu Lachsalven hinrissen. Die Pausen wurden von der Musikkapelle aus- gefüllt. Mit allem hatte der Verein einen guten Erfolg aufzuweilen.
= Würzburg. Das Iuliusholvilal beging am lebten' Donnerstag die 348. Wiederkehr seines ffirünbungstages. A>'S diesem Anlaß erhalten das Vflegeperfonal und die Vfrsindner das sogenannte Duplex (doppelte Wein-Verköstigung).
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Samstag, 15. März 1924.
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Amigmanner-Verein hatte am Sonntag zu einem Theaterabend im Saale des fierrn Weißmüller eingeladen. Das Sinus war voll belekt. Die Einleitung gab die Musikkapelle die nur aus Mitgliedern des Vereins besteht. Nach der Begrüßung folgte Heinrich ,f)eilens Bühnenstück „Wenn du noch eine Mutter hast". Fast alle Rollen lagen in guten Händen, besonders die der beiden Frauen. Es folgte ein Spiel der Jugend-
gab eine weite Ueberficht über den fakt alle Alanden drohenden Pauperismus und luchte aus biefet Geiahr heraus Verständnis und Sinn zu wecken für stacus- bürgerliche und soziale Bildung auf tief christlicher Grundlage.
— Kirchham. Unter dem Vorsitz des Bürgermeisters G n a u - Lttausebach wurde am Dienstag in der Landwirtschat'ichen Schule eine Versammlung der Bürgermeister des Kreise? nbgebrrften, Ts rour* den die Bestimmungen für das Wahlverfahren bei den bevorstehenden Wahlen erläutert und zu verschiedenen Fragen die gewünschten Aufklärungen gegeben. Ferner wurde über die Preise des in den Gemeinden abgegebenen elektrischen Kraftstromes gesprochen. ,
A Marburg. 13 März. Ein M a s s e n p r o - e tz, bei dem 23 dem 21rbeiterffnnbe an gehörende Männer auf der Anklagebank Plast nahmen, befdräftiate stundenlang das S chöffengericht Es handelte sich u'm die in einem chachbardorfe im September v. I. erfolgte nächtliche Unterbringung einer Familie, die seit einigen Tage auf der Dorf- straße nächtigen mußte. Gegen Mittemacht erschienen damals etwa 50—60 Männer in dem Dorfe, weckten den Bürgermeister und veranlaßten diesen, in einem Hause eine Stube zu räumen. in die fie dann die Großmutter, die Mutter und die zwei K'.'.der mit den auf der Straße stehenden Möbeln iniierbrachten. Ehe fie sich entfernten, veranstalteten f1e noch eine Sammlung für die Leute Von den Angeklagten wurden 11 wegen Röttgtmg zu je 10 Mark verurteilt, die anderen freigesprochen. Das Gericht ließ alle Milderungsgründe gelten. Es hat damit sehr recht getan. ___________ ___________
Lin Jesuit.
Su der völkischen Hetze gegen Vatikan und -zefmten schreibt man dem „Bayerischen Courier : Nein Land war während des Krieges so wohl ge- stnnt gegen Deutschland wie das katholische Spa- Lien Ich glaube, es wird niemand geben, der das bestreiten kann. Die deutsche Regierung und die Akten des Auswärtigen Amts können hierüber da« Notwendige sagen: das war bei Ausbruch des Krieges nicht fo. Besonders die Sozialisten und Freimaurer in Spanien wollten den Anschluß Spaniens an Frankreich. Dagegen hat fich ^ne gewaltige Agitation in Spanien erhoben, ganz nn deutschfreundlichen Sinn und im Sinne der Neutralität eingestellt. Die große landwirtschaftliche Organisation, der spanische Bauernverein mit über 500 000 Mitgliedern, gegründet und geleitet von dem 3e» f u i t e n p a t e r Nevares, die von dem gleichen Manne geleitete Eisenbahnerorganisation mit 16 000 Mitgliedern und der katholische Kohlenarbei- terverband, ebenfalls von Nevares gegründet, haben in den Jahren 191445 über 4000 Dersam'mlun- gen abgehalten, um im entgegengesetzten, deutschfreundlichen Sinne zu wirken, und das brachte den Erfolg. Heute aber wird gegen Katholiken und Jesuiten gehetzt? Welches Volk der Erde wird schließlich noch einmal für uns im gegebenen Augenblick etwas übrig haben?"
aus dem Nachbaraebiet.
----- Aus der Vorderrhön. Auch ein Jubiläum. Heute vor 10 Jahren erfolgte in dem damals Aufsehen erregenden Finkenhainer Schulprozeß vor der Strafkammer Fulda das ireifpre« chende Urteil. Dis damalige Kreisschufinspektion Fulda hatte mit Genehmigung der Regierung zu Kassel angeordnet, daß die Kinder der Gebirgsschille zu Finkenhain täglich die Sckmle zweimal besuchen sollten. Jeder oberflächliche Kenner der örtlichen und kfimatifchen Der- hältnifie der Rhön muß einsehen, daß die Ausführung einer solchen Anordnung einfach unmöglich ist. Infolgedessen weigerten fich die Eltern. Das Schöffengericht Fulda hatte sämtliche m Strafe genommen. Die eingefegte Berufung an die Strafkammer zu Fulda hotte Erfolg. Sämtliche angeflagte Eltern wurden kostenlos freigefprorhen mit der Begründung, daß ein zweimaliger Schulbesuch für die Kinder unmöglich sei. Man wollte die Weigerung der Eltern auf Eigensinn ober Aufreizung zurückführen von feiten solcher, welche die Verhältnifie kannten und deshalb der Regierungsverfügung nicht zustimmen konnten. Gegenwättia ist wieder, wie m früheren Jahrzehnten, die Halbtagsschule in Finkenhain szu der Schulgemeinde gehört auch Wolferts) einaeführt. die für diese Gebirgsschule das einzig richtige System ist. Gelegentlich des Freispruchs kam folgender poetische Glückwunsch aus Fulda, woselbst der Prozeß mit dem größten Interesse verfolgt worden war, was der überfüllte Zuhörerraum und die Kundgebung auf der Straße nach Schluß der Sitzung abends 9 Uhr bewiesen.'
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Evangelischer Gottesdienst.
Son-tag, 16 März. Kultur. Vormittags 9*/, lt Euv. 11 Kinder-oiteßdienst, nahmitt. 2 Uhr
Plärrer cber. — Großenlüder Vorm. 9'/, U. Pfarrer Weber — Am tswockie Sup. Rubi
Di-nStaa,18.März. Fulda. MendS8Kirchenchor (Gerne! -dehauS).
M -ttivoch, 19. März. Aulitit. Abends 6 Passions. gölte?" ienst (in der Kirche) Sup. Ruhl,
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Sonntaa, 16. März. Abends 8 U. Evangelisation. — D' enstag abends 8 Bibelstunde (Pfarrer Weber). — M ttwock abends 8 Jugendbundstunde. — Freitag abends 8 Bibel- und Gebetstunde.
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— $pirhifti?<6e Schmindelfitznnarn Ganz grobe spiritistische Schwindelsitzungen deckte die Kriminalvoltzei bei einer Frau Löffler in der Aöhcnstrcttze auf. Die Frau wobnt mit einem ehemaligen Baumeister zusammen. hat aber eis Aftermieter noch einen Küfer und dessen Frau bei sich in der Wohnung. In der Wohnung der Löffler fanden nun spiritistische Sitzungen statt, bei denen der sorgfältig dreffierte Küfer das Medium spielen mußte. Ein Ehepaar kam nun eines Tages zu einer Löfflerschen Sitzung. Der Küfer fiel in einen tiefen „hypnotischen Schlaf" und gab auf Befragen der Löffler an, daß er der Geist LiebknechiS sei. Plötzlich erwachte das Medium, griff nach einer Bürste und im gleichen Augenblick stürzten sämtliche Bilder von den Wänden, Gegenstände flogen durch die Luft. Auch ein Bild des Baumeisters fiel zu Boden. Das wurde damit erklärt, daß stch der Herr Baumeister neulich einmal abfällig über die Geister geäußert habe und daß nunmehr der böse Geist im Hanse walte Die ganze Gesellschaft ging in die. Küche, um den Geist zu suchen. Kaum war man an der Küchentüre angelant, als auch schon unter riesigem Getöse da? Geschirr und die Kochtöpfe auf die Erde raffelten. Nun aber hatte da» bis dabin ganz gläubige Ehepaar genug. ES verließ scbleuni st das Geisterhaus und erstattete Anzeige. Die Löffler, der Baumeister und der Küfer hatten vor der Sitzung sämtliche Bilder an der Wand untereinander mit feldgrauen Fäden befestigt und an eine Bürste gebunden. Auf ähnliche Meise batte man zwischen den Kochtöpfen in der Küche den „Kontakt" hergestellt. UebrigenS batte die Frau Löffler den zweifelnden Eheleuten gegenüber geäußert, daß auch Karl Waßmann bei den don ihm veranstalteten Sitzungen so ähnlich verfahre. <!ß. Bon Interesse war es schließlich noch, Latz den Sitzungen stramme Kneipereien von Wein und Seit vorauSgingen, den Stoff dazu hatte der wackere Küfer aus dem Hotel, in dem er früher angestellt war, gestohlen. Und so was nennt sich nun aufgeklärte Großstadt Frankfurt a. M.
— tzombensund. Bor einigen Tagen wurde im Hau-flur des vierten Bolizeireviers in der Hochstraße eine aus Kontecvenbüchsen hergestellte Bombe gefunden. An der Bombe befand sich ein etwa 50 Zentimeter langes Zündfchnurstück, das aber ausgebrannt war. Die jetzt geöffnete Bombe bara in ihrem Fnnern eine zweite mit Dynamit gefüllte Büchse, während der Raum zwischen beiden Büchsen mit Sprengstücken aus efüllt war. Die Bombe hätte, wenn die Zündschnur funktioniert hätte, zweifellos bei ihrer Explosion sehr erheblichen Schaden angerichtet. Nach den Tätern fahndet man jetzt eisria.
— Verhaftung einer gefährlichen sngdieber. Auf der Strecke ftrankfu't°Leipzig wurden Besuchern der Leipziger Messe zahlreiches Gepäck gestohlen. Einen der Räuber verhaftete man Mittwoch abend in einem piefigen Hotel. Der Bursche, der unter dem Namen von Stein und von Richter auftrat, führte nicht weniger als sechs Koffer bei sich, die er alle gestohlen batte. Einer der Koffer barg 54 Pelze im Wette von 12 000 Goldmark. ______________
Bus Gberheffm und den hessischen Aemtern.
— Amöneburg. Am Dienstag, den 11. März fand in unserer Stadt eine mitbesuchte Versammlung des Bolksvereins statt. Studienrat Dr. Bremer
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