Aul-aer Leitung
Jls 62»
Lonnerstag. 13. März 1024»
2. Blatt. - -
Druck der Fuldaer Aetieudruckerei iu Fnkbcr
Fasten-Hirtenbrief
Ars HoHwürdigsten Herrn Bischofs Joseph Damian, Bischof von Wul-a.
gn Christo geliebte Diözesanen!
Mr der göttliche Heiland zum letzten Osterfeste nach Jerusalem pilgette, schritt er entschlossen und mutig leinen Jüngern voran, obwohl er wußte, welches Leiden, «eich' schimpslicher Tod ihn dort erwartete. Schon teir Eintritte in die Welt, im Augenblicke seiner Mensh- r,rt)unfl, hatte er sich seinem himmlilchen Vater als b'hnop^er zur Erlösung der Menschen bereitwillig ange- h-ifen. Das sühnende Leiden war so oft der bevorzugte «eaenstard der linterredung mit seinen Jüngern ge- pC(sn Sogar in der seligen Stunde der Verklärung c,jf Tabor hatte er mit Moses und Elios über seinen mersöhnungstod geredet. So zeigte er auch jetzt, bei r.jnem letzten Gange nach Jerusalem, wie sehr er ihn t'öngte. daß das Sühneopier zur Erlösung der Welt x-diich vollbracht werde — Allerdings hotten die Jünger färrflfs noch kein Verständnis dafür, ebensowenig wie für die Mahnung des Heilandes, in diesem Geiste des Opfers und der Sühne ihm nachzufolgen.
Geliebte Diözesanen! Die hl. Fasten» und Vassions- <2;t die der Welt das Versöhnungsopfer Christi wieder lebb'ft vor die Seele führt, mahnt uns eindringlich, den Seist ter Sühne und Duste auch in uns zu pflegen, weil er eine der heiligsten und srgensvollsten Pflichten des christlichen Lebens ist.
Dazu möoe auch mein diesjähriger Fastenhirtenbrief beitragen, indem er Euch zeigt:
1) warum wir des Geistes der Sühne und Buße ft dringend bedürfen und
2) wie leicht und wirksam wir ihn üben können.
I.
Geliebte Diözesanen!
Sühne. Duste — welch' horte Motte für den natür. lichen Menschen' Wie unzeitgemäß bei den heutigen rbnedics so traurigen Verhältniflen! Und doch ist wahrer Sühne- und Bustoeist, so lange es auf Erden noch Sünde und vor allem noch Todsünde gibt, ein heiliges Gebot, auch in der gegenwärtigen Stunde.
1. — Was tut denn der Mensch, wenn er eine Todsünde begeht? Er lehnt sich auf gegen Gott, feinen höchsten Herrn, er vergilt die Liebe seines gütigsten himmlischen Vaters mit schnödem Undank, er kündigt seinem liebevollsten Erlöser schimpflich die im Tausgelöbnis versprochene Treue. — Und was bringt dem Menschen die schwere Sünde ein? Sie raubt ihm die heiligmachende Gnade und zerftött damit das wunderbare göttliche Leben der Kinds fait Gottes in seiner Seele. Alle seither, vielleicht mühsam erworbenen Verdienste sind auf einmal verloren. Anstatt des beseligenden Lohnes im Himmel ist ewige Verdammnis und Qual in der Hülle der sichere Anteil des Todfünders.
O entsetzliche Bosheit, o furchtbare Folge der Todsünde!
Und doch, in seiner unendlichen Barmherzigkeit ist Ctett bereit, diese schwere Schuld zu verzeihen und die ewige Strafe zu erlasien. die verlorene Freunds.chast zurückzugeben und die ertöteten Verdienste wieder aufleben zu iasfen. Denn so spricht der Herr bei dem Propheten: „Wären euere Sünden wie Scharlach, so sollen sie doch weiß werden wie Schnee: und wären sie rot wie Purpur, so sollen sie weiß werden wie Wolle." (Js. 1. 18) Aber in feiner Weisheit fordert Gott, daß feiner Gerechtigkeit Sühne geleistet werde. Er verlangt, daß Lr Sünder nicht bloß aufhöre zu sündigen, sondern auch daß er seine Gesinnung inbezug auf die begangene Sünde ändere. Hat der Mensch die Sünde vorher geliebt. so muß er sie jetzt verabsteeuen, er muß aufrichtig wünschen, sie nicht begenqen zu haben. Denn lo spricht wiederum der Herr: „Wenn der Gottlose Buße tut für alle seine Sünden, die er begangen hat ... so soll er leben und nicht sterben. All' seiner Sünden will ich nicht mehr gedenken." lEzech. 18, 21 f.) Das heßt: soll die Last b-r Sünde hinweggenommen, soll das göttliche Leben der Gnade und das verlorene Verdienst der Seele wieder zurückgegeben, soll die Gefahr des ewigen Tod-s beseitigt werden, dann ist aufrichtige innere Umkehr zu Gott, wahre Sünde und Buße notwendig.
Saget, geliebte Diözefanen, ist solche bußfettige Ge- sinnimg nicht am Platze auch in unserer Seit? Hat der unselige Krieg neben den mannigfachen so großen materiellen Schäden nickt auch unermeßlich viel Seelenelend, Gottvergcffenhsit, Ungerechtigkeit und Unsitt'ichkeit wie über andere Länder, so auch über unser Vaterland gebracht? Ein jeder aus uns frage sich ernstlich, im Angesichte Gattes, ob er an dieser allgemeinen Schuld nicht auch Anteil hat, und bann sei sühnende Dußgesinnung sein Entschluß. „Werfet von euch alle euere Untreue, durch b'e ihr euch vergangen habt und machet euch ein neues Herz u-b einen neuen Geist; denn warum wollt ihr sterben, Haus Israel? . . . Bekehret euch und lebet!" (Ezech. 18, 31 f.)
2. — Poch aus einem weiteren Grunde erscheint Duste und Sühne geboten.
Auch wenn von dem Sünder die schwere Schuld hm- wegoenommen und die ewige Strafe erlasien ist, auch wenn die Kindfchaft Gottes ihm zurückgegeben ist und die verlorenen Verdienste in ihm roieber aufleben, so bleibt d'ch meistens noch eine zeitliche Strafe übrig, die in diesem oder jenem Leben abzubüßen ist. Ich erinnere nur an die Bekehrung des Königs David. Zwar hotte ' ihm Gott die Sünde verziehen, wie ihm der Prophet Nath"n versicherte. Aber gleichwohl mußte sein Sahn des T^bes sterben. (2. Kön. ,12, 13.) Ohne Zweifel war feine Reuegesinnung echt und aufrichtig gewesen, aber um auch das gegebene Aergernis zu sühnen, erschien sie Gott dem Herrn nicht hinreichend.
Auf der anderen Seite haben wir Beispiele, wie O'tt mit Rücksicht auf eine innigere, lebhaftere Buß- gesinnung mit der Sündenschuld und der ewigen Strafe auch die zeitliche erließ oder doch abkürzte. Das sehen wir an dem reumütigen Sckächer. Ein Derbrecherleben log hinter ihm. Schmerzlich urb schmachvoll war d'e Strafe der Kreuzigung, und eine qualvolle Ewirkeit wartete auf ihn. Doch da öffnet er fein Herz dem Strahl der Gnade, ter von den Worten und dem Beispiel des mit^ekreuzigten Jesus von Nazareth ausgeht. Eine rmllftöEge innere Umwandlung vollzieht sich in ihm Ans den edelsten und höchsten Beweggründen d o Glaubens und der Liebe gebt eine vollkommene tief« errp'imber.e Reue hervor, die sich offenbart in dem demütigen Schuldbekenntnis und begleitet ist von dem shlichten. verlrauensv"llen Gebet: „Herr, gedenke meiner, wenn Tu in Dein Reich kommst!" Dafür wendet der Heiland ihm fein volles fc-barmen zu Dem st-r- berben. aber reumütigen Sünder wird nicht nur die ewige Strafe der Hölle e-Iaffen, sondern auch die Bein d's Fegteuers. Er wird, wenn man so reden darf, eines vollkommenen Ablasses teilh»stig. Roch an bem« s'lben Tage trirb er mit den gerechten Seelen des Asien 5F"rbes in bie seliae Anschauung G ttes eingchm: „Wrckrlick. ich faae bir. heute wirst du bei mir fein im Paradiese." (Luk. 23, 42 f)
Daraus erseht Ihr, cefiebte Diözesanen, wie der Geist fbnerber Dicke. besonders wenn er aus vollkommener Liebe zum leidenden und gekreuzigten Heiland herom- e-bt urb recht irnh »ft, die rmllstönb'ge Befreiung oder Milderung von zeiilte'sn Sür.benftrafen erlangen kann. Dos gilt sicher von den Strafen des Fegfeners. aber auch D-n zeitlichen Stra'en. d'e b!er auf (Erben abzu- büßen sind Be'fpiele dafür enthält fomobl d'e hl. Schrift wie dos Lebeck fc?r Heiligen Solche Prüfungen können, wann es CHt gefällt, durch die itebung aufricht’ger Buße sowohl von uns wie o-m anderen, von kmzelnen wie von ganzen Ländern und Völkern abgewandt oder doch abgekürzt werden.
Ist das nicht ein neuer Grund, jetzt, wo die Hand Gottes fchwer auf den Völkern, auf unserem Vaterlande und auf uns allen liegt, eifrig den Geist der Buße zu rstegen, damit die Tage der Trübsal abgekürzt werben? Würden mir durch den entgegengesetzten Geist des Leichtsinns und der Veranüaungsst'cht nicht verdienen, von Gott noch mehr gezüchtigt zu werden?
3 — Der Geist aufrichtiger Brcke wendet aber nicht bloß Strafen ab. sondern ist auch eine reich' Quelle beförderen Segens urb seltener Gnaden, von denen der leichtfertige. irdisch gesinnte Mensch keine Ahnung htt. Zum fBemeife dafür das eine oder andere Beispiel aus der hl. Geschichte.
Maria Tttcrobatenni war als Sünderin in der Stadt bekannt imb allgemein verachtet, aber durch ihre Buße verdtente sie die befördere ßtebe Ehristi Sie durfte an der Seite b-r fefHften Jungfrau dm Hte'-md beglei» t-n mährenb fernes öfsenllick»n Lebens rrb ihm dienen. Sie batst den Vorzua. mit Matta itrh Johannes Ze-'ge zu stin des Kreuzestodes Christi. Sie war unter den ersstn. denen der Heilorb am Osiermorgen erschien.
Peknrn hatte dm Heiland dreimal verlmmnet. und doch wurde er nickt verstoßen, vielmehr ebenfalls der Cttch'inuna d's Auferstondenen hold gewürdigt und vor der H'mmeltohrt b^ fiemi in das oberste H'rtenomt einaetetzt Worum diese B»narziio"na? Wegen der aus innigem Neuefckmerz vergossenen Tränen.
Dan'ns, e-'nft der bst-tiae Verfolger b»r Kirche, ro-'rb her aroße Völker-mastel. der mehr gewirkt lmt als d e ährt von " Er w»>rde noch im st»"blichon Fleische in das fBarrb-e« entrückt ttrb schonte doch verborgene Sinne, wofür der monschtt^en Snracke d'e Worte fehlen. (2. Aor 12, x) Der Geist sühnender B"ße, dm b!e große sükbe »»> Christus »n -hm sttts lebendig erhielt, bereitete ibn w-ö»-d!q vor für ko a"ßerord'ntllche Gnedenerweife.
G-w!g vr|--bte Diö-estnen, telck' holle gebeimnis- vo<te Erhebungen b»s Geistes als Srbn für anfrichtste Buße kann niemord beanfpruchen, sie werben nur wenigen zuteil mb sind stets ein freies Geschenk Gottes. ..der iedem zuteilt rote er will" (1. K»r. 12, 11): ab»r b’r Herr, „der reich ist an Erbarmen" (Geb. 2. H. weiß b’e l' -brmo sühnender V'cke nicht selten mit solch' seiger Freude ur.b innerem Frirdm zu belohnen, wie d'e Welt sie nicht geben kann. Hobt Ihr dos nicht fe'bft schon erfnb-en noch einer bes'vders r-umütiaen Beichte, z. V. bei Grixoenbr't einer Volksmission? Ruck hter erfüllt sich bi» Verlleißuno des Herrn: „Selig sivh ll'e Trecern- ben; denn sie werden getröstet werden!" (Matth. 5, 5)
II.
Geliebte Diözesanen!
Zur vollkommenen Rochfafsung der Surben urb ihrer Strafen, zur Erlangung besonderer Gnedmerweise Gottes ist. wst wir aesellen haben, würdige Buße und Sühne nofwend'g. Aber da tau-f’t vi»'leicht bei manchem aus Euck das V°d-nken auf: Wie ist es denn möglich, h'wch unstre armstfigen Werke, auch bei noch so gutem Willen, Gck'es Gerechtigkeit zu Verfölgen urb feine Gnad» imb Llelle wieder zu aew'nnen? Darauf gibt der hl Avostel Jahooves b:e tröstlich» Antwort: „Wenn auck Jemand aeiü'n.dfqt bat. fi haben wir einen Kür- sprech»r b»i d»m Roter, Jesiim Christum, den G«reckt»n, und Er ist die Sübne für mstre Sünb»n. nicht off ein für die mttttaen. sondern auch der ganzen Welf" (1. J'h. 2. 1 s) Der ß!»b»siünaer n-'-weist also auf den H»i- lar.b. B»i ihm finden wir S>"line und Derz»'h'mg. bei •hm die Arzv»i für b’e Schwächen imse-m Seele, von ihm lernen wir den Geist gottgefälliger Buße.
1. __ Durch t»s eine bsttt'ae Kreueesonfer hat Ehrs.
Nu« eine ewige, für alle Zettm.güsiiae Erlösung vall- llrvcht (Hebr. 9. 13) Mer b»mit deren Früchte allen Menschen bi« zum Ende b»r Wttt z-gewandt rocrb»n, bat er als unblutige Fortsetzung b»s Kr»'.izesapfers das M. Meßov'er cin-refebt. durch b-ffen Fei°r nach dem schon-n A'tobruck des Kirchengebet»s „bas D»rk unserer Erll''s"->g voll»oo»n wird." (Seer. Dom 9 n. Pent ) Die M M»sie sst d"h»r auch ein m»bres Verföhnungsonfer. «In welcher W»ite? Dadurch, daß durch deren Dar- brino"ng nerfähnt, dem S'"—der die Gn»de der Buße mrleibt. ihn te zur Rachlasfuno selbst der schwersten Berh-ech»n und Sünden vorbereitet urb auch zeitliche Sünbenstrofen hen Lebenden wie den Abgestorbenen lind'tt und abkürzt aber auch vollständig erläßt. Das ist d'e kirchlicke Lehre.
Poch d»r Absicht Christi sind b'efe Sühnefrüchte des hl M»ßovfers für d'e ganze Kirch», h für d'e ganze West Htimmt. aber in besonderer Wefte "nd in höbe- rem Maste werden ihrer, außer dem Priester, jene teilhaftig. für die e-i ausdrücklich dargebracht wird oder die demselben andächtig beiwohnen.
Soll uns das nickt antreiben, geliebte Diözesanen, recht oft urb in bußfertiger Gesinnung die hl Messe zu hören, nicht bloß an Sonn- und Feiertagen, wo bas Kirckenaebot uns streng dazu verpflichtet, fmbern auch an Werktagen? Wie würden wir dadurch Goftes Ge- recktigkttt versöhnen ur.b fein Erbarmen auf uns. auf unser Vaterlord, ja auf d'e ganze West h'rabflehen! Aber l-'der hat die Hochs.llützung und der Besuch der Hf. Melle aerobe rack dem Krieg bedeutend abgenommen Es fchsi vielen -ickt an der Zttt. ab»r an Glaube und Religiösität. an Dnferfinn urb Bußgeist. Könnt» da der Heiland nickt wieder in di? Klane au«bre"ben: , O wenn dach guck du es erf-nrt hiittest. urb zwar an dittem deinem Tage, wa« dir zum Frieden d'ent: nun aber ist es vor deinen Augen verborgen!" (Luk. 19, 42.)
Wie manche möaen wchl ewig zur Hölle ccrb»mmt fein, bie ihr entgangen wären, wenn sie öfter unb im Seifte wahrer Buße dem hi. Ovser beigewohnt hätten! Unb ach wie lange und wie schm»rzlich werben nicht wenige Seelen im Feaseuer die Sünbenstrasen abzu- büßen haben, die sie hi»' a.uf Erden durch reumütige Teilnahme an dem bl. Meßovfer so leicht hätten abtragen oder mindern können! Jetzt wögen sie im Reini- gungsort rufen: „Erbarmet euch me'ner. erbarmet euch meiner, wenigstens ihr, meine Freunde! Denn d » Hontz d»s Herrn hat mich cetreffen.“ (Job 19. 21.) Aber bie Freunde, die eigenen K'nber. hören nickt auf den Mche- ntft sie mucksen ia in b»mselben leichtfertigen, weltlichen Geist» auf, den sie an Vater unb Mutter sahen.
Darum, geliebte Diözesanen, sstöpset während Eures Lebens oft aus dm läuternb-n. f ihnenb'n Ouelle'i des Heilandes im hl. Opfer für Euck und alle armen Sim- der, für Euere bsimgeganoenen Eltern, fBera-aubten u b Wohitöter, für jene, a.n bie niemand auf Erden denkt, befo-ders für jene, bi» Euretwegen im Fegfeuer leiden wüsten! Dergestst nicht E"rer Derft'-rber»n Seelsorger, Bischöfe unb Priester! Denn „wem rief anoertraut morden ist. von bem wirb mehr gefordert werden." (L>". 12. 48) —
Geliebte T:ö?,ef»nen! Zur Zeit Christi befand sich in Jerusalem b»r heUh-zfth; Trick V tfiiaiba So oft durch den Enael das Wasier in Wallung kam, wurde ierer, der zuerst h!na"'stieg. ae'und. mit welcher Krankheit er auch b»haftet fein mochte (Iah 5, 2 ff.) So gibt cs auck in der Kircke Christi eine geistig» Hcil- i aaftalt. in der b:e Menlchen nicht b'aß von Seelenleiden. s'-ndern sagar von dem Seelentode befreit werben. , wofern sie wst her erf"d:r!^ckm Gesinn'ma Nh ihr i rnnertreuen. Ihr kennt dieft <nt'ütte' es ist dos f eilige Sakrament der Buße. Cs tilgt b'» nach ber Tanke be- flonqenen S "rden. es löstf immer bie ewig» Strafe und auch einen Teil ber zeitlichm nack Es gibt dem Sünder bas verlorene Leb»n der heisigmackeubm Gnade wieder cd»r wenn es nickt verloren war. verweh t es dachelde. Alle ertöteten Verdunste löste es wieder auf- leben. Die Ce'ie tniib durch seinen Empfang neu ge- ttärlt zum ckrififichm Lebm, erwut! t »um he'ligen Kamvf. aetrgstet in den Leiden und S ckm'e'io-eiien.
Welch' hohe Gulden lie,’en also im hl Buhsokrament * für jeden bercitl Aber nicht alle werden derselben teil
haftig. nicht alle in gleichem Maße. Ihr wißet, es hangt ab von der demütigen Aufrichtigkeit im Sündenbekennt- nis. von ber wahren Reue, welche bie Sünden von Herzen aus übernatürlichem Beweggründe verabscheut, van bem ernsten Entschluß, in Zukunft bie Sünbe unb die nächste Gelegenheit, wenigstens zur T'bfünde. zu meiden Richt umsonst heißt es das Sakrament ber Büste, bas Sakrament ber Sinnesänberung Wohl sind es Opfer, bie hier der Mensch zum gültigen und srucht- bnren Ewpfanaen bringen muß: aber wie lohnt sich auch ber Geist der Buße in den hohen Segnungen!
Eine wie schwere Verantwortung laden daher jene auf sich, die diesem Sakramente gänzlich, vielleicht Jahre aber Jahrzehnte lang fernbleiben! Es kommt einmal ber Aua-nblick, wo sie sich nach dem Bußsakrament lehnen werden, aber — zu ’pät. Späte Reue, unnütze Reue! — Welckfen Schaben ffiaen ihrer Seele aber auch jene zu. die höchst selten, wohl gar nur einmal im Jahr, zur Beichte gehen! Auch sie werden dereinst mit tiefem Schmerz ihre Nachlästigkeit beilagen —. beklagen werden sie es. daß sie die Gnadenschätze der Sühne und Buße so gering geachtet haben — Mögen wenigstens jene, die häufig ur.b regelmäßig bieses Sakrament empfangen, es nicht gewohnheitemäßig tun, sondern immer nur nach ernster Vorbereitung, mit innigem Reuefchmerz. entschiedenem Dorsatz unb demütigem B-kenntnis. Solche Beichten tilgen sicherlich viele zeitliche Sündenstrafen unb sind die Quelle unbeschreiblichen Seelentrostes.
Durchdrunaen von dielen gpttgefä!Ii»en Gesinnungen der Sühne urb Buße mögen wir „mit Zuversicht zum Throne ber Onrbe hnuutreten, bamit wir Barmherzig- feit erlangen unb Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe. (Hebr. 4.'16)
2 — Indessen, geliebte Diözesanen, wenn auch einmal bie Sünde unb deren Schafe in ihrem ganzen Umfang nachgelassen wären, so daß bie Seele wie in ber Taufunsckuld erstrahlte: es bleiben bock immer noch manche Schwächen zurück. Cs find die verkehtten 'Jteigunaen des menschlichen Herzens, von denen selbst b’e arößten Heiliaen nicht ganz frei waren. Sie sind bie Folgen der Erbsünde, nicht leiten auch perfenfi her, eigener oder fremder Schuld. Wie sie van ber Sünde stammen, lv reizen sie auch wieder zur Sünde. Wo ist nun die Arznei, bie uns cufricbtet in küefen Schwachheiten oder uns wenigstens stärkt, daß wir nicht mtter- lieaen? Es ist bi» hl. Kommunion, in ber Christus, ber Erlöler und Seelenarzt, 'ettft zu uns kommt, ja als Arznei fick cufs innigste rntt der kranken Seele verewigt, um unsere beten Neigungen zu schwächen und uns Lust und Straf: zum Guten zu verleihen.
Wie viele, die van Versuchungen oft unb hart be- brängt werden, selbst gläubig fromme Seelen, denken ft wenig an diese hellende Straft des Hnmnelsbro'-s Und doch wird in den ki-ch'-chen Rommuniongebeten d,r hl Mes'e kaum eine Guabenwirkung h oft und so ein» drinalich für den Priest -r und die Giäub’gen heroar- gehoben, als gerade d-stfe sühnende, heilende Straft
In innigem Verlangen nach Läuterung unb Heilung unserer Sekten, laßt »rs also, gef’ebte Diözesanen wenn mir kommunizieren, zuin l> mmkis^en Seelenamt aehen. Bitten wir ihn bann vertrauensvoll wie jener Aussätzige r.n Evangelium: . Herr, wnn Du willst, kannst Du mich reinigen!” (Matth 8, 2.) Der Heiland wird ie» miß einmal bie Hand meftreefen. unsere kranke Seele berühren und faaen: „Ick will, fei rein!"
Liebe katholische Jugend' Ich kenne Euere Seelen- kämpfe und Euer hartes Rinaen um bie Tugend inmitten einer böfen. verführer’schen Welt. Mit tiefer Trauer unb innigem Mitleib benfe ich daran, wie fo manche deswegen sinken und versinken, weil sie dem Heiland im Sakramente fern bleiben, der ihnen doch Kraft zum Siege unb Heilung ihrer Schwäche geben könnte. Darum empfanget, christliche Jünglinge unb Jungfrauen, häufig und regelmäßig, mit heiligem Ernst ur.b kindlichem Vertrauen das Brot der Engel, das Manna, das in ber Wüste b!ef?s Sehens bem Schwachen Straft spendet unb kranke Seelen heilt!
Doch nicht bl»ß an die Jugend, sondern an olle, Jung und Alt, Mann und Frau, Reiche und Anne, ergeht b"r Ruf der Kircke, bie im Auftrage bes himmlischen Gastgebers einlädt zum heftigen Tifck. Ihnen allen gilt bas Wort des gütigen Herrn: „Kommet zu mir alle, bie ihr mühselig unb beloben seid, unb ich werbe euch erguicken." (Matth. 11. ?8.)
3. — Der Heiland erschien auf dieser Welt, „um durch fein Dnrer bie Sünbe zu tilgen." (Hebr. 9. 26.) Er hat bns Opfer vollendet am Kreuze, als er fprach: „Es ist vollbracht." Aber fein ganzes Leben war in Gebet. Cntbeh'ttng urb Liebeserweifungen eine ununterbrochene Sühne für die Vergehen der Menschen unb für deren Heilung.
Ost lesen wir. wie unser Herr dem Gebete ablag, w!» er betend in die Welt eintrat, wie er sich von Maria und Jcsevh trennte, um im Temvel zu beten, wie er sich zurückz»g unb auf einsamem Berge bie ganze Nacht im Gebet burchroadjte, wie er rm Delgarten om Dor- rbenbe seines Todes unter Blutschweiß inständig zum Vater rief. Unablässig war bas Gebet unb Flehen, das
ber ewige Hohepriester in ben Tagen seines Fleische, mit starkem Geschrei unb Tränen zu feinem «Boter empor, fanbte (Hebr 5. 7.) All' sein Beten um Versöhnung der Menschen faßte er am Kreuze in bie Worte zusam. men: „Vater, vergib ihnen, denn sie reiften nicht, wat sie tun" (Luk. 23, 34)
Wie der Apostel im Hebräerbnef uns versichert. Haiti ber Heilanb uns auch ohne sein furchtbares Selben erlösen können-, aber „anstatt der ihm Dcrgetegten oreuöi erduldete er das Kreuz, nickt achtend der Schmach. (Säebr. 12, 2.) Von diesem Geiste ber Entsagung^ war auch sein ganzes Leben getragen. Auf die ^Eichiume^ Ehren und Freuden der Wett hatte er verzichtet, b daß er sagen konnte: „Die FÜckfe haben Hohlen und bie Vögel bes Himmels Rester; ber Menschenlohn aber hat nichts wo er sein Haupt ntebenege (Matth. 8, 2U.)
Und ronhrenb er selbst alle Entbehrungen trug, ver- zehrte er sich in Betätigung mitleibiger Liebe.zu den Menschen, „ging er umher Wohltaten spendend. (Jpg. 10 30) — Beten, Dulden, Gutes tun: Alles im Geiste der Sühne, um die Menschen mit Gott unb unterem« ander zu versöhnen. ~
Sehet da. geliebte Diözesanen, unser Vorbild! So lastet denn auch uns zunächst denselben Geist des Gebetes pflegen! Werden mir nicht müde. Gott anmffehen um Verzeihung unserer eigenen Sünden: ^Vergib uns untere Schuld!" Gedenken wir in ber Fürbitte auch jener unserer «rüber, bie in Irrtum und Sunbe be- fangen sind, daß Gott sie in feinem Erbarmen zurück- führe auf ben Weg des Heiles!
Erinnern roir uns aber auch ber Mahnung desHei lanbes, ihm in feiner Entsagung nachzuahmen: „Wenn mir jemanb Nachfolgen will, so verleugne er sich selbst und nehme iäai-ch sein Kreuz auf sich und teige mir (ßuf 9 23) Tragen wir in Geduld unb im Geiste der S'"hne die Leiden und Entbehrungen, welche die gegen- rcärtige schwere Zeit uns miferient. Fo werden wir nerb-enen. daß Gatt bie Tage der ^ubtel abkurzt tt»st"n mir uns nickt verfuhren durch bte ßoefrute b?r Süvb»r: „Stammt, lasset uns bie gegenwärtigen Guter a-niehen. mit Hast das Geschaffene gebrauchen, solange mir jung sind!" (Weisst 2, 6) Der Geist Gottes hat über sie das Urteil gefällt: „Sie gehen unter, benn ihre Bosheit verblendet sie." (Weish. 2, 21)
Nichts aber wirkt fo versöhnend vor Gott, als die Werke liebev»ller B»rmher,iakeit. So wrack schon Daniel zum stolzen König Nobuchodonosor: „Lose dich non deinen Sünden durch Almosen unb von betnen Missetaten burch Barmherziakeit gegen d'e Bedrängten, so wird er vielleicht deine Sünden veweihen. (Dan 4, 24.) Und was bringt bie Herzen ber Menschen einander näher, als teilnahmsvolles Mitleid und helfende Liede? Darum tut Gutes allen Bedrängtenl Tut es aus Liebe zu Gott, auch menn Ihr keine Anerkennung und kein Lob von ben Menschen dafür erntet Euer Vater im Himmel wird es Euck belohnen durch fein ckottlihes Er- barmen unb feine Gnade Unser Suhnegeist bewahre sich wie in Gebet unb Selbstverleugnung, fo auch in den Werken der Barmherzigkeit. „Besser ist Gebet mit Fasten und Almasen als Schätze o»n Gold auf häuf en; b»nn Almofenaeben errettet vam Tode unb tilgt Die Pünben und läßt Erbarmen unb ewiges Leben finden.
(Tob. 12, 8. f.)
In Christo geliebte Diözesanen!
Der Geist ber Sühne unb Buße ist uns allen, davon haben mir uns aufs neue überzeugt, dringend notwendig, damit wir Gattes Heil und Gnade erlangen Sühne und Bube werden uns aber auch erleichtert ""d verlaßt burch bie zahlreichen wirksamen Mittel, die Christus, ber Erlöser der Welt, uns barbietet. Und lein eigenes Beispiel treibt uns baeu mächtig an. Stand nickt fein ganzes Denken unb Sinnen, fein Leben unb Arbeiten, fein Seihen ur.b Sterben im Dienste sühnender Liebe?
Der Quell dieser sühnender Liehe ist fein H»Mastes Herz, bas ia ist bas „Sühnopfer für untere Sünden. Seaen mir b»her all' bte Sühne, bie roir Gott borbringen wollen, in bieses Heiligste Herz, üemnteen wir unsere Bußgesinnuna mit seinen heiligen Absichten, bamit sie Gott wohlgefällig fei unb feinen Segen auf uns. die hl Kirche, unser geliebtes Dctterlanb und bie ganze Welt berab’iehe! Entzünden roir unsere sühnende Liebe an ber ßiebesolut bes um der Sünbe mitten von her ßan»e durchbohrten Herzens unteres Heilandes! Sühnende Buße ist ja einer der arecken Zwe-te ber feg'ns- vollen Her,-?cfu-Anba»t. Laßt sie uns üben besonders durch bte Sühne-Kommunion am Herz-Jesu-Frett-a und Herz-Jesu-Sonntag, burch bie Teilnahme an den Sühne« Anbochten! Dann werben auch roir Erbarmen und Gnade finden für Zeit unb Ewigkeit.
Das verleihe uns ber allmächttee Gott t der Dater und t b’r Sohn und t ber hl. Geist. Simen.
Fulba. am Feste bes bl. Apostels Matthias, den 25. Februar 1924.
f Zofeph Damian, Bischof von Fulda.
aus dem Nachbaraediet.
— Neuhof (Str. Fukdo). In ben Fastnachfstagen zeigt sich ost bie bedauerliche Erscheinung, baß gerade die Ju- gendlichen stark vertreten sind in den öffentlichen Wirts- Häusern und Vergnügungslokalen trotz polizeilichen Verbots und trotz ständiger Mahnung gutmeinender Er- zieher. Um da abzuhelfen muß Ersatz geboten werden ur.b muß bie Oeffenttichkell ihr Interesse für bie Ju»end» sache beweisen. Aus dieser Erwägung heraus veranstaltete ■'er Jünglinosverein Neuhof, unterstützt von erfteIaPi»en Kräften des Männer- und Arbeitervereins im Mollerschen Saale zu Fastnackst einen reohlgelungenen Theater- abend, der sich eines vollbesetzten Hauses erfreute, trotz- dem gleichzeitig bie üblichen Tänze ftattfanben. Leider war eine Wiederholung der Stücke wegen Mangel eines Lokals nicht möglich. Möge doch das Interesse von Staat und Gemeinde und Semeinbemitgliebern immer mehr der Jugend zu Hikse kommen trotz der schlechten Finanz- verhältnisie, damit ■ sie das notwendige Fundament be- kommt, ein eigenes Plätzchen unter Dach für den Winter unb ein Plätzchen im Freien für ben Sommer, wo sie sich 'chuten kann an Leib unb Geist, um einmal ber Retter der Zukunft zu werben.'
— Vüsteujachs-n (Ndön). Die Draunkoh- fengrabringen im Rhöngebiet werden eifrig 'ortnesetzt. Nachdem die Braunkohlenbergwerke hei Wüftensrch'en und Ro h in e'nen abbaufähigen Zustand versetzt worden sind, hat man jetzt auch zwi- stben Ost heim und Fladunnen erkosgreiche Bohr'-ngen nack Drarmkoh'e angeftellt. 21 n sie'en verfchtedenen Stellen hat man Dra'inkohlen von ärgster 2l"adehn"ng und Stärke sestgestellt, sodatz mit dem Abbau bald begonnen werden kann.
— H.'iteteld. Zn ber Reitevrütung am Tiic» iige n Gymnasium wa'»n 19 Schüler z,,gelassen,, non denen 13 die P-ü'iing hef,anben. Bter Schuler mal en von der mündlichen Prüfting heftc't.
— Fo'ae’ mar. Ter biciige ten'm. Kreikverein hält 'M „'lull ds JdS. cmiätz'ick feines 75-jähri-en B-. heckens eine Be>irk?tierfckau verbunden mit Prämierung, Vcrloinni uns der l. für den Kammer« bezirk Kni sei in Hofgeismar ab. Ter Bedarf an 'inincidesckcinen ist, noch Tierarten getrennt, bis fpä- ttttens 1 April r>e n landw. Kreisverein Hofgeisin.ir cina«reifen. Die .^uSstellun soedin ungen find folgenbe: .Die ausftellun -bereckiti !en Tiere müflen mindesten? i> Mon rce im Besitz rer Aussteller sein uni nid t mit Krontdecten insbeionlere Sen 1'rn bet artet fein". Vom Cbcrprä?ibcnten ist die Gevehmi ung der <8 no un । von Geflu iel, Kittuvieh und landw Ge- braucksarticeln ert ui 15C0<> Lo'e w je 1 Gellmar! i sollen au?gegeben werden und dreihundert "tevinne I im Gesamtwerte von 750 » Mark zur Au spielunr ge- | langen. Lo.e iömten schon jetzt gcfammcit gegen Bor-
einfenöuna deS Betrages vom Kretsverein Hofgeismar bezogen werden. _______
Rus Gberheffen und den ?iefiischen Aemsern
— Amöneburg. Fast auf eine 40jährige Tätigkeit kann bie Bischöfliche Lateinschule von hier zurückblicken: eine lange Zett, in ber sie aber ben vollen Beweis für ihre Existenzberechtigung gebracht hat: beim wie viele Männer stehen heute draußen im öffentlichen Leben, sei es in Staat ober Kirche, bie Tüchtiges leisten unb bie durch sie die Anregung zum Studium erhielten. Leider ist der Krieg unb seine üblen Folgen auch nicht für unsre Anstalt ahne nachteilige Einwirkung geblieben, indem die Zahl der Schüler immer mehr zurückging, sodaß bas Eingehen ber Schule nur mehr eine Frage ber Zeit schien. Da mürbe zur rechten Zeit Herr Dr. Huhn zum Rektor ber Lateinschule ernannt; er verstand es, dieselbe mit neuem Geist zu beleben, so baß sich unter seiner kurzen Leitung bie Schülerzahl fast verdoppelte unb fürs kommende Jahr sich eine bedeutende Anzahl zur Aufnahme gemeldet hat; er hat vor allem auch bei der hiesigen Bevölkerung das Interesse an ber Schule geweckt, sodaß kürzlich ber Magistrat unb bie Stadtverordnetenversammlung ein- stimmig beschlosfen haben, jährlich 1500 «AI für bie Lateinschule beizusteuern. Damit ist bif Möglichkeit geschaffen, eine weitere akademische Lehrkraft anzustellen unb von Ostern ab bie Obertertia bet Schule anzittügen. Biele Eltern, bie ihre Söhne hier studieren lassen, werden das mit Freuden begrüßen, ba ihnen dadurch erhebliche Unkosten erspart bleiben Mögen aber auch recht viele Eltern, die ihre Söhn' studieren lasien wollen, sei es von hier ober ber näheren Umgebung, bieteiben nach hier schicken, statt nach der mahl leichter zu erreichenben K.eisstadt. Warum fallen bie Jungen nickt können, was bie Väter konnten? Wenn letzter» jeden Morgen von ben umliegenden Ortschaften den Berg ersteigen konnten, ob es im sriscken Tau dos Sommermorgens ober im tiefen Schnee bes Winters war, sollte das bie junge Generation nicht können? Jene fmb gesund unb stark dabei geworden. Darum ihr katholifche Oberhesien haltet zu eurer bischöflichen Lateinschule, aus ber vor allem so viele eifrige Priester hervorgegangen finb unb bie, so Gott will, noch manchem jungen Oberhesien zum Eintritt ins Priestertum verhelfen wirb.
△ Marburg. Auf ber Rückfahrt von einer Ortsbesichtigung verunglückte bei Cölbe infolge Rad- bruchs das Kreisauto. Don den Insassen wurde der Chauffeur Jak. Fey schwer, Landrat Dr. Riesberger und die Kreisausschutzmitglieder Schreinermeister Rose. Landwirt Rau-Bettershau- sen und Gewerkschafisbeamter Otto leicht verletzt. Der Chauffeur ist nachts gestorben. — Zwischen Wehrda und Cö'be fand man im Sdjnee die Leiche eines unbekannten alten Mannes, der dort den Tod durch Erfrieren gefunden batte.