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Fuldaer Heilung

Mittwoch, 5. März 1924,

M den Mmbkv iw

®r. Karl Müller-Göttingen.

sich immer herzlicher gestalten.

Logik eines französischen Genera!;.

und der Bewohner vor gewagten und verderblichen

könnte.

zu pflegen. Dankbar wurde in Deutschland die monatelange Aufnahme württember- gischer und hessischer Kinder (aus Kassel und Um­gebung) im Banat empfunden. So wird auch hoffentlich in der Zukunft die enge Fühlungnahme des Banats, der Heimat der Dichter Lenan und Müller-Guttenbrunn, mit der alten Stammesheimat

Ms Ergebnisse in Kulturfragen werden genannt: Ordensfreiheit, Regelung der Zuschüsse des Landes zur Besoldung der Geistlichen und kirchlichen Behörden: einig« Kulturkampfgesetze sind formell ausgehoben, für Beseitigung der anderen liegt ein BesGuß des Landtags vor. Die Schulnovelle Son 1921 ist nicht so radikalisiert, wie beabstchtigt war, wenn sie auch eine Verschlechterung des Gesetzes von 1874 ist. Rettung der Privatschulen und staat­liche Unterstützung derselben. Für einen kommen­den Landtag behält sich das Zentrum volle Freiheit

Mehrhsitssozialismus in Hessen hat von seinem Ra­dikalismus verloren, lwch wandert der radikale Teil zu den Kommunisten ab. Am meisten Schwierig­keiten bereite in der Koalition die Demokratische Partei mit ihrer rücksichtslosen Personal- und Par­teipolitik, die im umgekehrten Verhältnis zur Zahl der Abgeordneten stehe.

Druck der Fuldaer Artiendruckerei iu Fukd«

S. Blatt.

fand sie all die Bedingungen vereint, die ihr jederzeit unentbehrlich erschienen waren, um das Glück ihres Kin­des zu begründen, und nur ein Umstand trübte das glän­zende Bild: der Makel, der auf dem Vater lasteie. Es war gewiß schlimm genug, daß dieser Punkt versagte; genügte das aber, um die Verbindung unmöglich zu machen, und durfte sie, wo ihr die Möglichkeit geboten war, mit einem Schlage das Andenken des Gotten zu retten trnb die Laufbahn des Sohnes zu sichern, so weit das menschlicher Voraussicht nach möglich war, durfte sie durch ein Uebermaß an Strenge und Forderungen dieses Mittel, das Wappen der Familie Feuffeuje neu zu vergolden, von sich weisen? Franz, der immer mehr geneigt war, führte die verschiedensten Gründe an. die nicht so sehr dem materiellen Vorteil, als seinen Emp­findungen entsprangen. Seine Mutter schien sich seiner Ansicht zu fügen, dann aber, als bereute sie ihre Füg­samkeit, rief sie mit einemmaie auf:

„Aber der Vater, dieser unglückselige Vater, was sangen wir mit dem an?"

„Ich heirate ja nicht ken Vater!" wendete der Sohn nicht mit Unrecht ein.

„Gewiß nicht; wird aber sein makelhafter Ruf nicht auch uns besudeln?"

Drei Tage lang waren Mittler und Sohn derart mit einander zu Rate gegangen, ohne daß sie nach der einen oder anderen Richtung hin zu einem Entschlüsse gelangt wären. Die Frage blieb ungelöst, nach wie vor, und dir fruchllosen Beratungen wurden durch eine Bemerkung der Mutter abgeschlossen, die sich seufzend ihren Lippen entrang:

„Wie schade, daß dieser Simonnet kein ehrlicher Mann ist! Aber wir werden ja sehen, was zu tun ist."

Als Gilberte auf Schloß Fosseufe anlangte das sie

Demokraten waren von 13 auf 5 Vertreter gesunken) I

«in erträgliches Arbeiten nicht versprechen. , | WVIUIMUUU

So arbeitete das Zentrum auf Koalicionsera^i- tevung durch Hereinziehen der Deutschen Bolks- partei (10 Abgeordnete) hin. Dieser Plan scheiterte an der Sozialdemokratie, die hierzu noch nicht reit war, aber auch an der Deutschen Volkspartei, deren Ansprüche den Eintritt unmöglich machten. Auch im Mai und zuletzt im Dezember 1922, als der demokratische Finanzminister Henrich feinen Rücktritt erklärt hatte, scheiterten die Versuche der Koalitions- erweiterung. Das letzte Mal an den Forderungen der Deutschen Volkspartei mit ihren zwei Richtun­gen, von denen immer Re schärfere siegte. Henrch nahm seine Rücktrittserklärung zurück.

Als Ergebnisse der Koalition stellt die Fraktion fest: Stetigkeit und Ruhe im Land und in der Regierung. Hessen hat seit 1919 seine Re­

im Vertrauen auf den Pakt, den sie unttrschrie'.m und den sie getreulich einzuhalten gedachte, raemci. ;.i be­treten gehofft, waren jene, die sie empsinaen, viel-

kunst so zu gestalten, wie sie es sich erträumt hat. Der I weniger als sie geneigt, diesen Pakt für einen unwider-

Heugen einer längst vergangenen Zeit, während welcher • zu können, Frau Marquise!" (Fortsetzrmg folgt.)

auch zeitweilig als magyarisierte Deutsche im poli- I Hchen und kulturellen Leben von Budapest eine be- I deutende Rolle. Aber die Banater Schwaben Hie* I fen als Gesamtheit sonst den von den Vorfahren I überlieferten deutschen Sitten und Gebräuchen er- I .geben, sodaß man auch heute noch die Dialektsprache I Hrer früheren Heimat, manche Trachten und die I überlieferte Bauart der Häuser in den Städten und I Dörfern des Banats wiederfinden kann. Für die I wirtschaftliche Hebung der in erster Linie aus Bauern I bestehenden Bevölkerung des Banats hat sich in den I jetzten Jahrzehnten namentlich der als Schriftsteller, I Redner und Organisator landwirtschaftlicher Ge- I aossenschasten berühmte Prälat Blaskowicz groß« I -Verdienste erworben.

Für die Pflege der kulturellen Eigetrart I hat das Banater Schwaben tum immer große Opfer gebracht. Heute unterhält es ans eigenen Mitteln in Temesvar eine Präparandie als beson­dere deutsche Lehrerbildungsanstalt und in Arad ein Realghmasium. Was der kachol. Religionslehrer und Professor an der Präparandie Nischbach im In­teresse der Erhaltung und Weiterführung dieser für das katholische und deutsche Banat wichtigen Anstalt bisher geleistet hat, kann nicht genug getobt werden. Neben höheren Schulen finden die sogenannten kon- fessionellen Gememdeschulen eine gleiche opferfreu­dige Unterstützung. Dazu werden von den Deutschen im Banat noch mehrere Zeitungen und Zeitschriften 'herausgegeben, davon drei Zeitungen in Temesvar und je eine in Arad, Lugos, Groß St. Nikolaus, Myertgyamos mtd Deta. Die bedeutendste Tages- Mitung die „Schwäbische Volksprefse" hat den als | Dichter und Schriftsteller rühmlichst bekannten Sena­tor von Möller zum gewandten Schriftleiter. Dieser ! -ist auch mit Dr. Much, Prälat Blaskowicz und an- ,deren einer der Organisatoren der „Deutschen Volks- •gemeinschaft", die in fast allen Orten des Banats Mr Pflege der sittlich-kulturellen und vöKifchen Eigenart die Deutschen zufammenfatzt und im „Ba­nater Haus" in Temesvar (nut Buchhandlung unb ^Bibliothek) ihre Zentrale hat.

In religiöser Hinsicht untersteht dos Banat : einem römisch-katholischen Bischof m Temesvar. Da jitie rumänische Regierung nach dem Weltkrieg und |iem Uebergang des größeren Teiles des Banats in -den rumänischen Staatenverband — ein kleinerer Teil kam nach Jugoslawen — gegen die Rückkehr bisherigen Bischofs Glattfeldsr aus Ungarn Ein- erhöb, verwaltet seitdem Prälat Pacha als mistrator die Diözese Temesvar. Zur Erhal- g der deutschen Unterrichtssprache in der Schule nentlich im Religionsunterricht, mußten die Ba- Pater Schwaben unter der Führung des Adgeordne- l'tat Dr. Kräuter langwierige politische Kämpfe mit der rumänischen Regierung führen.

7 Mit ihrer alten deutschen Heimat suchen die Deut- Hhen an der Donau und -der Theiß gute Beziehungen

-■ ■Htu nii

Eine Märtyrerin der pflicht.

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, Vor dem Bahnhof wartete eine Kalesche, sowie ein .Keiner Karren zur Aufnahme des Gepäckes. Simonnet, 'der fortwährend in Bewegung war, bezeichnete das Ge i päck idem Wagenlenkor, während feine Tochter mit Franz •in den Wagen stieg. Diesem Umstand hatten die beiden jungen Leute einen Moment des Alleinseins zu danken, „Cä ist mir eine hohe Genugtuung, Sie wiederzu- isehen, mein Fräulein", erklärte Franz; „und meine Mut- ler fft schon ungeduldig, Ihre Bekanntschaft zu machen."

„Ihre Sympathie weiß ich zu würdigen, Herr Mar­quis, und die Ehre nicht minder, die mir die Frau Marquise erweist. ' Doch wozu diese Einlad-ung so kurze Zett nach Ihrem Besuche?"

.„Herr Simonnet selbst hat sie angeregt und mir blieb nichts anderes übrig, als mich feinem Wunsche zu fügen.' 'Hatten wir übrigens nicht vereinbart, daß wir uns Wie­dersehen sollten, so oft es die kleine Komödie erfordern ffvllte, die wir aufzuiführen genötigt sind?"

I „Wir müssen unsere Begegnungen auf das möglichst geringe Maß beschränken", erklärte Gilberte einfach. »Das ist unbedingt notwendig."

, Franz gab keine Antwort. Vielleicht hatte er tatsäch- skch nichts darauf zu erwidern, oder fürchtete er, die wi­dersprechenden Eindrücke zu enthüllen, deren Schauplatz Jem Herz war? Er liebte Gilberte, deren Geist und An- mmt ihn vom ersten Moment an gesefjekt hatten, und verhehlte es sich so wenig wie seiner Mutter. Infolge ifeines rückhaltlosen Geständnisses erwogen Mutter und •Sohn feit drei Tagen unablässig die Frage, ob die Hin- hernisse, die sich einer Verbindung zwischen Franz und •Gilberte entgegenzustellen, schienen, tatsächlich unüber- «Mdüch seien.

In diesen Beratungen machte der eine Teil mit dem Feuereifer der Jugend all die Argumeitte geltend, die einem liebenden Herzen der Wunsch eingeben kann, das, was es für fein Glück ansieht, erfüllt zu sehen, während der andere Tell die Bedenken einer Mutter ins Treffen führte, die für die Zukunft des Sohnes fürchtet und nur Mit gytumarn ach die Gelegenheit verzichtet, diese Zu-

' Ws im September 1923 die deutschen Ge-mem- i Banat zwischen Donau, Theiß und den !*Mo2schen Alpen die Zweijahrhundertse'.er ffTfflrüninmg begehen konnten und einige Wochen | ^awchder rumänische König Ferdinand die »tüadt des Banats, Temesvar besuchte, fanden > mid Leute des Banats zum erstenmale seit

Qeit wieder einige Beachtung in deutschen maen und Zeitschriften. Während nämlich ine in den anderen deutschen Siedelungen in xgt „nö Südeuropa, wie beispielsweise im Balien- Siebenbürgen, Wolhynien, in der Bukowina, SBestarabien, am Schwarzen Meer und an der Molaa bei Saratow vielfach m größeren Artikeln Streit werden, schien man das Deutschtum im Sanat vergessen zu haben. Manche glauben den 2rund dieser geringen Beachtung darin zu finden, Zä die Bewohner des Banats mit Ausnahme von Dörfern fast alle k atholisch sind. Wie dem &er auch sei, das Banat verdient eine bestere 38ür= digung als es bisher geschehen ist.

' Seitdem das Banat durch den österreichisch- tm= «irischen General Mercy um 1723—28 mit deutschen Sauern und Handwerkern von der Mosel und der Saar, aus der Walz, aus Hessen und dem Elsaß besiedelt wurde, hat es wirtschaftlich und kulturell tinen bedeutenden Aufschwung genommen. Leider .versuchten die Ungarn, manchmal nicht ohne Erfolg, die junge deutsche Intelligenz für das Ungartum gewinnen und der deutschen Sache abspenstig zu

Norman Angell, der bekannte englische Vor­kämpfer der Friedensbewegung, hat seinem vor zehn Jahren erschienenen Buche, Die große Illusion, ein neues folgen lassen, das unter dem Titel Les illusions de la victoire (Tie Illusionen des Sieges) soeben in französischer Uebersetzung erscheint. Mit warmer Zustimmung wird dieses Buch in der Ere nouvelle , ------- — - ■ . o .

vom 27. Febr. von einem französischen Militär, dem gierung nicht gewechselt, Bewahrung des Landes General Per ein, besprochen. In dieser Besprechung und der Bewohner vor gewagten und verdervlitt/en finden wir folgende Sätze, die am Tage nach dem linksradikalen Experimenten. Erhaltung des mei- Waffenstillstand nach Norman Angells Meinung der sten Guten, Bewährten aus der Vergangenheit. Der Sieger zu dem Besiegten häkle sprechen müssen: _ 1 —------- SRn*

Seit Jahrhunderten haben wir uns oeschlagen für unsere Sicherheit, für strategische Grenzen, für Gebiete zur Ausbeutung und für Rohstoffe. Wir könnten das bis ins unendliche fortsehen. Aber ich begreife, daß du des freien Zugangs zu Dingen bedarfst, über die ich bis jetzt allein verfügt habe. Du bedarfst eine gewisse Bewegungsfreiheit in den politisch mir gehörigen Ge- bieten' Versuchen wir ein Uebereinkommen über alle diese Fragen zu treffen. Ueberlegen wir uns einen Plan der Regelung unserer gegenseitigen wirtschaftlichen Rechte. Lassen wir ein jeder ab von dem Versuch, stärker zu fein als der andere und stellen wir unser gemeinsames Können in den Dienst dieses Bauwerkes

wurde und nie etwas anderes fein konnte." | Auch" Heiden, darunter bekannte ' Staatsmänner, Das Zentrum mußte versuchen, feinem in gutem | haben zu den Kosten beigesteuert, denn Franz Xaver Sinne konservativen und christlichsozialen Geist Gel- I gilt den Japanern als Nationalbeld, weil er der tung zu verschaffen. Seine Ausgabe bestand darin, I erste Gelehrte aus dem Westen und der erste euro- zu erreichen, was sich unter, den gegebenen Verhält- I paische Hochschullehrer war, der japanischen Boden nissen erreichen läßt, und zu verhindern, was es ge- I betrat.

treu seinem Programm verhindern muß. Eine I Endlich erfahren wir noch von der Ehrung der Alles- oder Nichtspolitik gehörte zu den Unmöglich- I ersten Ugandamissionare und der jugendlichen Helden- f eiten. Weiter legt die Fraktion die Lage nach den I schar, die wir als Uganda Märtyrer verehren. Novemberwahlen 1921 dar, die eine Zunahme der I Bei der letzten Gedächtnisfeier am 9. Juni faßte eine äußersten Rechten und äußersten Linken brachten: I begeisterte Volksversammlung den Beschluß, in Na- Rechtsparteien 24, Zentrttm 13, Linksparteien 33. I tukulongo, wo sich die ersten Missionare niederließen Mit der Rechten allein konnte das Zentrum keine I und von wo die Märtyrer vor den Richterstuhl und Koalition bilden, da die geringe und immer zweifel- I zum Feuertode geschleppt wurden, ein Denkmal zu hafte Mehrheit feinen tragfähigen Boden für eine I errichten, an der Stätte des ersten Missionskirchleins Regierung geben konnte und eine Krise die andere I eine Märthrer-GedächtniSkapelle zu erbauen und die abgelöst hätte. Don der Erneuerung der alten I Wiederkehr des Gedächtnistages als Nationalfeiertag Koalition konnte sich das Zentrum wegen der zahlen- I zu begehen. Am Feste der Märtyrer im Juni dieses mäßigen Schwäche des bürgerlichen Elementes (die I Jahres soll die Kapelle fertig stehen.

die Familie Fosseuse nur Ruhm und Reichtum gekannt hatte, auf sie machten. Was aber am nachhaltigsten auf sie wirkt« und ihr sogar ein Gefühl der Beklemmung verursachte, war die unverkennbare Vernachlässigung und das Gepräge des Verfallenden, das diesen Ueberreften längst verrauschter Tage anhastete. Die ihres Mörtel- bswurfs beraubten Mauern, die grau-jchimmernde Fas­sade, die deutliche Spuren der herabfließenden Regen- massen zeigte, das moosbedeckte Dach, die Blumenbeete, die nur vereinzelte Blumen aufwiesen, ja sogar die Kübel der Orangenbäume, die stellenweise geborsten und fort- los geworden waren, das alles führte eine gar beredte Sprache und zeugte für die lange bestehende materielle Dedrängtheit der Eigentümer dieses fürstlichen Besitzer.!

Dieser schmerzliche Eindruck verttefste sich noch beim! Betreten des Schlosses selbst, beim Anblick der schlecht oder unzulänglich eingerichteten Räume, der rauch- und cMersgeschwärzien Decken, der verblichenen, verwitterten Tapeten. Nun begriff Gilberte erst, wie recht ihr Vater hatte, als er dieses Heim ein Schloß des Elends genannt als er zum erstenmal davon gesprochen. Der Gedanke! drängte sich ihr auf, daß es doch ebenso lächerlich als!, bedauerlich sei, daß die Reichtümer, die chr gehörten oder eines Tages ihr gehören würden, nicht das Eigen- und Feldern wie von einem grünen Rahmen einge- I tum der Schloßherren von Fosieufe bildeten, die eine schlossen wurden. Nach etwa einstündiger Fahrt bog weit bessere Verwendung als sie dafür Hütten, und indem

man auf einen sanft in die Höhe steigenden Pfad ein, st« sich sagen mußte, daß sie, wenn sie die Tochter eines,

der zu einem breiten Plateau emporführte, wo man achttmgswerten Mannes gewesen wäre, zweifellos ae

zwischen dem dunklen Grün ehrwürdig alter Bämne Gattin des jungen Marquis geworden wäre, bemächügtej

das Schieferdach des alten Feudalschlosses emporragen sich ihrer ehrliches Bedauern, daß sie nicht zu feine»

sah. Der Weg dahin führte durch eine lange Allee und Gunsten über ihr Hab und ihr Gut verfügen könne,

aus in eine vierfache Buchenreihe, die durch ein hohes I Statt diesen Eindruck zu zerstreuen, war der Em- schmiedeeisernes Gittertor abgeschlossen wunde. In der I psang, den die Marquise Gilberte bereitete, nur geeignet, vollen Breite des Hofes eMwickelte das Schloß seine I ihn zu derliefen. Als die Marquise sie aus dem Wagen!

monumentale Stirnseite, und je zwei Settenflügel rechts I steigen sah, ging sie ihr entgegen und breitete lächelnd,

und links, die in demselben Sttle ausgeführt waren, wie I mit liebevollem Blick die Arme nach ihr aus. Hätte

das Hauptgebäude, verliehen dem Ganzen einen Zug ins I während dieser kurzen Umarmung dem jungen Mädchen

Große. I nicht all das, was es von der Bergangenhett des Baier,

Gilbette, die schon von der stillen, erhabenen Schön- I wußte, die Lippen versiegelt, hätte es der Regung feines heil des die nächste Umgebung bildenden Parkes entzückt Herzens nachgeben können, es hätte gewiß laut gerufen: war, konnte sich dem Eindruck nicht entziehen, den diese „Wie glücklich schätze ich mich, Ihre Tochter werden

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schmeckenden

•Zahnpaste Chlorodont. Gegen üblen Mundgeruch wird auch mit (Erfolg Chlorodont - Mundwasser verwendet.

Sohn sah nur die Vorzüge, die ihn vom ersten Moment I rufßdjen anzusehen. Sie wünschten sich imd erhofften an dem anmutigen Geschöpf entzückt hatten, und die I irgend einen unvorhergesehenen Umstand, der ihnen er- Mutter sagte sich, daß sich diesen natürlichen Gaben, die I möglichen sollte, was sic ansanglich für unerfüllbar den Sohn bezauberten, große Reichtümer beigesellien, I anaesehen.

die nur geeignet feien, deren Wert zu erhöhen. S)ier | Wäre das Alleinsein, das Simonnet den jungen Leu­ten gleich bei der Ankunft in Rouen gewährte, von länge­rer Dauer gewesen, die Fortsetzung des Gespräches hätte dem jungen Mädchen diese Hoffnungen vielleicht enthüllt. Doch nachdem er das Gepäck ausgelöst hatte und wäh­rend man es auf den Karren lud, stieg er zu der Jugend in den Wagen. Seine Gegenwart machte jedem ver­traulichen Gedankenaustausch ein Ende, und Gilberte erfuhr nicht, daß der endgültige Enffchluß der Marquise in der Schwebe geblieben und von dem Urteil abhängig gemacht wurde, das sie sich über ihren schönen Gast bil­den würde, sobald sie ihn mit eigenen Augen kennen gelernt haben und nicht bloß mtt den Augen ihres Soh­nes sehen würde.

Nachdem der Wagen durch die Stadt gefahren, rollte er längs des in glänzendem Sonnenschein daliegenden Users der Seine dahin. Zu ihrer Linken konnte Gilberte den schimmernden Wasserspiegel, zu ihrer Rechten die lachenk^n Landhäuser bewundern, die von den Wiesen

von Gesetzen.

Diese Sätze stellt General Percin der Sprache deZ Marschalls Fayolle entgegen, der am 20. Januar 1922 in einer Versammlung von Offizieren sagte: „Der beste Krieg ist nur eine Episiüe in d-m Streite, der feit Jahrhunderten zwischen Germanen und . Entschließung vor. Lateinern ausgefochten wird. Der Krieg wird oer ^nncy.ieMng vo wiederkommen." General Percin, der diese Auf« I ——

SÄÄÄÄtt l VenkmAer in »en MWon-Iändern land schwächen, zugleich aber verlangen wir von ihm Zahlungen, deren Ausführung eine ungeheure Kraft­anstrengung erfordert. DaS ist eine jener Absur­ditäten, die eine vom Haß geleitete öffentliche Meinung den Unterzeichnern des Vertrages von Berfailles auferlegt hat."

Die Generale wünschen im allgemeinen gewiß nicht als Pazifisten zu gelten. Um so bemerkens- lverter ist es, wenn ein französischer General den Mut hat, die Abstempelung als solcher zu riskieren, indem er öffentlich einer Ein sicht Raum gibt, mit der man sich in Deutschland sehr wohl verständigen

Von unserem wirtschaftspolitischen Mitarbeiter.

Die Lage auf dem Deoisenmarkt hat eme neue Wendung erfahren. Die seit einigen Tagen anhaltende, sehr starke Nachfrage nach Devffen hat sich jetzt wieder gemildert. Die Situation, die durch diese sehr erhebliche Nachfrage sich herausge­bildet hatte, war diesmal freilich nicht so kntffch wie vor vier Wochen. Die Reichsbank hat chr Devisen» Polster in der letzten Zeit sehr stark auffüllen kön­nen, und sie verfolgt im übrigen bei der Zuteilung die Taktik, ihre eigenen Bestände möglichst zu scho­nen und nur insoweit Zuteilungen vorzunehmen, «V Angebot und Nachfrage sich ausgleichen. Es wurde also das hereinkommende Material auch wieder für die Zuteilung verwandt.

Dennoch fft die Lage auf dem Devisenmarkt kei­neswegs über alle Fähriichkeiten hinweg. Auch der, jetzige Bedarf ist zweifellos durchaus nicht normal.; Trotz aller Vorkehrungen werden Schleichweg« benutzt, auf denen der Spekulationsbedarf sich zu befriedigen sucht. Neuerdings geschieht das mehr und mehr durch die Nachfrage auf dem Bank, notenmarkt. Das führte die Reichsbank nun» mehr dazu, die Zuteilung für die Banknoten auch enorm herabzusetzen, teilweise bis auf 1 Prozent, ja । noch darunter. Man geht dabei von der durchaus I richtigen Erwägung aus, daß für den Bedarf von Banknoten in der weit überwiegenden Mehrzahl- der Fälle keineswegs die gleichen wirtschgftücheN Gründe geltend gemacht werden konnten wie für den Devisenbedarf und daß die wirtschafllichen Notwen­digkeiten und Dringlichkeit des Banknotenbedarfs nicht dem Devisenbedarf un-d seiner Bedeutung fürs bk- Wirtschaft entspricht.

An der Börse fft nunmehr eine Neuerung m Bezug auf die Notierung der Devisen und ausländi« I scheu Banknoten eingeführt worden. Diese Notierung I gen werden jetzt in Billionen Mark, also, da eme I Billion gleich einer Goldmark ist, im Effekt t« Gold-Prozent notiert. Die Kurse werden auf« baut auf einer Basis von jetzt 100 Einheiten der I betreffenden ausländischen Währung, nur England und Amerika werden mit je einer Einheit, also Die Verkünder des Evangeliums im Heidenland unt je EE englischen Pftind oder einem zählen zu den edelsten Wohltätern der Menschheit kamsck^n Dollar gehandelt, chterrechische und wirksamsten Förderern der wabren Kultur. Es ungarische Valuta wird auf de Bas ic war deshalb ein glücklicher Gedanke, einigen der Kronen nottert, die Polenmark auf der Bchis vim größten aus der glorreichen Schar Denkmäler zu 100 Millionen. Zu den °^Men Noftenrngen H S» M * iSt“ M

Wff hör n von drei Ehrungen dieser Art. Zu I oder Rentenmark heraus.

P ert Tew iik an der Mündung des Suez-Kanals I Auf dem E f f e k t e nm arkt hält die 8 ins Ro.e Meer, da, wo sich zwei Welten treffen und meine Geschaftsstrlle auch we'^hm an !I^och die Glaubensboten auf ihrer Fahrt ins Heidenland weiß 'man in emgeweihten Kreisen daß von emer , vorüberziehen, haben die Franziskaner ihrem Ordens- I guten Seite in aller Stille recht erhebliche Ess

Vie votttik im Hreiftaai Hessen. stifter ©t. FranzvonAsfisi eine©fatueerrietet, tenkaufe vorgMiEmen werden Sw gmndm “ ® , Er kann als der erste Miffionar jener Gebiete seit I sich auf der EEfach Mch mit Recht bestehenden An^

Die Zentrumsfrattion des hessischen iI)ter Unterjochung durch den Islam gelten. Noch nähme, daß tatsächlich die Aktien der guten Unter-

Landtags legt in der Presse der Partei die bezeichnender erscheint uns die Errichtung eines nehmungen heute wesentlich unterwertet smd. ES

Politik dar, welche sie von 1918—1924 verfolgt hat. Denkmals zu Ehren des hl. Franz Xaver zu sind nicht nur Großbanken, sondern auch,k<Mt<u-

„Die Politik der Landtagsfraktion", heißt es, „war Namagutschi in Japan, an der Stätte, wo er feine kräftige Kreise aus Industrie und Privatwirtschaft,

bedingt durch die von uns nicht geschaffene, nicht ge- I „fft Niederlassung schuf und das erste Kirchlein 1 die zu solchen Kaufen übergehen. Man rechnet

billigte, aber auch nicht zu ändernde Tatsache der Clbaute. Der hochwürdige Herr Billion aus dem I offenbar damit, daß bei einer Wendung m der Born

Revolution". Im ersten Landtag hatten Sozial- I Pariser Seminar, Senior der Fapanmissionare, hat I sentendenz, die aber auch für die nächste Zeit noch demokraten und Demokraten mit 45 Stimmen unter I Oot Jahren nach langen Nachforschungen das Grund- j nicht zu erwarten ist, bei solchen Transaktionen ntaff! 70 Abgeordneten eine starke und sichere Mehrhest. I stück, das bet Statthalter einst dem Heiligen schenkte, I unerhebliche Gewinne in Gold sich Herausstellen. 3e* Aufgabe des Zentrums mit feinen 13 Stimmen war I ausfindig gemacht und einen Teil davon käuflich er- doch haben sich die Berhältmsse von heute wesentlich es, radikalste Linkspotttik zu verhüten. So kam es I worben. Von ihm stammt auch der Gedanke eines I gegenüber den Dingen m der Inflationszeit gean- zur ersten Koalition, „die von den drei sich I xaverdenkmals. Dor einigen Monaten wurde es dert. Man nimmt heute auch sehr germgfügige nur zusmmnenfchließenden Parteien nur als Arbeffsge- I enthüllt. Es ist ein großes Granitkreuz mit einem I in wenigen Prozenten, ja oft noch darunter sich be- meinschast, nicht als Ideengememschäft, bettachtet I Bronzebild des Heiligen an der Kreuzung der Balken. I wegenden Kursschwankungen mit, doch schrumpfen " " ' -■*----- ----r“ **—‘ " 1 auch diese Geschäfte immer mehr zusammen, da dft

Stempel- und Steuerfragen ein sehr großes Hinder­nis für eine derartige Belebung des Geschäfts bilden. Die Bemühungen der Börfenkreife, die Regierung zu einer Aenderung der Stellung zum Börfen-Um- iatzstempel zu bewegen, haben noch nicht zu einem Erfolg geführt, da die Regierung auf de'm Stand­punkt steht, daß zuvor die Banken ihre Provisions­sätze abbauen müssen. Wie die Dinge heute liege», dürfte allerdings damit zu rechnen fein, daß bald zwischen Bankwelt und Finanzminffterium entspre- chende^ra^m^ner^in^eleite^^erdm^