Mldaer Eieilung
Somrtaa, 2. MSrz
Wirtschaft und LoriatpoNtik
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letzt. Kurs «e.«.
Berliner Kursbericht,
Centime Slaalspapiere.
Induftrie-Akttea.
Ausländische Werke.
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Eozialpolfttk.
Werkbesk. Avkeiher».
2,0
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Versichermtgs-Akklen
121,0
Srttf. flllg. ver,.
Srank. R. u. lll.
90,0
Magded. 5euere. 170,o
EtseabahN'UMea.
Schisfahri-Wecks.
Va»k-Attie».
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Tabletten
Gicht, Rheuma, Ischias,
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hervorragend bewährt bei .
Nervenschmerzen, .Hexenschuß, Kopfschmerzen.
im Gewerbe Platz macht. Was wir unter allen ttn* tönten notwendiy haben, und zwar baldigst, ist eint Gesundung unserer Wirtschaft unter gteidj^eitiger „Hebung der Kaufkraft der Massen durch Steige- vung tmfc BerbMgung der Produktion*. Das ist ein Ziel, zu dem sich auch die Bereinigung auÄuück- lich bekennt und das sichnichtdurch Klassen» l!nmpf erreichen läßt, weder durch solchen von oben, noch solchen von unten, sondern nur durch eene auf gegenseitiger Achtung deru« hend« soziale Derständigung-
daß und ein. sich
eietlr. 6od)babn Oefterr. Slaatsb. Schanlungdah»
fangenen, und wer sie sah, hätte niemals gedacht, sie inhcckhlfichwsre Auseinandersetzungen gepflogen sich in aller Stills zu einem bestimmten Zweck mit ander verbunden hatten. Die Unterhaltung, die
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Die große Beliebtheit des Togal beruht auf den vielen ausgezeichneten Erfolgen, die zahlreiche Aerzte und Kliniken damit erzielten. Togal scheidet stark die Harnsäure aus, geht also direkt zur Wurzeldes Hebels. Die Wirkung tritt unmittelbar ein, die Schmerzen werden behoben und auch Schlaflosigkeit wird erfolgreich mit Togal bekämpft. In alle» Apotheken. Best. 64,3 Vo Ackl eeet «alte., 5406 ”/o Chinin. 12,(P'i> UL. ad 100 Aeyl
Kosmos Dpi.
Neptun Dpfld)- tiopag
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£ Oyd Verein. Elbe
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Bonn. CreMtbank Botjr. fi. u. wdk. Barmer Bank-D. Berliner fianbetsb. Cammer,bank Danz. Privatbank Darmftäbtn Bank
D. flOat. Bank
Frou Regnard und Gilberte erschienen. Sie tarnen direkt, um ihn zu holen, da Gilberte nicht den Anjchein erwecken roollte, als wiche sie ihm während der kurzen Zeit aus, die er noch in ihrem Helme zu verbringen gedachte. Ihr Vorkehr gestaltete sich zu einem ganz unbe»
Drurk der Swtbeer StetieefotiHter* i* L. Blatt.
8,26 11,75 26,5 15,8 13,0 10,0
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ebenso lebhaft wie vor dem Gabelstühstück gestaltete, erstreckte sich auf Dinge, die mit dem Besuche des Marquis nichts zu tun hatten. Jeder beteiligte sich an ihr, bis Simonnet bemerkte, daß es Zeit sei, zum Bahnhof zu fahren. Wohl war es noch ziemlich lange bis zum Abgang des Zuges; doch wollte man einen kleinen Umweg machen, um dem Gast die ihm unbekannte Gegend zu zeigen. Man suchte Frau Regnard zu bewegen, an der Fahrt teilzunehmen; doch sie lehnte trotz des Zuredens ihrer Enkelm und des Marquis ab. Da sie des Augenlichtes beraubt war, so hatten diese Aus- flöge keinen Reiz mehr für sie, und sie zog es vor, allein zu bleiben. Statt ihrer begleiteten Gilberte ihren 23ater und den Gast. Sie stieg mit ihnen in den Wagen und suchte nach Möglichkeit die tfeine Aufregung zu verbergen, die ihr diese Fahrt im vorhinein bereitete, während roelcfcr sie den Marquis sich gegenüber sitzen sehen würde. Im übrigen war sie fest entschlossen, ihrem Vater ernstlich die Stirne zu bieten, wenn er auf der Rückfahrt in sie dringen würde, um ihr ein sofortiges Zugeständnis zu entreißen. Allein ihre Befürchtungen erratenen sich als unbegründet; die Vorstellungen, die ihr gemacht wenden konnten, blieben aus. Simonnet holte sich ohne Zweifel gesagt, daß es Dftnünfiiger und zweckentsprechender wäre, wenn er sie nicht quälen, sondern ruhig tratten würde, bis der Eindruck, den der Besuch eines so hervorragenden jungen Mannes auf sie machen mußte, feine Wirkung ausgeübt haben würde.
Ms der Zug abgegangen war, 6er den schönen, jungen Edelmann seinem Heim zuführte, stiegen Baker und Tochter wieder in den Wagen, um nach Hause zu sahren, und di Sagte Lukas'
„®ir können aber wenigstens Gelegenheit zu öfte«m Zusammentreffen bieten, sowohl in Paris, als in Fos- feufe. Ja wohl, in Foffeust", wiederholte er wie entzückt von seiner plötzlichen Idee. „Weshalb sollten Sie uns nicht einfaben, einige Tage auf Ihrem Schlosse zu verbringen? Es ist nur natürlich, daß Ihre Mutter ihre zukünftige Schwiegertochter kennen zu lernen wünscht. Dieser Drwwand läßt eine Einladung vollkommen gerechtfertigt erscheinen. Unter Ihrem Dache können Sie meine Tochter jede Stunde sehen, ohne daß sie Ihre Aufmerksamkeit für zudringlich erklären könnte, und viel- leicht werden die Güte Ihrer Mutter und die Pracht Ihres Feudalfchlosses ihre Entscheidung beWeunigen und günstig beeinflussen.'
Franz war auf dieses Zwangsmittel nicht vorberestet, das ihm Lukas mit der Unbefangenheit eines Gläubigers andeutete, der unter jedweder Form seine Rechte über seinen Schuldner gellend zu machen entschlossen ist. Es mißfiel ihm aber, offen gestanden, gar nicht. Der Zauber des jungen Mädchens wirkte feit einigen Stunden zu kräftig auf ihn, als daß Visse Wirkung bereits ver- Mchtigk gewesen wäre. 3m Gegenteil, er wirkte nach in ihm und ließ ihn die Aussicht der von Simonnot angeregten Zusammenkunft zur Beschleunigung der Dinge in ausnehmend angenehemem Lichte erscheinen. Er befand sich in einem Gemütszustände der über den Augenblick nicht hinaussehen läßt und wenn ihm die nüchterne Vernunft auch riet, keine Befriedigung feiner Gefühle zn suchen, die ihm nur durch eine Kapitulation seines Gewissens gewährt werden konnte, so drängte ihm ande- ren'etts seine lebhafte Bewunderung des jungen Mädchens, sich diese Befriedigung nicht zu versagen, zumal sie sich ihm darbot, ohne daß er etwas tun muhte, um sie herbeizuführen. Und so war er immer mehr geneigt, sich dem Zufall anhcimzugeben, der eine Lösung der seltsamen Lage, in die er geraten, zeitigen sollte.
„Ich überlasse mich ihm", fagte er sich. „Er wtiß alles entsprechend zu fügen, und wohin er mich führen wird, dahin werbe ich gehen."
Gerade hatte er mit dieser fatalistischen Erwäg--ug die Stimme der Vernunft zum Schweiger gebracht, als
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MDtrtdhmg$‘*’$03tafismt!s.
In fron f »genannten Gewinn an einem gewerb- sichen Erzeugnis teilen sich nicht nur der Arbeiter und Unternehmer in Form des jeweiligen Anteils, der auf sie entfällt, sondern ein wesentliche^Teil des- elben muß auch wieter „k a p i ta ii f i ert" werden, mn für die Instandhaltung rmd Erneuerung der Betriebsmittel, ohne den ein geordneter Erzougungs- prozeß auf die Dauer unmöglich ist, zu dienen. Das fft heute m der sogenannten kapitalistischen Produktion notwendig, das wird auch in einer sozialistischen, wie sie die Ecgialdemokratie anstrebt, nicht anders sein können.
Darüber fft m der „Mrtallarbetter- Zeikmg" (Nr. 20), dem Statt des sozialdemokratischen Metallarbefterverbandes, zu lesen:
„Der Sozialismus will die Betriebsmittel nicht nur nicht aufteilen ober annagen, er kann auch gar nidrt einen grötzern Anteil vorn Arbeitsertrag in den unmittelbaren persönlichen Verbrauch gelangen lassen, als dies beim Kapitalismus geschieht. Denn der Sozialismus will doch viele gesellschaftliche Aufgabe« stärker betonen oder erst neu angreifen, wofür die Mittel doch vorab vom Arbeitsertrag genommen werden müssen. Hierauf hat auch schon Karl Kautzktz m seiner Erläuterung des Erfurter Programms hingewiesen. Ge- wiß soll dann durch die stärkere Betonung solcher nm- fassender gesellschaftlicher Aufgaben, für die im Kapi- taliSmuS und bei bet von ihm beherrschten Staatsmacht übrigens auch schon ber Träger fehlt — die Kohlenmagnaten werden keine Talsperre an legen, die die Kohlen überflüssig machen könnten —, die wirtschaftliche Ertrag?sähigkeit in der Folge wieder Mehrgewinnen, alS vorher vom einzelnen eingebützt wurde. Die Voraussetzung dafür ist eben der Umfang der borgeleisteten Arbeit, die Wegzehrung."
Von diesen Ausführungen werden diejenigen nicht freudig überrascht sein, die glauben, durch eine einfache „Sozialisierung" sich in den Gesamtertrag der Erzeugung fetzen und durch eine „Verteilung" desselben sich ein angenehmes Dasein verschaffen zu können. Bei einem solchen „Sozialismus", der das Kapital auffrißt, muß auf die Dauer die Gesamt- kvirtschast und damit auch die Lebensmögfichkeit der breiten Masten zusammenbrechen. Der Umstand, daß auch heute der Glaube an diesen „Derteilungs- Sozialismus" hier noch stark verbreitet ist, beweist, wie sinnenverw-irrend die Lehren der Sozaildemo- fretie hier gewirkt haben.
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Eine Märtyrerin der Pflicht.
32] ---------
„Das ist ihr gutes Recht, Herr Simonnet/
„Sie scheinen sich ohne Unbehagen in Ihr Schicksal zu finden, mein junger Freund," fuhr Simonnet fort, der sich mit dem Gedanken zu befreunden begann, 6a% ber Marquis über kurz oder lang fein Schwiegersohn werden würde. Sie müssen sich in den Aufschub schicken, den Ihnen meine Tochter auserlegt, da das Gesetz den hartnäckigen Widerstand ber Kinder nicht vorgesehen hat intb den Mern keine Möglichkeit bietet, ihm zu begegnen. Doch für einen Mann wie ich, der gewöhm ist, stets ratsch und unaufhaltsam feinem Ziele zuzuschreiten, ist jedweder Aufschub eine äußerst ärgerliche Sache, und im vorliegenden Falle, denke ich, auch für Sie."
JD, was mich anbelangt, so werde ich es stets für meine Pflicht ansehen, mich den Wünschen Ihres Fräuleins Tochter zu fügen," erklärte Franz.
„Wiederholen Sie ihr das nicht zu oft, Sie würden sie in ihrer Unentschlossenheit nur bestärken. Sie müssen im Gegenteil eifrig um sie werben, müssen sich über ihr Säubern, Ihnen einen Bescheid zu erteilen, laut beklagen und ihr die Ueberzeugung beibringen, daß Ihnen ebenso wie mir an dieser Verbindung gelegen ist. Vielleicht wird Ihr Drängen Einfluß auf sie haben und sie M einem rascheren Entschluß veranlassen."
„Leider werde ich jetzt aber nur feiten Gelegenheit haben, sie zu sehen. Da sie meine Werbung noch nicht angenommen hat, so darf ich sie mit meinen Besuchen nicht belästigen, und um mich wieder einzufinden, muß ich warten, bis sie mich rüst."
„Das gebe ich nun in keinem Falle M" sprach Simonnet beftimmt. „Wenn Sie {legen wollen, so muffen Sie kämpfen. Wenden Sie dem Schlachtfeld zu lange den Rücken, so werden Sie besiegt. Kommen Sie unter allen Umständen. Es ist unbedingt erforderlich, daß man Sie sieht, hört und sterblich verliebt weiß."
„Ich fürchte zu mißfallen, wenn ich zu oft erscheine." Der Einwurf war (e richtig, daß Simonnet ihn anerkennen muhte.
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Me VekSmpfAng der flrbeittlofigiett durch den Staat.
UeberMt man bk Fürsorgekeistmrffen, bk von öffentlich rechtlicher Seite zur Behebung der Erwerbs- lostgkeit heute zur Verfügung stehen, so wird man die unmittelbaren Maßnahmen zur Behinderung der Not der Arbeitslosen von den mittelbaren scharf unterscheiden müsien. Diese, wie etwa die Hilfsmaßnahmen auf Grund der Krankenversicherung, Anlerne- und AuSrüstungSzuschüsie für die Umschulung von Erwerbslosen ufto. gehören zu dem Komplex der allgemeinen Wohlfahrt-maßnahmen, deren Inanspruchnahme durch den Fürforgeberechtiaten auch iu anderen Fällen als denen offenkundiger Ar- beitslofiokeit möalickr erscheint. Zu jenen, den un- mittelbaren Fürsorgemaßnahmen zählen die ErwerbSlosenunterstütznng, dir produktive Erwerbslosenfürsorge und die Kurzarbeit terunterstützung.
Erwerbe losen unter stütz ungSberechtrgr find alle arbeitswilligen, über 16 Jahre alte Personen, die sich infolge des Krieges oder der Kriegs- folgen durch Erwerbslosigkeit in bedrängter Lage befinden. Sie rote auch ihre Angehörigen haben Anspruch ans NnterktStzungrgclder, freien Art, Höhe und Dauer der Reichsarbeitsminister bestimmt.. Die normale Höchstdauer der Unterstützung betragt 26 Wochen. Ist die Erwerbslosigkeit infolge von At.beits- streitigkeiten eingetreten, so wird keine Unterstützung gewährt.
Die Mittel für die Erwerbslosen für- sorge wurden vor dem 1. November 1923 vom Reich, Land und Gemeinde im Verhältnis von 3:2:1 aufgebracht. Seit dem 1. November ist die Hauptlast der Erwerbslosenunterstützung jedoch den Arbeitgebern und den Arbeitnehmern aufgebürdet worden, die bis zn je 10 Proz. des Krankenkassen- beitragS für die Erwerbs losenunter stütznng ihres Arbeitsgebiets abführen müsien. Der Gesetzgeber ging ün dem Erlaß dieser Bestimmungen davon aus, daß in normalen Zeiten attf diesem Wege rund deS Gesamtaufwandes aufgebracht werden könnten. Reichs- und LandeSbeihstfen sollten nur ausnahmsweise in Frage k»mmen. Die gegenwärtige Wirtschaftskrise hat diese Abfichten des Gesetzgebers jedoch vorläufig noch nicht »ur Auswirkung kommen lasien. Zumal für die Erwerbslosen rm besetzten Gebiet sorgt heute noch im wesentlichen das Reich.
Neu ist auch seit dem 1. November die Bestimmung, daß der Erwerbslose Unterstützungen nur gegen Arbeitsleistung gemeinnützigen Tharak- ters beanspruchen kann, selbstverständlich soweit Gelegenheit zu einer solchen Leistung besteht. Fall» er wöchentlich mehr als 94 Stunden arbeitet, erhält er Zuschläge zu feiner Unterstützung zugebilligt. Jugend- liche Erwerbslos« sind gehalten, bei mangelnder Ar- beitsmöglichkeit an Lehrkursen teilzunehmen. Der Arbeilszwang, der in dieser Unterstützungsbe- dingung zum Ausdruck kommt, bedeutet insofern gegenüber der Zeit vor dem 1. November 1923 keine grundsätzliche Neuheit, alS auch schon vorher jeder Arbeitslose verpflichtet war, Arbeit, die ihm körperlich zugemutet werden konnte, anzunehmen, sofern er der Unterstützung nicht verlustig gehen wollte..
Besonders bedeutsam ist bei der gegenwärtigen Wirtschaftskrise Deutschlands der Ausbau der produktiven Erwerbslosenfürsorge. Die neu eingeführte Arbeitspflicht der Erwerbs osen, auf Grund deren sie sich fftr' bte ihnen zu gewährenden Unterstützungssätze zu produktiven Arbeiten zur Verfügung hallen muffen, hat die Finanzierung von Notstandsarbeiten wesentlich erleichtert, deren Zustandekommen bisher an der Forderung von Tariflöhnen für die beteiligten Arbeiter häufig gescheitert ist. Andererseits mußte naturgemäß auch der Unternehmergewinn bei Notstandsarbeiten in den engsten Grenzen gehalten und nach Möglichkeit jedweder Prioatgewinn an solchen gemeinnützigen Arbeiten vermieden werden.
Mau unterscheidet kleine und große Not- standsarbeiten. Kleine NotstandSarberten Md jene, bei denen die Beschäftigten lediglich (Stroerba- losenunterstützung und Zuschläge für ihren erhöhten verbrauch an Nahrung und Kleidung erhalten, alw beispielsweise Instandsetzungsarbeiten von Straßen. Parkanlagen, Friedhöfen ufto. Unter großen Not- standsarbeiten sind alle Maßnahmen der produktiven Eiwerbslosenfürsorge zu verstehen, für dre über die Erwerbslosenunterstützung hinaus Zuschüße oder Darlehen vom Reich und den Ländern btS zum 2*/-fachen der ersparten Unterstützung gewahrt wer- den. ES hat sich erwiesen, daß die Konzentrierung auf wenige, aber umso ausgedehntere NolstandSar. beiten die zweckmäßigste Form der Gewährung von Mitteln der produktiven ErwerbSlofenfursorge ist.
Auch die dritte Form ber ErwerbSlosensürsorge: die Kurzarbeiterunterstützuug ist auf dem Prinzip, den Anreiz zur Weiterbeschäftigung aufrecht- zuerholten, ausgebaut. Bei über V* Minder verdienst infolge Betriebseinschränkung wird eine Kurzarbetter- unierltützung gewährt, die 40 Proz. de§ Unterschiedes zwischen tatsächlichem Einkommen und ’/» deS vollen Verdienstes beträgt. Für Angehörige werden je 10 Proz. Zuschlag bis zur ’A Grenze bereitgenellt.
Das beste Mittel, die Arbeitslosenfürsorge über- fluffig zn machen, ist jedoch die Sanierung der deutschen Volkswirtschaft. Ste herbeizufübren ist Sache aller verantwortlicher Glieder deS deutschen Wirtschaftslebens. Steigerung der Produktivität und damst Senkung der Warenpreise unter gleichzeitiger Erhöhung der Kaufkraft der breiten Maffe, Belebung der Ausfuhr und damit Aktivierung unserer ZahlungS- bilanz, Stabilifierung der Währung, Gesundung unserer Staaisfinanzeu, — das sind in ^urz«r Worten die Aufgaben, deren Verwirklichung selbsttätig auch die Zahl der ArbeitSlo,en herabmindern wird. Zchr »uzustreben ist die vordringlichste Pflicht einer das Staatsganze bedenkenden Wirtschafts- und
Stankf. Bank Srcmkf. fing. Bank Srankf-Bfanbbr.-BanW mittels. Krebito. tOeftb. Srankf.
Kaff. gr. Straßenbahn flbt Gebt. rOädtttrsb Ubier u. Oppenheimer fltoaffenb. Zell ft Bab Sahfcbllrf Bdbur piano Beck & Senket G Bing, metallui. Breuer & Co. Broschurs Cement KarlRabt Chem. Griesheim Daimler Mol. Deutscher Vertag Dürhopp eifm. Kallerslautern äberfelb. Kupfer £lektr. Lief. 6 es. €1. Licht unb Kratt emaa. trankt, a Hl JUrfabrik Sulba
Fragen der
xlasienkampf oder verftändigkng?
Bon einem Volkswirt.
Die mit der Einführung ter Ketoemnart ange- ^7 Stabilisierung unserer Wahrung, d« mVer- damit erfolgte Uebergcmg zur Galdmark- ^§^a und die tm Gefolge de Der emsetzende LÄ^iwkrsie baten mit aller Deutlichkeit tee ganze ESfffiS ^wirtschaft und die Notwendig.
Produktionsleistungen erwiesen. Die ^»tatadmn-schaft hat sich in ihrer Mehrheft ter Veöürsmsses nicht oer- und zu einer verlängerten Artertszert Äs zur ErTougEgssreigenMg bereit er* Uaanteren Stellen ist die Umstellung der Z^tichaft leider nicht ohne starke Reibungen ® rJ «eganoen. Ganz allgemein ist aber nicht S'Änen, daß MJleich mft dieser Umsteümig ter Wirtschaft «me g«osfe Umruhe m die Gesainch»eit ter Arteitnehmer hineingekommen fft, bte baldigst zu heben, im allgemeinen Interesse liegt. ^Herteigeführt worden ist diese weniger durch die «rtestszeiwerlangevung Äs durch mancherlei B e - Iieitumstände bereiten. Heber bte Arten- ^hmersthaft fft m ihren weitesten Schichten das Ge- aetommen, das Unternehmertum, ober wenigstes ihr maßgebender Test, schicke sich an, die bisher ^-Eigenen Bahnen gemeinsamer Erledigung ter totalen Fragen zu vertassen und einseitig die Bringungen des Arbestsverwages jestzusetzen. Wenn diese Absicht von den ersten auch bestritten Vftd, warum, fo fragen die Arbeitnehmer, denn der Versuch des Be-iseiteschiebens ter Arbestervrganifa- Sonen, des einseftigen Diktierens längerer Ar teils- «st, des willkürlichen Verkürzens der Urtmrbsmge, bes versteckten Kampfes gegen die Einrichtungen ter ^Betriebsräte ustv.? Die Arbeiter vermeinen das Bestreben herwusfühiev zu müssen, bte Arveftechhaft, die im deniotrcui scheu Staat etwas geworden war, Dieder iu die alte Machstosigkeft von früher herabzu- drücken. Und sie bet tagen, daß wenige Einsichtige ßch finden, die anders denken.
Gestützt werten die Äuffassungen der Arbeitnehmerschaft, der Lohnarbeiter und Angestellten, einmal durch tatsächliche mehr oder weniger offene Versuche der geschiltenen Art, sodann aber durch mündliche und schriftliche Aeußerungen ber Gegenseite, die auf die Absicht sclMßsn lassen können, gegen Ueber- spannungen nunmehr zum Gegenstoß ausholen und imit einem guten Test unserer bisherigen Sozial- poüftk überhaupt auszurcrumen. Wir haben daher pingst den Wunsch ausgesprochen, die in ter Vereinigung ber deutschen Arteftgsberoerbände vertretenen matzgetenten Instanzen der soziale« Belange des deutschen Unternehmertums möchten sich offiziell einmal über die wirklichen Absichten desselben äußern. 2Xe jüngste Nummer des „Arbeft- gsber" (1. Fsbr.), der Zeitschrist der Vereinigung, veröffentlicht mm unter der Ueberschrist: „Was die Arbeitgeber wollen", eine ausführliche Darstellung, die die wahren Richtlinien ityrer Politik in Beziehung zur Arbeitnehmerschaft sollen erkennen lassen
De Bereinigung verwahrt sich hier gegen tee Unterstellung, das Unternehmertum wolle die Ar- beiterschbift wiederum unter ihr Diktat stellen. Ausdrücktich nimmt sie „mit Stolz für sich in Anspruch, daß ste ihre Aufgabe niemals in einer verneinenden Scharfmacherpolitik erblickt habe." Der Schutz des Tarifvertrages solle nicht preisgegeben werden. Es gelte nur zu verhüten, „daß Wirffchrft und Seif hingen des einzelnen nicht wieder in bat Bett der Zwangswirtschaft gepreßt wertet". Gemeint sind das „Tarif- und Lohndiktat frei Schlichtungsausschüsse und staar- llchen Behörden". Wozu zu bemerken ist, daß ein« größere auf weriyer staatliche Bindung hmziele:,de Seldstverwrsttung zwar an sich das Ideal ist und zweffellos dem (terfte der industriellen Arbeitsgemeinschaft enffprik'ft, nne mir sie tm Novemberabkommen 1918 mr uns haben. Solange sich dieser Gefft aber auf beiden Seiten nicht zu völliger jbtarhest und Neinhrit durchgerrmgen hat, wird der Staat sich vorläufig wenigstens nicht der Pflicht entziehen können, it Arbeitsstveftigkeiten für den Fall sthlichtend einzv greifen, wo die höheren Inte- äffen der Allgeimemlleit bedroht erscheinen.
Dringend aber fft nachdem beide Parteien wohl genügend zu Worte gekommen, zu wünschen, daß nunmehr tee Beunruhigung des ©eroer« des ob flaut und einer größeren Desinnlichkest
Br. 6e6 4fletft Schullh.-patz flactKner Spinn. fiNer Sc Oppenh- flhlcroerke Kleger fl.-G. f. ftnilin fltexanberm.
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„Noch ein letztes Wort, mein Kind. Du willst frir die Sache überlegen, bevor du eine Enffcheidung triffst; überlege <cho. Doch wenn du deine wahren Interessen aufzufassen vermagst und es für angemessen erachtest, mich für all tee Hingebung irnb Liebe zu belohnen, die ich dir entyegengebracht habe, seitdem du auf der Well bist, so wirst du mich nicht lange anf deine EnffcheÄumg warten kaffen und diese wird eine günstige fein*
Sie zuckte mit kein« Wimper, Äs ste ihren Dctter von Webe und Eingebung sprechen hörte, trotzdem ste solche nur von Seiten ihrer Großmutter erfahren hatte, der sie es dankte, daß der Keim des Guten und Schöne« in ihr aufgegangen. Sie fühlte fdh nid# einmal versucht, ihn daran zu erinnern, daß es gerade ber gänzliche Mangel an Liebe und Zärtlichkeit gewesen, der ihn veranlaßt hatte, auf unrechten Pfaden zu wandeln, und ihn aus ihrem Herzen verbannt hatte, das nichts sehnlicher gewünscht, als ihn zu lieben. Wozu sollte sie sich in Dorwürsen und Vorstellungen ergehen, narf^bem er ihr wieder einmal bewiesen, daß sie in seinen Augen nichts wetter Äs ein willenloses Werkzeug fei, das feine ehrgeizigen Wünsche zu fördern habe? Es erschien ihr würdiger zu schweigen, und bloß mit einem Nicken des Ko^es deutete sie an, daß sie gehört und verstanden habe.
In Paris harrte die Marquise von Fosseuse ungeduldig der Rückkehr ihres Sohnes. Vergebens sagte sie sich, daß die Neffe des jungen Mannes nach Vernon keinerlei praktisches Resultat haben, daß ein Fosseiffe keinen Familienbund mit einem Simonnet eingehen könne, und daß diese Gilberte, felbft wenn sie wirklich jene Vereinigung von Vorzügen war, als die ihr Vater sie darstellte, nun und nimmer als üerrm in Schloß Fosseuse einziehen könne, — sie empfand darum nicht weniger das gebieterffche Bedürfnis zu erfahren, was ihr Sohn in diesem Hause gesehen und wahrgenommrn, in dem wohl Reichtum, aber keine Rechtschassenheft heimisch war.
jFortfitzung folgt.)
fladj.-münch. V 1*5,6 954,0 Srttf. Mlg. Derl. 111,0 125,9
DeetlA« Bank
14,1
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80,0
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Disconto«Komm.
17,75
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29. 2.
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—-
.. r«cmq»anleihe
8,0
1,0
4 Schutzgebiet
• ,9
4,86
5 Spar-pr.-finl.
0,19
0,18
5 pr.Schatzanl.2r
—
—
4 Pr. Conf.
0,46
0,46
ZV, do.------
0,375
0,38
Z do.--------
0,62
0,62
4 Bayer. Anleihe
1,0
1,0
ZV, do. do.
0,96
6,965