Ml-aer Leitung
ZeMches Wgesühl und katholisches Gewiße«
Berliner Kursbericht
Deutsche Staaksoapiere.
25. 2.
Induflrie-Aktten.
3
do.
Ausländische Werte.
^-!n|W8--
Wsrtbest Anleihen.
Verficherungs-Aktien
Srkf. flUg. Derf. Sronk. R. u. M.
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Magdeb. $euero. 158,0
Eifeabahn-AMea.
Kaufhans J. Hammer.
Schiffahrt-Werte.
Baak-Aktien
Zu
kunft den größten Fährlichkeiten ausgesetzt, sobald den Kampf gegen die Unmöglichkeiten auszunehmen ten, die sich in Ihren Kreisen ganz zweifellos gegen
so? Es ist nicht edel von Sie an die uns trennenden an Ihre Herkunft, Ihre ge
ben üblen Ruf meines Sa«
0,118 0,48 0,31
8,3
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wieder erhoben und ein sprach sie vorwurfsvoll:
Weshalb sprechen Sie Ihnen, mich zu zwingen, Hindernisse zu erinnern:
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Sie hät- eine
0,425 0,325 0,6 0,95 0,95
Schuß in den Leib schwer verletzt. Darauf tötete er sich selbst durch einen Kopfschuß. — Auf einer Grube in Streif au explodierte ein Schweißapparat. Durch den heftigen Druck wurde größerer Sachschaden angerichtet. Mehrere Arbeiter wurden zu Boden geschleudert. — In der Nähe von Steuditz (bei Halle) entgleisten einige Wagen eines Leerzuges. Die Strecke wurde mehrere Stunden gesperrt.
Kosmos vps. fiep tun Bpffch. t.apag fianfa £ oyd Verein. Elbe
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Barm. Crebitbank Bagr. 5. u. wbk. Barmer Bank-V. Berllnerfjanbelsb.
Commer.bank Banz. Privatbank Barmftäbter Bank
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Brutsche Bank
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Druck der Fuldaer Aetteudruckerri tu Fulda,
2. Blatt.
26,5
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♦ Bager. Anleihe 3Ve bo. bo.
verbreitet. Es ist bedauerlich, daß der Verleumder strafrechtlich unb gesellschaftlich nicht wenigstens dem Dieb I gleichgesetzt wird.
Nun will ich das persönliche Gebiet gern verlassen, I um mich einer weiteren tieftraurigen Erscheinung der I jüngsten Zeit zuzuwenden. Es ist die Schmähung j des Papstes und im Zusammenhang damit der Plan, I eine deutsche N ati onalk irche ins Leben zu | rufen. Mannigfacher Art sind die Angriffe gegen Se. I Heiligkeit: Er habe Interesse am Krieg gehabt, er habe I keinen Einspruch erhoben gegen den Versailler Friedensvertrag, keinen Einspruch gegen die Ruhrbesetzung. Und I doch hat der Heil. Vater für den der diplomatischen I Sprache Kundigen laut und deutlich in beiden Fallen I feine Stimme erhoben. Er hot die Fortsetzung der Hun- --e-blockod", die einseitige Zurückhaltung der Gefangenen in 10 bedeutsamen Kundgebungen, die Auslieferung des Kaisers durch seinen Einfluß zu verhindern gewußt. Und über den Friedensvertrag selbst sprach sich der Papst im I Oktober 1919 dahin aus, daß dem Friedensvertrag die im Evangelium geforderte Liebe fehle, und in der Weih- I nachtsanspracke 1919 sagte er, ein Vertrag dürfe nicht bis zur Vernichtung eines Volkes führen. Und die Ruhr- I besetzung ward in dem Brief an Gasparn vom Ium 1923 so klar verurteilt, wie der Papst als eine über den Völkern flehende neutrale Macht das nur vermochte. Uebrioens eine geschichtliche Frage: Wo blieb der Pro - test der europäischen Mächte bei der rechtswidrigen Besetzung des Kirchen st aates im Jahre 1870?
Die Gründung einer Nationalkirche wäre für das bett'r-fie Volk ein V e r h c n g n i s: gerade jetzt hat man in Frankreich mit dem Abbau der Kulturkampfgeletz- gebung begonnen. Man möge daraus und überhaupt aus | der Geschichte mehr lernen.
(Ein weiterer dunkler Punkt der deutschen Kulturgeschichte ist die Angst vor den Jesuiten; sie nimmt allmählich pathologischen Charakter an und wird dereinst einmal als Gegenstück zum Hexenwahn des Mittelalters in den Annalen verzeichnet werden. Es wird gewiß auch noch die Behauptung aufgestellt werden, die Flucht des Kaisers nach Holland fei ein Werk der Jesuiten gewesen. — Ein häufiges Schlagwort der Gegenwart lautet: „Politik gehört nicht auf die Kauze 1." Die Seelsorge hat die Pflicht, die Gefahren der Gegenwart für das katholische Gewissen auszudecken und demgegenüber die Kraftquellen der Kirche zu erschließen. Wir Katholiken lassen uns an wahrer Liebe zu Volk und Vaterland nicht übertreffen; unsere Normen entnehmen wir dabei unserem heiligen Glauben. Uns ist Deutsch-Sein mehr als Deutsch-Geboren- sein wie uns Katholisch-Sem auch mehr fein mutz als Katholisch-Getaust-Sein. Vaterlandsliebe ist uns ruhig tätige Liebe, nicht stürmische Leidenschost. ist abgeklärter Wein, nicht gärender Most. Treue Mitarbeit im Dienste der Staats- und Volksgemeinschaft, das ist wahre Vaterlandsliebe. Im Weltkrieg haben wir es erlebt, wie die Vaterlandsliebe oft stärker war als der Tod. Unb an all den Opfern des letzten Jahrzehnts an Gut und Blut hat gerade der katholische Volks- teil reichlichen Anteil gehabt.
Unb nun bas Problem „Völkisch und Zwischen- völkisch". Von den Stätten deutscher Wissenschaft führen viele Brücken zmn Ausland hin. Wie ober die Güter der Wissenschaft, so sind auch die der Religion ihrem Charakter nach international. Eine Kirche, die nicht mehr den Anspruch erhebt, Weltkirche zu fein, hat auch aufgehört, Kirche zu sein. — Auf polittschem Gebiet darf uns nicht ein „Dberint, dum metuant" zum Leitstern dienen. Das letzte Ziel der zwischenvölkischen Beziehungen soll unter Wahrung der völkischen Ehre nicht sein der Krieg, sondern der F r i e b e. Bindungen von Volk zu Volk "schasst auch die Caritas. Hier ist nun durch die Vorgänge in München feit November die Gebefreudig- kest des Auslandes stark herabgesetzt worden. Wer in dieser Stunde wende ich mich an die Völker der Erde mit dem Appell: Laßt bas ganze Volk nicht entgelten, was einzelne, dazu teilweise in gutem Glauben, gefehlt haben! Die Zeichen der Zett stehen auf Sturm. Aber die Werte und Kräfte des Katholizismus dürfen in der Gemeinschaftsarbeit nickt, ausgeschaltet werden; wir müssen sie in den Dienst, wie an unserer Kirche, so an unserem Volk stellen. In Holland wie in Amerika ist die katholische Intelligenz uns in der Erfüllung dieser Pfsicht Vorbild, auch für uns schlägt laut die Stunde. Und im Gegensatz zu dem Verhalten »eiter Kreise in jüngster Zett möge über unserem Tun als Leitstern „Wahrheit" stehen. Wenn mir, das „Veri- tati“ an unseren Universitäten auslöschen mutzten, dann müßten mir hinschreiben „Firns ©ermaniae". 2uod Deus aoertat!
M 50»
Donnerstag, 28. Februar 1924.
Wäre ich schwach genug, um den Empfindungen nachzugeben, die Sie blenden, so daß Sie nicht sehen, was Ihre Sage Ihnen zur Pflicht macht, so wäre ich in
4°/-> Solo-Rente 4 türk, flbmln. ♦ ..Bag». S.II
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Aus München liegt jetzt ein eingehender Bericht «,r über die hier schon kurz erwähnte Versamm-
der M ü n ch e n e r k a t h. A k a d e m i k e r, m der Kardinal Faulhaber, Erzbischof von München, über „Deutsches Ehrgefühl und katholi- toes Gewissen" gesprochen hat. Bei dem großen Interesse, das die Ausführungen des Kirchenfursten -maesichts gewisser politischer Auseinandersetzungen ^dienen, lassen wir den Bericht folgen:
Tausende von katholischen Ast- und Jung-Akademikern «Wien sich im Festsaal des Löwenbräu eingefunden, wo
Einladung des sämtliche katholischen Korporationen Vereinigungen der Münchener Hochschulen umsassen- ten Kath. Äkad. Ausschusses Se. Eminenz Serbin ab £nbtf*of von Faulhaber in einer zündenden An- brache über „Deutsches Ehrgefühl und katholisches Gewissen" den Standpunkt des katholischen deutschen Akademikers zu den jüngsten Münchener Ereignissen und Bestrebungen darlegte. Vorweg genommen sei die freudige ßunugtuung darüber, daß Se. Eminenz die Haltung der kath. Gesamt-Studentenschaft gegen» «feer jenen für das katholische rote für bas wahrhaft deutsche Herz so traurigen Novembertagen 1923, tote gegenüber deren antikatholischen Begleit- und Folgeerscheinungen als geradezu vorbildlich bezeichnete. 2m einzelnen führte der Kirchenfürst in 23 Tktesen etwa E'
Wir stehen inmitten einer Revolutionsepoche, die vor kurzem mit dem Kamps gegen die 2111äre in eine neue Entwicklungsphase eintrat. Was 1918 nicht erreicht wurde, sollte 1923 mm versucht werden. Vor zwei Monaten wurde vor Studierenden ausgesprochen: Das Leben und vor allem das Leben eines Volkes ist Macht und nichts als Macht. Datz ein Volk aber auch geistige, sittliche und religiöse Mächte braucht, das scheint man nicht mehr zu glauben. Wie erschreckend mar doch die Gedanken- und Urteilslosigkeit des Volkes, die in jenen Novembertagen zu Tage getreten ist. Wir katholischen Akademiker wollen denken, sachlich und rechtlich, je mehr die Menge der Revolutton nachläuft, heute gegen die Throne, morgen gegen die Altäre. Wir muffen uns die Freiheit des Urteils wahren, wir muffen wenigstens dem „Volk der Denker" Ehre machen.
Ueber unsere Erde geht eine schiistische Strömung, entsprungen dem Zusammenbruch des Marxismus. In drei Ländern bot sie sich uns bisher bar, in Italien, Amerika und Deutschland. In Italien, wo Mussolini bis zur Stunde die Kulturkampfgeister zu bannen wußte, war sie am reinsten unb darum am erfolgreichsten. In Amerika erscheint sie geteilt in eine kirchlich-neutrale und eine kirchenfeindliche. Und bei uns? Der nationale Strom, rein im Quell und ersten Lauf, bann aber durch Nebenflüsse getrübt, mündete zuletzt ein in Kirchenhaß. War bas dem nationalen Gedanken förderlich? Kulturkampf ist der rühmloseste Kampf; stehen sich doch imgleiche Gegner gegenüber: hier Bewaffnete, dort Unbewaffnete; hier körperliche, dort geiftige Macht. Kulturkampf ist auch der erfolgloseste Kampf; selbst Bismarck holte sich hier seine Niederlage. Kulturkampf ist schließlich der verhängnisvollste Kampf; er überträgt den Kampf auf das religiöse Gebiet und schlägt so dem deutschen Volkskörper neue Wunden und macht alte vernarbte wieder auf- klassen. So wird bas deutsche Volksleben zum Leidtragenden dieses Kampfes, das deutsche Volksleben, dem um feiner selbst willen der Friede der Konfessionen heute so sehr nottut. Dieser Friede unter den Bekenntnissen darf allerdings kein Friedhoffriede sein; es muß ein aktiver Friede sein.
Wie urteilen nun deutsches Ehrgefühl und katholisches Gewissen über die Münchener Novembervorgänge, die ihre Kreise ziehen durch die ganzen deutschen Gaue? Die Haltung des Münchener Hochschulrings und des Afta zeigt uns katholischen Akademikern deutlich genug, was uns die Stunde gebeut. Alle Ausreden unb Ausflüchte können es nicht verwehren, daß wir Katho- Ftfcn uns das Urteil Vorbehalten darüber, wo das Katholifchsein anfängt und aufhört. Es ward gegen uns em Kampf geführt, ein Kampf mit viel Pathos, aber wenig Ethos! Und dieser Kampf galt nicht zuletzt den kirchlichen Würdenträgern. Der deutsche Geist' ist "kritisch gegen die Religion, ihre Lehren und Forderungen; wo aber bleibt die Kritik gegenüber den zahlreichen anonymen Flugblättern und Zettungsartikeln, in denen die P h r a f e triumphierte? Einzelnes gestatten Sie mir hier ein für allemal vom Herzen zu reden. Kardinal Faulhaber, so wurde behauptet, hat für Kahr mit Poincare über ein separatistisches Bayern verhandelt, Kardinal Faulhaber hat die völkische Bewegung durch Gewinmmg Kahrs unterdrückt. Diese und viele andere gehässige Verleumdungen wurden in der Oeffentlichkeit
Eine Märtyrerin der pflicht.
29] -----—
„Sie irren, das ist nicht der Fall!" erklärte Gilberte hastig. „Die Erklärung, die ich vorhin abgab, hat mit dec mehr ober weniger flüchtigen Ansicht, die ich mir über Sie gebildet, nichts zu schaffen. Ich kann Ihnen sogar ohne jede Scheu eingestehen, daß diese Meinung auf den ersten Blick eine Ihnen nur günstige war. Doch kann und darf icfj die Gattin eines Mannes werden, der der Not gehorcht, nicht dem eigenen Triebe, indem er um mich wirbt? Daß ich mit Ihnen sprach, wie ich es eben getan, hat seinen Grund darin, dich ich Sie beruhigen unb Ihnen beweisen wollte, daß ich gemeinschafttich mit Ihnen Mittel und Wege suchen wollte, um uns dem Willen meines Vaters zu entziehen."
Die Klughett gebot dem Edelmann, diese gefährliche Knterrebung nicht weiter fortzusetzen; doch die Sympathie, die ihn zu dem jungen Mädchen zog, seitdem er den Fuß in Simonnets Haus gesetzt, nahm nicht nur nicht ab, sondern stieg immer höher. Förmlich bewegt trorch den Gedanken, daß sie gleich ihm ein Opfer, nicht aber die Mitschuldige Simonnets sei. ließ er sein Herz sprechen und sagte:
„Sie hätten also eingewilligt, meine Frau zu werden?"
Sie blickte ihn aus den schönen Augen voll unb auf« süfjtig an unb erwiderte:
„3a, Herr Marquis, ich hätte eingewilligt, denn ich glaube mich nicht zu täuschen, wenn ich Sie für einen ehrlichen, pflichtbewußten, treuen Menschen halte. Doch was sollen die müßigen Betrachtungen? Was vielleicht mein unb Ihr Glück begründet hatte, kann nicht fein."
„Kann nicht sein!" wiederholte Franz wie ein Echo. „Wie schade!" fügte er traurig hinzu. „Denn nun glaube ich ganz sicher, die Frau meiner Träume in Ihnen gefunden zu Haben . .
Gilberte erhob sich und sagte:
„Nur keine Anwandlung von Schwäche, Herr Mar- gws! Je schwerer unb grausamer ein^Wicht ijt, desto
ÄU5 dem Nach-argebiet.
= Salmünster. Nach 26jähriger/Tätigkeit hat der Gemeinderechrrer Adrian in Alsberg wegen vorgeschrittenen Alters sein Amt niedergelogt. Er ist Veteran aus dem Kriege 1870-71, den er im Jn- santerieregiment 81 mitgemacht hat.
— Gelnhausen. Der Landrat des Kreises macht die Bevölkerung darauf aufmerksam, daß bei der allgemeinen Geldknappheit eine wirksame Unter-
Heirat ergeben würden, die man dort für eine uneben» bärtige Verbindung ansehen müßte! Und würde ich Sie lieben, welch ein Jammer wäre es für mich, die Ursache Ihres Unglücks zu sein. Müßte es mir nicht gleicherweise zur Qual unb Demütigung gereichen, wenn jemand die Beschuldigung gegen Sie erhöbe, daß &t ber Ehre das Geld unb den Genuß eines Reichtums von verdächtiger Herkunft vorgezogen haben?"
Obschon sich Franz der Wärme unb Logik dieser Sprache nicht verschließen konnte, sträubte er sich noch immer gegen die Tatsachen.
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Schreibmaschinen.
Deutsches Erzeugnis, Präzisionsarbeit, Wagen und Typenkorb leicht zerlegbar. Torpedoschreibmaschinen mit leicht abnehmbaren Schlitten.
Im Gebrauch seit Jahren bewährt l Beide Maschinentypen vorrätig und zur Ansicht bei Julius Karpf, Fulda.
I Künstliche Blumen
und Palmen.
K Grösste, feinste Auswahl.
Gilberte ließ ihn nicht vollenden. Sie hatte sich paar Schrttte zurücktretend,
rz Quieta =:
f&fffäe Misdntnaen irrt Bohnenkaffee.
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4,2
0,115 0,525 0,35
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3,15
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0,439 0,375 0,59
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sellschaftliche Stellung, an
tcrs und den Zwang, den er auf Sie ausgeübt hat.
S»/» flnf). Rogg.
5°* Bad. Kohl.
5«/o elektro K.
3o/o Dreut. Kali
5°/o oo. Rogg.
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6 Westfäl. Kohle
„Dieser Reichtum ist wenigstens teilweise von untadel- Hafter Herkunft, ich meine jenen Teil, der Ihnen gehört, nur Ihnen allein, weil er Ihnen durch Erbschaft \ zufie^. Wir werden uns damit begnügen und alles andere zurückweifen."
„Dafür wird Ihnen kein Mensch Dank wissen; niemand wird an dieses Opfer glauben wollen und tote wären darum nicht < weniger der Schwiegersohn eines allgemein verachteten Mannes."
Franz Wichte nichts mehr zu erwidern. Eine Pause trat ein. Die beiden jungen Menschen blickten einander an und suchten die Bitterkeit im Ausdruck ihrer Augen nicht einmal zu mildern oder zu verbergen. Endlich stand Franz auf und sagte:
„Sie haben Recht, mein Fräulein. Das Ganze war ein schöner Traum, auf den wir verzichten müssen, aber nicht etwa, als liehe ich alle Ihre Argumente gelten und namentlich jenes, daß Sie eines Tages Vorwürfe meinerseits erfahren könnten. Es liegen indessen andere vor, denen ich mich fügen muß. Ich gehöre einer Familie an, deren Ehrenhaftigkeit jederzeit über allen Zwei- fei erhaben war; ich muß mich den Beispielen und Tra- bitionen anbequemen, die sie mir hinterlassen hat. Doch wenn ich dies auch anerkenne, mutz ich Ihnen meine Bewunderung für die Energie ausdrücken, mit der Sie selbst um den Preis eines Opfers — wie ich anzunehmen wage — mir meine Pflicht gezeigt haben. Ich fühle mich unglücklich, viel unglückicher, als Sie meinen, und werde es stets bleiben, weil ich Sie niemals vergessen
I werde."
„Die Worte stets und niemals soll man nicht leicht- I sinnig aussprechen," meinte Gilberte schlicht. „Sie roer» I den unser Haus verlassen unb gar bald wird mein Bild I aus Ihrer Erinnerung geschwunden sein."
Franz wehrte mit einer Geberde ab nnb Gilberte lieg den Gegenstand fallen. „Er widerspricht bloß aus Hös- lichkett," sagte sie sich; laut aber fragte sie: „Was wer- den wir jetzt tun?"
„Was Sie für gut finden, mein gnädiges Fräulein! | Nur vergessen Sie nicht, daß wir die Angelegenhest nicht Js Uirbt erledigen können, wie Sie zu glauben scheinen.
Clektr. Sachvatzn I 45,8 I
Otfierr. Staatsb. 38,0
Sdjonhingbahn I 1,8 |
stützttng der Baulusttgen, deren ZM sich täglich mehrt, nur eintreten kann, wenn das erworbene^ Geld, soweit möglich, nicht für Warenkauf verwandet, sondern den Geldinstituten des Kreises zur Derwaltnng und Nutzbarmachung über geben mich.
— Aus Thüringen. In W e i s e n f e l s hat ein Lehramtskandidat, der durch den Tod seiner Mutter schwermütig geworden war, in einer heftigen Auseinandersetzung mit seinem Vater diesen durch einen mutiger und freudiger muß sie vollbracht werden. Ras- fen Sie alte Ihre Kraft zusammen und berauben Sie mich nicht der meinigen."
Er erfaßte ihre Hände, zwang sie mit sanfter Gewalt, sich wieder zu setzen und sprach mit leiser Stimme:
„Wir dürfen unsere Entscheidung nicht überstürzen. Wenn man dem Glück begegnet, wenn man es säst festzuhotten glaubt, soll man es entfliehen lassen, ohne den Versuch zu machen, sich feiner zu versichern? Ist die Mögsichkett dieser Verbindung wirklich ausgeschlossen? Und wenn Sie an meiner Uneigennützigkeit nicht zweifeln, wenn Sie die Ueberzeuzung hegen, daß mich nicht Ihr Reichtum lockt unb daß niedrige Berechnung nichts gemein hat mit den Empfindungen, die sich meiner bemächtigen, als ich Sie sah und sprechen hörte . . ."
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Es wäre die natürliche Folge unseres beiderfeittgen Entschlusses, Ihrein Vater übereinstimmend zu erklären, daß mir gegenseitig kein Gefallen an uns gefunden haben. Wird er bamit aber sein Spiel für verloren geben? Wird er unseren Entschluß, ihm den Gehorsam zu verweigern, für einen endgiltigen ansehen und nicht Sie oder mich verdächtigen, seinen Plan absichllich zum Scheitern gebradyt zu haben? Und wenn sich fein Set' dacht gegen mich richtet, wenn er das Mißlingen setnes Vorhabens mir zuschreibt, habe ich von feinem Groll und seiner Rache alles zu befürchten. „
„Was haben Sie von ihm zu befürchten?' fragte Gilberte. „Großmama hat mir ja den Zusammenhang der Dinge erklärt. Mein Vater, der eine Schuld des Ihrigen käuflich an sich gebracht hat, kann keinerlei Ansprüche gegen Sie geltend machen, da Sie das Erbe Ihres Vaters nicht übernommen haben; Sie {mb iW nichts schuldig und seine Drohungen sind leerer Schall. >
„Er kann mich in einen Prozeß verwickeln.
„Den er aber verlieren muß, da Sie nicht fein Schulv, ner sind."
„Verlieren muß er ihn allerdings unb er weiß Das. Aber peinliches Aussehen wird er erregen unb bas Andenken meines Vaters besudeln. Behauptet er doch, tm Besitze von Briesen zu fein, deren De^ofterttlic^ing fu den Namen, den ich trage, unauslöschliche S*imaä) deuten würde! Er lügt, ich 3®^ keinen Moment daran; doch feien Sie überzeugt, daß er, beoor er fett« Operationen begann, alle Maßregeln ergriffe ha, sie nach feinen Wünschen zu drehen unb zu beenden. Das muß vor Augen gehalten werden. .
hatte er vor Augen," erklärte Gilberte, ,unb glaube^ auch, daß wir seine bösen Absichten vereitel!, können." ..
„Huf welche Weise?
„Ich gebe mir ihm gegenüber den Anschein, «ls könnte ich nie unb nimmer Ihre Gattin werden, und Sie stellen sich, als wären sie tief betrübt darüber."
„Sie raten mir, eine Komödie aufzuführen, unb sind | selbst zu einer solchen bereit?"
(Fortsetzung folgt’
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