51. Zahrg
Mittwoch, 27. gebruar 1924
Nr. 49
Sozialdemokratie und Mrertum
ihr um so wen
-1
Stand der Währung zu
Wir können
gunstea des Unternehmens in die wagschale warf. Dr. Brückner veranlaßte die Mobilmachung der uationalsozialiftischen Regimenter, Wagner die Besetzung der 2nfanterieschule zugunsten des Unter
ste Interalliierte RhesttlaiMom'mfifion hat die ÜBerorbeumg vom 21. Dezember 1923 über die Ar- beftszeit und die Richtlinien des Reichsminisrers des Innern vom 22. Dezember 1923 über die Regelung der Dienstzeit ?»er Rsichsbeamten im besetzten Gebiet zuyelassjen.
rf«K 1347 da
teilnahm. . ________
* Ser Direktor des Internationalen Arbeitsamts, Albert Thomas, weilte auf der Durchreise von Warschau nach Paris in Berlin und hatte eine Reihe von Besprechungen, um sich em Bild über die wirtschaftlichen Schwierigkeiten m Deutschland, insbesondere der Arbeiterschaft, zu machen.
Del Gerat L udendorsf fei die Annahme begründet, daß er über das für den 8. November geplante Unternehmen schon vorher genau unterrichtet geweien sei: Bon der gewaltsamen Art des eingeleiketen Unternehmens habe er sicher spätestens am Abend des 8. November Kenntnis erhalten, als er im Kraftwagen abgeholt und zum Vürgerhauskellcr gebracht wurde. Er fei auch fo- Bsich ans die Seite des Unternehmens getreten und habe sich als Führer der neu zu bildenden nalio- naken Armee beteiligt, indem er Vorschriften über den Grenzschutz und Eingliederung der Verbände in die Reichswehr erlich, den Befehl zur Besetzung des Wehrkreiskommandos gab und sich fchlichlich an die Spitze des Zuges in das Stadlinnere stellte, um durch Gewicht seines Namens und seiner Persönlichkeit der Bewegung besonderen Nachdruck zu geben und Einfiutz auf die Reichswehr und Landespolizci zugunsten des Unternehmens zu gewinnen suchte.
- WerfcsaufiaHm im Wuppertal, ® Iber fei b wurde die Arbeit B<U zahlreichen Firmen der Metall- und Textilbranche wieder aufgenommen. Damit hot her wchSwöchigez «streik sein Ende erreicht.
Schule und volLsbidung.
- Lin uuherordeutiichec Erfolg im Kampfe gegen dir Schundliteratur wurde der gemeinsamen Arbeir der Vereinigten Deutschen Jugerchschriftenprüfungsausschüsse und des Nordwestdeutschen Dürerhauses zuteil. Das von diesen herausgegebene Verzeichnis empfehlenswerter Ju- gendjchriften 1923, das kurz vor Weihnachten erschien und auf Grund einer umfassenden Prüfungsarbeit eine systematisch nach Sachgebieten, Aitersstusen und alphabetisch geordnete bis in die Gegenwart sortgeführte Uebersicht über den Storch der Jugendschristenliteratur bringt, sand eine derart groß« Nachfrage aus dem Jn- und Auslände, daß jetzt schon eine dritte Auslage (wiederum 1OOÖO) notwendig mürbe (Auslieferung durch die Vuchberatungsstelle des Nordwestdeutschen Dürerhauses in Bremen: Preis einzeln 20 Pfg-, bei Mengenbezügen billiger). Dec Reichsminister des Innern ebnete der Ar» best durch eine besondere Verfügung an die unterstellten Behörden und die großen Verbände der Wohlfahrts- und Bridnngsarbeit den Weg. Zahlreich eingegangene Briefe und die gleichmäßig freudigeAufnahme i» allen überhaupt kulturell interessierten Kreisen haben gezeigt — was einen wichtigen Fingerzeig für die Zukunft gibt —, daß ein Zusammengehen zwischen Schule, Wohlfahrtsverbänden, Ladenbuchhandel und Verlag in positiver Beziehung für das gute Buch mehr zu leisten vermag als alle bloße Verneinung der Schundliteratur, die leider früher manchmal die Notwendigkeit übersah, für das zu bekämpfende minderwertige Buch gleichzeitig guten Ersatz zu bieten.
Der Amnahme-ZAftmd.
Der „Lokalanzeiger" meldet, daß sich das Reichskabinett am Montag nachmittag mit der Frage der Aufhebung des Ausnahmezustandes beschäftigt habe, aber noch zu keinem endgültigen Beschluß darüber gelangt fei, ob am 1. Marz der Ausnahmezustand im ganzen Reich und ohne Einschränkungen aufgehoben werden könne. Das Blatt glaubt, daß wegen mancherlei Schwierigkeiten, die das Problem biete, noch eine Reihe weiterer Beratungen sowohl innerhalb der Reichsregierung als auch zwischen dem Reich und den Ländern stattfinden werde.
Der sächsische Ministerpräsident und der sächsische Minister des Innern, die in Berlin waren,
Um feinen Preß eine «ne Motion.
Von unserem wirtschaftspoÄ titschen Mitarbeiter.
Im Reichstag fand, wie hie t schon kurz gemeldet worden -st, am Sonntag eine Kundgebung kur den gefährdeten deutschem 9^,st-gen Mittelstand statt, bei der «.ich der Reichskanzler Marr sprach. Die schwere gei Mge Rot unfern Ration "fand in seinen Aussichmmgen vollste Würdigung, und mit Recht betonte iler Reichskanzler, daß
In München begann der Prozeß gegen Hiller, Ludendorff und die anderen Teilnehmer an dem Putsch vom 9. November 1923, der ein so jämmerliches Ende nahm. Neber den Beginn der Verhandlungen, denen man das größte Interesse in der Oeffentlichkeit entgegenbrmgt, liegen uns folgende Drahtmeldungen vor:
wtb München, 26. Aebr. (lei.). Die Verhandlungen im HMer-Ludendorff-Prozeß wurden heule vormittag %g Uhr im Gebäude der Kriegsschule durch den Vorsitzenden, LaadKrsthlsdirekior Neidhard eröffnet Zum Schutz des Gebäudes sind umfangreiche polizeiliche Sicherungen getroffen worden. Nach Aufrch der einzelnen Angeklageln verliest der Vorstand der Slavtsamvalkchoft Skeng- lem, die Anklagefchrifi. Sie umfaßt 40 Setten.
Als Angeklagte find angeführt:
1. Adolf Hitler, Schriftsteller, 2. General a. S. Ludendorff, 3. Rat am Obersten Londesgericht Pöhner, 4. Oberemfmann bei der Polizeidirekilon F r i ck, 5. vr. w e b e r, 8. hamplmann R ö h m, 7. Oberleutnant der Reserve und Studierender der Staats- Wissenschaften Brückner, 8. Leutnant Wagner,
I 9. Oberstleutnant Sriebl, 10. Oberleutnant a. D. P e r- nef, mit Ausnahme Ludendorffs ht Anterfuchvngshast.
Die Anklageschrift stell« fest, daß die Genannten, gestützt auf bewaffnete Machtmittel, in bemühtem Zufcmnnemvirken es unternommen haben, die baye- rische Regierung und die Reichsregierung gewÄtfam zu beteiligen, die Verfsfinng des Deutschen Reiches und Bayerns gewaltsam zu ändern und eine verfassungswidrige Regieruugsgewalt in Bayern und dem Reich aufzinichleu und daß daher die genannten Angeklagten des Hochverrats zu beschuldigen seien.
In den letzten Abschnitten befaßt sich die An- | Anklageschrift mit der bseonderen Schuldfrage der | einzelnen Angeklagten.
| Adolf Hitler wird als die Seele des gan- | zen Unternehmens bezeichnet, denn er habe den I Plan zu dem Unternehmen entworfen und fich bei | der Ausführung an die Spitze gestellt, den Sturz der I Regierung des Reiches und Bayerns erklärt, die I neuen Aentter vereiltt und für sich selbst die oberste I Leitung der Reichspolitik allein in Anspruch genom- I men. (Er fei bereit gewesen, das Unternehmen zu | festigen und zu erwettern und es auch dann noch I fortzufiihren, als ihm die völlige Aussichlslosi^eil I vollkommen klar sein mußte.
hatten eine Besprechung im Reichswehrministerium über die Frage der Aufhebung des Ausnahmezustandes in Sachsen, an der außer dem Reichswehrminister auch der Reichsminister des Innern
»bemerken, daß die CnLöhung der für die Beamtenter vorgesehenen Etats-Positionen von Anfang an seitens der Reichsvegierunq für den auf Gold- bafis zu bearbeitenden Etat für das Jahr 1924 borge, merkt war. Die Reichsregierung konnte aber ihre Absicht nicht öffentlich bekannt geben, bevor nicht volle Klarheit darüber geschaffen wurde, ob diese EtatS- Pvsition sich halten ließe. Auch die Sachverständigen sind mit dieser Frage befaßt worden und sie haben unter der Voraussetzung, daß die den Ausgaben entsprechenden Einnahmen erzielt werden, der Erhöhung der Etats-Position zugestimmt.
Verantwortlich für die SLriftleitung: Dr. Johannes Kramer. Ameisen: I. D arretier, Fulda. NotationtzdrnS und «erlas der .: Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernsprecher Rr. 9. ::
Bez«ssvrei7L Monat Februar 2.00 Goldmart frei Sans.
den zuständigen amtlichen Stellen angeregt.
Die Kritiii. am Parlament.
Bei den jetzt schon: in größerem Maße, namentlich in den Großstc idten, einsetzenden Parteiversammlungen begegne -t man häufig einer scharfen Kritik am Parlamerrk schlechthin. Der gegen- w ä r t i g e Reichstay/ kommt dabei sehr schlecht weg. Allerdings hat er jci auch in vielen Fällen sicherlich enttäusch und eine -scharfe Kritik verdient. Aber man muß sich doch immer vor Augen halten, daß es noch keinen fsteichstag gegeben hat, der vor so schwierige und verantwortungsvolle Aufgaben gestellt war.
Früher konnte m an sich für die Beratungen einer kleinen Gewerbe-Nr welle Monate — ja jahrelange Beratungen gestatte« R, u. die Führung lag letzten Endes trotzdem nicht beim Reichstag. Heute musten Gesetze von ungeheuerer Tragweite in kürzester Frist zustande gebnlcht werden. Allerdings ist das nur möglich mit eüeem Parlament mit rotrilta) politischen Persönlichkeiten. Daß der Reichstag nach dieser Richtun g hin vielfach versagt hat, mutz offen zugegeben werden, und es wird den neuen Reichsiagswahlen 'darbehalten fein, hier entscheiden« den Wandel zu schaffen.
9er Prozeß gegen fritier md Lndenimss.
Wegen Hochverrats. — Zehn Angeklagte. — Die Anklageschrift
Daß trotz dieser Erkenntnsie der Unlöslichkeit bei geistigen Beziehungen der Völker Deutschland bei seiner heutigen Wirtschaftslage nicht, imstande fit» aus eigener Kraft die geistige Not zu lindern, ist eine schmerzliche Tatsache. Aber wckich hier stehen wir un- ter dem eisernen Zwang der i3FerhälMisse. Der Reichskanzler hat bei dieser Gelegenheit erneut ausgesprochen, daß alle Maßnahmen der Reichsregierung nur von dem einen Gedanken besfeelt sind: Unser Volk darf, und soll nicht mehr tn eine neue Inflation hineingeraten! Lieber müssen wir die größten Entbehrungen, für eine weitere Ueber- gangszeit auf uns nehmen ictts uns der Gefahr einer, neuen Inflation aussetzen^
Sie M om VaWn Beim I Das Echo der Rede des englischen Innenministers.
englischen Unterhaus fragte Lloyd Ge- I rrae den Premierminister, ob seine Aufmerksam- I ?-it aus die Wichtigkeit der von dem Minfiter des Innern Henderson in Burnley ge haltenen Rede geteuft worden sei, in der dieser zum Ausdruck gemacht habe, daß es die Absicht der Regierung sei, Schrstte zu tun, um den Vertrag von Verla illes in verschiedenen Kardinalbeziehungen abzuändern, ob diese Erklärung die Politik der «teaierunq darstelle, und welche Schritte die Re- aiermm dann zu unternehmen beabsichtige, um ! diese Politik durchzusühren.
Macdonald erwiderte: „Ich habe nur ge- I leben, was M der Presse berichtet wurde. Die Haltung und Absicht der Regierung wurden in der Erklärung zum Ausdruck gebracht, die ich dem Hause abgegeben habe. Es hat kÄmerlei Veränderung Lattgefunden."
Das Arbeitermitglied Maeetan fragte unter dem j Beifall der Arbeiterpartei, ob es nicht Tatsache sei, j daß Lloyd George verschiiedene Male seiner | Absicht Ausdruck gegeben habe- den V e r s a i l l e r I Vertrag zu revidier em. Lloyd George machte eine verneinende Erklärung.
Auf die Anfrage eines Parlamentsmitgliedes, ob Macdonald erklären könne» wann man einen Bericht über den Besuch d<ss Generalkonsuls in der Pfalz erhallten könne, erwiderte der Premierminfiter, die Hauptpunkte des Berichts seien dem Unterhaus seinerzeit durch Mac Kenna mitgeteilt worden. Die Verhandlungen über die gesamte Frage der Pfalz, die . weiterhin im Gange seien, könnten durch eine VerWentlichung in dem gegenwärtigen Zeitpunkte besisnträchtigt werden. Er wurde es vorziehen, a b $ u ro a r t e n, bis eine Re- ! gelung erzielt worden sei. $Senn der Bericht fetzt vorgelegt werden würde, wiwde er wahrschemuch mehr schaden als nutzen. * , *
Die deutsche Regierulmg hat mit der k> ri- tischen Regierung ein Abkommen über die ' Herabsetzung der 26prozentig<sn Reparationsabgabe auf 5 Prozent geschlossen. Das Abkommen ist am 23. Februar gezeichnet und tritt bereits am 26. Februar für olle Waren in Kraft, die nach England eingehen. Die Erhebung erfolgt genau m der bisherigen Weise in England.
Neue Opfer der Franzosen,
Nach einer Meldung aus Essen verurteilte das französische Kriegsg'ericht die beiden Direktoren König und Schnrödt von der Gewerkschaft Lcmgenbrahn zu je 100 000 Goldmark Geldstrafe, weil während des passiven Widerstandes die Gewerkschaft dem Ersuchen der Franzo- fen auf Herausgabe von Gr-abenbildern nicht nach- gekommen war. Es fit dies die höchste von einem französischen Kriegsgericht im, besetzten Gebiet bisher verhängte Strafe. # >
In der Besprechung her Sechserkommission des Bergbauli chen Vereins mit der Mir um wurde bezüglich der Reparativ ns- leistungen m Kohle der bisherige Zustand, bei dem jede Zeche 27 Prozent ihrer Mußförderung abzu- ' Kesern HM, bis zum 31. März verlängert. Der Antrag öer SechserkoMMiffion, die Kohlensteuer für die Ausfuhr aufzuhsben und für den Jnlands- absatz zu ermäßigen, wurde, von der Micum abgs-
I B Ernzewummer W Pfennig.
FuldaerZettung
^Sie Sozialdemokratte hat als Partei in den fünf Jahren nach dem Kriege in Wirtschastsfragen einen Mangel an Führertum entwickelt, den man von ’ tilget hätte erwarten sollen, als sie sich in diesen Fragen doch für besonders zuständig au5» gibt. Das ist ihren Abgeordneten auf den sozialdemokratischen Parteitagen denn auch wiederholt be«
Amtlicher Anzeiger für den kreis und die Stadt Fulda.
S S SS.
:: auswärtt 0.80 Soldmark. kt
Sei Sieberbolunsen Rabatt Bolttcheckkouto Franksurt a. M. 40Asi
Beamte«stagen.
= Die Erhöhung der Seamtenbezüge ist, wie wir bereits mttgeteilt haben, "toni 1. April vorgesehen. Das Ausmaß der Erhöhung steht freilich noch nicht fest. ES sind nun Bedenken Laut geworden, ob durch eine solche Ausgaben-Erhöhung nicht Rückwirkungen auf den
Deutscher Reich.
* Roeficke t- Der Präsident des Reichs- und Stitibtmnöes, Reichstagsohg. Roeficke, ist an den Folgen des Schlaganfalles gestorben, den er auf der Reise nach Breslau zur Reichs- und Landbundtagung erlitten hatte. Dr. Gustav Roe- ftrfe, der am 15. Juli 1856 in Berlin geboren wurde, war Rittergutsbesitzer in Görsdors bei Dahme in her Mark. Er hat namentiid) als Vorsitzende rdesBundes der Landwirte, der zum großen Tell fein Werk war, eine bedeutende Rolle im politischen Leben gespielt. 1898—1903, 1907 bis 1912 und dann von 1914 ab war er Mitglied des Reichstages, 1919 wunde er in die Nationalversammlung gewählt und gehörte auch dem jetzi- mh Reichstag als deutfchnationales Mitglied an. Bis 1912 faß er auch hn preußischen Abgeordnetenhause. In den letzten Jahren wurde fein Name feftener genannt, doch hat er bis zuletzt innerhalb des Reichslandbundes großen Einfluß ausgeübt.
die Bedeutung unseres gelingen Zevens uhtu uwi . die Grenze unseres Landes hin ausreicht und baß an —-------—---------- I der schweren Not unserer Univi.jrsftäten, unserer hohe-
* Die französischen Wahlen. Der.Jntransigeanll I reu Schulen und Forschungsm-stitute die ganze Welt verzeichnet das Gerächt, daß die Kamm er w ah len I Anteil nehmen müßte, denn d-S ganze Menschheit ist endgültig auf den 6. April an gesetzt seien. I mit der Wissenschaft verankert,, und sie leidet, wenn ------------------------— I eins ihrer Glieder Not leidet^ v__
Man wird diese Einstell ung der Reichsregierung unbedingt billigen müssen. .*5 Die persönlichen und materiellen Eingriffe, die bei dieser GesaMtlage not- wendig sind, erscheinen gewiß außerordentlich schwer. Aber wir müssevrl uns durch die nächsten Monate durchzubringen fu eben.
Die Verhältnisse auf dem Geldmarkt sind absolut nicht derart gefestigt, daß inan der Sorge vor einer neuen Inflation bereits enthoben wäre. Es fit gewiß richtig, daß unter 6 m gegenwärtigen Kreditmaßnahmen der Reichsyl jgierung auch die solide Wirtschaft leidet. Aber w kä) diese hat ein Interests daran, daß wir nicht zu einer neuen Währungskatastrophe kommen, die letzten Endes ja völlig Von dem Rot pöhner behauptet die Anklage, I existenzvernichtend wirken imüßte. Die Reichsregie- daß er schon einen lag vorher von den Plänen Hit- I rung wird auch weiterhin chr Augenmerk darauf zu iers wußte und fich für den Fall einer politfichen Er- richten haben, daß die G-oldv erkna p pun g an- , , orttKrto hon Vollen des Volneivräsi- I hält, denn bisher haben roßr immer noch die Erfah-
t JSX ^be rang gemacht, daß jede Lockerung der Kreditschmube
deuten in München M vonden ständig auf der Nauer liegenden S p e k u -
er von den für den Eibend des 8. ttomnber geplan- > (a n ten Genügt wird, um den ganzen Geldinarkt feti Ereignissen Kenntnis Haven müssen. I migjjgj. beumuhigen tii id das Währungs-Niveau
Von Dr. Weber behauptet die Anklage, daß zu Fall zu bringen. Wirt können uns eine freiere er die Durchführung des Ankernehmens erst ermög- I Kreditgewährung erst darin wieder erlauben, wenn licht habe, indem er als Führer des Bundes wir zusetzlicheJ^iia««^^er mg „Oberland" das Gewicht dieses Bundes zu- dar machen können. EW,b GMahrung der Kredst^ " — - - - - 1 von innen heraus, also durch Lergrotzerung öer
Rentenmark-Kredfte und Begebung solcher Kredite an Private darf nur fotineit geschehen, als es die unbedingte Funktion besj wirtschaftlichen Organis- . - - ■- , , ,, , MUS erfordert. r
nehmens, Stiebet, der militärische Führer des I <^cs Grundproblem unserer Wirtschaft liegt Sampfbnndes, ließ Geschütze aussahren usw. und I Jxtrin, die Kreditfrage recht durch neuges'chaf- Oberleutnant Ternet war Verbindungsoffizier zwi- I fene Mittel zu lösen, sondern aus der Pro* schen den einzelnen Persönlichkeiten und den Be- l duktion selber her'aus sich diejenigen Reser- fchlsstellen vor und während des Ankernehmens. I ven zu schaffen, die dann wieder in das Wirtschaft?- r v r ! leben zurückfließen, um d ort wieder werbend zu wer-
Während des Prozesses find scharfe Sicherheits- I &en. Diesem Ziel miissen alle Maßnahmen un- maßnahmen in München getroffen. Neben dem I retes ästenden Gsld-Instt tuts, der Reichsbank, unter« Verbot politischer Versammlungen in der Nähe des geortmet Eden. Wir müssen bereit fein, lieber Verhandlungsortes und dem Verbot von An- I eine Zeitlang auch fchlw >rwiegende Einschränkungen f ammtungen enthält die Anordnung Vestim- l unserer Bewegungsfreih eit, vor allem unserer Le- mungen für die Sperrung des Fuhrwerks-, Rad- I ^wtung, hinzunehm !n, als daß wir uns erneut fahr- und Fußgängerverkehrs m den umliegenden I eine.r fo furchtbaren Kai klstrophe ausfetzen, die eine Straßen. 1 neue Inflations-Epoche! unweigerlich mit sich brin«
aMaMeöB**i**e**eee*aa**eM*******e*e* I gen mürbe. Um fein.en Preis darf es wieder die ihre frühere innere Kraft verloren hat, weil die I iU einer solchen Entwsi Slung kommen.
deutsche Oe-ffentlichkeit desillusioniert ist, die Partei daher I
auf einen Zuwachs aus unbekannten Reservoiren nicht | | f *
>“I 6«rta«l6 ter Rt«n b-nk Berorfaffunj ^»SÄrnüÄ7^aS?aAt I gegeben, bei dem Ren hsfinanzminfiterium an zu-
I «sä sr« schaftlichm, sozialen und nationalen Gemeinschaftslebens nicht lösen.
fiätigt worden. Nun schreibt in den „Sozialistischen Monatsheften" (1923, 18. Dezember) ein führendes Mitglied der sozialdemokratischen Gewerkschaftsbewegung, Max Cohen, im Anschluß an die auf Grund des Ermächtigungsgesetzes erfolgte neue ArbestSzeit- regelnng:
„Weiche Verminderung des Ansehens der Partei wie der Gewerkschaft ist damit verknüpft, daß die Zustimmung zur Mehrarbeit jetzt gegen ihren Willen erzwungen ist! Ganz anders stünde die poistische wie die wirtjchast- liche Vertretung der Arbeiterklasse heute da, wenn sie sich rechtzeitig zur Trägerin der Produktionspoliük gemacht, wenn sie das, was doch geschehen mußte, aus eigenem Aiftrieb getan und damit auch den Dingen eine soziale Gestaltung gegeben hätte, die man jetzt vermissen mutz. Wenn die Partei sich nicht gescheut hatte, damais, als es nottat, sich der Unpopularität auszusetzen und den Massen zu sagen, welche Opfer, Opfer der Arbeitskraft, auch von ihnen erwartet werden, so wäre sie zur Retterin des Volkes geworden. Sie hätte dann Schritt für Schritt bei den positiven Erfolgen, die eine solche Politik gebracht hätte, das seft 1918 sinn- und kraftlos nergeu» bete, säst unendlich scheinende Kapital an Vertrauen, das den sozialistischen Parteien im November 1918 entgegengebracht worden war, wiedergewinnen und so auch die politische Leitung des deufichen Geschickes übernehmen können. Statt dessen sehen mir die Partei, die im November 1918 die ganze Macht im Reich hatte, heute fast aus ollen politischen Machtpositionen verdrängt; und sie, der in früheren Zeiten nichts lieber war als neue allgemeine Wahlen, weil fiejiuf ihre sich steigernde Anziehungskraft mit unbedingter Sicherheit rechnen konnte, mutz jetzt sich vor nichts mehr fürchten als vor einer Auflösung des Reichstags. Heute sitzt die Sozialdemokratie im Reich roieöer auf den von vielen Parteigenoffen ja stets herbei» „ejeNnten Bänken der Qovpsinon. aber einer OppofMv.