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Volksgemeinschaft

m das große Losungswort unserer Notreit. Das Schicksal geht um. Batt trifft es den, bald jenen. Deshalb muß jeder, dem es zur­zeit erträglich geht, mit dafür sorgen, daß auch ben darbenden Volksgenossen geholfen wird. Daß in Suita echte Volksgemeinschaft herrscht, muß erweisen

der Laritas-Sonntag

am 24. Zedruar. ----------

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Line dringende Warnung.

Don jeher haben die Großstädte und in den letz­ten Jahrzehnten besonders Berlin, ernt Trotze Anziehungskraft auf ftellungsuchen-e junge Mad- ckenausgeübt. Es ist vor einigen Jahren ausge­rechnet worden, daß durchschnittlich nicht weniger als 15 000 kath. Mädchen jährlich nach Berlm kom- toen, fast alle alleinstehend, und schr viele von chnen ohne jede Vorbildung. Alle kommen mit großen Hoffnungen und Erwartungen; sie meinen, m der Großstadt rasch ihr Glück machen zu können, oder jedenfalls leichter und müheloser ihr tägliches Brot zu verdienen. Wie viele sind schon bitter enttaujcht worden! Die Akten unserer FürsorgevereLne, un­serer Gefängnisse und Polizeistationen und die Sta­tistiken unserer Krankenhäuser sprechen hierüber «ine leider nur allzu beredte Sprache. Darum muß immer wieder von neuem die Warnung ergehen au unsere jungen Mädchen auf dem Lande und in den kleineren Städten: „Wenn es irgend möglich ist, bleibt in der Heimat! Ähr habt es sicher leichter und schöner dort, als in der Großstadt, wo ihr so vielen Gefahren ausgesetzt seid, wo das Leben ■ so viel kostspieliger ist, und wo nur die wenigsten von euch wirklich ihr Glück finden!" Besonders jetzt, wo täglich Tausende aus ihren Stellungen in den Fabriken, in den Warenhäusern und Banken ent­lassen werden, ist sehr wenig Aussicht vorhanden, daß fremd zureisende junge Mädchen hier auf ehrliche Weise ihr Brot finden."

Wenn aber die jungen Mädchen durchaus nicht auf diese Warnung hören wollen, oder wenn son­stige zwingende Gründe sie veranlassen, allein auf Reisen zu gehen, so möge doch jeder Pfarrer oder Seelsorger auf dem Lande sie vorher aufmerksam machen auf eine Einrichtung, die eigens zUm Schutze der alleinreisenden Mädchen und Frauen be- stcht: Die Bahnhofsmission! In jeder größeren Stadt und ganz besonders in den Haupt­städten Berlin, München, Köln, Hannover, Danzig, Mannheim usw. ist sie vorhanden. Sie besteht da­rin, daß zuverlässige, absolut vertrauenswürdige Damen an den Bahnhöfen auf die alleinreisenden Mädchen, Frauen und Kinder warten und bereit sind, ihnen in der fremden Stadt behilfkch zu sein. Dor allem wollen sie den Fremden zuverlässige Un- terkunftsmöglichkeiten Nachweisen; in Berlin, wo in vielen Fällen der Bahnhof zu wechseln ist, und meist weite Wege die einzelnen Bahnhöfe von einander trennen, weisen sie den richtiger Weg, sind sogar im Rotfalle bereit, selbst zu begleiten. — Kurz, es ist die Aufgabe dieser Damen, die Reisenden davor zu bewahren, daß sie onsgebeutet, irregeführt oder sonst M Schaden kommen. Die Damen der Baha- hofÄnission tragen deutlich sichtbare Abzeichen: Die katholischen Haden eine große weihgelbe Achsel- fthleife oder (in Berlin vielfach) weißgelbe Arm­binde, die evangelischen eine weiße Armbinde mit großem rofa Kreuz. Bon beiden Seiten wird ohne Unterschied der Konfession gearbeitet, d. h. die katho­lische Dame ist ebenso gern bereit, em evangelisches Mädchen zu betreuen und zu beraten, wie em Mäd­chen ihrer eigenen Konfession, und ebenso verhält es sich umgekehrt. Die Damen arbeiten meist ehren­amtlich, aber auch dort, wo sie berufsmäßig ange­stellt sind, ist es ihnen aufs strengste untersagt, für ihre Hilfeleistungen Geld zu forbem. Der Zweck der Bahnhofsmission ist eben, m erster Linie den

n und Hilflosen beizustehen. Wird Geld ge- i, so fließt es in die Missionskasse und kommt

er der Sache zugute.

Run aber besteht eine große Schwierigkeit darin, daß es den hilssberesten Damen oft nicht möglich ist, diejenigen Reisenden herauszufinden, die der Hilfe oder des Rates bedürfen. Es wäre sehr zu wünschen, daß unsere Mädchen- und Frauenwelt viel mehr Gebrauch machen möchte von der Hilfe, die ihnen so selbstlos zur Verfügung steht, und elber die Bahnhofsmissionarin aufsuchen. Sie wird vielleicht nicht immer sofort zu finden fein, denn ihr Dienst bringt es mit sich, daß sie zeitweilig den Bahn- teig verlassen muß; aber meist kann da das Bahn- personal, mit dem bte Missionarin stets in engster Fühlung stehen soll, angeben, wo sie zu finden ist, und wo auf sie gewartet werden kann. Bei schr ft- licher Voranmeldung findet auch jederzeit bereit« willigst direkte Abholung statt; in solchen Fällen ge­nügt die Anschrift: An die Bahnhofsmission in . . In Berlin ist es der vielen Bahnhöfe wegen rat­sam, die Adresse der Zentrale, Augsburger Straße

73, hinzuzufügen.

Roch eine andere Warnung sei hier beigefügt: möchten doch unsere jungen Mädchen und Frauen sich vor jeder fremden Reisebekannt­schaft hüten! Und vor allein: möchten sie sich doch niemals und unter keinen Umständen solcher fremden Bekanntschaft anvertrauen für die Stel­lungsuche oder für das Unterkommen an fremden Orten! In unzähligen Fällen ist die Erfahrung gemacht worden, daß Elemente schlimmster Art sich untermegs an die alleinreisenden Mädchen und Frauen herangemacht haben, ihnen oft eigens zum Zwecke der Verführung entgegen gereift sind, und daß solch« allzu vertrauenssellgen Mädchen und Frauen ihre Leichtgläubigkeit schwer büßen mußten.

Möchten doch diese Zeilen überall im ganzen Lande gelesen und beherzigt werden: möchten doch alle, denen das Wohl unserer Jugend am Herzen liegt, dazu beitragen, sie zu verbreiten! Unendlich viel Unglück und Leid kann dadurch verhütet wer­den. ~ H. R.-Bersin.

Vie Kot des deutschenKremdenverl? ehrs.

• Aus Einladung der vom Reichsverkehrsministe­rium geschaffenen „Reichs zentrale für deutsche Verkehrswerbung" fand in Berlin eine Sachverständigen-Konferenz statt. Im Anschluß an einen allgemeinen Bericht des Wirkl. Rats Maximilian Krauß und an Korreferate über verschiedene Zweige des Verkehrswesens, u. a. über „Kommunale Verkehrspolitik" von dem geschäfts­führenden Vorsitzenden des Verkehrsverban­des für Hessen und Waldeck und Ver­kehrsdezernenten der Stadt Kassel, Stadtrat Weber, wurde folgende Entschließung ange­nommen:

„Da der Fremdenverkehr und seine Pflege eine natio­nale Angelegenheit von größter wirtschaftlicher, kultu­reller und politischer Bedeutung ist, weshalb alle Regie- rungs- und Verwaltungsorgane des Reiches und der. Länder berufen und verpflichtet find, die Fürsorge für eine gesunde Entwickelung des Fremdenverkehrs zu übernchmen und damit alle Maßnahmen jedweder Art in Anklang zu bringen, fordert die Konferenz: 1) Wie- derherftellimg der vor dem Kriege gültigen allgemeinen deutschen Paßvorschriften, demnach also Aufhebung aller darüber hinausgehenden Sonderbestimmungen und Be­schränkungen, wie Erschwerung der Einreiseerlaubnis, Sichtvermerke, Ergänzungssichtvermerke der Länder, Be­grenzung der Aufenthaltsdauer, polizeiliche persönliche Meldepflicht des Fremden und polizelliche Kontrolle der Fremden in Hotels usw. 2) Vereinheitlichung und Ver­einfachung der Zoll- und Paßrevision an der deutschen Grenze, Herabsetzung der Paßgebühren, Beseitigung der Gebühren für den Durchreiseverkehr, Verbot der Er­hebung jeglicher besonderer Aufenthaltsgebühren inner­halb Deutschlands. 3) Angleichung der E'senbahntarife an die Auslkmdssätze, insbesondere in Rücksicht auf den internationalen Durchgangsverkehr und Wiederaufbau aller den internationalen Reiseverkehr nach und durch Deutschland fördernden Schnellzugsoerbindungen. 4) Aufhebung aller Fremdensteuern mit Ausnahmecharak­ter. 5) Anpassung der Preispolitik im algemeinen Verkehr an den stabilen Währungs­charakter, insbesondere seitens des Bcherberqungs- und Gastwirtegewerbes. der Bäders Kurorte und Sommer­frischen, des Geschäsislrbens, der Theater-, Konzert- und sonstigen Vergnügungsunternehmungen, der. öffentlichen Verkehrsmittel (Autodroschken usw.). 6) Errichtung einer zentralen R e i ch s st e l l e, die mit allen Be­langen des Fremdenverkehrs pflichtgemäß sich zu be­fassen hat. 7) Ausbau der deutschen Verkehrs- propaganda als Reichsinstitutisn und demgemäß Bereitstellung von Reichsmitteln für die systematische Durchführung der hiernach erwachsenden Aufgaben. 8) Beseitigung der Schwierigkeiten, die dem ungehin­derten Verkehr zwischen besetztem und nn- besetztem Gebiet entgegen stehen.

Lim Märtyrerin -er Pflicht.

25] ----------

Und so kam es, daß sie in dem Moment, da sich das Los des Kindes ihrer Tochter entscheiden sollte, Gll- berte so klar und deutlich vor sich sah, als besäße sie die ungeschwächte Sxhkrast ihrer Jugend, und daß sie sie im Geiste begleitete, während jene ab- und zuging, um sich zu Überzeugen, daß die Vorbereitungen zur Feier des bevorstehenden Besuches auch streng im Sinne des Hausherrn getroffen worden feien.

Rachem sie ihren Rundgang beendet hatte, kehrte Güberte zu Frau Regnard zurück und ließ sich neben ihr nieder mit den Worten:

„•Run können die Herren kommen; es ist alles bereit."

„Sie werden unterwegs von der Hitze zu lewen haben, denn es ist fast unerträglich heiß."

„Die Sonne beginnt sich wieder zu verschleiern, em Unwetter dürfe im Anzuge fein", erwiderte Gllberte mit einem Blick aus den Himmel, dessen azume Bläue sich mit dichten Wolken zu bedecken begann.

Einig« Minuten faßen die beiden Damen schweigend und nachdenklich da, als mit einem Mal« ein Blitz über das Firmament zuckte und gleich darauf ein entfernter Donner hörbar wurde.

„Ein Gewitter!" rief Fran Regnard aus. „Wenn unsere Herren nur nicht unterwegs davon überrascht werden!"

„Das Gewitzt ift' noch weit und sie haben reichlich Zeit, noch vor ihm einzutreffen. . . Uebngens da find sie schon." t-

Am Ende des Seitenpfades, der von der Landstraße bis zri dem Hause führte, war in diesem Augenblick der offene Landauer aufgetaucht, aber er mar noch zu weit entfernt, als daß das junge Mädchen die Personen darin hätte unterscheiden können. Was sie erblickte, war zu- nächst der hohe Hut ihres Vaters, der fo gar nicht in das Landschastsbild zu passen schien, und dann ein anderer.Hut aus gelbem Stroh, nut einem rotweitzen

breiten Bande. Rasch kam der Wagen näher und nun erkannte Gilberte bereits unter diesem Erzeugnis der letzten Mode eines jener Gesichter, die liebenswürdig genannt werden, noch bevor man weiß, ob sie auch in Wirklichkeit halten, was sie zu versprechen scheinen.

Der erste Eindruck war also ein günstiger und der steigerte sich noch, als der Landauer um den Rasenplatz vor dem Hause bog und Herr Fosseuse die beiden am Fenster sitzenden Damen mit Lüsten des Hutes und Nei­gen des Kopfes begrüßte. Gilberte erwiderte den Gruß gleichfalls durch ein Neigen ihres Köpfchens und das­selbe tat die Großmutter, die sie dazu aufgesordert hatte.

„Wie sieht der Marquis aus?" fragte die alte Dame.

„Sehr sympathisch, wie es scheint. Er ist mit Ge­schmack gekleidet, groß, schank, hat braunes Haar, ein regelmäßiges Gesicht, einen leicht emporgewirbelten fei­nen Schnurrbart, sonst blickens» Augen, angenehme Manieren und macht durchaus den Eindruck eines Welt- mannes."

Gilberte hatte diese Beschreibung sehr rasch mit leiser Stimme und jener ins einzelne gehenden Genauigkeit geliefert, an bie sie sich schon längst gewöhnt hatte, um ihrer Großmutter Menschen und Dinge zu schildern, bie diese nicht sehen konnte. Was sie indessen verschwieg, war der Umstand, daß das vornehme Aeußere des Frem­den mit der sehr alltäglichen Erscheinung ihres Vaters in so großem Gegensatz stehe, daß sie sich davon fast gedemütigt fühtte. Man Hätte ihn für einen Handlungs- reisenden neben einem Aristokraten halten können, so heroorriefen.

„Verehrte Schwiegermama, ich bin glücklich. Ihnen meinen jungen Freund, den Herrn Marquis von Fos­seuse, vorstellen zu können."

Mit diesen Worten stellte Simonnet beim Eintritt in den Salon den Gast vor, dem er dann die beiden Damen nannte:

„Frau Regnard, meine Schwiegermutter; meine Toch. ter ..." .

„Wenn mir schon die Freude versagt ist. Sie zu sehen, Herr Marquis," sprach die alte Dame, dem Gaste das falstnreiche Gesicht zuwendend, „so ist es mir wenig-

Handel und wirtschaft

frankfurter Dürfe.

Die Kotierungen »erstehen sich in Bltllenei Prozent.

legt. Kurs« r

legt. Kurs 81.8.

2L Februar

Berliner Kursbericht

Deutsche Staatspapiere.

21. 8.

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Ausländisch!: Werte.

Steuerfragen berichten.

Wertbest Anleihe«.

Verficherimgs-Akklen

Eifenbahn-Aktien.

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5,86 15,25 42,9 28,87.'

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8,65 11,0

16,25 31,25

1,4 115,0 8,9 19,25

5,0 18,7 24,0 84,0 40,85 22,75 LI,375 82,0 11,876 6,25 36,0 -2,635 20,0 68,75 43,0 60,5 60,0 86,0 21,25

4,9 82,7 19,0 10,C 95,0 18,5

7,5 5,5

38,5 22,125 10,75

14,0 30,0 36,375

7,5 35,375

5,1 15,22 *1,0 27,875

2,4 28,0

3,7 80,375 15,4

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Golban’.eihe DoUar|d)ofi-flnw. 5 Reidjsanleihe ♦ ...............

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.. Zmangsonlelhe 4 Sdpiwbiet 5 Spar-Pr.-flnL 5 pr.Schohanl.22 4 pr. Conl. 31-1 do. -----------

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4 Bayer. Anleihe 3^e da. do.

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= 8tantf«ritr SSrft vom 21. Febr An bet Botte machte sich nach den KurSembruchen der letzten Tage eine leichte Befestigung bemerkbar trotzdem blieben die GefchäftSumfätze bei wachsender (Selbbcrfteifuno recht gering Auf dem Montanmarkt erholten sich dieemzetnen Werte ganz leicht. Für Ka'.iwerte halt das Interesse bei gut behauptetem Kuife an. Chemiewerte hocken die Kursverluste der letzten Tage teilweise gur wieder auf. Der Maschinenmarkt verharrte tn seiner ruhigen Stimmung. Dagegen brachte man einzelnen Elektro­werten lebhafteres Interesse entgegen. Der Zuckermattt lag träge und behauptete seine Kurse mühsam. , Für Bankaktien bestand wenig Interne, trotzdem gingen die Kurse leicht in die Höhe. Deutsche Fonds und süddeutsche Renten verkehrten etwa» freundlicher. AuS- ländische Papiere begegneten geringem Interesse.

Derllner 20.

Devisenkurse

Eleklr. Aochbabn I 40,0

Oefterr. Sfeotsb. 34,0

Schanlungvadn | 1,5 |

Potis ___ .

— öoBöttlßmmlKng der deutsch?« 3nb»fäk» unb ksandclrtacr. Der deutiche Industrie, und Handelstag wird am 13. März d. I. in Berlin eine Sol Iber, lammlu ngsämtlicher deutscher Jndustrte.und Handels, kammern sowie der übrigen ihm angeschlossenen Der- bände abhacken. ES werden , sprechen Herr Geh. Kommerzienrat Schmidi-Leipzig »der die Wahrung-. Verhältnisse, die Herren Geheimrot v. Borsig-Ber!m, van Norden-Köln, Geh. L-gatronsrat Dr- Frisch- Berlin und ein Vertreter des hanseatischen Großhandels über die wirtschastliche Lage in Handel, Industrie und Bankwesen. Herr Dr. Grund-Breslau txnro über

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Märkte.

- nzatbnre, 21. gebt. Bei dem Heutigen ersten diesjährigen Schweiuemarkte zoeen die Steife etwas an Ferkel kosteten 20-25 M , Lauser 40-50 M. das Stück. Handel flau.

= Zrankfiirt a M.. 21. Februar. (Getreibemarkt) Bei unveränderter Geschäftslage wurden bezahlt für je 100 Silo in Rentenmark Weizen 18,75—19,25, -^oaecn 16,75—17,25, Sommer erste 20.50— 21/,0, Hafer lo,00 bi» 15,50, Mais (La Plata! 18,75- 19,50, Weizenmehl 28,00—28,50, Roggenmehl 24,50—25,25, Weizen- und Roggenkleie 8,50—9,50. ,

— Sranlkfurt a m , 21. Februar. (Schlachtvieh, markt) Auftrieb: 820 Kälber, ?34 Schafe und 741 Schweine. Es wurden bezahlt für je 100 Pfund Lebend, aewicht Kälber feinster Qualität 55—60, Mittlerer Qualität 40-50, geringere Qualität 35-40, Schafe 32_45, Schweine unter 80 Kilo 55—70, von 80 bis

100 Kilo 70—74, über 100 Kilo 70—75. Kleinvieh wurde lebhaft gehandelt und ausverkauft. Schweine hintei ließen bei gedrucktem Handel lleberstand.

Die Preise sind Marktpreise für nüchtern geivogene Tiere und schließen sämtliche Spesen des Handels ab Stall für Fracht, Markt, und Verkaufs- kosten, Umsatzsteuer, sowie den natürlichen Gewichts. Verlust ein, müssen sich also wesentlich über die 2 lall, preise erheben. AIS Unterschied zwischen StallpreiS und Marktpreis sind angemessen: bei Rindern 20 pEt., bei Kälbern und Schafen 18 pCt., bei Schweinen 16 pCt.

Mmp-ertanu ck> Sehr. (Wolff) Deetlkn-Srötlnung.

, in,u .S.15-IRriftianla 35.tO- 13<alten 11-Ö5- Mt‘/<|llBien »los: 3/<|9tw. Dort 208>>jBubapest U01/* RO|*n6e8.ii,40- Stüffd 8,35- glm-.la>b «35- 1117*/> I Stockholm 70.05 - I Madnd 34.10-1

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59,649

60,847

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Deutiche Bank

15,0

15,8

D. Uebertee-Bank

75,75

76,75

Disconto-Komm.

18,75

19,85

Dresbner Bank

9,375

9,75V

IHelning. fjpt -Bk

8,8

3,8

m.ttetb. Crebltbk.

8,1

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Oeft. Crebit

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0,7

Reichsbank

42,0

40,5

Kosmos Dp|.

43,0

43,0

Ileptun Dptzch.

25,0

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39,9

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18,875

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8,4

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Verein. Elbe

5,4

5,9

Barm. Crebitbonk

0,7

0,7

Bagr. h. u. Wbk.

11,75

4,5

Barmer Bank-V.

4,6

4,8

Bertiner6anbetsb.

57,25

60,0

Commer.bank

7,875

8,125

Danz, prioatbank

4,1

Darmftäöter Bank

15,125

15,6

D. Aflat. Bank

28,0

28,0

Gotterdlenstordnung.

Evangelischer Gottesdienst.

Sonntag, 24. Febr. Fulda. Vormittags 8'/, Pfarrer Weber. 11 KinderaotteZdienst, nachmitt. 2 Sup. Ruhl. — Schloß Biebrrst ei« Vorm. 9 Pf art er Reich

Dienstag» 26. Febr. Fulda. Abends 8 Kirchenchor (Gemeindehaus, kleiner Saal).

Mittwoch. 27. Febr. Fulda. Abends 8 Bibel- stunde (Kleinlinderschule).

Lvangel. landrrkirchl. «emeinschast. Znlda, vnltlarftr 17.

Sonntav, 24. Febr. Nachmitt. 6 Evangelisation (Prediger Roth-Hersseld). — Dienstag abends 8 Bibel» stunde (Pfarrer Weber). — Mittwoch abends 8 Jugend» bundstunde. — Freitag abends 8 Bibel- und Gebet­stunde.

ftens gegönnt, Sie in meinem Nanien und dem meiner Enkelin willkommen zu heißen."

Die vollendete Anmut, mit der diese Worte gespro­chen wurden, überzeugte Franz im ersten AugenÄick, daß diese alle Danre ihrem Schwiegersöhne hinsichtlich der Erziehung und wahrscheinlich auch in Bezug aus Intelligenz bedeutend überlegen sei. Was Gilberte an- belangte, so war er, ttotzdem sic ihrer Verbeugung kein Wort hinzugefügt und er ihre Stimme noch nicht ver- irommen hotte, mit seinem Urteile auch bereits im reinen. Sic war ein auserlesenes Siefen, wie man ein solches nicht alle Tage trifft. Sem Blick, mit dem er sie beim Begrüßen umfaßt hatte, wanderte von ihr zu Simon­net und indem er die beiden miteinander verglich, fragte er sich unwillkürlich, wie denn dieser schwerfällige, saft launenhafte Mann zu einer so zarten Tochter komme. - „3d; bin Herrn Simonnet sehr dankbar, daß er mir Gelegenheit geboten. Ihnen meine Huldigung darzubrin- gen, meine Damen," sprach er als Antwort aus die liebenswürdigen Worte, mit denen er empfangen worden mar.

„Bevor Sie mich Ihrer Dankbarkett versichern, mein lieber Marquis, sollten Sie meine Damen näher kennen gelernt haben," sprach Simonnet mit einem derben La­chen. „Beeilen Die sich mit der Bewunderung nicht so sehr, denn vielleicht könnten Sie genötigt sein, sich zu widersprechen."

■ Er glaubte vielleicht einen geistreichen, feinen Scherz gemacht zu haben; allein seine Worte wurden mit eisiger Kälte ausgenommen, wie das immer der Fall ist, wenn m Gegenwart geistvoller Leute ein Summtopf das Wort ergreift und einen blühenden Unsinn äußert. Niemand erwiderte etwas auf seine Bemerkung und die Stille wurde so drückend, daß Frau Regnard ihr mit den Wor­ten ein Ende machte:

„Sie müssen unterwegs vcm der Hitze sehr gelitten haben, Herr Marquis."

„Es war ganz unerträglich, gnädige Frau, denn ein Sturmwind erhob sich plötzlich und erfrischte uns durch seinen kühlen Hauch."

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Diese Worte des jungen Mannes veranlaßten Simon­net zu jagen:

„Was Sst noch mehr erfrischen dürste, mein liebet Marquis, wäre etwas Wasser auf Gesicht unb Hände Ich habe Ihnen ein Toiletienzimmer zurechlrnachen las- sen und wenn Sie sich dahin bemühen wollten . . ."

Ec wurde durch einen Blitz unterbrochen, der in feu­riger Schlangenlinie den Himmel entzwei zu spalten schien, und gleich darauf folgte ein Donner, der alle Fensstrscheiben erklingen ließ,.

„Wir find gerade rechtzeitig angelangt", fuhr er fort; „und unser ©arten wird den Regen mit einer wahren Wonne aufnehmen, da er fchon dem Verschmachten nahe war. Nun werde ich Ihnen meine kleine Besitzung frei­lich erst nach Tisch zeigen können; dafür aber werden Sie sie erfrischt und gesäubert durch den Regen sehen. Dessen ungeachtet dürfen Sie sich keine hohen Vorstel­lungen von ihr machen, denn nach der Pracht von Fcss- seuse nimmt sich meine Wirtschaft herzlich klein und un­bedeutend aus."

Jetzt begann es in großen, schweren Tropfen zu reg- nen, sie rissen ganze Löcher durch das Laub der Bäume unb verwanbelten sich alsbald in einen förmlichen Guß, den der Wind wild peitschte und bald nach der einen, bald nach der anderen Richtung drängte.

Gllberte beeilte sich, das Fenster zu schließen, an dem ihre Großmutter saß, die bloß die Bemerkung machst:

„Hoffentlich wird das Unwetter nicht von Dauer fein."

„Es ist ja nur ein vorübergehender Guß", versicherst Simonnet, aber feine Stimme verriet deutlich die Furcht, daß sein Programm eine Aenderung «leiden könnte. Und als es jetzt abermals heftig donnerte, fügte er wei-r hinzu: „Sie werden wenigstens sagen können, mein lie­ber Marr daß Sst unter Donner und Blitz bei uns eingezoge.. sind, wie cs bei Iupistr der Fall wäre, wenn er sich unter die Sterblichen mengte. . ."

Er war in Schwung gekommen, das unterlag keinem Zweifel, und feine Tochter und Schwiegermutter fegten sich nicht ohne Besorgnis bst Frage vor, wie unb wann er Hall machen werbe . . . (Fortsetzung folgt)