Fuldaer Zeitung
National und „national"
Industrie-AMen.
r
do.
AvslSndische Werke.
werkbest. Anleihen.
11,0
Versicherungs-AkNen
Magöeb. Seuero. 155,0
Elsenbahu-AMen.
Schiffahrk^Werte.
Vank-AMen.
0,8
67,0 8,0
M
16,6 30,6
12,6
12,4 29,75 16,26 13,25 10,75
4,0
1,7
11,5
18,5
9,5 13,6 28,1 16,25 13,5 10,75
28,5
41,9
21,0
8,5
6,1
5,75 12,0
2,2
3,5
42,0
26,0
40,75
18,5
8,2
5,6
5,5
12,3
0,435 0,36 0,572 1,25 1,0
0,125 0,475 0,31
0,9
3,1 4,8 0,22
0,45 0,384 0,6 1,25
1,0
werden könnten, und spendete im November 1923 dieselbe Summe, um deutschen Kindern einen Aufenthalt unter dem milden fittnmel Italiens zu ermöglichen.
Ende Dezember erhielt die Gräfin von Thiele-Winkler, die Vorsitzende des Berliner Vereins „Mütterliche Hilfe", eine Gabe von 10 000 Lire. Diese Spende gibt dem Verein di« Möglichkeit, die Zahl der von ihm Unterstützten zu vergrößern. Heute verabreicht er bereits täglich an 600 Arme ein Mittagessen.
Es darf nicht Wunder nehmen, daß der groß« Ge- lehrte auf dem päpstlichen Stuhle sich der Not der Wissenschaft im allgemeinen und der Sorge um den priesterlichen Nachwuchs im besonderen mit Liebe an- nimmt. Der Bischof von Limburg erhiell bei der Audienz eine Gabe für die Ausbildung der jungen Theologen, und in den ersten Tagen dieses Jahres berichteten die Zeitungen, daß der Seifige Vater der Arbeitsgemeinschaft der katholilchen theologischen Fakultäten in Deutschland 50 000 Lire gespendet habe. Seiner besonderen Sorge ließ er aber auch die kranken Studenten aller Wissenszweige und jeglichen Bekenntnisses anbefohlen sein. Wie viele sind sich und für chr ganzes Leben ge- schwächt aus dem Kriege heimgekehrt, und es bedarf des ganzen Idealismus der Jugend, daß sie trotz aller Ent- I behrungen doch das Studium wieder aufnehmen! Doch die Tuberkulose ist em grauser Würger. Da wurde es mit Freude begrüßt, daß Pius XL schon bald nach seiner
42,25
38,0
1,625
Wo fiotö-Kente 4 türk. flbmln.
4.. ßogb. S. 11 .. £o|e
Wo floatet. 5.1 41/«.. 5. II ♦>/>.. s.ni NIex. Anleihe
180,0
140,0 100,0
Barm. Crebltbank Bagr. 6. u. IDbk. Banner Bank-D. Berliner tjanöelsb. Cammer bank
Banz. Privatbank DarmftäbterBank D. Asiat. Bank
0,8
4,9
4,75
61,76 8,625 4,4
16,6
31,75
„Wie wir voraussetzen, solltest du sagen."
„Nach alledem, was dir Papa über die Art und Weis« berichtet hat, in der er ihn veranlaßte, um meine Hand anzuhalten, erscheint diese unsere Voraussetzung vollständig gerechtfertigt."
„Ich bestreite das nicht," sagt« die Großmutter; „allein es ist auch nicht augseschlossen, daß Herr von Fosfeuse, nachdem er ursprünglich nur die Drohungen deines Vaters ablenken wollte, sich mit dem Gedanken an diese Heirat, von der er anfänglich nichts wissen wollte, allmählich befreundet. . . Du bist reich, mein Kind, während er arm ist, und für ihn ergäben sich so viele Serielle aus dieser Verbindung, daß es kein Wunder wäre, wenn er sich eines anderen besänne, namentlich wenn er deine Jugend, deine Anmut auf sich einroirten läßt . . ."
„Meine Jugend und meine Anmut, wie du sagst, Großmama, besitzen lange nicht die Kraft, die du ihnen zuschreibst. Ueberbies wird meine Haltung eine der- artige sein, daß diese Gefahr nicht zu befürchten ist."
Dieser Gespräch endete an der Schwelle des Salons. Beim Eintreten ließ Frau Regnard den Arm ihrer En- kelin los und nahm ihren gewohnten Platz in der Nische eines der hohen Bogenfenster ein, die dem alten Kapitelssaale der ehemaligen Abte: das Aussehen einer Kapelle verliehen.
Hier befand sich während der heißen Jahreszeit ihr Aiebfingsplätzchen. Die kühle Lust, die unter den hohen Wölbungen herrschte, linderte die Atmosphäre, die mit dem Dufte der Blumen geschwängert von außen zu ihr hereindrang. Auf einem Tische im Bereiche ihrer Hand, neben dem Buche, aus dem ihr Gilberte vorzulesen pflegte, und der Häkelarbeit, mit der sie sich beim Zu-
Kosmos Dpf. fiep tun Dpsich. tapag hanfa £ oob liefern. Elbe
gotbanleih« Dollarlcbati-flnw.
5 Reid)santeibe 4 ...............
y/i..............
3 ---------------
.. Zwangsanteibe 4 Sdjubaebiet 5 Spar-pr.-flnl.
‘5 pr.Stbabanl.22 4 pr. Conf, ZU, bo. ...........
JE W
T-nn-rSt-g. 21. S-b-«-- 1924
Dahl 200 000 Lire für lungenleidende und bedürftige Studierende spendete, denen vor einem Jahre weitere 40 000 Lire folgten.
Es wäre nicht zu verwundern, wenn nun wieder die Fabel austauchte von den unermeßlichen Reichtümern über die katholische Kirche und besonders der Apo- lisch« Stuhl verfügen soll. Ach, flösien nicht m Rom rote Tropfen zu Tropfen die Almofen des Peterspsenntgs der ganzen Christenheit zusammen, dann mußte gar bald der Strom der Liebesgaben versiegen, der bis jetzt so wohltätig vom Vatikan aus in die notleidende Welt und in unser armes Deutschland im besonderen geleitet roor- den ist. Dort findet sich in der Tat — wie auch der Bischof von Trier in seinem Hirtenbrief über seine Rom- fahrt bestätigt — ein tiefes Verständnis für die Sage in Deutschland, ein ergreifendes Mitleid mit unseren Nöten und Leiden und der entschlossene Wille zu h ’• „Alles", so hat der Papst noch jüngst gesagt, „was ich habe und was ich bekomme, muß ich jetzt für die Not in Deutschland gebrauchen."
Solche Wohltaten sollen dauernder als in Erz und Marmor ein gegraben fein in dankbare Herzen. Deutschland, vergiß bas nicht! Mögen Haß und Zwietracht auch die Völker trennen, der Vater der Christenheit handelt nach dem Worte: „Solls instar sola regnet caritas — Der Sonne gleich soll einzig Siebe herrschen!"
hören beschäftigte, lag ihr Schreibbrett, diese Vorsehung der Blinden, dessen sie sich trotz ihres hohen Alters noch gerne und oft bediente, da es ihr besonderen Genuß und Freude bereitete, mit einigen ihren Freundinnen, die sie in Eoreux zurückgelassen, als sie nach dem Tode_ ihrer Tochter nach Vernon übergefiebelt war, in fortwährenden Briefwechsel zu stehen.
An dieser Stelle, die sie ihren Sommersalon nannte und die sie beim Eintritt der kälteren Jahreszeit stets bedauernd verließ, um sich näher zum Kamin zu rücken, hatte sich seit zehn Jahren der größte Teil ihres Lebens abgespielt. Hier hatten ihre Augen, die sich lederzett an dem Anblick Gilbertes ergötzten, allmählich ihre Sehkraft eingebüßt; langsam, aber unaufhaltsam war die gongt Außenwelt für sie hinter einem schwarzen, undurchdringlichen Schleier verschwunden, einem Silbe gleich, über bas sich bei Anbruch der Nacht tiefe Finsternis zu lagern beginnt Dessen ungeachtet hatte sie aus dieser erschütternd tragischen Stunde, da sich unheilbare Blindheit zwstchen sie und die Außenwelt gedrängt, sich ein leuchtendes und niemals erblassendes Bild in die ewige Finsternis hinübergerettet: das des entzückenden jungen Mädchens, das sowohl im Aeußeren. wie in geistiger und seelischer Beziehung stark an die lote Mut- t«r erinnerte, lange bevor noch das Kind zur herrlichen Jungfrau erblüht war.
„Meine Augen können dich nicht sehen", pflegt: d^ alte Dame ?u ihrer Enkelin zu sagen; „aber int Leiste. ,ehe ich dich nach wie vor so wie du wirklich beschaffen bist, beim ich weiß, daß du deiner Mutter ähnlich siehst.'-
, ^Fortsetzung folgt.) --
189,0
135,0
85,0
150,(1
11 S.
4,2
0,126 0,475 0,34
3,5
8,26
Line Märtyrerin bet Pflicht.
'' 23] ------------
„Er wird dich sehen!" seufzte Frau Regnard. '.Ich beneide ihn, denn er kann dich sehen, ich kann es nicht." Und während ihr Gilberte, wie um sie zu trösten, abermals einen innigen Kuß gab, fügte sie hinzu: „Es ist eigentlich nicht richtig, wenn ich sage, daß ich dich nicht sehen kann. Ich sehe dich allerdings, aber nur mit den Augen des Herzens, denen nur der Tob allein die Sehkraft rauben kann. Ja, ich sehe dich, und du bist schön, mein teures Kind, ebenso schön wie deine arme Mutter an dem Tage war, als dein Vater zum erstenmal zu uns ins Haus kam . . . O, das war ein trauriger, un- heilvoller Tag!"
„Großmama!" murmelte Gilberte und druckte ihr bte Hand auf den Mund.
„Du hast Recht, -«ein Kind, schllt mich nur. Wenn ich lp spreche, so verkenne ich die Güte des Himmels, der aus idefer traurigen Ehe dich hervorgehen ließ, dich, die 'rein» föyr.ws. die Freude und den Stolz meine» Alters."
Gllde-te ga' keine Antwort, um die Rührung ihrer GrvßmirLer nicht zu vermehren, und eine Weile herrscht tiefes Schweigen, während bas junge Mädchen seine Tou 'kette beenbete, denn Eil» tat not. Der Zeiger der Uhr ibefagte, daß Simvnne nit seinem Gast bald anla.tgen würbe, und eine Zett lang vernahm man nicht» weiter cis bte leichten Schritte Gilberts auf bent Teppich und das Geräusch der Schubfächer, die sic- öffnete und wieder schloß.
„Nun bin ich fertig, Großmama, und wir können LvMtersehev."
Druck der Fuldaer Aetieudrnckerei IN Fuldu
2. Blatt.
Stankt Bank Stankt Yyp. Bank Srankf.pfanObr.-Bank mittelö. Kreöltb. westb. Stankt Kaff. gr. Stragenbahn flöt Stör, IDäthtersb. flötet u. Oppenheimer flfthaffenb. Zellft. Baö Sahfd)llrf Balöur piano Betk 4 (Senket C Bing, metalta. Breuer L Co.
Brotkhues
Cement Karlftaöt Obern Griesheim Daimler ITIot. Deutldier Verlag Dürkopp eilte. Kaiferslautern eiberfetb. Kupfer etektr. Lief. Gef. CI. £i*t unb Kraft Emag. Stank|. a. PL Silzfabrik Sulba
eiektr. Hochbahn I 44,0
Oefterr. Stoatsb. 42,5
Sdjantungbahn | 1,71
4 Bayer. Anleihe 3Ve öo. bo.
Zahnpasta selbst zu bereiten!
Wenn Sie die nasse Zahnbürste in Dr. Bahr’» „Zahnpulver Nr. 23“ eintauchen, bereiten Sie sich selbst frische aromatische Zahnpasta, welche die Zähne blendend weiss erhält und im Gebrauch ausserordentlich sparsam ist.
Drogerie 6. K. Steyer.
„Hast bu heute schon mit ihm gesprochen; er scheint s,hr zufrieben zu fein, allein ich habe gemerkt, baß er die Befürchtung hegt, baß nicht alles nach Wunsch geht."
„Weshalb sollte er bas befürchten?"
„Vielleicht habe ich zu sehr merken lassen, daß mir diese Heirat widerstrebt."
„Wenn bu bas getan hast, so war bas sehr unrecht von dir, mein Kind. Du darfst ihm deine Absichten bloß merken lasten, wenn bu Herrn von Fosseuse bereits näher kennen wirst und für deine ablehnende Antwort einen triftigen Grund wirst anführen können. Ich bedauere wirklich, daß du meine Ermahnungen vergesten I zu haben scheinst."
„Ich habe sie nicht vergessen, Großmama; doch wenn im gehört hättest, wie Papa mit mir sprach! Ich konnte I nicht länger an mich halten. Zum Glück hatte der Zwi- I schensall keine weiteren Folgen, unb wenn er auch viel- I leicht noch baran denkt, wird er endgiltig ihn vergessen, I wenn ihm meine Toilette beweisen jntrb, daß ich seinem I Kandidaten nicht zu mißfallen suche."
Ein Lächeln erhellte das Gesicht der alten Dame, als sie sagte:
„Tatsache ist, daß Herr von Fosseuse, wenn er etwas Geschmack besitzt, Gefallen an dir finden wird, — zuviel Gefallen vielleicht sogar, denn wenn er sich am Ende in dich verliebt . . .'
„Dazu wird er keine Zeit haben, Großmama. Das ich ihm sagen werde, sobald wir mit einander sein werden, wirb ihm beweisen, daß ich keine Frau für ihn bin. Ihn bavon zu überzeugen, wird mir umso weniger schwer fallen, als er ja auch nur wider Willen hierher te.nmi, wie wir wissen."
Natur begründet? Gs könnte scheinen. Der I Deutsche besitzt ein gut Teil Selbstüberhebung, einen Trieb, der ihn zwingen möchte, stets nur das, was er selbst wünscht und will, anerkennen zu lassen, dagegen die Meinung des anderen, des eigenen Volksgenossen, als etwas Minderwertiges anzusehen. Aus diesem Uebel entstehen die größten Gefahren für ein Volk. Wer die Geschichte durchblättert, wird stets auf diesen wunden Punkt des deutschen Wesens stoßen. Und es ist ein Schandmal, daß selbst Führerpersönlichkeiten dieses Moment im Laufe der Zeit zu ihren Gunsten auszunutzen Der- standen. Das ist der Geist der U n d u l d fa m k e i t, der nie mit genügend großer Schärfe gebraydmarkt werden kann. In diesem Geist verliert ein Volk den Halt gegenüber anderen Nationen. Es verliert die nationale Würde, und erniedrigt sich vor den Augen der übrigen Welt. Das deutsche Volk ist aus einer Unmenge von verschiedenen Stämmen mit verschiedenen Charaktereigenschaften zusammengewürfelt. Diese Charaktere stoßen aneinander. ] Man vergißt das große einigende: dasdeutsche Wesen, das uns allen innewohnt.
Blicken wir auf eine andere große Nation: auf England. Wo gab England seine nationale Würde preis? Kaum ist die letzte Regierungskrise überwunden und Baldwin gestürzt, so haben sich doch bereits alle Parteien von neuem zusammengefunden unter dem Banner Macdonalds, und keine von ihnen wird es wagen, in dem Augenblick, wo die Würde der britischen Nation vor den Augen der übrigen Welt auf dem Spiele steht, der Regierung die Gefolgschaft zu versagen. Wir in Deutschland aber erlebten, daß der Geist der Selbstüberhebung sich bis zur Selbsterniedrigung verkehren kann.
Der Stolz auf eine Nation ist ein kostbares Gut. Aber wir müssen noch etwas anderes beachten. Dieser Stolz ist nicht berechtigt, die übrigen Nationen mit Ueberhebung anzusehen. Auch das ist ein deutscher Fehler. Merkwürdigerweise aber offenbart sich auch hier wiederum das Gegenteil: die Selbsterniedrigung, indem wir fremde Sitten, fremde Moden mit knechtlichem Geschmack in unsere Heimat übertragen lassen. Wir wollen keine weiteren Wone hierüber verlieren. Die Tatsachen sind uns allzusehr bekannt. Je mehr wir aber unsere eigene Nation achten und den wahren Sinn de» Vaterlandes verstehen, umsomehr werden wir auch die Nationalitäten übriger Länder achten lernen.
An dieses so verstandene Vaterland uns anzu- schließen mahnt uns der Dichter mit ergreifenden Worten. „Ans Baterland, ans teure, schließ dich an." Wenn wir den Begriff des Nationalen in Wahrheit verstehen, dann wird uns diese Nation zu einem der teuersten Güter, die wir besitzen. Es klingt wie eine Vermessenheit, wenn einzelne Grup- pen dieses Ehrenwort für sich allein beanspruchen wollen. Als ob es nicht das Bindeglied zwischen allen deutschen Stammesbrüdern wäre. Das Wort National sollte uns ein heiliges Gut, ein inneres Wertstück fein. So kostbar, daß wir den als einen Ausgestoßenen betrachten, der nicht mehr ganz und frei und stolz den Namen seines Landes trüge, daß wir aber auch den verachten, der dieses Wort vermeßen auf den Lippen führt. Es gab ein Wort, das das alte Volk der Juden niemals auszusprechen wagte: Gott. So unnahbar und rein war ihnen dieser Begriff, daß sie ihn nur zufchreiben wagten. Gleich nach Gott steht das Wort: Vaterland. Und es sollte in unseren Herzen so tief ge- wurzelt fein, daß wir es nicht durch unseren Mund entweihten. Mit g r o ß e n Lettern schrieb das Volk der Juden: Gott. Mit Flammenzeichen soll das Vaterland in uns geschrieben fein. I. A.
6»/» floh. Tiogg.
Baö Kohl.
5’/« Elektro K.
5o/o Preutz. Kali 3«/» öo Tiogg.
5 Rog.-Bent. Bk. 6"/« thüring. 1t
6 welNSt. Kohle
CUbestätigheit »es Papstes Pius XI. ™ für Deutschland.
Don Anton M. Windolph.
V _ tune Zett hatte Benedikt XV. den Gelehrten V. djpwmatischen Dienste verwandt, da Achilles RÄ (JJon auf den erzbischöflichen Stuhl *5.2’’..... Mailand. Als der Erwählte als «'Tntaer des heiligmäßigen Kardinals Ferrari feinen L^ ^ elt ^ ^r Kathedrale der Stadt des hl. Am- L begrüßte er seine Diözesanen, bte ihm froh Efiten mit ben beglückenden Worten: „2Imanit, eeco it mwente bi tutto il mio programma. — Euch zu , sieben, seht, bas ist der Hebel meines ganzen Pro- ^°Wmi« Monate später senkte man trauernd «e fterS- «ton Ueberreste des fünfzehnten Benedtkt m die Gruft, Erbe aber wurde schon zwei Wochen nach seinem ftmfdxüben der Kardinal-Erzbischof von Mailand, der ^Starren Pius XI. annahm. Als der neue Papst ' , 261. Nachfolger des von Jesus auserlesenen Fischers i «nm See Genesareth vom Petersdom aus seine segnende I «tate über die ganze Welt ausstreckte, da segnete Chri- ^stn ihm die Welt. Und was der Erzbischof von Mailand gelobt, das war auch die Losung des obersten kürten Die allumfassende Liebe des sichtbaren I Oberhauptes der Kirche befeeü auch feinen Stelloer.
Aber roie Sorgenkinder ßieblingsimber zu sein "leaen, so nimmt sich feine väterliche Liebe auch vor allem der Aermsten unb Bedürftigsten an. Und da» jinb — schämen wir uns nicht, es einzugestehen — rotr Deutschen.
Mr Pius XI. P Deutschland ferne terra fncogntta — {em unbekanntes Land. Seine gelehrten Studien führ- ten den damaligen Kanonikus von Mailand über bie Blpen; er eignete sich unsere Muttersprache an unb | übernahm auch die Seelsorge der Deutschen, die in der Aaupfftcibt der Lombardei zusammenströmten. Als er nach Beendigung des Welttrieges als päpstlicher Nuntius nach Warschau gesandt mar, hatte er in dieser Stellung wiederholt Gelegenhett, auch die durch die Revo- hittcm so gänzlich veränderten VerhälMisse unseres Vaterlandes durch persönliche Fühlungnahme mit führenden deutschen Männern und durch öfteren Besuch deutscher Gebiete kennenzulernen.
Das alles mußte dazu beitragen. Saß Ke Herzen der treukatholischsn Deutschen ihm vom ersten Tage an ge- mögen waren, da die Glocken in die Welt Hinausjubel» ten: „Habemus papam! — Wir haben wieder einen Papst!"
Höher aber noch schlug Sie Begeisterung, als bre deutschen Kardinale, die am Konklave teilgenommen hat- ten, den Eindruck schilderten, den der neue Oberhirt auf sie gemacht hatte. Kardinal Schulte hatte, als der Er- wählte der ungeheuren auf dem Petersplah harrenden Menge den ersten Segen gab, in feiner unmittelbaren Nähe gestanden, und Kardinal Bertram konnte berichten, bah der Heilige Vater ihm wöttlich gesagt habe: „Teilen Sie Ihren Lanbsleuten mit, daß ich eine besonder, liebevolle Fürsorge für sie habe unb Deutschland meinen Segen spende."
Den Motten ließ Pius XI. Ke Tat folgen. In bet Abfchiedsaudienz überreichte er dem Breslauer Kirchen- . fünften 200 000 Lire für bie Armen in Deutschland. Das war das erste Glied in der Kette von Spenden für unser Paterland. Unb nun reihte sich Gabe an Gabe. Es würde zu weit führen, sie alle einzeln aufzuzählen. Darum seien nur einige aus bet letzten Zett genannt
Als Pius XI. Msgr. Testa als seinen besonderen Delegaten ins Ruhrgebiet sandte, da schickte er ihn nicht mit leeren Händen. Was der Prälat im Auftrage seine, hohen Senders getan hat, um das Los der bedruckten Bevölkerung an Ruhr und Rhein zu lindern, das läßt sich Nicht in wenigen Motten sagen. Und daß er nicht mehr erreichte, war nicht Schuld des Heiligen Vaters. Mit milder Hand hatte dieser gleich zu Beginn des Einbruchs ins Ruhr gebiet 500 000 Lire für die notleidende Bevölkerung übersandt, unb ähnliche Gaben >zwn gleichen Zwecke wieberholten sich in ber Folge.
Als ber Papst am 20. Dezember alle in Rom residierenden Kardinale zu dem üblichen „Geheimen Konsisto- riurn" um sich versammelt hatte, tarn er — wie schon früher — wieder auf die Notlage in Deutschland zu spre- chen, und er konnte mitteilen, daß Karbinal-Staatssek- netär Gaspcwri sich in seinem Auftrage vor kurzem mit einem Aufrufe an die viel Getreide produzierenden Länder gewandt habe, bamit sie Deutschland helfen sollten.
Am 18. Januar dieses Jahres hat sodann Pius XL die Apostolischen Nuntiaturen der ganzen Welt und durch sie die Bischöke aller Länder zu einer großen allgemeinen Hilfsaktton für die Notleidenden in Deutsch- land aufgeforbert.
Am selben Tage schenkt« der Heilige Vater selbst 1200 000 Lire und 50 000 Meter Kleiderstoff für Siebes- geben und vier Tage später fügte er eine wettere Million Lire hinzu.
Es verdient hervorgehoben zu werden, daß bei tierartigen allgemeinen Spenden Pius XI. immer wieder betont, daß bie Armen ohne Unterschied des Bekenntnisses bedacht werden sollten. Dasselbe gilt auch von emer ganzen Reihe von Gaben für be- sondere Zwecke. So stellte der Papst hn April 1923 200 000 Lire zur Verfügung, damit lungenkranke deutsche Kinder im gesuudheitbringenden Davos untergebracht
In 8em aufstrebenden Organ ber Katholiken in Sachsen, dem „Sächsischen Dolksblatt" in Dresden, finden wir folgende trefflichen Ausführungen:
Wir haben kaum einen Ausdruck in der oeut- schen Sprache, der in den letzten Jahren mehr gebraucht worden wäre, als das Wort: National. Das könnte den Anschein erwecken, als sei der Begriff dieses Wortes in lebendiger Wirkung in jedem deutschen Mann und in jeder deutschen Frau. Parteien haben das Wort auf ihr Schild geschrieben, Redner nennen es dutzendmal an einem Abend und die große Masse wiederholt es teils in dumpfer Resignation, teils in unwillkürlichen Formen. Was heißt dieses Wort? Was verlangt es von uns?
National heißt: Sich feiner Nation widmen, sich ihr opfern, sie lieben mit dem letzten Hauch feiner Seele. „Ans Vaterland, ans teure, schließ dich an, das halte fest mit deinem ganzen Herzen." Vaterland: das Land unserer Väter, d. h. jenes Land, in dem die lange Reihe unserer Ahnen, unserer Väter und Mütter wohnte, an das die Reihe unserer Ahnen mit Herz und Blut und Leib gekettet war. Mensch und Land verwachsen im Laufe der Zeit miteinander. Aus dem Schoße der Heimaterde quillt jenes Ergreifende» das uns an diese Erde bindet, das unaufhaltsam in da, menschliche Leben dringt und von dort aus wieder rückwärts flutet, als die Kraft der Erde. Das ist der Kreislauf: Mensch und Natur. Und sc> gestaltet sich das Spezifische eines Volkes, das Charakteristische einer Nation, bedingt durch die Eigentümlichkeiten der Naturumgebung. Gefesselt sind wir an den Boden unserer Muttererde. Und im Spiel der Jugend, im Rauschen von Fluß und Strom, im Blühen von Wiese und Feld, ja in dem fernsten Klang des heimatlichen Glockenspieles erstand den Mengen nach und nach das heilige Blld der Muttererde. So war es vor Jahrhunderten, vor tausenden von Jahren. Und auf deutscher Erde lebten unsere Eltern, unsere Ahnen, mit der deu t« scheu Heimat fühlten sie sich eins. Wir aber haben Blut von diesen Deutschen, sind Kinder dieser un- serer Ahnen. Wir würden unser Innerstes per- leugnen, wollten wir uns anders gebärden als deutsch. Wir sind nichts anderes und können nichts anderes fein. Aber wir haben auch keinen Grund etwas anderes sein zu wollen. Denn die Sitten und Rechte unserer Väter stehen zumindest eben so hoch und ehrenvoll in der Geschichte da, wie die nur irgend eines anderen Volkes.
Aber das Wort Vaterland, Nation, bedeutet noch ein zweites. Nicht nur das Land als solches, der Boden auf dem wir leben, ist damit gemeint. Da, Wort Vaterland umschließt auch alle unsere Siam- mesbrüder. Genau wie wir an das Land gekettet sind durch Natur und Jugend, durch Spiel und Mannesarbeit, genau so sind wir an das Volk gebunden, das unseren Namen trägt. An das ganze deutscheVolk. Wer so das Vaterland versteht, wird nie die Zwietracht säen, wird nie das Volk aufhetzen zu Aufruhr und Verbrechen. Aus diesem Begriff heraus erwachsen uns Regeln, wie das Leben sich gestalten soll, wie'die Arbeiter und ,Unternehmer zu einander stehen sollen, wie die Parteien, trotz ihrer gegensätzlichen Auffassung in manchen Dingen, doch in der nationalen Frage einig fein müssen. Es ist eigentümlich, daß gerade das deutsche Volk von jeder einen Hang zur Zwietracht hat, daß es sich zereißt in blutiger Fehde. Ja selbst in den heiligsten Dingen, die das deutsche Volk besitzt, ist es haßsüchtig geworden. Wir meinen hier die religiösen Kämpfe, die sich in geradezu unedlen Formen offenbarten, und die heute von neuem auf* zuflackern scheinen. Liegt solches in der deutschen
fl«d).-münth. v Srkf. fllig. Ctrl. Srank. R u. M.
Bei lästigem Husten
raten wir Ihnen, Sagitta-Bonbons za nehmen. Löset den Schleim, lindem die Schmerzen. In allen Apotheken erhältlich. Stets vorrätig: Hof- u. Schwanenapotheke, Fulda.
frankfurter Dürfe.
Die notierungen nerfteben sich in Billionen Prozent, letzt.
Kircher-Ludwig
liefert nur Qualität.
Buttermaschinen.
Berliner Kursbericht,
Deutsche Staatspapiere.
Kurs 18.2.
letzt. Kurs 18. 1
3,8
3,5
Srankf. Boden
93
9,0
53
58
Srankf. Gas
7.5
7,26
4,75
4,8
Srankf. tjof
18,0
15,0
2,9
Sf. Pak unb wltk.
5,875
ew
1,1
1,1
Gothaer Waggon
5,96
30,1-25
30,0
fiaiö unb Neu
45, fi
41,0
3.6
3.5
Qeöö. Kupfer
9,4
9,9
*
tzöchNer Sorbto.
»A
36.0
35.0
Kammg Kotierst
18,0
—»
Kon lernt. Braun
2,75
*6
5,8
51
Lech flugsb.
12.0
11,25
6,5
6,6
IHainkraftw.
5,4
5.4
5,85
5,9
lUegum Bntzö.
33,0
RU»
16,5
Motor. Oberursel
30,0
10,5
10,5
nedtarl. Sahrz.
8.0
12.5
12,1
Pf Iz. Nahm.
4.8
21,1
19.6
Schlicker! Nbg.
55,0
—
5,75
5,0
Sdiuhftofi $ulöa
7,9
38.0
360
Schuht jerz Sf
635
5.75
26.0
26,0
Schuht. Leander Offb
8,9
MS
8,2
3.3
Sichel & Co.
11,75
11,75
4,9
4,26
Siemens eiektr. Betr.
26,0
2M
25.6
25.8
Thür. Liet. Gef.
4,7
4.7
13.5
12,6
v. Sa6f. Kaff.
«,9
1,25
1,06
wantz & Zreyt
4.6
8,9
7,5
Zuckerl. Srankenthal
6,5
5,6
Deutfdje Bank
16,25
15,3
v. Ueberfee-Bank
77,5
77,0
Pisconto-Komm.
20,0
19,5
Presöner Bank
10,0
9,0
Melnlng. Qpt.-Bk.
3,5
M
HLttelö. Creöltbk.
3,3
3,0
Pest. Creölt
0,7
0,695
Reidjsbank
46,0
43,75
Br. tjefj i Serik
18,0
15,5
, Schullh -Patz Aachener Spinn.
34,5
33,0
1,5
flöter & Oppenh. flölertoerke Kleger
121,0
3,625
19,25
M
fl.-G. 1. Anilin
18,6 '
fllexanöeno
4,9
4,76
fllla- etektr-Get.
14,1
13,376
flnnener GuSftahl
24,0
35,0
fllchaffenb. Zellft.
36,75
34,0
iiuqob. Urb. m.
39,75
3«, 85
Baöifthe Anilin
25,8
28,0
Bafatt
24,125
81,3
Bergmann E.-W.
24,5
88,0
Bert. flnh. Ulafdj.
13,0
11,5
Bing Nürnberg
5,9
5,685
Braunk. Brikett
35,5
35,85
Buderus
23,8
23,876
Chem Griesheim
20,5
19,76
Pt.Cuxemb.Brgro.
58,5
56,75
, 3utefpinnerd
45,0
43,0
, Erdöl
68,5
63,5
, Kaliwerke
61,0
63,85
Pürkopp
26,5
26,0
Liberi, jarbenf. Liber f. Kupfer
22,75
5,0
20,5 4,5 84,85
Eiektr. Lieterg.
25,25
Eli. Baö. wolle
21,5
19,5
Emaille Ullrich
11,5
10,5
Elchweiler Berg«.
94,0
93,0
Zober Bletfllft
20,0
18,0
Srankf. Gasg.
6,9
7,0
Srankent Bucker
7,1
6,25
Such» Waggon
2,75
2,6
Selfenk Bergwerk
66,75
66,75
Gefeltfdj.f.el.Unln.
17,1
16,875
Gothaer Waggon
6,0
5,5
fiarpen Bergt».
85,0
83,26
flinörichs Auff.
16,0
15,25
Sirfch Kupfer
48,0
48,8
höchster Jarbt».
20,75
19,85
yoelch
59,5
58,25
Kastel Seberf.
36,0
35,0
Caurahütte
24,0
28,3
Linde Etsmafdj.
10,8
11,0
Mafchin. Breuer
15,0
15,0
Meguin Butzbach
33,75
31,25
Motorenlab. Peutz
—
88,0
Neckarl.Zatzrzeuge
6,9
7,5
Oberld)le|. Eilend..
40,0
36,126
. Elfen-3nÖuftr
—
—
pöge eiektr.
5,8
6,185
Reisholz Papier
16,25
16,76
Rhein.Braunkobl.
44,75
42,1
Rambadi-fjütte
80,5
28,25
Sarotti
2,5
8,4
Slolluierk Geb
32,6
81,5
Oogtl. Mafch. St.
M
8,9
weiterregeln
Zellstoff walöh.
38,0
81,615
18,25
16,1