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No5«ral§ nach ikohlhaur. Was bie grene bei Staats aranticn anpeht, find wir ganz Ihrer Meinung. Die Frare iit vom rech'lieben und sittlichen Standpunkt aus in der .Fuldaer Zeitung^ wiederholt von berufener Seite ein ehend behandelt worden. Der Äblehnun s gründ für die AnSlafiunaen bei Herrn Dr L>n es in Bad Eteben fand sich in dem »weit en teil und (eg in bet angegebenen Richtung.
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die weitere Möglichkeit, die 53tr'6cftanbiflfe?t einer Ausleihung sich auf bar Basis einer hochwertigen Valuta garantieren zu lasten. Daß die hochwertigste dazu fie- rede noch gut genug sein darf, versteht sich von selbst. S, kann dann «Harbinfi* nur der amerikanische Dollar in Frage kommen, der allein feine DorkriegsparitSt sich zu erhalten vermochte, während alle Übrigen Valuten (auch sog. Edelvaluten) mehr oder minder eine Abschwächung über sich ergehen lassen mußten.
Wir können dmnach al* Ergebnis unserer Betrachtungen seslstellen: „5* gibt Mittel und Wege, die Spareinlagen von allen Wührtmgsschwankungen unbeeinflußt'zu hellten, also die Werfbeständigkeit der Spargelder zu garantieren! E, hat demzufolge auch heute wieder einen Sinn zu sparen!"
Wer zu denken versteht, dem wird allerdings klar geworden sein, daß diese Möglichkeit immerhin noch an gewisse Voraussetzung geknüpft sein muß.
Die Sparkasten können diese schwerwiegenden Garantien eben nur für solche Gelder übernehmen, die ihr mit Bestimmtheit auf eine feste Sicht anvertraut «erben. Denn nur solche Gelder sind er, die die Sparkaste wieder in der einen oder anderen Form mit der entsprechenden DulutierungrllaL-sel zur Ausleihung drin- gen kann. Mit Geldern, oos denen ich gewärtig fein mutz, daß fie mir jeden Tag wieder entzogen werden können, kann ich selbstverständfich die oben beschriebenen Wege nicht gehen. Flüssige Mittel, die auf Vorrat in der Kaste gehalten werden müstm, können nach dieser Aichtung ebensowenig gesichert werden, wie da. Dar- Selb, da* ich al» Taschengeld mit mir In der Tasche erumtragen mutz.
Wenn meine Ausfühnmgqn nur da* eine erreicht haben, die hier und da noch bestehende Sparscheu, aus Furcht vor eventueller neuer Entwertung, zu zerstreuen und die gesunde Sparfreudigkeit wieder zu beleben, bann haben sie ihren Zweck erfüllt. Eine neue Epoche des gesicherten Sparens kann wieder einsetzen. Wenn auch nicht zu verrennen ist, daß heute das Sparen ungleich viel schwieriger ist wie por dem Kriege, da wir durchgängig bei stark vermindertem Einkommen noch immer wesentlich erhöhte Lebenshaltungskosten zu bestreiten haben, f» wüsten mir uns aber darüber klar fein, daß wir ein vollkommen verarmte* Volk durch den Krieg geworden sind, und dsß wir noch vielfach an dem Abbau eintreten lasten können, was wir allzu oft noch al» Lebensbedürfnisse glauben aursprechen zu müf- fen, an den Genüssen. Können wir uns im Rauchen oder tm Raschen »her in irgend einem anderen Genüsse nur täglich um 10 Pfennige ein schränken, so ersparen mir in räum Jahre 8(5,50 M. Fuhren wir da» zehn Lahre durch, so haben wir mit Zinseszinsen 482 Ui, nach zwanzig Vahren 1267,25 M, nach dreißig Jahren 2 546,25 M zusammengespart, wobei noch nicht berück- sick-tipst ist, daß sich die Zinsbeträge noch dadurch wesent- sich erhöhen, daß wir die Einlagen im Laufe des Jahres schon zinsbringend machen können, und daß zur Zeil der Zinsfuß 6 bezw. 8 Prozent Und eventuell noch mehr beträgt, während das Beispiel auf einem Durchschnittssag von nur 5 Prozent aufbaut.
Wenn wir uns dabei vor Augen halten, daß die sonst für Genußmittel verausgabten, meist ins Ausland man» dernden Golder so der deutschen Volkswirtschaft erhalten bleiben könnten, dann müssen wir uns doch darüber klar werden, welche Bedeutung den deutschen Sparkassen gerade auch für den Wiederaufbau unserer zusammen- gebrochenen Wirtschaft zuzusprechen sein wird. Au» ihrem schier unerschöpflichen Sammelbecken könnten die Spargelder als Ausleihungen verschiedenster Art und auf den verschiedensten Wegen in die Kanäle der Wirtschaft geleitet werden, zum Ruhen de* Sparers, zum Nutzen des Kreditnehmers, zürn Nutzen der Arbeitenden und schließlich zum köchsten Nutzen, zu dem des Dolksganzen.
In welchem Maße vor allen Dingen ließe sich dadurch das aus moralischen und sittlichen Momenten so sehr zu beklagende Bobnungselenb abdämmen, und in roeld)em Maße ließe sich gerade wieder dadurch die Erwerbslosigkeit herabmindern, vielleicht sogar beseitigen. Als praktische* Beispiel hierfür möge gerade das Bauprojekt der Stadt (zu dem ich sonst keine Stellung nehmen möchte) en der Ldelzellerstmße dienen, das halt nur ausführbar ist, wenn alle Kreise der Bevölkerung sich finanziell durch Spargelder daran beteiligen, besonder* diejenigen, die sich des köstlichen Besitzes einer mehr ober weniger komfortablen Wohnung erfreuen können.
Darum: „Spare fn der Zeit, aus egoistischen oder solidarischen Gesichtspunkten, letzten Endes hast Du bann immer noch etwa» in Fällen der Rot und insbesondere im Alter.'
Frankfurter Dürfe.
vl« Notierung« «ergehen M> te 511IIeet n Preimt
Verderblicher Pessimismus.
Sn einer Hervorhebung ber '0« •
hänfen der Friedensenzyklika Pms XI. «rliißüch des Kronungsjahrtagss tombt ber bei antue Führer der kachoirfchen Siw<ijW, rd-
soühe Fr«be«4*finkWND, Jet
Vater verlangt, möglich, auch für uns?
fo sein, merun ber andere nicht so tft? D»ht Verlangen nicht über unsere Kraft? —» 8n *•£/•*’* tat SalÄfälfte 1022 hat sich in ber eotitif' ber Franzos« Hmrri ti«f)£tnbtr»»r, an ber Sorbonne-Paris über bie ßBJtnnfl», ms- besonder« den b-utsch-fr-wnzöskschen <S*gsn(et|, gt- äuBtrt Mit tiefer Loibenschcht rosnbet er sich gigw ben Skeptizismus, ber allenchaüten eingeris- jen ist und ber „dis zu feinen äußersten Fotgerimgen aetrisben, bas Dasein einer allgemein menschlichen Wahrheit in Frcuge stellt und schließlich id>es DoU mit einem Schutznetz nützlicher Legenben umgtbt." 2R<m glaube in der Politik nur an k rasten Realismus. Die pessimistischsten Auffassungen erscheinen apriori als die glautrmürbigften. Der Glaub« <$n die internationale Gerechtigkeit sti zwar nie sehr kräftig gewesen, ober der Unglaube scheine heut« radikcher denn je. Wsweilen hüllt er sich In Heuchele!, und man hält es vielleicht für vorteilhaft, nach s-chen erbaullchs Grundsätze zu zeigen. Aber unter Sicheren Formen verbirgt sich vielen die bittere, ent- täuschte ober resignierte Ue'erzengung von bet tiefen Unsittlichkeit jeder Politik. Dieser pessimistische Realismus mutz den Dölkern auf dis Dauer zum Verhängnis werden. PestimiSmus weckt Pessi- misriNrs. Schließlich bricht beiderseits die Derzweif- lung hervor. Die aber bedeutet neuen Krieg.
Wie seltsam stimmt dieser französische Psychologe mit ber Enmbauffastung des Rundschreibens Pius XI. überein. In diesem Unglauben an dir N>een des Friedens und dem Abevcckauben an die GesvaLt steckt, wie es in dem Rundschreiben heißt, eine Art moralischen, juristischen und sozialen Modernismus. Wenn dem Rundschreiben dr. Heiligen Vaters auch noch kein umfassender Süßerer potiti- schor Erfolg beschieden worden ist, wir unb alle Katholiken der Welt, die von innen getrieben über bie heutige Völker!risis hinauswvllen, werden in diesem Dokument die Waffen suckMi und finden, beten wir im Kampfe mit dem Unverstand und ber Dssimmngsverhärtung bedürfen. Plus XI. hat damit cleich feinen Vorgängern bewiesen, da- im PavsttUm eine übernationale völkerverbindende und völkerversöbnende Kraft geborgen ist, cm hort ewiger Weisheit, an der dis Völker Kvar irrend vorbei- geben können, zu der sie aber immer vreder zurück- kebren muffen. Und was von den Völkern |It sollte es isicht tn^Vtrnbere von den Kath »li? en aller Länder gelten?
5. Jung, Rendant der
8er ffsukftzen Zeit R«fe, elfen Sprichwortes Mah- mmg »»rkünd«n, heißt gleichzeitig gefaßt sein auf zwei Fragen: „Aet es überhaupt einen Zweck, jetzt wieder zu sparen7^ und „Gibt e* Mittel unb Wege, die Spar- emfegen m «Sw Vährungrschwankungen unbeeinflußt zu halten, d. tz. hl» Ow*wbaltunfl der Spargelder zu gaIansierenk"
Nach den ErfahnnMen der flingst oerffoHmen Zeft «lichde wum versucht sein, sich zu dem Gedanken derer durchtzurmgen, die b« erklären: „Sparen Ist Torheit. Daß e* aber doch nicht an d-m ist, will ich versuchen, St zu beweisen. Schon im Juli unb August de* vorigen hre» setzten bei ben Sparkassen die versuche ein, ein Sparen auf wertbeständiper Dosis zu ermöglichen. <f* wurden damals als Deckung wer!beständige Anleihen heroingenonnnen. Aber bas einmal geschwundene Vertrauen zum Sparen war nach den gemachten schlechten Erfahrungen doch nicht so schnell wieder cmszumer- zen und jedermann hatte sich zu sehr auf den verbrauch eingestellt. Außerdem hatten diese Unternehmungen «ber auch den Nachteil, daß eine Wetterhai!ung der ftpareinlnee« sich stet» nach dem Kurswett der in Deckung genommenen Sachwertanleil>e ttchien mußte. Da für bie Kursgestelttma dieser Papiere ober die ver- fchiedenfte« inneren und iuNeren, oft unkontrollierbaren (Ärflüffe werfseebenb s»in kinnen, und somit selbst bei stabiler «»Henn, sich sehr oft sehr bedeutende Xur*« schwankungen erjeben, wie wir e* jetzt gerade erlebt haben, so können diese Sparmethoden natürlich nur al» Behelf dienen. Auch da* Mißtrauen der Sparer war nicht auf diesem Wege zu zerstreuen.
Mittlerweile hat sich in unserer Währungsfrage doch «uch bie Sache zum Besseren gewandelt. Wir können feststellen, daß der Papiermarkkurs sich feit 20. November vollkommen stabilisiert hat, daß unsere Zwischenlösung auf dem Weqe der Ordnung besten Erfolg gezeitigt hat. Unsere Renten mark ist zur Zeit hochwertigste Valuta, wie uns die Auslandsnotrzen für Rentenmark ständig beweisen. Wenn nicht alles trügt, unb wir auf dem beschrittenen Wege uns gut fortentwickeln, so bür» fen wir der festen Zuversicht leben, daß unsere Währung auch stabil bleiben wird, und auch recht bald die Ordnung fleifit bi« wir auf diesem Gebiete so lange vermissen mußten.
Aber auch alle diese guten WahrschelnNchkekten ver- mögen den einmal so furchtbar Enttäuschten nicht in Sicherheit zu wiegen. Er möchte den Gedanken de» Kinnes vom Sparen sich folmme hartnäckig aus dem Kopfe schlagen, als er nicht die Gewißheit unumstößlich hat, daß er taSfächlich im Goldwert sparen kann. Rim laufen fa bereits seit einiger Zett schon bei verschiedenen Geldinstituten , Doldkonten". Diele Anlage- Möglichkeit scheidet aber für den weitaus größten Teil der Bevölkerung vollkommen aus, da auf diese Konten Einlagen nur in effektiven Devisen geleistet werden können. Und trotzdem bietet sich auch dem kleinsten Sparer heute die Möglichkeit, tattächlich im Geldwert, sogar noch mit mehr Sicherheit wie ehedem, zu sparen.
Auch die Sparkassen haben aus den Erfahrungen ber zurllckliegenben Zeit gelernt, nachdem auch sie teure» Lehrgelb hatten zahlen müssen. Auch sie haben sich de- zügkich der Mittel und SBeae zur Anlegung ber ihnen enoertrauten Spargelder wesentlich umgestellt, um da- durch selbst unb vor allen- Dingen tm Interesse ihrer Sparer gegen einen, unb wenn auch noch so unwahr- scheinlichen erneuten Cntwettungsprozeß wirksamst ge- schützt zu sein. Heute erfolgt die Anlegung der Spar- fafferutelber nur noch auf unbedingt sicherer Dost», damit keine Währung*- oder Konjunkturschwankung auch nur Im mindesten ihren Wert beeinflussen kann. Zu diesem Zwecke mußte natürlich als Basis eine Ware genommen werden, bie einen mägli'bst feststehenden eigenen Wett als Taufchmittel hat. Diese Ware dürfte zwei- fetlos in hervorragendstem Maße dos Gold fein. D. h. also, die Ausleihungen h-chen tunlichst alle auf reiner Goldbasi» zu geschehen. Um nun alle Einflüsse de» inländischen Markte» auszuschalten, und um zu ein. »anbfreier Wettfeststellung zu gelangen, sieht schon die Verordnung zur Durchführung de» Gesetzes über mett- beständig« Hypotheken vom 20. Juni 1923 als Wertmesser den Londoner Goldpreis vor. Den Semeis für die volle Wettbeständigkeit konnte man gerade In allerletzter Zeit darin erbracht sehen, daß mit fort- schreitender Abschwächung bes englischen Pfundes ein Anziehen des Londoner Goldpreises parallel ging unb umgekehrt. Da nun aber für bie Sparkassen die An- lagemögllckckeit für ihre Gelder nicht allein auf 5)nvo- thekendarlehen beschränkt bleibt, für kurzfristigere An- lagen aber die Wettsichrrung auf dieser ausgesprochenen Goldbasis vielleicht doch ttwas zu schwerfällig unb zu- weilen auch etwas umständlich werden kann, so besteht
Wissenschaft und zorschun-,
w Lin Röntgen-Gedächlnlszinimer. Ein Gkbüchdtts- znnmer ist int Physikalischen Institut ber Universität Würzburg, in dem ber große Gelehrte feine «poche- machende Entdeckung schuf, eingerichtet werben.
— £nf#an f. Der iintäropolo,« Meli; »•* Ze- fäan, der ianojahttge Direktor der anbreuelerW* Sammlungen de» Berliner Museum» für VAker- künde und ordentliche Proseffor an bet Berliner Universität, ist am 7. Feb- uar, kurz vor Bollevbnng fetwe« 70. LrbenSj-ihreS, gestorben. Lu,chan hat sich um btt völkerkundliche Erforsck ung Borberasien», »»DtchttnS und Südafrikas große Verdienste erworben.
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