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Mittwoch, 13. F-draar 1924»

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Hsupkverlammlung der KommunaipoNkksHen Sn* einiallng der deutschen Zeutrumsparkei. Die diesjährig« Hauptversammlung der Kommunal-Politiker der Deutschen Zenlrumspartei findet am 16. und 17. März in Hag « n in Westfalen statt. Gerade aus dem Gebiet« der Kommunalpolitik haben sich in den letzten Monaten so ungeheuer große und geschmeidige Probleme ergeben, die eine grundsätzliche Stellungnahme der Kommunal. Politiker unserer Partei zu einer unbedingten Notwen- digkeit machen. Die Tagesordnung der Hauptversamm. lung sieht dementsprechend die Behandlung des Verhält- Riffes der Gemeinde zu den Ländern und zum Reiche vor, ferner die Stellungnahme des Zentrums zu den ge- genwärtigen aktuellen kommunalen Fragen, wie 513er- waltungsabbau, Sparmaßnahmen, Goldmark-C!at, ferner Schulabbau und Abbau der Wohlfahrtspflege und Füh- rung der kommunalen Wirtschaftsbetriebe. Außerdem wird die Hauptversammlung sich mit der Frage der Bor- bereitung der diesjährigen Gemeind e- w a h l zu beschäftigen haben. 3n besonderen Nebenoer­jammlungen werden di« städtischen und ländlichen Kom. munalpolitiker Gelegenheit zu einer Aussprache über die besonderen Fragen der städtischen und ländlichen Kom­munalpolitik. vor allem auch über die in Beratung befind, lichen Entwürfe der neuen Städte-, Landgemeinde, und Kreisordnung haben. Eine Reih« weiterer Veranstaltun­gen wird im Zusammenhang mit der Hauptversammlung stattfinden. Unsere Kommunalpolitiker werden gut tun, bereits heute sich auf die Teilnahme an dieser Tagung vorzubereiten, für die Anträge und Wünsche an die Zen­tralstelle der Kommunalpolitischen (Bereinigung, Köln, Rubensstr. 11, gerichtet werden können.

Golbanleihe Dallaridjak-flnw.

5 Reichsunleihe 4 ...............

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4 pr. Cant, 3*'i bo. ......

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Die Pflicht der Sippe.

Heber diePflicht der Sippe" finden wir m den M Pt. RachnEn" ein oeyerztgenswerter Wort *m P-tzug auf bie Hilfeleistungen Verwandter in dieser 'Jtoi^it Die Erfahrung im Unterstützungs- njefen lehrt, bnö es doch hier noch sehr an Einsicht tolt. Das wiegt umso schwerer, als die Lage der notleidenden Schichten sowi« der Kassen von Reich, Smat unb Gemeinde immer noch bedrängt, ja viel­fach oerj'chlimmsrl ist und die Rücksicht auf die Ge­sundung der Finanzlage zu weiteren Einsparmigen <nrf allen Gebieten fuhren muß.

Die Pflichten derFamilien sind, and) in letzterem Betracht e r n st e r geworden. Es wider­spricht nicht nur jedem Gefühl der Menschheit, wenn Personen in gesicherter Lebensstellung sich der Ver» «andlschsft nicht cmn-ehmen wollen, sondern es ist auch «in Hohn auf alles vaterländische Empfinden, wenn sie der öffentlichen Stelle anfdürüen, was sie selbst leisten könnten. So sollte heute jeder, der frnanZiell unabhängig ist, sich nicht damit genügen lassen, daß er seine Stenern und Abgaben entrichtet, vielleicht auch einen mehr oder weniger großen Tri­but für Wohlsahrtszwecke leistet, sondern er sollte es S aud) angelegen sein lassen, in der zwar rühm tren, aber dringend notwendigen iifeife 3u helfen, zu erforschen, wie weit auch er die öffent­liche, Stelle entlasten kann, indem er ev.>nb. auch im «eiteren Umkreis seiner Verwandtschaft Ledürf- lige rersorgt.

Mit erneuter Straft Haden sich w den Zeiten der durch den strengen Winter und die anhaltende Teue­rung verstärkten Not, von der man herzzerreißende Schilderungen aus eigener Anschauung iiiaciten könnte, wenn man wollte, Vereine imd Private, hat sich auch das hilfsbereite Aus and in den Dienst o*t deutschen öffentlichen Wohlfahrtspflege gestellt, wenn trh aber der großen Summen gedenken, die trotzdem die regelmäßige Versorgung der vielen Not- lekdenden oerschiingt, so ist eine nennenswerte Ent­lastung der öffentlichen Wohlfahrtspflege damst nicht erreicht.

Es muß für die Möglichkeit des Aus- scheidens von Einzelfällen so dringend «ks nur möglich an die Familie appelliert wer­den. , Die Stadtgemeinde München hat bei einer kürzlich im Hauptausschuß gepflogenen Aussprache über die K! e i n r e n t n e r h i l f e sich von ähnlichen Gedanken leiten lassen, als sie sich dafür entfcisted, in 'ernenn besonderen FallA l le i n st e h en de" als Bedürftigste herauszugreiftn, obwohl es nicht unbekannt ist, daß sich sogar im direkten Familien- verbände oft schwer Bedürftige finden, denen es an Mangelndem Entgegenkommen durch die Ihren fehlt. Ein Beweis, wie stark der Gemeinsinn gelsi- ten und rote das Verlassen auf die eingreifende Ve» chörde zi'genommen hat. Hier muß eine Wand- katq em treten, es muß sich restlos jeder aus seine Psfechfen^ besinnen. Selbst da, wo zwischen Fami­lienmitgliedern Differenzen bestehen, die unter Umständen den direkten Verkehr unterbinden, muß unb kann geholfen wenden: Man bediene sich ein- fach_ in solchen Fällen zur Dermittlimg privater oder behördlicher Stellen, um die gewollten Zuwend'm» gen den Hilfsbedürftigen zukommen zu lassen. Nur Der Wille, die Erkenntnis der Verpflichtung gegen die Verwand en wie gegen dos bedrängte Vaterland fft das Entscheidende: Der Weg zu ihrer Erfüllung steht immer offen.

KAZ der Fenirlmsparlel.

Huld«. Im ÄrbeitSpebi ete der kurheff. pentrumSBartri fanden in den letzten Wochen put- oefuchte Verfanimlun, en statt im Kreise fianau: in Hanau, Groß.Anheim, Fechenheim, Bergen,Enkheim, rm Kreise .Hünfeld: in .Kir-i laset, Grofenbach, Mackenzell, Hofaschenbach, im Kreise Kirchhain: in Rllenbort, Mardorf, ErfurtShausen, Nüdtgeeim, Nieder.

Berliner Kursbericht

(Alles in m UH erben.)

Keßes aus Frankfurt.

33 Gefährlicher Sifentzahnräitder. Seit feiner @nt- laffung vor ktoci Jahren vom Etscnbahndienst lebte der 24jährige Ludwig Eberle mir von der Beraubung von Eis'nbahn. und Postwagen, ohne daß er bisher gelang, ihn einmal zu erwischen. Am SomSiag wurde er von ©dnipobeamten auf dem Güterbahnhof jedoch dabei überrascht, als er abermals einen Post- beiwa en aufgebrochen batte und gerade im Begriffe stand, denselben auSguplündern. Eberle wurde nach heftigem Widerstand festgenommen.

Lirchenräubsr. Der von zahlreichen Württemberger Behörden wegen vieler Kirchen- und Schlosteinbrüche gebuchte Metzger Friedrich Dietz aui Leukesmühlen (Wttbg.) wurde im Echiachtbof, wo er ülibeit gefunden hatte, von der Kiimtnalpolizei verhaftet.

x= welße-wochen-Siedinnen. Die sogenannten «weißen Wochen", die auaenbltcklich von den meisten Geschäfts­häusern veranstaltet werden, locken neben un «zähsten Käuferinnen und Neugierigen auch die Taschen- und Warendiebinnen in Hellen Scharen an. Samstag nach­mittag wurden in einem hiesi.ien Warenhause im Zeit- raum von einer Stunde nicht toeni.-er als sieben Diebinnen auf frischer Tat eriappt und festgenommen. Eine der Diebinnen trug ein in einen langen Tragmantel gehüllter Ktnd, unter dem Mantel aber eine sackartige Tasche, in die sie alle erreichbaren Waren bincirbu fierte. Als man dar Frauenzimmer untersuchte, bolte man auS der Tasche nicht weniger al? 12 Handtücher, vier Nachtjacken, mehrere Hemden, L trickwolle und zahlreichen Kleinkram hervor. Auf der Polizei stellte es sich zudem noch heraus, daß die Frau steckbrieflich gesucht wird. In Der Markthalle wurden zwei Frauen beim Butter­und Wurstdiebstahl überrascht und veihaftet.

Technik und Verkehr.

--- Vlevlel Kre'troaqtit kann «in Arbeiter Mr ich Herstellen? Wenn ein Arbeiter allein an einem kraft- toauen zu arbeiten hätte, würde er vermut.ich einige Jahie daran arbeiten. Die einzelnen Teile werden aber jeder von belonderS geschulten Arbeitern dergesiellt und deshalb ist die Produktion bei einer Seiienberstellung naturgemäß größer als in einem Kleinbetrieb oder bei der Herstellung verschiedenartiger Wagen. 811» untere Grenze der Produitivilät neu- zeitlicher, wenn auch k.emerer Automobilfabriken schätzt v. SaliS.Soglio die Erzeuguncz von einem Kraftwagen je Arbeiter und Jadr. In amerikanischen Fabriken ist die Produktivität aber erheblich höher nnd steigt bei Ford auf über 20 Wagen je Mann und Jahr.

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