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•) In den Rulturtamofiichren wat da, Priester, frminar aefchlofsen. Di« Zöglmqe der unteren «b- teitung besuchten von da ab dar Gymnasium, die Studie» renden der Phllosvpble und Tde«kc>aie beaaben sich n"ch Würzburg, um h«er ihre Studien fortzi festen. Sie bezogen eine gemeinschaftliche Wohnung lW'ingarten» straße 25) Herr Professor Dr. Konstantin Gutber» l e t wurde zum Regen, de, ,F u ld a n e u m" bestellt, on welchem er eine äußerst sia-nereicke Tätinkrst ent­faltete. 41 Priester der Diözese Fulda hoben hier wäh­rend ihrer Studienzeit gewohnt, auch Theologen an­derer Diözesen sanden daselbst ein gastliche. Heim, u. e. Kardinal und Fürstbischof Dr. Bertram, Prof. Dr. Künstle, Freiburg. Dr. Meyenberg, Luzern, Prof. Dr. Nickel, Prof, in Breslau, Dr. Peterr, Paderborn, lvr. Karl Leimboch: Konstantin Gutberlet, eine Lebens» skizze.) 5m Jahre 1886 gelang es den Bemühungen des Bischofs Georg Kopp, beim Kultusminister v. Göhler die Genehmigung zur Neugestaltung des Priesterseminars und der theologischen Lehranstall zu erhalten und diese hn Oktober zu eröffnen. Es wurden folgend« Herren zu Professoren ernannt: Regen, Dr. Komp für Pastoral» tdeologie. Katechetik, Liturgik und christliche Archäologie, Geists. Rat Engel Kirchengeschicht«, Homiletik und Rhetorik, Domkapitular Dr. Braun Kirchen'-scht und Geschöstsstil, Dompräbendat Schick Moral, Patrologie und Patristik, Dr. Gutberlet Dogmatik, Apologetik und philos.-theol. Propädeutik. Diesen genannten Pro» fessoren wurden später noch hinzuoeelll Dr. Hillen» brand für Exegese und bibl. Einleitungswissenschaften und Dr. Pohle, bisher Theologieprofeffor zu Leeds in England, für Philosophie.

religiösen und sozialen Lebens, er stellte auch seine tigkeit in den Dienst so mancher edlen bürgerlichen

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Bischof Georg zeigte sich immer mehr als ein Mann mit vorzüglichen Eigenschaften, im äußeren Auftreten voll Sanftmut und Mild« und doch voll Kraft und Sicher­heit im Handeln, Klarheit im Urteilen und Raten. Er hatte sich Aller Herzen, der Hohen und Niedrigen, der Geistlichen und Laien bald erobert Segensreich und er. folgreich war deshalb auch fein Wirken in unserer Dlö- zese. Wir verdanken ihm die Wiedereröffnung und Er- wellerung unseres Priesterseminar, die Wiedereröffnung der theologischen Lehranstalt, *) die Errichtung des Kon» lüttes, die Wiederbesetzung und Neugründung von Pi ar- reien, Missionsstellen und Schulen, die Errichtung und Erweiterung von Rettunzsanstalten für Knaben und Mädchen. Besondere Fürsorge wendete er den kath. Vereinen zu, besonders dem Vincenz» und Clisabeihen» verein. Ersteren reformierte er, indem er veranlagte, dah zwei nach Pfarreien getrennte Konferenzen einge­richtet wurden und öffentliche Generalversammlungen, zu welchen alle Gönner und Wohltäter eingeladen wurden, ftattfanben. Diese besuchte er regelmäßig und fand stet, anregende und ermunternde Worte, den Eifer der Mit­glieder anzuregen. Den so segensreich wirkenden Elisa» bethoerein mit feinen beiden Konferenzen hat er in» Leben gerufen. Dem kath. kausm. Derein gab er mehr, fach Zeichen seiner besonderen Sympathie. Die Bedeu- tung der kath. Presse wusste er wohl zu schätzen und stand mit dem damaligen Redakteur der „Fuldaer Zig", Herrn Dr. jur. Armin Kausen, sowie mit Mitgliedern des Aufsichtsrates und Dorstandes der Fuldaer Aetien- druckerei in lebhaftem, ja freundschaftlichem Verkehr. Sein

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haften Sen Kopf verloren. Kardinal Kopp stand am Hauptaltar wie ein Feldherr, leitete die Bergung der Religuienschreme und Kostbarkeiten und hielt Ordnung. Alumnen, Rettungsmannschaften folgten seinen vnord» r.ungen. — Dm Montagmorgen nahm die Feier ihren ungestörten Fortgang und es begann unter dem Vorsitz des Herrn Kardinal Kopp die Konferenz der preu» ßischen Bischöfe. Am Montagabend mutzte der Herr Kardinal zur Hochzeitsfeier des Kronprinzenpaares nach Berlin obreifen. Die Beratungen wurden bis zur Rück­kunft de, Herrn Kardinal, unterbrochen. Er war am Dienstagabend von Berlin zurückgekehrt und am Mitt- wochnachmitag nach Schluß der Bischofskonferenz trat er die Rückreise nach Breslau an.

Die Zell während der Bahnfahrt benutzt er ost, wie er agie, zum Studium der Akten u. dgl. Die t.am'.ge materielle Lage der Fuldaer Kirche und ihrer Anstalten uchte er nach besten Kräften zu verbessern. Daß das Domdechaneigebäude wieder feinem urfvrüng- lichen Zweck zurückgegeben wurde, ist auch seinen Be­mühungen zu verdanken. Der stattliche Hauptbau, der über dem Eingang,portal die Jahreszahl 1702, am Süd- lügt! die Jahreszahl 1704, beide mit dem Wappen des damaligen Stiftsdechanten und Propste, zu Neuenberg. Bonifag von Dufeck, trägt, führt die Bezeichnung „D o m. b e dj o n e i* seit der Erhebung der Abtei zum Bistum (1752). Durch die Säkularisation (1832) seinem Zwecke entzogen, wurde er erst bei der Diederergänzung de, Domkapitels (1882) durch Bischof Georg Kopp wiederum dem Domdechanten, aber außerdem jetzt noch drei weiteren Domkapitularen als Wohnung zugewie­sen. Am 15. Juni 1813 war da, Gebäude mit Zubehör als Dcstandteil der fuldischen Domänen, die Napoleon bei der Begründung des Großherzogtum, Frankfurt (1810) sich zur eigenen Verfügung Vorbehalten hatte, durch die Gebrüder Deihmann in Frankfurt an den Präfekten de» Departements Fulda, Sather Herquet, für 9000 fl. verkauft worden. Kurfürst Wilhelm I. von Hessen hatte diesen Kauf am 12. Febr. 1819 von der „allgemein verfügten Relation sämtllcher verkauft gewe­sener fuldischer Domänen" eigens ausgenommen. Bei der Neuorganisation de, Bistums Fulda 1829 wurde „zue Domdechanei" das neben dem früheren Dürgervereins- hau, liegende, mit der Rückseite an das Leihhaus an­stoßende Gebäude bestimmt, während den übrigen Dom- tapliularen damals Wohnungen im Prieste feminar, im Dom- und Siadtpfarrhaus und in dem neben dem letz­teren gelegenen ehemaligen Kanonikatshaus zugeteilt wurden. Sm Jahre 1854 erwarb Bischof Köst das ehe- malige Domdechaneigebäude mit Zubehör von den Nach­kommen Lothar Herquet, im Interesse der fuldaischrn Kirche auf seinen eigenen Namen für 22 000 fl. Das Gebäude blieb zur Verzinsung der Kaufsumme vorerst weiter vermietet. Am 13. Juli 1868 übertrug Bischof Kost Eigentumsrecht und Besitz des Anwesens „dem bi» fchöflichen Stuhle zu kirchlichen Zwecken". (Prof. Dr. G. Richter, Geschichtsblätter 1922 Rr. 2 S. 28.)

Doch nicht nur unserer Diözese allein galt die Sorga und Arbeit des Bischofs Kopp. Als Mitglied des preu­ßischen Staairats und des preußischen Herrenhauses sorgte er unter den schwierigsten Verhältnissen unter dem sichtlichen Segen Gottes mit Klugheit und Weishest für die ganze katholische Kirche.

Am 26. Dez 1885 war Fürstbischof Herzog von Breslau gestorben und durch Vereinbarung von Papst und König wurde unser al» Mittler des Frieden, zwi­lchen Kirche und Staat hochverdiente Bischof Georg Kopp im Sommer 1887 zu dessen Nachfolger ernannt und am 20. Oktober al, Fürstbischof von Breslau in­thronisiert. Nickt ganz sechs Jahre konnte die D!öze»e Fulda sich der Segnungen s'iner Regierung etf-euen. Mit Trauer sah man ihn scheiden. Alle wetteiferten, dem scheidenden Oberhirten noch einmal ihre Liebe und Anhänglichkeit zu bekunden, die Stadt Fulda ernannte ihn zu ihrem Ehrenbürger. Der Abschied tat allen wehe. In seinem letzten Abschiedshirtenbrief sprach er da, trostreiche Wort: „Da, Band der kirchlichen Ordnung hat der Herr gelöst, das Band der Liebe löst er nicht."

Daß die alten Bande der Liebe und Anhänglichkeit durch die Trennung nicht zerrisien waren, zeigte sich stet, wieder bei seiner Anwesenheit in Fulda gelegentlich der jährlichen Bischofrkonferenzen. Da freute sich jeder- mann „unfern Bischof" wieder zu sehen. Er selbst tarn immer wieder gerne nach seinem „lieben Fulda" und fühlte sich in befreundeten Fuldaer Familienkreisen, d'e aufzusuchen er nicht unterließ, ausgesprochrnermaßen wohl und heimisch. Er sehnte sich oft zurück nach seiner Fuldaer Diözese und seinem Fuldaer Klerus. Da, Bi»- tum Breslau zählte damals nahezu drei Millionen See­len verschiedener Nationalität. Die Verehrung Fuld'» für ihren früheren Oberhirten, der bereits im Jahre 1893 zum Kardinalpriester ernannt worden war, trat beson­der» hervor, al, er am 9. Januar 1907 sein 25jährige, Dischofsjubiläum feierte. Unser damal, erwählter hoch» verehrter Herr Bischof, Domkapitular Schmitt, war in Begleitung des damaligen Kap'tularvikars Dr. Arenhold erschienen, um die Glückwünsche der Diözese Fulda zum Jubelfeste darzubrmgen und einen Bischofstab, ausgeführt von Domgoldschmied Rau­scher, in spötgoihischem Stile mit den Figuren der hl. Georg, Bonifatius, Sturmius, Rhabanus und Eimpli- zins zu überreichen. Die Stadt Fulda war durch eine stattliche Deputation vertreten. Herr Oberbürger­meister Dr. Antoni gab in deren Namen bei der großen Festfeier im .Schießwerder" den Gefühlen der Fuldaer in packender Ansprache entsprechenden Ausdruck. Eminenz Dr. Kopp empfing d'e Fuldaer Herren mit großer Huld und hatte in rührender Weise gesorgt, daß diese in der Kirche, im Palais gelegentlich des Fackelzuges vfm. mit seinen zum Feste erschienenen Familienangehörigen be« 1 vorzugte Plötze erhielten. ________________

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mit der staatlichen Behörde. Domdechant und Ge- neraloitar wurde Herr Domkapitular Kalb, zu Domkapitularen wurden ernannt: Regens Dr. Komp, Dompräbendat Dr. für. Braun, Dechen: Kleespies von Orb und Dechant Erb vom Johan­nisberg. Dompräbendat Engel wurde zum Geistlichen Rat ernannt.

Die vielseitigen Arbeiten der neu organisierten Diö- zesanbehörde übernahm Bischof Kopp meist persönlich, er war sein eigener Generalvikar und Sekretär. Die miß­lichen Zeitverhältnisse und die Eigenart seiner Stellung brachten es mit sich, dah auch große Schwierigkeiten ver- schiedenster Art zu überwinden waren. Es schien fast, als ob Hindernisse für ihn nur vorhanden feien, um überwunden zu werden. Er griff ein mit seltener Klug- heit und Entschlossenheit ohne Zaudern zur rechien Zeit. Sein Tagewerk begann um 5 Uhr morgens und selten erlosch das Licht in seinem Arbeitszimmer vor 12 Uhr nacht». Charakteristisch für seine großzügige Art, viel- fettigen Ansprüchen zu genügen, ist folgende (Erinnerung aus späteren Tagen. Zur großen 1150jährigen Jubel- feier des Todestages des hl. Bonifatius, welche Sonn- tafl, den 4. Juni 1905, ihren Anfang nahm, war Ka-di- nal Kopp am frühen Morgen diests Tages mit dem Nachtfchnellzng eingefroren. Um 10 Uhr zelebrierte er unter der Assistenz von zwei Kardinalen und über 80 Erzbischöfen, Bischöfen und Siebten das feierliche Ponti­fikalamt. Am Nachmittag führte er von der Domkirche als Offiziatvr bei glühender Sonnenhitze, beklebet mit den schweren kirchlichen Festgewändern, die riesige Reli­quienprozession durch die Straßen der Stadt zurück nach dem Domplatz, wo eine große Estrade errichtet war, von welcher au, er den mehr als 40 000 Menschen den päpst- licken Segen erteilte. Gegen 5 Uhr war die Feier be« endet. Um 7 Uhr abend» begann die glänzende Fest» Versammlung. Nach den Begrüßungsreden von Ober­bürgermeister Dr. Antoni und Bischof Adalbert nahm Kardinal Kopp das Wort zu einer bedeutsamen An» spräche, die mit einem Hoch auf das kronprinzlich« Brautpaar, das am nächsten Tag getraut werden sollte, ausklang. Nach Schluß der Versammlung wurde am Dom ein Feuerwerk abgebrannt. Es war 12 Uhr abend», da erscholl der Ruf: Feuer, Dom brennt! Die Schreckens, nacht dürfte noch vielen in Erinnerung fein. — Diele

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Eine seiner ersten und vornehmsten Aufgaben die Wiederherstellung des Domkapitel, >m Einvernehmen

segensreiches Wirken in jener Zeit »des Zugang» zum Frieden" erstreckte sich nicht nur auf alle Gebiete '

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«Xebe männliche Erstgeburt soll dem Herrn gehestigt ./frn" So begründet der Evangelist Luka» titele smieworschr.f:en de» Mosaischen Gesetze» inhaltlich zu- ^ucnfassend da» heutige Sischeir.en der hl. Familie Sempeltion Jerusalem. Wie später der von Johanne, 'f, Taufe ce.ehrende Erlöser diesen mit der Versicherung T/nibbte- E- ist unsere Pflicht, alle, zu tun, wo, ge-

iif io verfahren die Eltern Jesu getreu nach dem ffieieije. Für den Israeliten war die Heiligung de» ffriiaeborenen, de» vermutlichen Haupte» der Familie, <n®ie da» Opfer aller Erstlinge ein Akt der vollkommen- iten Untern erfun i unter Gotte» Gewalt, eine Aner- rjnUna seiner Schöpferrechte, zuiieich auch ein Siu», »rud der Dankbarleit für die Rettung de» israelitischen DolkeS aus der Scyptilchen Knechtschaft und drohenden Vernichtung. .Meta ist alle Erstgeburt, feit ich die Erst­geburt geschlagen in Aegypten; ich habe mir geheiligt, was zue st geboren wird tn Israel; vom Menschen bw -um Vieh, mein ist eS, ich bin der Herr." (IV Mos. 8,13.)

Die erstgeborenen Menschen konnten durch ein Löse- «eld von höchsten» fünf Setei Silber »nach dem Gewicht pes Heiligtums- loSgekauft werden. Jesu» wurde nicht lo3 letau t; das Opfer der zwei Turteltauben war nicht das Lösegeld de» Erstgevorenen, sondern da» gewöhn. Uche, nach jeder Geburt von den ititein bargubringenbe Reinigungtopfer. Er blieb dem himmlischen Vater geweiht al» fdjulbioie», reine» Opfer »nt Sühne der menichlichen Empörung durch die Sünde, em Hoher» priejter, der heuig, schuldlos, unbefleckt, auigeschieden au» den Sundern, Mitleid tragen wollte mit den menschlichen Schwachheiten. Nock niemal» hatte die Nitanorspiorte im Tempel Gotte» zu Jerusalem einem solchen Erstgeborenen uns Einziggeborenen sich geöffnet, noch niemals die schimmernden Dächer be» prachtvollen Tempel» auf eine solche Mutter herabgeschaut. Der Erstgeborene vor allen Geschöpfen, der von Ewigkeit her Gezeugte, ren alle Eng^l anbeten sollen, der Herrscher, den die Israeliten erwarteten, ist nach Piophetenwort heute in seinen Tempel gekommen. Wenn sie e» wußten, die Tempe jünger, wer der ist, der auf Simeon» Armen xutjt, wurden sie mit dem Piaimisten aufjubeln: »Wir haben, o Gott. Deine Barmherzigkeit empfangen mitten in Deinem Tempel.» Mit diesem Wort beginnt die heutige Messe. Seine Barmherzigkeit mit dem sündigen Menschengeschlecht hat ihn jum Opfer gemacht. Er beginnt dieses heute vor der Oeffentiichkeit auf den Armen seiner Muttrr. «t» Erstgeborener nimmt er nicht Rechte in Anipruch, sondern schwere Pflichten auf sich. Setne Liebsten auf Erden, Maria und Josepg, nehmen tätigen Anteil an dem nun folgenden Opser- leben; sie muffen, sie dürfen miikosien den bitteren Kelch der Opserleiden. .Deine eigene Seele wird ein Schwert durchdringen.» Darum ermahnt auch Paulus im Hebräerbiief die Ehrisien tn bedrängter Seit: .Heilige Bruder, Mitgenosicn be» himmlischen Beiuje», sehet auf Jesum, den Gesandten und Hohenpriester unseres Bekenntniffes.« Wahr bt» auf unsere Zeit hat sich erwiesen da» Wort de» prophetisch erleuchteten Simeon: .Siehe, dieser ist bestimmt zum Fall uns zur Auferstehung vieler m Israel und zum Zeichen, dem man widersprechen wirs . . , So werden die Herzene» gebauten vieler offenbar werden." An der tfrage: .Was hältst Da von Christus?" scheiden sich die Geister.

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Aus dem Rachbargebiet.

O Wächtersbach. Der Kaufmann Arn. Schäch­ter aus tifrantfurt a. M. harte am 10. Sept, v Ö. auf dem hiesigen Bahnhose beim Passieren der Sperre eine Kayrkarre vorgezeigt, bei der das Datum unkenntlich gemacht worden war. Der Urkundenfälschung angetlagt, gab Schächter vor der Strafkammer chanau an, die Karte von einem Unbekannten angekaust zu haben. Da» Gericht schenkte seinen illngaoen keinen Glauben und oerurteille ihn wegen schwerer Urkundensätschung in Tateinheit mit Leirugsoerfuch zu 1 Monat Ge­fängnis und 200 G -M. Geldstrafe.

----- Höchst a. m. Bei einer Rauferei zwi­schen Schulknaben stieß ein neunjähriger Knirps einem zwölfjährigen Jungen ein Messer in den Rücken. Der Schwerverletzte mutzte sosort in ärztliche Behandlung gegeben werden.

— Aus dem Westerwald. Au, Neuenrade reiste im letzten Sommer der Schneidermeister Karl Meck- ler nach Brasilien, um sich hier eine neue Hei- mal zu gründen. Jetzt kehrte der Mann ohne Hab und Gut zurück. Nirgend» fand er Arbeit. Nun will er hier em neues Leben beginnen.

— Volkmarsen. Nach läng-rem Kranksein starb der Veteran Vitus Blume- Schwerverwundet kam er 1870 vom Kriege zurück. Er war ein Katholik und Patriot von echtem Schrot und Korn. Ganz besonders hatte er Sntereffe für öffentliche Ange- legsnheiten und das Wohl feiner Vater­stadt ging dem Heimgegangenen über alles. Diese» erkennend, war er von seinen Mitbürgern jahrelang in die städtische Vertretung gewähtt, vis ihn schließ- sich sein Gesundheitszustand zwang, feine Kerntet niederzulegen. Seine vielen Verdienste würdigend, wurde er damals einstimmig zum .Stadtältesten" ernannt. Kriegerverein, städtische Behörden und ein großes Trauergefolge gaben ihrem »Stadt« ältesten" da» letzte Geleite.

--- ?!ns Thüringen. Bon bet Strafkammer tn Mühl häuf en würben neun toeatn Aufruhr» an- geklagte Personen, die bet einem Streik die Polizei- wache beb,flbt und einen Fabrikanten Kallenbach tät­lich angegriffen hatten, zu mehrjährigen ZuckthauS- unb Gefängnisstrafen verurteilt. — In Wenn or starb der Kunstmaler Paul Tribbecke. desten stimmung»- volle Lanb'chaftsbrlder in fast allen deutschen Galerien un) Piivatiammlungen «nuttreffen fin».

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