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Fuldaer Heilung

Druck der Fuldaer Ketten» cuttet et in Fulda

TW

Aus hcir Nachbar ediet.

Mellrickflaftt ^Rhön). Der vrn her Jagb beimaeti«'brte Jaodpöditer Karl Miller von h'er beauftrnqfe lernen Sobn mit b'r 3t e i n I a u n g des Gewehrs. Als dieser damit bcfdiäf'igt war. löste sich pläiftich ein Schu'' her bi auf "Nr Bank fibenhe 18äbrige Schwester in den Kops traf, sodaß sie tot wfammenbrad).

= Tom IRorn. In der Gegend non stabr sind Seidenschwönte ovfctetreten, die im norbi leben Polarkreis beimisch sind und nur bei starkem

Hus well unö w fielt.

. Wie badet man richtig? Unsere Kultur ist soweit oorgeiebritten, daß jede b ssersuuierte Famil'e wenigstens in den Städten, ihr eigenesHabntmmer hat. ,Bade zu Hause" ist eine selbstverständliche Regel geworden. Man badet also aber richtig badet man nicht! Man reinigt lediglich seinen äußeren Per, die Außenseite der Haut. Das ist natürlich immer noch besser als gar keine 3h rttmmi, doch ungenügend zur Gesunderhaltung. Die Wissenschaft hält auch öftere Dampsbäder für unerläßlich! Man bedenke, daß die Haut nicht nur einen Schutz dar- stellt, sondern daß sie auch ein Atmun'swerkzeug ist. Die Gesamtfläche der Haut eines erwachsenen Men­schen beträgt rund einemhalb Quadratmeter. Be- jhnntltcb vermitteln die Poren es sind ungefähr 2 Millionen bett Eintritt der Luit in die verschie­denen Gewebe, sie dienen aber auch zur AuS cbebung ve>b auch er Stoffe unö' von sich bildenden Gasen. Würde man bte Poren anii..anderreihen, io würden sie ein telle-großes Loch bilden. Daraus kann man er eben, wie wichtig es ist, daß die Hautporen und die durch die Haut führenden Wege nickt verstopft werden. Die for,währende Deiunreinigunz dteser Wege und der Poren ist nun aber eine unpebeme. Em franzöfi cher Gelehrter bat einmal interessante Versuche ameftelb. Er ließ einen Mmjchen in warmem Wasser baden, untersuchte dann das Wasser mikroskopisch und fand durchschnittlich in einem Kubikzentimeter (!) 22000 Haut- und Schmutz teilchen, Keime, Bak erien u w. Hiernach ließ er den Betreff-noen noch ein Dampfbad nehmen und sich dann abwaschen. In bie'em Wass.'r fand er, ogleich durch das erste «ad schon 22000 Partikelchen aller Art emfemt worden waren, noch 72000 b.rielbett in einem einigen Kubikz ntinifter! 2'a au8 ei sieht man, daß bte R ininmi nicht eine bloß äußerttcke fein darf, ionbein auch emc tolcke non innen heraus fein muß, durch Scbweinabiondeiung, al o durck .regelmäßige Sebro tz. unö Dampfbäder, welche kann auch das unvergleichlich |d 5n? Gefühl des .Reu- aeborenseins bei Doti ufen. Die e intereffanten Er­gebnisse lassen es auch erklärlich ersehenen, weshalb so bie e Arbeiter wie Schmiede, Heizer ufro., nicht öfter dautkrank sind. Sie schwitzen «ben bei ihrer schweren A,beft «nh reinigen dadurch bie Haut von innen heraus.

,^rie rieft niiemtk 8. J T«1 1878 m f.l'ertd'lcften ceboren in die polnische Crücnipu em. Er sozssrtc zuerst X< er im Jahr? 1918 nach

Die deutschen Sozialsten mußten in einem Augenblick bie politische Macht übernehmen, als die Bevölkerung durch den Krieg schon verarmt war und Deutschland die Folgen eines verlorenen Krie­ges zu tragen hatte. Ihre Massen erwarteten ma- terie.Ie Vorteile, und zwar sofort. Eine Politik auf lange Sicht war so sehr schwer. Aus Furcht, bie aus Agitation eingestellten Massen zu verlieren, schreckten die Mehrheitsfo batisten davor zurück, Dinge zu tun, bie staatspolitisch unbedingt notwen­dig waren, aber bei den Anhängern als Last emp­funden wurden.

Am 9. Stooember 1918 fiel einem Teil der deut- schen Arbeiterschaft die politische Macht zu. Die legten Jahre gehören sicher zu den kritischsten der deutschen Geschichte. Mur große Opserwilligkeit der Massen und Führer mit staatspo.itiscl>em Blick hat- I ten dauernd die politische Macht behalten können. Daran aber fehlte es. Nach der ganzen Vergangen- heit der Sozialdemokratie war aber auch kaum etwas anderes zu erwarten. Der Schritt aus einer Oppo- ! siiionsstellung, die ein hackes Jahrhundert gedauert hat, zum verantwortlichen Träger des Reiches, ist zu groß. Es fehlte die geistige Reife, es fehlte das Verantwortlichkeitsgefühl und damit fehlten die Voraussetzungen für bie übernommene Ausgabe. Wer sich das unverantwortliche Treiben von ko-n- munistischen Betriebsräten angesehen hat, wer be­obachtete, wie diese Betriebsräte wilde Streiks mach­ten, konnte nicht darüber im Aweifel sein, daß man es hier mit unreifen Menschen zu tun hat, die für viele Freiheiten einfach nicht reif sind. Freiheit setzt Selbstzügelung voraus.

Inzwischen haben alle bejenigen Kräfte, die am 9. November 1918 zunächst beiseite geschoben wur­den, sich wieder gesammelt. Die Notlage ist ihnen zu Hilfe gekommen. Jetzt steht zu erwarten, daß I wir wieder in bas andere Extrem verfallen. Die I große Gefahr besteht, daß den breiten Volksmassen ! alle Lasten des verlorenen Krieges aufgetürbet I werden Es ist die Frage, wie sich bie deutsche Ar- I beiterfchaft einstellen will, um das, was droht, ab« I zuwenden. Damit sind wir an einem Wendepunkt I angelangt. Die deutsche Arbeiterschaft steht am I Scheidewege.

Daß der schematische Achtstundentag nicht auf- I rechtzuerhalten war, konnte man voraussehen. Es I wäre besser gewesen, bie Arbeiterschaft hätte von I sich aus die Initiative für eine andere Regelung der I Arbeitszeit ergriffen. Es ist nicht gut, immer erst I zu warten, bis man unabänderlichen Tatsachen ge- I genübersteht. Führen heißt Wege weisen und sich I nicht auf einen Weg drängen lassen.

I Die Gewerkschaften sind durch die Geld- I entroertung geschwächt, sie können erst in einiger I Zeit wieder aktiv werden. Es liegen Anzeichen I dafür vor, daß einige Unternehmerverbände glatt hm, I bie Gelegenheit wäre dafür günstig, um bie Tarif­verträge und lebe Mitwirkung der Arbeiterschaft

I zu beseitigen. Weil bislang bie Reichsregierung sich I dem widersetzte, möchte man auch die politi­schen Verhältnisse geändert willen. Am an­genehmsten wäre ein absolutistisches Regiment, das

I natürlich ferne Energie gegen die Arbeiterschaft allein I einsetzt. Da das aber schwerlich erreicht werden I kann, so genügt es ja auch, wenn der vo'ssische Ein- I floß der Arbeiterschaft vermindert wird. Die Hetze I gegen d»e Diäten hat den Äroe-f. nur noch reichen I Leuten die Uebernahme eines Mandats zu ermög- I sichen. Der Kampf um Abänderung de« Wahl- I rechts ufro. ist schon im vollen Gang«. Sftbstver- I ständsich läßt sich unter Menschen, die die 3funft I des Deutschen Reiches imd Volkes wollen, bte Frage I diskutieren, ob Wahlrecht, Wahlkreiseinteilung ufro I »weckmäß-g eingerichtet sind. Aber darum wird sich I der Kamvf ber nächsten Kttkunst rocht br-hen. fort» I bem ber Kamvf mri) von her Reaktion dahingehend I geführt, den politischen Einstuß ber Arbeiterschaft

fnni er ton tet nach *>: eir.H b-bciL ü-i.n. gwnfcl'

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Donnerstag 24. Zannar 1924.

Die deutsche Arbeiterschaft am Scheidewege

Von «r. Ehrhardt, tvi. d. R.

Uunst und L'teraiur.

-- Se-nein'ch-fnbSlme und 3uetn>6eroegung. Der Verlao des Bübnen vot tSbun oeS, F-an furt a M. legt soeben unter bietem Tuet den Sommeibanb 1924 der gctttdirift des 8VB vor, der -Preis Jiart 2.501 m einer überblenden Fülle und Piftseitigkett von bem Werden und Wachsen bcS neuen Spieles spricht das ans dem l«etlle Der Iuaendbewe ung aufitetgt und Tiensk cn ber Volks emeintckast sein will. Inmitten einet znsnmirenbrechenden material'stischen Stultur ein er­freuliche« Zeichen neuen ttuiturwissenS ein den Mit­arbeitern gehü-en bie bekannie- en 6'^ev ber neuert Tdeateibeivegung Leo Wei mant<n. Eouard te ® »

Robert Groiche, Ignaz G.niges, Heinrich ivachmaan ufro.

^tchn-efall ihre Heimat nerli'ssen. Man bat hier diele V'"oel. hie bie G^ß» einer Tntthe und ein vrachinglle-i Federkleid haben, leit Jahrzehnten- nicht beobachtet.

= r>o 1 b'irg. Mi' einem Af'ienkapi'ol von 250000 ffiolhmnrf bat sich hier eine fiitr Sh ten« C3efelllcbaft oeMM. die den oe'omten Kur. un> Vabkbei'i d übe-nehmen und neuer t-lüte rntaeaen !ü ;ren, vor oll m rach ter ro v cbahlidun ®eit- roei'et ausbauen will. Au den Gründern re-örer neben beka.nnn Hombuil ein Bei tze-n oitch bei bekannte Jiwuftlielle Franz Toau-Rüiiibccg und

ouszuschaüen. In diesem Sinne wird schon heute die Bevölkerung bearbeitet .

Deutschland ist das Herz Europas. Es hat keine natürlichen Grenzen, wohl aber an seinen Grenzen neidische Gegner, bie es am liebsten für alle Ewig- keit in Knechtschaft halten mochten. Deuifchland nt gegenwärtig der wehrloseste Staat Europas, wir können zur Zett unsere Grenzen und bamit umer Uanb gar nicht schützen. Das ist eine auf bte Dauer schwer erträfl.idje Lage. Ußir sind der Gefahr aus- gesetzt, wenn wir uns wieder emporgearbeitet ha^rn, daß Feinde ins Land kommen und uns ausrauben S-wn die ständige Gefahr wird auf die Dauer lah­mend wirken. Alle Schikanen, selbst von kleinen Staaten, müssen wir uns gefallen lassen. Ich bm lern Anbeter ber Macht, aber ohne Macht gibt es auch kein Reckst. Deshalb muß Deutschland unter allen Umständen danach streben, sich, wieder eine tatsächliche Macht zu schassen und die Wehrhaft- machung seines Bv.kes zu erreichen suchen.

Ecw'a 70 Millionen Menschen in Europa spre­chen bie deutsche Sprache. Mr gehören zuiammen und haben auch das Recht auf po.tniches Eigemeben. Unser Unglück ist unsere Unemigkett und ber Man­gel, bie politischen Tatsachen nüchtern auzusehen. Wir haben fetzt die große Aufgabe, eine deutsche Nation ju sck-affen. An dieser ungeheuer großen Aufgabe muß auch die deutsche Arbeiterschaft mit* ! arbeiten. Würde sie das nicht tun, bann wurde sie in einem recht tritifdym Zeitabschnitt der deutschen Geschichte eme niemals zu rechtfertigende Politik

andere auswärtige Hcnen. Ten Portland bat vor­erst Majoi von Hollwede-Gab Homburg <im Kriege längere Zeit Kommandeur des 1. BatS. -Siegt. Vir. 80) üb rnommen. Die (S> unoer haben daS Slttientapital voll übernommen. D>c Kur-Ä.-G. hat auch die Berwattung des Saalbu r g-Restau- ronts übernommen. S>e wirs, wie wir timen, in elfter 15.n e einmal eine gründliche Erneuerung der B iUllchkeiten und der Bäder vo.nehmen. Für den Sommer piaut die Kurveiwatluiig be onöere 23er« anitaltungen, ferner roll em Flugplatz, em Siaöior uns eine Steil» und Fahrbahn angelegt werden.

Aus Geisa und Umgebung.

machen. ,. ,

Die Haltung ber deutschen Arbeiterschaft muß m ber Zukunft bie fein, un.er allen Umständen die staatliche und politische Freiheft des deutschen Vol­kes wieder zu gern nnen. Das liegt im Interesse der deutschen Arbeiterschaft. Mit der Phrase, ber Ar­beiter hat fein Vaterland, muß endlich Schluß ge­macht werden. Umgekehrt liegen die roirflieben Verhältnisse. Wer kein Kapital hat, um in kritischen Momenten ins Ausland zu fluchten, wer über inter­nationale Verwandtschaften und Verschwägerungen nicht verfugt, der rft an das Schicksal seines Volkes und Staates gekettet. Zu disiern großen Kreis der gesamten Bevölkerung gehört doch ohne Frage Die Arbeiterschaft. Wir Arbeiter haben alle Ursache und Veranlassung, uns als Träger des Staates und der Volksgemeinschaft zu betrachten und bem» entsprechend uns zu betätigen.

Freilich wollen wir auch als gleichberech­tigte Staatsbürger behandelt werden. In Friedenszeiten hatte man oft das Gefühl, die deut­sche Arbeiterschaft würde ähnlich behandelt, wie manche rücksichtslose Hausbesitzer ihre Mieter be­handelten. Wir wollen nicht behandelt werden wie Fremde, sondern wie Teile, die zum Ganzen ge­hören.

Zur Zeit geht eine starke reaktionäre Welle durch I das stand. Alle Dummheiten der linksradikalen Ar­beiterschaft werden ber gesamten Arbeiterschaft an- I gehängt. Es wird gant vergessen, daß gerade neck der Revolution bürgerliche Kreise sich vollständig bei Seite stellten und den Kampf gegen die Unver­nunft nichtrevoluiionären Arbeittrkressen überließen. Cs besteht heute die große Gefahr, daß die soziale und politische Reaktion die deutsche Arbeiterschaft in eine neue unsinnige Opposition gegen Reich und Staat bring . Ich gaube, wenn die zu befürchtende Tatsache eintritt, dann wird die Erbitterung viel I größer sein als vor dem Kriege. Denn die Arbeiter­schaft hat nicht vergessen, was sie im letzten ?iahr- zehnt an schweren Opfern für ihr Vaterland ge- I bracht hat.

I Leider muß man f eftff eßen, daß einige Unter» I nehmerkreise in Deutschland gar nichts gelernt ha­ben. Sie haben nur das eine Bestreben, die Ar-

I beiterschaft rücksichtslos zu drücken, um den Herrn- I im-Hause-Standpunkt wieder hervorzukehren. Das muß die Reichsregierung oerhinbem, sie hat heute bie Pflicht, einen unnötigen Druck auf die Arbeiter- Massen zu verhindern; bie allgemeine unoermeib- Rot brückt ohnehin stark genug. Sonst werden wir wieder auseinander manöoeriert und werben auch in bem Augenblick keine Ration, wo die |onftigen Voraussetzungen dafür gegeben sind.

Aber auch allgemein politisch steht die deutsche Arbeiterschaft am Scheidewege. In der Sozial­demokratie wird heute ein Kamps ausgefoch- ten, ob positive, verantwortliche politische Arbeit ge­trieben werden soll, oder ob wieder eine phrasen­reiche Opposition als Aufgabe der Zukunft in Be­tracht kommt. Auch die n i ch t s o z i a l i st i s ch e Arbeiterschaft muß wünschen, daß stch die Geisser scheiden. Wir brauchen eine möglichst große Masse der deutschen Arbeiterschast, die vor polstischer Ver­antwortung nicht zurückschreckt, sondem sie zielbe­wußt auf sich nimmt. Jede andere Möglichkeit schwächt den politischen Einfluß der deutschen Arbei­terschaft. Das wäre verhängnisvoll bei der eigen­artigen Einstellung verschiedener deutscher Partei- I kreise. Die Sozialdemokratie möge nid), glauben, daß sie eine bequeme Ovpositivnsrolle übernehmen I könnte. Kommt es zu einer po'iiischen Einssußlosig- feit der driftscken Arbeiterschaft und damit zu einet tatsächlichen Reaktion aast allen Gebieten, fo wird man nich' nur distrniqen verantwortlich machen, bie ein? reaktionäre Politik machen, sonbern auch bie Kreise, bie durch eine falsche taktische Einstellung diese Po'itik mit verschulden. Tritt die Sozialdemo­kratie in eine radikale Dpoofiton und verbaut sich bab'*rd) den Weg zur praktischen politischen Mrbeit, so setzt sie sich ber Gefahr aus, aufgerieben zu wer­den. Das wäre immerhin em negatives Ergebnis für die deutsche Arbeiterschaft. Deshalb dürfen wir hoffen, daß a'kch die klarsehenden sostalistifcken Ar- beiterkresse erkennen, daß nur tatsäcksick am Scke'de- roeqe stehen. Vraklifche pollsifche Arbeit auf dem rooben der Tatsachen, das ist die Fordeiung ber Stunde.

DerwtfMes.

Papiergeld Iss nlch, fchäbllchi Die verbreitet- An- ickt dass durch ichmutzigrs Papc.rz. alle:f) mb anfet« tion'skiankhellen oeibieitet werden können. Ist nach neue­ren Unfrrfuchunzen sLisch. Mm hat ve.suchsrvec.e Meer- schwelvchen mit den auf Papi-raeld fi hnbenen Batte- rlen a-llupft und konnte in keinem Falle eine scha. diaende Wukung auf die Jmpslin'-e fcftfte'den. T^e Jay der sich auf dem Pap'.ecgcld onfamm ftnden Bakterien ist alle'.dlngs eine 'ehr große; es wurden du.chfch.uttl ch 140 009 auf einem Schein nochaewiestn, dcch sch.rnen^sich bie" rerfdfe'eren Bakterien geaense'tia selbst unschädlich mnckm Denn in vielen Fällen beherbergen gernbe red-t Ichmutz'.n ausfehenbe Scheine weniger, JJ-« gegen mehr Bakterien unb Krauchul-kurne aller Artl

* Dpicr der Law nen. Beim Heuc'O.en aui den Berabängen im P tztai wurde der zwe undzwnn- ziafährine Schuster Hmd von einer Lamme über bte viele bunbert Meter dollen Felswände ms ~al ge rissen, wo er zerickmeueri -als Reiche pebmgen wurde. In Sankt Io bann in den Ap-n wurde ein Schuknabe beim in ölen von einer Lawcne erfaßt und mit feinem Onkel mitgenffen. Während sich der Onkel retten konnte, fano der «cknlknabe ">en Tod.

* Eine clgsnctftge Sammlung würbe kürzlich In Conbon versteigert. Der bekannte iorb Rvrth- diffe hatte eine große fligarrenf am mlu ng, die nach feinem Tobe unter den Hammer kam. Die Sammlung beftanb aus 14 5 0 0 Z1 g ar r e n unb war eine ber berühmtesten biefer Art. I^ vrziellen Preise waren sehr hoch, für befonbere Sorten wur- d-n bis zu 6 Schilling für bas Stuck gegeben.

*Enalssch-r Rebel. Wie gewaltig die Nebelplage m England werden kann, zs-gt ein Bericht aus Nor­wich. Dort follt? ein Begräbnis ftatifmCen, a.s Plätz-ich großer Nebel aufffteg, m dem sich der Leichenzug auf bem Wege zum Fnebhof uenrrte. Mehrere Dcgleitwagen wurden ganz vom Zuge ge­trennt unb gerieten in einen großen ©arten. 5« Beerdigung konnte erst am nächsten Tage fortge lchtw^m. E crfrotcni Ufbpr di«. Bereinigten Staaten iss eine ungewölinUche Kolt eroeile nie'eipenanaen. Wie aus Ga y m Zll'vnw genvlbet wird sind achtzehn F'aucn, bte sich aut einer ed),«- fckubparlie befanden, unterwegs liegen geblieher Un * Irnrraffer und krovfbildirng. Der Stodtrat in Rochester Im Staate Newpork hatange- vrbnet, daß die Wasserläuse der Stabt nttt größeren Mengen Job gesättigt werden. Der ^unb g dieser Maßnahme ist bann zu M)?n, daß in der Bevölkerung der Stadt ber Aopf sehr bausig auf tritt unb nad) ärztlichem Gutachten dw Kropf btlbung burch Trinkwasser venirfacht wird, d.rn ber nötige Jobgebalt fehlt. Die Schstbbruse be. Mens^»n form Jrll nickt entb-hrev.

* Die Verdunflnriasmenae d?s Meerwafsers zu bestimmen ist mchrfack fd on vnternonimen worden. Es mürbe habet festgestellt, daß bte Menge Wasser, welche bas Meer oerbampft.^ fe nach den Drmtegra- ben und ben herrichenben Winben sehr erheb.tch von einander o'weicht. Auss Jaln berechnet oerdunstet in ben höheren Breiten eine Wa^rschickt von etwa 50 Zentimeter, bie sich also ber A'm^frhare emuer- leibt rnb mit ben W-nb'n über bie Sommente ge-f tragen wirb, wo sie als Regen roieber meberfaltt.

- Geisa (Rhön). Dom 1. Februar 1S24 ab treten folgende Slenlerunuen bei bem hiesigen Postamt ein. ») In der Zuteilung ber Laub- orte: 1) Der Ort Bärbel s, bisher zum Land­zustellbezirk Geifa (Rhön) gehörend, tritt zum Land- zustellbezirk der Postagentur Buttlar (Rhon) 2) Die Orte Ketten und A p s e l b a ch, bisher zum Lanbzustcllbezirk der Postagentur Motzlar <Rhön) gehörend, treten zum ^andzusteu» bezirk des Postamts Eeiia (Rhun). 3) xie Orte beziehungsweise Abbauten Walkes, Langwmden und Seeleshof, bisher zum Londzustellbeziik b'r Postaaentur Motzlar lRhön) gehörend, treten zum Lanbzustellbezirk bes Postamts Tann (Rbon), O.- P.-D. Kassel, bi Die Abhaltung ber Dienst» ft.unben erfolgt vom 1. Februar 1924 ab wie folgt: 1) Postamt Geisa: Werktags: a) Die Schck- terbienftftunben: 8% norm, bis 12>- nachm., 4 nach­mittags bis 5S nachm. b) Die Telegraphen- und Fernsvrechdienstftunben: 8 norm, bis 12>§ nc-chm., 3 nachm. bis 7 nachm. Sonntags: a) Sd)alter» 8 vorm. bis 9 norm., 11^ norm, bis 12/s nachm. 2) Die Dienftftunben der Postagenturen Buttlar und Motzlar (Rhänl bleiben unverändert.

--- Dorndorf. Bei einem Neubau sind hier bret Arbeiter schwer verunglückt- Einer von ihnen erlitt einen Bruch ber Schäbeldecke, bem andern mürbe bie Leber beschäbigi und ber dritte trug schwere Innere Derletzunoen davon.

E was vom Sparen. ] Bon 2JürCeiuiei|x« »öictel-^Yrrngshuusen bei Rassel wertbeständige Rentenmark ist da. Auck) die I 2erX ü3 Sssllegung ber Notenpresse KÄänbig geworden. Das deutsche Volk ge- ifnni Ziam üen Emüruck, daß eine zlel^wutzie, re x>auü Ovmrung m Oas !währungs-Ghaos zu trauen gtiD. ift. Das Vertrauen m ine deutsche teu/ri aumüt-üy zurück. Die so nmz- .rttmenb begonnenen Währungs-Reformen werben /ro wboch erst dann in ihrem ganzen Umfange für K Bo.cswir,fchast wohlwüg. auswirken

fcnnS^n auch ber alte 6par|inn roieber ^^paeen ist nicht bas gleiche wie Hmnstern. Der Hami^er ist ein Schübling. Er entzieht bas Gelb Um Kreis.auf der Mirst^aft, häuft es bei sich auf «Uiü legt bamit bie dem Gelbe mnewohnenbe Kraft I ,nr Befruchtung bet Winschaft lahm. Der Ham­mer betrugt sich auch selbst um ben Ertrag, den L5 geiö als Zins bringt. Dem Gelbhamster gleich I achten ist der Warenhamster, Wer heute em c-rib in Waren anlegt, bie er nicht benoiigt, stört naiürttche Entwick.ung bes Warenhanbecs und fetrbert bis normale Preisbildung. Der redete Sparer wird immer besteht sein, das Geld nutz- binaenb cn^ilegen. Er leiht es gegen angemesse- I wen Zins bem «reditsuchenben Nach am, bamit dieser mit bem Geld roirsschaftct. Sehr oft wirb bem Sparer bie Gelegenheit unb Neigung zu un­mittelbarer Ausleihung feiner Erfparnisfe fehlen; nach öfter werben bie Sparbeträge fo gering fein, I bafi eine unmittelbare Ausleihung nicht m Frage I kommt. Dann bedient er sich ber Sparemnchwn- oen wie wir sie in ben Sparkassen, Danken und Darlehnskafsen Haden. Diele Wenige geben em Die' Der in KrediMot befindliche Unternehmer sucht die ihm fehlenden Betriebs-Kapitalien aus bem großen Geldbeutel zu leihen, in den die Sparbetrage bei ben Sparmftituten Msammenfließen. Das gleiche tut ber Landwirt, ber Mittel zu intensiverer Bewirtschaftung fernes Betriebes braucht ober ber bie jüngeren Geschwister in bar abfinden muß. Das geidje tut auch ber kleine Mann, ber sich ein Grundstück erwerben ober ein Haus bauen will.

Allgemein ist heute bie lieber,zeugung nercrenet, ber Kreditbedarf ber deutschen Wirifchaft 'st fo groß, baß er nur vom Ausland befnevtgt | werben könne. Das mag richttg ^Vin. Richtig stt aber auch auf jeden Fall, daß ausländische Kredite erst in Anspruch genommen werden sollten, nach­dem Ae letzte untätige deutsche Ren- tenmnrt bem deutschen Kreditbedürsnis nutzbar gemacht worben ist. Auslanbskredite sind sehr teuer. Die dafür aufzubringenden hohen Zms- betrüge fließen ins Ausland, gehen dem deutsdien Dolksvermögen verloren. Die Zinsen für bte beut» schen Sparguthaben dagegen bedeuten etnen Zu- roiithB zum beutischen Dolksvermögen.

Man hört heute vielfach bte Ansicht, bas Sparen fei zurzeit eine U n m ö g li ch k ei t. bas Einkommen des Einzelnen fei fo gering geworden, daß «ach Be- ftrritvnq ber notwendigsten Lebensk^durinisse kein Svarpfennig übrig bleibe. Auf viele Falle wird das treffen; unrichtig ift jedoch eine Verall» gemeinerung. Auch von bem Wemgen laßt sich bei ernsthtt'tcm Wollen noch etwas erübrigen. Der genüafame unb zufriedene Menfch wirb bet gleichem Einkommen mit bem anspruchsvolleren Na'ft'arn immer nur einen kleineren ober größeren Teil dessen z"m Sebenshsbarf benötigen, was dieser ars fel'stverstänblich rest'os aufbraucht. Sa'ange z. B. sich Alkohol- und Tabakkonsttm m ben heu- tigen Grenzen beroeoen, sind noch allerhand Spar- mv-rNebkeiten vorhanden.

Pfssckt des Staates wird es sich, die Sparsamen und Fleißigen, diese starken Stützen feder Volks- roirkschaft. nt^er feinen besonderen Schutz v> neh­men. Die schledsten Erfahrungen, die der Sparer in den letzten Jahren mft feinen Spareinlagen ge« mackst hast bürken sick nicht wiederholen. Der Spar- smn mch sonst aus lange Zeit hinaus vollkommen abgetötet werden.

Deutsche Landw'rt^ast.

= ner Ricdrqrü'tbtk bes Sundes der Landwirte, Rittereut?b'sih"r fflufta» Neubauß auf Selchov tm Kresse T-'Itow ift am Montan gestorben

wiffenlchast ur.ö Setzung.

p ttriebrid) Kli mlte S. .7 t tsn lJr Rall i beb 8. nänunr ftort in Pt 01.1 an Mag. n red» der ^roieno: rer Pbtlowpdie on der (Are oilarmcken Urt.t »-tat P, rtrfi fiu-mte S. J Tei 'Kcrilcrhene nt tm Zallr-

U.

Nachdem die Gewerkschaften bet Beginn des 1 Krieges sich national eingestellt halten, lag die An­erkennung seitens der Regierung nahe. Da sie alle Kräfte für die Landesverteidigung brauchte, war es eigentiid) selbstverständlich, daß sie mit ben geroerb fdjaftltd>en Drgamjationen zusant.nenarbeiteic. Die Gewerkschaften ihrerseits versuchten nach Kräften einen für Deutschland günstigen Ausgang des Krie­ges heroeizuführen.

Das tzilfsdienstgesetz brachte nach der sozialen Seite hin einen wichttgen Fortschritt. Streiks und Aussperrungen mußten als schwere Störung im Kriege empfunden werden. Da aber auch ter Arbeiterschaft ihr Recht verschafft werben mußte, so schuf bas HUfsbienstgesetz Arbe 11eraus - schüsse unb Schlichtungsausschuss e. Wenn auch bie Schttchtungsausschüsse zu lang 1 am arbeiteten und beshalb die Streitigkeiten lange in I fcer Schwebe blieben, so war doch nach ber grund­sätzlichen Seile ein wesentlicher Fortschritt erzielt. Denn bisher war die Lohnregelung als alleiniges Recht des Unternehmers angesehen worben.

Der Krieg ging auf ben Schlachtfeldern verloren. Im Innern Deutschlands erfolgte ein Zusammen­bruch, der auch politische Umwälzungen nach sich zog. ! Es hat sich später gezeigt, baß bie Hoffnungen auf einen erttüglichen Frieden sich nicht erfüllten. Die Bolksbeauftraglen als Revoluttonsregiermrg befei- ! tigten einige reaktionäre Gesetzesbestimmungen unb versuchten auch, bie sozialen Forderungen zu oer- toirnidjen. Es wäre besser gewesen, wenn schon früher, msbefonbere auf bem Gebiete des Arbeiter» rechts, mehr gesd)ehen wäre. Dor allem würbe Die I politische Gleichberechtigung durchgeführt. Die Mehrheitsfozialisten Haden bann bie Wahlen zur Nationalversammlung gegen bie Unabhängigen burchgefetzt. Dadurch ha. en sie ben Bürgerkrieg

I verhindert, bas wirb immer ben Mehrheftsso.ialisten als ein Verdienst angerechnet werden müssen.

Mit 21 Jabre.r trat er - der lifro-i?: Jein ?:>tf 'n bv.; :»

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