^knielnumrner 10 Pfsnnin
Amtlicher Anzeiger für den kreis und die Sfaöf Fulda.
Nr. 17.
BerantwortliS >ür die Gdmitleilung: Dr. Jobanner Kromer. Anzeigen; I. Varzeller. Fulda. Rotationsdruck und Verlag der :: Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernsprecher Nr- 9. »
B e-ugZvreiS; Monat Januar 8.50 «oldmark frei Sauä.
Sonntag, 20. Januar 1924.
«ureigen-Brette; «lei»,eile «Toteme;) Iota. 0,15 «oldmart auswärts 0,20 Soldmark: Reklame,eile lokal 0,80. Soldmork " auütoättl 0,80 Goldmark. :.
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51. Zahrg.
Kurland
kerlmg allgemeine Entrüstung.
I i * Der Reichstag in Finnland ist aufgelöst wor
.. -----i I den. Die Neuwahlen wurden auf den 1.4. fest.
Unterhändler aus dem Spiele zu lalfen und die I geletzt.
die nötigen Grundlagen zur Regelung der Repa» |
saki0sn9frane ArHen u>erde. Es fei zu hoffen, SeMSMe VerltUM-UNg.
dag dann auch die Frage ber interalliierten I 3
Schulden ihre Regelung finden werde. Die Die katholische GeisiNchkelk der Pfalz wird von den
verständigen für internationale Eisenbahnfragen, Sir William Acworih und den Generalsekretär der europäischen Eisenbahnunion Le Verve, aufzufordern, — zusammen einen Bericht über gewisse Eisenbahnfragen zu erstatten.
poincars
Zur Lhoralreform.
Einem Freunde christlicher Kunst blutet das Ser, so ®fL" Rückblick tut in die Geschichte bei lit'ur.
er heft'toie Jahrhunderte und Jahrhunderte mit frommem Srnn und heiliger Be» Eerung an einem kostbaren Gewebe gearbeitet haben, das jetzt mißachtet und mißhandelt im Winkel iieat und verstaubt. Man hätte denken sollen, als PmS X mit der neuen Aus -abe bet' liturgischen Bücher dem leibt en Streit zwilchen den Anhän ern der Ausgabe von Solesme und der Medicea ein Ende machte, nun wurden überall in der katholischen Welt mit Begeisterung "e.ue ®rab“al,e und Khriale zur Hand genommen und die alte heilige Kunst winde wieder aufleben allem über allen Wipfeln ist Ruh'! Man hat nicht«' oder doch herzlich wenig getan, um den Anregungen des Papstes golge zu geben, und man hat hundert G.ünde Düfur.
, J181 E^oral, zumal in der neuen Ausgabe, ist zu schwer. Gewiß, aller Anfang ist schwer, und eine Sache, tue die man fein Verständnis und keine Lust und Liebe • ■ re.c$)t schwer und kann eine drückende Last
sein. Ader zu schwer, so schwer, daß er nicht auSgeführt werden konnte, tit der Choral nicht. Er ist doch Jahr-
• lan0 Bon den schlichtesten Leuten und an- sanglich in der denkbar mangelhaftesten Notierung ge» stmgen worden. Im 15. Jahrhundert gehörte eS zur Studienordnunfl, daß Ghmnastasten Antiphonen und Hymnen und in den oberen Klaffen selbst die Gradua ien fansen Was em Schüler im 15. Jahrhundert alß ettoaS Selbstverständliches leistete, das sollten wir doch heute nicht als zu schwer ablebnen
aber auch, das Volk wolle den Choral "Uhr. -Mit dem lateinischen Choral wird das Volk aus ber Kirche hinausgesungen; das Bolt will selbst in der Stirate ilngen. unb zwar seine deutschen Lieder, und diese laßt es sich nicht rauben. — Es mag sein, daß das Bolk niancherorts den Choral noch nicht will; war man nicht
■ £*tuu Am Mfeeuui nirht R,- iU ---------i.— s-c.
MäüMmeDmlgen zufolge beabsichtigt der Reichs, 'ogspras-dent Lobe, ben 21 cltefte n ra t fürDien^° tag ben 29. yanjtar «nzubsrufen, um über den ^fasien^E ®nberu^uns 025 Reichstages Beschluß
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Gchhäftsträger in Paris, Bot- schaftsrat v. Hoesch, der m Berlin weilt, haste am ^A «ne mehrstündige Unterredung mit Stress mann. Hoesch Anfang nächster Woche nach Paris zurück- rsyren.
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Am Samstag begann in Berlin die Tagung des R«rchsaus,chusfes der deutschen Sen» fr um spar ter. Sie wird durch ..e Vorstands-
M der Tage« ...mng stehen die Organisation der kommenden RetchstagswahLtn.
vke arbeit -er Sa^verftandiqen.
«m Monkag wird Dr. Schacht ZU Wort kommen.
Prüfung von Eisenbahnsragen.
J®.us ®ris wird gemeldet: Das erste Sa*. fnÄ?l9rrfOm tec: "eroffentlicht am 18.' Januar I folgendes Communiguc;
Das Sachverstänbigenkomitee für das deutsche i Budget und für die deutsche Währunq hat seit eini- gen Tagen Unterausschüsse damit beauftragt, Sp e° tl’a r x?" vorzunehmen. Diese Unterausschüsse sind heute vormittag zusammengetreten, um dem Komitee nn Laufe der Nachmittagssitzung Bericht über ihre Arbeiten zu erstatten. Dieses B-r« fahren wird bis Ende der Woche beibehalten wer-
Komitee hält seine nächste Sitzung am Montag den 21. Ian., nachmittags 3 Uhr, ab, um unter Mitwi rkung Dr. Schachts die Erörte- I nmg der Währungsfragen wieder aufzunehmen. I In seiner heutigen Nachmittagssitzung hat das ^o^'iee beschlossen, den bekannten englischen Sach-
Dorschläge der deutschen Regierung selbst abzuwarten. Die beste und einzige Art, dahin zu gelangen, bestehe darin, daß man die Ausbeutung des Ruhrgebietes und des Rheinlandes weiter
Wirtschaftliche UampsbeMegungen.
.=■ Der Mrkschaslskampf in England. Rach einer Be- ’ sprechang mit ben Eisenbahnbirektoren und dem Doll- zugsaustchuß der Lokomotivführer- und Heizervsrelni- grmg erfläne Henderson, er könne keine Möglich, keit entdecken, den Ausstand zu vermeiden. Der Sekre- tSr der Bereinigung sagte ebenfalls, der Streik fei jetzt sicher. Das Ergebnis der Abstimmung unter ben eng. lllchen Bergarbeitern fei, baß sich etwa 510 000 für die Kündigung der gegenwärtigen Lohnübereinkunft und etwa 110000 Arbeiter dagegen ausgesprochen hätten. Dies bedeute keinen Ttzceik, sondern lediglich, daß dae letzt in Straft befindliche Usbereinkommen drei Monate vor seinem Ablauf gekündigt werde. Inzwischen solle m:t den Bergwerksbesttzern unterhandelt werden. In der Unterhausdebatte führte der Führer der Bergleute Frank H o o g e s aus, eine Revolution mit konstitutionellen Mitteln fei im Anzuge, während Revolutionen in anderen Ländern von Blutvergießen und Gewalt begleitet waren. Die Arbeiterpartei werde Pläne zur Reorganisation der Industrie einbringsn Wenn die D»rstaatllchung das einzige Mistel für eine zweckmäßige Organisation der Industrie und Arbest seh so werde diese vorgeschlagen werden.
verbessere. Zu der Sachverständigenkonferenz bemerkte der Ministerpräsident, es liege Grund zu der Annahme vor, daß sie ihre Arbeiten bald abschließen und daß bann die Reparationskommifsion über
Der Tag der Gemein-ewahlen
ist, tons bei dem Interesse, das den Gerncinderoahlen setzt schon entgegengebracht wird, hier einmal fesi- gc stellt sei, noch nicht enbgültig fcstgelegt. Die Wahlen zu den Parlamenten der Städte und Land- gemeinben sind, wenn die Wahldauer der Gemeindevertreter konsequent auf 4 Jahre durchgehalten rver-f den soll, längst überfällig. Besondere Umstände haben dies nrit, sich gebracht. Der Hauptgrund, daß
MM Bti MMSIW.
Zusammentritt des mtswärttgen Ausschusses. — Einberufung des Reichstages. — Reichstagswahl im 2Rtri oder Juni — Tagung des Reichsausschusjes der Zentrumsparlei.
Nach Mitteilungen aus Berlin hat im Auftrage ves Dorstandss der sozialdemokratischen Reicl;sta.gsfrattion Hermann Muller an den Reichs- außenrmni'ier Dr. Strefemann einen Brief gerichtet, in dem er die Einberufung des auswärtigen Ausschusses für die kommende Woche fordert., Dieses Verlangen wird mit dem Eintreffen der französischen und belgischen Roten auf das deutsche Memorandum begründet. Außer der Besprechung dieser Noten wird u. a. eine Aussprache über die Rhein- und Ruhrfrage, das Repa- rationsprablem, das Verhalten der französischen Be- Ptztrng in der Pfalz und dis Militärkontrolle gewünscht. Eins Besprechung dieser Fragen erscheine wte es m dem Briefe heißt, schon deshalb notwen- d-:g, well vorläufig ein Termin für die Einberufung des Rechstages noch nicht festgesetzt- fei.
,3Bte der Demokratische Zeitungsdienft hort, ist noch von kemsr maßgebenden politischen Stelle ein oestMtmter Tag für die kommenden Reichstags- ?? o®1 ™ aU5ftd)i senommen. Die Regierung sei her Ansicht, daß es wünschenswert wäre, wenn die Stabilisierung Der englischen Aroei- löfHA,erU®nS öer Ausfall der fran- ammerwahlen der deutschen Sn^^T^raö^38,nse und wenn ferner die Gesundung noch einige Fortschritte । Danach werde man annehmen dür- I ö ® 9Ba^en 'M Mat oder Juni statt- !
MLTVLN.
hnt in der französischen Kammer in einer recht hitzig gefübrten Debatte seinen Standpunkt verteidigen müssen. Namentlich in der Frage der Separatiften« Unterstützung fiel es ihm nicht leicht, die Vorwürfe, die aus England kommen, abzuwehren. Bezüglich der bevorstehenden Verhandlungen mit Deutschland erklärte Poincare, er habe stets wissen lassen, daß er die Vorschläge, die ihm die deutsche Regierung etwa machen zu müffen glaube, an- hören würde. Der deutsche Geschäftsträger sei aber nicht gekommen, um Vorschläge zu machen, sondern um Forderungen zu stellen. Französischerseits und belgischerseits habe man Deutschland im Bewußtsein des guten Rechts und mit Mäßigung angehört, ohne in die Kompetenz der Repko, der Rheinlandkommisiion oder des Generals Degoutte eingreifen zu wollen. Wenn die deutsche Regierung verhandeln wolle, solle sie selbst sprechen. Das Beispiel des famosen Planes Rechbergs, der alle Vorzüge habe, aber nicht existiere, muffe Frankreich von der Notwendigkeit überzeugen, alle offiziellen
— DaS Schlittschuhlaufen und feine Geschichte WaS dem einen eine Freude, ein Vergnügen, da? ist für ben andern zum Sport geworden. So ift'S auch mit dem Schlittschuhlaufen, da? sehr viel älter ist, als man allgemein denkt. Die nordischen Länder mit ihrem vielen Wasser, Schnee und Eis sind naturgemäß die Wiege des Schlitt'chuhlaufens. Zn e ner Meisterschaft brachte man es aber zuerst tu Holland; heißt ja doch noch eine besondere Ärt des I EislausrnS „Hollandern". Zur Blütezeit unserer Liteiotur huldtgie man auch dem Schlltischuhlaufen in besonderem Maße. Schiller, Herder und viele andere ernste Männer fanden ihr Vergnügen daran, sie erkannten den gesundheitlichen Wert des Laufens 1 mit dem „Schlittschuh", rote damals das Ting hieß, und eS gibt manche Ode zum Lobe desselben I Meherbeer brachte bie Eisbahn in seiner Oper „Der Prophet" bekanntlich auf die Bühne. Selbst der große Philosoph Kant huldigte mit Eifer dem gesunden I Sport. Und vermocht die holde Weiblichkeit war von I ihm ausgeschlossen! Noch vor 60 Jahren wagte es I keine Dame in Berlin, sich auf dem Eise zu tummeln, I bis die Sängenn Henriette Sonntag aus Wien kam und sich über alle Vorurteile hinwegsetzte. Sie durfte es ja auch, sie wurve ja vergöttert. Als nun gar die jungen „Kronprinzens", der spätere Kaiser Friedrich und seine Gemahlin gement (am das Eis betta« I ten, war „das Eis gebrochen" und die ganze vornehme Mell folgte alsbald dem vor oben gegebenen Beispiel. M.
vom preußischen Landtag.
Der ständige Ausschuß des prsutzifchen Landtages nahm die SBerorbmmg zur Abänderung des Gesetzes betreffend die Uebertragung ber Verwaltung und Ausbeutung des staatlichen Bergwerksbesitzes an eine Aktiengesellschaft in der vom Unterausschuss beschlosienen Fassung' an. Danach wird das preußische Staatsministerr">n ermächtigt, die der Dergwerksdireksion Recklinghausen unterstehenden Betriebs usw. in eine oder mehrere besondere Aktiengesellschaften umzuwandeln.
Das Staatsministerimn hat bie gesamten Aktien für den preußischen Staat zu übernehmen und ist befugt, bis zu einem Viertel der Aktien nach Anhörung eines Landtagscmsschuffes, über ein Viertel nur mit Zustimmung dieses Ausfchusies zu ver- äußem. Der Handelsmlnister und der Finanz- mimstsr sind befugt, der Ausgabe von Anleihen bis znm Gssirm^bstrage von 20 Millionen Gold- mark suWstimmen.
I den haben, war der, daß im alt- und neubesetztey Gebiete n t rift gewählt werden konnte.
I . Nach einem früheren Beschlüsse des Landtages I sollte big zum 2. März 1924 gewählt werden mit der Maßgabe, daß der Wahltag, der ein S o n n t a g fern muh, vom Landtag bestimmt werden mußte. In Verfolg dieses Beschlusses hatten die Koalitions- Parteien am 10. Dezemder einen „Entwurf über die Festsetzung des Wahltages für die allgemeinen Ge- tneindewahlcn und über die Regelung vsrsrhiedsner Punkte des Geareindewahlrechts (Walltags* 9 e s e tz)" eingebracht, durch dessen Arttkel 1 der 2.‘ März 1924 .als Wahltag bestimmt werden sollte. In der Ausschußberatung am 13. Dezember wurden jedoch so viele Gründe gegen den 2. März als Wahltag vorgebracht, daß die Mehrheit der Mit- jstieder des Ausschusses dem Zentrumsantrage, die Gemeindevertretungen der Städte und Landgemeinden bis zum 4. Mai 19 2 4 neu zu wählen, zustimmte. Für die Zentrumsfraknvn war bei Stellung des Antrages die Rückslch.'nalMs auf das be»
I fetzte Gebiet von ausschlaggebender Bedeutung. Mit- i bestimmend für die Anhänger des 4. Mai als Wahl- [ tag mar die Hoffnung, daß bis dahin die Bsrhält- niffe im besetzten Gebiete sich so weit geklärt haben, daß auch hier bie Gemeinde wählen bestimmt und unbdfinbert ftattfinben können.
Diesem Beschtuß ist die Landtagsmehrheit beige- trcien. Mit Sicherheit ist anzunehmen, daß vom Landtage, wenn er Ende Januar wieder zusammentritt, der 4. Mai als Gemeindewahl- t« g festgesetzt werden wird. Der 4. Mai ist ber 2. Sonntag nach Ostern und somit für einen Wahltag wohl der günstigste Sonntag bis zum 4. Mai. Wir werden gut tun, uns überall auf die Gemeinde- Wahlen für den 4. Mai 1924 gründlich vorznbereiten.
care mit 415 gegen 151 Stimmen ein Vertrauensvotum.
Dos Schicksal der englischen Regierung.
Die über den Mißtrauensanttag der Arbeiterpartei ist nach der Freitag-Sitzung auf Montag verta g t worden.
Der Reichskanzler und Bayern. Zusmmnenlreffen zwischen Marx und o. SnMag in Homburg v. b. H.
Wie gemeldet wird, hat die angekündigte Aus- spvache zwischen dem Reichskanzler und dem bayerischen Ministerpräsidenten in H o m b u r g v. d. H. stattgefunden. Sie erstreckte sich insbesondere r,?ch auf bie bayerische Denkschrift zur Weimarer Verfassung und war getragen vom Verstand- nis für die gegenseitigen Belange, lieber die weitere geschäftliche Behandlung der schwebenden Fragen wurde ein Einverständnis erzielt.
i Hangen. Eins Aufwertung der Schuldverp'liär- tungen von Reich, Ländern und Gemeinden komme narif den Grundsätzen der reichsgerichtlichen Entscheidung nicht in Frage, da diese öffentlichen Schuldner infolge des verlorenen Krieges und der Verpflichtungen aus dem Friedensoertrage zahlungsunfähig feien.
4 Drakonische Bestrafung. Dos neugebilbete Wuchergerich: in Braunschweig verurte'ilie den Schlächlermeister Hövicke wegen Fleischwuchers zu einem Jahr Gefängnis und 10000 Gold- mark Geldstrafe, obwodl die Sachveistänvigen erklärt hatten, daß Preistreiberei nicht vorliege. Der Verurteilte wurde sofort abgeführt. Auch^ andere Angeklagte mutben mit ähnlichen Strafen bedacht. In der Bevölkerung sind Listen im Umlauf, die eine Begnadigung von feiten des Staatsministeriums erwirken tollen.
* „Abbau" in Württemberg. Der Verwaltungs- ai^schuß des wrüttembergffchen Landtages hat be= fd/ojfan: Die Zahl der Abgeordneten wird auf 80 festgesetzt. Auf die Kreislisten sollen 60, auf bie Landeslisten 20 Mandate entfallen.
währungzfraqen.
— Die Zinsen ffir Rentenmark Kredite. Die „Soff 3t(I" berichtet, daß sich das Reichsmlrischaftsminifterimr mit den zur Zeir für Rentenmarkkredite geforderten Zins- gtzen Mcffäfiißt. Das Ministerium bube mit den Banken erhandlunaen darüber aufaenorrrmen in melcher flöhe Zinsen für Rentenmarkkredite anaemeffen sind, Im Mi» nffterium stehe man auf dem Etandmmtt. baff bie Rentenmarkkredite. die mit 10 be3n>. 12 Prozent pro Jahr (mtt Goldklaufel) van ber Reickrsbank an bie Banken gegeben werdm, nur in einer biefem Satze ent« fprersicnden Weife den privaten Kreditneb'':nn weitergegeben werden dürfen. Auf einen bestimmten Satz Hobe sich das Retchswirtfchaflsministeriwn habet nicht festgelegt.
Run sagt man auch, das Volk soll verstehen, was es singt. Der Satz kann so überhaupt nicht gegen den Choral gestend gemacht werden, denn das Bolk soll ihn ja nicht singen, ein Cha r.
ß. Heneler in der „Germania".
* Kabinettskrise in Aegypten. Das Kabinett in Kairo ist zurückgetreten. Der Vize-König bot ben Premierminister, bis zu seiner Rückkehr nach Kairo am 25. 1. im Amte zu bleiben. Dann wird zweifellos Zaglul Pascha mit der Kabinettsbildung beauftragt werben. Dieser scheine willens zu sein, den Auftrag anzunehmen.
von den Hochschulen.
---Dardurg. Der ordentlicheProfoffornirromanische Philologie, Dr Ernst Curtiue, wurde vom 1. April ab /US Nachsower von Professor Fritz Neumann an die | Universitär Heidelberg berufen.
i daß wir nicht m»hr den reichen Llederfchatz besitzen, ben eine frühere Zett ihr eigen nannte, und daß wir nur sehr mangelhaft für bas Verlorene entschädigt worden
Wer ober denkt denn nun daran, dem Volke fein deutsches Sieb zu rauben? Man hat seinerzeit dem Volke trotz seines heftigsten Widerstrebens feinen lieb- gewordenen Choral geraubt, aber setzt chrn das deutsche Lied zu rauben, daran denkt niemand. Es werden in einer größeren Gemeinde (eben Sonntag gar viele (JJot- tesdienste gehallen, und in kleinen Gemeinden muß ja nicht jeden Sonntag Choral gesungen werden. ((Ein Feh- ber, ber von den Kirchenchören in Fulda Stadt und Land sorgsam vermieden wird. Die Schriftl. ber „Fuldaer Zeitung"), unb nun soll bei einem einzigen Gottesdienst ber Choral zu seinem Rechte kommen. Bei allen anderen bleibt Raum für das deutfche Lied. In ber Frühmesse, im Kinder-Gottesdienst, in ber Spätmeffe, am Nachmittag und bei der Abendandacht kann ein ieber, her das will, nach Herzenslust deutsche Lieder singen. Freilich man müßte die Praxis nicht kennen, wollte man nicht augeben, daß immer einige sich finden werden, die „imbeschnitten an Herz unb Ohren" vom Chiral nichts wiffen wollen. Die gehen eben in einen der andern Gottesdienste und singen deutsch oder gar nicht. Jeder Gottesdienst wird doch gehalten, damtt er besucht wirb. Es soll also dem Volke durchaus nichts genommen werden, nein, es soll ihm zu dem, was es schon besitzt, noch etwas Herrliches unb Kostbares beschert werden. — Der lateinische Choral stand «inst da, wie ein prächtiger Dau, wie eine herrliche Basilika, echt italienische Kunst. Daneben stand auch das deMsche Lied wie ein schmuckes kleines deutsches Kirchlein. Nun ist der Prachtbau zur Ruine geworden unb auch das Kirchlein fängt bebenk- lich an zu zerbröckeln. Eins van beiden aber muß stehen, und da nun Pius X. Befehl gegeben hat. den stolaen Bau des Chorals wieder zu errichten, da sollte man sich doch nicht nach Art der Nachteulen unb Fledermäuse m die Winkel des eigenen Baues verkriechen und rufen: Wir brauchen nichts weiter, wir sind «ick- |
DeriWes Reich.
* Der preußische Staafsrcf tritt am 22. Jamiar w einem neuen Tagungsabschnitt zusammen. Zur Verhandlung steht neben verschiedenen kleineren Vorlagen die Notverordnung betr. die Abänderung des Gesetzes über die Grundvermögens- steuer und die dazu gestellten Anträge.
! * Zur Hyxothekarmu fwertungsfrage hat sich
Reichsfustizminister Emminger geäußert: Er ist für eine durchschnittliche Aufwertung, um Millionen ren Prozesstn zu nerhmbem. Emminger warnte von Optimismus bezüglich der deutschen Fi- nron hier unb da schon mit dem Choral das Volk „aus ber Kirche hinausgesungen" hat; ja noch mehr, es möchte selbst gar manchmal auch ben Klerus ber Wunsch anwandeln, die Flucht ergreifen zu können: allein das liegt nicht an dem Choral, bas liegt an dem Vortrag des Chorals. Hier ist ein Wort von Pater Iohner, dem Benediktiner, zu zttieren: „Der Erbfeind des Chorals und was Ihn feit langem um feinen guten Namen gebracht hat, das ist ber schlechte Vortrag — denn eine traurige Tatsache zeigt, daß Fehler, die man bei keinem anderen Eesonge dulden würde, beim Choral sehr häufig vorkommen (Schreien, Poltern, qelst- u. formloses Herabsingen), wenn nicht aar zum Prinzip erheben werden." Man urtettt bei Ablehnung des Chorals über eme Sache, bie man nickt kennt. 'Haben olle diejenigen, bie bie zahlreichen Gründe geoen feine Einführung zur Hand haben, auch schon einmal ben Choral gehört?
Das Volk will sich sein deutsches Lied nickst rauben lassen, unb das Volk will unb soll auch verstehen, was es singt unb was in ber Kirche gefangen wirb. „Dem Bolke feine Lieber rauben", klingt ja nun allerdings ganz fürchterlich und grausam und nahe hochverräterifck, aber was steckt denn dahinter? Hier wären ein paar Fragen «u erörtern, deren eingehende Beantwortung 6=er zu roeit fü&rcn würbe, nämlich: 1. Wieviel Prozent her Gläubigen einer Diözese nehmen das Diözesangefang- Xu<i> nut in bie Kirche, refp. singen in der Kirche mit? 2 Wieviel hundert Lieber — ober genügt vielleicht bie Meßzahl Dutzend? — werben überhaupt per annum gesungen? 3. Wie oft kommt es vor, daß einer beim besten Willen sich nicht am Gesang beteiligen kann? unb I 4. Wieviele von all ben Liebern sind es wert, daß sie m oet Kirche ober baff sie überhaupt gesungen werden?
Gewiß besitzen w>r noch einen Fonds guter alter deutscher religiöser Lieder, Choräle werden sie genannt, und sie werden auch zu gewissen Seiten d:s Jahres in ber Kirche gesungen, aber ich glaube„ man gehr , nicht fehl, wenn man sagt, auch in Bezug auf das deutsche ■ Kirchenlied macht sich moderner Ungeschmack breit und . wir laufen Gefahr, bas Beste auch davon zu verlieren, I
Ausnahme einer Anleihe für Deutschland hänge von I Franzosen beschimpft.
dessen gutem Willen, von seinem Kredit und von j 9fu, „u.
der Besserung auf dem Geldmarkt ob; Frank-
reich verlange, daß die Aufgabe der Sachverstün- \
digen aufs Schnellste durchgeführt werde, ohne daß I Bischof Sebasttan an der Spitze ge°
der Betrag der deutschen Schuld revidiert werde genuber dem, Separatismus entnimmt, har das oder daß man sich auch auf die nur theoretische Organ des französischen O^rkommisjanats, das Frage der deutschen Zahlungsfähigkeit einlaffe. Mtmzer „Echo du Rhm in Hämisch gebracht, daß Zum Abschluß der Verhandlunaen erzielte Poin- dos Blatt nicht scheut, die k a t h v l i s ch s G e i ft« ' ltchkett der Pfalz als bezahlte Agenten, die von München aus ihren Gehalt bezögen, hiwzustellen und ihr« Ablehnung des Separatismus niedrigen Motiven zuzuschreiben. Ueber diese ungeheuerliche Verunglimpfung herrscht in der Vevöl-