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La«»tag 1» S-»"-r 1924.

Fuldaer Heilung

+2+ Druck der Auldaer Aetteud racker ei in gutoe

Der Haushaltsplan der Semrinden

Berliner Kursbericht

(Alles in

Deutsche Skaatspapsere

JndUjtrre-Alkri».

165 i

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Norden herum-

Sonne tief am violetter Hauch

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Der Sievlrin«, de, fl-rf-en'-tm Le'tnanks Im September 1*115 frühmorgens fiel bei einem S'urm- on-mff im 5B?ften der ei-er e n n l i f rf) f n Mb-kfamil-e er#r,'-"rrenbe ßcutnrnt Tnrrouer u->b bli»tz vor i*em

Kosmos Dpi. hept n vpnch- . upag onto

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B-rm Creöitbark oaqr. n. u wbk. Börmer Bo k-0 Bnl n«l)ondel5v. Comm« bank Daiz.Proat.iank Darmstadter Bonk v üstat. Ban,

-neben trf lie en. Bet der d-utschm ^rrmttrunne 'chnitts stand damals auch der Keickmann t-nd

In flammendem Scharlach stand die Horizonte, während sich int Osten ein zeigte.

Nichts zu festen, sagte Jakob.

Wenn der Wind nur etwas nach

nen. Und dabet hat man noch Mitleid mit den Bestien und ihrem Gewinsel gehabt'.

In dieser Tonart ging es weiter, und wenn Wc- ham eine Pause machte, fiel Jakob ein. bis ihnen beiden der Atem ausging und sie keuchend verstummten.

Helga faß am Steuer und brachte das Doot so Hari an den Wind, daß es ganz schräg lag und wir in sau en­der Fahrt dahinschrssen. So hockten wir nun. ein oer- lassenes Häuflein Menschen, im kleinen, offenen Doot mitten im unermeßlich weiten Ozean; dazu kein Shiss in Sicht und die nächste Küste Hunderte von Meilen entfernt; außerdem aber noch am direkten Kurse dorthin durch den Nordost verhindert.

uns Nachsehen. Sehr schnell erschienen auch die üWfl-n; doch beobachteten uns alle seltfamerweise mit kühler Neugierde.

Aber ehe wir noch unserem Erstaunen über dies rät­selhafte B»nehmen Worte leisten konnten, brach die ganze Versammlung in ein schonendes Gelächter aus

Sie winkten uns ironische Abschiedegrüste zu, mäh. renb Nakier spöttisch die Mütze schwenkte und uns tiefe Verbeugungen machte.

Dann erteilte er mit lauter Stimme, deren vollem, melodischen Klange man nicht das gerin-fte von b-r vor- angegangenen Schwäche anmerkte, ewige Befehlet die Leute verteilten sich hurtig auf ist-» Pasten, das M-rs- fegel schwang hemm, der Bug b»r Bark fiel langsam ob die Segel füllten sich wieder, und ruhia als ob nicht das minfr?rfe Außergewöhnliche vorg fallen wäre glitt das Schiff mit den vom Nordost geblähten Segeln dahin.

Starr vor Staunen gafften wir ihm nach. Es ge­hörte wirklich kein großer Aufwand van Sch»rfsinn dazu, um in kürzester Zeit zu mer'en. dost wir die Dnfer eines unendlich schlau nng-legten Tricks geworden roo en, bei dem die farbige Bande gar nicht viel risfe-t batte. Ich konnte mir ungefähr zuf^mmenreimen, wie sie die Sache an-'efangcn hatten Das Anbrennen einer rodeten Decke genügt ja vollkommen, um ein ganze- Sch'ff mit Oualm zu erfüllen. I-denfalls zog j-tzt ein glinzen- der Debets ihrer Benchlaaenst-it die Bark im leuch. tend»n Blau d»s Morgens fort nach Südweft.

Bei diesem Anblick brach in den beiden Ba tsleaten die Wut los . . Abraham schleudert» feine Mütze zu Boden und brüllte hinter d»m immer N iner werdenden Schiff her. wobei der triefend nasse Jakob, dem die schwarzen Haare im roten G sicht klebten, aus vollem Halle mit einstimmte.

Ich fahre ihnen nach knirscht? Ab-aham wutschnau- bend. Ich wc.de den bunten Hanswu sien doch ncht meinen Lohn lassen. Soll ich denn nichts als Pech und immer miede- Pech haben? Erst dieMoroenfrühe" und jetzt diese G-schichte, die gut ihre drei- bis tu er­kundet t Pfund für leben von uns hätte abmeifen tön»

16 1. «00 42'<>

183 555 485 143t» 24<*O 150)

Der Delkkriet. der HuH-Re frlca H* 1797. Das Instsi-it Carnegie für internationalen Frieden Hot eine Statistik aifgeft»nt, di» einen Derale'ch öw'ssten den Verlusten der Knie feit 1797 nmb dmen d-s Welt- fringes aastest. T;»fer forderte fögllch 829 4 Tote urb ist bei rnett-m ber blutige Krieg in b»r Ve-a'ei^s- gewesen D'e meisten Verluste hackte Rt'^lard, b*s T"g 3065 Tme verlor. Dann _Wgen Deuts 'ck»nd

ginge, damit wir direkten Kur- auf T?"» 'll- könnten! Dann würden rcm h**- *

nen, meinte ick.

6 i 6nh Boqi. a° o Baö Kohl- Elektro K.

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6 West äl Kohle

KeLgcl.

Seeroman von Clark Rüssel.

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Nein, du nicht! Du kannst ja nicht schwimmen! pro­testierte Jakob.

Ich nehme eine Boje und springe über Bord.

Nein! Du gehst mit ins Boot und ich bleib* als letzter an Bord.

Ein vielstimmiges Schreien und Winseln, das nichts Menschliches mehr hatte, schallte von unten h'rauf und ließ uns das Blut in den 2I'ern erstarren. Doch es war unmöglich, diese zur höchsten Wut aufzestachellen Bestien frei und auf uns loszulassen.

In rasender Elle warfen wir alles, was wir von Lebensmitteln in ter Eile erreichen konnten, in das Boot, verstauten ein paar Ersätze mit Wasser darin, sowie zusammengerollte Segel, Ruder. Instrumente und alles mögliche andere, während das immer stärker an- fchwellende Geheul unsere Hast und unsere Kräfte ver- dcpvelte.

Wenn uns die Wilden nicht verfolgen fallen, muffen mir ihnen auch das andere Boot wegnehmen, rief Abra­ham.

Sr schlug den Boden des Boots mit einer Axt ein.

?ft alles fertig? fragte ich

Da rief Helga im letzten Moment:

£alt. Hugh! mein Päckchen das Bild!

Ich sprang in die Kabine hinunter, die sie zu Kapitän Büntings Zeiten bewohnt hatte, und nahm bas Päck­chen an mich. Hier war nichts zu spüren von Rauch. Plötzlich fiel mir ein, daß ich am Tage vorher in der Kabine bts ermordeten Steuermannes einen B:utel mit Gold- und Silbermünzen gesehen hatte, wah scheinstch die Ersparnisse des Unglücklichen, die Frucht langer Mühen und schwerer Arbeit. Da ich nicht einen Psemrg besaß, steckte ich bas Geld zu mir. Dann hastete tch nach oben.

Jetzt los!

Helga und ich stiegen in das Boot, Abraham und sein Freund fierten es herunter, und nach einigen Augen-

idnegsinvalide Adolf Möller von Nürnb-ra. der am Ab»nd des gleich-n Tones den oef»"Cn?n Leutnant fm»b tToi i^m einen Si»n'lrino v»m Finger zoa. d»n er fur ft»h bedielt. Im Iohm 1972 bernftro^e Müller amen wtzss-Lnnwalt. an Ne E-^en b»s Gef»ll»nen einen Bnek iu r*t»n, in d»m er f»ine N'tlroe schildern ll'tz »nb sich bereit e-ttärte. den Rinn, den er non dem Be sf r- benen als Mes-benk erb-st-n b->ben m»0t». <f»in eine am- g»m?ffer.e Summe zu retauen. Tie E-ben l eben sich dmai'f nicht ein und veranlagten Ne Etnleifimg eines St-afoer^ob-ens In ber vor dem S^öffenoe-itbf stack- findenden Hauptn-rhondlung be^avp'ete ber C|fm?i,la»te. daß er damals den Leutnant Turnmier noch lebend vor S-büßenaroben liegend arMrofen. ihm W»sf»r unh Schokolade rembreiAt u dollir von ihm den fragl'ch»n Ring als (SH(freut erholten h»be. Aus den ei^lufren Ans- foaen des Duckten des B»rft»rbe-»en abe-. iowie denen des Kompaniefübrers. g»ht berv»o, da°> T*rn»U't beim Stmmar'miki sofort tot wo-. Tas (5-rirftt n»rtrte1te hrsbrfb hen An"ettaaten be'f»n Aorbttn "n nicht gsonfr. dost m-en. me»en» ^erluchs zu einem Berg»hen des Betrrias im fachlichen Zu'ammenbana mH »in»m ber versuchten Erpressung zu einem Monat

Gefängnis.

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Zahlungsmittel ohne gleichzeitige Derschlech'erung der übrigen möglich, wenn z. B. Rentenmark. Goldanleihe. Dollarfchatzanweifung ufw. im Verhältnis zum Dollar ftehen bleiben, die Papiermark dagegen steigt, also etwa 1 Dollar für 2 Billionen erhältlich ist. Auch für btefen Fall bedarf es einer klaren Festlegung, was alsSold­mark" des Etats anzusehen ist.

In sachlicher Beziehung ist nicht viel mehr zu sagen als zu jedem Haushaltsplan: er mutz fein klar unb wahr Zur Klarheit gehört vor allem jetzt Kürze. Man wird gut tun, nur b:e Hauptartikel auf» zuführen und in möglichst wenigen abgerundet»« Z»h'en den Gemeindevertretem ein Bild der Lage zu gebem Dergleichszahlen mit Papiermarkbaushaltsplänen sind wertlos, solche mit Haushaltsplänen der Vorkriegs­zeit gefährlich Denn die große Verschiebung ber ®emeinb?aufgaben feit ber Vorkriegszeit wird man nicht allen Gemeindevertretern kurz unb klar vor Augen füh­ren können unb kurzsichtige Vertreter einteiliger Inter­essen, die es überall gibt, werden aus V-raleichszohlen unberechtigte Forderungen herleiten. Für die innere Kontrolle der Verwaltung empfiehlt es sich aller­dings, den letzten Popiermarkeiat unter Umrechnung m.t dem 'bei seiner Aufstellung gültigen Dollarstand beranruziehen u-d diele Zahlen als Höchstgrenzen für den G 'ldetat zu bestimmen. Nennenswert Erspmm sie werden in der Zeit bis zum Ablauf des Rechnungsiohres weniostens in allen Gemeinden, in denen man auch j»tzt schon den Ernst der Zeit erkannt b»tte. nicht gemacht werden können. Beftnder- wird beim Beamten- abbau, der in den Gemeinden, wo die wi-kstch pmk- tische Berwaltimasarbeit am Volke geie-sirt wird, ungleich schwieriger sein "wird als bei f»a. Anssichts- und ?en» tralinstai'zen. in den nächsten M»naten nicht viel zu machen fein. Ob sonst wo noch Ausgaben g-lestet werden, die sofort eingestellt werben können, richtet sich

pto 305 Xrre von0k. «vann Trinen jjv\ ti I yu mit 1279 unb Frankreich mit 1058 Tot»n. Der Krieg v»n 1870-71 kostete den Franzosen urb D»"tfchen»llch 87fi Tvte, also zehnmal wrnioer als ber W»llkrieg D'e täosichen Verluste der Kriene ber französischen Ren->. Inti an urb h»s ersten Ka'terrei^s bergen nur 285 Tot». Die Gelamll-mime all»r Kriege bes 19. I»nr- b-i f- cks mit 4 Millionen ist burfr bi» Kriege bes 20. Iohrhund-rts schon weit übertroffen worben.

nach ber örtlichen Loge.

Schwierig ist die Gestaltung ber Einnahmen- feite im Ueberoangsbaushaltsplon. Am besten zu schätzen fmb b:e Einnahmen aus ber G-undoeomö-ze-'s. steuer, wobei freilich bie "erü^sisttig"ng beb»utenh»r Ausfälle nicht vergess»n werben darf. Schn-ieriger aber auch noch schätzbar sinb bie tnbireifen Steuern N»ch schwieriger ist bie Schätzung b»r <3emerberte"»r Bei einer L»hnfumm»nsteuer wird man mit 100 Mark «o. natlich-m Goldl-Hn im Dur' schnitt rechnen rnfsien Ganz schwierig ist d'e Schötzung dm U»bermeifungen des Reiches und b»r Länder. Ein furchtbarer S^'ao ist d'e neue Derech-ungsfonn b»r Bes-st'rrmsz'stch-"sie, die do- durch von 75 auf rb 35 Vroz. h»nmter»cben werben. Ez emvfiehlt sich b»sb»lb. den namen mA1 aus ebenen Einnahmen ober Steue-n g'beckten Febll!»trag burch eine Pauschalsumme ..Erwartet» lb'berme:fun»en aus Reichsst-nem" rd»r ähnlich ^b. wenn rnnn vorsichtig lein will, mit bem Zufatz:Notfalls Einnahm»n aus ^efizitonleihe" formell zu b»A>n. S»n vemünst-oer Gemeindev»rtre»er rwd edenf -wenig eine vemünfstoe Aufsi 'cksbehörde merb*n an btefen f>mmh»ttsnr-n b'e Anforderung stellen, doch alles in ihm st'wmm wirb Damit feiner veracht um was es sich bondllt "b nie« manb falsche Schlüsse zieht, wirb nochmals b-in»enb t,nr bem Aurd'uck .G^rdcha"»bolt«ni-n" aemarrt mb ebenso brinwnb empfohlen, dieses Kind einer i^ernys ^weren 5«ft bas zu nennen. ro»s es ist. nämlich Ueberaanashaushaltsplan"

Zum Schstisie obwohl es an b»n Anfang »tler fünffiaen Erörferunaen über fiaueh*Ifipfäne g»hört: Die Richtung kann künst'g riAt mehr siech »n: Ein-ahme- hemtffima nach den Ausgaben, sondern mutz la'cken: Aiisgabebemesfung nach den Einnahme- möglichkeiten.

blicken berührten mir den Meeresspiegel, ybrabam fotate uns, am Takllmerk herabkletternd. und machte sich sofort daran, den Mast au^uW*n. währentz ich bas Boot an ber durch einen Befanspüittng geschlungenen Fangleine festhkü. .

Patzt auf! schrie Jakob von oben, uns ferne Ste'el, Mütze unb Jacke jumerfenb. Ich wer^e von dieser Seite über Bord springen. Fisckft mich heraus!

Das freigewordene Steuer hatte bie Bark in den Wind gebracht, so daß die Se»el backlagen. Das Meer hob urb senkte sich kaum merklich.

Lasten Sie Fräulein Nielsen bi» Fang'eine halten, fache Ab-ahnm. Wir wollen bie R'einen nehmen.

Da wir hart längs'eits lagen, so konnten wir nicht sehen, was auf Deck vorging. JA rechnete bamit, das; bie Gefangenen zu sehr von ber Srnne »eblendet "nb von der frischen Luft benommen fe'n den, um Ja­kob noch vor seinem Sorunoe zu erw schen.

So »arteten wir in at-mln'er Spannung; die Se­kunden dehnten sich zu Stunden.

Dann ein heiseres Gestüll und ber Ruf ger-d? über unse-en Könfen. Auf'epatzt! Jetzt!

Los! sch-ie Abraham.

Helga sietz bie Fang'eine fallen.

Rückwärts! Abrohom sstest Doch ab. i n. dann legten wir uns mit ganzm K.mst in bie Riemen.^

Kaum den Bruch^'il einer Stunde 'ah ist ^»k bs Körper m kühnem Hechftorung durch die Lust sausen, bann reschwond er mt Doller.

Doch gleich darauf tauchte fein r't'S Gest di in für*er Entfernung von uns auf, ein paar Ruier'chläg», und ich fmte ihn im G»nl'*, um ihm ins Boot zu hefr*n.

Brav gemacht. Jakob! sagte ich- Ne'>m»n Si- einen Schluck B.anntwein! Die Sonne wird Sie schnell trocknen.

Wo sind be TMren? fra 'e Abraham.

Mit denen Habe ich m'ch n'cht oufgchrllen, antwortete

Iafoh. Ich schrie ihnen nur zu:

Jetzt könnt ihr kommm! und sp ang.

In dies.m M*ment erblickte ich Natter und P m- I meamcottr), die ganz ruhig an der Reeling standen unb

In den von Dr. Reinhold Heinen treff­lich geleiteten Kommunalpolitischen Blättern, der Zeitschrift für Kommunal­politik tm Geiste des Zentrums, verbreitet sich Beigeotzdneter Dr. Odenkirchen - Düssel­dorf über den® o i b e a t", ber im gemeinde- politischen Leben demnächst eine Rolle fp elen wird. Wir entnehmen dem Aussatz folgendes:

Aufgerollt hat die Frage bes Goldetats zunächst das Reich, das im Zusammenhang mit der letzten (eigentl ch ersten) Stabilisierung die Absicht kund oah, zunächst für das letzte Haushaltsvierteljahr Januar-März 1924 e'nen Uebergangshaushaltsplan in Gold auf­zumachen. Gleichzeitig erklärten Länder und Gemeinden diese Absicht und hoben mit den Vorbereitungen begon­nen. Geht man auf den Zweck unb Sinn biefer Absicht em, so ergibt sich folgendes: Alle öffentlichen Haushal­tungen ergreifen die erste Gelegenheit, nämlich den Ze t- punkt, in dem wieder ein allgemein gitti»er Wert­messer geschaffen wird, um überhaupt wieder einmal einen Haushaltsplan aufzumachen. Denn feit bem vorigen Jahre bestanden Überhaupt keine Haushaltspläne mch*. Man muß und will bie Konsequenz daraus ziehen, daß die Notenpresse Mgelegt wird und keine zusätzliche Kaufkraft mehr geschaffen werden soll. Man will klaren Blick darüber haben: wie hoch sind unsere Einnahmen, wie hoch die Ausgaben'und wie ist ber Fehlbetrag zu decken. Es bedarf fe'nerfei Ausführungen darüber, d-ch diese Frage im kleinsten wie im grössten Gemeinwesen gebieterisch eine sofortige Beantwortung oertannen und daß es deshalb unumgänglich ist, überall safon einen U"bergangshe.ushalt für die Zeit vom 1. Januar bis 31. März 1924 aufzustellen.

Was zunächst die äußere Form angeht, so muß vorab b:e Frage gelöst werden, in welcher Wert- einheit dieser Haushaltsplan aufzustellen ist. Abzu- lehven ist bie für manche kaufmännische Betrübe unver- meid'^re Form mehrerer ce-fdiicbener Dertspalten. Nur eine Werteinheit darf erfch»!nen Wenn es nun auch keine gesetzliche Golbo-ark gibt urb auch b:e Rentenmark al» nicht gesetzliches Zahlungsmittel m. E. n''cht genom­men werben darf, fo gibt es doch eine G lldnmrk ähn­liche Derteinsieit. bie für alle Gemeinden brauchbar ist; den Papiermarkiirnrechnungsfatz für Reichs steuern, ber tätlich v»m Rs'chsfinan-minister bekannt gemacht wird. ®t»re Weriemheit, ble man , S t e u e r r- a r t* oder auch, wenn man k»me n»uen Mrmen einssihren will. Goldmark mit entfpre*erb»r Anmerkung über ihren Begriff afe llm-ech-ungoiatz fur Reichssteuern nennen kann, wird den D'rsiästnisien der Gemeinden am best»n gere*t werden. T*e Gri--siver. mög»nsfterer urb ihre Zusch'äge berechnen sitz m I ,.©-ib' N"ch dem anaeaeb»nen Um-echnu-a»mtz u"d die übrigen Steuern urb (5ebüh-»n können Hfrf ebera'f6 anoepasit werden, wo es roch nicht aeschehen ist G»ht man bann noch so west. b!e Einnah-en ans den be­trieben, z. B. die Gasm-e'fe statt an dm *Mar on den Urorechni'norsatz für Reichssteuern anz> bmo.n, so ,st auf der Ewnahm»fest» formell alles ht r-tmuna. R»- ,,üblich der Ausgobeseite b»rf m»n anneh^en. d»si für d»n wicht-osten Posten, bei b»m Pfrmiermetten e-tst-hm könnten, den (3-h»Item unb P' hnen, d»s Reich als Gold'anrecknungsfatz für feine Ge^"st»r feinen anderen Multiplikator artroenben wird, als Hr ferne ckirnoho-en: also den Steuerumrechnuno-satz. Hosten wir nm gon- zem H»men. d»st im 1. Biertelmhr isio< alles: Renten- mark, Golbanleihe. Pap'ermork u-b D»ll»r f-frön im I Lot bl»ibt, f»ber tick gut b»ran, sich nach ber f" ihn paff erben . G»ld"»ork" feinen Ha"shollsvlan zu gest»sten I unb boz ist für die Gemeirben be Steuerwerk. Denn schließlich ist auch einma' »:ne Desierung e:nes unserer

Srankfurter Börje.

Die Hotierungen oerflehen stch In Billionen Projent

So ernst unsere Loge aber auch war. fühste ich mich doch wie von einem Alp befreit, wenn ich an die ein- geschlosiere Mörderbande dachte. Zwar empfindet der Mensch feine Hilflosigkeit wohl niemals stärker, als wenn er bas verhältnismäßig sichere Deck eines großen Schi'ses verläßt unb sich einem kleinen Boot anoertraut. Nir­gends scheint ihm der Tob näher; denn nur ein paar gebrechliche Planken trennen ihn von ber ungeheure» Wasserwüste ber bodenlosen Tiefe.

«Beim Gedanken daran überläuft auch den Beherz­testen. selbst im heißen Tropenhauch, ein kaltes Frösteln.

Nach den eben gemachten Erfahrungen jedoch kam ich nicht zu vollem Bewußtsein dieses beklemmenden Ge­fühls. Ich hatte die Tigerin Ozean m ihrer ganzen Raje-ei kennen gelernt, seit ich mch tm, Bereich ihrer Klauen befand. Setzt schlummerte sie; wurden wir ent- fliehen können, ehe sie erwachte?

abbin und verusrschule.

SBon Direktor Rttzel-Fulda.

s, Abbau und Schule» in der Sams- I S»u^e? bkier 8e.tunx ist bie Berufsschule mt Sner Silbe erwähnt. Droht ihr nicht der Abbau?

unaeftörte Fortbestand derselben wem er ge.

Jäbrhet a'8 bet ber Volks- und höheren Schulen? Mir f±einen das (Senentetl 1« der Fall; sind doch

^ Fuldaer Stadtparlament schon dahrngehenbe Aeußerungen gefallen.

Die Gefahr ist umso größer, Werl ber Besuch ber mtrufäf-bulen ben Arbeit 'ehern Unbequemlichkeiten ver- ursockt und weil ihnen die Befreiung der Jugend rchen vom Be-uwe ber Berufsschule für den Augenblick viel- lerckt finanziellen Vortert bringt

auch nie geltend gemacht werden, e8 Irene tm Intereffe der Polkrwirtschaft, jetzt alle Kräfte zur I Droduknon heranzuziehen, damit vertrage sich nicht, daß die Jugendlichen durch den Schulbesuch ber Arbeit ent« I zogen würden. _ I

Unb doch wäre eS eine schwere Versündigung gerade I an ber Vol Swirtschast unb au* an der Jagend, wenn I won aus versehlter Sparsamkeit bie Berufsschule ab- bauen wollte.

Der Abbau soll doch nicht zur Zerstörung ber Volks- wirtschaft führen, sondern zum Wiederaufbau. Darum ist gerade in der Jetztzeit auf die Ausbildung deS Nachwuchses im Gewerbe un*- Handel bie giö'cke Sorgfalt zu verwenden.

In einer Zeit, in ber Mangel an Rohstoffen und faum übersehbare Verpflichtungen aus einem verlorenen 5t tege uns znckn en, au8 möglichst wenig Rohstoffen wöalichst hochwertige, möglichst te^ nisch und künsileiisch vollkommene Ware herzustellen und zu liefern, bebür-en toir mehr denn je der Heranbildung eines tüchtigen j cewerblichen kaufmännischen Nachwuchses, ber, soweit öffentliche Einiichtungen in Frone iommen, in der Hauptsache unseren beruflichen Schulen obliegt.

Schule, Kultur unb Wirtschaft sind auf Gedeih und Verderb miteinander verbunden. Gute Schulen sind die Vo: aussetz n' für jeden kulturellen und wrrts'aft- lidjen Viuf icg Aus-oben für die Erziehung im allge­meinen unb für bie berufliche im besonderen sind w»rf. volle fleiriebSmittel, die das Einkommen des Voltes erhöhen, sind Saat für die Zukunft.

Darum darf von einem Abbau der Berufsschulen nicht die Rede sein, man sollte im Gegenteil kein Cpfer scheuen, den inneren SuSbm bet Schule durch Hebung ihrer Leistungc fähig 'eit zu fördern. ES g bt eine Anzahl von Städten, die gerade wegen der Notwendi keit, den w-rischaitlichen Aufstieg unteres Vaterlandes durch eine gründliche Ai'sbilbunr teS Nachwuchses zu erleichtern, der Berufssckule ihre besondere Aufmerksamkeit zu- wenden.

ES sei auch auf bie hohe Bedeutung der Berufsschule für bie Erziehung der Jugend.ichen hin erotefen, bie leibet in weit n Kreisen unterschätzt wird. Jeder Kenner ber Jugend weitz, wie notwendig gerade in dem Entw ck! n galtet bie or-rehensche Beeinfluffung ber Jugendlichen ist. Jeder Lehret UN) jede Lehrerin, die es verstanden hab-n, das Vertrauen ihrer Klaffe zu er« to rben, wiff« n. wie gern sich die jun en Leute ihrer g.ibrun itnierftcUen und erhb-n immer unb immer to.eber die hohe Fieude, von den jungm Leuten in den ftimüen Angele enbeiten um Rat und Hilfe angegangen zu we ben. Wit haben in unseren Berufsschulen, auch in den neu eingerichteten Mädchenklaffen in dieser Hrn- stcht sehr erfreuliche W ch ne<imun;,en machen können

Wer will es verantworten, die ; u-eend des erzieh­lichen Einsinffes der Berufsschule zu be auben?

Ist nicht oerade we en bet Armut unseres Volkes und we en ber geringen (Sntlo^num bet arbeitenden Kloss n die hauSwrrtschaftitche Unterweisuvr der jun en Mädchen in der Ge entoait besonders nötir damit sie lernen, wie man für die Erhaltuni der Zileidun s- und'chestiicke, für die V'rwendung ber getra enert Sachen zu sorgen bat unb wie man mit einfachen Mitteln etne kräftige und wohlschmeckende Mahlzeit bereitet?

, ordert nicht auch die Erziehung zum rechte" StaatSbür ertum besonders in unserem jungen Volks- ft an t gebieterisch nicht nur den Fortbest md, sondern vielmehr den weiteren Ausbau des beruflichen Schul­wesens?

ES rst tief zu beklagen, daß man mit Rücksicht auf oie finanziellen 6chtoieri festen an die olliemeine Dur hfuHruna ber Beruftschuipflicht nicht denken kann, man sollte aber vor» jedem Abbau de» auf dem Gebrete des BeruisfchuIwesenS bereits Be lohenden Abstand nehmen, und man lallte trotz der Not Der Zeit durch An lelluna gut borgebilOeter Hauptamt i her Kräfte bie Lernun sfähigkeit Der Berufsschule zu heben suchen. Tie Msttel hierfür sind werbende« Kapital bas später hohe Zinsen brin t.

Gotocn'eiht Doltar;dia,'-flnt».

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