Einzelnummer 10 Pfennia
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Amtlicher Anzeiger für den kreis und die Stadl Fulda.
Nr. $0.
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Samstag, 12. Januar 1924«
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51. Zahrtz.
Die Milttarkontrolle.
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Deutscher Reich
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~enn ihr uns sesthalien wollt aus Angst, daß wir
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Nun, Mr. vife, erwiderte ich, mich zu dem mann wendend.
Ein beifälliges Murmeln lief um den Difd); jedes der leberfarbenen Gesichter nickte zustimmend.
Wir nicht alle Malaien, fuhr er fort, aber wir alle
Wie die Münchener Neuesten Nachrichtenmelden, ist nunmehr von der Staatsanwaltschaft die Anklageschrift gegen Hitler und Genossen beim Volksgericht in München ein« reicht worden. Die Anklage lautet auf Hochverrat und richtet sich gegen acht Personen, die an dem Umsturzversuch in führender Rolle beteiligt sind. Aller Wahrscheinlichkeit nach dürfte die gerichtliche
könnt doch unmögtich von uns verlangen, daß dieser Barke nach Capstadt fahren.
Wer wird dann aber das Schiff führen?
Rotier.
meinen und lachen, wie thr Weiße, die ihr nicht glauben an den Propheten. Wir haben getötet die bösen Manner; es war Gerechtigkeit!
Die melodische Stimme wurde schneidend, das dunkle Auge flammte auf, und die Hand zuckte nach der leeren Dolchscheide. Die Leute waren wie elektrisiert.
Rotier sprach werter: Dies Schiff ist nach der Tafel« bai bestimmt. Einige von uns gehören nach Capstrdt. Wenn wir ankommen, sie fragen: Wo ist der Kapt'n? Wo ist Misser Jones? Und wir das nicht wollen sagen.
Wo wollt ihr denn hin? fragte ich.
In die Nähe von Capstadt. i-
War meint ihr damit?
O, dort fein ein Fluß; wir ankern, fetzen an Land und gehen — gehen.
Helga erschrak.
Ihr und eure Leute wollt also, daß wir euch irgendwo an Land befördern sollen? sagte Abraham.
Nein! Nein! rief Notier, nicht irgendwo! In bte Nähe von Capstadt. Nicht zu weit!
Ihr wißt doch, Notier, entgegnete ich niedergeschmet« tert, daß die junge Dome und ich noch House wollen.
lens aus.
Was bedeutet das. Notier? fragte ich.
Es soll sagen, wir sein eure Brüder, Herr. Zeichen von Freundschast in meinem Land.
ft eine Spur der Töter.
wtb Speyer, 11. Jan. (Tel.) Die Untersuchung in der Mordangelegenheit hak zunächst noch keine Anhaltspunkte gegeben. Es wurden verschiedene Revolver neuesten Systems gefunden, die von den flüchtenden Tötern weggeworfen worden waren. Diese sind zu Sufi entkommen. Die Leiche von Heinz blieb noch längere Zeit im Saale liegen und wurde dann im Regierungsgebäude aufgebahrt.
Die flttion Englands gegen die französische Pfalzpolitik.
Der Völkerbund als Schiedsrichter?
Notier und die anderen warteten regungslos, bis bas Unwetter sich ausgetobt hotte. Als Jakob zum Zeichen, daß es nun soweit war, seine Mütze wieder aufgesetzt hatte, begaben mir uns alle vier in die Kajüte. Plötzlich machte Abraham einen entsetzten Sei« tenfprung, und ich sah mit Grausen, dicht an der Tür die in die Kapitänskabine führte, einen dunklen Fleck'
Es ist leicht wegzufcheuern, sagte «Raffer. Einen Augenblick durchfuhr mich der Gedanke, aus Deck zu- rückzukehren, die noch immer dort liegende Mütze mit Den Messern zu nehmen und über Bord zu werfen. Doch ich überlegte, daß der Verlust der Messer nur die Wut der Leute erregen würde. Außerdem hätte es keinen Zweck gehabt; wenn sie uns umbringen wollten, stan« den ihnen ohnehin Mordwerkzeuge genug zur Verfügung.
Nakier trat an das Kopfende des Tisches, legte die Hand auf den Stuhl des Kapitäns und fragte, sich vor Helga verbeugend:
Will die Herrin hier sitzen?
Helga ging die Reihe der Leute entlang und setzte sich. Tödllche Blässe bedeckte ihr Gesicht, aber ihre glänzenden Augen sahen unerschrocken in die farbigen Gesichter.
Die Pfalz will deutsch bleiben.
Kundgebung der katholischen Sejamt-SeistlichLeit der Pfalz für Deutschland
Hod) dem Attentat von Speyer*
2ch will deinem Worte glauben, sagte ich zu Nakier. Er wandte sich zu den Leuten und rief ihnen etwas zu, worauf alle, ihre Körper unter heftigen Gesttkulattonen verrenkend, „Al-Koran!" schrien. „Al-Koran!"
Hierauf trat Nakier mit dem Buche an das Ende des Tische» und blieb dort stehen, wahrend alle Augen sich aus ihn richteten.
Herrin und ihr alle! rief er. Ihr wissen, weshalb wir töten Kapt'n und Misser Jones? Sie schlechte, böse Männer! Sie wollten arme Muselmänner in Hölle schicken. Wir kamen her zu arbeiten, wir gaben ihnen bies für ihr Geld — dabei erhob er seine geballten häufte — und nicht bies, das Allah gehören! Hier schlug er auf feine Brust.
2ch werde den Teufel tun! schrie Abraham, ich habe keine Ahnung von der Länge.
Um Himmels willen, Mann! Reden Sie nicht for Fräulein Nielsen und ich müssen auf ein anderes Schiff.
Ach auch! schrien Abraham und Jakob.
Wir alle wollen an Bord eines anderen Schiffes, fagte ich zu Nakier. Dann könnt ihr mit der Bark: machen, was ihr wollt!
Ein scharfes: Nein! Nein! ertönte rings umher. Nakier erhob, Ruhe gebietend, die Hand.
Wir kein anderes Schiff sprechen dürfen!
Es ist aller right, Misser Bise, sagte Nakier. Pun- moamootty holen den Koran für uns zu schwören.
3n der Gewalt der Meuterer.
Schweigend, regungslos, standen die gelben Gesellen um den Tisch. So still war es, daß ein jeder des andern Ktemgüge hören konnte. Eine geisterhafte Stille, durch das dumpfe Klatschen des Großsegels an den Mast und da- leise Gurgeln der an den Planken des Schiffs- rumpfes hinaufleckenden Wellen nur noch verschärft.
Niemand sprach ein Wort. Helga, dicht an merner Sei!« stehend, schmiegte sich an mich an. Jakob und Abraham rührten sich nicht. Mir klopfte das Herz zum Zerspringen. Die gelben Mörder starrten zu uns her- über, starrten Helga an . . .
Da kam Punmeamootty zurück, feierllch schreitend, einen Folianten auf den flachen Händen, den er Nakier überreichte. Dieser gab das Buch Helga:
Da, Herrin, ihm sein der Koran, unser Heiligtum. Sieh nach, ob ihm richtig sein!
* Aus dem Berliner 5 faöfParlament. In Berliner Stadtverordnetenversammlung wurde bisherige Vorsteher Caspari (Deutsche Delks- partei) in der Stichwahl gegen den soz'aldemokrati- fchen Kandidaten mit 100 von 191 gültigen men wiedergewählt. Der sozialdemokratische Kandidat, für den auch die Kommunisten stimmten, erhielt 94 Stimmen. 17 Zettel waren unbeschrieben.
Seeroman von Clark Ruffel.
Die interollierten Militärkontroll- kommissionen, die größtenteils unter Führung englischer Offiziere standen und ebenso wie die beigegebenen deutschen Verbindungsoffiziere ihre Tätigkeit in Zivil ausübsn, haben am Donnerstag in Berlin, München, Frankfurt a. M und Rostock Kontrollen ausgeübt.
In Berlin unterrichteten sich die Ententever- treter bei der im Preußischen Ministerium des Innern untergebrachten Leitung der Schutzpolizei über Organisation und Stärke der Polizeitruppen, in München erkundigten sie sich im Wehrkreiskommando nach der Stärke der verschiedenen Truppenteile, in Frankfurt a. M. galt ihr Besuch der Schutzpolizei, in Rostock erschienen sie im Geschäftszimmer des dort garnifonierenöen Bataillons Infanterie-Regiments Nr. 5.
Es war ein in Leder gebundenes Manuskript mit reichem Gold- und Farbenschmuck. In welcher Sprache die roten Schriftzüge geschrieben waren, konnte ich nicht . „ , .„, ,
unterscheiden; meinetwegen hätte es ebenso gut der Tal- Der Kapitän bestand darauf, uns mitzun-hmen Ihr mud sein können. 1 K—1 *■ - -
Die Hände der Leute sanken herunter; doch sprach Nakier etwas und alle Zeigefinger richteten sich nur auf Helgo. Dann verlieh Punmeamoottq die Kajüte.
Wirtschastsverbände empfangen, die energisch gegen das Treiben der Aulonomisten prolestiert haben.
Tas Reichskabinett
hot sich am Donnerstag abend mit den Dorkomm- niffen in d er Pfalz in einer Sitzung eingehend beschäftigt.
Wer war Heinz-Orbis?
wtb Varis, 11. Ian. (Id.) 3n englischen politischen Kreisen la Paris wird heute die Nachricht der havas-Agentur. daß die Frage einer (Enquete über die SonderbLvdlerbeweguag in der Pfalz bereits verhandelt werde, bestritten. Rach den Eia- zelheilen über den französisch-englischen Konflikt darf man nach Mitteilungen des »Echo de Paris" und des „Mäkln" annehmen, daß London und Paris über die Durchführung der von Lord Curzon verlangten Enquete sich noch nicht verständigt haben. Lord Curzon hat vorgestern das Recht für sich in Anspruch genommen, deabritischenSon- feJr/ n°«<x Speoet 3u entjen- ■ lauer maqrjcnemucqrett nacy Durfte Die gerichtliche
adfem^S SsSTÄF a“S- £?nbon &at Klärung erst Mitte oder Ende Februar herbeige- gestern der französische Botschafter wiederum eine führt werden. a
Unterredung mit Lord Curzon in Pfalzangelegen- Heiken gehabt. Dieser habe wiederum eine (Enquete verlangt und man behauptet sogar, er habe die Absicht. dem Vökkerbundin Genf die Angelegenheit zu unterbreiten.
wtb London, 11. Ian. (Tel.) Der Sonderberichterstatter der „Daily News" in Sveyer schreibt 5u der Ermordung von Heinz, dieser fei in der Pfalz als das Werkzeug der Franzosen angesehen worden, da er ein hanxtführer in der Unterdrückung der Pfalz gewesen sei. So fei es nicht überraschend, daß et Verräter genannt war- den sei und daß sein Tod nicht bedauert werde.
Zum H. Sanuar, dem ersten Jahrestag des Einmarsches der Franzosen und Belgier in das Ruhrgebiet, hat der Reich-« kanzler eine Kundgebung erlassen, m der es heißt:
Als Kanzler des Deutschen Reiches und als Sohn unserer geliebten rheinischen Heimat danke ich heute den Schwestern und Brüdern an Rhein und Ruhr, m der Pfalz und an der Saar für ihr treues Aus- Harren und entbiete ihnen meine heißen Segens- wünsche in der Hoffnung, daß d e r T a g d e r Be- freiung von fremder Besetzung und der end- giltigen Wiedervereinigung mit dem unbesetzten Deutschland nicht mehr fern sei! Kein Opfer wird zu groß sein» um dieses Ziel zu erreichen. Es lebe bos einige, unteilbare Deutschland! (L-Z-) Der Reichskanzler. Marx.
Abraham trocknete sich die Stirne.
Ich wünscht', er redete Englisch, meinte er. Wie fass ttwer sonst wissen, %s ccf&rt?»
Mk Mfe M die WWe »ort. Die Reberreichung. — Die Unterschiede Mischen den Roten. Die Tür für Verhandlungen soll weit offen bleiben.
"tb P « ris, 11. Jan. (Tel.) Die französische »nfraorf auf die deutsche Denkschrift betreffend die Herstellung eines Modus vivendi im besetzten Gebiet wird nach dem „lllafin“ zweifellos dem deutschen Geschäftsträger heute überreicht werden. Rach dem gleichen Blatte entspricht die gestrige Meldung des „Temps", daß am Vormittag der französische Botschafter sich mit dem Außenminister Laspar in Drüsiel über den Inhalt der Antwortnote geeinigt hätten, n l ch t den Tatfachen Gestern abend habe nochmals ein längerer Meinungsaustausch stattgefunden zwischen den beiden genannten Persönlichkeiten, heule fei man einig über das, was man annehmen und was man ab- lehnen wolle. Man fei sogar einig, daß die Antwort richt die Verhandlungen mit der deutschen Regierung schließen werde. Die französische und die belgische Regierung wolle die Tür welk offen lassen für neue Verhandlungen, aber die eine Regierung halte daran, dies zu sagen, die andere wolle sich damit begnügen, es nicht zu sagen. Die Disserung sei also fast keine Differenz.
Der yochverratsprozeß yttler.
Ausland.
* U-Boot-Verlust der englischen Marine. Die Londoner Admiralität gibt bekannt, daß U. 1124 auf der Höhe von Portland untergegangen ist. Man befürchtet, daß die gesamte B e s a tz u ng den Tod gefunden hat. Das Unterseeboot 1124 hatte eine Verdrängung von 890 T. über Wasser und führte eine Besatzung von 30 Mann an 23orb. Der Verlust des» Unterseeboots wurde durch einen Zusammenstoß mit einem Schlachtschiff veranlaßt.
* Tee Griechenkönig in Rom. Nach einer Meldung aus Rom sind der König und die Kon i= gin von Griechenland auf der Reise von Neapel in Rom angetommen.
* Eme neue Sowjet RcPublik. Der in Vokrowsk tagende erste Rätekongretz des autonomen deutschen WolgagebieteS proklamierte feierlich sie Gründung der Räterepublik des deutschen Wolgagebietes.
* Die amerikanische Hilfe für Deutschland. Das Konzil der Kirchen Amerikas, das 1001,00 protestantische Kirchen vertritt, trat ohne jeden Vorbehalt für eine Hilfsaktion zur Unterstützung Deutschlands mit liebens« Mitteln ein und hat die Annahme des von der Regierung eingebrachten Gesetzentwurfes befürwortet, wodurch ein Lebens Mittelkredit von 70 Millionen Dollar vorgeschlagen wird.
Ich stand links neben ihr, Abraham und Jakob zu ! ihrer Rechten. Nakier sagte einige Worte in der frem« ! den Sprache zu feinen Leuten, wonach alle, wie auf I Kommando, ihre beiden Arme mit aneinander gelegten j Zeigefingern nach uns streckten. Jakob trat erschreckt einen Schritt zurück und stieß einen Laut des
wirtschaftliche ttampfbewegungen.
Einigung im deutschen Vuchdruckgewerbe. Der Deutsche Buchdruckerverein teilt mit: Die Tarifstrer. tigteiten im deutschen Buchdruck- und Zeitungsge- werbe sind durch vor dem Reichsarbeitsministerium getroffene Vereinbarung beigelegt worden. Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 48 Stunden, die auf Anordnung des Arbeitgebers bis auf 53 Stunden, bei Maschinensetzern bis auf 51 Stunden verlängert werden kann. Für die Zeit vom 4. Jan. bis 4. Febr. bleibt er bei der bisher gültigen Lohnregelung. Auf Grund dieser Vereinbarung haben sich die Vorstände der Acbeit- geber-Organlsationen bereit erklärt, ihre Mitglieder an-
im Namen aller schwören, daß wir nichts verraten wer, den.
Helga, die regungslos in ihrem Stuhl geseffen hatte, flüsterte mir zu: Sie sehen doch, daß bies eine abgc kartete Sache ist. Wir muffen scheinbar einwilligen und sie schwören lassen, sonst sind mir geliefert
2ch sah den entfdjloffenen Gesichtern an, daß Helga recht hatte und weiteres Zögern Gefahr bebeuiete. Die gelben Schurken hatten unser Leben bis jetzt nur geschont, damit wir sie sicher an Land befördern sollten, und würden uns drei, da sie Helga genügend nautische Kennt- raffe zutrauten, einfach umbringen, wenn wir ihnen widersprachen.
Hastig flüsterte ich dem Bootsmann zu: Kein Wort weiter, wenn euch euer Leben lieb ist! und wandte mich dann zu Nakier: Ihr wollt nach Südafrika in die Nähe der Taelbai?
Ja, Herr*
Könnt ihr mir die Stelle auf der Karte ze!^°n?
Ja, Hern
Und wir sollen versprechen, kein vorüberfahrenöe» Schift anzurufen?
Abermaliges zustimmendes Nicken Nakiers.
Und dann?
Dann ihr schwören und wir schwören auf den fiorau und sein euer Freund.
Ich stelle aber noch Bedingungen, sagte ich, mühsam Festigkeit heuchelnd. Wo werden wir wohnen?
Hier. Don uns niemand Herkommen.
Ferner hoffe ich, daß wir, wie bisher, bedient werden, Ja, Herr, wir alle wollen euch und der Herrin dienen. Wir euch diese Räume geben.
Dabei wies er auf die Kabine des Kapitäns und Steuermanns. Helga flüsterte mit zu:
Lassen Sie sie jetzt schwören!
Nakier, rief ich, wir willigen in eure Vorschläge ein
SÄutig unb ohne Rücksicht auf etwaige Verfolgungen durch die Separatisten und Franzosen ftafoen tn im Augenblick, in dem durch die Mutigen Vorgänge in Speyer die Augen der Welt aus die Lewen der Pfalz gelenkt sind, die katholischen Dekane, als die berufenen Vertreter der katholischen Gesamtgeistlichkeit der Pfalz zur Frage der Bildung emer sogenannten „autonomen Psalz^ im Benehmen und Einverständnis mit dem Bischof der Diözese «peyer eine Kundgebung erlassen, die den Regierungen sämtlicher Staaten, dem Vertreter des He 111 g e n Stuhles sowie den Dole- wurd? ^^l)c'nlandkommission zugestellt
Poster der Pfalz haben es feit FiEftszustandes zwischen dem Deuischen Reich und den alliierten Mächten als unsere Pflicht mtt J?en ..Besatzungsbehörden als einer auf «ertragen beruhenden Einrichtung in roga.er JScrc zusarnrnenzuarbeietn, soweit unser' Amt Wohl ter Bevölkerung es erforderten. Wir «timen es und lehnen cs auch heute ab iracnbmsirfie JT "«LV ^^1-, besonders soE sweinm unchrftt- ttchen Volker haß unb gefährliche Revancheideen verso. 2? ' X\Unter,tu^ weil die Pflichten unseres Amtes die Mahnungen des Oberhauptes der Kirche unb das eigene wohlverstandene Snterefje unseres Volkes dies ver- vieren.
■ . $'c Zeichen grundsätzlichen Erwägungen legen uns b'e glicht auf, gegenüber den Bestrebungen Schaffung omer sogenannten „autonomen Pfalz" das Folgende zu erklären: 1 4
J' ^ gegen den Willen der pfälzischen Bevölke- r9^5 Bayerns vollzogene Trennung Pfalz "'s" Reich unb Bayern wirb nicht dem wahren Frieden mb bet Völkeroersöhnung bienen, Se5,ie^un9en Solchen dem deutschen und dem französischen Volke vergiften unb ständig fe« Gefahr nationaler Kämpfe unb kriegerischer Verwickelungen heraufbeschwören.
Hoh?" raJU?rlna£nte "Regierung der autonomen Pfalz" ™ toer «pftens unb ihrer Maßnahmen
an Widerspruch zur Willensmeinung der weitaus über-
Mehrheit des Pfälzer Volkes. Diele „Regie- nmg hat Macht auf revolutionärem und hoch. ’JLJ6n.r?.uin’ L burdi 008 christliche Sitten« rb 01enem Woge und mit verwerflichen I erlangen versucht und sie tatm ihre Stellung I weil da- waffenlose Pfälzer Volk nickst ™ oer ßage ist, gegenüber den bewaffneten Trupps bet Separatsten dem Recht der legitimen Gewalt und fei« ner Ueberaeugung Geltung zu verschossen. I
- J? tri sehen ganz davon ab, daß weder ihre Her- "0^ tbr Vorleben, ober soweit sie bie Regierung,- fallen tatsächlich usurpiert haben, ihre Verdienste, die autonome „Regierung* der Pfalz unb ihre Anhänger I b^c^gen.nn Warnen des Pfälzer Volkes zu sprechen, llmfo nachdrücklicher aber betonen wir unseren gründ- I Atzllchen Standpunkt: das Gebot Bottes, bas uns den I Gehorsam gegenüber der rechtmäßigen Dbrigteit vor- I ' dre Plicht der Dankbarkeit gegenüber dem «Staate Bayern, der seit mehr als einem Jahrhundert etn wohlwollender Schützer und Förderer kirchlich-reli- rpoien Gebens in der Pfalz gewesen ist, unb die Treue zum Reich zwingen uns, bie sog. autonome Regie- rung der Pfalz als für uns nicht existieren zu betrachten unb diesen unseren Standpunkt auch hem Volke gegenüber zu vertreten. Wir sehen aus der gegenwärtigen unhaltbaren Lage keinen anderen Ausweg als den, I es der rechtmäßigen Regierung zu ermöglichen, ihre Ta-' I Sgfeü bald in vollem Umfange wieder aufzunehmen. I Eine entsprechende Kunbpebung baden auch die I protestantischen Geistlichen beschlossen.
Der sranzöfische Oberbefehlshaber de Metz bat I Vertreter der pföizi'chen Städte und Vertreter der
I . Aus landwirtschaftlichen Kreisen wird über den in Speyer erschossenen Führer der Vaterlandsver» röter in der Pfalz mitgeteüt: Franz Joseph Heinz aus dem Orte Orbis im Bezirke Kirchheimbolanden, Besitzer eines größeren Weidebetriebes, wurde anfangs 1921 an Stelle des Gründers der dortigen Freien Bauernschaft, Herrn Pflug (Baltersbachl,'als Vorsitzender der Freien Bauernschaft des Saargebietes, der Pfalz und Rheinhessens gewählt. Gelegentlich der Einigungsbestrebungen in der pfälzischen Landwirtschaft, dir Ende 1920 vor sich gingen, hatte I er schon eine verschwommene und schwankende Haltung eingenommen, die ihn nicht als einen charakterfesten Menschen erscheinen ließ und auch nicht jenes Vertrauen zu ihm erweckte, das man einer wirklichen Führernatur entgegenbringen wird. Gewisse Aeußerungen des Herrn Heinz ließen deutlich er- kennen, daß es ihm vor allem um die Befriedigung seines persönlichen Ehrgeizes ging und er - das Ziel verfolgte, mit Hilfe seiner Stellung in der Organisation im staatsxolitischen Leben alsbald eine Führerrvlle zu erlangen. Zu diesem Ehrgeiz gesellte sich eine abenteuerliche Veranlagung, die seinem ganzen Wesen em unruhiges Gepräge gibt. So kann es nicht wunder nehmen, daß die Erhebung der Sonderbündler in den besetzten Gebieten ihm eine willkommene Gelegenheit bot zur Verwirklichung seiner Pläne.
unb übernehmen bie Führung bes Schisses, doch vorher müßt ihr bei diesem eurem heiligen Buche schwören, uns ireno- 'e. ' '.— — — ■ — iuuu4 uus xtugu, uug tun ! kein Leid zuzufügen unb unseren Befehlen zu gehorchen.
MeiMen, Herren. Wir haben Hunger, wir trwftm. wir j nicht den Mund halten, rief Abraham, io will ich eud»J ^nrtkhuno tnint \