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FuldaerZertung

Amklicher Anzeiger für den Kreis und die Skadk Fulda.

E

Sonntag, l. ZuN 1^23.

fir. 148

50. Zahrg.

die französischen Rationalisten und Militaristen, zu

Herzigkeit, hat die Franzosen aufs unangenehmste ' Deutschland berührt. Kaum können sie ihre Wut über die püpst- men. Qrai

heran.

S)avas teilt offiziös mit, die Bildung des

vor LohnkSmpfev?

von 6800 J( vor-

1

Standpunkt dieser deutschen Kaufmannsehre aus sollte es möglich fein, daß die Börse und sonstige am D e v i. senhandel beteiligten Kreise diejenigen Mächte sind, de auch heute noch zum Schaden des ganzen Volkes, wo alles auf dem Spiele steht, Spekulation treiben? Diese rtmge ,st eine der Kernfragen für Sie und für uns So r!Ae ich auch heute, besonders hier an Sie, die auf­richtige Bitte, gerade in dieser Frage unter Zurückstel- ^ng eigener Interessen in finanziellen Fragen Ihre Schuldigkeit zu tun. Ich richte diese Mahnung zugleich Mr;n xer- $.etmQt am Deoisenhandel be-

^ncif5 banIlt f,QerLebenf0 einig, wie sie in der Ruhrsrage sind, m der Abwehr des fremden Eingriffes Ä ^n( Sefonnen und fest entschlossen, einig und opferbereit, so allem kann die Frage der Ruh? und d'e Frage, die Ihnen und mir am meisten am her.

NFeinlandfrage, zum guten Ende durchgeführt werden.

Der Kreisdelegierte von Gerolstein hat der Gemeindevertretung gegenüber geäußert, er werde die Stadt Gerolstein derart peinigen, daß kein Menlch mehr dort leben möchte. Er werde sie im wahren Sinne der Wortes zutoten Stadt" machen, wenn der Widerstand derBeamten nichtauf- h o r e. Gerolstein hat bereits die Hälfte feiner Ein. wohner durch MaffenausWeifungen verloren.

gegen die Mitglieder des hanseati­sch e n F r e i k o r p s wegen verschiedener ihnen zur Last gelegten Sabotageakte skattgefunden. Di-Angeklagten hakten zuerst geleugnet und erklärt, die Befehle seien ihnen aus A u g s b u r g von einem Dr. Franck, der der sozialdemokratischen Partei angehört und das Korps hanfreko kettete, zugegan­gen. Das Kriegsgericht verurteilte sieben An- geklagte zum Tode: Sasse, Maurer, Gruber, yantmer, Schneider, Freier und Frey. Ein weiterer Angeklagter mit Namen Laukh wurde z u l e b e n s- länglichem Zuchthaus verurtellk. Nach dem Echo de Paris" sind die Angeklagten bei der Ver­kündung des Urteils zusammengebrochen.

worden. 90 Prozent der Metallarbeiter haben sich gegen den Schieds­spruch und für den sofortigen Streik aus­gesprochen, den auch die Funktionäre schon empfoh­len haben. Wenn nicht in letzter Stunde noch ein Vergleich möglich ist, ist damit zu rechnen, daß der Streik am Montag früh proklamiert wird.

Nachts fand in Cronenberg vor einem fran- zösischen Wachtlokal eine Schießerei zwischen fron« Mischen Soldaten und wahrscheinlich deutschen

W,e dieVoss. Ztg." meldet, ist die Urabstim­mung in den Betrieben der Groß-Berliner Metallindustrie über den gefällten Schieds-

Lerantwortlich für öen reöautoneüen Teil: Dr. 3. Kramer, s für die Anzeigen: I. Parzeller-Fuida. :: Rotationsdruck u. Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda, ^emiprecbet Nr. 9. Pofttcheck-Konto 4051 Frankfurt a. M.

Poincare hat sich auch von der Kammer noch em besonderes Vertrauensvotum aussprechen lassen.

wie im Kriege!

wtb p a r i s, 30. Juni. (Tel.) In der vacht- fihung, die bis g-qeu 2 Uhr morgens dauerte, be­schloß die Sammer m.'t410gegeu188Stim- m e n, das D u d g e t f u 11 9.2 3 auch der Finanz- gebahrung für 1924 zugrunde zu legen. Poin­care selbst traf für diefes Provisorium ein. Er er­klärte, was das Parlament wahrend des Krieges getan habe, könne es^nch jetzt tun.

In solcher Gesinnung geht Poincare jetzt an

Me Verhandlungen in London

.. ^E^^^wmt sich^ und ^eine Spießgesellen, S e n a t hat anläßlich der e i n st i m m i g e n B e - r , «u willigung der angeforderten Ruhrkredite

immer neuen, herausfordernden Gewalttaten. Hat Poincare gegen Deutschland losgedonnert.

Deutschland warte jetzt, so sagte er u. a_, auf em Wunder, das aber nicht kommen wolle. Es hoffe immer noch auf eine Intervention der Verbündeten Frankreichs und erwarte fein Heil von der Entmutigung und Zer­mürbung Frankreichs. Darin täusche es sich aber. Frank- reich wolle, daß der Versailler Vertrag ausgeführt werde. In Brüssel sei beschlossen worden, die "deutschen Vorschläge nicht eher zu prüfen, bevor der Widerstand Deutschlands eingestellt sei und man werde

wtl paris, 30. Juni. (Tel.) wie der Mokiu berichtet, wird die französisch.belgische Antwort auf den englischen Fragebogen bett, die Ruhr- und Reparationspolilik durch die Bot­schafter der beiden Länder jedenfalls am Mon­tag in London formuliert werden. Es fei aber wenig wahrscheinlich, daß diese Rote auf schrift­lichem Dege an die englische Regierung abgehen werde. Der Gedanke einer gemeinsamen Antwort an die Deutschen werde in ber i r - . ------

S5XT. r,;» ?*** passiven Widerstands verlangt wird und daß die Räumung nur gegen tatsächliche Zahlungen zugestanden werde.

Damit die Abwehr nicht schwach wird, fei, so sagte schließlich Dr. Cuno, die Durchfük>- rung wirtschaftlicher Gesetze notwendig.

Stau gehört die Frage des Wuchers, dazu gehört die Frage der P rei s st e l l u n g, die Frage der A n - Raffung der Lohne an die Preise, dazu gs- hott vor allen Dingen die Frage unserer Währung 9fi aninU<" m ?^rung nicht zu halten ist, wenn sie den Ä m geht, dann wird sich des Volkes mit ®k,U^ -blr Verzweiflung und Verlassenheit be­mächtigen, das nicht nur die arbeitenden, sondern auch die bürgerlich^ St ckst dazu treiben muß, an allem zu verzweiseln. Die SluHührung der wirtschaftlichen Maß­nahmen kann mchk von der Polizei und den Gerichten ollem gesichert werden. In dieser Lebensfrage unseres Bmerlandes muß der Sinn für die Allgemein- beit bem Egoismus vorangestellt werden. Es gibt noch *** oeutsche Kaufmanns ehre. Gerade ponj

, der Unversöhnlich,

fett bringt Pomcare auch sonst mit allem Nach- druck zur ®e(tung. Nachdem die belgische Mini- sterkrtsis gelost erscheint und T h e u n i s tatsächlich mit den früheren Männern das Kabinett wieder gebildet hat, sollen die Verhandlungen, die das deutsche Memorandum ausgelöst hat, anscheinend etwas gefördert werden. Im französischen

liche Kundgeoung zügeln und wenn nicht die Rück­sicht auf die katholischen Belgier zu nehmen wäre, wurde die Pariser Logenpresse sicherlich den hef­tigsten Feldzug gegen den Vatikan eröffnen. Die päpstliche Kundgebung ist Poincare um so unange­nehmer als sie in der gesitteten Welt einmütig Beifall findet. Namentlich auch in Italien. So hebt dasGiornale di Roma" den wirk-

Rheinischen Provmziallandtages folgte eine ein- drucksvolle Kundgebung von Vertretern der Wirt- schuft, ^dis zur Mitgliederversammlung des Eisen- und Stahlwarenindustriebundes in Elberfeld zusammengekommen waren. Der Sitzung wohnten als Ehrengäste der Reichskanzler Cuno, Rsichswirt- schastsmiNister Becker, Vertreter zahlreicher chondels- kammsrv und industrieller Derhückdg fovc^ b-s

> nur nach Maßgabe ferner Zahlungen räu- Frankreich habe keine Annexionsaedanken und weife miss Entschiedenste jede Anklage des Imperialis­mus zurück. Wir wollen das Ruhrgebiet nicht konfis- zieren, werden es aber behalten, bis Deutschland seine Schulden bezahlt hat. Die letzten deutschen Vorschläge sind nicht ernst und verdienen keine Beachtung. Wenn wir die Ruhr aufgeben würden, würde Deutschland glauben, daß es feine Re- d n n tf) e erlangt und uns ein Erniedrigung zugefügt hat. Unsere Soldaten werden das Werk der Ge- rechtigkeit und das Friedens vollenden. Roch einmal mehr werden sie sich dadurch um das Vaterland tret- dient machen.

Daß aus Gründen der allgemeinen Politik ein Entgegenkommen an die Arbeit­nehmer unbedingt notwendig ist, sehen aber die Arbeitgeber durchaus ein und man dürfte das Prin­zip vierwöchiger Tarifperioden, innerhalb deren der Lohn mtt dem Entwertungsfaktor zu multiplizieren gt, für eme kurze Verfuchsperiodevonein , 5 öwei Monaten als Notstandsmaßnahme als billtg ansehen. Strittig zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften ist im wesentlichen die Frage, mit welchem Index multipliziert werden soll.

Welt gerichtet, Frieden zu machen und den Willen ! Uw Verhandlungsbereitschaft und zur Erfüllung unserer Verpflichtungen, die wir bereits zum Ausdruck gebracht haben, zur Grundlage für den Ausgleich des Konfliktes zu machen. Wrr danken, daß dieser Schritt geschehen i,t, und wir hoffen, daß auf der anderen Seite das Wort der so neutralen und so hohen Stelle ein williges Ohr stndet. Sagt sich Frankreich von seinen Plänen los und erkennt Deutschlands Recht auf Freiheit und Leben an, entschließt sich Frankreich, in offener Aussprache nnt den Alliierten und uns, den Tatsachen Rechnung tragend, eine Lösung des Reparationsproblems ö'ssuchem so wird die Verständigung an Deutschland nicht scheüern. Die Welt braucht Frieden: darum wird auch in Deutschland jedermann den Ruf zum Frieden und zur Versöhnung, der jetzt von der hohen neutralen Warte des Heiligen Stuhles in die Welt gegangen ist, mit dankbarer Zustimmung begrüßen Ich bm Überzeugt, daß Sie alle diesen Ruf mit tiefer Bewegung gelesen haben. Vor den Augen des Heiligen Vaters, dessen Raum und Zeit umspannender Blick die Dualen und Leiden des aus uns lastenden Zustandes er- Ä*?5 baran' °st-n zu sagen, daß eine schnelle, Befreiung vom fremden Druck sittliche Pflicht brinJBfi h5b Elisen Vaters zum Ausdrück

bringt, sind die wichtigsten Ziele unserer Politik gerichtet nur auf Gerechtigkeit und Billigkeit.

Aus der Zone der Gewalttaten.

Die Belgier haben die Reichsbanknebenstelle Aach en besetzt. Nachdem sie sich gewaltsam des Tresorschluss els bemächtigt hatten, nahmen sie aus dem Tresor etwa eine Milliarde Mark und aus der Tageskasse etwa 200 Millionen fort. Der Reichs- bankdirektor Privat wurde verhaftet. Bei der Ne- benstelle Jülichbeschlagnahmten" die Belgier 50 Millionen Mark.

Bezugspreis: Monallick 9000 Mr. Zustellgebühr ertra.

L Abgeholt in der Geschäftsstelle 8200 2HL n njetgen: Kleinzeile nachCoione 603 mt; ausw.S00Mk. efia m ereile nach Colone' 2000 Mk. ausw. 2800 Mk.

ten sagen' k^nen, daß das deutsche^Vott si/in unbes etzte n Gebiet geäfft worden, allen seinen Schichten und zusammen mit feiner I ^".twusweise habe deshalb die Militärbehörde im Regierung würdig erwiesen hat des deutschen Na- TrflTwln n?,t dem französischen Oberkommissar mens und der deutschen Ehre! (Lebhaft ? BeiM ßÄÄ ?ne Infanteriekompanie die Stadt und Händeklatschen. ' ' besetzen lassen. Obwohl der Militär-

~ V behorde unterstehend, sei die Stadt bis jetzt nur

politischen Kundgebung des vorübergehend besetzt gewesen. Der Landrat von ------ Lunburg und sieben weitere Personen, darunter Gynmastaldtrektor Dr. Jörres, sind verhaftet und abgefük^t worden.

Seien Sie versichert, so schloß der Kanzler, daß müJwr aIJes geschehen wird, ohne jeden Unterschied der Klassen, ohne jeden Unterschied der Parteien, ohne jeden Unterschied der Berufsschich- ten, was vom deutschen Standpunkte

Volke, was^der deutschen E'inhech was bereut" I deuftch^ ^fblenz die Festnahme zweier

scheu Freiheit und Unabhängigkeit nützlich sein I für die Eisenbahn­kanu. (Bravo!) Dies ergibt das einfache, in eine bÄHe deutsche Polizei,

kurze Formel gebrachte Programm dieser Reale- m ber Nacht zum 28. Ium er-

rung Ich hoffe, daß Sie alle und auch spätere Zei- dem ünbefeh ITfflThu ten sagen können, daß das deutsche Volk sich in unbelebten Gebiet

Siedelt neue Soiesiirteile Mit Ieutsche

Poincare hofft England zu gewinnen.

Das deutsche Volk in der Heimat und im unbefetzten Gebiet muß besonnen und fest bleiben' Unbefon- mnbe(ten von deutscher Seite, mögen sie nun "vo n rechts oder von links kommen, verurteil ich, in gleichem Maße alle Dinge, die die Staat«. auto rität gefährden. Alles, was Partei ^°der und Zwiespalt in das Volk hmeintragen kann, muß zurucktreten hinter die grüße Frage: Wie ^üe ich mein Vaterland, wie gebe ich mein alles hin £*.r.1ein. Vaterland? (Bravo!) Parteipläne können m,t Dynamit und Revolver durchg^ r?ie Besonnenheit muß aber auch fest ber Sr-mmung. Darauf kommt es an: nicht wenn man dieses oder jenes hört.

manJn s'cher°r Hut sigt, sondern an »inuLn binfen- die täglich ihr Gut und ihr ? einsetzen, die nicht wissen, wenn sie morgens aus dem Hause gehen, ob sie abends wieder zurückkehren die Person, ihrem Leben und ihrer'Ge­sundheit alles htngeben für ihr Volk und «r tanÖ' (Sr°c!) So ist das Gebot'der Stunde. Besonnenheit, fest bleiben aber auch einig bleiben, so wie Sie es sind in der aro- elften? ^initoen westfälischen Freiet .... , 3ut Friedensmahnung des Heil. Bakers führte der Kanzler aus:

.. Dsr $ater hot in den letzten Tagen, wie ich der Vreffe ersehe, eine Mahn uno

famen Ton und Geist des Schreibens des Papstes hervor. Die Lösung der Ruhrfrage dürfe aus Rücksicht auf das Heil ganz Europas nicht länger verzögert werden. Das Blall wünscht, daß den f r a n z ö s i s ch e n und besonders den b e l g i s ch e u Katholiken durch das Schreiben die Augen geöffnet werden. Wenn Belgien vernünftiger werde, werde die Welt bald bessere Tage sehen, v VGeklagt das Verbrechen derjenigen, die die Rheinlaudbesetzung gewollt Haden, weist auf ihre Verantwdrtung hin und erklärt, daß die Franzosen keine Reparationen wünschen, wohl aber zu Zwecken der Vorherrschaft ein ganzes Volk vsrfklaven wollen.

Um jedem Dersöhnungsgedauken entgegenzuarbeiten und um das deutsche Volk bis aufs Blick zu reizen, bedient sich Poincare fernerKriegsgerichte".

Neue Schreckensurteile.

fallsäußerungen entgegengenommen. Äbg. Rechts­anwalt Loenartz (Koblenz) gab kurz dem herz­lichen Dank und der großen Freude über die so loyale Zurückweisung der unglaublichen Entglei­sungen von Greisfwald Ausdruck. Zu der letzten Erklärung übergehend, sagte der Redner, er wolle gern in die bargebotene Hand einschlagen und wie bisher Schulter an Schulter mit den bürgerlichen Parteien und der Linken zusammensteheu, in ber Einheitsfront in dem uns aufgezwungeneu Kampfe.

Die Einigkeit der rheinischen Parteien kam klar zum Ausdruck in einer von allen Parteien abge­gebenen, von dem Zentrumsführer Mo e n i g-Kölu verlesenen Erklärung:

Grausam ist der Druck, der auf dem Rheinlande lastet. Mitten im Frieden wird ein friedliches, wehr­loses Volk, das uralte Kultur sein eigen nennt, geknechtet und entrechtet. Zahllose Männer und Frauen, die nichts als ihre Pflicht Vaterland und Gewissen gegenüber tun werden aus der Heimat geriffen, von Haus und Hof ver­trieben oder schmachten in schmählicher Kerkerhaft. Viele haben sogar ihre Liebe zum Vaterlande mit ihrem Blute besiegeln müssen. Selbst für Kinder und Greise kennen unbannherzige Gewalthaber keine Schonung. Und doch können alle diese Qualen den starken Mut und die Treue der RyeinlSnder nichi ins Wanken bringen. Der rheinische Provinziallandtag, die aus dem freiesten Wahlrecht der West hervorgegangene Vertte- tung des rheinischen Volkes, erhebt vor aller West er- neut Einspruch gegen die Gewaltherrschaft Äer Aren Opfern sagen wir heißen

Dank. (Allseittge Zustimmung.) Dem verstärkten Druck setzen ww die Einigkeit, der Gewalt das Recht und der Vernichtungsabsicht den Willen zur Freiheit 3iefer Dreiklang deutschen Willens und beut- fdjer Sjoffnimg einigt uns in unserem Kampfe und unse­rer Abwehr. Der pasiive Widerstand ist aus dem Volke geboren unö lebt in den Massen. Wir Rheinländer wer­den diese unsere einzige Waffe nicht nieder. LLV und Freiheit der deutschen Rhein- i

lanbe gesichert sind. Darin wiflen wir uns einia mit tmferen Volksgenossen in Westfalen. Wenn sich auch in ffi<,h;nInfrelf d°lttik, auf wirtschaftlichem und kulturellem Gebiete unsere Auffassungen trennen, in einem sind wir uue emrg:

Cinerheinische Frage gibt es für das rheinische Volk nicht.

(Allseittge stürmische Zustimmung.) lieber die Form unse- rer Zugehörigkeit zum Deutschen Reiche, über unftre ur- eigensten Angelegenheiten lassen wir nicht von fremden I Lb^^den Die offen zu Tag7 liegenden L K 9in-yranmre'd,s erweisen, daß jede Lockerung der BandlE^kl DerhalMisse zu Preußen eine Lösung der bS bie U?5 der deutschen Republik ver- es" aus- nlr mid Entschiedenheit sprechen wir

Der friede der Welt, die Zukunft der euro- I

»Tein 5 6 6 Freiheit einkehren am . L . Reichskanzler Dr. Cuno,

ntec karmischem Beifall den I Willen bes Volkes, im paffiden auszuharren. Er unterstrichfsrnerhi^bie einmütige 9Sn9' 6 el för Deutschlanb keine Rhemlandfrage gebe. I

Besonnen und fest.

Mit Nachdruck erklärte er:

man es bei diesen Leuten mit Fieberkranken zu tun? Mit Leuten, die ihr eigenes Ende nahe fühlen uni)d e n starken Man n" markieren, gerade weil sie ihr nahes Ende fühlen? Der päpstliche Brief zur Reparation s- I r a g e, der so deutlich sagt, daß die von den Fran­zosen immer wieder geforderteGerechtigkeit" nicht bestehen könne ohne den Begriff der Barm-

ver Rheinische provinzial-tandtag In Barmen, über dessen Eröffnung wir schon be­richteten, hat in seinem Verlauf eine Reihe wich­tiger Kundgebungen gebracht. Rhein­lands Not, Rh einlandsKampf, Rhein­lands Zukunft das war die Losung der Schlußsitzung, die durch die Gegenwart des Reichskanzlers Dr. Cuno besondere poli- tische Bedeutung gewann. 129 Abgeordnete, von diesen insgesamt 109 Vertreter der Rheinprovinz, waren anwesend.

Bemerkenswert war zunächst einmal, daß der deutschnationale Justizrat W e s e n f e l d scharf Stellung nahm gegen eine Aeußerung, die in einer Versammlung des Gustav-Adolf-Vereins zu Greifs­wald (fern vom Schuß) gegen die rheinischen Ka­tholiken jüngst gefallen ist. Gleichzeitig charakteri­sierte dieser Redner die niederträchtigen Verdäch­tigungen derBergisch-Märkischen Zeitung", eines der übelsten nationalistischen Revolverblätter, hin­sichtlich der Haltung des Zentrums zum Rheinland. Diese loyale mit warmem Unterton abgegebene Er­klärung wurde vom Zentrum mit berechtigter Ge­nugtuung und vom ganzen Hause mit starken Bei-

Eine Drahtmeldung besagt: ... ______...............

wtb Paris, 30. 3tml (Tel.) 1ta& einer f\a. Kabinetts Theunis werde es ermöglichen,

vas-Meldung aus Mainz Hal gestern moraen oor diplomatischen Verhandlungen über bie Repa-

-öruHel etn Meinungsaustausch erfolgen zu dem Zwecke, in gegenseitigem Einvernehmen die Ant- wart auf den Fragebogen der englischen Regierung festzusetzen. Der französische Botschafter in London werde wahrscheinlich sehr bald in der Lage sein, diese Antwort dem,Foreign Office' mitzuteilen. Ein Drahtbencht meldet uns dazu noch:

Reichstagsabgeodneten Dr. Cremer, Koch und Erke­lenz bei.

Reichswirtschaftsminister Dr. Becker legte 'm dieser Sitzung in längeren Ausführungen dar, was die Wfttschaft an Lasten und Leiden durch die Be- setzung zu tragen habe. Hinsichtlich der Mark- stützungsaktion sagte der Minister, sie fei not­wendig gewesen, um die Mark nicht auf einen Null- punkt herabsinken zu lassen. Die Regierung sei sich darüber klar gewesen, daß dadurch schwere Sorgen für die Wirtschaft entstehen würden. Nicht leichten Herzens habe sie die Deoisenordnung erlassen. Die Regierung habe sich aber trotz ber schweren Be­denken, die ihr aus Wirtschaftskreisen entgegen« gehalten wurden, auf Grund von maßgebenden Sachverständigenurteilen zu ihren Maßnahmen ent- schließen müssen. Es sei selbstverständlich, daß diese Maßnahmen nur vorübergehend kein sollten.

Don Barmen ist der Reichskanzler nach Bremen gereift, wo er gleichfalls eine Ansprache t)telt. Hier beendete er seine Ausführungen mit einem Ausblick auf eine bessere Zukunft, in welcher ber hanseatische und insonderheit der bremische Un­ternehmungsgeist, der jetzt schon so viel zur Unter­stützung der deutschen Wirtschaft leiste, sich frei ent­falten könne und Deutschland wieder gleichberechtigt wie jedes andere ebenbürtige Glied sich in die große Weltwirtschaft frei und wirkungskräftig einfüget) werde.

Das Lohn-Problem.

Aus Anlaß der Verhandlungen in ber Zentralarbeitsge mein schäft über die Frage der wertbeständigen Löhne wies der Deutsche Arbeitgeberverband vor Pressevertretern auf die großen Schwierigkeiten hin, die tzch der tiö'ung dieses Problems entgegenstellen. Nach Ansicht des Arbeitgeberverbandes sei eine Lohnstablkisierung für sich allein nicht burchzchühren.. Wenn z. B. in ber Kohlenindustrie stabile Lohne in ber Form vereinbart wurden, daß für eme Frfft von vier Wochen bestimmte Grund­lohne festgesetzt würden, die für jede Woche mit bem Entwertungsfaktor zu multiplizieren seien, bann könne die Kohlenindustrie diese Belastung nur tragen, wenn sie gleichfalls ihre Preise auf einen sollen Entwertungsfaktor einstellt. Eine Lohnlc.abillsierung würde die.langwieriae Umftelluna der Gesamtwinschuft auf eine Goldbasis zur fyoige haben. Eine < j orifierang erzwinge die andere. A r b e i t s I o ; q f e i t in größerem Um­fange würde die Folge einer Lotmstabilisierung sein unb eme weitere Abnahme ber Kaufkraft des Pa- piergeldes würde eintreten.