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Einzeiv erkausspreis 150 Mark.

Amtlicher Anzeiger für den Kreis und die Stadt Fulda.

50. Zahrg

Donnerstag, 2f. Juni 1923

Nr. HO

Die innenpolitische Lage

National und „national"

Auseinandersetzungen im Landtag

Von gut unterrichteter Seite wird mitgeteilt, daß den Gemeinden des Kreises Bittburg und

beseelt sind» die behördlichen Organe

einschreiten, mit dem Vorwurf des

(Sortierung folgt)

Bürgermeister von Kaiserswert erstattet, der den Deutsch­nationalen nahestehen soll. (Zwischenrufe rechts.) Sein Brief an den preußischen Fahndungsdienst kann aber dazu nicht beigetragen haben, Schlageter an die Fran­zosen zu verraten. Es ist so gut wie sicher, daß nicht her Würgermeister von Kaiserswerth, sondern Roß­bach, Götze und Schneider (sog. Freikorps-Leute) Schlageter verraten habtn. (Stürm. Hört, hört! links; lärmender Widerspruch rechts.) Sie be ft reiten zwar ihren Genossen Schlageter verraten zu haben, ge­ben aber zu, für die Franzosen Spionage­dienste getrieben und Geld von den Franzo­sen angenommen zu haben. (Hört! .Hört!) Auf der anderen Seite ist es die preußische Polizei gewesen, die diese Verräter Schlageters verhaftet hat. Der Minister mochte Mittellung von einem anderen deutschvölkischen Attentäter, der deutschnationalgesinnte Leute an die Franzosen verraten hat. In Sachen Heinz-Hauen- stein habe ich keinerlei Anweisungen ergehen lassen. Er ist verhaftet worden, weil er Anweisung hat er­gehen lasten, einen französischen Posten „aufzuheben".

Lebensdauer: für Munk fünf Jahre Zuchthaus, 50 Millionen Mark Geldstrafe, Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf zehn Jahre, Zulasstg- keit der Stellung unter Polizeiaufsicht, Ausweisung aus dem Deutschen Reiche und sofortige Berhaf- tunq: für Berger zwei Jahre Festung und 200 000 Mark Geldstrafe; für Rudolf Gutermann ein Jahr fünf Monate Festung und eine Million Mark Geld­strafe.

Man sieht dem Urteil nut Spannung entgegen.

Stirn legte sich das glänzend braune Haar in einer Tolle nach vorwärts.

„Ganz unoorfchriftsmößig", nannte es Gustl Gers- fcorfer. Aber Annchen gefiel gerade diese lockige Tolle besonders.

Und heute war Troll auch zum erstenmal nicht schweigsam, sondern plauderte so anregend und geistvoll, daß Annchen auf einmal gar nicht mehr an Bäring und die Schlohstädier dachte, sondern völlig gefesselt zuhörte.

Don dem Städtchen erzählte er ihr, wo er geboren war und wo es so wunderbar schön sei für jeden, der zu sehen verstünde. Dann kam er auf die Natur, auf Musik, die er sehr liebte, auf Malerei, die er zu seinem Vergnügen betrieb, und auf allerlei hohe, schöne Dinge zu sprechen, über die man in Schlohstädt sonst nie sprach, am wenigsten auf Bällen.

Eine wundersame Ruhe, die zugleich Sehnsucht war, überkam Annchen dabei und weitete ihre Brust.

Wer hatte ahnen können, daß dieser Oberleutnant Troll so interessant zu reden wußte! Sie hatten ihn doch alle immer für langweilig gehalten!

Sehr bald belebte feine Unterhaltung auch sie. Ihr lebhaftes Wesen, das sich sonst nie recht entfalten konnte, weil daheim sich niemand für das interessierte, was Annchen innerlich beschäftigte, kam zum erstenmal zum Vorschein.

Sie lgchte und plauderte und beide unterhielten sich königlich. Längst hatten sie den Tanz abgebrochen und gingen plaudernd in der anstoßcnden Galerie, die als Wintergarten eingerichtet war, auf und ab.

Die dritte Quadrille und den Kotillon tanzten sie zusammen. Und morgen wollte Troll auf den Eislauf­platz kommen, obwohl er bisher kein leidenschaftlicher Läufer gewesen und sich bis dahin selten dort hatte blicken lassen.

Frau Gersdorser ärgerte sich sehr über die beiden. Was fiel Annchen nur ein, so viel mit dem häßlichen Menschen, dem „Totenkopf", beisammen zu fein? Nun würden die Leute wieder reden. Als ob sie nicht zehn andere, nettere Herren Hütte finden können, wenn sie den Leuten in bezua auf Bäring Sand in die Auaen streuen wollte.

Die Schleife des Kranzes, den der Regie­rungspräsident für Schlageter niedergelegt hat und die in den R e i ch s f a r b e n gehalten war, ist dem Regierungspräsidenten mit der Bemerkung zuruckge- sandt worden: „Annahme verweigert! Zur Ver­wendung beim Begräbnis der jüdischen Republik. Der Festausschuß." (Hört! Hört!) Welche Gesinnung spricht aus diesen Zeilen! Wir haben jetzt Wichtigeres zu tun, als um Farben zu streiten. Jedenfalls fällten aber in der kritischen Lage des Vaterlandes die Farben des Rei­ches von allen Setten gleich respektiert werden. (Leb­hafte Zustimmung.) In der Bekämpfung der von sol­chen Leuten drohenden Gefahr werde ich mich durch nicksts abbringen lassen. Das Wohl der deutschen Bru­der kann nur wahrgenommen werden, wenn alle, die guten Willens sind, mit der Regierung zusammen arbei­ten!

Denn natürlich wollte sie nur das. Zeigen, daß sie sich gar nichts aus feiner Abwesenheit mache. Das war ja klug. Nur — warum gerade mit Troll?

Sie selbst hatte den Menschen nie gemocht. Er war ihr antipathisch und unheimlich — widerlich geradezu.

Indessen wurde ihre Aufmerksamkeit immer wieder durch Gustls Erfolge abgelentt. Fabelhaft, wie die Damen es mit ihm trieben! Bei der Damenwahl konnte er sich kaum retten vor ihnen und verschwand endlich geschickt.

„Sie hätten sich sonst noch gegenseitig die Augen aus- gekratzt", flüsterte er feiner Mutter eine Weile später spöttisch ins Ohr, „und mit all diesen guten Schlohstädier Gänschen zu tanzen, wäre schließlich über meine Kraft gegangen!"

„Es gibt auch goldene Gänschen darunter, meinte die Mutter mit vielsagendem Lächeln. „Da ist zum Bei­spiel Frau Essenberger, die Witwe des reichen Brauerei­besitzers. Sie scheint ganz vernarrt in dich. Man schätzt sie auf hunderttausend Mark. Wenn du da anklopsen wolltest, Gustt, so . . .

Er lachte belustigt auf.

„Aber Mutter! Eine Witwe und gar noch Brauerei­besitzerin! Ueberhaupt, was denkst du denn? Für lum­pige Hunerttausend ... ne, so billig geben wir uns nicht her! Unter einer halben Million tue ichs nicht!"

Das gefiel Frau Gersdorser sehr.

„Hast recht, Gustl. Wenn schon — denn schon."

„Natürlich. Ist allemal mein Grundsatz."

Es wurde spät, ehe Gersdorfers heimkehrten.

Wagen zum Nachhaufefahren gab's nicht in Schloh­städt, denn die Entfernungen waren überall gering. Nur auswärts Wohnende, Gutsbesitzer oder Leute aus der nahen Kreisstadt ließen sich von Schlohstädier Abend­unterhaltungen per Wagen abholen.

Gersdorfers gingen also zu Fuß. Die Nacht war sternklar und bitterkalt. Der Schnee knirschte unter den Füßen. Trotz der " llzgefütterten Mäntel und über­zogenen Schneeschi' froren die Damen.

Am Haustor gab s bann den ersten Aerger. Weder Gustt noch seiner Mutter gelang es, den Torschlüsse! ins Schloß zu bringen. Dieses mußte gewaltsam irgendwie verstopft word«» lein.

Betugspreis: Monatlich 3000 Mk. Zustellgebühr extra. z Abgeholt in der Geschäftsstelle 3100 2RL s Anzeigen: Kleinzeile nach Colonel 300 2TIL; ausro.450 lut. Reklamezeile nach Colonel 1000 Mk. ausro. 1400 Alk.

Frau Gersdorser war außer sich.

„So eine Bosheit! Man wußte, daß wir heute vom Kasinoball spät nach Hause kommen würden, und wollte uns auf diese Weise ärgern. Wer bas nur gewesen fein kann?"

Der Leutnant zog inzwischen ununterbrochen die Hausglocke, um den Hausknecht zu wecken. Aber ent­weder schlief der wie erschlagen oder der Glockenstrann war verdorben. ln ; - ’

Sie horchten, konnten aber keine Glocke innen läuten hören. Dagegen erklang plötzlich schräg gegenüber, wo Heschls Haus stand, unterdrücktes Gekicher. Gustav Gers- borfer war rasch mit ein paar Sprüngen drüben. Aber, der Gehsteig vor dem Hause war leer, dagegen hörte tv wie sich int Erdgeschoß klirrend ein Fenster schloß.

„Nun weiß ich auch alles!" sagte Frau Gersdorser empört „Heschls sind es, die uns diesen Schabernack spielten. Der Alte ärgert sich schon lange, daß wir ins Kasino geloben werden und er sich und feinen Abgott, die rote Cälia, keine Einladung erhält. Und Cälia platzt seit jeher vor Neid auf Annchen. Da haben sie sich nun diesen feinen Streich ausgedacht!'

Der Dragoner murmelte etwas von „alberner Gans, die sich wahrscheinlich ärgere, weil er sie trotz verschie­dener Dersuche, sich bemerkbar zu machen, nicht beachte", und begann mit Fäusten und Säbel das Tor zu bear­beiten, obwohl die Aussicht auf Erfolg gering war, denn David, der Hausknecht, schlief ganz rückwärts im Hof- gebäube.

Aber endlich tat sich oben in der Mansarde doch ein Fenster auf: Ferdinand Büttner war über den Spek­takel erwacht und kam nun, nachdem er sich notdürftig angetleibet hatte, erschrocken herab, um die halb Erfrore­nen einzulaffen.

Aus der Treppe sagte Gustav: „Hunger und Durst hab ich inzwischen bekommen! Weißt du was, Mutter, brau uns noch rasch einen heißen Punsch und laste wo­zu essen aufmarschierenl"

Frau Gersdorser fand den Einfall ausgezeichnet — wie alle Einfälle Gustls — und erklärte sich sofort be­reit dazu.

Verbrechen wäre. (Abg. Baecker: Wo hat das ge- I „ _ , .

standen?) Gegen S chlagetcr ift ein Steckbrief ver Münchener Yochverratsprozey von mtr nicht erlösten worden. Die Anzeige hat der I

Scharfe Kritik am „Völkerbund".

Im Nationalrat in Bern hat gelegentlich der Debatte über den Geschäftsbericht des Bundesrates für 1922 der katholisch-konservative Abgeordnete Müller -Luzern auch die Tä- tigkeitderschweizerischenDelegation imBölkerbundzur Sprache gebracht. Er führte dabei unter anderem aus:

Das Volk hat in den letzten Jahren so großes Interesse an der internationalen Politik gewonnen, daß wir keine Vogelstrauß-Politik mehr treiben

Wei WWeiiW in Dortmunö

Die Leiden des befehlen Gebietes.

3m M gegen öle lenetnng

vor dem Ende der Markrechnung.

Serantwortlto für Ben reöaoioneUen Teil: Dr. 3. Kramer, 2 für die Anzeigen: I. ParzeNer-Fulda. S Rotationsdruck u. Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fuwa- Fernsprecher Nr. 9. Postscheck-Konto 4051 Frankfurt a. M.

Im preußischen Landtag hat es am D i e n s» i tag neuerdings lebhafte Auseinandersetzungen über das Verhältnis der Parteien untereinander und zur Regierung gegeben. In Abwehr von An­griffen, die von Rechts gegen ihn mit verletzender Schärfe gerichtet worden find, griff auch Mini­ster Sever ing in die Debatte ein.

Wir braudjen, so führte er aus, Arbeit und Ruhe. | Das Staatsministerium war sich dieser Erfordernisse stets bewußt. Wir haben uns bemüht, der besonderen wirt­schaftlichen Not in den besetzten Gebieten zu steuern. Wir sind bei den zuständigen Reichsstellen vorstellig ge­worden, damit Lebensmittel in genügenden Men­gen in das besetzte Gebiet gelangen. Alle Arbeit kann aber nur Erfolg haben, wenn sich alle zur kräftigen Unterstützung einsetzen. Von der Nervosität der Bevöl­kerung dürfen sich diejenigen, die zur Beruhigung des Volkes berufen sind, nicht anstecken lassen. Dazu gehört vor allem die Presse. Wenn die Kommunisten an die Herrschaft kämen, würde das Brot noch teurer werden. Der erste Schritt ist getan, auch die gro­ßen Diebe zu fassen. (Lachen bei den Komm.) Wer sich in der Not bereichern will, gegen den gehen wir vor.

Die Anfrage der Deutschen Volkspartei über die pro­letarischen Hundertschaften tarnt ich kurz da­hin beantworten, daß diese Hundertschaften aufgelöst sind. Ich bettachte diejenigen als staatsgefährlich, die im geheimen rüsten, die über Geld und Waffenbestände verfügen. Schon bevor ich an die Auflösung der völ- kstchen Freiheitspartei auch nur dachte, hatte ich schon proletarische Hundertschaften zur Auflösung gebracht, und zwar eine derartige kommunistische Bildung, die in Mittelthüringen festen Fuß gefaßt hatte, und davon im Hauptausschuß des Landtages bereits Anfang März Mit­teilung gemacht. Für die Auftechterhaltung der Ruhe in einem Gebiet, wo die Schutzpolizei ausgeroiefen ist, kann weder ich noch sonst jemand die Verantwortung übernehmen. Ich richte an alle die dringende Bitte, den Einfluß der Gewerkschaften zu stärken. Es ist alles geschehen, um den verminderten Polizeischutz im Ruhrgebiet zu ergänzen und zu ersetzen, und es ist dar­über hinaus an die Bevölkerung appelliert worden, sich dem polizeilichen Notschutz zu fügen.

Ich bin den deutschnationalen Herren sehr dankbar für ihre Besorgnis um meine Autorität, aber sie ent­behren der A k t l v l e g i t i m a t i o n. Ich bin nicht der , Meinung, daß ein Minister verpflichtet ist, auf die Auf- | Die Rede machte sichtlich Eindruck auf das Par-

forberung jedes Revolverblattes zu reden. (Sehr gut! I lament, da es doch allmählich dem Dümmsten links.) Wenn dann aber die Darstellung noch weiter I f[ar mirb, daß unser Volk gerade genug Sorgen gebt, als ob die Sprengattentäter vom reinsten Willen j, tid) durch die widerliche Hetzarbeit

aber, bte dagegen I ■’ ' l . . ’ ~ *<.•

Die große Hoffnung.

Roman von Erich E b e n ft e i n.

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„Ich verstehe dich nicht," sagte Annchen schroff. „Du bist wohl wieder einmal, ganz übergeschnappt, Thilda! Zwischen mir und Bäring war nicht das geringste, und wenigstens von dir verbitte ich mir so alberne Aus-- driicke wie „sitzen gelassen" . . .

„Ich wiederhole ja nur, was die Leute . . ."

„Die Leute sind eben dumme Kleinstädter, die immer etwas zu klatschen haben müssen. Um die kümmere ich mich nicht so viel!"

Thilda stteß sie plötzlich hastig an.

„Scht, schrei hoch nicht so! Siehst du nicht, daß dort der „Totenkopf" steht und alles hören kann?"

„Von mir aus mag's ganz Schlohstädt hören!"

„Herrgott, bist du heute spießig! Da geh ich lieber. Leutnant Ehrhardt wirft mir ohnehin schon immer Blicke zu.

Thilda schoß davon. Annchen atmete tief auf. Gott­lob, einer gegenüber hatte sie sich doch Luft machen können!

Da stand plötzlich der junge Husarenoberleutnant, den Thilda „Totenkopf" genannt, vor ihr.

„Gnädiges Fräulein, darf ich um den nächsten Tanz mitten? Die Musik beginnt eben wieder."

Annchen nickte und legte schweigend ihren Arm in den seinen.

Sie kannte Oberleutnant Troll nur flüchtig von den Safinoabenben her, wo er stets eine Pflichttour mit ihr getanzt halle, nie mehr. Gesprochen hatten sie kaum zehn Worte miteinander, obwohl Annchen stets ein ge­wisses Interesse für den jungen schweigsamen Offizier gehabt, den alle Schlohstädterinnen für „unmöglich häß­lich" erklärten.

Annchen hatte das magere braune Rasfegesicht, bas nur aus Hallt und Knochen zu bestehen schien unb fei­nem Träger ben Beinamen „Totenkopf" eingetragen hatte, nie häßlich, wohl aber interessant gefunben.

Denn mitten brin standen zwei hellgraue Augen von seltsam leuchtender Glub unb über ber feinmodellier-en

Seit Wochen wird bekannllich in München ein Prozeß geführt, dessen Hauptbeschuldigter der Mün­chener Prof. Fuchs ist. Die langwierigen Ver­handlungen haben in ungemein schmierige Verhältnisse hineingeleuchtet. Es wird darüber noch zu reden sein. Die Verhandlungen ergaben, daß Fuchs und feine Vertrauten milden Fran­zos e n in Verbindung standen, um unter der Vor­gabe, das Land vor dem Bolschewismus zu retten, Bayern vom Reiche zu trennen. Sie wurden für ihre Tätigkeit von den Franzosen be­zahlt und leiteten auch Geld an gewisse Kreise wei- ...-------------

ter, die sich als völkisch und Überpatrio- weiteres gilt für die Klassen 1 bis 12 die 13. Gehalts- tiicft auffüielten I klasse. Für Lehrlinge und lugenbliche Angestellte bis

l i j M uftp . ... I zum vollendeten 18. Lebensjahr bleiben aber die Ge-

Der Staatsanwalt hat jetzt folgende Anträge haltsklassen 8 bis 12 mit ber Maßgabe bestehen, daß, gestellt: Für Fuchs lebenslängliches I roenn ihr gafjresarbeitsnerbienft 144 000 Mark nicht er= Zuchthaus, zehn Millionen Mark Geldstrafe I reicht, solche Versicherte der Gehaltsklasse 8 zugeteilt wer- und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf I den.

Wie der „Lok.-Anz." meldet, wird Mittwoch nachmittag eine neue Besprechungzwischen dem Reichswirtscha'ftsminister und den Bank- und Wirtschaftsvertretern statt- finden, in der über Maßnahmen zur Verhinde­rung einer weiteren Markenkwer- t u n g beraten werden soll. Am Dienstag hatte eine gleiche Besprechung beim Reichskanzler statt­gefunden, wobei die Betelligten einstimmig der Mei­nung waren, daß der gegenwärüge Martkurs unter

In Dortmund sind, wie laut „Voss. Zitz" setzt I £a5 wirtschaftlich und politisch berechttgte Maß herab» festgestellt wurde, am Sonntag abend z e h n ist.

Schüsse auf einen französischen Po st en ♦

abgegeben worden, die indessen nicht trafen. Da 1 fieber die Frage eines wertbeständigen in der Stadt das Gerücht kursierte, daß der Posten I Z g h n e s hat im Reichsarbeitsministerium eine Be­erschossen worden fei, und man deshalb die Ver- I fprechung mit den Spitzenorganisationen der Attbeit- , Hängung einer neuen Verkehrssperre über Dort- I nekmer stattgefunden. Es ergab sich dabei, daß sich Die Rede des Ministers war von Aeußerungen ttnrni) befürchtete, verließ alles fluchtartig die I bie Absichten des Ministeriums und die Vorschläge der Fraktionsvertreter umrahmt. Für das Zentrum S t r a ß e n. Die Vorstellung im Stadttheater wurde ii)er Gewerkschaften ungefähr in gleicher Richtung sprach Abg. Dr. Schwering. Er erklärte zum vorzeitig abgebrochen. Der Stadt sind wegen des bewegten. Verschiedene Fragen bedürfen noch der Falle Schlageter, man müsse unterscheiden, zwo I versuchten Attentats neue Strafmaßnah- I Gärung, sowohl seitens der Regierung als auch scheu dem, was er wollte, und dem, was er getan I men an gedroht worden. I seitens der Gewerkschaften. Man hofft aber, schon

hat. Was er wollte, ist des höchsten Lobes wert. k-il-nbabn-e ! im Laufe nächster Woche in gemeinsamen

Er war bereit, um seinem Vaterlande zu btenen, I Die vertrieb.neu Eisenbahner. .«Verhandlungen zu einer endgültigen Rege,

sein Leben einzusetzen. (Stürm. Beifall rechts.) ^n I Nach zuverlässigen Nachrichten sind in der Zeit I j kommen.

diesem Sinne ist er für uns ein nationaler Held. I bom ig Januar bis 2. Juni insgesamt 5764 I *

(Stürm. Widerspruch und Lärm links; andauernder I Eisenbaher aus ihren Wohnungen Vertrieben! Die Verhandlungen mit den Spitzenorganisatio- Beifall rechts.) Der passive Widerstand rst nicht von I borden. Davon wurden 4558 aus dem besetzten Ge« I nen über eine Erhöhung der Bezüge der Beamten oben kommandiert worden, er geht vom Volke aus. I biet ausgewiesen. Die Zahl der von der Verdrän- und Angestellten haben am Abend zu einer »er« Den aktiven Widerstand lehnen wrr mit I pung betroffenen Angehörigen beträgt 17837. Die I ständigung geführt. Der Teuerungs zuschlag der größten Entschiedenhert ab. I Zahl der von der Ausweisung betroffenen An- I wird auf 6000 vom Hundert ab 16. Juni

Der Redner hofft, daß die Parteien den politt- I gehörigen beträgt 11151. Verhaftet wurden insge- I erhöht. Die Frauenzulage beträgt künftig 64000

scheu Gegnern gegenüber Zurückhaltung üben I famt 564 und vom Kriegsgericht verurteilt 105 I Mark. Die Besatzungszulage ist für alle Orte gleich -

würden. Man sollte alles vermeiden, was zur | Eisenbahner. I mäßig auf 80 000 Mark festgesetzt worden. Die

Verschärfung der innerpolitischen Gegensätze bei- t Die Schrankenwärter der Regiebahn. Auszahlung der Bezüge soll mit größt-

tragen könnte. Die Herren v on d e r au her st en l ’ ° . I möglichster Beschleunigung erfolgen.

Rechtenund Linken sollten bedenken, daß, zu- I Von gut unterrichteter Sette wird mitgeteut, daß I Ne Erhöhung der Gehälter der Reichs-, Staats- mal in der gegenwärtigen Lage, kritisieren I in den Gemeinden des Kreises Bl11bnrg und I un^ Gemeindebeamten beträgt nach obigem rund leichter als Bessermachen sei. Die Kritik Daun (Direkiwnsbezirk Trier) das Zusammen- I 102/6 Prozent. 1 ; r **'

ber Oppositionsparteien an der Koalitionspolitik fei I arbeiten der Gemeinden mit der franzo- | *

durchaus unfruchtbar und das beweffe, daß die I fisch-belgischen Eisenbahnregie zummmt. I Die Verhandlungen im Reichsfinanzministerium

Koalition den richtigen Weg gehe. Es sei so I Stellenweise versehen Gemein der atsmrtglreder I j,en Spitzenorganisationen der Reichsar -

weit gekommen, daß, wenn man das Wort „na- I Streckenwärter- und Schrankendlenste. I heiter haben zu einer Einigung geführt. In der

ti on a l" gebrauchen wolle, man den Begriff erst I Auch cius dem Direktionsbezirk Mainz wird gemeldet, I £)rfsf[affe a foll ab 15. Juni der Stundenlohn ohne

! definieren müsse, was man darunter verstehe. I daß die Bewachung der Bahnübergänge unter Be- I Ortszulage für den Handwerker 4560 M und für

teihgung der beutf^en Surgermeiftttamtet erfolgt I ben ungelernten Arbeiter 4272 <M. betragen. Der

und das ttotz ber Widerstande des Eisenbahnperso- I czocöfifon für die Ortszulagen beträat künftig nals und der entgegengesetzten Anordnungen der MJ®®.’ur 016 Ortszulagen Betragt lunfttg Regierungsstellen. Es braucht ja nicht weiter betont I -P 3« *• * ■

, ber - - rs chi - d en en Rod, l W" l nschj zu >-e,d°n d°i -in falch-- V°rgehe» dem,d-E°n M „ in den D°rh»ndlt,n«-n

dockll werden/twnn llt der Zeitpunkt da. wo Schweigen I "och mehr quälen und fettem lassen kann. I bec Strecke Bingerbrück-Koblenz sollen die I und

"........ ' ' «•»--.«1 ... —-------------------- i’SSffÄÄt

Io[e aogeftell, haben. 1 verbände zu folgender Lohnregelmtg ge-

“ | kommen: Die Stundenlöhne in der Klasse 1 in der

I ersten Juniwoche werden auf 3100 Mark, in der

vvjlUlva. I ßtneiten Klasse aus 4000 Mark, in der dritten auf

= ck. ..jftlllenversicherung. Der SoziaIpoli- I 5500 und in der vierten auf 6500 Mark erhöht,

tische Ausschuß des Reichstags hat die Lohnklaffen I . __ . . ,

der Angestelltenversicherung in der Welfe festgesetzt, daß Erfrischende Worte eines Schweizers, sie sich von der 13. Klaffe mit einem Jahresarbeitsver- I II« ' «

dienst von 2160 000 Mark bis zur 23. Klaffe mit einem “ ' ' " ---'

Jahresarbeitsverdienst von über 35 640 000 Mark staf­feln. Der monatliche Beitrag zur Versicherung staffelt sich von 5000 Mark bis 124 000 Mk., der wö­chentliche Jnvalidenversicherungsbeitrag von 800 Mark in der 13. bis 14 000 Mark in der 23 Klaffe. Bis auf