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tunft über diese Dinge geben der Generalobere der I Barmherzigen Brüder zu Montabur (Nassau) oder die Vorsteher der einzelnen Häuser. Das Postulat dauert etwa 6 Monate, das Noviziat etwa 2 Jahre. Wahrend dieser Zeit soll der angehende Barmherzige Bruder sich selber prüfen, ob er für den Beruf geeignet ist; er soll sich aber auch während dieser Zeit die nötigen religiösen und geistigen Eigenschaften und die erforderlichen Kennt­nisse für die Krankenpflege aneignen, die er später als Ordensmann und als Krankenwärter nötig hat. Die geistige Leitung untersteht einem Pater Spiritual, dem der Rovizemneister zur Seite steht. Der Unterricht und die Ausbildung im Krankendienste liegt in den Händen der Hausärzte. Nach Beendigung des Noviziats werden dis Gelübde abgelegt, zunächst nur auf 3 Jahre; _ erst wenn der junge Ordensmann nach der ersten Gelübde­ablegung am Schluffe des Noviziats sich 6 Jahre lang hinlänglich erprobt hat, wird er zur Ablegung der ewigen Gelübde zugelafsen. So ist also zur freien Ueber. legung dem einzelnen eine lange Zeit gegeben, auf daß nur solche sich dauernd dem Berufe eines Barmherzigen Bruders widmen, die mit ganzer Seele sich dafür be­geistert haben.

Als ich das alles sah und hörte, dachte ich bei mir: Ms schön ist doch der Beruf eines Barmherzigen Stu­bers! Mit den Vorzügen des Ordensstandes überhaupt verbindet er noch den ganz besonderen Vorzug des aus­schließlichen Wirkens im Dienste der Nächstenliebe. Wir wissen alle, wie hoch der göttliche Heiland gerade die werktätige Nächstenliebe schaßt und lohnt: „Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan." Diese Worte verkündet er feierlich ganz augenscheinlich in der Absicht, um durch diese Auszeich­nung der Werke der Nächstenliebe die Menschen hierfür zu begeistern. Mögen deshalb, das war fo mein stiller Herzenswunsch, als ich die Mauern des Klosters Monta­baur durchwanderte, recht viele Jünglinge, die noch idealen Sinn und Opferfreudigkeit besitzen, sich dem Berufe des Barmherzigen Bruders weihen! Ein leben- diger Glaube und ein mitfühlendes Herz werden über alle Schwierigkeiten triumphieren.

— Die deutsche Düchererzeugung ist seit dem Weltkrieg wieder ständig in der Zunahme begriffen — ein sehr erfreuliches Zeichen, insofern es beweist, daß alle Beteiligten — Schriftsteller, Verleger und | Buchhändler — sich trotz der Ungunst der Zeit nicht

unterkriegen lassen. Nach der Statistik des Buch­händler-Börsenvereins betrug 1921 die Gesamtzahl der Erscheinungen 34 252 gegen 32 345 im Jahre 1920. Dänen ter sind aber 4967 (1920: 4552) Zeit­schriften mitgezählt. Was die eigentlichen Bücher betrifft, so ist die Zahl der Neuerscheinungen von 19 078 auf 22145 gestiegen, die der neuen Auf­lagen aber von 8715 auf 7140 zurückgegangen. Di« frühere verhältnismäßig hohe Zahl von Werken in neuer Auflage erklärt sich daraus, daß für viele Werke, die seit dem Kriege vergriffen waren, neue Auflagen nachgeholt werden mußten, und daß ande­rerseits viele Verleger es vorzsgen, honorarfreie ältere Werke neu zu drucken, statt gute neue Werke heraarszugeben. Es gab eine Ueberfülle von über­flüssigen neuen Ausgaben, und wenn hierin eine Abnahme eintritt, so ist das nur zu begrüßen. Was die einzelnen Literaturgruppen betrifft, so hat in der schönen Literatur die Zahl der Neuerscheinungen von 4910 auf 4744 abgenommen, doch ist auch diese Zahl noch reichlich hoch; ferner haben Philosophie, Rechts- und Staatswissenschaft, Kriegswissenschaft und Heilwissenschaft abgenommen. Auf allen anderen Gebieten ist eine zum Teil recht namhafte Steigerung zu verzeichnen, besonders auffallend bei Kunst, Musik, Theater und Kino, wo die Zahl der Neuerscheinungen von 495 auf 1287 gestiegen ist. Auch die Zunahme beim Sport (von 77 auf 285) verdient erwähnt zu werden. kos.

— INaulwurfsappelil. Der Hunger des Wolfes ist sprichwörtlich geworden, der des Maulwurfes ver> dient es nach Untersuchmg des Professors Roer i« weit mehr. Dieser Forscher tat einen Maulwurf von 77,5 Gramm Gewicht in einen Kasten mit oiwefeaich- tcter Erde und fütterte ihn bloß mit Regenwürmern Nach-Verlauf von 20 Tagen hatte das Tier 2997,5 Gramm Würmer gefressen und sein Gewicht hatte um 6 Gramm zuysnommen. Roerig berechnet die tierische Substanz, die in jenen Würmern enthalten war, auf 1302,16 Gramm, der Rest kommt auf die verschlungene Erde. Danach hatte der Maulwurf täglich 90 Gramm Warmfleisch, also mehr als sein eigenes Gewicht be­trug, zu sich genommen. kos

Em Besuch in Montabaur.

„Sieh, wie gut und lieblich lst's. Wenn Brüder beieinander in Liebe wohnen! Denn dahin sendet der Herr Segen

Und Leben bis in Ewigkeit." Ps. 132; 1. 3.

Diesen schönen Spruch in die Wirklichkeit umgesetzt zu sehen, hatte ich kürzlich Gelegenheit. Es war bet' einem Besuche im Mutterhaus der Barmher­zigen Brüder zu Montabaur. Es liegt so friedlich da, oon einem hübschen Parkt umgeben. Friede und Ruhe lagert über feinen Mauern. Ich zog an der Klingel der Klosterpforie; ein Bruder öffnete. Auf meinen Wunsch ruft er den Bruder Vorsteher, der bald erscheint und mich freundlich begrüßt. Meine Bitte, das Kloster besichtigen zu dürfen, wurde mir gerne gewährt. So hall» ich denn Gelegenheit, das ganze Kloster näher kennen zu lernen, seine Einrichtungen mir näher anzu- sehen und nebenbei auch über Zweck und Organisation des Orden; überhaupt mich zu unterrichten.

Der Orlen der Barmherzigen Brüder, so erzählte mir der Bruder Vorsteher, ist der bedeutendste der männ­lichen Kramenpslegerorden der jetzigen Zeit. Seinen Ursprung verdankt er dem hl. Johannes von Gott. Die- |er Held ber christlichen Nächstenliebe gründete im Jahre 1540 zu Granada in Spanien ein großes Hospital und rief zu besten Besorgung einen Verein von Weltleuten ins Leben, denen er zur Unterscheidung von den übrigen Weltleuten eine besondere Kleidung vorschrieb. Papst Plus V. bestätigte diesen Verein, gab ihm am 1. Januar 1572 die Augu Merordensregel und machte ihn so zu ttner religiösen Genossenschaft. Papst Urban VIII. ver- «eh der Genostenschaft im Jahre 1624 alle Privilegien und Anrechte der alten Orden und erhob sie damit zu einem eigentlichen Orden. In der Folgezeit finden wir 3toet Familien dieses einen Ordens; an der Spitze der emen Familie stand der in Granada in Spanien resi- »terenbe Generalobere. Der Generalobere der anderen öamthe hatte feinen Sitz in Rom. In den politischen 1835 und 1868 ging das spanische Generalat und seitdem steht an der Spitze des meitacr- Ordens nur ein General, der feinen Sitz in ins Unter stmer Leitung standen im Jahre ".900 Mit 1551 Brüdern. In unserem deutschen bestanden im Jahr 1900 folgende Nieder- der Barmherzigen Brüder:

fcern • 11chlesischen Provinz 8 Häuser mit 151 Brü- -n, per bayerischen Provinz 13 Häuter mit 226

Brüdern. Außerdem bestehen noch in Deutschland zwei eigene Kongregationen der Barmherzigen Brüder. Die eine mit dem Mutterhaus in Trier (seit 1851), mit 13 Häusern und ca. 300 Brüdern in Deutschland, Luxemburg, Belgien und der Schweiz. Die andere Kongregation der Barmherzigen Brüder mit ihrem Mutterhause in Montabaur (seit 1856) besitzt 17 Häuser in Deutschland und Holland. Bis zum Jahre 1908 hat sich die Genossenschaft in Montabaur um 7 Häuser ver- mehrt. Sie besitzt jetzt 24 Häuser mit 364 Brüdern und hat, wie man aus diesen Zahlen sieht, einen ganz be­sonderen Aufschwung genommen. Mit rührender Liebe nimmt sich diese Kongregation besonders auch der armen Schwachsinnigen an. «■

Auf mein Verlangen zeigt mir der Bruder Vorsteher nunmehr die nähere Einrichtung des Mutterhauses zu Montabaur. Ich bewunderte die schöne Ordnung in jeglicher Hinsicht. Mit welcher Ruhe und Heiterkeit ver­richtet der Barmherzige Bruder hier alle Arbeiten! Von der Küche bis zu den Werkstätten, vom Haus bis zur Oekonomie ein mustergültiger Betrieb. Mit dem Mut­terhaus ist ein Krankenhaus verbunden: große luftige Zimmer und Säle mit allen Vorkehrungen und Ein­richtungen, wie sie unsere moderne Krankenpflege er­heischt. Hier pflegt der Barmherzige Bruder die Kranken. Aber nicht nur den Leib der Kranken pflegt er, nein, wie oft hat der Bruder auch durch feinen ruhigen Ernst, durch seine sanfte Hingebung, durch seine demütige Opferwilligkeit, durch seinen milden Zuspruch dem zer­rissenen Gemüte und der wunden Seele Linderung ver­schafft! — Weiterhin sind mit dem Mutterhaus in Monta­baur ein Altersheim verbunden, ein Haus für Pensio- näre und eine große Anstalt für Schwachsinnige. Es ist ein in die Seele schneidender Anblick: diese armen Schwachsinnigen, die Aermsten der Armen! Welcher Geduld bedarf es wohl diesen Unglücklichen gegenüber, wieviel Mühe und Arbeit mögen sie den pflegenden Brüdern bereiten! Und doch. Glück und Zufriedenheit leuchtet auf dem Angesichte der Brüder, die der Ge­horsam an diesen Posten geführt hat. Fürwahr, hier sieht man wieder, welche Zukunft in der Verheißung des Herrn verborgen liegt: „Selig sind die Barm­herzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen." —

Ich erkundigte mich nach dem Werdegang eines Barmherzigen Bruders. Der Bruder Vorsteher gab mir ! folgende Auskunft: Jeder brave Jüngling vom 17. bis 35. Lebensjahre kann in die Genossenschaft der B^rm- herzigen Brüder ausgenommen werden. Nähere Aus-

Fuldaer Heilung

Sonntag. 14- Januar 1923

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Berlin, 12. Januar 1923

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1921

nicht mehr bezahlen können.

Die Tuberkulose, die nach dem Kriege etwas zurückgegangen war, breitet sich wieder aus. Schlechte Ernährung, Wohnungsnot usw. fordern diese Ausbreitung. Aus den Kohlenmangel sind eine große Anzahl oon Erkältungskrankheiten zurückzuführen. Im ersten Quartal 1922 betrug die Zahl der Todesfälle an Lungenentzündungen 17 785 gegen 14 549 im Vor­jahre. Die Zahl der Todesfälle an Erkältungskrank­heiten flieg in den Städten über 15 000 Einwohner (auf 10 000 Einwohner berechnet), im ersten Quartal 1922 auf 39,9 gegen 23,6 im Vorjahre. Der Mangel an Wäsche, die Verringerung der Bademöglichkeit, die Ver­teuerung der Seife verhindern eine zureichende Körper­pflege. Die Folgen sind Hautkrankheiten und eine Zunahme der Seuchengefahr.

Diese allgemeinen Umstände sowie die Tatsache, daß 6er Aerztestand heute infolge des wirtschaftlichen Druckes nicht mehr in der Lage ist, das wissenschaftliche und technische Rüstzeug sich zu verschaffen, das zur wirksam- ften Bekämpfung von Krankheiten und Seuchen nötig ist, lasten die Befürchtung zu, daß etwa eingeschleppte Fälle von Cholera, Pest, Pocken usw. in dem geschwäch- ten deutschen Volkskörper einen überaus günstigen Nähr- hoben finden. Als Grundursache, auf die letzten Endes bte furchtbaren Gefahren zurückzuführen sind, die uns be. drohen, und von denen in erster Linie die Kinder betrof­fen werden, ist der Versailler Friedensver­trag mit seinen unerträglichen Folgen zu bezeichnen. Der Schaden, der den Kindern zugefügt wird, ist nie- mals wieder auszugleichen. Eine physisch geschwächte Generation wächst heran. Es wird jedem klar sein, was das für die Zukunft Deutschlands zu bedeuten hat.

14400, 16300,

8200, «7600, 19600,

8100, 80000, 18000, 15000. 23000,

4526, 2000O,

8000, 4800, 800),

108 0,

81, 705, 410, 1800, 100.V1

89, 75, 93,1/4 165, 174,1/3 162.

820, 160,

275, 175,

200,

19750, 15000, 9850,

1°175, 62500, 7000, 7000, 20500, 2850.

5000,

Zur „absichtlichen" Verfehlung bei den UohlenUeferungen.

Poincare sucht nach einem Rechtstütel für ferne Santtions- und Pfänüerpolitik, sucht nach „absicht­lichen, schuldhasten Verfehlungen" Deutschlands. Die Reparationskommission, soweit sie Poincares Hand­langer ist, hat den deutschen bösen Willen bei den Kohlenlieferungen amtlich dokumentiert. Bradbury hat sich gegen die Feststellung erklärt. Eine umfang­reiche Denk- und Anklageschrift hat die französische Regierung als Unterlage veröffentlicht. Wir haben immer wieder den Alliierten den Nachweis er­bracht ,daß ihre Forderungen an Ruhrkohle und -Koks die deutsche Leistungsfähigkeit über­fteigen, daß dis Lieferungen von den schwer-

ar. ins der

7550, 13100, 12,00, 133U0, 10000, 1*300, 11600, 241X0,

820o, 10500,

6S6O, 21000,

13000, 8250, 4800,

43900, 30;00,

9400, 1)60*, 9500, 9C00, 11000.

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8 Bay. Eieenb V.

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4 Hessen 99. 18

3 Hess. do.

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<7.:, wirtschaftliche Verelendung, in die wir immer 8°l-

' ' di, Gefahr der völligen Zerrüttung un- f ' Volksgesundheit mit sich. Nach einer

! nnrübergetenöen Besserung kurz nach dem Kriege - ”” udfl*t durch die Aushebung der Hungerblockade — w seit Mitte 1922 eine neue Verschlechterung festzustel- len Die Grundursache ist nicht mehr, wie während des tfrieaes das Fehlen von Nahrungsmitteln, sondern deren EheÜre Preissteigerung. Nach statistischen

' -Feststellungen benötigt eine vierköpfige Familie für den ■ normalen Bedarf an Fett dezw. Margarine eine jähr­lich« Summe von etwa 200000 Mk.; insgesamt kostet I test die normale Ernährung einer solchen Familie min- I bestens 750 000 Mk. jährlich. Amtliche Berichte aus den f vreutzisch-n Regierungsbezirken lasten erkennen, daß zahl- | reidje Familien, namentlich der städtischen Bevölkerung, k neine Gewerbetreibende, Sozialrentner, alte Leute usw.

bereits ein ausgesprochenes Hungerdasein führen. » Fälle von Hungertod, oon Selbstmorden aus Hunger r mehren sich. _

Die Zukunft unserer Kinder ist m furchtbarer Ge- I fahr. Die Säuglingssterblichkeit nimmt, F ebenfalls feit Mitte 1922, zu. Aus 24 von den 35 preu- 1 ßischen Regierungsbezirken kommen Nachrichten über die k Unterernährung der Kleinkinder und Schulkinder. F 5 0 Proz. und mehr aller Kinder werden hiervon be­troffen. Skrophulose, Drüsenerkrankungen, Rachitis neh­men zu. Eine der Haupturjachen hierfür ist im Milch- mangel zu suchen. Hunderttaufende unserer Kinder be- । kommen keinen Tropfen Milch mehr, well die Eltern sie

Die Grundsätze der Landesversicherungs-Anstall Hessen Nassau vorn 14. November 1922 (abgedruckt un Regie runasamtsblatt 1922 S. 355) über die Regelung der 'PKifmasleiitura für die Hausgewerbetreibenden können in Fulda im Versicherungsamt (Stadtschloß, No^ftüg^, Zimmer Nr. 6) und auf dem Lande "st d^n Burger meifterämtem von den Beteiligten eingesehen werben.

Die Hausgewerbetreibenden unterliegen vom 1. 3a- nuar d Js. ab der Invalidenversicherung.

Fulda, den 8. Januar 1923.

verstcherungsamt. I. B.: Polster.

Die zugelastene Vorschlagsliste f8e die Wahl der Mit­glieder des Ausschusses der Landesversicherungsanstatt Hessen-Nassau liegen vom 15. d. Mis. ab bis zum Wohl- tQ®) im^ Versicherungs-Amt Fulda (Stadtschloß, Nord-

Hügel, Zimmer 6), _

b) in den Kassenräumen ber Allgemeinen Ortskranken­kassen zu Ellers, Flieden, Hofbieber, Großenlüder und Bad Salzschlirf zur Einsicht der Beteiligten auf bezw. sind an der für Bekanntmachungen bestimm­ten Stelle öffentlich ausgehängt.

Es kommen folgende Listen in Frage:

1. Liste der christlichen Gewerkschaft;

2. Liste mit dem Kennwort Dünhaupt;„

3. Liste mit dem Kennwort Wilhelmshöhe.

Kulda. den 12. Januar 1923.

o I ft e r.

bestände verschiedener Dessins in

Korsetts

Auszug uns Den MMem öes SlüMSWks Mil-

Sterbefälle vom 5.—12. Januar 1923.

8. Januar. FriseurS-Witwe Luzia ®erta fcortnatf. aeb. Reuter, 56 I. 7 M. 22 T. 9. Kari Otto Gustav Sube 2 I 2 M. 4 T. 9. Rentenempsan er Joseph Burkard 66 F 1 M 12 T. 10. Frieda Dehler au» Hainzell,' 2 I' 9 M. 8 T. 10. Ehefrau Katharina Müller, geb. Fröhlich, 58 I. 11 M. 13 $., 1 • „ Görnert, 18 I. 4 M. 2 T. 11. Arbeiter Georg Lützel, 71 I. 2 M. 27 T._______ ___________

Gottesdienstordnung.

Katholischer Gottesdienst.

Sonntag, 14. Jan. Dom. E^ulsonnrag- Kollekte für die Schulorganu ation.) /*, S, ‘/.7 u 7 bl M., V,7 i. d. Manenkapell. HI. M. u. . Generälkom. d. Iunafr.-Sod. u. d- cdristenlehrpfl. Junafr. t. Dom, 8 Pfarramt u. Pr., «MO Kalheoralamt m Pr., JS.!%. ’Ä.S

f ation. 5l/i Korn., 5'/« hl. M., 6'/. hl. M. u Rom. I f. d. Iun-.fr.-Lvd. u. d. übrigen üwistenlehrpfl. Jungs-

8 erster Schuld m Pr., 9V. <ßrarramt m. Pr- 11 I -weiter Schulud. m. Pr., '.)’/* Ehr. f. d. Jungl. i. d. | Severiklrche, 2'/, Bruderschaft v d. Todesangst d Herrn, I rb ^unafr.-od.—PfarekirchezirmheiligenGetst.

k/.7 hl Kom 7Frühm, 8 Amt, Pr. u. Korn., ^-5 CH-- 5 ä. - Sobaütät. ’ ’/.lO, -Severikirche sonntags

I und werktags l/«7 hl. M. — 8 211 —

7 HUR- 8 Rosenkranzm. I m. Pred., 9 Hochamt m. Pred., naitim. 2 feierL SBeiper, I 5 Pr. u. A. f. d. Terziaren d. Stadt auioa.

kathol. Süngtingsoereins »u haben. Besonders einge- | laben sind alle Freunde und Gönner des Vereins aus Petersberg und Umgebung. I

— «lieben Der hiesige Sportverein „Buchonra , l der in feinet Meisterschaft in der B-Stlaffe an 8"eUer Stelle marschiert, veranstaltete D-e>tontgStaae und am darauffolgenden Sonntag tm -Gasthaus »umHasen dahier eine theatralisch-m usikalische Abend unter Haltung. Beide Veranstaltungen waren seitens Ber totniDobncr schäft auherordentlich gut besucht und boten reiche Mannigfaltigkeit. Dem Weihnachtscharakter trujber gutaefpiclte und finnige Einakter .Veriöhnung vö^r^e Rechnuna, während der ebenfalls ^ut e,pielte Zweiakter .Der wilde Matthias» den Wahlspruch .Sei vnt t Der Not» verkörperte. i?ur die LachmuSkeln Ivrgte der luftige Einakter .Die fidelen Handwerisburichen , sowie die komischen Duette .Fridolin und Ad° ar und .Die Brüder Würmer, die beiden «u^aUlturmet , weid) letzteres somit auch den Vereinscharakler vor Augen führte und wobei Herr Schürzens rn l-iner Flinkigkett und Mimik außerordent.rch gefiel Allen Darbietungen wurde der wohlverdiente Beifall zuteil und die Herren Schurgens, Stapp, _$etbert Sinn, Weber,BaguS,Atzert und Kister, sowie ytaulern Wie and und iDlüDer, die sich in den Dienst ber gepellt hatten, verdienen auch an öieier .stelle die vollste Anerkennung und den wärmsten Dank aller Vere,nS mrtglreser. DeS>>leichen auch Herrn Kari Muller, der in liebenswürdigster Weise die Klavierbegleitung über- j nommen hatte und geschickt auSfuhrte._ .

fpd. Höchst a. M. Durch ausstromende Dampfe I wurde in der Suifurabteilung der Farbwerke zwei Arbeiter schwer verbrühst, wsatz pe dem ^ran» kenhaufe zugeführt werden mutzten.

Kur Gberhefien und den heffischenAefN.ern.

)( Marburg. Am 13. Ja uar feierte G.ch. 2ust z- tat Prüf Dr Ludwig Enneccerus das 50)ahrige Sulülwi seiner Erneir. iuttg zum ordentlich:« Pw;«sior. Der Jubilar ist seit 1872 ummtLrbrcchen an der Um- I versitäl Marburg tätig gewesen.

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wiegendsten Folgen für die deutsche Wirtschaft sind. Umsonst, Frankreich bestand auf seinen Forderun­gen. Wir müssen für Milliarden ausländische Kohle kaufen, unsere Wirtschaft und Mark ruinieren lasten. Frankreichs Industrie entfaltet sich indessen auf unsereKosten, mit unseren Kohlen. Seine eigene Kohlenförderung ist vernachlässigt.

Ein Beispiel: die Absatzschwierigkeiten der Saar- gruben. Die Saargruben wurden bekanntlich Frank­reich als Ersatz für die zerstörten Gruben in Nord- frankreich übergeben. 1913 forderten sie 15 Mil­lionen Tonnen Kohlen. 1921 unter srimzosischer Verwaltung war die Förderung aus 9 Millionen xurücfgegangen, olfo irirt 6 SRillton^n lonncn. LlnD | bas nicht etwa wegen einer verminderten Leistung der Saarbergarbeiter, sondern wegen Schwie­rigkeiten beim Absatz. Fortgesetzt werden von der französischen Grubenverwaltung seit 1921 Feierschichten eingelegt. Frankreich aber kann die Saarkohlen nicht aufnehmen, weil es mit R e- parationskohle übersättigt ist. Ms bte Holden vollgeschüttet waren, wurde im Frühjahr 1922 die Entlassung von 3000 Saarbergleuten an- gekündigt und den protestierenden Gewerkschafts­vertretern mitgeteilt, die Entlassung könne nur I dann verhindert werden, wenn die Organnationen ihren Einfluß dahin geltend machten, daß Deu tsch­lau d monatlich rund 200 000 Tonnen Koh.e aus I den Saargruben entnehme. Deutschland en.<ch,otz ! sich dazu, um die deutschen Bergleitte vor dem Hunger zu bewahren, bezahlte für die Tonne Saar- I kohle 66,5 Frk., während es zu gleicher Zeit die Tonne Kohle für 45 Frk. nach Holland und Skan­dinavien ausführte.

Statt die übereigneten Saargruben richug aus- zunutzen, statt im eigenen Lande für einen rentablen Bergbau zu sorgen, (die französische Denkschrift gwt zu, daß das Fördersollim eigenen Lande nicht erreicht wird), statt die wirtschaftsschadkchen über- mäßigen Forderungen an deutsche Revarattonskohw auf den wirklichen Bedarf zu gebt die Politik Frankreichs bewußt auf die Schä­digung und Ruinierung Deutschlands aus. Freilich, Reparationskohle ist billiger, als se.bst geforderte, mit Reparationskohle kann Industrie und jisirt- fchaft leicht zur Blüte gebracht werden. |

®ie lange noch wird Europa diese Poftttk d.s Irrsinns, die nicht Ausbau, sondern Zerstörung will, über sich ergehen lassen!

aus dem NachdarMeL.

--- Petersberg. Am vergangenen Sonntag pachte ber hiesige kath. Jünglingsoerei ndas »L.cht der Heiden^ in dem vollbesetzten Saale des Herrn Gastwirt Birlenbach zur Aufführung Trotz äußerer Schwierig- teilen war es doch ermöglicht worden, daß das schone Stück über die Bretter gehen konnte. Die Wiedergabe des Stückes durch die jugendlichen Darsteller zeigte so rech., was unsere Jugend unter verständnisvoller Leitung leisten kann. Besondere Beachtung verdient der Um­stand, daß der Verein, dessen Mitglieder zumeist unter 17 Jahren sind, sich gerade ein Stück mit religiösem In- halt, aber mit sehr schwer zu spielenden Charakterrollen und fremdländischer Szenerie, gewählt hatte. Die Wir­kung des Stücks auf die Zuschauer beweist die große Ruhe während des Spiels und der lebhafte Beifall am Schlüsse jeden Aktes. Es sei hier noch das Urteil eines fachkundigen Zuschauers angeführt: „Es war eine Lust sehen, wie sehr sich die ,ugendlichen Darsteller in ihre Rollen hineingedacht hatten. Besonders wirkungsvoll in ihrem Spiel waren Maurus, Herodes, Antipaten, Matthias, Joseph, Abdon und Jakob. Die Leistungen der Darsteller steigerten sich von Akt zu Akt, und der Sieg des Messias über den Feind im 4. Akt konnte wohl kaum in der Darstellung auf einer Dilletantenbuhne überboten werden. Die Szenerie in den einzelnen Akten , konnte bet den einfachen Bühnenverhältnissen nicht ves. fer sein." Doch der unserer Jugend eigene Humor sollte auch nicht zu kurz kommen. In dem Luststück: „Die Perlen der Wach- und Schließgesellschaft" wurden bte Lachrnuskeln der Zuschauer in reichlichem Maße in Be­wegung gesetzt. Die ganze Aufführung ist wiederum ein Beweis für die fruchtbare Arbeit in den kathol. Jung- lingsvereinen. Durch die interessierte Aufnahme des Stückes veranlaßt, ist der Verein bereit, das Stück bet genügender Nachfrage tn nächster Zeit zu wiederholen. Karten sind jetzt schon bei den Vorstandsmitgliedern des