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Fuldaer Zeitung

Druck der Fuldaer Actieudruckerci in Fulda

Stadt. Kohlenamt.

handeln.

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eingetroffen bei

Julius Karpf, Fulda

mac.

Tüchtige Kontoristin, perfekt in Stenographie, Schreibmaschine und Buchhaltung, zum 1. Ianuar gesucht. Off. u. Nr. 7624 a. d. Geich

d i e Frage ist, die nicht nur über Deutschlands, sondern auch Europas Zukunft entscheidet.

Deutschlands frühere Stellung im ökonomischen und kulturellen Leben Europas macht sie zu einer Lebensfrage aller europäischen Länder, ja der Welt. Das Deutschland der Vorkriegszeit nahm große Prozentsätze der Ausfuhr aller Kulturstaaten bei sich auf. Auch für sämtliche Industriestaaten wurde es ein sich kräftig entwickelnder Absatzmarkt. Es nahm von der Ausfuhr Oesterreichs 40 Proz., von der Ausfuhr Belgiens 25 Proz., derjenigen Italiens 14 Proz., der Bereinigten Staaten 13,5 Proz., Frank­reichs 10,5 Proz. auf. Von der Ausfuhr Groß­britanniens nahm es scheinbar nur 8 Proz. auf. Diese Zahlen sind jedoch zu ergänzen durch die in- direkte Ausfuhr des ^Bereinigten Königreichs über Holland. Für die europäische Wirtschaft ist Deutsch­land der Mittler zwischen West- und Ost-, zwischen Nord- und Südeuropa gewesen.

Wenn daher Deutschland eine solche Regelung des Reparationsproblems verlangt, die, ihm die Wicdereinschaltung in die Weltwirtschaft gestattet, dann erhebt es die Forderung nicht bloß mit Rücksicht auf sein eigenes Volk, sondern auch als wichtiger Faktor am Aufbau der europäischen Wut- schäft und Gesellschaft. Die Schicksalsverbundenheit der europäischen Staaten auf wirtschaftlichem Gebiet verleih! die feste Zuversicht, daß auch die Währungs- sv'ge Deutschlands in Verbindung mit einer Neu­regelung der Reparationen in nicht zu ferner Zukunft die Lösung finden wird, die das Wohlergehen aller Völker der Erde ent prechend Wirtschaftslogik und Wirtschastsvernunft dringend erheischt.

zu gewinnen. Di- tron ihm aue-g.stellten Legitimation^, scheine find der sicherste Schutz für ihre Besitzer, da die türkische Bchövde dem Erzbischof jedes Entgegenkommen bew--ifi, smocll es sich nicht um Griechen oder Arme-

raff.

Nähmaschinen

zu schaffen. Auch durch eine tatkräftige Bekamp- fung des Pfuschertums kann es sich helfen. x.. lief) auch muß es auf eine Verbilligung der Produkte hm- arbeiten (rationelle Betriebsführung unter Benutzung von Maschinen und praktischer Werkzeuge, zweckmatzige Arbeitsteilung, völlige Ausnützung der Arbeitszeit, Grotz- einkauf der Rohstosfe durch Genossenschaften). Denn da, durch hebt es die Konsumfähigkeit und schafft sich selbst die allen Absatzmöglichkeiten.

Es ist natürlich im Rahmen dieser Abhandlungen nicht mogtid), auf Einzelheiten einzugehen. Das Handwerk muß vielmehr auf die Fachpresse und auf die von den verschiedensten Seiten aufgestellten Richtlinien verwiegen werden, wie auch das Handwerk selbst zur Entspannung der Lage beitragen kann. Aufgabe des Handwerks muß es sein, sich dieses bewußt zu werden und danach zu

Deutschland als weltabsatzmarkt.

Ohne Zweifel hat die viel angefochtene Er- füllungspolit'.k die gute Wirkung gehabt, daß sie heute auch den leitenden Männern unserer ehemaligen Gegnerstaaten nachdrücklich zum Bewußisein gebracht hat, daß die Weiterentwicklung der deutschen'Valuta

Gelingt es, obige Forderungen an Reich, Länder usw., an das Publikum und an das Handwerk selbst allgemein zur Geltung zu bringen, dann wird es auch möglich fein, das Handwerks glücklich durch Die schwere Zeit hindurchzubringen und für feine kommenden Aufgaben zu erhalten.

Neuer aus HranMurt a. M.

fpd. MMonenelnbrüche ohne Zahl. In den beiden letzten Nächten haben Einbrecher in hiesigen Geschäften und Privathäusern besonders schwer gehaust. In­mitten des flutenden Rachtoerkehrs drangen Diebe am Kaiserplatz in das Lederwarengeschäft von Schnell und stahlen hier mit sicherer fachmännischer Hand feine Wie­ner Lederwaren, Gold-Füllfederhalter im Gesamtwerte von mehr als acht Millionen Mark. Aus einer Woh­nung der Rheinstraße holte ein Dieb am Hellen Vor- millag einen Perserteppich im Wert von einer Million Mark, am nächsten Tage aus einer anderen Wohnung, in die er durch ein offenstehendes Fenster eindrang, einen Gebetsteppich für eine Million Mark. Aus einer Woh­nung der Eschenbachstraße holte man nachts einen Bisam­pelz für 300 000 Mark usw.

fpd. Millione lunlerschlagung. Der Bankbeamte Her- mann Dick hat seiner Bank, einem hiesigen Großinstitut, Devisen im Werte von vielen Millionen unterschfagen. und ist damit flüchtig gegangen. Er konnte bis­her nicht ergriffen werden.

fpd. Vom D-Zug getötet Auf dem Bahnhof Ober­rad wurde der SLsährige Oberbahnwärter Gustav Kretz von einem D-Zuge überfahren und auf der Stelle getötet.

fpd. 840 Millionen Mark Vorschuß. Die Stadt Frankfurt hat bei einer Gruppe, der 26 Frankfurter und 2 Berliner Bankhäuser angehören, einen dreimonat­lichen Vorschuß von 840 Millionen Mark auf- genommen. Dieser Vorschuß dürste wahrscheinlich die Vorbereitung für eine spätere Anleihe sein.

Äilrnig 6m tot. Mlenomtes.

Bis einschließlich Samstag werden ab Schloßhos em ober mehrere Zentner Briketts gegen Barzahlung abge­geben. Die Brikeliszettel werden nur gegen Vorzeigung des Brennstoffausweises am Ausgabeschaller des Kohlen­amtes verabfolgt.

Zur Lage in Smyrna. Bonn Wiedereinzug der Türken in Smyrna wurden die schönsten von Euro­päern, Griechen und Armeniern bewohnten Stadt- vieoteln und mit ifpren auch eine Reihe blühender ka­tholischer Missionsan st alten em Raub der Frrmmen. Ein Teil des vorwiegend stüliemschm und französischen Missionspersonals mußte Zuflucht in Konstantinopel oder anderwärts suchen, kehrt aber all­mählich zurück, um die zerstörten Niederlassungen wo- möglich wieder auszurichten und das unbeschreibliche Elend in der Umgebung zu lindern. Ein großes von Schwestern geleitetes Krankenhaus blieb Mckticheiwsife von dem Brande verschollt, da es auf freiem Felde lag. Erzbischof Dall-go tut das Menschenmögliche, um den Katholiken zu helfen und den Gsfordgenen die Freiheit

M 293.

Donnerstag, 2t. Dezember 1922,

konserenzen sachlich mitzureden, allmählich auch selbst in die Reihe der Führer einzurücken.. So bahnt sich dort auf natürlichem Wege ein Ausstieg und ein Aus­gleich an aus Grund einer mehr individualistischen Wirtzchastsaussassimg, wohingegen Massen der deutschen Arbeiter ständig von einem politischen Sozialis.'r.lus als einem Retter träumen, der bis heute noch keine an­nehmbare Probe seines praktischen Könnens abgelegt hat.

Das Problem des wirtschaftlichen WiedeDauifbaues läßt sich nicht mehr mit zweifelhaften sozialistischen Re­zepten meistern, sondern nur mit kühler Vernunft, Ge- duld und vorübergehenden schweren Opfern aller Beteiligten. Darum wird eine Gesundungskrise als unvermeidbares UebergangLstadium in Kauf genom­men werden müssen, wenn wir aus der Verfallkrise herouskommen wollen.

Wenn der Dollar wir lich fiele.

Durch die Besserung der Mark, die in den letzten Tagen eingetreuen war, hatten sich viele Hoffnungen auf eine Mart stabil i si eru ng neu belebt. Es hieße sich jedoch einem oerhüngmsr ollen Irrtum hingeben, wollte man annehmen, mit einer Festigung der Mark sei uns nun plötzlich geholfen und sowohl die allge­meine wirtschaftliche Lage als auch diejenige der ein­zelnen würde eine ruckweise Besserung er­fahren. So einfach liegen die Singe nicht. Die Mark- sestigung bedeutet für die Wirtschaft zugleich eine Um­stellung von dem teilweise für sie nicht ungünstigen schwankenden Boden auf einen festen, besagt für sie die Ge s a h r von Krisen, deren Größe und Schwere abhängen wird von dem Verhältnis, in w.lchem die Mark zu ihrem Friedenswert befestigt werden soll. Aus dieser Erkenntnis si.d auch die Worte des Reichs­kanzlers in seiner Einführung-rede um Reichstag zu erklären:Wir sehen diese Gefahren, aber wir scheuen sie nicht; denn wer wollte nicht die akute G.sunüungs- krise der schleichenden Verfallkrisis vorziehen?"

Also auch bei einer Festigung her Mark wird nicht au einmal G.ück und Wonne wieder einkehren, son­dern auch dann wenden wir noch schwere Zetten zu bestehen haben, bis sich die Gesundung erst einmal gwrz durchgesetzt hat. Mit der Stabilisierung wird erst eine Grundlage geschaffen, ftati des heutigen ewigen Schwankens, der llnbestäMgleit fast als Regel. Diese Ueb.rgaiM.zeit von der Besserung zur vollen Genesung läßt die Rtahnung doppelt bereckMgt erscheinen, daß in diesem llnomenraue, die zu wirtschaften berufen sind, d. h. die Arbeitgeber, die Arbeiter und Ange­stellten, fest zusammenhalten. Die Arbett-

Joseph Schmitt,

Weingrosshandlung,

Kleinvt -kaufsstelle: Marktstr. 32 (Buttermarkt).

Grundlohn von Mk. 1800. täglich ist am Montag, den 18. Dezember 1922, in Kraft getreten.

Wir ersuchen alle Arbeitgeber, die Ummeldungen der Versicherten unter Angabe des täglichen Verdienstes bis spätestens den 30. Dezember zu bewirken.

Zuwiderhandlungen werden nach § 318 der R- V. O. bestraft.

Vordrucke der neuen Klaffen und der Beiträge können im Kasseniokal abgeholt werden.

Oer Vorstand.

gez. Steinbeck, Vorsitzender.

Bekanntmachung.

Auf Grund der Umlegungsordnung vom 21. Septemb. 1920 wird beabsichtigt, die vermengt liegenden und unwirt- ichaftlich gestalteten Grund ücke der Feldmark Zir­kenbach behufs defferer Bewirtschaftung einer Umlegung zn «aterziehen

Dom Präsidenten des Landeskulturamts zum Konimiflar für die Verhandlungen ernannt, habe ich zur Verhandlung über die Voraussetzungen der Umlegung und zur Bildung des Umlegebezirks einen Termin auf Montag, den 22 Januar 1923 vormittags 91/» Ahr in die Ditt- rnar'sche Gastwirtschaft zn Zirkenbach anberaumt.

Einwendungen gegen das Verfahren müssen in diesem Termin mündlich angebracht und begründet werden.

Fulda, den 12. Dezember 1922.

Der Kulturamtsvorsteher: Dr. Blad, Regierungsrat

Aus dem Nachbargebiet.

= Gersfeld. Durch einen Einbruch in fein Ladengeschäft wurden der Kaufmann Günther in der Bahnhofstraße schwer geschädigt. Die Siebe raubten, nachdem sie die Klin-Wlteittmz durchschnitten hatten, Schokolade, Tabak, Pfeffer usw., außerdem einen lila Damenmantel und eine Jacke. Ser Gsfamtschaben be­trägt 200 000 Mark.

(fpb) Bübingen. Herr Georg Albert in Rewyork, ein geborener Düdinger, hat seiner Vaterstaidt eine Million Mark für eine Stiftung über- wiesen, deren Zinsen Armen und bedürftigen Krisgs- hinterbliebenen zugute kommen soll. Herr Albert wurde zum Ehrenbürger der StM ernannt.

* Obersnhl (Kr. Rotenburg). Der hiesige Arzt Dr. L. hat vor einigen Tagen in Eisenach seinem Leben durch Gist ein Ende bereitet. Was den jungen tüchtigen und allseits beliebten Arzt in den Tod ge­trieben hat, ist noch nicht aufgeklärt.

fpd. Limburg. Dachdeckermeister Fritz Echter, nach stürzte in Kaltenholzhausen von einem Dache ab und erlitt dabei den Tod.

Neue Romane.

Der deutsche Idealismus ist nicht umzubringen. Trotz aller Not der Zeit werden Bücher in reicher Fülle ange­boten und doch wohl auch gekauft. Uns will es fast scheinen, als ob die Zahl der Neuerscheinungen noch selten so reichlich gewesen wäre als in diesem Jahre. Wir haben hier schon auf die Verlagswerke einer Reihe großer Verlage hingewiesen. Heute soll noch eine An­zahl neuer Romane und Erzählungen kurz besprochen werden.

Zunächst ein Heimatsroman, ein Rhönroman: Das unheilige Haus von Leo Weismantel. (Ver­lag Josef Kösel u. Pustet, Kempten.) Der Dichter ist unfern Lesern kein Fremder, man weiß, was und wie er schreibt. Er steht mitten in den ästhetischen Proble­men der Zeit, von der einen Seite abgelehnt, von der andern Seite hochgeschätzt, also umkämpft. Ein endgül­tiges Urteil wird man vorsichtigerweise noch hinaus- schieben. Das neue Werk ist jedenfalls lebenstreu und innig mit der heimatlichen Rhönerde verbunden. Neben der epischen ruhigen Schilderung sicheren bäuerlichen Lebens und der kunstvollen Verwendung und Deutung trauter Volksbräuche steht die dämonische Kraft in der Zeichnung wirren Spukes und gespenstisch-bleicher Träume. Reife Leser, die an Weismantels kraftvoller Kunst Interesse gefunden haben, werden das neue Buch als WeihnachtsgMbe willkommen heißen, um sich mit ihm auseinanderzusetzen. Es wird dabei an starkem Wider- fpruch gegen Form und Inhalt rdjt fehlen.

Der Bergstadtverlag in Breslau hat den Freunden der Muse Paul Kellers eine Freude bereitet durch die Veröffentlichung: Paul Keller, sein Sebenunä fein 23erf. Von Dr. Gust. W. Eber­lein, 22 Bogen mit dem Bild Paul Kellers. 1.10. Auflage. Der Leser hat eine tiefschürfende Arbeit vor sich, die völlig abweicht von Werken ähnlicher Art. Das Buch lieft sich fast selbst wie ein Roman. Es ist so gar nicht literarisch oder literarhistorisc' Und doch gibt es ben ganzen Paul Keller in feiner Entwickelung, leuchtet tief hinein in das reiche, vielseitige Schaffen dieses ernst­haften Lebensbejahers und des ^'.chters unserer Tage, und umschließt die liebenswürdige Persönlichkeit des bald Fünfzigjährigen aus seinem ganz großen Lebenswerk Außerdem sind im Bergstadt-Verlag erschienen: Auf der Lenzfahrt des Lebens. Ein Wandervogel- Mbuch von Anna Hilaria von Cckhel. Mit Buchschmuck von Willi Geißler. Ferner ein Roman von «Nedrich Castelle: Heilige Erde, der starkes Monatsgefuhl atmet.

Allgem. Ortskrankenkasse

der Stadl Fulda.

Bekanntmachung,

Nach der Verordnung vorn 1. Dezember ds. Is., die am 11. ds. Mts. in Kraft getreten ist, ist die Grenze für die Krankenversicherungspflicht der Betriebsbeamten, Werk­meister und Angestellten in ähnlich gehobener Stellung, Handlungsgehilfen, Lehrlinge, Praktikanten und Msistenien in Apotheken, Lehrer, Erzieher und Hausgewerbetreibende auf 720000 Mk. (Jahresarbeitsverdienst) erhöht worden.

Die Anmeldung dieser Personen hat bis zum 30. ds. Mts. zu erfolgen.

Die Grundlohnhöchstgrenze ist nach der gleichen Ver­ordnung auf 1800 Mk für den Arbeitstag festgesetzt worden.

Die Erhöhung der Erundiohngrenze erforderte die nach­folgende vom Kaffenausfchuß am 16. Dezember beschlossene und am 19. Dezember vom Oberversicherungsamt genehmigte Kiaffenneueinieilung.

Krausgemeinde so lebhaften Anklang gefunden haben, ühren die vorliegenden 3 Bände in das weitere Schaf­en des Schriftstellers ein.Jenseits der Berge" ührt nach Oberitalien und Kurköln der Jahre nach dem spanischen Erbfolgekrieg, wo sich das deutsche Land gegen Verrat und Jntrigue nach allen Seiten zu wehren hatte. Im Anhang eine tragikomische Erzählung aus den letzten Kurmainzer Tagen.CastIlia" gibt ein lebensfrohes Bild von Regensburg und Mainz zur Zeit des Kur­fürsten Johann Philipp von Schönborn.Der Narr von Bacherach" undDer Tag von Secken- h e i m", zwei spannende Novellen aus dem rheinischen Mittelalter haben als Hintergrund die stolze Zeit rhei­nischer Stadtgröße.

Schließlich sei ein Romanwerk erwähnt, das dem Andenken Erzbergers gewidmet ist:Crzberger, ein Kulturroman der Gegenwart" von Karl W i d m a t e r; erschienen im Veduka-Verlag in Dillingen. Der Roman macht den kühnen Versuch, das politische Bild Deutsch­lands während und nach dem Kriege um die Person des heißumkämpften Erzbergcr zu gruppieren. Vieles an diesem Stoffe liegt sowohl dem Leser als dem Ver- faffer noch zu nahe, um rein künstlerisch gewürdigt wer­den zu können. Immerhin wird der Roman Freunde finden, namntlich da, wo man süddeutsche Denkungsart versteht und teilt.

Eine Flasche Likör ist als Wtitaachts-Geschenk llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllljlliui überall beliebt.

Infolge rechtzeitiger Eindeckung bin idi in der Lage, meinen werten Kunden

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weit unter den heutigen Tagespreisen, sogar unter den heutigen Fabrikpreisen anzubieten.

Bus Geisa und Umgebung.

= Vacha. Der Umbau der Feldab ahn soll nun, wie bestimmt nersichert Mrd, im nächsten Frühjahr ausgenommen werben, nachdem bereite ein TM der Kosten in den Etat der Reichseisenbahn ausgenommen worden ist. Der normalspurige Ausbau der Bohn wird voraussichtlich drei Jahre beanspruchen.

nchmer werden einsehen müssen, daß auch für sie die private Wirtschaftsführung die ertragreichste ist. So teige der jetzige gesellschaftliche Status bestehen bleibt, werden Führer unu Geführte oocha..den fern. Es handelt sich aber darum, die Führung fo zu hand­haben, daß sie dem Geführten nicht zum Bewußtsein kommt, während dieser sich darüber klar werden muß, daß die Führer nicht für sich selbst, sondern für die Allgömünheit, für die nationale Wirtschaft arbeiten. Nur auf diese Weise Mrd es gelingen, die deutsche Industrie über die ror ihr liegende schwerste AM einigermaßen wohlbehalten hinweg,zudri-^en." (Dr. A. Bögler auf der jüngsten Tagung des Vereins deutscher Eisenhüttenleute.)

Gegenüber der Vorkriegszeit haben die Führer be­züglich ihres Verhältnisses zu den Geführten nach mancher Richtung hin umgsttrnt. Das war gut so und hätte besser schon früher kommen sollen. Je mehr die Geführten die feste UeberzeuMig haben, bei dieser Ge­meinschaftsarbeit als gleichberechtigte Parmer anerkanm zu werden und zur Gattung zu gelangen, Mrd diese Gemeinschaftsarbeit eine erfolgreiche und all­seitig ersprießliche sein. Die Geführten müssen sich selbst dafür mtt allen Kräften zu ertüchtigen suchen. Der vMerikanische Arbeiter kann diesbezüglich dem deutschen nach mancher Richtung ein Beispiel sein. Während dieser in breiten Schichten glaubt, mit Politik die kranke Zett heilen und dafür auch die Gewertschas- ten, Betriebsräte usw. benutzen zu können, sind für den amerikanischen Arbeiter diese Dinge lediglich Instru­mente der Wirtschaft. Er ftrebt danach, durch Selbst studimn sich in die Sage zu versetzen, auf ben Betriebe

r...... .....

Glas, Porzellan, Küchengeräte.

Ferne. 773. Conr. Wiegand Ww., Fulda, Marktstr. 19.

Dann sei noch einer Reihe Erscheinungen aus dem Verlag für rheinisches Volkstum -Mainz (Friede. Euler) gedacht. Nachdem die beiden ersten Bände der durch den Mainzer Verlag veranstalteten Neuausgabe des rheinischen Belletristen Konr. Kraus: -te,.

Csarissa" undD e r lieber fall in Schl an- I " gen bat) in der von Tag zu Tag sich erweiternden

Selbsthilfe des Handwerks'

Don Dr. W. Hartmann.

(Vergleiche Nr. 291 derFuld. Ztg")

In dem Kampfe um die Erhaltung der Wirtschaft fällt auch ein Tell dem Handwerk selbst zu. Es muß vor allem zur Erhaltung und Ergänzung seines Be­triebskapitals mehr denn je seiner Kalkulation Aufmerksamkeit schenken. Nicht nur die Berücksichtigung der Geldentwertung (wofür z. Zt. das Urteil des Kaffenr Wuchergerichts Anhaltspunkte gibt), sondern auch die Berechnung aller Unkosten (eigene Arbeiten und die der Familienangehörigen, unproduktive Löhne, Steuern usw.) und ausreichende Abschreibungen zu dem Tagespreis sind heute unbedingt erforderlich. Den Innungen und den Fachverbänden bietet sich hier ein segensreiches Be- täiigungsfelb, dessen erfolgreiche Bearbeitung fo recht ihren Wert und ihre Berechtigung zeigen. Die Einrich­tung von Kalkujlationsabenden, die Aufklärung !,iber Marktverhältnifse dürften zur Erreichung obigen Zieles zu empfehlen sein. Wo keine Innungen oder Fachver- bände vorhanden sind, müssen die zwüchenberuflichm Vertretungen eingreifen und sich als Stutze des Hand­werks erweisen. Diese Arbeiten sind wertvoller als papierne Proteste oder zeitraubende De m o n st r a t i o n e n, ste helfen dem Einzelnen in sei­nem Betriebe. Bei dieser Aufklärungsarbeit muß aber auch an die Zahlung s- und Lieferungsbe­dingungen gedacht werden. T)if Folgen fester Preise oder ungenügender Zahlungsweifen ufw. müssen dem Einzelnen immer wieder vor Augen gehalten werden. Den Einzelnen lieot es dann ob, auch danach zu han- dein. Fast alle Innungen und Verbände haben Richt­linien für Lieferungs- und Zahlungsbedingungen her- ausgegebsn und damit greifbares Material zur Derfü- gung gestellt.

Auch in der ganzen Geschäftsführung selbst kann das Handwerk zur Verbefferung feiner Lage bei- tragen Die eingegangenen Verpflichtungen sind natür» lich auch einzuhalten. Die Arbeiten, selbst muffen in jeder Beziehung einwandftei sein. Die eingenommenen Gelder dürfen nicht brach liegen, sondern müssen der Wirtschaft möglichst bald wieder zugeführt werden.

Bezüglich der K r e d i t n o t ist ein erfolgreiches Ab­wehrmittel in einer engen Zusammenarbeit mit den mit. telstandsfreundlichen Banken und einem festen Zusam­menschluß in den handwerklichen Genossenschaften ge­geben. Gerade die Kreditgenossenschaften stnd berufen, hier helfend einzugreifen. Voraussetzung dafür ist aber, daß ihm das Handwerk auch fein Kapital zur Verfügung stellt und in der Verwaltung tatkräftig mitarbeitet. End- lich muß es auch selbst auf Arbeitsbeschaffung bedacht fein. Aufträge von Reich, Landern und Ge­meinden, Beteiligung an den Wiederaufbauarbeiten m Frankreich und in Rußland weifen hier Wege. Dafür ist aber der Zusammenschluß in wirtschaft! i ch e r vr- ganif'ation, aufgebaut auf den Genossenschaften, er­forderlich. Derartige Aufträge können..nämlich nicht von der vergebenden Stelle direkt an den.einzelnen Betrieb geleitet werden, sondern müssen in den wirtschaftlichen Organisationen Sammelstellen finden. An dern fianb« wert liegt es, fchon jetzt Aufnahmestellen für Auftrage

Weiter ist zu nennen Sven Hedins mit Span­nung erwarteter 2. Teil seines Reiseromans:T s a n g po Lamas Wallfahrt, die Nomaden. Leipzig. F E Brockhaus Verlag 1923, 386 S., schon geb. 5,70 M (Grundzahl). Schon voriges Jahr war bei den Kun- digen allgemeines Staunen, daß der ernste Forscher und Entdecker unter die Belletristen gegangen. Aber man freute sich zugleich feiner geschickten Art, Kenntniffe, Er­lebnisse, Abenteuer in den chinesisch und hauptsächlich tibetanischen Landstrichen so spannend mit diesem Für- stensohn Tsangpe Lama verknüpft und dabei mancherlei edle menschliche Tugenden dargestellt zu finden. Mit der Gefangenschaft desselben brach der 1. Band ab, mit ihr und den Abenteuern in derselben bis zur glücklichen Be­freiung beginnt der 2. Band ungemein fesselnd; er reißt den jugendlichen Leser sofort mitten in die wechselnden Schicksale hinein. Wir werden auch mit der Tierwelt daselbst z. B. Murmeltieren, Wildeseln, Wölfen, Büffeln, in eigenen, höchst lehrreichen und modern anschaulich geschriebenen Kapiteln bekannt gemacht. Und daß ge- rade ein Sven Hedin diese von Gerstäcker und Karl May noch nie geschilderten Landstriche und Menschentypen mit ihren oft sehr merkwürdigen Stammesbräuchen uns nach allen Seiten interessant oorführt, das macht das Buch und feine Inhalt noch viel anziehender, denn bei Hedin weiß und fühlt man, daß er monatelang dort hauste, forschte. Käste litt und Abenteuer aller Art durch- machte.

Der Verlag Quelle u. Meyer in Leipzig bietet gar reiche Auswahl. ImA n n e n h o f" von Hans D i tt» mar bringt er einen Roman von der friesischen Nord- seeküste, mit Gestalten, wie sie nur die große Landschaft da gebiert.Die Bauern von Siedel" von Gust. E ch r o e r beleuchten die außerordentlich viel umstrittene Stellung des Bauern in unserem heutigen Volkstum in ihrem ursächlichen Werden wie in ihrer Auswirkung in Form eines von Anfang bis zu Ende feffelnden Romans. Die Novellenbücherei ist buchtechnisch eine höchst reizvolle Schöpfung des rührigen Leipziger Verlags. Wir nennen die Bändchen: von Karl G j e l l e r u p: G.-Dur",Romulus" undPastor Mors",Traum- land" von Wilh. Scharrelmann,Der tolle Ma­gister" von Helmut Schmidt undDas Nest in der Heide" von August Hinrichs.

Bekanntmachung.

Der Entwurf zum I. Nachtrag zur Begräbnisordnung vom 25. November 1903 liegt vom 20 Dezember ds Is., ab In der Stadtkanzlei zur öffentlichen Einsicht auf. Jedem Einwohner steht es frei, innerhalb 2 Wochen, vom 21. De­zember ab gerechnet, bei dem Magistrat Einwendungen zu erheben.

Fulda, den 18. Dezember 1922.

Der Magistrat: Dr. Antoni.

Bekanntmachung.

Don heute ab kostet der Koks Mk. 2500. pro Ztr. Maßgebend ist der an dem Tage der Koksabholung gültige Kokspreis.

Fulda, den 20. Dezember 1922.

Melkiou des Wl. As- M Mflellverks.

Mewes.

Kl.

Tagesarbeitsverdienst

Grundlohn

Wochenbeitrag

von

bis

Mk.

Mk.

Mk.

Mk.

1

65.

50.

19.50

2

65.-

85.

75.

29 25

3

85.

115.

100.

39.

4

115.

300.

200.

78

5

300.-

500.

400.

156.

6

500.

700.-

600.

234.

7

700.

1100.

900.

351.

8

1100.

1300.

1200.

468

9

1300.

1700.-

1500.

585.

10

1700.

und mehr

1800.

702.

Die vorstehende Ktaffenneueinteilung

bis zu einem