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49. Zahrg.

Nr. 238

(Eine Aufklärung.

nach En?

tubenrauch, bet

>, mag

Zu der fernung

kündung

3 Uhr statt.

Lag«.

Es Wahl die m ! den bst. ändert

Forderung der des Primaners------- .

gegen Rathemm verfolgte, um m oen

mit einer solchen Wahl durch den Reichstag zustisden ^Bemerkenswert ist jedenfalls, daß aMh ^rs dem

ämlich die röglichkeit, chen war. lssung ge- durch das

weitere Maßnahmen gegen -en Marksturz.

LautVorwärts" beschäftigte sich das Reichs- kabinett am Freitag nachmittag mit der Beratung weiterer Maßnahmen, die zu einer Stabilisierung der Mark führen sollen. Besprochen wurde u. a. der Plan der Währungsanleihe. Die Verhandlungen sollen in den nächsten Tagen fort* gesetzt werden.

Opposition gegen die Devifenverordnnng.

In der Hamburger Handelskammer wandte sich eine Versammlung von Vertretern des Ham­burger Wirtschaftslebens gegen die Devisenverovd- nung. Seitens des Einfuhrhandels wurde erklärt, daß das Verbot der ausländischen Fakturierung seine Bestätigung unmöglich mache und daß das Einfuhrgeschäft mit dem Auslande unmöglich

Der Oberreichsanwatt hielt feine Anträge voll mn» recht. Ein Antrag auf Hastentlaf'ung des Angeklagte» Jtzemann wurde abgelehnt. Die Urterls - ' findet Samstag um 12 Uhr oder um

Mordpläne gegen Rathenau verfolgte, um m wn Besitz eines Revolvers zu gelangen, vom Steg« litzer Realgymnasium teilt der Pressedienst mit, daß Stu^nrauch, aus Ers^«r ter Schulbehörde feit den Herbstferien dem Rech* gymnasium fern geblieb en ist. Nachdemd«

fchen den Lippen, sie hatte ihn drüben in Indien <mfge« chnappt, wo sie ihn auf Cornelius van Coopers Farm öfter von einer Dienerin hatte singen Horen, die kmzen Zeilen waren ihr im Gedächtnis geblieben. Sie lachell, und dachte, daß sie keine Ahnung hatte, was die Wort, bedeuteten

Vielleicht war es ein Liebeslied? Liebe gab es ia in allen Landen, Liebe war an keine ^Rationalität ge- tanben.

Plötzlich legten sich von hinten zwei Hände über ihr« Stagen und eine leise zärtliche Stimme flüsterte.

Wijfsesvos!"

Ein Jauchzen antwortete und nachdem sich Gestna ttitzgejchwind losgemacht und heruwgewandt, grüßte Hans ein io hingebendes strahlendes Lächeln, daß der Mann die schlanke Gestna an sich zog und zwischen bew Rosen küßten sich die zwei recht innig, dann gin* gen sie Hand in Hand wie zwei zufriedene glücklich« Kinder dem Hause zu.

Hermann Elmhorst war besonders glücklich über seines Sohnes Wahl. Er duzte Gestna gleich und lächelte:Nun wirst du mein Geschäftsteilhaber und Nachfolger, nun brauchen mein Garten und meine Rosen nicht in fremde Hände überzugehen oder gar aufzuhören'.

Han; verwahrte sich dagegen.Das geht doch gar nicht, Vater, ich werde doch in Berlin praktizieren."

Hermann Elmhorst nahm Eefmas Hande zwischen die seinen.Was meinst du dazu, kleine indische Witwe, ist das notwendig?"

Er wandte sich mm gleichzeitig auch an seine Fran und Hans.Jetzt fände ich den Plan eines Sanato- rimns erörterungsfähig und zwar könnte Gesinos Höus» chen durch entsprechende Landankäufs vergrößert wer. den. Das Geld dazu stelle ich zur Verfügung."

Vater, wie kommst du zu dieser Meinnngsände» rung," fragte Hans in höchstem Erstaunen.

Der alte Herr kniff schlau die Augen ein.

Als der Vorschlag, Geld zu einem Sanatorium zu geben, an mich herantrÄ, hatte ich kein Vertrauen zu den Personen, die mir den Vorschlag machten. Drei eitle oberfächliche Weiber, die einen Scharlatan aller« modernsten Stils aus dir modeln wollten und offen gesagt, dazu war mein Fleisch und Blut, mein einziger Junge, zu schade. An Gesinas Seite wirst du schon von selbst den richtigen Weg finden." ,

Hans nickte.Ich sehe ein, du hast recht, Vater und finte deinen Vorschlag gut und aussichtsvoll. Gib Datei

Deutscher Reich.

* Berlin, 14. Oft. Im Reichsfinanzministeriu« begannen die Ausgleichsverhandlun g e n «til Vertretern der englischen, französischen und belgiicyeu Reaierunq. Von deutscher Seite nehmen an vm Beratungen Vertreter des ReichsfinanzmiriisteriumS, des Wiederausbauamts und des Ausgleichsamts teil.

* Gegen die Valutazuschläge. Die Gebühren, die in den verschiedenen deutschen Freistaaten den

Verantwortlich für den cedauionellen ramer2

- ® » «W;_ U In T*

her Entscheidung des meuysprafwemen v-veu i wird dabei viel abhängen. Die ZentrumsparteckEsp. meint:Die Gefahr, daß das deutsche VÄk emem Wahlkampf am 3. Dezember m zwei sich schatt te» kämpfende Lager auseinonberfallen kann, wird in biefen Tagen sicher auch rwch die ÜebettegUM Eberta I elbst beeinsiusien. Mögen die Gründete Ebert für >en 3. Dezember als Wahltag hat, noch so trrft.ge ein, es beginnt sich eine Sachlage zu entwickeln, der gegenüber eine Afschrebung der W ah Gießlich noch als kleineres Uebel auch chm salbst erscheinen könnte." Das meinen rotr auch!

Die Deutschnationalen und Hindenburg.

Fn einer vom Katholikenausschuß der deutsch- nationalen Volkspartei einberufenen Versammlung sprach der Parteivorsitzende Hergt über die Sicl° lung der Deutschnationalen zur Reichspräsidenten« wähl. Er sagte nach dem,Lokalanz.' u. a>:Wir Deutschnationalen haben nie daran gedacht, Hmden- denburg als P a r t e i kandidaten aufzustellen. Wir wissen aber auS tiefster Seele, daß von unserem Standpunkte aaS Hindenburgs Wahl nichts ent« | oegensteht, daß er allen unseren Anforde- rungen entspricht. Aber zunächst mußte er selbst aus seiner Reserve heraustreten. Aus dem Volke heraus muß der Ruf nach einem unparteiischen Präsidenten immer lauter erschallen- Darum: die Parteien, Finger weg von der Reichspräsidenten wähl." ,__________________________

die schwindende Lriezsgesahr im (Orient.

Nach einer Information des Reuterschen Büros melden alle aus Indien, Persien und AfOanlst«em- tauienden Telegramme die vorzügliche Wirkung, die die U n t e r z e i ch n u n g des Abkommens von Mudama auf die Mohammedaner ausgeübt hat. Auch m den Bereinigten Staaten fei In der Stimmung gegenüber England und Frankreich ein günstigerer Eindnuk er« ^^a^^melbet ans Tschanak, daß sich die all- aememe Rückwärtsbowcgung der türkischen Truppen aus der Gegend von Tschanak ohne Störung vollzieht. Auch Reuter meldet aus Konstantinopel: Nach den vorliegenden Nachrichten hat sich bre Lagegotesftrt. Die türkische Reiterei, die die Sonja überschritten hatte, zieht sich jenseits der Demarkationslinie zurück. Tschanak Hai die allgemeine Rückwärt-bewegimg in Richtung aus die neue Demarkationslinie begonnen. Offenbar haben die türkischen Truppen erft jetzt Kennt« ms von der Unterzeichnung des Abkommens von Mu-

Man fpttcht davon, daß diese Verhandlungen die zunächst in Aussicht genommene Brüsseler Kon- serenz ersetzen wollen. Schon das würde auf ihre Bedeutung ein klares Licht werfen. Auch mit gro­ßem Geheimnis wird die diesmalige Verhand­lung umgeben. Nur spärlich und unvollständig gelangen Berichte an die Oeffentlichkeit, wodurch natürlich Gerüchten ein guter Nährboden ge­geben ist. Deshalb muß man in der Beurteilung der bisherigen Mitteilungen eine gewisse Zurück­haltung üben.

Nach einem Telegramm aus Paris vom Frei­tag abend veröffentlichte die Reparationskommis­sion folgende Mitteilung: Die Reparationskommis­sion trat heute nachmittag zu einer offiziellen (Atzung zusammen unter dem Vorsitze Barthons, um die Prüfung der gegenwärtigen Lage in Deutschland fortzusetzen. Die Kommission hat die Prüfung eines von Sir John Bradbury unterbreiteten Moratoriums wieder aufge­nommen. Im Laufe der Erörterungen teilte Barthou feine Absicht mit, seinen Kollegen i n d e r nächsten Woche Vorschläge zu unterbreiten, in denen die Auffassung der französischen Delegation dargelegt wird.

Heber den Inhalt des Dottchlages Sir Brad- burys hat angeblich der diplomatische Redakteur der Havas-Agentur aus vertrauenswürdiger Quelle erfahren, daß wegen einer deutschen Finanzreform der britische Bevollmächtigte in der Reparations­kommission, Sir John Bradbury, die Alliierten er­suchen werde, Deutschland zum 1. Januar 1923 aus fünf Jahre von jeder Zahlung zu ent­binden. Der Havas-Vertreter bemerkt hierzu, es scheine durchaus zweifelhaft, daß die französische Regierung einen Vorschlag die­ser Art annehmen könne; einmal wegen der D a u e r des in Erwägung gezogenen Moratoriums und dann wegen der Unsicherheit der Wirksamkeit der geplanten deutschen Finanzreform.

Wichtige Beratungen in der ReparatiouskoMiiiion.

Die Katastrophe -er Mark.

Wer soll Reichspräsident werden: Ebert oder Hindenburg.

Sn Paris ist unter dem neuen Vorsitzenden würte^ m^j^.a2^r^HmÄlÄmnimr Sarthou die RevarationskomnMion ÄU neuen, | E^druck^ebrachtt der Bremer Han- delskcmimer fand eine Versammlung mit ähnlicher

Tendenz statt.

Um die ReichsprSfidentenwahi.

cv.n der .Fuldaer Zeitung' hat vor einiger Zeit der inzwischen verstorbene Fritz Nienftrnper in seiner abgeklärten politischen Einsicht den Standpunkt der- treten das, in der gegenwärtigen Lage nichts über­flüssiger sei als eine Neuwahl des Reichspräsidenten. Leider war von der Rechten, namentttch auch von der Deutschen Volkspartet immer mietet daS Der- langen nach einer solchen Wahl erhoben worden. Fetzt wo es zum Klappen kommen soll und Präsi­den? Ebert nachdrücklich aus die Wahl hrndrangt, halten nunmehr gerade die ^N^ller Wahl für unzeitgemäß. Und ieder vernünftige, besonnene und von selbstloser Vaterlandsliebe be­seelte Deutsche muß sagen: Wir haben andere u tun als Präsidentenratswahlen durchzukampfen. 3U £ Sortareitungen zur Wahl ^n nW) schon große Schattenseiten einer jetzt durchz^hrenden Prä­sidentenwahl erkennen lassem Im !^utschnattonal«i Lager redet man von einer Kandidat» r d> e s 7 5- jährigen Hindenburgs Wenn HirDmburg und E b e r t als Bewerber um dte PrasiteMfchaf! ein­ander gegenübergest« würden, dann wmde eim sch bedenkliche Spaltung d» deutschen Volkes m dw Erscheinung treten; eine Wahlschlacht 8Mch«i Monarchisten und Republikaners wiftde unvermeidlich sein, ine an Hitze und Leidenschaftllchkett alle bisheri- gen Wahlkämpfe seit der Revolutwn übertreffen wurde.

Die Gefahr, durch die Präsidentenmiwmhi das Signal zum Aufmarsch des Bürger block s und des Sozialistenblocks und damit ^vielleicht zum Bürgerkrieg zu geben, sollte aus alte SäOe oermieten werden. Deshalb hat man ia auch m den Kreisen dm Regierungsparteien einen unpolitischen Wahlausschuß zu buben versucht. Es ist aber batet gar nicht abM- fehen wie stark das moralische Gewicht eines Be- I Schlusses dieses unpolitischen Komitees sein wird, bas demnächst zur Frage der Beratungen der Präsident- schastskanbldatur zusammentreten soll, wenn sich der Parteiapparat rechts und links bereits auf den Kamps zwischen Hindenburg und Ebert eingestellt hat. Zwar wirb von Hindenburg zurzeit erklärt, daß eine Kante-- batur zum Reichspräsidenten chm noch nicht angeboten worben sei, aber an dahtagchenden Bestrebungen der Deutschnationalen läßt sich gar nicht zweisüln und die Deutsche Bolkspattei, die den Eintritt in die groß« Koalition vorhat. auf der anderen Seite aber weiß, daß ihre Anhänger zum großen Teil Hindenburg dem Herrn Ebert vorziehen, ist in einer unangenchmen

chen beraten. Jur Kontrolle werten drei stanM^ drei englische und ein italienis ches Bata Äon flbgt» schickt werden.

M Wzri men die MwÄteL

3n (Erwartung des Urteils.

Rakhenavs Mutter an die Mutter des Techo».

Die Derhandtangen sind am Freitag zu Ende SIS®**' gen. Es sprachen noch die Verteidiger der beiden i- - ragenbesitzer, die allem Anscheine wirklich nur aus anflW und Gutmütigkeit Unterstützung geliehen haben und der Verteidiger der Angeklagten Tillissen und Pleß.

Am Schlüsse verlas Justizrat Hahn ®n 9 W nach dem Mord geschriebenen Brief °°n Frau Rathen« an die Mutter Techows, der folgenden Wortlaut 9ct- 2 namenlosem Schmerz reiche ich Ihnen, S,e ärmste aller Frauen, die Hand. Sagen Sie Ihrem Sohne, daß ich ! jhm im Namen und Geiste des Ermordeten verzelhe, wie Gott Ihrem Sohne verzeihen möge, wenn er vor der irdischen Gerechtigkeit em volles und offenes^ Be- kenntnis ablegt und vor der göttlichen berent. Hatte er meinen Sohn gekannt, den edelsten Menschen, denbw Erde trug, jo hatte er die Mordwasie eher auf sich gerichtet als auf ihn. Mögen diese Worte chrer SeÄe Frieden geben! Die Berufung des Snefe» tmrfte «f die Richterbank, die Verteidiger und das Mb.ikum er«

Gestna van Zngen.

Roman von Anny van PanhuyS^

37] (Schluß]

Sie klagte:Den ersten Tag, wo ich kam, ist Herr Hans f0 gut und lieb zu mir gewesen, warum ist er jetzt boos mit mir, und kommt nicht mehr?"

Plötzlich schien sie ein Gedanke zu beherrschen, den sie nichts recht auszudrücken wagte.

Frau Erna umfaßte mütterlich Gesinas Schullern,

Was denken Sie, Kind, reden Sie ganz offen."

ist nur, ich will jagen, Herr Hans hat viel- keicht ein zerreißtes Herz, weil er und Adele Sternhof jetzt keine Ehemenschen werden, er hat mir das am ersten Tag erzählt und dabei, gelacht. Doch ich glaube das Lachen nicht, ich denke, er ist sehr unglücklich."

Frau Erna drückte Gesina wieder auf den vorher knnegehabten Stuhl nieder nud zog sich einen Stuhl daneben.

Nein, liebes Kind, einzerreißtes" Herz hat mein Sohn nicht, wenigstens nicht, wett Adele Sternhof und er kemeEhemenschen" werden. Adele hat Hans nicht geliebt, gar nicht." Sie erzählte langsam und klar, wie Hans, dem das hübsche Mädchen allerdings ein biß- chen gefallen hatte, durch die erlogene Geschichte von W-les Selbstmordversuch sich einer Verlobung mit L verpflichtet gesuhlt und wie er ausgeatmet habe, als Adele durch ihr herausforderndes W^sen einen Streit heraufbeschworen ur.d .hm Mnen Ring hingeworfen."

Gesina hatte mit zuBoden gesenttem Blick aufmerk- sam zugehort. Nun hoben sich die dunklen Wimpem.

Ich bm glücklich daß Herr Hans kein zerreißtes Herz hat, sehr glücklich. Sw machte ein paar unruhige Bewegungen nut den Händen.Ich roiu 0^en> packen."

Gaffen Sie es bis morgen, Gesina", riet Frau Erna- er soll wiederkommen bei Sie", widersprach Gest-ia.

Frau Erna dachte daran, daß Hans behauptet, Gesina liebte ihn auch, er meinte die Gewißheit zu haben. Wenn Gesina ihn aber wirklich liebte, durste ihr Gew kein Hindernis sein, Hans würde ja später einmal auch kein armer Mann fein.

Bet Adele Sternhof hatte er es doch ganz tn der ßrbnung gefunden, daß deren Mutter nicht zu den atmen Leuten gehörte. Komische Dinger, die Menschenherzen, sie beurteilen manchmal zwei gleiche Angelegenheiten

Volk stehen wie man will, an sich gewiß reicht erfreu­lich wäre. Außerdem rft es ftaiglich, ob sich Ebert

völlig oeffchieden, aber das kam natürlich von der ver­zwickten Liebe.

Hören Sie, Gesina, mein Sohn hat Adele Sternhtt niemals geliebt, er hat es sich eingebildet, bis er einsah, er liebte eine Andere. Ms Hans seine Liebe Ki dieser Anderen erkannte, war er schon Adele Sternhofs Ver­lobter. Das Mädchen aber, das er liebte, reiste fort, um Hochzeit zu machen. Weit fort nach Indien reifte das Mädchen zu einem Manne, den es gar nicht kannte."

Ein leiser Schrei Gesinas unterbrach die Erzählende, doch diese ließ sich nicht beirren, setzt nmhte sie zu Ende kommen, entweder rettete sie ihrem geliebten Jungen das Glück, nach dem er nicht die Hände auszusrrecken wagte, oder sie wußte wenigstens ,es war ihm enbgüUtg ver- I toten

Ohne Gesina anzusehen, den Blick geratens gerichtet, fuhr sie fort:

Unb nun ist mein Sohn frei, kann tun was er will, kann feinem Herzen folgen, benn das Mädchen, das er

I fiebt, ist ebenfalls frei, ist Witwe geworden"

Weiter kam sie nicht. Gesina war emporgeschnellt.

Das dürfen Sie nicht erzählen, das nicht, sonst glaube ich, Hans liebt mich!" Das vorhin so olasie Anllitz Gesinas brannte in dunkler Etat.

Ja, Kind, Hans liebt Sie und er würde es Ihnen sagen, doch tut er es nicht, weil Sie nun reich sind. Er fürchtet, Sie könnten denken, er möchte Sie jetzt zur Frau, well Sie nun Geld besitzen deshalb kommt er nicht mehr."

Gesina fallete die Hände und hielt sie Frau Elmhorst wie in flehender Bitte entgegen.Ist das wahr, ist das wahr?" Die junge Stimme bebte. .

Ja, Kind, es ist wahr!" beteuerte Frau Erna,Haus I hat es mir selbst gestanden."

Die gefetteter. Hände Aisten sich und mit einem Subettuf warf Gesina ihre schlanken Arme um den Hals der Frau.

Wir wollen zu Hans und ihm sagen, ich bin auch schrecklich voll von Liebe für ihn, mein Herz läuft über!" Sie lehnte ihre Wange an die Dange ter Anderen. Mit das dumme Geld mache ich Feuer, bann ist es nicht mehr ball

Frau Erna mußte lachen.

Laß das lieber vorerst, Kind, darüber reden wir noch mit Hans." Sie drückte Gesina an sich und fuhr ihr zürtl-ch über die gleißende, rotgoldene Haarprachtt

bania erhalten. ? I

Griechenland.

Die Regierung in Athen hat das Abkommen von Mudama angenommen. |

Nach einer Meldung aus Athen vom 12. Oktober finb 24 000 griechisch« Männer, Frauen unb Kinder von den Kemalistsn aus khven Wohnsitzen vertrieben worben unb warten auf ihren Ab­transport. Kemal Pascha habe ihnen ein« Frist von einer Woche gegeben.

Die Räumung Thraziens.

Di« alliierten Oderkommffsare haben bi« Einzel- heilen her Räumung Thraziens durch bie Grie-

^Warte noch geduldig einen Tag oder zwei, ich werde Hans erzählen, daß er ein Tor ist, wenn er aus dum- wem Stolz euer Glück vernichtet. Laß mich mit ihm reden, Kind, dann sprechen wir weiter. Dor allem bleibst ' du vorläufig noch bei uns, ich würde mich ja so sehr freuen, wenn du mein geliebtes Töchterchen würdest, und mein Mann auch."

Gesina nickte strahlend zu allem3a". Hans liebte sie, das war die Hauptsache. Mit dieser Gewißhett war sie das beneidenswerteste Menschenkind.

Am anderen Vormittag suchte Frau Erna wieder ihren Sohn auf, diesmal aber kam sie froheren Herzens als das vorige Mal, sie brachte eine Nachricht, die mußte Hans gefallen, ihn wieder heimlocken. Fast wottgetreu wiederholte sie dem Sohne ihre Unterhaltung mit Gesina und so kam sie auch an die Stelle, wo Gesina ausgerufen:Wir wollen zu Hans und ihm sagen, ich bin auch schrecklich voll von Liebe für ihn, mein Herz läuft über!" Da rang sich ein seliges Lachen aus der Brust des jungen Arztes empor.Mutter, Gestna hat in ihrem entzückend jchmÄerhaften Deutsch mir etwas Wundervolles gefugtIhr Herz tauft über!" Es ist kost, lich. Mutter, ich danke dir für die herrliche Botschaft. Heute abend komme ich, aber sage es Gesina nicht, ich möchte sie überraschen, meinetwegen erzähle ihr, ich käme morgen".

Weiche sommerliche Dämmerung senkte sich nieder, Gesina ging durch den Rosengarten und freute sich der blühenden Pracht. Ein ganz feines Herbstein lag bereits in ter Luft und manch gelbes Blatt leuchtete schon In des ®artens Grün. Gesina war so freudig zumute, feit sie durch seine Mutter von Hans Llmhorsts Liebe wußte. Hans liebte sie, konnte es Schöneres auf des Herrgotts großer Erde geben als dieses Wissen? Was wog all ihr Geld gegen den Reichtum dieser Liede! 6ie neigte sich zu den Rosen nieder und sanst strichen ihre schlanken Finger über die glatten, kühlen Mütenblätter.

Sie tat das so gern.

Morgen wollte Hans kommen, morgen würde ihres Herzens allerschönster Feiertag fein.

Sie brach eine weiße Rose und steckte sie in ihr Flammenhaar. Lieb und zärtlich schmiegte sich das blaffe Röschen in den goldenen Brand des üppigen Haares.

Gesina trug ein weißes Tuch kleid und sah so blutjung i cu5, wie lie in Wirklichkeit war, nein, noch viel jünger. Sie summte den Anfang eines malaifchen Liedchens zwi-

FuldaerZertung

Amtlicher Anzeiger für den kreis und die Sk-adk Fulda.

"T~Be«iäspteis^"wtönmtt4,^^ntT5uaeitentfr^in5ßous.

.- . «rm I - Abgeholt in der Gefchäststalle 136 Mk.

Sonntag, 15. Oktober 1922. «««gSSSSS

nicht verfehlen, unverzüglich mit dem entsprechen den Nachdruck bie weiteren Schritte zu tun.

gns dem besetzten Gebiet.

-- Die Nationalhymne im befehlen Gebiet. Auf bie wiederholten Vorstellungen des Reichskommissars, de» Singen des von der Deutschen Republik zwn Natlonctt- lieb erhobenen LiedesDeutschland, Deutschland ub« alles" im besetzten Gebiet zg gestatten imd -mstamcküch zu bestätigen, daß gegen das Singen dieses Liedes im besetzten Gebiet keine Einwendungen nhoben werd«^ hat die Interalliierte Rheinlandkommission entschiedm. daß ste sich nicht verpflichten könne, keine Einwendungen gegen ein öffentliches Singen dieser Hymne im besetzten Gebiete zu erheben, wo ste unter Umstanden als herausfordernd angesehen werden konnte. Damttist di« fmmne also an sich nicht verboten. Ihre öffentlich« Aufführung im beschien Gebiet hat aber, dann zu un­terbleiben, wenn sie unter Umstanden erfÄgt, die oon ben Besatzunastruppen als herausford e«nd an gesehen werten können. Dieser Regelung wird ma»