Fuld a e r Z eitung
Amtlicher Anzeiger für den kreis und die ökadt Fulda.
Nr. 2C6.
Verantwortlich für den cebouioneflen Teil L SB.! A. Weßler. - für die Anzeigen: I. Parzeller-Fnlda. - Rotationsdruck n. Verlag der -yuldaer Aciiendruckerei in Fulda, r^erniprecher Nr. 9. Polticheck»Konto 4051 Frankfurt o. M-
Freitag, S. September 1922»
Bezugspreis: Monatlich 50.00 Mk. zugestellt frei ins Haus- 5 AbgehoU in der Geschäftsstelle 48.00 Mk. :: Anzeigen: Kleinzeile noch Cornel 4.00 Mk., ausro. 5,00 Mk. Neklamezeiie kTertbreitel noch Colone'maß 15 Mar?
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49. Zahrg.
würde ja doch auf ihrem Willen bestehen, also halte
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Günstige Aussichten.
Deutsche Fragen vor dem Völkerbund.
müfle ihr Trost und Verstehen^ kommen, da sie ihm Nt°hL. MfoS a“ Se,b unb B°ngen £
Sie begann sich jetzt eifriger als früher in ihre vertiefen, sie lernte und lernte, weil sie den Duft der Rosen vergesien wollte, der von der Gärtnerei drüben heruberzog um das kleine Häuschen, in dem sie wohnte, und well sie das Spotüächeln Hans Elmhorsts vergessen wollte, das ihr gegenwärtig war wo sie ging und stand.
Oh, wie sie den Spötter haßte, wie unsäglich sie ibn haßte! eie wußte nicht, daß Haß eigentlich oft nichts anderes ist als gekrankte, beleidigte Liebe und wußte nicht, daß ihr junges Herz den Mann liebte, der sie gleich einem dummen Kinde behandelt hatte Sie I mochte ihn nicht sehen und stand doch heimlich hinter den dicht zugezogenen Vorhängen, um durch einen Spalt hinmiszuspähen, ob sie den .Verhaßten" nicht sah. Manchmal ging er ganz dicht unter dem Fenster ihres Stübchens im Erdgeschoß vorüber und denn hielt sie förmlich den Atem an vor Angst, er könne sie hinter den braun und rot geblümten Kattunvorhängen er. blicken.
Aber er schaute meift gar nicht auf, er wanderte dem nicht allzu entfernten Walde zu und las dabei in einem Buch, oder murmelte irgend etwas vor sich hin.
.An dem jungen Herrn Elmhorst kannst du dir ein Beispiel nehmen," sagte die Tante zuweilen zu ihr, „man sieht ihn stets lernen, aber natürlich wird er dafür auch ein glänzendes Examen machen, Fleiß belohnt sich immer," schloß sie anzüglich, als wisse sie gar nicht» davon, wie fleißig die Nichte in dieser Zeit war.
Eines Tages bei Tisch warf das alte Fräulein die Bemerkung hin, es sei nun bald nötig, daß Gesina ihr Haar an eine feste Frisur gewöhne, da es sich nicht mehr für sie schicke, mit Zöpfen umhcrzulaufen.
„Hole Kamm und Bürste, ich will dir das Haar aufstecken," sagte sie, nachdem man abgegessen und die Aufwartefrau, die täglich ein paar Stunden im Haushalt half, das Geschirr hinausgetragen hatte.
Gesina war unlustig, sich herumzuzanken, die Tante
-bern, wie es der Zusammenbruch Oesterreichs wäre, was nicht nur ein wesentliches Kul- «rrzentrum auslöschen, nicht nur den Nachweis erbringen mürbe, daß die Friedensverträge ein le- feensunfähiges Oesterreich geschaffen haben, sondeni i geübt würde outf) tm Herzen Europas ein Loch schaffen würde, Endlich reale das sich zum Abgrund für seine Nachbarn erweitern ' 1 müsse. Nachdem Seipel einen Ueberblick über den furchtbaren Kronensturz von 1919 bis 1922 und besonders charakteristische Beispiele für die ungeheure Teuerung gegeben hatte, ging er kurz auf die bisherigen Versuche einer Hilfsaktion für j wies auf den Ernst 'der d'm^"^»^«^""^- 'sr Oesterreich, vornehmlich auf die Bemühungen der geschaffenen Lage bin die 0T1 ^.Hr 3
osterreichischenRegierung selbst ein, deren Gelingen ter Lmte dazu führen könnet daß
wenigen Monaten dort fei, wo sich heute Oesterreich befindet. Dazu käme die überaus verwickelte R e- parationsfrage. Er könne aber keine bestimmte Lösung vorschlagen. Cecil forderte die Dersamnüung auf, alle diese Fragen, die das öffentliche Leben vergifteten, mit äußerster Aufmerksamkeit zu verfolgen.
Die Völkerbundsversammlung hörte am Mittwoch vormittag zum ersten Male eine Rede eines Vertreters Bulgariens, das auf der vorigen Versammlung in den Bund ausgenommen wurde. Der bulgarische Delegierte Radew sprach dem Völkerbund das Vertrauen seines Landes und die Hoffnung aus, daß der Bund seine Grundsätze vor allem in der Mnderheitsfrage verwirklichen werde.
nicht zurückgewfcsen werden. Sie werden außerdem nur mit einem Mindestzoll belastet. Der wichtigste wirtschaft, liche Vorteil ist wohl, daß ein Teil der von_ Deutschland zu liefernden Reparationskohlen für die Herstellung des Baumaterials verwertet werden soll. Es soll also gewissermaßen — wenn die französische Regierung dem Vertrage zustimmt — eine Art Rückvergütung deutscher Kohle stattfinden. Auf jeden Fall braucht Deutschland für den Wiederaufbau nicht noch weitere Mengen Kohle zur Verfügung zu stellen.
Die politischen Vorteile des Vertrages liegen auf der Hand. Die Sachlieserungen erhalten eine Konstanz, die zur politischen Beruhigung beitragen wird. Die deutschen und französischen Industriellen werden praktisch miteinander arbeiten und damit ein lebendiges Interesse an der politischen Beruhigung gewinnen, so daß wenigstens auf dem Gebiete des Wiederaufbaues die Politik von der Wirtschaft abgelöst werden wird. Wie verlautet, wird bereits in der nächsten Zeit ßuberfae eine Einladung an die führenden Persönlichkeiten der fron» zöfischen Industrie zwecks einer gemeinsamen Besichtigung der zerstörten Gebiete ergehen lassen. Da auch die namhaften Vertreter der deutschen Industrie hieran teil- nehmen werden, so wird, zumal auch das Erscheinen des französischen Wiederaufbauministers erwartet wird, mit der Möglichkeit einer vertraulichen Fühlung- nähme zwischen den französischen und deutschen Jndu- sttiellen gerechnet. Daß diese sich bann mich möglicher- weise politisch auswirken kann, ist nicht als unwahrscheinlich anzusehen.
In Berliner maßgebenden Kreisen herrscht über den Abschluß des Vertrages eins günstige Auf- fasiung vor. Man wefft insbesondere darauf hin, daß der Vertrag geeignet fei, die deutsch-französischen Wirtschaftsbeziehungen wieder zu beleben.
Jer AiwMiWMii Ne MWieriliig.
Günstige Auffassung.
Wie das „Derl. Tagebl." hört, hat Hugo Stinnes die zuständigen Stellen der Reichsregierung von dem Abschluß seines Vertrages mit den General- verbänden der französischen Wiederaufbaugenossenschaften in der Form in Kenntnis gesetzt, als er den in Betracht kommenden Ressorts Abschriften des Vertrages übersandt hat. Die zuständigen Refforts werden sich wahrscheinlich bereits in den nächsten Tagen mit dem Vertrag offiziell beschäftigen.
Die Vereinbarung zwischen Marquis ßuberfae und Stinnes sieht als Vermittlungsstelle für die Ausführung der Sachlieferungen die 21. G. für Hoch- und Tiefbau in Esten vor. Die Materialien werden durch die Hoch- und Tiefbaugesellfchaft geprüft und die Conföderation generale wird in der Prüfungskommission vertreten sein mit dem Recht, die Materialien anzunehmen oder abzulehnen. Die in Deutschland abgenommenen und geprüften Materialien dürfen in Frankreich nicht zurückgewiesen werden. Stinnes erklärt, daß es zur verstärkten Lieferung von Baumaterialien wie Zement, Ziegelsteinen, Kalk und Dachziegeln nötig sei, daß ein bestimmter Prozentsatz der monatlich von Deutschland an Frankreich zu liefernden Kohlenmenge freigegeben werde, der dem für die Fabrikation dieser Materialien unbedingt nötigen Verbrauche entspricht. Die Verteilung der Kohlen auf die verschiedenen Betriebe wird Sache der Firma Hugo Stinnes in Verbindung mit dem Rheinisch-westfälischen Kohlensyndikat fein.
ßuberfae erklärte, daß Voraussetzung für die wirksame Durchführung der Sachlieferungen ist, daß der Preis der deutschen Materiallen, die den sranzösifchen Lagern in den zerstörten Gegenden zugeführt werden, auf keinen Fall den Preis der entsprechenden vom französischen Markt gelieferten Materialien übersteigen darf. Diese Vereinbarung gilt unter der Voraussetzung, daß die deutschen Warenlieferungen unter dem Titel „Sachlieferungen" nach dem ftanzösischen Mindestzoll verzollt werden.
Die Dauer der vorstehenden Uebereinkunft entspricht derjenigen der Abkommen von Wiesbaden und Berlin, doch müssen die Verträge, welche gemäß dieser Abkommen geschloffen sind, auf jeden Fall den Bedingungen der genannten Abkommen entsprechend ausgeführt wer- den. Sollten Schwierigkeiten bei der Ausführung einer der Bestimmungen der gegenwärtigen Vereinbarung eintreten ober sollte höhere Gewalt die Ausführung ver- vmdern, so werden ßuberfae und Stinnes mit größter Beschleunigung zusammenkommen, um sich über die zu ergreifenden Maßnahmen zu verständigen.
Die Vorteile des Vertrages sind wirtschaftlicher und politischer Natur, die man anerkennen mutz, °hne daß man deshalb die bestehenden Bedenken zu verkennen braucht. Die wirtschaftlichen Vorteile des Vertrags bestehen darin, daß ein Weg gefunden zu fein scheint, die Einheitlichkeit der Sachliefer'mgen, an ber es b^er mangelte, zu sichern. Die Stinnes-Gesell- fchaft für Hoch- und Tiefbau in Esten übernimmt die Vermittlung. Sie verhandelt mit deutschen Firmen und zieht gleichwertige Finnen zur Mitli-serung heran. Die in Deutschland geprüften Waren können von Frankreich Opferlamm nieder, tellnahmslos das Ergebnis der altjüngferlichen Frisierkunst abwartend.
"Du hast störrisches Haar," mäkelte die alte Same, „Menschen mit störrischem Haar besitzen immer einen störrischen Charakter, mein Haar ist weich wie Seide."
Gesina erroibertc nichts, mochte Xante Maria nur die ®fiie ihres eigenen Charakters preisen, sie hott gar nidjt mehr zu und dachte an ihre sonnige Kinderzeit, die sie unter dem Schutz der lieben, herzensguten Eltern verlebt, dachte nur daran, während die alte Dame sich selbst feierte und dabei mit recht kräftigem Bürsten I unb Kämmen Eesinas üppiges Haar malträtierte, bis biefe einen lauten Schmerzensruf doch nicht zu unterdrücken vermochte.
„Geschieht dir schon recht, das Wehetun," nickte die Tante, „solch dickes rauhes Haar muß fest mit Fett behandelt werden, damit es sich kämmen läßt, 'reines Schweineschmalz ist vorzüglich dafür."
"Mui!" entfuhr es Gesina mit einer Gebärde des Ekels.
Maria van Ingen sagte ärgettich: „Du bist eine hnlbe Wilde," sie holte eine Schüssel mit Wasser herbei I unb tauchte die Bürste vor der weiteren Haarbehand- I lung tüchtig in dasselbe hinein. Gesina hielt still und I als sie endlich aufstehen durfte, ging sie in ihr Stübchen unb schaute in ben Spiegel.
Slber mit einem unartikulierten Laut prallte sie vor I bem Bild, bas sich ihr bot, zurück. Ja, war sie es denn, I L’fc aus dem Glase entgegensah? War sie dies» I baoHtfjc Person mit dem schmalen, kreidigen Gesicht, darüber mißfarbenes» strähniges Haar wie aufgeklebt I 11 j/’rn begrenzte? Straff zusammengeriffene Zöpfe I bedeckten den Hinterkopf gleich einer schlecht aufgesetzten I und zurückgerutschten Mütze.
Mit förmlichem Entsetzen betrachtete sich Gesina. Ob es wohl auf der weiten Herrgottserde noch so ein häß- I dches Geschöpf gab wie sie es jetzt war? fragte sie sich, und bann mußte sie denken, ob Hans Elmhorst ihr I Saar, f0 wie es nun aussah, vielleicht besser gefallen würde als vordem?
Gberschlefien.
Gegen die neuen polnischen Aspirationen.
Der deutsche Vertteter bei her Grenzkommission I für die Festlegung der neuen oberschlesischen Grenze I überreichte dem Präsidenten der Grenzkommission I eine Note, worin erklätt wird, daß sich die deutsche I Regierung der Auffassung der Grenzkommission I nicht anzuschließen vermöge, welche dahin I geht, daß die Demarkationslinie im oberschlesischen Industriegebiet nur eine Richtlinie für die end- I gültige Grenzfestsetzung darstelle und daß noch we° I sentliche Abänderungen zulässig sind, da diese Auf- I fassung weder mit dem Friedensoertrog noch mit I der Genfer Entscheidung vereinbar ist. Die Ein- I zelfestsetzung ist im Herbst vorigen Jahres von der I Grenzkommission in Form der Errichtung einer I Demarkationslinie, erfolgt. Da die Notifizierung I der Grenze, die den beiderseitigen Regierungen am I !• Juni 1922 durch die Plebiszitkommission zuge- I gongen ist, sich auf diese Demarkationslimie stützt, I ist diese also von den alliierten Hauptmächten als eine dem Artikel 4 entsprechende Festsetzung der Grenzlinie anerkannt worden. Sie naträglich, wie jetzt anscheinend von polnischer Seite beabsichtigt I wird, noch in wesentlichen Teilen abzuändern, würde mit Artikel 4 der Genfer Entscheidung in Wi- I derspruch stehen. Die zwischen Deutschland und I Polen inzwischen geschlossenen Verträge über Oberschlesien vom 15. Mai 1922 enthalten wesentliche I Bestimmungen über die von der neuen Grenze durchschnittenen Bergwerksfelder und Wirtschafts- gebilde, ebenso über foziale Einrichtungen, die na- mentlich auf der Zugehörigkeit der Bewohner der dem einen oder anderen Lande durch die Demarkationslinie zugefallenen Gebiete basiett sind. Nach der Auffassung der deutschen Regierung würden die Grundlagen aller dieser Verträge erschüttert, falls die Grenzkommission den polnischen An- | sprächen nachgeben sollte.
gleich wie sie aussah, es hatte sie ja doch niemand I gern.
®.’e die Luft in ihrem Zimmerchen dumpf unb I riß ein -zensier auf, bann beugte sie sich ein wenig hinaus und sah gerade hinein in zwei graue, sie wie erstarrt I anblickende Männeraugen.
rjans Elmhorst war auf einem Spaziergang begriff
I fen gewesen unb stand nun stocksteif da, zu dem niedrigen Fenster hinaufblickend. Aber auch Gesina regte sich nicht, wie gebannt verharrte sie unb schaute hinunter. Trotz lag in ihren Augen unb Trotz umspielte ihren frischen jungen Mund.
Hans Elmhofft rührte endlich die Glieder unb ein lauter Seufzer entfloh ihm. ,
»Wer hat Sie beim so fürchterlich entstellt, Fräulein Gesina?" fragte er.
„Warum gefällt Sie mein Haar nun wieder nicht? 2Rir gefällt es sehr hübsch," rief sie sehr gegen ihre wahre Ueberzeugung, „und ich werde nun immer so fein."
»Behüte", wehrte er ab, „das wäre schrecklich, da» wilde rote Gelock über Stirn unb Ohr, dazu die langen, glänzenden Zopfe kleideten Sie viel besser, jetzt sehen Sie aus wie ein naß gewordenes unb geschorenes Füch» lein."
Er lachte.
Das Lachen empörte sie.
"Mir ist es gleich, ob ich Sie gefalle ober nicht."
„Das mag schon sein," erwiderte er, aber trotzdem dürfen Sie den guten Rat von mir beherzigen, Ihre Haartracht zu ändern unb unseren Rosengarten wieder zu bestichen. Sie haben mir schon gefeilt, wirklich. 3ch hatte mich Ihrer doch immer so hübsch angenommen." Gesina ward ftommenbrot
„Sie brauchen mir gar nicht mehr an sich zu neh. men, Mynheer Elmhorst, ich werde nicht mehr kommen, denn ich habe keine Lust, nur Fuchsin sagen zu lassen. Run verhöhnen Sie mir noch, sonst würden Sie nicht sprechen, ich habe Ihnen gefehlt. Ich fehle bei keinem Menschen, weil ich häßlich unb arm bin, aber Sie sind schlecht und ich bin Ihnen ungut."
(Fortsetzung folgt)
Gesina van Zagen.
Roman von Anny van Pan Huys. '
Ein bißchen Sehnsucht durchwehte den Brief. Der Klang einer arten, halb vergessenen Liebe irrte zwischen feen Zeilen herum unb war wie weiche sanfte Molltöne, feie verhallten, noch ehe sie sich zu einer Melodie verdin- feen konnten. Aber das begriff Gesina noch nicht, sie fand den Brief nur lieb unb traurig unb holte ihn jetzt ^rvor. Die llebersetzung war vergeffen. Sie las ben e*mLnjfcnaIs °"st"erkfam durch und ihr war es, als l’r 03,9 weiter, weiter Ferne ein mitfühlendes, entgegen, als lebe jenseits des Weltmeeres Zs hnH^* l * * * d,em ein Mensch, der Verstehen für uÄ maS r,-e beschwerte.
unb tarieh^n5^ "beriegen nahm sie einen Briefbogen SÄ £0re'iU5 BQn C°°P°r, wie traurig, rin. ^naens fei mi<- unter dem Schutz Maria van
S erien bl h?nt,,e li°b- unb wie häßlich sie Se Ä ÄX» bQS wenn sie achtzehn enffetzlich ihr dL L^ " öetben ^ßte unb wie BoXÄnbem Ta£ fiÄ ? “T grameren. Zwei Tage^äter'L^si " S Mn Ä tS
»er toten Mutter sich darauf knospenhast vermut kun'n I 8ab, sie ahnte nicht, daß btefes »Ä S S 8ab, baß sich ihre Zukunft ganz, ganz anb^ef tis Tante Maria bestimmt hatte. faltete,
Sie wollte mit der Ueberfenbung der k nur ben in seinem letzten Brief geäußerten Wunsch Cornelius van Cooper erfüllen. 1 ’
. Saum war ihr Schreiben abgegangen, sing rlc Qn ’^ntniort zu Hanen, trotzdem sie doch wußte, es nuim Monate vergehen, ehe die Post etwas aus Indi-n c" ;;c bestellen konnte. Sie harrte einem Briefe Cor- "7^ oan Coopers voll Ungeduld entgegen, weil sie sich ”9 Trost unb Verstehen sehnte unb meinte, von ihm
würde ja doch auf ihrem Dillen bestehen, also holte Aber was lag an dem Gehaßten, es konnte ihr sie Kamm unb Bürste herbei unb letzte sich still wie rin | völlig gleich sein, wie er sie fand. Und es mar auch
. m7s,-^erbundsrat SKittood’ nachmittag im Gebäude des Generalsekretariats zu der ange- kundrgten Beratung über die Lage Oester- Bundeskanzler Seipel hielt , emen mit großer Aufmerksam- I Line große Rede Lord Cecils, kett ausgenommenen V o r t r a a über bi» I ~ , . ... . , ., _
Ssr-Äi-S.W I SWLMS.8 schen Abkommens unter der Leitung Ca- londers aus, ging auf die Verhättniffe im Saar- gebiet ein und erklärte, daß an der Neubestätigung ?»tihirm^faar^nMfd)enJ^cfc^? eme scharfe Kritik wurde. Dies erregte allgemeines Aufsehen, "pte er an, daß zur Behandlung der besonders schm,engen Danziger Frage ein be- ^'isschuß eingesetzt werden möge. Im Sing er auf die schmiß nu Krisis em, die gegenwärtig die
• “^ M^anö erschüttere.^ Er
Die zur Derhandlung über die Garantieftage in von der Gründung der Emissionsbank abhängig Berlin weilendm belgischen Delegierten Delacroix i war. Er schilderte, wie die Haltung des ausländi- vnd Bemelmans hatten mit den deutschen Vertte- I schon Kapitals die Verhandlungen vor allem bei lern am Mittwoch nur verhältnismäßig kurze Be- I der Londoner Konferenz verzögerte und erschwerte, fprechungen, mittags mst dem Reichskanzler und im I sodaß bei seiner Abreise von Wien noch nichts ab* Anschluß daran mst dem Finanzmimfter und den I geklärt war und man noch auf die Entscheidungen Staatssekretären Schröder und Bergmann. Daß die I aus Paris wartete. So wurden die Anftrengun- Besprechungm zu einem positiven Ergebnis I gen Oesterreichs durch die Haltung des Auslandes führen werden, wird allgemein angenommen, nicht nur I zum Scheitern gebracht, das trotz bestem Willen das iveil die Reichsregierung alles daran fetzen wird, trotz I Sanierungswerk sabotierte. Dr. Seipel führt der schweren Bedrängnis, in der sich das Reich be- dann zu der Frage, welches der einzuschlagende
fmdet, Sicherheiten für die geforderten Schatzwechstl I Weg sei, um Oe st erreich zu helfen, aus:
M bieten, sondern auch deshalb, weil durch die Füh- Die Garantien, die Oesterreich nach Aufhebung der
lungnahme des Staatssekretärs a. D. Bergmann I auf ihm lastenden Hypothek geben kann, bedürfen
in London die Möglichkesten für eine ausreichende I der Garantien aller oder einiger Mächte, damit Garantie erweitert worden sein dursten. I Oesterreich die notwendigen Kredite findet. Diese
Die Aussicht auf einen günstigen Verlauf der deutsch- Kredite sollen dazu biemm: 1. bas meliere Vasallen belgischen Verhandlungen wttd uns durch folgende der österreichischen Wahrung aufzuhalten, 2. dem Drahtnachricht des Wolsf-Bureaus bestätigt Staat wahrend der Uebergangszeit die Exfftenz zu
_.h c- o. .1 erleichtern, 3. die Entlaffung einer Anzahl von Be-
•öethn, 7. Sept. (Tel.). Aus London wird I amten zu ermöglichen und den Ertrag seiner Un- denchtet, daß die gestrige Zusammenkunft der belgischen I ternehmungen zu erhöhen, 4. die natürlichen Hilfs- Delegierten mst dem Reichskanzler Dr. Wirth und grellen auszubeutsn. Nichts sei natürlicher, als Minister Hermes oeariat hab? hrn ,,„s I daß die Mächte für ihre Beteiligung an der wirt-
. schastfichen Wiederaufrichtung Oesterreichs und das velg-sche Ausgangspunkt identisch seien. Bette Seiten internationale Kapital eine Kontrolle über die Ver- hatten daher gute Hoffnung, daß ein Heber- I Wendung der gewährten Krchite und über die Wirt- Nintommen erzieü werden könne. Bemelsmans schaftspolitik im allgemeinen fordern. Er erkenne
«klärte tn einer Unterredung mst einem Vertreter des an, daß die Kontrolle unvermeidlich fei, aber sie
Steiderbureaus, Belgien wolle wirksam« Garantten. Es ff6" mä$t @0UDCramtot Oesterreichs Emtrag
«mwrr noch gewisse Schwiertgkriten, er sei Eher als das österreichische Volk in feiner Ab- lebotf, zuversichtlich, daß sie überwunden werden würden, sperrung zugrunde geht, wird es alles tun. um die
•Br persönlich sei Optimist bezüglich des Ergedniffes SchrankenundKetten, die es beengen und
feer Verhandlungen die. wis er ertnnH» m*. bedrücken, zu sprengen. Daß dies ohne Er-
taa af^lX mSams’ schütterung des Friedens und ohne die Beziehungen
g adgeschloff«, wechen konnten. Bemelmans sagt I der Nachbarn Oesterreichs untereinander zu trüben noch, augenblicklich tarne eine Goldjicherheit I geschieht, dafür möge der Völkerbund sorgen!
_ | Wtt „Daily Expreß" wiffen will, hat in London
Der völkerbunüsrat und Getterreick * Gruppe großer Banken über die Gewährung
_ , ' M,lv einer finanziellen Unterstützung an Oesterreich unter-
ein ®rpofe des Bundeskanzlers Seipel. I bandelt. Man will der Reparationskommiffion eine
Summe von 20 bis 30 Millionen Pfund Sterling anbieten, die durch die Oesterreichischen Ausfuhr- erträgniffe zu sichern wäre. Eine weitere Bedingung ist die Gewährung eines fünfjährigen Moratoriums.