Amtlicher Anzeiger für den kreis und die Skadk Fulda.
Nr. 189.
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Samstag, §9. August 1922.
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49. Zahrg.
üusiand
* Enver Pascha im Kampfe gefallen. Der „Verl.
Soziales.
tor sorgfältigen und gründlichen I Zulage von einem Viertel der nach § 27 zu gewährenden Schriften des letzten Gouverneur von Dsutsch-Ostafrika Gebuhrmsie, wenn sie vor dem Eintritt in den Militär-
Die lkolonialschuldstage.
Von Reichsminister a. D. Dr. Bell M. d. R.
Seine Mi«sten Dei-össentilichungen über den heu- ugen traurigen Zustand der ehemals blühenden deut- schm Kolonien und die trostlose Lage der sich erweis- lrch nach der deutschen Kolonialherrschaft zurücksehnenden Eingeborenen haben offenbar leider im Auslande nicht die verdiente Beachtung gefunden. Sonst hätte nmn doch, schon im Hinblick auf das so oft gegen uns proklamierte und verwertete Selbstbestimmnnasrecht der Volker, wohl Bedmken getragen, jüngst die Mcmdats- verieilung perfekt zu machen.
Hoffen wollen wir und wünschen, daß auch in der Kolomalfrage das letzte Wort noch nicht ae- sprochen ist. Sobald der Verföhnungsgedanke bei unseren ehemaligen Gegnern Einkehr gefunden hat, wer- den Besonnenheit und Vernunft, Recht und Gerechtig-
hauptungen ohne auch nur einigermaßen stichhaltige Beweise für solch ungeheuerliche und entehrende Beschuldigungen!
Das Kolpsialministerrum, desien letzter Leiter der Verfasser war, hat alles daran gesetzt und nichts unoer- siimnt gelassen, um diese ebenso schweren wie ungerechten Vorwürfe zu widerlegen und als das vor der ganzen Welt hinzustellen, was sie in Wahrhsft waren und geblieben sind, nämlich als den vergeblichen Versuch, in widerwärtigen Weife mit dem Mantel des Rechts und der Zivilisation einen brutalen Gewalt- o k t, einen gewimrsichtigen Raub zu verdecken. Mehrere damals von uns herausgegebene und der Entente nach Versailles übermittelte amtliche Dokumente bringen eine Reihe unwiderlegbarer Zeugnisse von Kriegsgegnern und Neutralen über unsere und der anderen Kolonialstaaten, besonders der über Frankreichs und Englands Kolonialgebarung.
Dieses geradezu erdrückende Deweismaterial, das jeden ehrlichen Kritiker und Beurteiler klar legte, daß wir, zwar von kolonialen Kinderkrankheiten nicht freigeblichen, uns doch von keinem anderen Staate an kulturellen und kolonisatorischen Fähigkeiten und Leistungen, insbesondere an zivilisatorischer Bchandlung der Eingeborenen, haben überbieten lassen, ist von der Entente ebenso unbeachtet bei Seite geworfen worden, wie unsere übrigen aus das gleiche Ziel gerichteten Klmdgchungen in Wott und Schrift.
Das giü auch von dem aufklärenden K a bettele-
WirtschaMche ttampfdewegungm.
. 77,Reim Wolf'fchen Telegraphen-Düro, in dessen westdeutschen Agenturen bekanntlich ein Streik der Ange- stellten ausgebrochen war, ist Donnerstag abend der Bc- tneb in vollem Umfange wieder ausgenommen worden.
feit sie dazu führen mchien, uns einen angemessenen unserer Vergangenheit, Bevölkerungszahi und Welt- geltung eitifpredjenben Anteil am Ueberseebefitz zurückzugeben. Inzwischen darf der koloniale Gedanke bei uns nicht ersterben, sondern er muß durch koloniale Kreise, Vereine und Veranstaltungen für alle deutsch« Volksschichten zu neuem Leben erweckt werden.
Felix gab keine Antwort, sondern seufzte nur schwer I auf.
Platen fuhr fort: „Und daß der Stern, der an dem Dich blendenden Himmel steht, Martha Möller heißt, das sah ich an dem Abend im Theater, als Martha Möller die Uarda sang. Da hast Du die Augen wie Billardkugeln im Kopf herumgewälzt und ein Gesicht ge- macht, als hätte eines lichten Engels Hand des Himmels goldene Pforten vor Dir aufgetan! Na — habe ich vielleicht nicht recht?"
„Sprich nicht davon, Maten!" antwortete Felix I nach einer Pause mit gedämpfter Stimme. „Ich werde es überwinden l"
„Ueberwniben — was denn? Das Verliebtsein? Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube!"
„Ich muß es überwinden!" fuhr der andere mit bitterem Auflachen fort „Denn allem Anscheine nach will Martha nichts mehr von mir wissen! Und ich Dumm- köpf bildete mir ein, sie hätte mich einstens lieb gehabt!"
„Dummkopf?" sagte Platen, beifällig mit dem Kopfe nickend. „Selbsterkenntnis führt zum wahren Heile, sagt ein Weiser! Aber was Du da quatschst von nichts mehr von Dir wißen wollen — das ist Nonsens! Die Weiber sperren und zieren sich alle ein bißchen — das gehört dazu! Hast Du sie denn schon einmal in Sachen Deiner Herzenspein interviewet
„Der einzige Besuch, ich, wie Du weißt, bei ihi machte, Hai mir die Lust zu allen weiteren gründlich ver- salzen!"
„Warum?" {ragte der Ingenieur in großer Gemütsruhe.
„Seit sie sich trotz aller Freundlichkeit innerlich gegen mich abschloß, wie ein Bild ohne Gnade! Natürlich — wenn man eine so gefeierte Künstlerin ist wie Martha, dann denkt man nicht mehr an einen armen Teufel, wie ich gegenwärtig bin! Im Grunde genommen kann ich es ihr ja auch nicht verdenken!"
Sortierung folgt)
bischer Not ein Land wie Bayern den Kampf Kegen die Reichsregierung aufnimmt. Die Bayern laden damit eine furchtbare Verantwortung vor dem ganzen deutschen Volke auf sich, wenn sie nicht in letzter Stunde sich eines besseren besinnen.
Reue Verhandlungen Bayerns mit dem Reiche.
Die Berliner Morgenblätter berichten aus München, daß Graf Lerchenfeld esabgelehnt haben soll, zum zweitenmale als Unterhändler nach Berlin zu gehen. So wird diesmal eine aus anderen Regierungsvertretern zusammengefetzte Kommission nach Berlin fahren, die ganz bestimmte Wei-
Wie aus einem Traume geweckt, fuhr Felix empor und legte das Blatt hastig beiseite.
„Wie meinst Du?" fragte er zerstreut.
„Warum Du heute wieder ein Gesicht wie drei Tage Regenwetter machst, will ich wissen! Zum Donnerwetter — was ist denn nur in der letzten Zeit in Dich gefahren? Glotzest stundenlang wie ein Jdeot in ein Loch und gebärdest Dich wie ein Jammerlappen erster Güte! Was sinnst Du, teurer Freund? Laß mich es hören!"
„Ach, laß mich!" wehrte Felix halb unwillig ab.
„Laß mich? Wohnt nicht! Bin heute gerade dazu aufgelegt, Dir den Schädel zurechtzusetzen! Ganz gewiß steckt da wieder das ewig Weibliche dahinter! Mit Späheraugen folgt' ich Dir schon längst, ein seltsam wunderbar Geheimnis ahnend! Du bist wieder einmal verliebt — verschossen — verrückt im Superlativ! Das ist aber eine Schose, die vor dem großen Fernflug gründlich erledigt werden muß! Denn dazu gehört nicht nur ein eiferner Wille, sondern auch ein klarer Kopf, in dem keine verliebten Gedanken rumoren!"
„Verliebte Gedanken — wer sagt Dir denn das?" fuhr Felix auf. „Ich weiß überhaupt gar nicht, was Du willst!"
„Darum weiß ich es eben um so besser!" lachte Platen. „Die offene Wahrheit solltest Du nicht hehlen! Ich I weiß genau, wo und warum Dich der Schuh drückt!"
„Dann sage mir doch endlich ohne Winkelzüge gerade heraus, was Du wissen willst und woher Du es weißt!"
„Woher ich es weiß? Gesagt hat mir's niemand! Aber eine große Kunst war's gerade nicht, es zu erfahren! Solltest doch eigentlich himmelhoch jauchzen und uicht zu Tode betrübt ein, sintemalen Du der „gründe Nation" eine so schöne Nase gedreht hast und hier in allen Tonarten verherrlicht wirst! Aber versunken in Did) selber bist Du nur, gleich einem Träumenden, als wäre nur Dein Leib zugegen und die Seele fern! Da ift es doch eine tote Gewißheit, daß Du wieder einmal verliebt bist — zum wievieltenmal denn eigentlich, j
wer und welches Frauenzimmer'es war/das' zu erraten, hielt nicht schwer!
I y Auings war Martha Möller nach Otto Platens : Anschauung die einzige ihres Gesuchtes auf dem ganzen Erdball, um d,e es sich lohnte, sich Kopfzerbrechen zu machen, aber deswegen brauchte doch der Felix nicht tagelang herumzugehen wie eine Henne, die nicht weiß wo sie ihr Ei Wiegen soll! Wenn die Martha ihn nicht wallte, wie es den Anschein hatte, weil Felix gar nicht wehr zu ihr hinlief, bann sollte er sie sich aus dem Kopf schlagen und sich nach einer anderen umsehen, wenn er de»" absolut immer etwas zum Anschwärmen haben mußte! An schonen Seibern von jeder Sorte mar ja doch- weiß Gott, kein Mangel! Otto Platen war nämlich seit seiner Rückkehr nach Deutschland wieder ganz der alte geworden, dessen Antipathie gegen alles, was we-b- lich war, sich noch gesteigert hatte als er von Felix erfahren, in welch raffinierter Weife es die schöne Heloise verstanden hatte, den Freund zu umgarnen und ihn wie er, Platen, sagte, so, blind gegen alle Gefahr wie einen Auerhahn auf der Balz zu machen. Und ba es niemals Otto Platens Art war, ein Blatt vor den Mund zu nehmen, hielt er dem armen Felix mehr als eine gediegene Standpauke, in denen es sowohl von klassischen Zitaten wie von urderben Krastausdrücken wimmelte.
So auch heute wieder, als beide nach einem gefangenen Probeflug vom Flugplatz zurückgekehrt waren und sich in ihrer gemütlichen Stammkneipe gegenübersaßm. Felix hielt schweigend ein Zeitungsbatt vor sich, schien aber nicht zu lesen, sondern starrte unverwandt auf eine und dieselbe Stelle, als hänge er wieder trübseligen Gedanken nach, während Platen gemächlich seine Zigarre rauchte und ab und zu eine launige Bemerkung nach dem benachbarten Tische warf, wo sich einige, ebenfalls vom Flugplatz zurückgekehrte Herren eifrig über bas , Gesehene unterhielten.
Als die Herren nach einiger Zeit das Lokal verlassen hatten, wendete sich Platen an den anscheinend noch immer in feine Zeitung Vertieften:
„Na, Alter, hast Du die Zeitung bald auswendig gelernt? Du hältst sie ja übrigens verkehrt!"
Vm dmöWih hMMtiMmWm
Neue Schwierigkeiten in der bayerischen Frage. Deutschlands Kamps um seine Ehre.
Deutscher Reich.
* Zur Besoldungsregsluug. Die Beamtenverbände der gewerkschaftlichen Spitzenorganffationen haben sich hinsichtlich der für August aufzustellenden Forderungen auf ein einheitliches Programm geeinigt, wonach Beamte, Angestellte und Arbeiter prozentual gleiche Erhöhungen erhallen sollen. Der Ueberwachungs- a u s s ch u ß d e s R e i ch s t a g e s ist auf den 21. Aug. einberufen worden, um sich mit den Besoldungen der Reichsbeamten und den Zuschlägen infolge der Teuerung zu beschäftigen. Zu diesem Zweck ist auch der Reichs- r a t zum 19. August einberufen worden.
* Verbot der „Roten Fahne". Die Berliner „Rote Fahne" ist vom preußischen Minister des Innern auf drei Wochen verboten worden. Das Verbot wird begründet mit der aufreizenden Sprache, insbesondere des Moskauer Aufrufes vom 10. August, sowie da- durch, daß die „Rote Fahne" der bayerischen Regie- rung direkt den Vorwurf des Hochverrats gemocht hatte.
ver Sturz von -er höhe.
Roman von Fritz Ritzel.
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Der Hochmut der gefeierten Künstlerin hatte sich auch cknn aeaenüber nickt verlemmen können.
Aber diese leise Erbitterung über die Enttäuschung seiner Hoffnungen hielt nicht lange Stand. An ihre tsot Wehmut, zehrendes Sehnen nach der, welcher nach seinem Dafürhalten fein ganzes Herz gehörte, zu der es ihn unwiderstehlich zog und die zu meiden er oa, geschworen hatte. Dieser Schwur war aber ein lotreres Band, das sich zerren und dehnen ließ.
. s^berhafter Begier las Felix jeden Samstag- ^" Zeitungen den Spielplan des königlichen mefAon “’m?*6 näl^fte Woche, um zu sehen, an ®6 d’6?,2' scn Martha Möller auftrat, und so fest er - ™na?m' an dem betreffenden Abend das
«ar es feine vornehmste Sorge, sich 3n einem Zustande der 23 er- Brüche Gestalt auf den Brettern, glockenreine Stimme, um nach dem letzten Fallen des Vorhangs heimlich sich wegzufchleichen, L?war Wegen ertappt'zu werden.
X nefnmmen sinnverwirrende Leidenschaft S aei-aaen hX n,!r\Ct( °*'^ für Helene Hellborn in fid) getragen hatte, nur tiefer, reiner war sie: es hastete i^r mdj.s an oon bcr SBegierbe nach dem schönen Weibe, sondern sie erfüllte ihn nur mit dem hecken V-rlanaen I mtt ihr Seele in Seele zu senken und namenlos glücklich zu fein.
Mit wahrer Wut stürzte sich Felix ouf oie z^eit, um 8u vergessen ober um sich wenigstens zu betäuben, llnb bie Arbeit, d-e -n allen Lagen bes Lebens Tröstende, hielt ,hn aufrecht. Außerdem auch die Furcht vor dem Sarkasmus seines Freundes und Mitarbeiters Otto Platen. Dieser hatte entschieden Lunte gerochen und gemerkt, daß den Freund etwas mächtig innerlich bewegte. Was konnte dies bei dem leicht entzündlichen Herzen des 8Ä-L and ; sein, als natürlich wieder ein Frauenzim-
unb schmerzlicher afe der Verlust der Kolonien ist die entehrende Begründung, mit der man den unter dem Bruche feierlicher Versprechungen vollzogenen Gewaltakt zu bemänteln suchte. Bekanntlich gründeten sich die WaffenstillstandsoerhandliMgen nach ausdrücklicher Vereinbarung beider Teile auf die Wilfsn- fchen Punkte, die nach feierlich gegebener Zusicherung der Entente auch die GruMaae des Friedensvertrags bilden sollten. Einer dieser Punkte, in der Presse zur Genüge erörtert, betraf die Regelung der Kolonial- staWn, wobei eine so freie und wellherzige Behandlung zugesichert wurde, daß bei loyaler Auslegung und chr- lickM Einwendung keine andere Möglichkeit blieb als die Rückgabe des gesamten Kolonialbesitzes an Deutschland, sei es äußersten Falls auch nur als Mandatat des Völkerbundes. In diesen Erwartungen sah sich Deutchland grausam getäuscht. Nicht eine einzige fei- ner Kolonien wurde ihm gelasien. Gewaltsam wurde es mtt unerhörten Bestimmungen über Eigentum und wohlerworbene Rechte aus dem gesamten Kolanial- besitz herausgeworfen, ohne jegliche Entschädigung ja sogar ohne ;ede Gutbrmgung aus die maßlosen Repa- mtlMsleistungen. Und die Begründung für diesen Kolomalraub: Deutschland habe durch seine Kolomal-
V seine Mißhandlung der Eingeborenen EMvnv den Anspruch darauf verwirkt, an der Kultur- 3,D1‘^erkn Nationen mitzuwirken und Krtomaibcsirtz anvertraut zu erhalten. Apodiktische Be-
Der „Teinps" glaubt in seins« Leitartikel behaupten zu können, daß Staatssekretär Bergmann nach Paris berufen worden sei. Wie groß aber auch seine Autorität sein möge, vielleicht mögo sie für diese Aufgabe nicht ausreichen. Man würde es bei einer so wichtigen Gelegenheit begreifen, wenn ter b eit i = Hte Finanzminister in Person wieder nach Paris käme, wo man ihn bereits schätzen aelernt habe Reichskanzler Wirth werde Las wohl nicht übel nehmen, denn die nationalen Interesten gingen sicher in seinen Augen den Personalsragen und den inneren Angelegen- Herten vor.
Die bayerische Krife,
Höchst unerfreuliche Entwicklung des Konflikts.
Die Entscheidung des Landesausschusses der Bayerischen Volksnartei, der in der strittigen Angelegenheit große Wichtigkeit zukam, ist gefallen. „Kamp f" ist das Stichwort, das seine Entscheidung enthält. Die Bayerische Volkspartei ist entschlossen, den Kampf für eine baldige Aushebung der Schutzgesetze. sowie für die Sicherung und „Erweiterunä" »er Bayerischen Hoheitsrechte f o r t z u f ü h r e n.
Dr. Schme, der sich gerade auch durch diese hi-storiscken orenst oder als Angehörige der Wehrmacht einen Beruf Schilderungen über unsere KolvniaMtigkeit im Der- I ?si?^ubt haben, der erhebliche Kenntnisse und Fertig- gleich mit der Kolonialaebahruna der anderen Länder I ^^"Erforbert. In der Verordnung ber Reichsregierung um «tM --m-chi Si ALL LLL-/" L'LL
1 Den Angehörigen dieser Berufsgruppen wirb glektme- steM, wer die Abschlußprüfung einer Fachschule bestanden bat. Ern neuer Erlaß des Reichsarbeitsministers bestimmt, daß die Präparanden-Austalten Fach- schulen int Sinne der Verordnung zu § 28 des Reichs- Versorgungsgesetzes sind. Es haben also Schüler, die vor ihrem Eintritt in den Militärdienst die Abschluß- Prüfung in einer Präparanden-Anstalt be, standen haben, Anspruch auf die einfache AusgleichSzu. läge von einem Viertel der nach § 27 des Reichsver. sorgungSgefetzes ihnen zu gewährenden Gebührnisie
«ramm, daß der Verfasser als Kblonialminister an Wilson richtete, und von seinem ausdrücklichen An- erbieten, vor dpr gegnerischen Friedensdelegation oder „ _________
emcr auszuwählenden Kommission persönlich zu er- I Lokalanzeiger" meldet aus London: Enver Pascha"hat schm«n und ihr unter Vorlegung des gesamten Akten- südwestlich von Buchara in einem verzweifelten Kampfe materuLs und der amtlichen Schriftstücke öffentliche mit roten TrupPpen seinen Tod geftmedn. — Enver Rede und Antwort zu stehen über alle uns auf kolonia- I Pascha, der während des Krieges als Freund und teun Gebiet gemachten Vorwürfe. Kampfgenosse Deutschlands, bei uns viel genannt
Man, zog es vor, diese sicherlich loyalen Anerbie- wurde, war eine sehr abenteuerliche Persönlichkeit, tungen keiner Antwort zu würdigen. Aber für eine Seme militärischen Maßnahmen im Weltkrieg finden vorurteilsfreie und voraussetzungslose Geschichtsschrei, fcute in der deutschen Kriegsgeschichte eine sehr, sehr bung wird der Satz gellen: keine Antwort ist auch eine lkritische Beurteilung.
Antuwrt. Siegerdi ktatur hat sich auch hier über
Zu den Derhandlungen der ReparationskommMan, I Jungen hat. Wie die „Deutsche Allg. Ztg." wißen die in Paris ihren Anfang genommen haben, teilt das I soll, reist diese Kommission Freitag bereite nach Journal des Debats" mit, die Delegierten seien auf Berlin ab ter Suche nach einer Einigungsformel, »ie den Interessen Frankreichs, des Hauptgläubigers, Rechmmg trüge, aber auch die anderen Gläubiger zufriedenstelle. Es feien Bemühungen um eine Ab-
Die Entscheidung der Reparations- , Die Auswirkung dieser Entscheidung ist noch nicht k o m m i s s i o n über das deutsche Moratorium I abzusehen. Sie bedeutet zunächst die Desavouierung wird nicht so schnell fallen, wie gedacht worden ist. I Lerchenfelds, dann aber, daß die Bayerische Son- Deutschland soll Gelegenheit gegeben werden, vor I derverordnung nicht aufgehoben werden soll, der Reparationskommission die Gründe für sein I Es ist traurig, daß im Augenblick höchster poli- Moratorium darzulegen.
Obwohl wir diese Maßnahmen als im deutschen Interesse liegend begrüßen müssen, dürfen wir uns toum einen Erfolg davon versprechen, da die Stimmen der einzelnen Delegierten ja doch von vornherein schon in einer bestimmten Richtung festliegen. Die Hoffnung, daß die deutschen Ausführungen also «men Erfolg haben werden, sind sehr gering. Und ote beginnenden Verhandlungen bedeuten nur ein Hinausschieben der Entscheidung auf einige Tage. Ob in diesen wenigen Tagen, besonders in Frankreich, eine Einkehr zur Vernunft stattfinden wird, ift sehr zweifelhaft.
Mwachung per Gegensätze festzustellen, bie man unter- Wer sich die Bearbeitung der Schuldfragen und ite pichen müsse Im Augenblck scheine mcht dtr Be° | Aufklärung der gesamten zivllisierten Welt durch Bei- der c-timmenzahl, die aus dieses oder jenes I bringung einwandfreier historischen Materials zum Ziel
Projekt entfallen konnte, sorchern mehr die Möglichkeit I gesetzt hat, darf nicht unbeachtet lasten eines der betreut« S me Hauptsache zu sein, eeit Mitt- sumsten und tiefeinschneidensten Kapitel, nämlich die
moch hatten die Delegierten untereinander private I Kolonialschulfrage
Unterredungen gehabt Das Bekanntwerden, der Ant- Sitter schmerzlich für jeden deiÄschen Dateriandsfreund wort der ReMrationskommiMm fei aÄo nicht vor 2 ohne Unterschied der Parteirichtung ist der Verlust un- . ar „ _ I stres gesamten Kolonialbesitzes. Welche Bedeutung _.„T b-eibt entgegen der Auffaffung ge- I unsere Kolonien mtt deutschen Fleiß und deutscher
S'VÄ d«ß die Stimme I Leistungsfähigkeit in verhältnismäßig nrenigen Jahr-
6 e 5 S o r f i e n b € n tret Neparatwnskomnnssion als zehnten zu beispielloser Blüte gebracht, für unsere Weli- ansschlaWebend betrEen sei Das Blatt beruft stellung und “ ' für %re ffefam{e Wirt^
sich dresnM auf ArirkÄ 437 des Friedensveriroges, der unseren Handel und 'ehr hatten, das haben wir
^fur reden durch bm Vertrag ^gesetzten Ausschuß" im ganzen Ausmaß erst bann erkannt und gewürdigt, festisetze, daß „bei Stimmengleichheit die Stimme des als — wir sie verloren hatten. Aber noch vtel bitterer Vorsitzenden den Ausschlag geben solle", es sei denn, 1 ' ----- - * - - -
„daß durch spätere Verernbonmgen etwas anderes bestimmt werde."
Völkerrechts als unwiderlegbare Rechtsvermntung oder I - T« ^shöhung der Sozialversicherungen. Der „Dor^ Fiktion lautet einfach: der Sieger hat Recht. I berichtet, daß der Zentra-lverbanb der Ange-
Inzwischen ist man m kolonialen Kreisen, amtlich Asaoerbänben sich in einer
und außeramtlich nicht müßig aeblieben Eingabe an bas Reichsarbeitsministerium unter f)im
°U/ ?ie fortschreitende Geldentwertung gewandt ^6'Tl iter I w, ouf b c in Berorbnungswege bie Erhöbunu famh. ^Ctl’erA5 Urulcre ge- I der Dersicherungsgrenze vorzunehmen. In der Eingabe
lgebarung, unsere kdlvmalen Leistungen I wird eine Heraufsetiuna der Krankenversiche- und Fähigkeiten. Das gilt insbesondere von der im ! r u n g s p f l ich t von 72 000 auf 300 000 Mark und Auftrage des Reichskoloniolmmisteriums im Jahre 1S20 ?et versicherungspflichtigen Grenze in der Angestell- von dem Regierungsrat Dr. Poeschsl herausgembenen I tenversicherun« von 100 000 auf 300 000 Mark I sm