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FuldaerZeilung

__Amklicher Anzeiger für den kreis und die Stabt Fulda.

Ur. 109.

Lerantworiitw iür den ceoauioneten teil* Dr *1 Kramer- - für bk %nmen: 3. «nrieifer.gulbfc - 3iehithmetewf «. Serien bet Fuldaer WdiewbnKferei I« Fulda emnre*w Wr. v Poli!ck,eck.Kon'v 4051 Fran Nur t e. M. aggsg""-1-11..'ji..

Sreitag, 12. Mai 1922.

Bezugspreis: Monatlich 18.03 2Rt. zuqestell« frei ins Haus- - Sfyeboli in der Kejchäftsst.lle 17,50 IEL 5 Anzeige« Kleinzeile nach üoiowei 1.50 Hit; aus». ?,W Mk. «dekiamezeiie (TerideeNei nach Lalone maß 8 Nknri'.

49. Zahrg.

begann mit

wesentlich ixn persönlichen Etgensc^rfken tes Kanarrs

erklären.

Die Erwartung, daß ter Rekchskanyler Dr. WwL

Sc» S'Abrtr+vs vwsw 1 er . ... 7

man

Merkennm werte.

tS- W I

konnte sie es nicht mehr aushal- zur Schmiedbäuerin. Peter off» Ete ging in die Stube zu feiner wahrheitsgetreu Vlies, was sie

»geführt wer- nfioere Arbeit,

ten und ging hinüber nete ihr die Haustür. Mutter und erzählte wußte.

Als sie fertig war,

Der Schulzenbauer atmete schwer.Heut cm Neu- fahrstag in die Stadt nei g'fahr'n? Was hat's den» fo Notwendig^ in der Stadt z'tun g'habt?"

Lenz sagte, das wisse er halt auch nicht; frühmorgens hätte sie gesagt, daß er am Nachmittag pünktlich am Omnibus sein soll, da wäre sie aber nicht mitgekommen und niemand wüßte, wohin sie geraten war. Ungedul­dig faßte er nach dem Türdrücker. Er mußte machen, daß er wieder heimkam. In Altenhammer wartete man ja ungeduldig auf ihn; so aufgeregt hatte er die Das» noch nie gesehen.

Der Schulzenbauer gab die Tür frei, nahm aber zu­gleich seinen Hut vom Rehgeweih, das über der Tür hing und ging dem Lenz voraus in den Hof. So rote er war; ohne Mantel und in Hausschuhen wollte er in den Schlitten steigen. Die Christin konnte gerade noch den Mantel in den Schlitten werfen, da sausten die Pferde auch schon die Dorfstraße hinunter.

Der Kuckuck im Löwenwirtshaus tarn eben aus sei­nem Häuschen und schrie sechsmal, als der Wirt seinen Gästen erzählte, der Schulzenbauer sei eben im Schlit­ten vorbeigefahren. Gleich danach kam der lange Heiner und erzählte: die Stine müsse schwer erkrankt fein, denn der Schulzenbauernknecht hätte ihm eben gesagt, der Lenz von Altenhammer sei angefahren und hab» sogleich feinen. Herrn mit fortgeholt.

-Den wahren Sachverhalt kannte nur die Christin. Die aber hatte es sich zugeschworen, feinem Menschen

in unterrichteten deutschen Kreisen in P- dürfen, daß der Reparationsausschuß die «,t= öffmmgen als annehmbare Basis für einen direkten Meira^söustsuifd) zwischen den Vertretern der teut-

«ft kommt zu anderem irch ist vor einem Jahr

Der Schulzenbauer saß an seinem Tisch und ordnete die Bücher und Akten, die nun schon achtzehn Jahre im Schulzenhos lagen und morgen in den Kleinbauernhof I hinauf übersiedeln sollten. Er war sehr gealtert wäh- I renb der letzten Monate. Gerade war er fertig gewor» I den, als der Schlitten vor dem Hause hielt

_ Gleich darauf kam Lenz durch den Hof auf die Haus- tür zu. Freudig fuhr es dem Bauer durch den Hopf: vielleicht ist'» die Stinel Bielletcht kommt sie, den Neu. jahrsglückmmisch zu bringen. Als aber unmittelbar bar. noch Lenz eintrat, wußte der Schulzenbauer, daß Stine nicht mitgekommen war.

I Er wollte schon fragen, ob etwas vorgefallen fei, Lenz kam ihm jedoch mit der Frage zuvor: ob die Frau nicht da wäre? Dabei suchten feine Augen unruhig jede Ecke in der Stube ab, und er fuhr sich mit den Händen aufgeregt durch die mißfarbigen Haare und wollte gleich wieder umkehren.

Der Schukzenbauer drückte hinter ihm die Türe ins Schloß. Sein Gesicht war aschfahl.Was ist's mit Stine? Das habt Ihr mit ihr gemacht?"

Lenz wußte nicht gleich, was er sagen sollte. Daß wieder etwas vorgegangen war, bevor die Frau mit der Post wegfuhr, hatte er aus den Reden der alten Base gemerkt. Er wollte er nicht gleich sagen; wer weiß, was der Dauer in seiner Wut anfangen würde! So antwortete er nur, die Frau sei heute früh nach Nürn- berg gefahren und bis jetzt noch nicht zurückgekommen. Als der Poftfritz am Nachmittag zurückkam, märe er mit feinen Rappen am Omnibus gestanden, um die Frau heimzufahren, aber der Poftfritz hatte die Frau i Stock mit keinem Ang' gesehen. Dann fei er mit seinem Schlitten bis noch Nürnberg gefahren, weil die Base meinte, die Frau hätte den Omnibus versäumt und käme -u Fuß. Auf dem ganzen Hin. und Herweg aber hatte er nichts von ihr gesehen, und da habe die Base gemeint, ste wäre vielleicht heim zu ihrem Vater gefahren.

Lenz atmete tief auf, als er dies alles erzählt hatte; man konnte ihm die Sorge und die Unruhe im Gesicht ' -bleien, l

irMMe *i* vut el|remotnjr

*2'? wirklich ein rechter 5Jtennes.mut dazu gehörte, die Verantwortlichkeit auf ..einem solchen Sfttpunft der Ber. SS UnL93c^ansm6' auch die Parteien im .»etchstag nicht mehr aus und rin wußten. Es war hte hÄS , W*. Don Winkslried, dem

&te. hochste Wahrfcheinlichkett sprach dafür, daß der ^^^^öler^unter^dsm Andrang ter feindlichen

zuverlässig erfahren, wahrfchomlich bereite am Dan- «rstag nach Pari» begeben.

Vie Ausnahme io Poris.

Neber die Ausnahme der teutschrn Rote an die Repsratirmskommission in Paris mePtet dasBsrl. Xa^eH. daß anerkannt wird, die Note sei ruhig und sachlich gehalten.

Deutscher Reichstag.

Line Aussprache über Liserrbahneo und Fahrpreise.

um jede für sich die vorliegenden Arbeiten des Reichs­tages zu erörtern. Die Sitzung selbst, nur mäßig besucht und von nicht gerade übermäßigem Interesse begleitet.

I Räumen, neben der Fichtenhecke, wo im Frühling I Fmken schlugen und die Stieglitze ihre Nestchen bauten, I da wollte sie ruhen. Daß sie daran nicht schon früher gedacht hatte! Gleich morgen wollte sie es der Base sagen.

Sie hatte die Lichter von Reichmannsdorf im- <fen. In dunklen Umrissen sah sie auf der Landstraße, wo ter Weg nach Altenhammer abzweigte, den Weg- weiser stehen, der den Fremden hn Sommer den Feld- weg durch üppige Wiesen und ffletreibefetber anzeigte. ®ott, auf der kleinen Anhöhe, wo der graubemooste Marterstein stand, hatte sie von Peter Abschied genom- ten- Damals war alles grün, die Vögel fangen und {m Westen strahlte ein glühendes Abendrot. Heute war alles Schnee und Eis.

Am Marterstein blieb sie stehen. DArch die entlaub, ten Bäume schimmerte ein Licht; das war Attenham- mer. Run brauchte sie nimmer so zu eilen und Sorge zu habem daß die Nacht sie auf fremden Wegen über­raschen könnte; sie stand schon auf eigenem Grund und Boden und wollte sich ein wenig ausruhen.

Stine nahm den Hut ab, legte ihn auf den Sockel de» Steines und setzte sich daneben, nachdem sie mit dem Taschentuch den Schnee hinuntergewischt hatte. Fest drückte sie die Stirne auf den kalten Stein, daß sich die sandigen Körnchen tief in die zarte Haut bohrten. Jetzt erst fühlte sie, wie erschöpft sie war. Sie steckte die kalten Hände unter die Pelzstola und lehnte den Oberkörper an ten nassen Stein.

Don fernher kam Hundegekläff. Das waren die Hunde von Altenhammer, ganz deutlich konnte sie den kräftigen Schlag der großen Phylax unterscheiden. Sie 1 schloß die Augen und versuchte zu beten. Als die Abend- glocke verklungen war, lag ihr Kopf auf der Kante des bröckelnden Steines. Sie schlief den liefen Schlaf ter Erschöpfung.

13.

Km dieselbe Seit lauste der Schotten een Attenham- mer durch Ebach. Die Rappen damp'ten, als sie vor dem Schulzenbsf stete« blieben, so hatte Lenz sie am getrieben. -

leyee tfrtitcn einverstanden zu Sn B-rtnÄmg (gez.) Bauer.

Deuffchlanös zu erbringen.

Diesem Ziele, dis Revision der dArtfchm Shrtege» taften hsrbeizuführen, sind wir in den verflossenen Jah­ren Schritt für Schritt naher gekommen. Der fran* römische Widerstand gegen die Entlastung Deutschlands ist freilich noch rttcht dtwchbrvchrn, aber doch angebrochen, wie sie m der vorläufigen Ge- wähvlmg tes Moratoriums und matterer 23erhonte gezeigt hat. Nach dem kritischen 31. Mai ist em Rückschlag nicht ausgeschlossen, ater immerhin liegen die Gesamwechäkinisse für uns bei merfem nicht so ungünstig, wie vor ehren Lahre, als Wirth das Rettungsrverk MtsMahm»

Vie russische Antwort verzögert sich.

A»?f Gmnd dieser Note an die Rwamtisnskommis- ston werben, wie man in Deiner Nrgierungsckreifen amrimmt, mimLKche Verhaftungen mit der genarm-.

. stand der Peter, wachsbleich im Gesicht vor den beiden Frauen. Gleich wollte er dem Schulzenbauern nachfahren, damit der Lenz nicht noch einmal herfahren müsse! Sr nahm Hut und Mantel und ging hinüber in den Schulzenhof, um selbst einen Gaul oor den Schlitten zu spannen. Den Tyras nahm er

stuf Mtenhammer.

Roman einer Ehe von D. Trostberger.

87] ---------

1e?,^ei^mann5borfeT vermieden in ter Dunkekhett X^ tn^Mr?te,csci|'n' Dse einundneunzigjShrige xi° Cm Ionse P* "och gehen und sehen konnte,

SZ1 ,Don Reichmannsdorf für die letzte ,, . 605 käme nur vom Rosenwirt

feine n Bierkeller her, daß die Reichmannsdorfer so ourch vor den Toten Hütten. Die mußt« das aber oiffetK denn die verstand sich auf die Toten. Das aber »ar fe gekommen. Al« dem Rosenwirt fein Urgroß. eater d»n Bierkeller grub, mußte man bis ganz nahe °" « -4« herangraben. Nachdem man tiefer hinein-

8nib, stutz man auf Totengebein und Totengerippe. Tenn un, die Kirche herum war in alten Zeiten bet Snedhof »wesen.

F.«n^le,intCU? DOm !RoJ,nroirt °b-r haben die Toten- deme einfach ausgegraben und ganz durcheinander auf etnen Haufen geworfen, daß die Toten ihre Knochen nicht mehr « «einander fanden. Wer dortmals in der Si ^ wohnte, hörte nachts zwischen elf un> zwölf Uhr di. lotenbetne tlappern und hin- und her-

Ber Totengräber-Heiner, der dortmals auch Nachrwächter oar, trug feinen Spieß und fein Tut­horn zum Schultes hin und sagte, da soll nur der Ro- fenmirt den Nachtwächter machen, denn er fei schuld daran, daß die Toten nun keine Ruhe mehr hatten und alle Nacht umgingen. Aus dieser Zeit stammte die Furcht der Reichmannsdorfer vor den Toten.

Als Stine 'm der Kirchhofmauer entlang ging, stie- gen schreien! zwei Raben auf. Da erst kam es i jum Bewußtsein, daß sie am Gottesacker vorüberging. Sie blieb stehen. Ihre Blicke suchten das hohe, schwarze Marmorkreuz, das weit über die anderen Grabsteine ragte und im Dämmerlicht aussah, als streckten sich Nv-i 2lrme nach ihr aus. Würde man hier auch sie begraben? Nein,, nicht in Reichmannsdorf wollte ft W0&P fei«4 tateim jp unter ten ÄasUmien-

etwas zu sagen. 3n der ersten Viertelstunde blieb sie auch dabei, dann aber '

Mr tato HMtoMke, bl», wie schon angekün-digt, am Mittwoch nach- mitiag tn Paris der Reparationskommission über« r»>cht worden ist, hat folgenden Wortlaut:

^en. rv«mxego«genen Dasxaechungen glaubt die teufte S^erung aus der Note ter Repamtionskom-

J 1922 zu entsprechen. Die deutsche Regierung rft aber bereit, vor diesem Tage ter ReparattonNkommissicm einen I eingehenden Plan m^zuterle^ ter das Ziel ver- I folgt, dem eingangs gestellten Grundsatz Rechnung zu I tragen.

I 2. Die teudsche Regierung nimmt gerne teoa Keimt- I nis, daß die ReparationskommWon die Souveräni- I tat Deutschlands bei der Feststellung ferner össent- I lechen Ausgaben sowie m ten Fmgen ter Desteucmmg i und in ter allgemeinen FinanzpoWik anerkennt. Sie I nimmt ferner davon Kenntnis, baß die KommWon ten I Wunsch hat, fciie deutsche Steuerung bei ter Ordnung ter Reichssinaiyen zu unde:Wtzar». Sie wird zu diesem I Zweck ter Reparationskonmiission alle Möichchkeiten für I die gewünschtLn Austtlnfte eröffnen. Sie rv»rd teshÄb «ich für die Dauer ihrer JcchSunssoerpflichkmoen, wie sie I die Enitzcheibimg ter KommUion vom 21. März Vorsicht, I mit ter ReparalfemskommWon über di« von ihr peptan» | ten oesttzgeterischer) Schritte auf dem vorher bezeichneten I Gebiet der Fimmtzgcharung sich ins Benehmen I fetzen.

3- deutsche RegieiMg wird sich iim übrigen nach I "röfteu bemühen, ten von ter Reparationskommission m I ihrem Brief vom 21. März ousgsfptwtenien Bebingunyn zu entsprechen. Sie hält mtessen an ter Auffasfung fest. I dieser Anforderungen uner-

full bar sind. In diesem ZnfonMenhMXie bezieht sie I sich Mf das hn SHvoiken vom 13. April gemachte An- gedot, jcten proiltischen Dor-schLag zu prüfen, ter von ter | teuischen Regrevrrng zur Behebung ter Schwierigkeiien, in denen sie sich befirOet, gemocht wich. Da wegen der Kanferery von Genua mehrere Mitgsieter ter ReichsletzX. nmg penaisne Zeit von DwttschZlmS femp«hokten wurden, I ist es ter teutzchen Regie rurR zu ihrem Beteuem n i ch > möglich crweserz. vechchivtene im Brief vom 21. März gefteffie Fristen irmezuhaltc-n. S'e «Acht die Repa- I vationekommission, sich mit einer anaemeffenen

begann mit einem Nachruf des Präsidenten Löbe für den verstorbenen sozialdemokratischen Abg. H u e, dessen einfaches Wesen, dessen aufrechte Gesinnung und dessen unermüdliche Arbeitsfreudigkeit zum Wohls vornehm­lich feiner Standesgencssen mit Recht rühmend hervor­gehoben wurden. 1

Man darf wohL mtt Recht bchMpten, daß üe ®nEw0rt der Ruffen auf das MsmormLum Alliierten den Prüfstein ter Konferenz von 6enua bildet, an dem die Geister der Konferenz sich fche^on müssen. Sowohl Frankreich und Belgien, als such Cnslanr und Italien haben sich durch offene mrd v-rstsckte Aoutzorungen, durch offiziell« itiib offiziöse Erk.arunzen in bies-M Punkt« so feftgele^, daß «5 für fte unmöglich ist, von dem eingchaitenen Stand- xunkt abzuMhen, wenn sie nicht ganz ihr Arrschen »er« lteren wollen. An den stattsintenden Pochairdlung«, >ann man ^deutlich erkennen, wie besonders England bemüht ist, sich für den Fall, daß Frankreich und Del- k.en aus ihrem Standpmrkt beharren, sich zu sichern. Sein« Verhandlungen mit Lt-Äien, die sogar nach nner französischen Havas-Nachricht auf ein allgemeines politisches und wirtschaftliches Abkommen mit Italien »injieten, feine direkten VechaMungon mit den Deut­schen und fein indirektes Vechwchsln mit den Russen durch die Deutschen haben nichts anderes zu bedeuten, cis Frankreich zu zeigen, daß es im Falle seiner Hartnäckigkeit vieles zu verlieren.

®;or®K!' ,n ®enua I Sperre bald «liegen werde. Diese Defürchtmm hat «Mn WtuerstEM dtt Firanzozen sich nicht erfüllt, rmd mrch daran MtdcsVr^ienst den DeriohMgLgedanken zum Siege zu führen, darf 1 ' ' - - 1

man kaum noch zweifeln. So antwortete nach einer Londoner Meldung der enAische Mmifterpräsident jetzt wieder auf eine Botschaft englischer kachoiischer Aer- «ne, in der ihm deren Unterstützung zugesagt wurde, terhmgcherÄ, daß die human ttären Kräfte der Weit chre Reihen zu einem neuen Kreuzzuge gegen bt Tyrannei der rohen Gewalt schließen büißten. Genua habe die Friedensglocken er- Man dürft nicht ruhen, bis der Krieg

^--ch nicht erfüllen. Der Kanzler Dr. Wirth halte dis «llchcht, wenn irgend möglich gegen Ende der Woche M! einige Tag« nach Berlin yr kommen. Durch den Verlauf der Verhandlungen in Genua aber wird aller Voraussicht, nach er feilte P-äne nicht au--ühren tön- nen. Es wird meimchr damit gerechtet, baß di« Per- Handlungen m Genua noch den ganzen "chEn. Unter diesen UmftMen ift, jraret sich das heute überfthen lötzt, nicht barnit Reichskanzler Dr. Wirth es wird Möglich mack-en konten, nach Berlin zu kommen. Wahr- kchemuch vurften die Derhandtungon in Genua erst Anfang Iuni $um Abschluß kommen, uni erst tern tvkro der Reichskonzier in der Lage sein, nach Berlin zunrckzukehren.

Dr. Wirch kst am 10. Mai etn Jahr lang ;» a n 31 e r gewesen. Die deutsche Press« «tenft hie®

Soin Wagemut imponiert den Gognem im Innern und von draußen. W-vch sand schnell mchr Respekt uiD Vertrauen wie feine Vorgänger. Ais er dieEr­füllung nach besten Kräften' als seine Richtschnur aus- gab, wurde er von den KatastrophenpoMkern der Rech- ten vielfach der Schwäche beschuldigt. Aber die Er- sahriMP zeigte bald, daß gerate d^u vfel Mut und

* Ö Mißv-rstündniffe? die üteTÄ- vrnh«r «ewechseLen Noten enjstanten si,r> M befeitieen

Iwber Wkfrt ju- «ären. Um teefe Stitetten zu förtem, beehrt sich die deutsche Stegierung fofigentes mttzutrK^ 5® ShciHtmg ter teutschen Rechr-

grarbsatztich natoatteg Ist, di« gefemten m evEiehenten ©tdaifsousnaben durch tee Emrrhmen aus ten Steuern und ten inneren

D-rmehrnng der Geld!«».

Le J^e ..buchte Regierung erfenrt Lt, Äsbach weitere Schritte GiEches zu hm. Ante- deutschen du teussch-m finanziellen Verfllchdwr L" ^"utertem WusSwte unurngängkich ntewerdig Ktn erteMkteÄ vom Reich in auslandscher Wäh- ?5nö Sablungra tewch äußere Aukei-

P.L bpLd)°Af Mit Rücksicht auf Ne erst in icßter jjert bechlosseue außertednKkiche Dchöbuna ter Steuern ist es nich» möglich, tem JBertangen ter Re- paratlonskommission auf Einführung weiterer Steu- ern im Betrage von 60 MAliardsn vor tem 31. SKm

,snr, ;n Antwortnote protestiert. Di« fron- zosische Delsgatton könne sich mit ter Verschlepvuna nicht einorrstandM erklären.

Eesnndke Dr. Pfeiffer erkrankt.

, Wie die B. Z. a. M. hört, ist der deutsche Cs- sandte m W i e n, Dr. Pfeiffer, an einer tiungen« entzundung erkrankt. Er befinde sich aber auf dem Wege der Besserung. Die Amtsgeschäfte führt l^n^Bertretung Gesandtschaftsrat v. Scharffenberg.

Entgegen d-r Annahme ift die Antwort der Nus- sen aus das Memorandum noch nicht übergeben wor- den. Es sinter, vielmehr noch Einigungsver»

offenbar fchr «ngem. Wie die ®mm melden, hat Borthou httei Sch^ten^ Sarta 0e(j«n bie Berzögerung der Uetergate ter russischen Antwortnote vr 0 tektieet -nt» irn.

S>le gelten des Reichstages duldeten keinen länge- ren Aufschub mehr. Mochte man auf dieser oder jener Seite meUeitteben Wunsch haben, mit tem Zusammen- tritt tes Reichstages zu warten, bis es dem Kanzler möglich werden wurde, für kurze Zeit Genua zu ver- lassen, fo mußte bei tem ständig wechselnden Verlauf der Genueser Vorgänge die Unsicherheit der Hoffnung, ten Reichskanzler vorübergehend kurz in der Reichs- Hauptstadt zu sehen, ,u dem Entschlüsse führen, die Voll- sitzungen ohne die Anwesenheit der führenden Männer der Regierung zu beginnen.

Denn es ist wichtig genug, daß die Haushalts- Beratungen ihrem Abschluß ent, '~ ben, und dies erfordert eine umso i als noch eine ganze Reihe der größeren Etats ausftete

-In o?c^£uni9te Behandlung für eine ordnungsge- K<a6e<n?Lbl?lcnu!?Ä ber Etatsgeschaste unbedingt notwendig ist. Mit dem Haushalt der Betriebsverwal- t u n g e n, und zwar der Eisenbahn, wurde am Mitt­woch begonnen. Die Fraktionen nahmen schon vor Be- gmn der Vollsitzungen Gelegenheit, zusammenzutteten.

SM hie TWmei her »ha SeM

D!e Konferenz kann bis zum Zuni dauern.

Dr. Wirth ein Zahr Beid)skanzUr.

Eine Interpellation der deutschen Bolkspartei, bie Aufklärung darüber verlangt, ob tatsächlich von Eng­land und Frankreich geplant sei, die Rheinlande in ähnlicher Weise wie das Saargebiet zu neutrali­sieren, wird die Regierung in der geschäftsordnungs- müßigen Frist beantworten.

Dann wendet man sich dem Haushalt des Reichs- verkehrsMinisteriums zu. Der Ausschuß hat sich bemüht, durch Abstriche und andere Kenterungen Die Ausgaben des Etats zu regulieren und einzuschrän­ken. 9000 Stellen sind von ihm als in Zukunft fort- fallend bezeichnet worden.

Eine Reihe von Entschließungen, die im Ausschuß genehmigt worden sind, liegen zur Beschluß- Sim Plenum vor. Danach sollen in den 3nbu-i ieten für den Arbeiterverkehr Lvrortzüge nut Borortstarifen eingelegt werden. In weiteren Ent- chiießungen wird die Reichsregierung außerdem er­acht, bei der Durchführung der Streichung der Stellen den Grundsatz der Parität gegenüber den Technikern und Juristen der Verwaltung gemäß einem früheren Reichstagsbefchluh zu wahren: ebenso soll auf die in den- meisten Gruppen ungünstigeren Beförderungsverhält- I nisse der vormals preußischen Beamten bei der Durch- I führung der Streichung von Beamtenstellen Rücksicht ge­nommen werden. Endlich liegt vom Bildungsausschuß I noch ein Antrag vor. Dieser befürwortet die Einfiih- I rung von Fahrpreisermäßigungen für die Volkshochschulen, für die den Religions- und Vorberei­tungsunterricht besuchenden Kinder, für die Teilnehmer an den Veranstaltungen der Jugendpflege und cm Schul­fahrten und ähnlichem mehr.

In der Debatte sprechen zunächst als erster Redner der Mehrheitssozialist Brunner und nach ihm der Zen­trumsabgeordnete Dr. Höfle. Der Letztgenannte weist mit vollem Rechte darauf hin, daß der gegenwärtige Staatsbürokratische Betrieb der Reichsbahn die Be­triebsform der Zukunft nicht bilden könne. Eine Pri­vatisierung ter Eisenbahn wird jedoch auch von ihm in aller Entschiedenheit abgelehnt. 2luch über den Eisenbahnfinanzgesetzentwurf sprech der Redner; er bemängelt ihn insoweit, als er ihm in seiner Ausschal­tung des Reichstages zu weit geht. Er teilt weiter mit, daß der deutsche Gewerkschaftsbund nach dieser Rich- S hin Vorschläge gemacht habe, die der Redner der erung als äußerst beachtenswert empfiehlt Eine Verminderung des Personals fei erfor­derlich. Früher entfiel auf 20 Köpfe ein Aufsichts­beamter, jetzt kommt ein solcher schon auf 11,8 Köpfe. (Hört! Hört!) Die Politik muß aus den B e- trieben hinaus. Das Fiasko des letzten Eisen» bahnerstreiks wird die Reichsgewerkschaft hoffentlich zu einer Aenderung ihrer Haltung veranlassen. Die Re-s gierung müsse mit dem Reichstag den Mut zu einer rechtlichen Regelung des Streikrechts der Verkehr,ange- stellten aufbringen. Für ten Fall eines Streiks mutz ter Notbetrieb weiter ausgedehnt werden. Abg. Dr. Reichert (DnaL Dp.) erklärt, tm Eisenbahnbetrieb feil noch manches faul. Das zeige vor allem ser letzte > Streik. Die Gesamttage des Verkehrs fei betrüblich und, stehe hinter den Bedürfnissen zurück. Die Tarife haben! schon jetzt das Sechzigfache ter Friedenssätze erreicht; sie übersteigen bei weitem alle Preissteigerungen für die! anderen Tarife. Dor allem der Güterverkehr fei zu' stark belastet. Der Republik fei es noch nicht gelungen, Autorität und Disziplin wieder zu schaffen. Ein wirt- jchaftliches Gedeihen des Verkehrswesens ist die Vor» aussetzung für ten Wiederaufbau.

Das Haus vertagt sich auf Donnerstag. (Weiterbe-- rotung).