Fuld aer Zeitung
■ Amtlicher Anzeiger für den kreis und die Stadt Fulda.
nr. 46.
Verantwortlich iüt den reOauioneUen Teil- Dr. I. Kramer, n für die Anzeigen: ParzeiIei- Fulda. s Rmattonsdrink u. Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda, -kernlprechek Nr. d. Telegr.-Adrelle: Fuldaer Zeitung.
Samstag, 25. Februar 1922.
Bezugspreis: Monatlich 8.03 Mk. zugestell, frei ins Haus, r Abgeholt in der Geschältrst.lle 7,50 Mk. s Anzeigen: Kleinzeile nachCo onei lMk., auswärts 1.50M. Neklamezeiie (Itp breite) nach Colone maß 4 Mark.
49. Zahrg.
Um den Reichspräsidenten
der Stand der Neichsschuld.
Deutscher Reichstag.
Ter Reichsjsnstizetat.
verlangte unter starker Betonung des aktiven Macht- c,rdanlkens für die zukünftige Veamtenpolitrk freie Bahn für die Uebernähme der Geschäfte -urch die jtreiks rxirndl iche Richtung. 2er
Htts -em besetzten Gebiet.
* wodurch die Sicherheit der Besahungstruppen ge- sährdet wird. Bürgermeister Zimmer von Langen wurde von der französischen Besatzungsbehörde zu acht Tagen Gefängnis und 500 Mark Geldstrafe verurteil, weil er als Inhaber der polizeilichen Gemalt von Lan- gen nicht die Aufführung eines kleinen Theaterstückchens auf einer Dereinsfeftlichkeit verboten hatte. Das Stück, chen benannte sich „Teure H e i m a t" und behandelt die Wiederkehr eines Kriegsgefangenen in die Heimat. Durch die Aufführung dieses Stückes hätte nach An» sicht der französischen Behörde die Sicherheit der Besatzung gefährdet werden können.
Ausland.
* Die Mörder Datos in Spanien. Louis Nicolai Fort und seine Frau Lucia Ioaquinaf Conc p- ciou, die deS Mordes an dem spanischen Ministerpräsidenten Dato beschuldigt sind, sind auS Berlin in Madrid anxpkommen.
* Abrüstung in Japan. Auf Grund der Washingtoner Beschlüsse über die Einschränkung der Rüstungen zur See wird der Plan erwogen, eine Anzahl Arsenale und Kriegsfabriken zum Bau von Lokomotrven, Wasserflugzeugen, Waggons usw. zu verwenden.
Deutsche; Reich.
* Berkin, 24. Febr. Von deutschnationaler Seile ist im Preußischen Landtag ein Antrag eingebracht wo, den, der die Staa sregierung ersucht, mit größter Beschleunigung eine grundlegende Neuordnung der Besoldungsverhältnisse der Beamten, Lehrer undGeistiiche herveizuführen. — Kontre« admiral Püssen, Chef des MarinekommandoamtS bei der Marineleitung, ist unter Zuteilung zur Marinestation Nordsee und Versetzung nach Wilhelmshaven zum Befehlshaber der Seestreilkräfte der Nordsee und Kontreadmiral Mommien, Befehlshaber der Seestrertkräste der No dsee unter Versetzung nach Berlin zum Ches des Marine- ko mm an doamtS bei der Marineleitung ernannt worden.
f. Die demokratische Reichstagsfraktion w'rd zusammen mit der preußischen demokratischen Land- tagsfrakiion, dem demokratischen Parteioorstand und der demokratischen Presse am Donnerstag, den 23. März zu einer gemeinschaf-lichen Besprechung zu- famntcnheten. Den Gegenstand der Verhandlungen iverden dem ,Berliner Tageblatt* zufolge hauptsächlich Eisenbahnfragen bilden.
* Die evangelische Kirche in Sachsen. Die neue Kirchenverfassnng wurde von der Landes yuode verabschiedet. Die sächsische Laude-kirche wird infolge« desien einen Landesbischof als Spitze erhalten.
Dar Zteuer^ompromrß.
Den Blättern zufolge berieten am Donnerstag uit Reichstag Vertreter des Zentrums, der Demokraten und der Sozialdemokraten über das Steuer- kompromiß. Auch Neichskauzler Dr. Wirth und Reichefinanzmiuis,er Dr. Hermes nahmen an den Beratungen teil. Den Parteivertretern lag der Ent- Wurf des Mantelgesetzes vor, der neben dem Steuer- ge etz auch daS Gesetz über die ZwanaSonleihe um- soßt. lieber das Mantelgeseh soll bereits in der zweiten Hälf,e der nächsten Woche bera en werden. Finanzministrr Dr. Hermes wird sich in die er Frage auch mit der deutschen Volkspartei in Verbindung setzen.
Vorsitzende des Deutschen Doamtenbundes, Lehrer Flüger, stellte demgegenüber unter Betonung der geschehenen Mißbilligung des Streiks der Reichsge- werkfchast über seine Führung die Vertrauens- frage, die mit Mehrheit bejaht wurde. Ein in sechs Wochen anzuberaumender Pundislag soll m Verfolg des Geschehenen endgültig beschließen.
Preußischer Landtag.
Heber die höheren Lehranstalten.
Am Donnerstag stand der Abschnitt „Kunst" des Kultusetats zur zweiten Beratung auf der Tagesordnung. Man hätte es denken sollen, daß es zu langen Auseinandersetzungen hätte kommen müssen, wer! in diesem Punkte die Annchen unüberbrückbar weit auseinander gehen. Aber es kam anders. Ruhig, sachlich und schnell suchte man diesen Abschnitt zu erledigen und das gelang fo gut, daß, was sonst selten geschieht, die Tagesordnung bald erschöpft war und man den Abschnitt „Ueber die höheren Lehronftokten", der für den folg-n. den Tag vorgesehen war, schon in Behandlung nehmen konnte.
Wie so oft versuchten die Kommunisten bei Eintritt in die Tagesordnung einen Antrag eingubringen, der, wenn er zur Behandlung gekommen wäre, zu langen poli- ttschen Auseinandersetzungen geführt haben würde. Es handelre sich um die Auslieferung der beiden Mörder des spanischen Minjsterpräsiden. ten Dato, die am vorhergehenden Tage von der preußischen Polizei noch Spanien ausgÄiesert worden sind. Ob die Kommunisten und Unabhängigen sich auch wohl ins Zeug legen werden, wenn einmal die Mörder Erzbergers im Auslonde verhaftet werden würden, um deren Auslieferung zu Hintertreiben? Sie würden jo ihr Der halten beim Morde Erzbergers Lügen strafen. Wenn also die preußische Regierung gemäß dem Staatsoertroge mit Spanien zur Auslieferung berechtigt und verpflichtet war, so können mir ihr nur beistimmen. Allerdings wäre es zu wünschen gewesen, wenn sie klar und offen die Gründe und die Verpflichtungen zur Slustiejmmg frühzeitig genug bekannt gemocht hätte, um den Treibern von links den Wind aus den Segeln zu nehmen. Der Antrag der Kommunisten kam dfo Gott sei Dank nicht auf die Ta- gesorbmmz.
poincatc und Lloyd George.
Die Zusammenkunft der StaalsmSnner.
Rcutcr erfährk, man erwarte, daß Lloyd George am Samstag früh aus London abreisen werde, um mit Pomcarn zusaMinenzutreffen. Die Zusammenkunft der beiden Premierminister wende an der französischen Küste stattfinden, wahrscheinlich in Calais oder Boulogrre. Die Zusammenkunft werde vertraulich fern. Lloyd George hoffe, noch am selben Abend nach London zurückzukehren.
Die Sachverskäll-igenkonferenz.
Auf eine Anfrage int englischen Unterhaufe erwiderte Lioyd George, der G dankenaustausch zwischen den m Betracht kommenden Regierungsvertretern sei bereits non Zeit zu Zeit im Gange gewesen und er hoffe bald eine Zusammenkunft mit den französischen Sachverständigen zu haben. Der Ausschuß zur Erörterung des Programms der Konferenz werde kurz vor der Konsirenz xufarrmentreten. Die Vorschläge würden von den in Betracht kommenden Aemtern geprüft. Die Vertreter der GejchLftsintewssM würden befragt werden. Er hoffe, die gesamte Frage mit der französischen Regrtrung am Samstag zu erörtern.
Italien und Genua.
Ai« Rom wird offiziell ynneldet, daß es infolge d-w langen Dauer der Ministerkrise der italienischen Regierung nicht möglich gewesen ist, das Datum vom 8. März, das ursprünglich vom Obersten Rat in Can- ms für den Zufmnmentritt der Konferenz in Genua festgesetzt war, aufrecht zu erhalten. Die Regierung hat sich infolgedessen in der Notwendigkeit befunden, eine kurze Vertagung zu beschließen und hat diesen Beschluß durch ein Zirkular-Tel gramm allen zur Teilnahme an der Konferenz ein geladenen Regierungen mitgeteilt. Gleichzeitig hat sich die italienische Regie- runy mit den aUir rten Regierungen in Verbindung ge- jetzt, um durch gemeinsames Uebereinkomm«n ein anderes Datum ftstzusetzen. Dir Vor'mrei- tungrn für die Konferenz gehen natürlich ohne Unter« brechimg weücr.
(Ebert und fein Nachfolger.
Unser Berliner Mitarbeiter schreibt uns:
Haben Sie schon einmal einen Mitbürger ge- finden, der „beunruhigt" war wegen der verzögerten Wahl des Reichspräsidenten?
Viele Dinge stürzen uns in Sorgen und Artigsten, z. B. Oberschlesien, die Tributzahlungen, die Teuerung, die Streiks, die Steuergesetze, die zeitweiligen Ministerkrisen. Aber Fritz Ebert, der vorläufige Reichspräsident, ist wirklich nicht gefährlich für den Schlummer unserer Nächte.
Herr Hergt, der deutschnationale Rufer im Streit, behauptet freilich das Gegenteil. Dis Herren auf der Rechten haben immer Bedarf an Stoff für Agitationen und Demonstrationen. Augenblicklich erst recht, da die Niederlage im Reichstag wettgemacht werden soll. Da haben sie nun die Frage aufgegriffen, wann denn endlich die Neuawhl dieses Staatsoberhauptes stattfinden soll, und suchen Kapital zu schlagen aus der angeblichen Ungeduld des wahlberechtigten Volkes.
Es ist richtig, daß die Neuwahl längst in der Verfassung vorgesehen ist. Es ist ebenfalls wahr, daß die Wahl schon vor Jahr und Tag angeregt und doch bisher nicht vollzogen wurde. Aber es ist nicht richtig, ,daß das Volk Sehnsucht habe nach einem solchen Wahlakt.. Im Gegenteil, die Durchschnittsbürger sagen sich: „Wir haben so wie so schon genug zu wählen; diese Wahl hat keine Eile; der vorläufige Ebert besorgt ja alles, was notwendig ist."
Im Grunde genommen ist die Dsrzögerrmg der Neuwahl ein Vertrauensvotum für den gegenwärtigen Verweser der Stelle. Herr Ebert hat schlicht und recht feinen Posten ausgefüllt; er hat sich nicht vorgedrängt, aber er hat auch niemals versagt, wenn er eine Krisis zu lösen hatte. Das einzige, was ihm die Kriüker auf der Rechten vorhalten können, ist sein gelegentliches Bekenntnis der fortdauernden Mitgliedschaft in der sozialdemokratischen Partei. Das war eine außeramtliche Kundgebung, aber wir wollen zugestehen, daß Ebert sie lieber hätte unterlassen sollen. Wie der Präsident des Reichstages formell aus seiner Fraktion aus'mscheiden pflegt, so muß der Reichspräsident in seiner Amtsperiode über den Parteien stehen und darf auch durch sein außeramtliches Verhalten nicht den Verdacht der Einseitigkeit oder Gebundenheit aufkommen lassen. Im übrigen ist der kleine Seitensprung Eberts ohne ernstes Aer- gernis vorübergegangen.
Sollten nun die Konservativen bei der nächsten Wahl einen Mann von ihrer Richtung durchsetzen, z. B. den Marschall Hindenburg, so werden wir sie an ihre gegenwärtige Kritik erinnern müssen. Wenn Ebert sich nicht als sozialdemokratischer Genosse bekennen dürfte, dann würde auch Hindenburg als Reichspräsident sich nicht zu den Deutschnationalen bekennen und noch weniger in deren Sinne sich betätigen dürfen. Bei ehrlicher Durchführung dieses Grundsatzes würde freilich die Präsidentenwahl sehr viel von dem Reiz verlieren, den sie augenblicklich für die Konserva- tiven noch hat.
Ja, man könnte die Frage aufwerfen, ob überhaupt der verfassunggebende Reichstag richttg gehandelt habe, als er für den Reichspräsidenten die großmächtige Wahl durch ein allgemeines Volks- votum vorschrieb. Soll auf diesen Posten ein Mann des klugen Ausgleichs berufen werden, so kann die erfahrene, geschickte und charakterfeste Persönlichkeit eher vom Reichstage selbst, als von der Masse der Urwähler aufgefunden werden. Die umständliche Volkswahl wcire freilich am Platze, wenn der Reichspräsident ein wirklich regierendes Staatsoberhaupt, eine Art Monarch auf siebenjähriger Frist fein sollte. Das paßt aber nicht in die gegenwärtige Verfassung und wird nur angestrebt von solchen Extremen, die auf einen neuen Umsturz spekulieren.
Trotzdem muß die Wiahl so durchgeführt werden, wie sie gesetzlich vorgeschrieben ist. Nur müssen wir dafür streben, daß die unvermeidliche Wahl- agitatton sich in heilsamen Schranken halte. Schon jetzt wurde die Frage aufgeworfen, ob der künfüge Reichspräsident aus den „bürgerüchen" Parteien stammen soll oder aus der „Arbeiterschaft"; das fall heißen: aus den sozialistischen Parteien. Aus diesem Spalt kann ein böses Gespenst hervorgehen, nämlich der alte Klassenkampf, dessen Ausschaltung sich die besten Männer Haden angelegen f®1" lassen. Der Gegensatz zwischen Bourgeoisie und Arbeiterklasse darf um keinen Preis wieder aufkommen. Auch die parteipolitischen Gegensätze tütfgebrängt61 Wahlagitation nach Möglichkeit zu-
Daraus ersieht man schon, daß die Sache in Ruh?« mit 9r_unb(id)€r Ueberlegung und mit ausreichender Zeit zur die Volksaufklärung erledigt werden mutz. Der Reichskanzler machte das Zu- yestandnw, das die Wahl „vordringlich" geworden £*•, foU _ 8as nicht bedeuten, daß sie
^tzt ubereut werden soll. Dazu liegt wirklich keine Veranlassung vor, da das Provisorium sich zu gut bewahrt hat, um nicht noch ein halbes oder auch ganzes Jahr weiter bestehen zu können. Erst vollen wir mal untere Tributpflicht, unsere Steuerreform und unsere Koalition in Ordnung bringen D-w sind die dringendsten Aufgaben Dann vollen wir in Gemächlichkeit an die Wahl des Reichspräsidenten Herangehen, die als Krönuna «es Wiederaufbaues £2 .' Frachten ist«
Ausfallend war, daß zu dem Kapitel „Kunst" eine Reche von Damen aus dem Hause der Abgeordneten das Wort ergriff. Dom Zentrum bestieg keiner die Redner- twune. Seine Hauptarbeit hatte cs in den Ausschuß- sißungen geleistet, wo der Abg. Dr. Heß sich als Bericht- evstalter durch seine Arbeit großes Verdienst erworben bat. Wie schon bemerkt, ging die Bera-ung rasch und schnell voustatten. Mit auffallender Einmütigkeit wurden die Auswüchse der Kunst, wie sie sich im Reigen- Prozeß und im Prozeß Gellt) d- Rheydt gezeigt hatten, verurteilt. Minister DSllh versicherte am Schluffe der Debatte, daß er den Anregungen aus den Ausschußützim- gen gern Rechnung tragen wolle.
«Dann ging man zur zweiten Beratung des Gesetzent- wurfes, zur Verstaatlichung der Polizei im r hein if ch-westfälisch en Industriegebiet über. Gegen die Stimmen der Kommunisten und Un- abhängigen wurde 6er Gesetzesantrag in zweiter und drit- trr Lesung, iitb zwar in der Ausschußsaffung, angenommen.
Da hiermit die Tagesordmmg erschöpft war, ging man jur Behandlung des Abschnittes „Höhere Lehranstalten, Provmztcrlfchulkolcgien, ‘Prüfung.Hinter und Turmo-sen" über und erledigte einen Teil dieses Abschnittes im Laufe der Nachmittagsstundon. 1
Dem Reichstag ist ein „Ueberbtitf über den Entwurf des Reichshaushallplanes 1922" zugegangen.
Danach betrug am 30. 9 21 die funbterte Schuld 73495164900 Mark; davon entfielen 57,3 Milliarden auf die 5 prozentigen Kriegsanleihen. Dmch unverzinsl. Schatzanweifungen waren an schwebender Schuld b:s zurn gleichen Termin 210408430300 Mk gemacht. Bewilligt waren Kredite im Betrage von 282457 293083 Mk. Rechnet man die weiteren Nachtragsbewilligungen für den Eiat von 1921, fotoie . _ . , die durch den Etat von 1920 angeforberten Summen
Der Reichstag erledigte in seiner Sitzung am Don« I hinzu, so ergibt sich ein Gesam«betrag der bisher be-- nerstag ohne Aussprache einige kleinere Vorlagen. Die I willigten und angeforderten schwebenden Kredite von ^tz°ntwurfe zur Vereinfachung de» AufgebotSver- I nicht weniger als 576851371541 Mk.; davon waren -ahrenS, be.r. die Aenderung der Gebührenordnung für I am 30. Sivtember 36644’911 241 „n.u nFr.„ Zeugen und Sachversiändigen wurden in zweiter und S w, imv w °''en
dritter Lesung angenommen, ebenso der Entwurf eines PlÄ E,at^ R.paralwns-
«chutzgeptzeS für die Posener Landschaft, welcher die 1 Etats 1922 enthalten.
Errichtung einer Trcuhandstelle Vorsicht. I ®,e "Niere Wahrung aus a >e, wenn diese 36ßV4 I
Dann setzte da» Haus die am Mittwoch begonnene I Milliarden bis Ende 1922 „flüssig" gemacht würden, I
zweite Lesung des Etats beim ReichSjustizeta t kann man sich vorstellen. Aber der Fehlbetrag de-
Der. Sozialdemokrat und frühere Bayerische RtparationshauShal'es ist ja bekanntlich eine von
whÄf’r?köen* ncnn-ÄatferSlantcm führte Bc den Zahlenooischristen des Londoner Ultimatums
Sten TcittS der w ± 1“"? *♦’ ausgehenden Fiktion. Selbst wenn man indes von
dringend die da?°ige Ncgung^er angeSSn »anze" NePara.ionsdefizit absieht ist die E.n- großen Juftizresorm. Ganz besonders betonte er die I 'Dt?lun9 ,öer schwebenden schuld im höchsten Maß I Niiwendigkeit einer baldigen Juftizreform für Bayern. • beang|trgenb. I
Diesen Ausführungen des sozialdemokratischen Redners traten der Abg. waruiuty tdcutschnationai) und Dr. ttahl (Deutsche Bolksp.) entgegen, die beide den Bor. Wurf der Parteilichkeit des Richterjtandes al» unbe- gründet und un berechtigt abwiesen. Dann kam der Herr Dr. Rosenfeld der Unabhängigen, der auch einmal ^ustizminister in P.eutzen war. ES ist selbstverständ- lich, baß der Herr Dr. Rosenfeld den Äbg. Hoffmann nach zeder Richtung hin zu übertrumpfen bemüht war Rnchsjustizminister DcR.dbruch, bekanntlich ein Mehr- heirSfoziaiist, äußert sich vor allem zu der von den Vorrednern geißelten Auslieferung der Mörder des spanischen Ministerpräsidenten Dato.
Darauf wird die Beratung des Justizetats abgebrochen. Angenommen wird noch das Gesetz über den Kassenbestanü der ReichSbank. . 'schung Freitag: Anfragen, Bekämpfung
der Gefchlechtskrauiheiten, Justizministerium.
PIUS XI. und die deutsche Ostmark.
SO^tttlSS. I Die Tatsache, baß ber neue Papst vor einiger Zeit
f. Das klkbeltrzeitgesetz. In der kommenden Woche Sumins in Warschau gewesen ist und baß ihn die Polen I werden die durch den Eisenbahnerftreik unterbrochenen I Esach für sich in Anspruch genommen haben, alS I Verhandlungen über ba@ Albeitszeitgesetz im Reichs- ob er ihre nationalistische Ziele begünstigte, ist von I verkehrSministeriuin mit den Spitzenorgantsationen der I bet akat';olischen Preffe vielfach baju benutzt worben, I Etsenvahnbeaniten und der Gewerkschaften wieder auf. I um ein Vorurte l aeaen ben Heiligen Vater im genommen worden. Inzwischen haben die einzelnen katholischen Deuischland hervorzutufern Nun vt aber I Verbände Stellung genommen und eine Reihe von Ab- I damalig- iPimtina .„x ■ «non
I änderungsanträgen sertiggestellt, die neue langwierige I s w am?-ve ™n tu? tl al,cV ,,m
I Berhandlunien nötig machen werden. | diplomailicher Vertreter des Heiligen Stuhles bei
• Das Reichsveesorgungsgrseh. Die Derhandlunoen I j o^imin un gLko m m i j j io n en in Al len» über die Abänderung des Reichsversorgungsgesetzes sind I üettt Und Marienwerder gewesen. Tie Polen jetzt abgeschloffen worden. Dfte Regierung sagte die I baden auch aus diesem Auftrag, den der Warschauer Berücksichtigung der Forderung der! Nuntius erhielt, einen großen Erfolg für sich machen Kriegsbeschädigten bezw. Kriegshinter- I wollen.
W,9,i“‘°9' |ür *’* »->»« Lt ber ÄligTÄn«“ & ----------— I schwierige Sendung durckgeführt hat. Chefredakteur ■AI* I e°rI Stephan, der Schriftleiter des Allensteiner
v'-t (El|C1tvÜ^nCtDCWCyMlt$. I Zenlrumsorgans, veröffentlicht über bieie Misiion des j Dir Reichsgewerkschafi beim Reichskanzler. I Kardinals Rattr in der.Germania" einen längeren.
Dee Berliner Lokalan.«iaer" teilt mit hnfc Aufsatz. Carl Stephan, ein Fuldaer Landsmann ffammiMinn un& 001 dem Kriege längere Zeit Mitglied der
beut sch-, ff H p nba hn'bc s ch a f t Redaktion der Fuldaer Zeitung, hat in der Ab-
wär ter ^nnn^rLf-rr <rfwnh hen I stimmungSperiode mit restlosem Eifer für die deutsche
i Ät eÄ ^komzler noch- Uad)e in der Ostmark durch Wort und Schrift ge. sem auch empfangen worden sei. Die OrgMistlüons- Nä^brobaü'e^^^^" ere’9R,ffc ou8 nac^ilec Pertreter bakn denum ferne »ermitt- * Aufsatz wird zunächst gesagt, daß man
nH°t rfi 6 D ertt r s m t n 61 -rL^ x I in Ostpreußen seinerzeit dem Besuch des Nuntius
'iH^iPmrnn tjr ,'ih I infolge ber polnischen Regie mit einem nötigetüttet«
StoTsuSgTS «Wngriret.» |.L ta
EsufsossiMg, daß der ganze 15»agenkomplex der Dis- I .Mit welchem Raffinement und mit welcher Rück» zipl:ni>erungM mit vorn dafür zustaiMgen Reichsver- I sichtsiosigkeit gegen den Nuntius selbst die Polen zu kchrsrnitrister besprochen werden müsse. Nach einer I Werke ringen, zeigt sein Besuch Ende Juni 1920 in den Mitteilung der Äeichsgawerkschast fall jedoch schließlich I beiden AbsiimmungSgcbieren östlich t>et Weichsel. Die die Aussprache mit dem Kanzler einen Ausweg qewigt I R"sc, die von der polnischen Konsularverrtclung in Haden, auf anderer DerhaMungsgrundlage die Richt- I Marienwerder und Allen,tein vorbereitet war, sollte linien juristisch ru klären. J 1 ben RunttuS möglichst gar nicht mit deut,chen Streiten
m.ien lu-lffil-Y zu klaren. in Berührung bringen. Trotzdem hat der Nuntius nicht
Die Nteivungsoerschirdenheiien im Dearntenbunb. | gezögei t, mit den deutschen Retchskommiffaren in di ckte Am ?O ^»rk'-rrr fn-nh »hw Sifeunr» hm. ffi r n a I Besprechungen einzuireren und auch dem Bischof von »nrlhnr.ff Ä?.» S » ®ro6= Ecmlmid, Dr. Augustinus Bludau, einen längeren o o r fta n d es be s deutsche n -Bea mtenbun - Besuch abzustatien. Das Bestreben, den Nuntius von ü e s statt, die sich mit der gruirdjatziieyon Aussprache I den Deutschen mö..liehst zu isolieren, trat besonders auf- über die letzten Er igwisie befaßj.1. Die Sitzung dauerte fällig während des Aufenthalts Msgr. Rattis in Allen, bis Mitternacht. Menne, der Vorfitzende der Reichs- I tlcm am 25. uns 26. Ium 1920 zutage. Der Nuntius gewerkschaft deutscher EisendahirbeamtM und -Anwärter, I ~atr P0" öe" ^®Ien nicht bei dem ersten katholischen —,—i - - — ■ 1 -■ — 1 Geistlich:» der etabt einquartiert worden, sondern in
einet Anstatt, deren Oberin von ben Polen für ihre Ideen in Anspruch genommen wurde ES beburfte; jedoch nur ber Aufklärung deS Nuntius durch den beut:eben ßauSäaia: dec stLuitaLL ua itn. i».