Fuldaer Zeitung
Druck der Fuldaer Aeilend rnckerei tu F«lL»
handel ML MMschsft
lohnender.
*
Die Prinzipien
Modehaus A. FROESE, FULDA 4 >
Gottesdlenftor-nung.
Katholischer Gottesdienst.
” Gegen rauhe aufgesprungene Haut ~
CREME MOUSON
vollkommensles Hautpflegemittel
gaben <Don' rund 1400 Abstimmungsberechtigten) 996 ihre Unterschrift ab für einen Anschluß an Bayern, . in 6 o n b b e t m 307 (332), in Stetten 169 (268) und j in Ursprinaen 185 (246). Dieses Ergebnis komm!
einer ziemlich unzweideutigen Absage an Thüringen gleich und bekundet den gesunden Sinn der Bevolke- runa für wirtschaftliche Notwendigkeiten, die heute das Wobl der Allgemeinheit. bestimmen und auch in dieser Angelegenheit in erster Linie maßgebend sein müssen.
Die Herren Bürqermeister der Landgemeinden wollen die Quittungen über das ihnen für ihre Gemeinden überwiesene Losholz ungesäumt der Oberförsterei zu- rücksenden, falls solches noch nicht geschehen sein sollte.
Fulda, den 9. Januar 1922.
Der Vorsitzende bee Kreisausschusses. Frhr. v. Gagem,
den die fangen Eheleute überrascht mit Dingen, die sie schon in mehreren Exemplaren haben, so daß sich an der einen Stelle des Haushalts die Sachen gegenseitig im Wege stehen, während an anderen Stellen arge Lücken klassen. Bei der Auswahl von Hochzeitsgeschenken muß man mindestens ebensoviel Umsicht entfalten, wie bei der Auswahl von Weihnachtsgeschenken. Aufs Geratewohl in aller Bequemlichkeit sich der Anstandspflicht zu erledigen, führt zu nichts Gutem. Erst überlegen und nachforschen, was für die Empfänger nützlich ist!
lind dann nicht glauben, daß nun alles abgemacht fei, wenn man sich den Mund nach dem Festgelage abgewischt hat. Wer an der Hochzeit teilgenommen hat, der soll auch der jungen Familie in der Tiefzeit Treue bewahrest. Ohne Zudringlichkeit, aber in freundlicher AusmerksEkeit und in steter Bereitschaft zur Hilfe, wenn solche am Platze ist. Das kostet keine großen Opfer, sondern nur etwas praktische Nächstenliebe in herzlicher Zusprache, in klugem Rat und in gelegentlicher Keiner Hilfeleistung.
Auf das Wohl der jungen Familie sein Glas zu feiten, ist leicht. Zu dem Wohl der jungen Familie etwas beizutragen, ist schon etwas schwerer, aber auch
meines Hauses, eine neue Saison nur mit frischer Ware zu beginnen, veranlassen mich, während des Inventur- und Saison- Ausverkaufes die vorhandenen Bestände unter allen Umständen zu räumen und werden sämtliche Modeware^ ab 18. Januar zu bedeutend herabgesetzten Preisen verkauft.
Dom 1. Januar d. 3. ab ist der IustizobersekretSr L ö h n e r t in Neuhof zum Amtsanwalt bei dem Amts, geeichte daselbst ernannt worden.
Fulda, den 9. Januar 1922.
Der Landrat: 3. B. Schuster.
() Osiheim. Die am Sonntag vom Ausschuß für die A n fch l u ß f r a g e vorgenommene Unterschriften»
Unpolitische Schlaufe.
Von Fritz Nienkemper.
Berlin, 12. Januar 1922.
Soll ich diese Woche als Hochzeitbitter kommen?
Heiraten ist gut und ein Hochzeitsftst ist erlaubt. Das lehrt uns der schöne Bericht über die Hochzeit von Kana in Galiläa. Es kommt nur darauf an, ob die Hochzeit so beschaffen ist, daß auch die heilige Fa- «ilie von Nazareth teilnehmen könnte.
Nun wollen wir noch einen Blick werfen auf die Vorgänge vor der Hochzeit.
Wenn die Ehen schlecht ausfallen tmb alle Glückwünsche am Hochzeitstage wirkungslos bleiben, so liegt das meistens an dem verfehlten Vorspiel.
Das Brautpaar hat sich verliebt und verlobt, ohne . sich gegenseitig richtig erkannt und abgeschätzt zu haben. Dfe Liebe mach blind- sagt das Sprichwort, und was blind mach, das ist keine richtige Liebe, sondern unvernünftige Leidenschaft. Ost ist es auch nicht einmal di« sog. Liebe, die auf den Irrweg führt, sondern eine falsche Derechmmg, eine Spekulatiott, materielle oder gesellschaftliche Vorteile.
Der Hochzeitstag ist doch für die Neuvermählten ein sehr heiliger Tag. Was morgens am Altäre begonnen hat, darf nicht abends mit Roheit überschüttet werden. Immer gemütlich, aber niemals anstößig!
*
Auf die Flut folgt die Ebbe. Hinter der festlichen Hochzeit kommt die Zett der sauren Arbest und m der Regel auch mancher Tag des Leidens.
Zur Hochzeit findet man leicht zahlreiche Gäste. Wer in der Tiefzeit, wenn die neue Familie Rat und Hilfe braucht, dann ist die Freundesschar sehr dünn geworden.
Die Hochzeitsgäste haben vielleicht em „Geschenk" eingebracht, und damit glauben die meisten, sich losgekauft zu haben. Heber die Hochzeitsgeschenke könnte man noch ein besonderes Kapitel schreiben. Häufig sind da unpraktische Sachen zusammengerafft, und ost wer-
Markte.
)( Hulda, 14. Jan. Auf dem heutigen Schwein e- markt waren 83 Ferkel aufgetrieben. Die Preise waren 350, 150 und 55i> Mark.
fpd Frankfurt 7»., 12. Ian. Der heutige Dieh- markt zeigte folgenden Auftrieb: 13 Ochsen, 3 Süllen, 93 Färsen und Kühe, 1068 Kälber, 687 Schafe und 279 Schweine. Es wurden bezahlt für einen Zentner Lebendgewicht Kälber: feinste Mostkälber 1200 bis 1350 Mark, mittlere Mast- und beste Saugkälber 1100—1200 Mark, geringere 1000—1075 Mk., geringe Saugkälber 625—800 Mk. Mastlämmer und Masthammel 750—850 Mark, geringere Masthammel und Schafe 650—750 Mk., mästia genährte Hammel und Schafe 500—600 Mk., Schweine vollfleischige unter 80 Kgr. 1400—1600 Mark über 80 Kgr. 1600—1750 Mk. Der Markt wurde bei lebhaftem Handel in allen Viehgattungen ausver- kaust. ____
Zur Ehr und wehr.
Unter dieser Ueberschrift veröffentlicht anläßlich der Dibelversammlung des Kath. Lehrerverban- desProvinzWestfalen, die Nr. von der „Päd. Woche" ein Stück Vereinsgeschichte, welches verdient, wett über Lehrerkroifen hinaus beachtet zu werden. Es wird darin gezeigt, unter welchen enormen Schwierig- teiten der heute so blühende Katholische Lehrerverband und der Karh. Lehrerverein Westfalen noch unter dem Eindruck der letzten Kulturkampfswehen geboren wurden. Die Veröffentlichung ist gerade jetzt so zeitgemäß, weil in ihr auch der beider so früh dahingeschiedene langjährige Vorsitzende des Kath. Lehreroerbandes, Herr Regierungs- und Schulrat Kamp, der der Versammlung am 28. und 29. Dezember noch beiwohnte, eine besondere Würdigung erfährt. Es heißt do:
„Beide — Verband und Provinzialverein — erblickten das Licht der Welt in einer Zeit, in der man es stark in Zwelifel zog, daß wir als kalhol. Lehrer vor der Weit überhaupt die Berechtigung haben, uns zu einem konfessionellen Verein zusammen- zuschließen; darum haben Vater und Sohn zuerst einen harten KampfumsDaseinzu führen gehabt. Wohl wäre es für die Stoßkraft des Lehrerstvndes besser gewesen, wenn wir alle uns in der einzig' damals existierenden Lchrerveredrigung, dem Deutschen bzw. Preußischen Lehrerverein, hätten zusammen finden können. Doch es war nicht unsere Schuld, daß wir 1890 unsere eigenen Wege gingen. Der Deutsche Lehrer- oerein hatte sich der neuheidmschen Weltanschauung so verschrieben, daß er den dogmenlosen Religionsunterricht aus der Schüfe zu Gunsten eines allgemeinen Moralunterrichts verbannen und den Weg zur konfessionslosen Schule durch die Simultan! chulc bahnen wollte. Das war eine schmachvolle Rücksichrslosigkeit gegen unsere konsessionelfe Ueberzeugung, der wir nur mit einem Sonderzusammenschluß antworten konnten.
Der Gesamtverband war im August 1890 gegründet, innerhalb unserer Provinz bestand bereits hier und da ein katholischer Orts-Lehververein. Es kam Ostern 1891 ins Land. Dem „kleinen" Hallermann funkelten die Augen, als er im Hotel Kluren zu Werl fast 150 Lehrer um sich sah. Er hatte wohl am meisten Anlaß zu diesem exoffiziellcn Appell gegeben. Sollte es was werden? Der Westsafe ist schwerfAlig, zurückhaltend. Daher hier und da ein Zuruf: „Abwarten!" Dem „Kleinen" zuckte es um den Mundwinkel; er faßte zum ersten Male kräftig zu. Das wurde die Geburtsstunde unseres Vereins. Und nun der Bannerträger! Da reckte sich aus der Mitte der Versammlung ein Mann, der wie ein Saul die Völker um eine Kopflänge an Körper und Geist überragte. Es war unser K a m p, der nun seinen Freund Hallermann, mtt dem er in stillen Beratungen längst eins geworden war, auf den DereinsschiD hob. Dem „Kleinen" wurde es wohl weiß um dfe Nase; doch ein Blick in das Auge seines Freundes und — er entrollte mutig die Fahne, auf die der Verein als Devise schrieb: „Hebung der Schule nach Öen Grundsätzen der katholischen Kirche, Förderung der Jstercflen tes Lehrerstandes."
Die Siebenzahl, die mutig sich als ersten Verstand gmvpierte, wöge hier auch an erster Stelle ihre Auf- «ichmmg finden: Hailermantz-Werl, 1. Vorsitzender, Knoche-H-'rdringen, 2. Vorsitzender, Kamp-Bochum, 1. Schriftführer, Hoischen-Werl, 2. Schriftführer, Stock- mann-Münster, Rechnungsführer, Hüttemann-Hachm und Metzger-Neheim, Beisitzer.
Nur 6 Ortsoereine mit etwa 70 Mitgliedern bildeten den Grundstock. „Es lag kalter Winterreif aus dem Derbonoe," bemerkte zutreffend ter anw-csenoc Semi» mrdireklor R'gettt-Metz — ein Werler Kind —, fügte iröes verheißend hinzu: „Es muß doch Frühling wer-
Auswahl. Dfe ganze Veranstaltung mutz darauf zu- geschnitten sein, daß die Leute mit dem jungen Paar in Gemüttichkett zusammensitzen und sich herzlich miteinander freuen über den Zuwachs an Familienglück.
Ist alles auf den Grundton ter Gemüttichkeit gestimmt, so bfeibt auch die, Mäßigkeit gewahrt. Was man in unserem alten Katechismus recht dvttlich und derb als „Fraß und Völlsrci" bezeichnet, wird dann ausgeschlossen jein, da es die Gastgeber nicht aus ter« artige Versuchungen anfegen und die Gäste sich bewußt bleiben, was sie dem guten Geist des Hauses schuldig sind.
Ente gut, alles gut. Das gilt von einem Hoch- jeitsfqt ganz besonders. Wer die fetzten Gäste bei dem Kehraus betrachtet, kann fein Urteil über den Verlauf cckgeben.
einer Direktive in dieser Beziehung bedürfe, seine heutige Erklärung Direktive genug sei".
Und erhobenen Hauptes traten nun die Mitglieder zu einer äußerst glänzenden Versammlung in ter Hauptstadt Westfalens Ostern 1893 zusammen." —
Es würde zu wett führen, all die Verdächtigungen, Schikanen und Nichtachtung hier auch nur skizzenhaft an^ugeten. Es war halt die Zeit, in ter vom Liberalismus das Wort geprägt wurde, „es ist eine Lust, zu leben." So blieben z. B. Ergebenheitstelegramme des Vereins an den Kultusminister unbeantwortet zur .Hauptversammlung 1890 erschien der Oberbürgermeister von Bochum im Auftrag der Kgl. Regierung, außerdem ter Polizciinspektor von Bochum und der städt. Stenograph, letzter zur amtlichen Aufnahme der Verhandlungen. Wähnend derselbe Oberbürgermeister stadtamt- lich den liberalen Lehrerverein bei desien Feier in den höchsten Tönen lobte und dem Kath. Lehrerverein mit einer oornchnten Geste die Existenzberechtigung absprach, schickte er dem Kath. Lchrerverein zu seiner Versammlung einen politischen Kommissar, den sich jedoch der Vorsitzende unter Hinweis auf eine' Beschwerte hei der Regierung und dem Minister verbat.
Ein Trost war es, daß in jenen schweren Tagen die kath. Bürgerschaft treu zur Sache der Lehrer hielt.
Pfingsten 1922 begeht ter älteste katholische Lehrer- vevein Deutschlands, ter kathol. Lehrerverein im Regierungsbezirk Kassel (Sitz FuDa) sein goldenes Jubiläum. Als Ort der Iubel- verfammlung wurde unsere altehrwürdige Bonisalius- stadt gewählt. Gcichzeitlg wird dem Verein zu Ehren auf feine Einladung ter Kath. Lehrerverband für das deutsche Reich fper tagen. Dfe füh-
Cs war eine große Hochzeit, dfe da zu Kana ver- anstaltet wurde. Die Einladungen gingen bis nach Aazarelh hin, das doch ungefähr 50 Kilometer entfernt leg, und es war ein berufener Speifemeifter tätig zu gehöriger Verpflegung der Gäste. Das hat gewiß den Amtes- und VermögensverhAtnisien ter Brautleute und ihrer Eltern entsprochen. Auch wohl den Zeft- oerhältnissen. Bei dem Mangel an regelmäßigen Ver- kchrsmitteln waren damals solche Familienfeste sehr greignet, um den Zusammenhang zwischen den SBer» wandten und Freunden in den verschiedenen Orten aufrecht zu erhalten. In dieser Hinsicht kamt auch heut- zfeage eine „große" Hochzeit noch ihren sozialen upb wirtschaftlichen Nutzen haben, namenÄich unter ter zerstreuten ländlichen Bevölkerung. Aber daraus möcht ich nicht dfe Folgerung ziehen, daß mm feter Brautvater, der es dazu hat, die Hochzeit ins großartige austehnen soll. Es kommt, wie gesagt, auch auf die Zätverhältnisie an, und die mahnen jetzt zur Einfachheit und zur Sparsamkeit.
Wer den Plan zu einer guten Hochgeitsfeier machen wll» jage zuvor alle Gelüste von Prahlerei und Protzevü am feinem Kopfe heraus. Standesgemäß? 3a, aber in ter etwas weniger, als etwas mehr. Rach altem Brauch? Das landesübliche Herkommen verdient ge- ffltj Berücksichtigung, doch bei den mißlichen Zeiten ist eine gewisse Einschränkung sehr angebracht. Die Hast der Gäste ist nicht so wesentlich, wie die richtige
Amtliche Anzeigen.
Rach 8 2 des Gesetzes über VersicherungspsNchl, Der- jicheruugsberechtigung, Gnmdlshoe in der krunkenoerstch» ning t>»m 28. Dezember 1921 (Reichsgesetzblatt 1922 6. 5) kann, wer während der Zeit seit dem 10. Mai 1926 wegen Ueberschreitens der Verdienstgrenze von fünfzehn, tausend Mark aus seiner Krankenkasse oder knappschafb lichen Krankenkasse ausgeschieden ist, bei dieser Kaffe bis zum 12. Februar d. 3. die Wiederaufnahme als Mitglied beantragen, sofern er beim Ausscheiden zur Weiterversicherung berechtigt war und nicht wieder verstcherungspflichtig geworden ist. Die Kasse kann den Berechtigten, wenn er sich zum Beitritt meldet, ärztlich untersuchen lassen. Eine Erkrankung, die beim Wiedereintritt bereits besteht, begründet für diese Krankheit keinen Anspruch auf Kassenleistung.
Bei Beginn oder während der Dauer der Weiter, versicheruna kann das Mitglied entsprechend seinen Ein. kommensoerhältniffen seine Versetzung m eine niedere Klasse oder Stufe beantragen. Der Kaffenvorstand kann die Versetzung des Weiterversicherten in eine höhen Klaffe ober Stufe auch ohne seine Zustimmung anort), nen, wenn dessen Beiträge in erheblichem Mißverhältnisse zu seinem Gesamteinkommen und zu den ihm im Krankheitsfälle zu gewährenden Kaffenleistungen stehen. Gegen die Ablehnung des Antrags oder gegen die An- ordnung des Borftandes steht dem Mitalied binnen einem Monat die Beschwerde an das Dersicherungsamt zu; dieses entscheidet endgültig.
Auf Bersicherungssälle, die bereits eingetreten sind, bleibt die Aenderung der Mitgliederklasse oder Lohn- stufe bei der Weiterversicherung ohne Einfluß.
Die Einkommensgrenze für die Versicherung» berechtigung bei der Krankenversicherung ist von 2500 Mk. auf 40 000 Mk. erhöht worden.
Fulda, den 11. Januar 1922.
versichenmgsamt. Frh. von Gagern.
Die .Hochzeit ist ein Probestück. Es wird nicht bloß ? t Klugheit ter Gastgeber ausprobiert, sondern auch vfe Tugend ter Gäste. Wer nicht genug Take und Selbstbeherrschung besitzt, ter melde sich lieber krank und bleibe zu Hause, statt auf dem Feste Aergernis zu geben.
Sonntag, 15» Januar 1923.
Friedrichstrasse 12 und
Schmiedgasse 3, 5 u. 7.
Wenn die Eheschließung zu solchen tetenklicherr Zwecken mißbraucht wird, so sollte man lieber von ter Teilnahme an ter Hochzeit sich drücken. Das kann keine gemütliche Hochzeit geben., geschweige denn ein Seitenstück zur Hochzeit von Kana. Doch ist es selbstverständliche Christenpflicht, erst genau zu prüfen, ob wirklich eine Schuld vorliegt. Richtet nicht voreilig, damit ihr nicht gerichtet wertet!
Die Lerantworttichkeit für eine verderbliche Liebelei fällt zumeist auf die Ettern der beiden jungen Leute. Die muffen die Augen offen halten, um rechtzeitig zu merken, wenn die Kinder sich verirren wollen, und das gefährliche Feuerchen im Keime ersticken. Sie können wich positive Vorsichtsmaßregeln treffen, intern sie den jungen Leuten Gelegenheit geben, eine geeignete Lebensgefährtin kennen zu lernen. Zu solchen Heirats- Vermittlungen gehört aber viel Takt und Geschick; sonst kann ter gute Wille schlecht ausschlagen.
Sehr wesentlich ist es, daß man den jungen Leuten, sobald sie in die Jahre ter „Bekanntschaften" kam- men, in den Kopf und in das Herz einbläut: Bedenke das Ente! Das heißt: Laß dich auf eine „Bekanntschaft" ober ein „Verhältnis" in keiner Weise ein, wen» du nicht m allem Ernste abgewogen hast, ob das am Traualtar dann den richtigen Abschluß finden kann. Wer
den Traualtar immer im Auge hat, wird sich dreimal bedenken, ehe er sich auf das einläßt, n»as zu einer gemischten Ehe oder zu einer sonstigen Ehe mit schweren Hindernissen und Aergerniffen führen würde.
„Ich soll mit der betreffenden Persönlichkeit nicht bloß durch den Ballsaal walzen, auch nicht bloß durch den Lebensfrühling tanzen, sondern mit ihr zum Traualtar schreiten und mit chr oben an der Hoch-eitstafet sitzen. Wie wird das gehen?"
Das ist ein heilsamer Gedanke, den das junge Menschenkind immer bereit halten sollte, wie eine Hand- liche Feuerspritze beim Auflotern einer gefährliches Flamme.
reuten kath. Männer auf dem Gebiet der Schule werten sich hier ein Stelldichein geben. Schmerzlich vermißt werden wttd der Ehrenvorsitzende des Verbautes, unser Altmeister Kamp, ter sich aus die Fuldaer Tagung so sehr gesamt hatte.
Die kalholif-te Bürgerschaft Fuldas wird denn wohl gerne ihre altgewohnte Gastlichkeit bei dem zahlreichen Besuch betätigen und durch ihr Sntereffe an den geplanten Veranstaltungen beweisen, daß sie die Treue, die die katholische Lehrerschaft dem katholischen Volke gegenüber zeigte mit derselben Treue zu erntete™ weiß. a
Km Zsisa Md Umgebung
- Rückkauk deutscher Dampfer durch Sünnes. Die Stinnes-Gesellschaft für Seeschiffahrt und Ueberseehan- del hat die früheren deutschen Paffaqierdampfer „Pro- feffor Woennann" (6160 To. Tragfähigkeit) und „Bahia Castillo" (11790 To. Tragfähigkeit) in England zuruck- gekauft. Sie werden in Zukunft unter den Namen „Emil Waqenknecht" und „San Martin" fahren. Drei für die gleiche Reederei zurzeit auf der Reichswerft m Wil- helmsbaoen im Bau befindliche Dampfer von ;e 8800 To. Tragfähigkeit werden die Namen „Emil Kirdorfs, „Karl Legien" und „Adolf von Bayer" erhalten.
5,6, 6Vi u. 7 M., 8 BruderschaftSm. m. Pr., 9 Hochamt, m. Pr^ nachmitt. 2 Pr. u. And. f. d. Terz. Papst!» Segen.
Evangelischer Gottesdienst.
Sonntag, 15. Januar. Fulda. Bormittag» 9V* * Pfarrer Weber, vorm. 11 Uhr Kindergottesdienst, nach«. 2 Sup. Ruhl. — Bieberstein. Vorm. 9 Pfarrer Reich
Mittwoch, 18. Januar. Fulda. Abend» 8 Bibel, stunde (Gemeindehaus).
Svangel. landerkirchl. Semeinfchast, Zulda, vutttarstr. H
Sonntag, 15. Januar. Abends 8Evangelisation.— Dienstag abends 8 Bibelstunde (Pfarrer Weber). — Freitag abends 8 Bibel- und Gebetstunde.
ten". Und es wurde Frühling. Die warme Sommer- forure 1891 schien ten katholischen Lehrern Westfalens warm ins Herz, und als Ostern 1892 die erste große Heerschau in Neheim kam, hatten sich bereits 658 Lehrer in 32 Ortsvereinen um das neue Banner geschart.
Schulter an Schulter wurde ter Kampf um die Eristenzberechttgung des Vereins ausgenommen; denn der Feinde m ter liberalen Fach- und Tagespreise waren viele. Am wirksamsten nach oben war die Verdächtigung ter unpatriotischen, besser gesagt, antipreußischen Gesinnung in unserem Verein, so wirksam, daß Führer und MitAieter mehrfach von feiten ihrer Vorgesetzten zur Deraniwortung gezogen und die Tagungen unter Polizeiaufsicht gestellt wurden. Die Schmähtttel: Römlinge. Finsterlinge, klerikale Gefolgschaft, zeigen zur Genüge, mit welchen Mitteln man im - üie a»|uuuin>«#v .............
eigenen Lager zu wühlen versuchte. Doch es fei hier i fammlung hatte säendes Ergebnis In Ost heim Mgestellch daß der Vorstand und seine Gefolgschaft bei s “"1‘“ 9fMf,mmun0Sberecbtiaten) 996
aller Sympathie und Unterstützung, deren sich ter Der- - ein von ter Seite der kirchlichen Vertretung erfreute, 1 doch seine Selbständigkeit zu wahren wußte, als er auf ten gewiß wohlgemeinten Wunsch unseres Bischoss hin, auch ten Geistlichen die Mitgliedschaft zu ermöglichen. erklärte, daß Geistliche nur dann als Mitglieder des Prvvinzialoereins gelten könnten. we:m sie haupt- amttich ihre unterrichtliche Tätigkeit ausübten.
Die Anfeindungen verloren erst dann ihre Schärfe, als der Landtagsabg. Freiher roon Heevemann-Münster in smsr Interpellation am 22. Februar 1893 von unserem Stockmann angeregt — dem Kultus- Minister Dr. Bosse die Erwägung anheim gab, „ob er es nicht für geeignet hielte, für die Chorden e.ne gewisse Direktive zu geben, daß dieser &rein an sich erlaubte Tendenzen verfolge und es nicht gestaltet fei, ten Lehrern wegen ihres Eintritts in denselben irgend eine Beschwerde zu machen oder irgend einen Nachte-l zuzuführen", woraus der Kuttusminiister nicht umhin konnte zu erklären, „daß er ausdrücklich anerkenne, daß, was ten evangelischen Lehrern recht ist, für die katholischen Lehner billig sein muffe . . . und wenn es
Sonntaa, 15. Januar. Dom. (Diözesan-Monats- kollekte.) Vi6/ 6, '/-7 u. 7 3>iM 8 Pfarramt m. Umg. Pr. u. Segen, V«10 Kathedralamt u. Pr., 11 Chr. f. d. Jüngl., V.12 M. u. Pr., >/»2 And., 2 Christenlehre für d. Jungfr., 4 Sakramentsbruderschaft m. Pred. u. ©eg., 7 And. in der Marienkapelle, Montag 5 Rosenkranz m. Segen. — Stadtpsarrkirche. ’/<6 u. */«7 M., 8 Uhr erster Schulgotresdienst m. Pr., V.IO Hochamt m. Pr., 11 zweiter Schulgottesdiensi m. Predigt. *)i2 Uhr Ehr., — V«3 Sakraments-Bruderschaft; von */i6 ab wird jede halbe Stunde die hl. Kommunion ausgeteilt. Am Sonntag gehen die Jünglinge zu den hl. Sakramenten. Beichtgelegenheit wie gewöhnlich. — Pfarrkirche zum hl. Geist. */«7 hl. Komm., 7 Früdm., 8 Pr. u. Amt m. Kom.» Vi5 Chr., 5 A. — Severikirche. Sonntags und werktags */»7 M. — Herz-Jefu-Heim. 8 Hochamt m. Pr., nachm. 2 A. (Mittwoch abends 8 81.)— Frauenberg