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Fuld aer Zeitung

Amtlicher Anzeiger für den Kreis und die Stadt Aulda.

Nr. 9

Freitag, 13. Januar 1922.

England an

es darüber

icn teile, lln«

Die konservativen Tuertrelber,

Genna.

.Uebrigens', fügte

dessen der An ohne den Geist,

Dann richtete er Größe auf und sagte Bub»! Deine Mutter

.Sber wie konnten Sie basl* rief sie erschrocken.

.Hätte ich es nicht tun dürfens" fragte er und be­trachtete sie mit innigem Ernst. .Don Ihnen aus nicht tun dürfen, Fräulein Gretchen?"

^Sle wissen, ich bin Ihnen gutl antwortete sie schlicht. .Al er Sie sollen sich nicht an unsere Familie fesseln! Sie sind jung und haben die Welt vor sich die weite, gesunde und freie Welt . . . diese Welt hier ist eng, un- frei und faul im Innersten!"

.Eben deshalb tat ich es fak" erwiderte er mit gro­ßer Wärme und streckte ihr die Hand entgegen. .Tat es zunächst vergeblich Aber Sie sollen trotzdem noch mit mir hinaus in jene andere gesunde freie Welt und fort von hier, wo Gespenster umgehen, die ich zwar nur ahne und noch nie gesehen habe. Ich habe jedoch im Laufe der Jahre genug beobachtet, um zu wissen, daß Ihre brave Mutter die einzige ist, der Herzensgüte und Aufrichtigkeit hier im Hause wirklich aus der Seele kom­men!"

»Die Aermste!" sagte Gretchen still. »Mir bangt vor der Stunde, in der sie aus all dem Elückstraum ihres Lebens erwachen wird. Möchte es nie fein müsseut"

welcher die Mtttel dazu oorzeichnet. lgez.) Raimond Poincars.

sich zu seiner ganzen eleganten kalt und mit Würde: .Dummer weiß, was sie von mir zu hatten

ablegen:3d) habe eben Ihren Herrn Dater um Ihre I 9en SQU- daß er sich nie erfüllen dürste."

j)anb gebeten!" | .Nie erfüllen dürfte?" wiederholte er beinahe er­

schrocken.Zum Entsagen, meine ich, wäre die Sache denn doch nicht angetan. Die volle ganze Neigung zweier junger Menschen zueinander sollte gar nie ans Entsagen denken, Fräulein Gretchen! Sollte, wie ich es empfinde, gar nie ans Entsagen denken können!"

Aber ich meins ja doch gar nicht so!" sagte sein Sohn eingeschüchtert.Ich wollte ja nur Mam sagen, sie möchte sich meinen gestrengen verflossenen Herrn Präzeptor drüben einmal ansehen: Er scheint ja, seit- dem er nicht mehr die ehrenvolle und unfruchtbare Aus- gäbe hat, mich in die toten Sprachen einzuführen, mehr

Verautwortlich iin den ceoautonetien Teil t. Du A. Weßler, ~ °te Anzeigen: A Parzeller-Fulda. =

RotaNonsdrucku. Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda, ieernwrecher Nr. 8. Telegr.-Adreffe: Fuldaer Zeitung.

Mit einem raschen Ruck entwand sich ihm sein Sohn geschnreldig.

Bist Du aber fett einiger Zeit nervös, Papa!" sagte er hochroten Gesichts in schmollendem Trotz. .Sonst hast Du entschieden mehr Spaß verstandeni Du brauchst übrigens nicht so mit mir zu fein: Wenn Mama wüßte, was ich gestern von Dir gehört hab» . . . ."

Einen Augenblick schien sich sein Later abermals auf ihn stürzen zu wollen.

Cannes.

Line französische Mlmsterkrlfir?

4. der zwischen Frankreich und England diskutterte

er drohend bei,wenn Du Dein loses Mundwerk nicht besser zügelst, fliegst du mit Räch- stem auf die Straße, bann wirst Du Deine besten Tage gehabt haben und kannst Steine klopfen!"

Pakt muß vollkommen die Garantien, die Aus» führungsmittel und die Pfänder, die Frankreich aus den Verträgen empfangen hat, bestätigen und ihm für Ge­genwart und zusagen. Der Ausschuß ist infolge» nichts verwirklicht werden kann

wtb Paris, 13. Jan. (Haoas.) Der Vorsitzende der republikanischen Gruppe, George Bureau, hat tot den Ministerpräsidenten folgendes Telegramm gesandt: Die Leitung der republikanischen Kam­mergruppe hat sich mit den Nachrichten beschäftigt, me aus Cannes kommen und wünscht. Ihnen im Namen ihrer 240 Mitglieder mitzuteilen, daß die Grupps bei der gestrigen Vollversammlung eine Tagesordnung annahm, in der sie den Willen aus- tzmcht, oh ne Säumen die Eintreibung ^orderung an . Sie

Briand in der Reparationsfrage in eine Ermäßigung der französischen Ansprüche eingewil­ligt habe, auf einem Irrtum. Kompliziert wird die Lage allerdings durch die starke Unzufrie­denheit, die in den politischen Kreisen wie in der öffentlichen Meinung Frankreichs über die von > den Abschluß eines Garantiever-

Krife in

Eilige Abreise Vriandr.

/ Der Ministerrat ist Mittwoch vormittag im Eli- Ae unter dem Vorsitz von Miller and zu einer sÄtzung zusammeugetreten. Der Ministerrat hat Jte Beratungen über die Verhandlungen von Can- lies fortgesetzt, über die Ministerpräsident Briand dienstag abend telegraphisch seinen Kollegen einige »eitere Mitteilungen hatte zukommen lassen. Der Rinisterrat hat die Antwort redigiert, die unver- äiglich dem Ministerpräsidenten zugehen soll.

DieLiberte" berichtet, es scheine, daß man in fer gestrigen Ministerratssitzung, in der Lräsldent Millerand persönsich interveniert habe, sich über folgende Grundlagen geeinigt habe: ? t keine Herabsetzung der SchuDforbemng zu- Massen, 2. nicht auf die Besetzung des linken !«heinufers zu verzichten und 3. alle Rechte Frank- Mhs auf wirtschaftliche und militärische Sanktionen aufrecht zu erhallen, wenn die Umstände es «forderten. Sn diesem Sinne sei ein langes Tele­gramm an Briand abgegangtn.

> I Auch tn Amerika scheint man geneigt zu sein, . I an der Konferenz in Genua tätigen Anteil nehmen zu tert frais über mu&* I ®°J£en- Der Präsiden« Harbin« hat mit Hughes und

u.m noch recht- anderen Persönlichkeiten schon darüber B.'rhandlungeir . I gepflogen. Daß Deutschland der Einladung Folge '"sten wird, ist selbstverständlich. Man nimmt art, ________ I etwa 2000 Delegierte und Sachverständige aöer;

stellte sich England auf den

- wünscht, daß Frankreich biefi _________

al« worden ehe I te, Umständen hat sich die Lage ein wenig zu- imon« narfi Pnn 0CK&t. JunlSl England tn einem dem Vertragstext an. : «"hängten Memorandum Anspielung auf bie Unterfee.

Hamms eine bootfrage macht. Die Franzosen hegen die Befürchtung, tlgefunden. Aber | ba| die Verbindung aller dieser Fragen mit der bes -.träges zu mehreren Slenberungen des Verfall, ertrage» führen könnt«.

3e mehr die Aussicht sich bessert, daß Deutschland tfie Abordnung feine Entschlüsse, sondern nurMaterial" in Cannes eine gewisse Erleichterung erzielt, desto I zur Belehrung der Gegner hinüberbringen sollt«.

größer der Merger der Radikalen auf der Rechten. I Eine Beschuß fasiung der Regierung oder Wenn sie wirklich so dächten und handelten, wie sie sich I des Parlaments kann erst stattfinden, wenn wir er. nennen, nämlich deutsch-national, so müßten sie sich Herz- I fahren haben, was die Gegner bewilligen und was sie sich freuen über jeden Vorteil für das Vaterland. Aber I demgegenüber fordern wollen. Also nach Abschluß sie setzen ihre Partei über alles und keimen feine I der Konferenz von Cannes kann die parlamentarische größere Sorge, als daß zu Cannes etwas erreicht wer- I Behandlung einsetzen, und auch dann nur mit dem den könnte, wasdieser" Regterung als Erfolg ange» I Vorbehalt für die Einzelheiten, die noch auf der unge­rechnet würde. Das muß um jeden Preis verhütet I kündiOen größeren Wirtschaftskonferenz im Mürz ge-n werden. I regelt werden sollen.

Daher Me scharfe Hetze in der rechtsradikafen Presse I Am Freitag oder spätestens am Samstag wolle«! gegen Dr. Wirth und Dr. Rathen a u. Diese I die Herrschaften Cannes verlassen. Was hat es nun; Männer sollen dem Volke möglichst oerefell werden, ehe I für einen Sinn und Zweck, wenn die deutschnasion-ile' das Ergebnis von Cann» oorlfegt I Fraktion den förmlichen und feierlichen Antrag stellt.

Die Senatskommission für auswärtige Angelegenheiten hat unter dem Vorsitz von Senator Porncare eine Sitzung abgehalten. Nach ein­gehender Prüfung der Lage, die durch die Konfe­renz von Cannes geschaffen wurde, hat der Sins* ßhuß sich entschlossen, und zwar mit Einmütigkeit euer.25 Senatoren, folgendes Telegramm an den Mtnisternräsidenten Briand zu richten:

Der Senatsausschuß für auswärtige Angelegen- yerten hat auf Verlangen einer großen Anzahl sei- «er Mitglieder und mit Rücksicht auf das allge­meine Gefühl, das sich gestern in den Gruppen des Senats geltend gemacht hat. mich beauftragt. Ihnen nngir Kenntnis von der Tagesordnung zu geben, m der angeordnet wurde: Der Ausschuß ist der ansicht:

1. daß der wirtschaftliche und sinnnzielle Wieder- u Frankreichs eine wesentttche Bedingung es Wiederaufbaues Europas ist,

2. daß die Reparationen, auf die Frankreich »nwruch hat, unantastbar Reiben müssen, daß also »eder eine neue Reduktion noch eine Abänderung des Zahlungsplanes vom 5. Mal angenommen werden kann.

W auch unzulässig, die betgijche Priorität im minde­ren zu erschüttern,

3- Frankreich kann sich zu der geplanten interna- tonalen Wirtschaftskonferenz nur begeben, wnn es im voraus die effektive Versicherung erhält, daß to i e feine R e ch t e respektiert werden.

Vielleicht bin ich trotz des vielen Gee-einfamen, das wir haben, doch gerade in dem Punkte etwas anders ge­ortet als Sie!" entgegnete das Mädchen.Ich mag durch die jahrelange Beobachtung alles dessen fo geworden fein, was hier vorgeht. Es war ja all das schon nur cm langher vorbereitetes ununterbrochenes Entsagen auf gar vieles."

Er sah sie mit innigem Mitgefühl an.Es scheint also weit schwerer zu sein, als ich es mir vorgestellt, als ich es gefürchtet habe. Wollen Sie sich mir nicht an- vertrauen? Wollen Sie mir nicht, Fräulein Gretchen, ein Anrecht geben, mich Ihnen ganz nahe zu wissen. Indem Sie mir, wenn Sie das können einen Einblick in Ihr Leben hier gewähren, in Ihre Umgebung, die ich, wie gesagt, in iHv- Bedeutung bisher nur

geahnt habe!"

Briand ist am Mittwoch nachmittag 4 Uhr nach Paris ab gereist, nm feine Ministerkollegen über die Verhandlungen in Cannes zu unterrichten. Er wird am Donnerstag in derKammer sprechen und hofft am Freitag mittag wieder in Cannes zu sein.

«a6)- «nl*6 °uch Frau Eelstermami ihr für den lebendigeren Gedankenaustausch mit meinerUnd können denn wir," erwitetteUeiß^daw

Z » nn xJ SS *n SräUlCin 3 sch°är- nichts beitragen, wenn wir uns in der engsten Form

[pdter betrat ihr Marrn das men! I zusammenschtießen, die das Leben kennt?! Könnten mir

$ 9 unt> lei,e rokber I Sein Vater gab khm keine Antwort, sondern ging nicht ein eigenes reines Heim schaffen, in das wir fit

Cr schien noch eine Mitteilung beabsichtigt zu haben I nach feinem Geschäftszimmer im unteren Stockwerk. I hinüberretten, wenn sich hier die Verhältnisse so ver-

mid hielt einen Augenblick wie unschlüssig, als er bas I . .. Dr. Weiß war auf seinem Besuch bei ©elfter- I dichten, daß Gefahr bestünde, ihre Seelenruhe ernstlich

Zimmer leer fand. . . t I mann, den er diesem im Prioatkontor abgestattet, nach I 3» beeinträchtigen?"

mit ^entgen raschen Schritten auf den | der Familienwohnung hinaufgegangen und hatte dort | fassen Sie das zunächst meine Sorge sein!" ans-

h 'S?unb no^m einen kleinen Schlüssel aus I die beiden Geschwister angettofsen. Alfred entfernte sich I wartete das Mädchen schlicht.Fassen Sie mein Wort ° «Westentasche. j. I nach einem kurzen, etwas oberflächlichen Gruß. I nicht als hochmütige Ablehnung Ihrer Hilfe, Ihrer red.

Wie er diesen anstecken wollte, öffnete sich die Tür, ICEr dankt Ihnen die viele Mühe mit Ungnade, sagte | li$en und treuen Freundschaft auf, von der ich übet.

nnd ein bildschöner junger Mensch trat eilig ein. I Gretchen Selstermann zu dem Besucher und bot blefem I Zeugt bin."

,, "^Papa- Du da?" lachte'er leichtfertig.Gib Dir I freundlich mU leisem Erröten Hand. IOhl" setzte sie lesser und mtt einem versonnenen

tetne Mühe, Du bringst ihn nicht auf ich Habs auch I Er sah dem ernsten schönen Mädchen lächelnd inTiie I Blick in bie Ferne bei.Ich bekenne es gern, daß der

.probiert Mama hat ein verdammt sicheres I Augen.Das berührt mich nicht!" entgegnete er.Am I Gedanke an Sie, der Gedanke an ein Heim, wie Sie es

Dyrotz! ,4 I wenigstens in diesem Augenblick. Meine Gedanken sind andeuten, seit langem mein eigener stiller Traum war

Elender Bursche!" rief Selstermann und hatte im I mit einer ganz anderen, für mich lebenswichtigen Ange. I und ist und dieser Traum auch bleiben wird, bis er

nächsten Augenblick den jungen Menschen mit nerviger I legenheit beschäftigt. Ich muß Ihnen ein Geständnis Ml erfüllen kann bleiben würde auch in dem traun-

Faust an der Gurgel gefaßt. I ablegen:Ich habe eben Ihren Herrn Dater um Ihre I 9en Fall, daß er sich nie erfüllen dürfte."

»er französischen Forderung Deutschland durchgeführt zu sehen. kann Ihnen die Versicherung geben, daß die Kam- ter niemals die neuen Konzessionen bestätigen »ird, auch nicht in der Form eines Moratoriums tuf Kosten Frankreichs ober feines edlen Verbün­deten Belgien und daß sie kein Projekt eines fron» rösisch-englischen Bündnisses, so nützlich es auch jeder tnberen Nation sein könnte, irgend einen Verzicht m der Reparationsfrage oder ein Verzicht auf irgendwelche Garantien, die in dem Vertrag be­gründet sind, insbesondere bezüglich der territoria­len Sicherheit, als Bedingungen fordern wird. (S63.) George Bureau.

Der Sonderberichterstatter der Agenttir Havas f» Cannes schreibt, es liege auf der Hand, daß Belgien) welches mit Frankreich bereits durch ein Defensioabkom- men verbunden ist, auch zum Beitritt zu dem franzö­sisch-englischen Garantievertrag aufgefordert werde. Da dieser Vertrag jedoch ausschließlich den Zweck verfolge^ Frankreich gegen jeden nichtprooozierten deutschen An­griff zu sichern, könne er kaum Anwendung auf Polen finden, da dies mit Frankreich eine Militär.' konvention ähnlich der französisch - belgischen bereits unterzeichnet hat. Der territoriale Besitzstand Polens werde jedoch durch einen zweiten Vertrag allgemeiner Art garantiert werden, mittels dessen sich besteht darin, daß das I ni^a?zu°gretf^^ ""pflichten würden, sich gegenseitig, m Die englische Abordnung in Cannes hat bet*

nJ8PMten die Vorschläge für den ab z u->

Srohbaufmanit Selstermann.

von Wilhelm Herbert, München.

3] ----------------- '

SBenn er erst mir gegenüber fest auf dem Drehstuhl W und einen tieferen Einblick in das Geschäft gewinnt, wi:d er die Zusammenhänge erfassen und einmal ein «u<?ttger Chef und Nachfolger werden. Vorerst eilt das woes ja noch nicht. Eine gewisse Großzügigkeit sehe »to ganz gern bei ihm. Wer befehlen will, darf nicht kleinlich fein.

Eber um auf die andere Sache zurückzukommen: Dr. xiJ011 n^t 3m Spion gemacht werden. Davor schützt w» übrigens fein eigener Charakter. Aber er ist wr Mann dazu, unauffällig und klug zu beobachten, was zu beobachten ist. Wenn er hinter das Geheimnis Deiees Schreibtisches kommt und er wird sicher mit toter Stift und Liebe barangeben haben wir cs :m* toer in der Hand, zu tun, was wir für gut finden. Seirer Diskretion bin ich mir sicher und werde sie mir übrigens ausdrücklich garantieren lassen."

Wenn Du meinst," sagt» sie,Du verstehst das ja besser. Smmerhm ist mir schließlich auch dieser Plan «eit sympathischer, als die erst ausgesprochene Absicht «tt dem Staatsanwalt. Für alle Fälle werde ich aber « Zukunft meine Kasse verlegen. Du kennst den kleinen «auerschrank in meiner Garderobe. Ich habe schon län- «er an ihn gedacht. Er ist mit allen Arzneiflaschen ge« rnttt Dort wird niemand mein Geld vermuten. Es war «ir nur bisher der Gedanke fo lästig, in meinen eige- «en vier Wanden Verstecken spielen zu müssen. Aber 2? td) ben Dieb weiter in Versuchung führe, will ich tr doch lieber die kleine Ungelegenheit gefallen lassen 7«d dte chauptbestande meiner Wirtschaftskasse dorthin ""erführen!"

, Cr nickte.Tu das," sagte er.Bis wir den un­seren Patron ermittelt und das Haus gereinigt ha-

Dann erhob er sich von dem Stuhl, auf dem er sich «den ihr niedergelassen, und drückte ihr die Hand.Diel- 7^ treffe ich Dr. Weiß noch bei den Kindern," fügte * d«zu und ging. - -

Bezugs preis: Monatlich tz.00 Alk. zugeftellt frei ins Haus-

- Adgehott in der Geschästsst.lle 5,50 2RL :: Inhrft

Anzeigen: «lein,eile nachSownei IMk., auswärts 1.50Mk. JUU9 Reklamezetie lTezivrette) nach Colone maß 4 Mark.

Am Dienstag hat nun sogar die deutsch-nationale Ausschuß für Auswärtige Angelegmheueik soll, S) n im Reichstag einen Vorstoß gegen bie I -J o f o r i einberufen werden zum Zweck der Herbei, gemacht, und zwar gerade in der schweben- suhrung einer Auskunft der Regierung über die Ver. enpolitit Herr Dr. Helfferich, der I Handlungen in Cannes. Wenn der Ausschuß sofort mit Erzberger-Jäger, war auch bei dieser Attacke gegen affenartiger Geschwindigkeit mobil gemacht würde, so Mrth und Rattzmau der Führer. In den vereinigten I ^me er doch noch zu spat, um an dem Gang ter Dinge Driands unerwartete Abreise bedeutet eine em- I ZEmwschüssen, die ei^nklich nur mit d-r inneren«

pfinüliche Lahmlegung der Konferenzarbeiten. FknaiAMrtschast zu tun haben, wurde die Forderung 'I^E^neiErtis^ Demonstration zu agilaior .

In den Konferenzkreisen ist man der Ansicht, daß I ausgestellt, die Regierung solle Mitteilungen machen I Zwecken. Das Ikt.rauen zur Regierung sali

es Briands persönlichem Eingreifen gelingen I über dieaußenpolitische ©eite des Finanzproblems", I lort ©erben, auch wenn Deuffchland gerade jetzt eine

wird, der in feiner Abwesenheit ausgebrochenen mi» I d. h. über die schwebenden Verhandlungen in Cannes. I fefte?gierung besonders notwendig hat..

nisterrellen und parlamentarischen Krise Herr zu I -kür ieden SackikimLäc»m fieot ee auf her I Ese Quertreiberei gefährdet das nationale Wohl,' werden, zumal da man annimmt, daß es sich in der I w; den ofeoÄtenden^Verdällnissen ei« Debatte I unö Weltgeltung Deutschlands. Hoffentlich werde» Hauptsache um Mißveijtändnisse handelt Tatsäctz M Canms Sn S X arS Wc Minister und Abgeordneten der positiven Partei

N«. b,n.bt «uff*«.»« M« d°tz | M.lg" L-'ch--

gab al o dem Anzapfer die richtige Antwort in höf- ble verwerf»

sicher Form, indem er erklärte: Dies« Anregungen di-ser rechtsradikalen Hetze.

wolle er dcm Reichskanzler übermitteln, könne aber für I -------------- w

bie verlangte Information zu gebens da das Ergebnis Beitritt Velgienz zum Garantievertrag, f.r...FnÄrrfun-fctinmm«*; I Verhandlungen in Cannes noch nicht zu liberfehen

daß & bie B»n2n?f?Sün®?$5" *«

ablehnt, hat stark verstimmt; dazu kommen bie für I »Frankreich sehr schweren Sebtntrungen in der I ®r lD0^te b« praktische Un-

Angor a-, Tanger» unb U-Boot-Frage, i-Möglichkeit seiner gorbenmg nicht gelten lassen und

Sollte es darüber in Paris zu einer Kabinetts- I bauschte bis Sache zurPrinzipienfrage" auf, ob der knse tommen, was jedenfalls nicht außerhalb des Reichstag rechtzeitig Stellung nehmen ober sich mit !Beret(f)g der Möglichkeit siegt, fo müßte damit ge- I einer vollendeten Tatsache abfpeifen lassen sollte. Er, Pe^pektive würbe angesichts des unmittelbar be- rs^r eine ancere Vorstellung gehabt, porftebenben Termins, bes 15. Januar, für Deutsch- I ."°e ^«tere kann schon bet Fall fein; denn die land Folgen herbeiführen, die im Augenblick noch He-ßspome auf der Rechten sind geschworene Feinde des nicht übersehbar sind. Parlamentanftfcn Systems. Es besteht darin, daß das

Reparationskommission, nicht vor dem I r69 ü^meßt, mir dieses Ver- I mlttelt. Die Engländer wünschen, daß dieser Vertrag-

Obersten Rat selbst gehört werden sollen Die I P* arbettekrLstlg machen. Dazu gehört na- I ber Schwebe befindlichen Fragen lösen solle.!

Franks. Ztg." vermutet, daß die Kommission, die I °'^_L^^nlsprechende Bewegungsfreiheit. 3n I J1"6 abe.r gegenteiliger Ansicht und

stch durch die letzte deutsche Note brüskiert fühlte, I Ivli« ist eine fruchtbare Tätigkeit I Mnhen' nSmnH?!^ verschiedene Probleme bei

aus Prestigegründen biete Forderung gestellt unb überhaupt nicht möglich, wenn bi« Regierung vor jedem Sicherheit tni

bewilligt erhalten hat, ist anz^ehmen, daß Stritt erst vom harlament sich Ettaubnis eiuholen SeT bher?n un\be,r

gliedern des Obersten Rates selbst auszusprechen. , Parlamlrttor^ ^hm^ bruhjahr sei I 6pa-n,e-nfl unä

der damalige Autzemrinister Dr. S i « don geschickt worden sei. In der Tat h». vulnut. Besprechung über den Aktionsplan stattgesunden.

Die beutfchnational« Fraktion I S^Qltniffe barnai5 andrrs wie heute, .

des Reichstages bat bei dem Dor- *^ler Stunde Sachverständige zur Auskunft ler

sitzenden des Ausschusses für aus. I ^er tatsächliche Verhältnisse oorgeladen worden siild, I i»ästige Angelegenheiten beantragt, I u Zweitens hat das damalige umständliche SBerfabrtn I den Ausschuß zum Z.veck der Herbei. I durchaus keim oerlockendm Früchte artraaen Cs l

führung eiirerAuSkunft derReoierung I kann sich jetzt nicht um eine feite SBteSrhnhin» 1

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