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Dienstag, Z. Januar l922.

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Anzeigen: Kleinzeile nach Colonel I Mk., auswärts 1.50Alk. JUlJiy.

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mdruckerei In Fulda-

Fernsprecher Nr. 9. Teleor.-Adresse: FuldaerZeitung.

FuldaerZeitung

/ BX Amtlicher Anzeiger für den kreis und die Lkadt Fulda.

IMrantwottlich für den cedauionellen Teil: Dr. I. Kramer, ' ' i für die Anzeigen: I. Parzeller-Fulda. u

Das Ende des Lifenbahnerstrelks

lenroort un»

wünsche für

Wenn doch 1922 ein Ku lt urja hr werden wollte!

danken, den her fremden Mächte

der Herren Vertreter der rol der allmählichen Rück­

felde war ja durch den in den letzten Wochen gepfloge­nen Briefwechsel endgültig aus der Welt geschafft in der Freude, wieder in alter Liebe mit den ©einigen vereint zu fein, war kenn Rest von Bitterkeit mehr über das Unrecht, das ihm der Vater in verzeihlichem Irr­tum zugefügt, in feinem Inneren vorhanden.

Station Liebenburg, alles aussteigen!" rief endlich der Schaffner mit Stentorstimme und hastig sprang Karl aus dem Wagen unb durcheilte die wohlbekannten Gassen nach dem väterlichen Hause. Er achtete kaum auf die Grüße der ihm begegnenden Bekannten, sonst würde ihm wohl ausgefallen sein, daß Leute, die ihm vor einem halben Jahre, als die Unterschlagung bei der Jndustriebank das Tagesgespräch bildete, scheu aus dem Wege gingen, jetzt bei seinem Erblicken eine überaus freundliche Miene annahmen und einige von ihnen sich anschickten, ein Gespräch mit ihm anzuknüpfen nur nach Hause zog es ihn.

2tls er nach raschem Gehen endlich vor dem alter­tümlichen Hause in der Schloßgasse stand, richtete er unwillkürlich den Blick auf die unter dem Erker befind­liche Tafel mit dem Sinnspruch und sagte mit dem Kopfe nickend vor sich hin:

MWriMMg 6eim MMMntk».

Mkills Mi als Spreche! öes M Korps.

Ter Reichspräsident Ebert empfing am Neujahrstage die Chefs aller fremden" diplomati­schen Vertretungen in Berlin anläßlich des Jahres­wechsels. Der apostolische Nuntius, Monsignore Pa celli, als Doyen des diplomatischen Korp,s hielt folgende Ansprache:

Herr Präsident! Zum erstenmal seit dem Weltkrieg versammelt sich das diplomatische Korps in Berlin anläßlich des Neujahrsfestes vor dem höchsten Beamten der deutschen Republik. Ein glückliches Ereig. nis, ein Sinnbild fortschreitender Rückkehr der Mensch­heit 3uia Ideal der Brüderlichkeit und des Friedens zwi- scheu den Völkern, welches Ideal den Ruhm der zivili­sierten Völker bildet. Möge die göttliche Vorsehung, die die Menschen zu edlem Streben anspornt und sie leitet, ihnen trotz der Verschiedenheit der Stämme und Staa­ten ermöglichen, in diesem Jahre die wirkliche und dauerhafte Versöhnung der Völker zu vollenden, die von allen Aufrichtigen ersehnt wird und sich auf die Achtung des Rechtes, auf die furchtbare, friedliche Arbeit und auf die ewigen Gesetze der Gerech­tigkeit und Wahrheit gründet. Von diesen Gefühlen durchdrungen, bringen wir Ihnen heute, Herr Präsident,

Da ging ein Zittern durch die mächtige Gestalt Kon- rad Hochfelds die Arme weit ausbreitend, schloß er den Wiedergefundenen an die Brust und in jubelndem, . von Rührung unterdrücktem Ton kam es von seinen

mar Mittagspause. Nur aus der 1 Lippen:Mein Karl, mein Einziger!" (Forts, f.)

Bewahr Dein Herze vor Gelüst, Nach gleyßend Gold zu jeder Frist" Goldne Worte ich will Euch beherzigen!"

Leise durch die halboffenstehende Tür auf den Flur schreitend, auf dessen Sandsteinplatten ein breiter Strei­fen des durch die Hoftür einfaüenben Sonnenlichtes lag, blieb er stehen, um das ü6er ihn kommende Gefühl der Wonne, welche ihm das Bewußtsein bereitete, wieder in den altvertrauten Räumen des Vaterhauses zu fein, voll auszugenießen. Wie hatte es ihn in der Zeit fei- ner Abwesenheit hierhergezogen, welche schmerzliche Ueberwindung hatte es ihn gekostet, wegen seines tief- verletzten Ehrgefühls fern bleiben zu müssen wie ein dumpfer Druck hatte es auf feinem ganzen Dasein wäh­rend der vergangenen Monate gelegen und jetzt? Sc helle, wie die goldene Lichtflut der über dem Surg- felfen stehenden Sonne in die trauten Räume hereinfloß, wo er als Knabe getollt hatte, mit denen er sich in feinem ganzen Denken xmd Empfinden so innig ver­wachsen fühlte, so Helle war es wieder zwischen ihm und den Seinigen geworden.

es selbst nicht die Stubentür er mit verstellter Stimme:Ein um ein kleines Almosen!"

Karl!" rief da die Stimme Tür flog auf und die Schwester

Soziales.

* Zusammenschluß der Srbeitnehmer im Gaftwitts' K»e. Die beiden Gliedorganisationen des ©etoerf«' bundeS der Gasthausangestellten haben sich zu einer Organisation, die den NamenBund der Hot-l. Restaurant- und Caffee-Angeftellten" führt. Der Bund gehört den christlichen Gewerkschaften an. Ms Sitz des Bundes der sich vorläufig in Leipzig befindet, ist Berlin ui Aussicht genommen. Auf der am 15. Dezbr.! o P?*8 ^gehaltenen gemeinsamen Tagung wurde die Zeitung der Organisation gewählt und auch die Beitrage sow,e Unterstützungen gemäß der Geldentwer- geregelt. Auch zu den gewerkschaftlichen und wirtschaftlichen Fragen, insbesondere zum Arbeit» "it- gesetzentwurf, zur Zentralarbeitsgemeinschaft ur*- . w Betriebsrategesetz wurde Stellung genommen.

Erfolgreiche Einigungsverhandlungen.

Der Jahreswechsel hat erfreulicher Weise die Be­rn big ung der Streikaktion auf der Eisen­bahn gebracht. Dm Verhandlungen in Berlin zwischen der Reichseisenbahnverwaltung und den Spitzenorgani­sationen der Eisenbahner haben Erfolg gehabt. Von Regierungssmte wird dazu folgendes mitgeteilt:' t Die getroffenen Vereinbarungen bewegen sich genau in der seinerzeit von der Regierung eingeschlagenen Richtung: sie stellen die Angliederung der Löhne der Eisenbahnarbeiter andie I n- dustrielöhne, wenn auch nur zum Teil, in den Orten h:r, wo zwischen beiden ein Mißverhältnis be­steht. Die gleichmäßige Festlegung der Erhöhung auf 1 Mark pro Stunde ist nur eine vor­

kehr der Menschheit zum Frieden zu betrachten. Der Umstand, daß diese Worte aus dem Munde des Vertreters Sr. Heiligkeit des Papstes kommen, der sein vornehmstes Ziel darin erblickt, den Frieden auf Erden zu schaffen und zu er­halten, gibt ihnen in meinen Augen eine besondere Be­deutung. Das deutsche Volk wünscht für sich nichts an- beres, als in friedlicher Arbeit neben den übrigen Völkern fein nationales Dafein wieder aufzubau«n. Es gibt sich der Hoffnung hin, daß im kommenden Jahr die Erkenntnis der Welt- Notwendigkeiten weiter wächst und daß in dieser Er- kenntnis jede Nation sich bemühen wird, durch ftuchtbare Zusammenarbeit mit allen übrigen Völkern der Mensch- heit den wahren, aufrichtigen Frieden zu geben. Mit dieser großen Hoffnung im Herzen, durchdrungen von dem Bewußtsein, daß ihre Erfüllung Gebot ist, bitte ich Sie, Herr Nuntius, und Sie, meine Herren, auch meine Glückwünsche für Ihr Wohlergehen und für das Gedeihen der von Ihnen vertretenen Regierungen und Völker entgegenzunehmen.

inmitten der schwierigen Aufgaben der Gegi fere Huldigung und gleichzeitig unsere Glück: Sie selbst und für das deutsche Volk dar.

Der Reichspräsident erwiderte:

Herr Nuntius! Für die Glückwünsche, die Euere Ex­zellenz als Sprecher des diplomatischen Korps zum Jah­reswechsel dem deutschen Volk und mir als seinem Ver­treter bargeboten hat, bitte ich meinen tiefgefühlten Dank entgegenzunehmen. Gern folge ich Ihnen in dem Ge-

Tiexe Stille herrschte im Hause. Aus der Werkstätte tönte kein.Hamrnersthlag, kein Surren der Feilen und Fauchen der Esse es war Mittagspause. Nur aus der

den. Auch die Üebertragung des Ortsklas­se n v e r ze i ch ni s se s der Veamteir auf die Arbeiter ist eine Maßnahme, die in den Vorschlägen des Reichs- verkehrminifteriums bereits enthalten gewesen ist. We­sentlich ist, daß eine Rückwirkung der Maß­nahmen auf den 1. Oktober 1921 stattfindet, so daß alle von dem Abkommen getroffenen Arbeiter in kürzester Zeit in den Besitz neuer Geldmittel kommen.

Daß Streik tage nicht vergütet werden, ist schon deswegen eine Selbstverständlichkeit, weil der Tarifbruch dm Anspruch auf die Gegenleistung ohne weiteres beendet. Man kann andererseits verstehen, daß sich Maßregelungen aus Anlaß des Streiks auf die Verfolgung von gewalttätigen Eingriffen in Ver­waltung, Betrieb und Verkehr beschrärcken. Denn abge- sth-N von Handlungen gewalttätiger Personen, mit Venen Mitleid nicht am Platze ist, sind erfahrungsge­mäß bei derartigen wilden Streiks unverantwortliche Elemente die Hauptschuldigen, während das Personal in starkem Maße der Verführung zum Opfer zu fallen pflegt.

Die Verpflichtung der Organisationen, mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln auf die s o f o r- tige Wiederaufnahme der Arbeit hinzu­wirken, ist nach dem Zustandekommen der Vereinbarun- ' gen eine Selbstverständlichkeit. Es muß erwartet wer­ben, daß das Personal der Aufforderung auch wirklich Folge leistet.

Wie weit im übrigen der regelmäßige Verkehr be­reits in den nächsten Tagen wieder einsetzen kann, ist zur Stunde noch nicht zu übersehen, jedoch ist mfi R ü ck- schlägen namentlich in der Kohlenver- <a r gu n g wahrscheinlich für mehrere Tage zu rechnen.

Das Ende des Eisenbahnerstreiks am Rhein.

Die Streikleitung der Eisenbahner hat einen Auf­ruf erlassen, am Montag 6 Uhr früh die Ar-

Die Iagd nach dem Glücke.

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.Na, endlich! Freut mich, daß Sie zur Vernunft kommen der alte Herr wartet mit Schmerzen bat- auf, endlich mit feinem Jungen vollständig ins Reine kommen. Wird ein Kalb schlachten und Freude wird fein bet allem Volke! Falls Sie übrigens den Hehnuhrzug benutzen wollen, bann heißt es sich sputeni Zehnten Sie bas Kabriolet, bas der Joseph 'gerabe für "ich angespannt hat und grüßen Sie mir Ihren Alten! Serbe morgen im, Laufe bes Tages einmal vorspre- Hen, um zu sehen, wie sich alles entwickelt hat."

Und den jungen Mann zur Tür hinausbrängend, sah dr Freiherr ihm lächelnb nach und murmelte bie Hände rtibenb:Kann mir benfen, was er beabsichtigt durch mb durch Gentleman! Eine wahre Wohltat in unserer fallen Zeit noch Männern von solcher ©efinnnng zu btgegnen könnte sich mancher meiner Stanbesge- nffsen ein Beispiel daran nehmen!"

Karl Hochfeld hatte sich in das vor der Freitreppe sichende Kabriolet geworfen und gab dem harrenden Käscher bie Weisung, so rasch wie möglich nach er in Tale befindlichen Eisenbahnhaltestelle zu sah» 'N. Grade langte er an, als der nach Liebenburg fällige Pllonenzug einlief. Das Abteil, welches er beft :g, wck von mehreren Herren besetzt, bie sich lebhaft m Vel> reichen Silberfunb im Mühlbachtale unterhielten, Oer somit das Tagesgespräch in der ganzen Gegend zu ieir schien. Selbstredend tarnen bie sich Unterhaltenden mut auf bie rapide Kurssteigerung der Aktien der Sil- dertaugesellschast und auf bie nun so beneibensmerten Besitzer der Papiere zu sprechen, wobei einer ber Her­ren äußerte:Wäre bie Geschichte vor 14 Tagen ,ff- fiert bann hätte ber Hohenfels noch ein feines Süi n- chen mehr herausgeschlagen!" Und auf bas Warum . nb Wies» der anberen fuhr er fort:Na, er soll boch ür BO 000 Mark von ben Aktien ganz kurz vor bem Frnb )um niedrigsten Kurs verkauft haben, weil ihm das Waffel bis zum Halse ging! Wer eben Pech hat, bem oricht ber Finger im Butterklumpen ab!"

Wie auf glühenden Kohlen saß Karl Hochfeld, als er diese Bemerkung hörte. Flügel hätte er sich ge­wünscht, um bem an jeber Station haltenden Summet- ug noraneilen zu können, so drängte es ihn, das was chn bewegte, bem Vater zu offenbaren. An fein Zer- oürfnis mit bem Vater hadjte er kaum mehr bas»

Bei dem Empfang waren der Reichskanzler sowie bie beiden Staatssekretäre des Auswärtigen , Amtes v. Hantel «nb* b. Simson zugegen. Im beit wiederauf^unehmen. Es ist anzuneh- I Anschluß daran spracht die Mitglieder der Reichs- Men, daß die Durchführung dieser Aufforderung auf I regierung, der Reichskanzler, die Reichsminister, keine großen Schwierigkeiten stoßen wird: da aber in- I ^-^ssekretäre, Präsidenten des Reichstages und fr>Mo brr Hnrfcn . I des preußischen Staat-Zrm instenums, sowie dte Ver­folge de. ftan.n Einschränkung des Personenvcrkehrs tretet des Reichsrats: und der Wehrmacht dem

Ae Benachrichtigung aller lokalen Instanzen erschwert I Reichspräsidenten ihre Glückwünsche aus.

ist und da außerdem infolge der mittägigen Arbeits- ~ . - .

mhe der ganze Betrieb in Unordnung geraten ist, so ^Wempfang m Paris

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ber Verkehr tn vollem Umfange wieder im Gange ist. Gesandte Ceretti bis Doyen des diplomatischen

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Korps, eine Ansprache, in der er dem Wunsche Ausdruck , tt)0 bleiben bie Kllltlirn fiter ? gab, daß das neue Jahr das Werk der Pazisterung | VlvlUVIl Vlv XUHlluymvl .

baldigst beendet sehen möge. Auf die loyale und voll- I Von einem hochverehrten Mitarbeiter, der in einem kommens Mitarbeit der Mitglieder des diplomatischen | langen Leben reiche Erfahrungen gesammelt hat, wird Korps kömie man dabei zählen. Millerand er- I uns zu obiger Frage geschrieben: J

mider^,. ^6 das.auch sein, Wunsch sei, ebenso der | Darnach wagt man kaum zu fragen: denn die Her- Wunsch der französischen Regienmg. Frankreich werd: I zen und die Hände werden immer noch in Beschlag alles darauf verwenden, die Neuordnung der Dinge, I genommen durch die materiellen Ausgaben der wie sie aus den Vertragen hervorgehe, zu konsolidieren. Zeit.

| j Worum drehten sich die Sorgen und Mühen im

vte NeAjahrs-vroanose des letztverflossmen Jahre? Um die Tributzahlungen, um I Kohlenzechen und Erzwerke, nm Gold- und Sachwerte, -e»e»l^önUIl)lerö. I um Batutaschwankungon und Börfenkmse, um Teue»

Reichskanzler Dr. Wirth schreibt in einem Auf- 1 run9 und Gehaltserhöhung, um neue Steuern und ®e- j satz zum Jahreswechsel in derGermania* folgendes- ! buhren, um Kreditlosigkeit und Zahlungsunfähigkeit, Die Beratungen bet letzten Wochen lassen bie | V^ßllch wieder um die Tributfrage in erweiterter^

I Hoffnung erstehen, daß der Wille unter ben Völkern | u°rm- Lauter Singe, die mit dem schnöden Mammon I zu positiver Zusammenarbeit allmählich im Wachsen | zusainmenhöngen. Die Politik ist verzweifelt maXria- I begriffen ist. Aber es werden gewaltige Hemmungen I listksch geworden, sowohl die Außenpolitik, die sich um I bu.überwinden fein, ehe bas Riesenproblem I die Staatskasse dreht, als auch die innere Politik, die 2 h^^a®tnr^runfl sunb 6eSv fortschrittschaffen. dm Geldbeutel der Bürger betrifft. Und wenn in Snfefeunabel rrf bedarf der Washington die Abrüstungsfrage auf die Tagesordnung

tischen Willens, um biefe Hornungen zu ÜberwÄen' das nicht mis idealer Begnste-

Insofern werden bie großen Probleme, bie am positiv Indern °us der peinlichen Erfahmng, daß das scheu Horizont aufgetaucht sind, auch eine Probe für i Wettrüsten allzu viel Geld kostet.

I schaffende Straft des demokratischen Gedankens be- IDie Kulluraufgaben leiden nicht," riefen uns I^^n;r^,r°.betvI^nnen.toJr un^ ^inet Täuschung hin. I früher die Boljch.nvistenräte zu, wenn für Heer und unser Wen' i? ber9uiutrffe 0U"9 irnmcr newe Milliarden beansprucht wurden. Slt L L- «Ä' * W L-tzM mehr u»d

ist bas, daß ber Weg trotz aller Beschwerben gangbar I dem Lande nur eine polizeiliche Wachtparade; aber die sein möge. An dem guten Willen Deutschlands, seiner- 1 Geldmittel des Reiches worden doch für die materiellen stits zur Heilung ber Schäden beizutragen, wird es I Bedürfnisse so gründlich aus gebraucht, daß für die Sui«' nicht fehlen. Er kann als einer der wichtigsten Faktoren turaufgaben nur ein kläglicher Notbehelf übrig bleibt, eingesetzt werden, wenn eS gilt, bie große Weltfrage I und auch der nur aus den Wfällen von der allzu in? Maf '4en Erneuerung unb Befriedigung zu fleißigen NotMpvfffe. Die Verwaltung verfchlingt un- t 1 erhörte Summen; die ftaatlidjen Betriebe, die früher

\Attt RaSaMah I Goldguellen waren, erfordern jetzt Zufchüffe von Milli-

ttAS oem besetzten Georet. ordm, Md der private Ge.w«rbefleiß nimmt von den * Die Besatzungsopfer des Reiches, lieber bie Korn- I Steuern, die er tem Reichs zahlt, einen großen Teil fortanforberung ber Vefatzungstruppen geht berFrank- I wieder weg durch die öffentlichm Mittel, die in oer- furter Zeitung aus Langenschwalbach folgendes Schrei- I schiede nen Formen auf gewendet werden müssen, um die Pen zu.auch liniere Siurftabt ist von großer Woh- I Teueruna in erträglichen Grenzen zu batten und nickck

morbenen Zustand soll nun vom Reiche abgeholfen wer- I H^ngEran-alte aus laus en zu lassen.

ben. Die Reichsvermögensverwaltung will fünf Dffi- I 1°, ms ob von den sieben Bitten des Vater-

zierswohnhäufer herftellen lasten, unb wegen Kasernen- I unseres nur noch die vierte gelten soll. Aus das

""uien hat sich eine Aborbnung von Stabtoerorbneten I tägliche Brot ist das Sinnen und Trachten Mge-

f^rn r*nfntnnhÄ»n^rnnr vsiizierswohnhäu- spitzt, und auf dem Brot möchte man auch noch recht

fern scheint aber die Franzosen nicht zu befriedigen, was I viel Butter haben. So haben die meisten Leute weder

die Erfahrung aus anderen Garnisonen, besonders aus I sw i

Mainz und Wiesbaden, besagen. In Wiesbaden sind I

die Häuser, schmucke Bauten, im besten Viertel der I AvschLgebets senken. Wo bleibt di« Sorge für die

Stadt, zum größten Teil fertiggestellt, aber bie Iran- I Hblligung des höchsten Nomons, für das Reich Gottes

zöstsche Behörbe hat nun erklärt, bie Einrichtun- sM ErdM, für die Erfüllung seines Willens, für die

gen ber Wohnungen entsprächen keineswegs dem I Buße und die Befferung, für die Abwehr der Vcr-

Komfort, den der französische Offizier suchungm zum Bösen? Wer davon spricht, wird als auf Grunb seiner bisherigen Gewöh. I weltfremder Idealist angesehen, wenn nickt aar als nung zu verlangen berechtigt sei. Zwei fran» I Mucker Deildirieen 9 1 ti Mr aitz

zösische Osfiziersfamitien, bie bereits Wohnung in bie. m r- -

fen Häusern bezogen haben, werben sie roieber räumen. I T ,.^ ^Miar die neue Verfassung geschmiedet Hoffentlich werben bie Herren nicht auch uns in Lan- I P*,' Möen unsere Vertreter sich redlich bemüht, auch genschwalbach umsonst bauen lasten. I oen Kultturgütern Rechnung zu tragen, und trotz aller

* Streit unb Milchzufuhr. Der Rheinische Bauern- I Schwierigkeiten auch wertvolle Grundsätze durchaesetzt verein hat unter dem 30. Dezember 1921 an bie Regie- I namentlich in der Schulfrage zum Schutze der ckrilll rung in Köln folgendes Telegramm gesandt: Nirch I Erziehung. Sn der Surdifütumna öfter honerr «s J Eisenbahnerstreik konnten heute bereits 25 000 Liter I menen d S.',klls

Milch ber Stabt Köln nicht zugeführt werben. Milch- E andren Weilar.,

transport würbe oerroeigert. Umlagegetreibe I l°^menfccn Uvbergewichts

kann ben Bebarfsstellen nitch zugeführt werben. Ver- I 061 "ratenellen Sorgen und Begierden.

zögerungen infolge Störungen in landwirtschaftlichen | Der christliche Wrrger stellt in Sachen der Kultur- Betrieben unausbleiblich. Nothilfe erforderlich. Bezirks- I Politik die Interessen der Religion mit Reckst m die verband des Rheinischen Bauernvereins, Milchproduzen- erste Neihe, Wer mit der kirchlichen Freiyett und der SSf K 2. WÄVÄKM S H«

nnji i iim iiu niwu i. n_L j I k ei t der gangen Nation und um die B oi k s b i l d u ng zur Linken gelegenen Wohnstube drangen zuweilenH I das Wahre, Gute

dämpfte Laute unb bas Klirren von Geschirr von I "ßG5.t??F3K^un6StI>etf Don SAvalti.

seiner Nähe nichts ahnend, saßen die Seinigen noch beim diese müh.

Mittagsmahl. Ob es bie langentbehrte Atmosphäre bes £2®! ^EMbest ist, ichven uns fortwährend die trau» Vaterhauses, ber Anblick der lieben Räume ober bie Ab- I TS1 Don,~1crro^Lrni9' ew® unsinniger Genuß, sicht war, bei bem ersten Wieberzusarnmentreffen mit I des

dem Vater unb ben Seinigen tiefere Seelenregungen desccksch«rllchm SHmutz.'s.

nicht aufkommen zu taffen, was urplötzlich ben früh- rankherien dss^Körpers gibt

lichen Uebermut des ehemaligen immer zu Scherzen auf- I Mgen bie '

gelegten Karl Hochfeld über ihn kommen ließ, er wußte I i>ann versagen

' - halböffnend, murmelte Öte und dre Geruhte.

armer Reisender bittet I ro^r Ot^I-^n<n ^bewußtsein kom-

j men, daß dir Zukunft des doutjchen Volkes nicht durch Hedwigs jubelnd, bie LL®Cl^tUI?> ^uergesetze allein gerottet hing an seinem Halse. I melmchr dir BoWskultur die un- Unb Karl!" wieberholte bie Mutter freubig, bie I ertt^Tfi<fc GruMaM des nationalem Heiles bilden ebenfalls nach ber Tür geettt war unb ben Heirngekehr- |L. .... .... ...

ten in bie Stube zog.Unserem lieben Herrgott sei I «ws«n wir mchk aus dem Auge veiÄMN, Dank!" fetzte sie hinzu, während sie ben Sohn umarmte 016 materiellen Fragen sich noch so breit in

unb helle Freubcntränen ihr über bie Wangen liefen I Edergvund drangen. Wir hocken zwei Hände.

Mit einem Ruck hatte sich Konrad Hochfelb von sei- mne Hcmd. um an der wirt-

nem Stuhle emporgerichtet unb sah mit einer Miene, in I 1 der sich tiefe Rührung unb eine leichte Befangenheit tbeaIerf

ausbrückte, nach bem Sohn, ber mit forcierter Heiter- I U U.u 6 Uter, gewidmet fern,

kett bie Begrüßungen ber Mutter unb Schwester er- .z*®. MMchige M>rtKulturkampf" wollen wir roiberte. Jetzt machte sich Karl aus ben Armen ber I gebrauchen. Doch zur Kulturarbeit kann nicht Mutter los unb trat mit leuchtenben Blicken, bie Reckte I o .vusgrrufen werden. Der materialistische bietenb, auf ben Vater zu. I 3^9 der Zeit muß nicht bloß äußerlich, sondern auch

Hier bin ich, Vater!" sagte er dabei herzlich.Nimm ' mrreT ld) überwunden werden, mich wieder auf und laß alles, was hinter uns liegt, begraben und vergessen fein!'

Sari, Du machst mir keinen Vorwurf? Du kommst ohne Bitterkeit?" stammelte der Alte, indem er zögernd bie bargebotene Havb ergriff.

Es irrt ber Mensch, fo lang er lebt, Vater! Unb ich weiß, baß Du unter dem Irrtum gerabe so schwer gelitten hast wie ich. Für einen Glücksjäger hast Du mich gehalten, ber vom rechten Wegs abgeirrt ist heute bin ich gekommen, um mit Deiner Hilfe ben Weg zu bem einen Glücke zu finben, bas mir noch im Leben fehlt, nachdem wir wieder einig geworden find. Hilf mir dazu, Vater."