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uldaerZeitung

Amtlicher Anzeiger für den kreis und die Stabt Fulda.

Nr. 293.

Verantwortlich >ür den cedanionellen Teil: Dr. I. Kramer, - für die Anzeigen: a. Parzeller-Fuida. - sRotcttcnsbrud u. Verlag der Fuldaer Actiendnukerei in Fulda. Rernfpred)« Nr. U. Telegr.-Adresie: Fuldaer Zeitung.

MittWoch, TV Dezember 1921

Sejngspreis: Monatlich 5.00 Mt. zugestelli frei ins Haus- n Abgeholt in der GefchSstsstelle 4,60 IRL ? ««zeige»: Kleinzeile nach Loionelmaß 1 Mark; Neklamezeile (Textbreitel noch Colonrtmoß 3 Hier?.

48. Zahrg,

Die Londoner Konferenz*

Plane Lloyd Georges.

In London tagt die Konferenz zwischen dem Englischen und dem französischen Ministerpräsiden­ten samt ihren Ratgebern und Sachverständigen. Am Dienstag setzten die Staatsmänner, wie es in fernem amtlichen Berichte heißt, die Prüfung der Reparationsfrage fort und zogen dabei dis 58er» hältnifse in Deutschland und die Hilfsquellen in Be­tracht, die Deutschland zur Erfüllung seiner Ver­pflichtungen zu Gebote stehen. Außerdem erwog die Konferenz die Mittel zur Verbesserung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage Europ äs.

In den inländischen und ausländischen Zeitun­gen wird über die Richtung der Londoner Verhand­lungen viel Widersprechendes und Unklares berich­tet. Es hat wenig Zweck, alle diese Gerüchte wie­derzugeben. Beachtenswert ist aber heute eins Meldung des „Manchester Guardian", der über die PolitikLloydGeorges folgendes zu melden weiß:

Großbritannien ist bereit, die militä­rische Sicherheit Frankreichs zu garan­tieren. Zunächst müßten aber die Reparations- fchwierigkeitsn aus dem Wege geräumt werden. Die verwüsteten Gebiete Frankreichs und Belgiens müßten durch Deutschland nach der Methode des Wiesbadener Abkommens w i e« derhergestellt werden. England werde feine gesamten Forderungen an Deutschland aufgeben unter der Bedingung der Wiederherstellung des europäischen Handels. An Frankreich stellt Lloyd George die Bedingung, daß es sowohl zu Lande als auch zur See a b r ü st e. Die augenblicklich von den alliierten Truppen besetzte Zone westlich des Rheins solle neutralisiert werden. Ihre Neutralität würde von Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Belgien garantiert werden. Jede Partei, die Truppen in diese Zone sende, solle von den übrigen Parteien daraus vertrieben werden.

Wie dem Blatte weiter gemeldet wird, besagt eine im britischen Schatzamt überreichte stanzösische Rote, daß Frankreich einem teilweisen bezw. voll­ständigen Moratorium für die deutschen Zahlungen zustimme, jedoch unter der Bedingung von Ga­rantien. Die genaue Art derselben war noch nicht festzustellen. Die vorgeschlagenen Garantien sollen umfassen: Die Kontrolle über die deutschen Zölle und die Forderung, daß die Reichsbank von der deutschen Staatskontrotte befreit wird, ferner dis Bedingung der Einschränkung der Veraus­gabung von Papiergeld.

Nach der „Manchester Guardian" beabsichtigt Lloyd George, nach der Regelung der Reparations­und Abrüstungsfrage die Frage des nahen Ostens in Angriff zu nehmen. Nach dem Plane Lloyd Georges soll die Freiheit der Dardanellen gewährleistet werden. Frankreich soll ersucht wer­den, die gegenwärtige russische Regierung anzuer­kennen. Die französische Regierung soll bereit sein, die Sowjetregierung unter ähnlichen Bedingungen anzuerkennen, wie sie sie für die Gewährung des Moratoriums an Deutschland stellt.

Fest dürfte stehen, daß Lloyd George eine Be­handlung der Reparationsfrage unter weltwirtschaftlichen Gesichtspunk­ten mit aller Kraft anstrebt und daß er auch das widerstrebende Frankreich zwingen will, welt­wirtschaftlich zu denken und zu handeln, d. h. von seinem unseligen Egoismus zu der Rücksicht­nahme auf die anderen Völker überzugehen.

Das Eis der rücksichtslosen, gewalttätigen Son» berpolitik hat einen Bruch erhalten. Wir wisien

W ZllWM des MM UWWklM

lieber den Verlauf der Festverfammlung aus Anlaß des 25jährigen Bestehens des Fuldaer Ge- fchichtsvereins am 23. November hat die „Fuld. Atg." ausführlich berichtet. Doch dürfte es ange­bracht fein, auch an dieser Stelle einen Rückblick auf die Tätigkeit des Vereins im r.rJ*Cn Vierteljahrhundert feines Be­stehens zu hatten, worüber in der Iubiläumsver- sammlung der Vorsitzende, Oberbürgermeister Dr. Antoni, einen interessanten Bericht erstattet hat.

ja crein’ "er nach § 1 seiner Satzungen „die Erforschung und Darstellung der Geschichte, Topo» und Statistik der ehemaligen Abtei und des Fürstentums Fulda sowie anderer Gebiete, so­weit ire mit diesem in historischer Verbindung stehen, bezwecke , hat neben der Veranstaltung von Vorträgen ganz besonders auf literarischem Gebiete Großes geleistet. Heute liegt eine statt» Nche Reihe wertvoller Veröffentlichungen aus dem Gebiete unserer Heimatgefchjchte vor, die den Mit» glledern des Vereins als Vereinsgaben übermittelt wurden. Schon drei -^ahre nach Gründung des Vereins erschien die erste Veröffentlichung, Bon­de rau, Pfahlbauten tm Fuldatale. Es folgten: R i ch t e r. Die ersten Anfänge der Bau» und Kunst- tätigten des Klosters Fulda (1900); Vonderau, Zwei vorgeschichtliche Schlackenwälle im Fuldaer Lande (1901); Kartals, Rats» und Dürgerttsten der Stadt Fulda (1904); Donderau. Der Ring- wall am nördlichen Heidenküppel bei Unterbimbach Im Kreise Fulda (1905); Vonderau, Steinzeit- liche Hockergräber und Wohnstätten auf dem Schul­zenberge bei Fulda (1907); Bonde r a u, Das Gräberfeld bei dem Lannesbof im Kreise Fulda (1909); Hohmann, Das Zunftwesen der Stadt Fulda von seinen Ansänaen bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts (1908); Simon, Die Verfassung des geistlichen Fürstentums Fulda (192); Rich­ter, Die Schriften Georg Wittels bibliographisch > bearbeitet (1913); Glöckner, Dis Mundarten der I

freilich, daß nach der ersten Erschütterung der Eis­decke nicht schon der holde Frühling ein» geläutet werden darf. Cs ist noch ein weiter Weg von der Anbahnung der richtigen Erkenntnis bis zur Durchführung der vernünftigen Völkeraemein- schäft in Europa. Doch ist schon der Ansatz zu diesem Wert eine tröstliche Gewißheit.

Die neue Grenze Gderschlefienr.

Die Grenzkommission hat, wie schon kurz gemeldet wurde, am 18. Dezember die Demarkationslinie im oberschlesischen Industriegebiet festgesetzt. Die wichtigsten Entscheidungen — von Westen nach Osten ausgeführt — sind folgende:

In Gegend Niborowitzer Hammer deutsch-polnische Eebietsaustausche mit dem Ergebnis, daß die Klein- bÄM Raudsn-Gleiwitz auch hier noch auf deutsches Gebiet zu liegm kommt. Niborowitzer Hammer ist deutsch geblieben. Ebenso bleiben die Deibrückschen Schachte bei Deutschland. Die auf polnischem Gebiet gelegenen zur Grubenanlage gehörigen Baulichkeiten sind bis zur Bahnlinie Bakoschau-Eleiwitz zu Deutsch­land geschlagen worden. Die Königm-Luise-Grube er­hält ihm drei lebenswichtigen Schächte Glückauf, Ruda und Georg sowie ihr gesamtes Grubenfeld bis zum süd» licken und östlichen Markscheid zurück, mit Ausnahme der Kolonie Glückauf, des Kirchhofes von Ruda und der Fläche von Ruda-Foremba.

Leider ist es nicht gelungen, den Ruda-Hcmnner einschließlich des dortigen wichtigen Sstaßenstücks der elektrischen Bahn und des Knappschaftslazaretts für Deutschland zurückzugswitmen. Die nördlich der Vtt» schäft gelegenen Teile der Gemarkung Ruda (Gruben­felder von Borsig und Schaffgotsch) sind Deutschland gurütfgegeben worden. Zwischen Ruda-Hammer und Eamals Fr«iüeschachi bildet auf Grund beiderseitig« kleiner Gsbietsausirrusche das Dsuthener Wasier die polnische Grenze. Die Ablagen des Carnols-Freudv» schacht sind polnisch geworden.

Oestlich Beuchen keine Veränderung gegenüber der Gmfer Entscheidung, sodaß der aus Rosenberg« ®e- lände liegende Teil des Ble-i-Scharteyer Grubenfeldes deutsch geblieben ist. Bei M-Goretzko wurde die Grenze um annähernd 150 Met« von der in Polen ge­legenen Andalusien-Bahn abgerückt, ebenso der über dir genormte Bahn hinausgehende Teil des Zinkberg» werke» Fisdlersglück sind bei Deutschland verblieben. Die Neuhofgrube mit dem Rest des Zinkbergwertes Neuhof ist Deutschland zurück^eben worden.

Die wrtterbin von der deutschen Delegation gefor­derte Rückgabe des Radzionkau-Schachtes, der Lazy» Zmkhütte und des Strossek-Waldes ist verweigert Worten.

Aus dem besetzten Gebiet.

* Dor, einem frauzSstschen Wachtposten erschossen. Der landwlrtschofittche Lehr« Petzoid, von dessen tragischem Tote wer berichteten, ist nicht einem Movde zum Opfer gefallen, sondern von einem marokkanischen Wachtposten erschossen worden. Er benutzte für den Heimweg mit fernem Rade einen FÄldwsg, ter an einem Pulvermagazin vorbefführt und dessen Benutzung teshaw streng verboten isst. Der Posten rief den Lchner mehraremal an. Dieser fuhr ater trotzdem weiter. Der Posten feuerte darauf *nif troff den Radler in dm Rücken. Der Tod trat noch einigen Minuten ein. Der Posten machte sofort von dem .Vorfall bei sein« Behörde Meldung, die dm zuständiagm Dürgenneisterrlen von Delkenheim und Erdercheim Mit- teilung machte. Petz old, der im Felde sein rechtes Auge verloren hätte, sah schlecht und hörte auch nicht gut. Infolgedessen ist es möglich, daß er den Posten nicht gchchen und feinen Anruf überhört hat. j

Rhon (1913); Vonderau, Zwei Hallstadt-Flach- graber im Kreise Fulda (1914); Dücker, Die Fuldaer Finanzen von 1810 bis 1910 (1914); R i e d. Die Wirtschaftspolitik Heinrichs VIII. von Bibra (1916); Vonderau, Die Ausgrabungen am Dome zu Fulda in den Jahren 1908 bis 1913 (1919).

Dank dem außerordentlichen Entgegenkommen der Fuldaer Acctiendruckerei konnte der Verein seit dem Jahre 1902 eine eigene Zeitschrift, die „F u l- daer Geschichtsblätter", herausgeben. Drei­zehn Jahrgänge der „Gefchichtsblätter" lagen vor, als durch den Krieg und die damit zusammen­hängenden Schwierigkeiten die Vereinszeitschrift vorübergehend eingehen mußte, um im Jahre 1920 mit dem 14. Jahrgange wieder zu erscheinen. Seit 1904 liegt die Redaktion der „Geschichtsblätter" in den bewährten Händen von Pros. Dr. Richter, Fulda, während die beiden ersten Jahrgänge von Archivar Dr. Kartels redigiert wurden. In den jetzt abgeschlossen vorliegenden 14 Jahrgängen ist eine Fülle von hochinteressantem Material zur Geschichte Fuldas und des Fuldaer Landes zu- fammengetragen, wie die nachstehende Uebersicht beweisen" wird. Der verfügbare Raum gestattete allerdings nur, einige der größeren Abhandlungen

zu nennen:

1902. Kartels, Die Wiedertäufsrtewegrmg im che- maügen Hochstift Fulda; Antoni, Fulte im Bauernkriege; Kartels, 3m Geschichte ter Letensmiitelprrrse m Fulte; Ruhl. Stausenbocher Chronik des Kaspar Preis; Karte!» und Scherer, Dertzetchnls ter FuDalfchen Gesamtliteratur.

1903. HoffMmm, Kunstmaler Fuldas im 18. Jahr» hundert; Startete, Fulda tm siebenjährigen Kriege; Sche. rcr. Zur Geschichte von Stadt and Land Frckte in den Jahren 1631 und 1632; v. Stemmr-Stetnrück, Beiträge Mr Geschichte Poppenhausens an der Sütter als Sitz der Herren von Sternou-Steinrück; Mester, Fulte zur Zeit des Momfeidguoes; Startete, Chronikalische, über Herd» frtit.

1904. Hoffmann, Da» gotene Rad hn Dome zu Fulda; Scherer,. Die Haüschrvnft des Johann Lutz von Salmünster; Leimbach, Zur Geschichte von Kleiichellig. bvsuz; Kissi CHuv, illustrata. Em Weck des P. Achano»

Die Usmmunalpolitifche Vereinigung der Deutschen Zentrumspartei.

Don Re'chstagsabgeortaeten Pforror Dr. Rech.

Die Dortmunder Tagung der Kommunalpolitischen Deremigurrg ter deutschen Zentrumspartei hot einen hocherfreulichen Verlauf genommen. Schon rem äußer- lich. Die ca. 250 Besucher stammten zwar in ter Hauptsache aus den oerschietetien Teilen Rhemlands und Westfalens, aber auch die meisten übrigen Pro­vinzen ter nord- weftteutfchen Länder hatten Vertreter entsandt. Es waren vertreten große und kleine Städte, Landgemeinden und Gemembeverbänbe, meist durch ehrenamtlich tätige Kommunalpolitiker.

Aber auch Stadt- und Land-Bürgermeister, städtische Magistratsmitglieter, mittlere und andere Stamraumb beamte, Abgeordnete des Reiches und Landtaysabge- ctimete waren gekommen und beteiligten sich eifrig an den zweitägigen Verhandlungen. Die kommunolpoli» tische Vereinigung ter deutschen Zentrumspartei zählt mmähernd 6000 Einzelmitglieder und ist die größte politische Kommunal-Organisation.

Don dem verewigten Zentrulmsführer Karl Trim- dorn, dessen Gedächtnis in Dortmund entsprechend ge­feiert wurde, ist sie in kluger Voraussicht gegründet, hat sie Letensfähigkett und ihre Ledensnotwendigkeit allen Einsichtigen bereits genügend erwiesen. Eine Un- tersuchung über chve unbedingte Notwendigkeit für die weitere Auswirkung ter großen Zentrumsgrundsütze m allen Selbstoerwaltungskörperschoften wurde darum in Dortmund nicht wieder angestellt. Nein, die Er­kenntnis dieser Notwendig kett wurde bei den Destrchern der Dortmunter Tagung vorausgesetzt. Jeter von ihnen war durchdrungen von der Ueberzeugimg, daß Zentrumskomm.mralpolitik zwar rein s a ch l i ch e Kom» mrmalpolitik ist, ober funteimentrert fein muß auf dem Boden unse re r christlichen Weltanschau­ung und orientiert an der großen Zentrumspolitik in Reich und Ländern.

Mine Wirtschafts, oder gar Standes- Politik, wie sie in unserer egoistischen und materia- -istisch gesinnten Zett vielfach als die einzig richtige empfohlen wird, ist im Grunde genommen, u n ch r i st- lich sie entfremtet, insbesondere auch in den Kam- munen, sie treibt auseinander. Echte Zen- krumspolitlk versöhnt, vermittelt und sucht die Menschen und die Stände in Siebe zusammenzu» führen. Von dieser Grunbstinnmmg war die Dort» mmLer Tagung getragen. Es ging dieser einheitliche ■ti-rg durch die Referate, durch t>« Entschießsmgen, ins- besondere auch durch die Diskussionsreden, ob diese nun gchalten wurden am Vertretern großer oder kleiner, städtischer ober ländlicher Kommunen, ob rein wirtschaftliche ober kulturelle Finanz- ober Vermal- tungsfragen bel;andell wurden. Alle wollten Rat holen ater Rat geben aus dem großen Gebiete ter Zen­trumskommunalpolitik.

Der Hauptgegenstand der Derhandkungm bildete die kommende preußische Kommunal- Verfassungsreform. Dbenegkrungsrd Dr. vrm Dultzig, vom Stawtskommiflariat für die Der- roa&mgsreform hiett darüber ein inhalllich und formell ausgezeichnetes Referat. Es ist einer ter testen Kenner tes preußischen Derwaltungsrechtes, ter zud:m reiche Erfahrungen im Westen und Osten Preußens in lang- jähriger Derwaltungsvraris gesammett hat. Durch den Vortrag wurde uns Zuhörern zweierlei klar. Zunächst einmal, daß die Vorarbeiten tm äuterft weitschichtigen Materie ter gesamten preußischen Derwaltungsreform mst vollem Recht einem eigens geschaffenen Kommis, sariat mit dem Minister a. D. Drews an der Spitze, übertragen sind.

Dabei tagen der Schaffung dieses Kommissariats, das wir hauptsächlich der Zentrumspartei te« preußi­schen Wgeordnel-enhauses verdanken, folgende Erwä- Simgen zu Grunde. Bei dem jetzigen Zustande fort- während wechselnder Regierungen und deren Leiter ist es zu wichtig, daß die Verwolttmrgsrsform in ihrem

sius Kircher aus dem Jahve 1667; Richter, Prozessionen otts dem BensdiWnerstist zu Fulda vor 300 Jahren; Richter, Die adeligen Kapftutare des Stiftes Fall« fett der Visitation Ccmrfas; Richter, Die Lage der Üandbe» vökkenmg in den fürftllch fultefchen Samt em am Ente tes 18. Iahrhumterts; Richter, Der französische Emigrant Sobrkl Syemt) und die Enfftchang ter tachol. Pfarrei Iena-Weimsr.

1905. Richter, MAÄaKerKche Dautenkmäler der ful- dischm Pwpftet Rohr; Werb nun. Aus dem Protokollbuch ter Fuldaer GeimveteLunft; Vonderau. Der heutige Stand ter vorgeschichtkichen Forschung tm Fuldaer Lande; Amchein, Das fuldifche PropfileUvster Holzkirchen; Pabst, Der alte „Drcrmforst" und die Hünstlter State- omwottung „Praforst"; Drau, Drei Neuhöser Amtsvögte aus ter Familie Stang; Richter, Der Fuldaer Rechts- gelehrte Eugen Thomas; Richter, Die Sitkularisirtion tes Roffcgfatfüfts Rasters; Mott, Die KreuzesfyMbolrk bei Hrcchmms Maurus; Vonderau, Stelnzettliche Hockergrä­ber und Wohnstätten auf dem Schukzmbevge bei Fulte

1006. Berta, Daten-Siolzertborp; Richter, Bcmiia» tianln BHt, Plärrer Eduard Henkel, ein Erforscher der Lokal Schichte Dernbachs und der Umgegemb; PMsi Sckfickfale Amöneburgs rm 30iährigen Krteae; Haas, Der Ortsname Horvs; Kmmer, Milde Stiftimpffl in Fulte; Richter, Zur Geschichte des Bauernkriegs tm Hochsttst Fulte; Supprt, Die Toten des Fukdaer Mtes Hein­rich VI. von Hodenbeiz;; Sontergeld, Sirs den Memoiren tes Generals Tksiebault, Gouverneurs von Fulte; Rich­ter, Neuere HratxmuslitLratur.

1907. Kromer, Die Armerrpftrge Sn Fulte feit dem Suspang des Mittelalters; Dtzl. Die Pestsäule em Frauenberg bei Fickte; Rübsom^ Deziehungen des Atels- geschlechir von Lüder zum Stift Fulte im Mittelalter; Rappel. Die Fukdaer Düvgermckstände 1331/32; Haas, Z»r Urgeschichte des Fukdaer Landes; Richter, Die mti- trtalterlichen Wandmalereien tn der Kirche zu Fraurom- tech; Richter, Mertmnsftrnde auf dem Petersbevge bei Fulte; Krau, Mivuft Gvtklieb Meitznert Gemme ns. Die bl. Elifabech orm Thüringen in der neueren Forschung; Gemmen«, Die beiden Klöster der Tertiartnnen $u Fakta.

1908. Scherte, Srchprtny Friedrich een Hesien-Kasiel >nch Pkarrer Dvkenlin Fachs von Rosdorf; Richter, Ulrich von Hutten rmd tes Kloster Fulte; Richter, Hrolxmus Maurus <ckr HynmendichSer; Richter, Die Aukhebuno des BmedfttmerMs ad. L Seteotorem in Fulda; Richter

DorbereitMgsstadium aus der Tagesmeimmg zufälli­ger RegienmAsmchrheiten herausgestellt und rein sach­lich und in Ruhe geschaffen wird. Die Derwallungr» oerfosiung muß der tragfähige Unterbau tm ganzen Staatsleben sein, muß standhatten auch bei großen Re­volutionen, bei denen der Ueberbau, Reichs- und Län- betversasjung ber Zerstömng ausgefetzt ist. Die Set- arbeit des Verfafsimgsentwtrtss, der allerdings vom ge- (ernten Sivatsminifterimn verantwortlich oorgelegt wirb, schließt natürlich eine Mitarbeit durch die en- zelnen poltttschen Parteien nicht aus, im Gegenteil ist dieselbe, wie uns der Vertreter des Staatskommissariata versicherte, sehr erwünscht.

Gerade unsere Komnnmalpolttische Vereinigung der Deutschen Zentrumspartei ist für diese Mitarbeit wie geschaffen. Es sind darum auch in Dortmund zwei Kvmiwffsicmen gebildet worden, die sich mit den beiden wichtigsten Stücken des Devwaltungswerkes, der Städte- und ßonbgemetnbeorbmmg, demnächst ein-' sehend beschäftigt werden. Außer Wgeordneten sind von ber Getteraloersammlun>g in diese Kommissionen^ Männer der Verwaltungspraxis aus den einzelnen Landesteilen entsandt worden.

Noch ein Zweites ist den Teilnehmern der Tagung klar geworden. Das garye Kommunalosrfassungs- werk muß eine festgefügte Einheit werden, ange­fangen von der Provinzialautonvmie bis hinunter zur Organisation der kleinen Laichgemeinde. Es ist txrrim auch in unserer Cnffchtteßung zum Ausdruck gekom­men, bah der Gesamtentwurf des Reformwerkes auf einmal, nicht nacheinander in einzelnen Teilen, und! zwar b a l b i g ft, dem preußischen Abgeordnetenhause oorgelegt werde. Der Entwurf muß dabei namentlich m den Grenzgebieten zwischen Selbstoerroaltung und Lrtaalsaufsicht einer sorgfältigen Prüfung unterzogen werden. Fragen, wie die Kommunalisierung des Land- rates, wentuelle Abschaffung der Bezirksregierungen, dre Stellung des Obervräsidenten bezw. des Landes­hauptmannes als Aufsichtsorgan des Staates bestätigen diese Mahnung zur Vorsicht. Auch die Frage einer1 eventuellen Ueberfragtmg der rheinischen Landgemeinde- ochmmg ober der westfälrschen Amtsverfasftmg auf bi«

^».^Ebischen Provinzen oder umgekehrt: der unmittelbaren Unterstellung der ßambgemcinben unter bte kommunale und staatliche Aufsicht des Landrats/ etne yrage, bei deren Beantwortung auch in unseren Reihen noch keine Einmütigkeit besteht, bedarf einer ■ PrgfaÜigen Prüfung nach ber Seite nicht nur der Kostenersparnis, sondern auch der Denoattu^ngseinfach- «üL o p°litischrn Lebensentwicklung gerade des simyrn Landes.

Alles in allem genommen: bie Dortmunder Ta- praktische Arbeit geleistet und noch mehr zur auf kommunalpolitffchem Gebiete lnnerhM» der kvMMunalpolitffchen Vereinigung ange­regt. Sckche Anregungen werden weiter gegeben durch fcas ausgegeichiBrt redigierte Verbandsorgan, die „Kommunalpolitischen Blätter" (Köln), die alle 14 Tage grundsätzliche und aktuelle Fragen der Zentrums- kommunalpolitik, namentlich in Bezug auf die kommende BerwÄtungsreform, behandeln. Möge dies,: Zeitschrift von den Mitgliedern unserer Fraktionen und tmfäser Kreisoereinigungen immer fleißiger studiert werden/ damit die christliche Zen trumsibee amh in unseren Kommunen überall a n Boden gewinne.' Das Generalsekretariat ber Konrmunalpol ttlschen Ver» etnigmg tat Doutschen Zentrumspartei (Dr. Heinen), und die Geschäftsstelle der „Kommunalpolitischen Blät­ter" befinden sich in Köln, Ursulagartenstr. 19.

Deutscher Reich.

* Berlin, 21. Dez. Im Reichsverkehrsministe­rium fand eine Besprechung mit den Ländern über die zum 1. Febru ar 1922 bevorstehenden Eisenbahntariferhöhungen statt. Die Besprechungen trugen informatorischen Charakter. Sie dienen zur Vorbereitung für die Verhandlun-

Die Anfänge der Propste« Nonenedrg tat Fulte; Rich­ter, Die Säkulansstion des Fuldaer Domkapitels; Haas, Di« Ortsnamen des Kreises Fulda.

1909. Haas, lieber Rüdels Angriffe auf die bona fides der Gründer Faltas; Richter, Das fuldische St. Andrvaskloster in Rom; Bonberm, Ein m Fulte gefun- teuer römischer Mmstem; R«! ‘"r, Oie Doruxmdtschast ÄMtzrls; Mmmrg, Fuld. ©c-nrarifer; Mgner, ©er-

t ©puren m ter hsmrE ßm >Dirl-chast um Hünfeld.

1910. RÄhter, Fulte rroter fr.rnzösisch!» Herrschaft;^ Haas, Die chronikalischen Lutzrlchmrnr.en t>rs Fullmer Bür­gers Gangolf Hartung (1607—1666); Gk’rwn«, Zur Ge­schichte ter Apotheken Fuldas.

1911. Richt«, Ein „Fuwoer Plcn" ytr Mederver» eimgiMg ber christlichen Konfessionen i i Deutsch« land; M«, Der große Saal tm Schlosst zu Fulte; Iller, Die Malereien im Ka cffaale bist Schlosses zu Fulte; Mgner, Lus alten Rrchnungm bet „StM" Durghmm; Mgner. Zur Eefthichie des Adele im Kreise Hünfeld; Haos, Sitte FuLteer Markdefthrei- bungen; Hohmann, Ftckteor Luxusgefetze.

1912. Haas, Alte Fukdaer Markbeschrellmnaen; Rich­ter, Der SeneWiner Isidor Schteichert und 'die Dom» pfarrschule zu Fulda; Mgner, Kirchhossfesien im Kreise Hünfeld; Richter, Eheenalige Besitzungen adliger Familien im Fuldischen; Richter, Ungedruckte Mtensbücke $lt Ge­schichte tes Fuktaer Fülstadtes Balchafar von Dermbach; Mgner, Heiter Burgen und sonstiges «chemaliges Besefti- gunyswesen Kreist Hünfeld; Richter, Die kirchliche« Orgamfattonspläm der Drtmien.Nasiauifchen Regierung bei der Säkickarisatton des Hochftifts Fulte.

1913. Richier, Erinnerungen an tes Jahr 1813; Hack, Im Susftertien begriffene Sitten und Gebräuche der Fuldaer Gandtevölkerung; Richter, Nachrichten über bie Michael skirche zu FuDa; Richter, Steuer tasten ter Pro­vinz Fulte unter fnmzösischer Derwaltung; Möckner, Air Geschichte des Amtes Weyhers und des Ebersberger Be­sitzes; Richier, Das Paradies und die Königskapelle vor ter chsmoliHen Stiftskirche zu Fulte; Großart, Dst Landstönde in ter Reichsabtel Fulte unb ihre Einungen bis zum Jahre 1410; Schoos. Beiträge zur Fuldaer Na» merrfimte; Dondemu, Dortäusiger Bericht über die Aus» gratemgen 'm Dome zu Fukta; Haas, Mte Fukdaer Mack- tefchrchbuNVen.

1914. Richter, Fulte5 «fftmokige Zuaebörizkert zu Preuheu; Hovs. Fulte«- M--^chchrMbmng»n; Rirch, Be»