J5 255.
Mittwoch. 12. Cftol’rr 1921.
Fuldaer Zeitung
Druck der Fuldaer Aetieudruckerei iu Fnldip
?: /
Sari Stapf, Satllermeiiier.
Georgstraße 12, Fulda, Florengassr 18.
II,
<e«ViFk*d*
ar»
Flbt^
Vüro und Lager:
Prlvak-Wohmmg:
-------- Lager tn Gips und Zement ——
Wo BerSHmM L Con Radebwd.
ObwaB erhältlich
t
"i = i
i
I
Mk. TO— tSeViHasdw
Rheinwein
Dienheimer . . . .
Moselwein
Zehlnger
Rotwein
Oberingelhelmer .
Stickstoffdüngemittel erhöht werden. Die Re- gierung har nach Prüfung der Verhältnisse eine Erhöhung um 26 b, H. für Kalkstukstoff, Ammoniakdünger und Ammonsalpetädüuger und von 37 d. H. für reinen Natronsalpeter genehmigt. Die Mitteilung weist darauf hin, dah der Stickstoffdünger auch nach dieser Preissteigerung heute in Deutschland nur halb so teuer ist wie tm Auslande, und dah der Landwirt zur Bezahlung einer Gewichtseinheit Stickstoff heute nur eine wesentlich kleinere Menge Weizen, Roggen, Gerste, Kartoffeln, Zuckerrüben «sw. zu verkaufen brauchte als vor dem Kriege.
M dem Nachbargebiet.
(fpd) Irankfurk a. M. Der Einspruch der Städte Frankfurt und Wiesbaden gegen die Heran- zirhung zur erhöhten Bezirkssteuer für 1921 ist üom Minister des Innern zurück gewiesen worden. Der Minister verkennt nicht, dah die Höhe der Belafttrng der Realsteuem von dm Grvß- städten drückend empfunden wird. Sie bleiben aber im richtigm Verhältnis zu den Umlagen anderer Bezirke und sei Lei der jetzigen Finanzlage nicht zu vermeiden.
(fpd) Lronbcrg. Einem jungen Mädchm aus einem Nachbardorfe hatten männliche und weibliche Klatschbasen ehrenrührige Dinge nachgesagt, sodaß sich die Beleidigte zur Erhebung einer Klage veranlaßt sah. Vor Eintritt in die Gerichtsverhandlung machte der Richter einen Vergleichsvorschlag, auf den vier Frauen eingingen und sich zur Zahlung einer rrheblichm Bußsmnme bereit erklärten. Mehrere Männer ließen es auf das Gerichtsurteil ankommen mit dem Erfolg, daß sie zujeHTagen Gefängnis verurteilt wurden. Außerdem haben sie die erheblichen Gerichtskostm zu zahlen.
| zaßadenputz, Stufe und Rabitzarbeiten,
Empfehle als ganz besonders schön und sehr preiswert;
Mszrrg ans öev öegifkml des Standesamts ä.
Sterbefälle vom 30. Sept, bis 7. Okt. 1921.
1. Oktober. Ehefrau Anna Sturm, geb. MalkmuS, 37 I. 4 M. 28 £. 2. Rentenempfängerin Antonie Mihm, 78 I. 9 M. 28 T. 2. Kutscher Richard Huhn aus Mackenzell, 26 I. 3 M. 20 T. 2. Metallarbeiter Adam Joseph Kircher, 85 I. 2 M. 10 T. 3. Auszüger Gregor Weigand aus Tiefengruben, 68 I. 2 M. 3. Ehefrau Rosalie Katzenstein, geb. Marx, 48 1.8 M. 3 L. 4. Ehefrau Anna Auguste Hetz, geb. Ebert, 28 1.11 M. 16 T. 4. Arbeiter Oswald Georg Heiderich auS Wehrshausen, 28 I. 2 M. 7. Invalidin Mathilde Hofmann, 37 I. 2 M. 11 T.
. . Mk. 11— dleViFIasdw
wenn — : , 1
-Wir besitzen aber eben die Mauer nicht, um die es sich handelt!" unterbrach Herr Hohenfels die Sprechende. „Die Mauer, welche unser Besitztum von dem Grundstück des Nachbarn Hochfeld trennt, ist gemein, sames Eigentum! Als vor fünfzig Jahren der Groß- vater des jetzigen Besitzers fein Grundstück verbauen wollte, hat mein Großvater, wie Du weißt, Einspruch gegen diese Absicht erhoben, denn durch den'Bau wäre unserem Garten Licht und Luft genommen worden Es kam zu einem Prozeß, der mit dem Vergleich endete daß auf der Grenzmauer nur ein Staket errichtet we^ den darf, das die Höhe von 5 Metern vom Boden aus nicht übersteigt. Ich denke, das ist hoch genug, daß jeder gegenseitige Einblick in den Nachbargarten verwehrt wird!" ।
»Und nun, nachdem der Sturm das alte Holzstaket vor drei Wochen niedergeriffen hat" — fuhr Frau Hohenfels in dem gleichen Tone wie ihr Gatte fort — »und wir über die Mauer in Nachbars Garten steigen können — da ist doch der alte Vergleich hinfällig!"
„Das ist echte Frauenlogik, Franziska — verzeihe! Der damals geschloffene Vergleich besteht noch heute zu Rechten — ich habe mich darüber, um aus allen Zwei, feln zu sein, bei meinem Rechtsanwalt erkundigt. Klipp und klar haben sich die Kontrahenten damals verpflichtet, für alle Zeiten niemals c'<e Erhöhung der Treu.
Das öehalxxuxls toeTHiotäMretiilaicolton and Heutaueaohltäe. wto Mummt, Finnen, 'Batchen. HaatrBte, Rekel, Pmieln utw* «untertreiben, besteht hä ttgBdiea Witctaatfen e6 der eehlee
Reue Bücher.
Erziehungswissenschaft.
, Soloff, Ernst m., Prof. 3n zwei Welten. Aus den Erinnerungen und Wanderungen eines deutschen Schul. manneS und Lexikographen. Berlin u. Bonn 1920. Ferd Tümmlers Verlagsbuchhandlung. Karr. 22 Mk., geb^
Der Herausgeber des Pädagogischen Lexikons hat uns, nachdem er dies in mehr als einer Hinsicht be, deutende Werk während des Krieges vollendet hatte, nun auch einen Blick in sein an Erinnerungen Und Erfahrungen außerordentlich reiches, persönliches Innen, l^bentuen laffen. Daß er dabei allen seinen Lesern, — ob jung oder alt, ist einerlei —, gar manches zu geben
August Müller, Fulda
Weingrosshandlung
Lindenstrasse 4
— Fernsprecher Nr. 9$ —
freitragende Schugkwänbe s. s. $. (leichte Zwischenwände) fertigen an und liefern ab Lager
Fuldaer Stuckfabrik
Bröljler & Hüdjfer.
Arbeitsordnungen für Fabrikbetriebe werden schnellstens hergestellt von dep Fuldaer Actiendruckerei.
»Wegen des Eisengitters?" fragte Herr Hohenfels verwundert. »Ich denke, das ist doch erledigt! Die Form ist bestimmt, der Preis vereinbart, also brauch/ er doch weiter keinen Bescheid! Der einzige Bescheid den ich ihm geben kann, ist der, daß er die Arbeit so «sich wie möglich ausführen soll!"
/ »Das wäre ja soweit richtig," sagte die schöne Frau bffenbar mit einer leichten Verlegenheit ringend. „Die Form des Gitters wurde allerdings von Dir bestimmt und auch der Preis bei eventueller Anfertigung mit dem SReifter vereinbart — zur Erteilung einer festen Be-
nungsmauer vornehmen zu l> ' >>. Die beiden Gegner gingen von dem richtigen Gedanken aus, daß beide . . - , ■ ■ -- , Gärten durch «ine zu hohe ScheKungswand infolge
ich mich ab<k: tmntar noch Nicht ^nt» ^.Einbuße der freien Luft erheblich an Wert und Schön»
WIMM und Schaumweine
zu niedrigsten Preisen!
Märkte.
mc Frankfurt a. M, 11. Okt. Der heutige Ge- müfe- und Obstmarkt zeigte wiederum eine überaus reichliche Anfuhr. Bei dem Großhandel kosteten Kartoffel» der Zentner 80 Mk„ Weißkraut' 85—90 Mk., Spinat ICO—120 Mk., Rotkraut 100 Mk., Gelberüben 95 bis 100 Mk., Kastanien (deutsche) 800 Mk. Von den Erzeugern im Frankfurter und UmgegendSgebiet wurden angeboten: Wirsing zu 100—130 Mk., der Zentner, Spinat 110—140 Mk., Weißkraut 110 Mk., Tomaten 60—80 Mk., Karotten 140—160 Mk., Blumenkohl (sehr reichlich) der Kopf 2—6 Mk., ESkarol 1—1.20 Mk., das Stück, Kopfsalat 80 Pfg. dis 1 Mk., Sellerie 1—4 Mk., der Kopf, Kastanien (aus dem Taunus sehr reichliche Anfuhr) 220—250 Mk., der Zentner. Der Obstmarkt war überladen und das Geschäft daher anfangs schleppend. Es wurden bezahlt: SBtmen 120—160 Mk., Aepfel 130-210 Mk., Trauben 300—350 Mk. Tue Butter kostete wie seither 28—30 Mk., das Pfund.
Gemahlin erkannte. Das bordeaurote Hauskleid welches in weichen Fasten von der schlanken Gestalt der Dmne niederfloß, Keß diese so jugendlich erscheinen daß man beim erften Anblick glauben konnte, man habe nn-s^ne ^rau erwachsenen Kindern, sondern ein ®nbe ber Zwanziger vor sich; betrachtete man se^ch das Äelschöne Gesicht näher so sah man an den fetnert vEchen, welche sich an den 6(augdotierten Schlafen hmzogen, on dem matten Schimmer, der über den ehemals wohl tieffchwarzen Haarmassen lag, daß der Zemth blühenden Lebens bei der Frau doch schon seit geraumer Zeit überschritten war.
. Herr Albrecht Hohenfels erhob sich beim Eintreten Mner rirau von seinem Lehnsessel und machte eine Verbeugung, ohne aber den leisen Zug von Befremben m feinen Zügen unterdrücken zu können, der durch das unerwartete Erscheinen der Dame hervor, gerufen worden war Und auch etwas wie Ungeduld schwang tn seiner Stimme mit als er fragte-
»Du bringst etwas Besonderes, Franziska?" »Verzeche, wenn ich störe," erwiderte Frau Hohen- ^er tiefen melodisch klingenden Stimme. ^Schloffor Gerhard will Bescheid wegen des Eisengit. M!
vermischter.
* Raubüberfall in der Eisenbahn. Auf der Fahrt ~°r tur UNd nach Hamm überfiel in einem 5 r .Klosse em Fremder den Kaufmann R., versuchte ihn zu betäuben r ) ihm die Brieftasche mrt 40000 Mark zu entreißen. Radecke, der sich energisch zur Wehr .etzre, erhielt von dem Attentäter einen Stich. Es gelang ihm, die Notbremse zu ziehen und den Zug zum Halten zu bringen. Dem Räuber gluckte es, die Brieftasche zu ergreifen und aus dem Zuge zu springen. Er ist im Dunkel der Nacht entkommen.
* Die Unsicherheit in Oberschlesien. In der Schicht- streisterei der Heinitzgrube bei Beuchen wurden 114000 Mark geraubt. Der Raub war dadurch möglich, daß der Schichtmeister vor dem geöffneten Gelüschrank infolge Herzschwäche zusammengebrochen war. — Die S t a t i o n s k a s s e von Bogutschütz wurde von vier Banditen über f al» Icn. Diese hatten es auf die Vorschußgelder für die Arbeiter abgesehen. Der Raub mißlang. Die Räuber entflohen und wurden verfolgt, wobei sich auf dem Kirchhof ein Gefecht entspann. Von den Räubern soll einer verletzt sein. — Bei einem Einbruch in die katholische Kirche in Sorau O.-S. wurden drei goldene Kelche entwendet.
* Schiffskakaslrophe in der Irischen See. Im Nordkanal zwischen Schottland und Irland rannte in der Sonntagnacht der englische Dampfer „Ro- wand", der von Glasgow nach Greenlock fuhr, mit dem von San Franzisko kommenden, nach Glasgow bestimmten amerikanischen Dampfer „West Can- nack" zusammen. Die „Rowand" erlitt eine schwere Havarie, vermochte aber mit eigener Kraft weiterzufahren. Aber kurz darauf wurde sie von einem zweiten Schiffe, der „Clan Malcolm", mit voller Wucht gerammt. In zwei Stunden war die „Rowand" gesunken. An beiden Zusammenstößen war der dichte Rebel schuld. Mittlerweile trafen Mei funkentelegraphisch herbeigerufene Schiffe zur Hilfeleistung ein. Eines von ihnen fischte 17 Lebende und zwei Leichen auf, das andere rettete 26 Schiffbrüchige, und der kleine amerikanische Dampfer, mit dem die „Rowand" den ersten Zusammenstoß hatte, 20. Im ganzen wurden 77 Personen gerettet. 13 Mann der Besatzung, darunter der Kapitän, ertranken.
* Die Sf. Iohannes-Lirche freigetegt Bei Aus- j Grabungen irtEphsfus wurden bedeutende Teile der Kirche des Evangelisten St. Johannes freiyelegt, besonders dte Krypta, die als Grob dieses Apostels betrachtet wird.
ober schMich WettrW. Die Erkenntnis 6er Ursachen ber Mmckmiwettung roh» weiterhin ffiasv wenn man die Preist ta New York für Mark, Pfurid St erling, Frank und Lire usw. in den letzten 6 Wochen vergleicht. Samt ergibt sich nämlich, daß in den Wochen der Reparationszahlung die Mark allein eine Entwertung erfahren hat, daß aber in den letzten Tage« der Senkung der Mark auch ein Verlust des Franken und der Lira parallel geht.
Drei Momente haben also zur neuen Markentwertung geführt: zuerst dte Reparatstnsgechlung, dann die allgemeine europäische Währungskrise und schließlich die Auswüchse der deuffchen Spekulation.
" Erhöhung der Düngemittelpreise. Wie offiziös mit. geteilt wird, müssen mit Rücksicht auf die allgemeine Teuerung, die Steigerung der Löhne und Gehälter, der Frachtkosten und Steuern auch die Preise der
RomefeldfsTee
J8.Ä. 3 aromatisch und ausgiebig, billig in lerbraach *
—11 c i 1r1 a ।«a J a alle« 81 a dt t» 11 ea
beit verlieren würden und sie hatten recht damit, erster Buchhalter, unterhält so viel ich und die halbe! Uebngens begreife ich nicht warum Du Dich so hart- Stadt weiß, einen sehr sehr intimen Verkehr mit un. nädtfl auf die Sache kaprizierst? Seit fünfundzwanzig | seren liebenswürdigen Nachbarn! Bis jetzt hast Dy' Jahren war Dir doch das Gitter auf der Mauer recht! I darüber noch kein abfälliges Wort verlauten laffen!' Ich müßt doch auch nickst, daß wir in den drei Wochen, I „Du weißt, daß ich mich um die Privatverhältnffst
dtt Mauer frei liegt, von den Nachbarn bs> I meiner Angestellten nicht kümmere!" versetzte Herr lästigt worden sind! Von dem Hochfttd und seiner Fa. I Höhenfest- mit hörbarer Ungttmld tat Tone. .Uebri- mtlie haben wir wohl mich kaum Belästtgung zu ex. | gen« kommen wir von dem Gegenstand unsere- <8e* warten — für Me sind wir doch Lust, gerade wie sie für | spräche- ab! Du sprachst von Ungehörigkeiten, die von' wns Lust sind! Der Sprechende lachte bei den letzten j unserer Seist aus begangen worden sind? Was waren Worten wie hohnvoll auf. I dies für Ungehörigkeiten mtd wer ist der oder die De,
»In dieser Beziehung bist Du eben ta einem kleinst, I treffende?"
??tlmi' ll^er Albrechst!" oersetzst Frau Hohenfels mit Die schöne Frau kämpfst flchtllch mtt einer MttÜ» hörbarem Aerger tm Ton. i I Verlegenheit. Dann warf fie leickst Mn: ist M
m !***.- w« willst Du damst sagen?" fragte ihr eigerNtacht to StoTtuS !md r^ Dich viLL ®atte gespannt. ,54 kann doch nicht annehmen, daß I mmöttg auf. Sch werde schon allein dafür Sorg» trO. v°n den Leuten da drüben irgend etwa, unternommen ! gen daß sich der Vorfall nicht wiederholt!"
worden ist, was —' ! I ^.Nickst der Rede wert?" wiederholst ihr Gatte. »Dann
»Don den Leuten da drüben?" unterbrach ihn die begreife ich nur nicht, rost Du so entschieden auf einer Same höhnisch auflachend. „Dagegen tonnst man sich Forderung bestehst, dst zu erfüllen mir vorläufig ein wohl schützen! Ich wollte cs ihnen nicht raten, sich nur Ding der Unmöglichkeit ist! Wenn die Sache nicht dst das Kleinste herauszunehmen! Abst da von unserer Rede wert fft dann hättest Dn ganz davon schweiastr Seite aus ber Umstand, daß die Mauer frei liegt, zu sollen! Jetzt, nachdem Du einmal soweit gegangen biftj Ungehörigkeiten benutzt wird, muß ich darauf bestehen, will ich wissen, um was es sich handeltl Ich denke e» daß Du die Sache nicht mit einem einfachen „e5 geht | wird schon dst Rede wert sein!"
nicht", abfertigst. Ich ruhe nicht ehst, bis die Mauer I „Run ja, wir man es auffaßt! Max fft eben ein errichtet wird! i I dummer Jungs, ber trotz feiner vierundzwanzig Jahre
Hstr Hohenfels macht mit einer Rechten eine be. I — man sollte es kaum für möglich hatten - immer noch schwichtigende Gebärde. Ohne auf die letzten, ntit aller I nicht aus feiner Stromüd hstaus ist!"
Enstgie hervorgestoßenen Worte feiner Gattin einzu» I Dachst ich es mir doch daß Dein verhätschelt« gehen, fragte er kühl:
Meiner wetten Kundschaft sowie dem geehrten Publikum von Fulda und Umgegend zur gefl. Kenntnis, daß sich von jetzt ab
meine Werkstatt
FlorellM Nr. 18,
Hinterhaus,
befindet.
Gleichzeitig bringe ich ht Erinnerung mein ständiges Sager ht Sophos, Divans, Caife- lougnes und Matratzen in nur erstklassiger Derarbeitung.
Extta-Dnfettigmtgen auf Wunsch.
Krankenweine
hervorragend kräftigende Bot- und Südweine in bester Qualität empfiehlt
Joseph Schmitt, Fulda
Büro und Kellerei > Banlostor 4-6.
Kletarerkauf: Marktstrasse 32. en
1 bat, wird jeder merken, der mit der Lesung des Buches beginnt. Er wird von der außerordentlich feffelnden Art der Darstellung wie von dem in den meisten Kapiteln erneut über das Matz des individuellen Lebens eines Schulmannes hinausgehenden Inhalte in gleicher Weise stark angeregt werden. Für alle jene, deren besonderen Beruf Erziehungsarbeit heitzt, bietet das Buch geradezu eiue Fülle von echter, wahrer pädagogischer ErsahrungSweisheit. Dabei steht der Derfaffer stets wieder mitten im täglichen Leben, mitten in den Ge- schehnissen unserer Zeit, sodatz Probleme ganz modernster Art in dem Buche berührt und zum Teil verarbeitet sind. Besonders intereffant sind die Kapitel: HauS- lehrer-Erinnerungen aus der Berliner Hofgesellschaft, I ferner Jiorn, Irland, Wieder in Italien. Neben diesen | äußeren Geschehnissen läuft dann aus Schritt und Tritt I verfolgbar, die innere seelische Entwicklung des Ser« | fafferS vom Protestantismus zum katholischen Glauben, von der Laufbahn als Hauslehrer bis zur literarischen Lebensarbeit des Berfaffers, der Herausgabe deS Pada- gogischen Lexikons und der Wiederbelebung deS Ltte- rarischen Handweisers für die deutschen Katholiken. Das Buch ist es teert, in allen Kreisen, vorab aber in den seelisch tiefer orientierten Kreisen unserer Ge- bildeten aller Konfessii ! ■ gelesen zu werden.
handel unö wirtschaft.
Die deutsche Valuta.
Im September hol die deutsche Mark ihre bisher größte Entwertung erfahren. Der amerifanische Dollar hat einen Höchststand erreicht, ber den Stand vom 27. Janmar 1920, dem Tag der vordem größten Enttverttmg, übertrifft. Die Markverschlechterrmg spiegelt sich in den Kursen der aus» ländischen Zahlungsmitteil wieder. In Newyork tastest 1 Dollar im Frieden 4,20 M, im August 1921 84,30 Mitte September aber 109,90 M, das bedeutet eine Ent- wettung um 2616 Proz. Ein Pfund Sterling kostest rn London rm Frieden 20,40 M, tm August 1921 308,30 «M. und Mitte September 1921 408,50 M, das bedeutet eine Entwertung um 2000 Proz. 100 Franks kosteten im Frieden m Paris 81 M, im August 1921 653,60 M und am 15. September 1921 762,50 M, das bedeutet eine Entwertung von 941 Proz. 100 Franks kosteten tm Frieden ta der Schweiz 81 <K, im August 1921 aber 1417,30 M und am 15. September 1890 M, das bedeutet eine Entwer- ttmg von 2333 Proz.
Dst Ursache der starken Mankoerschstchderung ist zu einem Teil auf die großen Dollattäuse, dst an den deutschen Börsenplätzen sstttigefunden haben, zurückzusühren. Die Dollarhausse, dst durch dst Reparattonskä-use ausgeloft wurde, ist aus privatwittschafilichen Motiven wei-terge- fühtt und ü$xedrtoien worden. Die Jrtttiattve M der ad- watts gerichteten Bewegung der Markbewettlmg lag zu gewissen Zeiten zweifellos in Deutschland. Dsts zeigt sich darin, daß sich <m einer Reihe von Tagen der Berliner Dollarkurs höher sstllte, als sich aus der Parität mit der Newyorker Marknotierung des Vortrages ergab. So kostete am 15. August ta Newyork der Dollar 86,50 «X, am 16. August stand aber der Kurs in Berlin aus 91 'M und am 11. September kostete ta Newyork der Dollar 101 'M, tags daraus in Berlin aber 105,50 M.
Diese Ausschreitung der Spetakation ta Deutschlemd dürste aber nur zum Teil als Ursache der Dev-isenkurssteige- rung angesehen weiden. Dst neuerliche starke Markent- wertlmg steht nämlich durchaus nicht isolsttt da, sie ist triel« mehr nur ein Teilstück der allgemeinen Währungskrise, die sich über ganz Europa gelegt hat. Mlerdtags hoi diese Krise nicht alle Dolks- wittschaften Europas betroffen. Stärker als ta Deutschland ist sie auf ta den Staaten Ost
europas. Das zeigt sich aus >nden Angaben: 100 österreichische Kronen kostestn am 27. Januar 1920 in Der- Ita 29 M, am 15. September 1921 aber nur 9,70 ’M, 100 siasimische Ltte kosteten am 27. Januar 1920 ta Berlin 675 M, am 15. September 1921 aber nur noch 465 M. 100 holländische Gulden kosteten am 27. Januar 1920 ta Bxriin 4200 M, am 15. ©eptottibet 1921 3430 'M. Dagegen hatten dle Dooffen mm Prag, Stockholm, Kopenhagen, London und der Schwetz am 15. September 1921 ihren Kurs oom 27. Jamrar 1920 ta Berlin übMschtttten. Auch ein Vergleich der letzten 4 Monate, also der Zeit der neuerlichen Markentwertimg zeigt, daß dst anderen europäischen Devisen gleichfalls eine Entwertung erfahren ha-
Dachte ich es mir doch, daß Dein verhStfchett« u i <. ... - 1 | Liebling wieder hn Spiele Str fuhr Herr Hohsiseb
„ ?u nicht d e Gute haben, bie Natur dieser bUter lachend auf und eine zornige Röst flog Über fein Ungehörigkeiten, die Dich so in Harnisch bringen, näher schönes Männergesicht. »Was hat denn dieser hypÄ- zu srlauteni? Hat der Gärtner oder einer der Küfer | moderne Uebermensch wieder angestellt? Setzt er sich über bie Mauer hinweg mit den Leuten drüben ge. I mit gewohnter Nonchalance wieder über alles das hin. sprachen, ober hat sich eines der Mädchen etwas der. | aus, was bei uns unverrückbare Regel ist?" artiges zu schulden kommen laffen? Dann muß man | „Du gefällst Dich ja in reckst Nebenswürdige« Aus- „2!, . eSten, das Verbot einschärfen, daß fei- drücken! Verhätschelter Liebling! Hypermoderner Hebet* neriet Verkehr mit den Bewohnern des Nachbarhauses | menschl Das Hingt Ja gerade als hättest Du eine An- g«TfIcgt werden darf — bei Strafe der Entlassung. Ich I tipathie gegen Dein eigenes K ndl Barum nur dies»
' 1 I Doreingenonnnenheit von Dir, Warum —“
.. un er&fff^ 'bu s°'ne Frau. „Mso auf .Bitte Franzislä - btt der Sache bleibsnl" untere
Mem «Aandpunkt siehst Du, lieber Albrecht? Dann brach hier Herr Hohenfels dst EM-chen' *. „Meins ^greife ich nur Dome Inkonsequenz nicht" — die Spre. | in o-meilenk"
dämpfte idta Stimme —.—Herr Frlednuckd, Dem - - rtfrwpfrmg
Amtliche Anzeige«.
Die Diensträume deS Landratsamtes, KreiSauSschusseS, | VerficherungsamteS, KreiSwohlfahrtSamteS und der I Kreiskornstelle find Mittwoch nachmittags geschlossen. I
Ich ersuche die Herren Bürgermeister dies ortsüblich I bekannt zu machen.
Gleichzeittg ersuche ich erneut darauf hinzuweisen, I daß Sprechstunden für das Publikum nur Mittwoch u. I Samstags von 8—12 stattfinden. Im Interesse der I notwendigen ArbettSzett für den umfangreichen Schrift- I verkehr dürfen die Beamten und Angestellten außerhalb I der genannten Stunden nur in besonders dringlichen I Angelegenheiten in Anspruch genommen werden.
Fulda, den 2. Oktober 1921.
Der Vorsitzende des Sreisaussihnfses. I _
Der Canbrat Fchr. o. (Sagem. I "|
Erloschen, I
Dst Räude unter ber Schafherde ta Johannesberg.
Fulda, be« 6. Oktober 1921.
I. D.: Schuster. -
tirrefk I da ich voraussetze, daß Du Dir die Sache doch
»juyu iluu) um iVlUuC. i noch einmal reiflich überlegst und anstatt des Gitters Erzählung von Fritz Ritzel. I eine Mauer aufführen lassest!"
. S1 , --------- I "Muß ich Str denn zum hundertsten Male wieder»
Um so überraschter wandte sich Herr Albrecht Hohen. I ^?£en< das nickst angeht!" versetzte Herr Hohenfels fels um, als die Zwischentür, ohne daß es vorher ge- I »daß dies gegen vertragliche Bestimmungen klopst hatte, jetzt geöffnet wurde, doch schwand sofort der I verstößt!" . ।
unwillige Ausdruck, welchen fein Gesicht einen Augm. I "®e9en verttaglichx Bestimmungen, die vor einem mtd angenommen hatte, als er in der Emtretenden feine | halben Jahrhundert getroffen worden sind? Die haben Mero„e.n„ —x. ---------- - " - ' ' doch für heute keine Gülttgkeit mehr!" warf seine Frau
em. „Was Deinem Großvater recht gewesen ist, muß auch uns das passen? Wr, als dst Lebenden, haben doch auch ein klein wenig das Recht, mit dem was wir besitzen, zu schalten und zu walten, wie es uns beliebt!