Der Gänfebub
rung des Schneidergörg. Zudem hatte er die schwere
/Fortsrtzuna folgt)
wieder an der Aufrichtigkeit dieser funkel. Freundschaft und jäh erlosch dex leuchtende Auge des gemeindlichen, hochachtbaren 8e>
nagelneuen Strahl im amten.
zog, noch lang? nicht verschmerzt und vergessen.
Görg aber drängte sich nur noch näher an Sännt heran.
Das stets friedliebende ZranKreich!
Frankreichs Schilderung der Entstehung des Krieges behauptet: „Frankreich ist von Deutschland überfallen worden". Dieser Ueberfall soll außerdem ein ganz heimtückischer und unerwarteter gewesen sein. Dem widersprechen in merkwürdiger Weise die Erinnerungen des französischen Botschafters in Petersburg Paleologu?, die dieser am 15. Januar 1921 in der .Revue des deux monbe§' veröffentlichte. Hier schildert er, daß er den Botschaflerposten erst übernahm, nachdem ihm der französische Ministerpräsident Viviani versprach, die Politik Frankreichs fortan ganz auf den Krieg einzustellen und ferner die dreijährige Dienstzeit einzuführen.
Dann aber enthalten die deutschen Akten noch einen Vorgang von ganz außerordentlicher Bedeutung. Im Auftrage des englischen Außenministers Grey fragte am 1. August 1914 der deutsche Botschafter in London Fürst Lichnowsky bei seiner Regierung an, ob Deutschland gegenüber Frankreich nichts unternehmen wolle, wenn Frankreich in einem deut ch-russischen Kriege neutral bliebe. Deutschland antwortete sosort, daß, wenn England die französische Neutralität garantiere,Deutschland nichts unternehmen würde. Alsbald kam aber aus London die Nachricht, „es handle sich um ein Mißverständnis; man habe versäumt, vor jener Anfrage Frankreich selbst zu fragen".
Diese Tatsache kann nicht anders ausgelegt werden, als daß Frankreich entschlossen war, um keinen Preis unbeteiligt zu bleiben, wenn Rußland zum Kriege bereit war. Damit ist die Legende vom überfallenen Frankreich endgiltig widerlegt.
demnächst in Berlin und Washington veröffentlicht werden.
In Wien ist am Mittwoch der Friedensvertrag zwischen denVereinigtenStaaten von Amerika und Deutsch-Oesterreich bereits unterzeichnet worden.
Lauter „Bezirk", mei Lieba, des is ka Kleinigkeit! Und ich muß immer da fein — und wenn der König kommt, ich muß no zu ihn und ihn rumführ'n. Mei Lieba, des kann net gleich wieder einer so wie ich. da muß man mehr schon g'lernt hab'n, als Du denkst. Hält' ich net drei Lahr an Soldat'n g'macht; Hotzkreiz, wo nehmet ich etz all die Bildung her? Ich hab's schon bei meinem Herrn Feldwebel g'lernt, wie man mit Hoche Herrn verkehrt."
„Ich möcht' ner doch den Teufel konna, wo g'sagt hat daß ich gegen Dich halt' g'stimmt."
„Des hab' ich mit mei eigne Ohr'n g'hört, daß D' g'sagt hast, dazu kann ma net a so a Rindvieh brauch'»."
„Da mit den Rindviech warst doch Du net g'nannt." „Wer anders denn? Mei Lieba, weißt, ich kenn' Dej Polatik."
" Mej Volatik wennst kennst, dann weißt, daß bei der nächst'n Wahl Du Burgermaster wirst. Du und kei anderer paßt zum Burgermaster."
Der Zriede mit Amerika.
Die Verhandlungen über den deutsch-amerikamschen Friedensoerirag, die zwischen dem Minister des Aeußern, Dr. Rosen, und dem Geschäftsträger der Vereinigten Staaten in Berlin, Dresel, geführt worden sind, haben jetzt ihren Abschluß gefunden. Der Vertrag wird in Kürze unterzeichnet und
„Woher denn sonst! Des hat mei Frala selig a schon I "llweil g'sagt und des is wahr; wer nex g'winnt und I nex daerbt, der bleibt arm, bis er sterbt."
-Wie teuer hat er wohl as Los da kauft," forschte Görg weiter.
„Fünfzig Pfennig, a Mark, zwei Mark; höher gibt'S gar kei," belehrte ihn auf Hären b der Schulzenbauer.
„Hatz Donnerkeil! Sell wenn ich wüßt', daß d' recht | Schulzenbauer, ich kaufet mir gleich rnorg'n a Los,' meinte der lange Webermichel.
Görg lächelte still zufrieden vor sich hin und schwieg. Er dachte an sein Los. Wer weiß, wie es in einigen Wochen bei ihm aussah. Vielleicht wohnte er übers Jahr auch in einem feinen, großen Haufe, wo ein Portier drin ist im gläsernen Häuschen. Nein aber! Das mollte er ja gar nicht. Er würde sich bann wenn er wirklich so viel gewinnt, ben ganzen Tag auf de» Heuboden hinauflegen und die Pfeife rauchen und Bier trinken. Das wäre ihm viel lieber, wie so ein feines Haus, wo man sich gar nicht auf den Boden zu spucken und zu schneuzen getraut. Er war so vertieft in seine Gedanken und so eifrig bei der Arbeit, Luftschlösser zu bauen, daß er gar nicht hörte, was Hanni noch weiter erzählte.
Erst als die Unterhaltung ganz leise, nur für' ben Tisch oerstänblich geführt wurde, merkte er auf. Als er nun gar noch den Namen Kundl nennen hörte feine Tochter hieß nämlich so — sprang er auf von seinem Sitz und zwängte seinen dicken Schädel dreist zwischen die Köpfe der Flüsternden.
„Was wollt ihr denn von der Äunbl?" fragte er in demselben geheimnisvollen Tone, wie er zwischen Hanni und seiner intimsten Zuhörerschaft eben geführt wurde.
„Wer sagt denn was von Deiner Kundl? Die Bur- germaster.Kundl ist doch auch a Kundl," erwiderte ihm ziemlich ungnädig Hanni. Ihn ärgerte die ständige Stö-
Gemeinschastsschule
oder Bekenntnisschule.
Allmählich mehren sich auch auf n i ch t k a t höfischer Seite die ©timmen, welche für d ie Er. Haltung der Bekenntnisschulen (konfes- sionelle Schulen) eintreten. Wir verzeichnen sie um so lieber, da man bei der großen Zurückhaltung, die sich jene Kreise in dieser Frage bislang auferlegten, der Ansicht sein konnte, als ob ihnen an dem Bestand der Bekenntnisschulen nichts gelegen fei. Der Evangelische Kirchenausschuß hat sich im allgemeinen unsere Auffassung zu eigen gemacht. Freilich sind die Beweg- gründe hierfür nidjt nur diejenigen, welche uns ver- anlaffen, die Konfessionsschule, nämlich aus religiösen, erziehlichen und unterrichtlichen Gründen zu fordern. In Nr. 29 der „Hess. Schutztg.", S. 374, wird hierzu folgendes ausgeführt:
„Laßt mich ner geh mit denen Jungfern in der Stadt Die Dunnerkeiler könne bald kein Stall ausmift'n. Ja, schön spazier'n gehn — und a bißle Musi mach'» und zum Zuckerkrämer lauf'n, sell verstch'ns," michte sich jetzt Görg in die Unterhaltung, kräftig auf den Boden spuckend, als wolle er damit seine tiefe Berachtung über diese geschmähten Stadtjungfern ausdrücken.
„Die Kundl, hab' ich zu ihm g'sagt," begann Hanni eben wieder feinen Dortrag, da stockte er plötzlich in der Rede — die Tür ging auf und herein trat der Herr Bürgermeister, während man durch das Fenster eben den Flickschuster-Peter die Dorfstraße daher kommen sah, direkt auf das Wirtshaus zusteuernd.
„Sein nix verrat'n was ich Euch erzählt; fa nix ver. rat'n." Das war alles, was Hanni feiner Zuhörerschaft noch zuflüstern konnte. Gleich darauf bekam er einen so heftigen Hustenanfall, daß er die Stube verlassen mußte.
Der Schneidergörg war ebenfalls aufgestanden. Er war Hannj nachgegangen. Draußen hatte sich der Husten, anfall ausfallend rasch gelegt.
„As werd Dir doch nix sei?" fragte Görg teilnehmend vor der Wirtshaus'ür den Hanni.
Dieser war nicht sehr überzeugt von der wirklichen Teilnahme des Fragenden. Halb mißtrauisch halb über- rascht antwortete er, langsam weitergehend:' „Was fäll mir denn pasiier'n. An Hust'n sterbt ma net."
»Sei ner net so groß; ich mein's doch gut mit Dir." »Da hab' ich bis etzt nex noch g’mertt davon."
heraus aus -em Sumpf, für echte Demokratie!
Sm Reich und in Preußen wird in der gegenwärtigen politischen Lage mit Minderheiten regiert. M i t wechselnden Mehrheiten, die bald von links, bald von rechts ihre Kräfte holen, werden Gefetze gemacht. Zu einem festen Kern der Mitte, die eine Ilm« fafsuug aller derjemyer Parteien in sich schlöffe, die sich zur Demokratie bekennen wollen, ist es trotz aller Bemühungen bisher nicht gekommen. Sn Preußen hat sich die Mehrhertsfozialdemokrcüie gegen einen Eintritt der deutfchen Volkspartei in die neue Regierung Etegerwalds aufs energischste gesperrt. Der Erfolg war der, daß beide Gruppen der Regierung fernblieben. Sm Reich erhebt sich auf Seiten der Mehr- hettssozialdemokratie ein Sturm der Entrüstung, wenn man es nur wagt, von einer Einbeziehung der deutschen Dolkspartei in die Regierungsgeschäfte zu sprechen. Der engstirnige Parteistandpunkt verhindert jede Annäherung der Antipoden.
Es ist noch in aller Gedächtnis, wie vor noch nicht langer Zeit das Mitglied der deutschen Volkspartei im preußischen Landtage, der Abg. von Kampe, einer der besten Köpfe, der Volksparteiler, sich mit unserer parlamentarischen Lage in dem vielbesprochenen und meditierten Rundschauartikel auseinandergesetzt hat. Nunmehr ergreift er wiederum das Wort. Sn der „Köln. Ztg." nimmt er offen und rückhaltlose Stellung zu unsere innerpolitischen Lage und den Erfordernifsen, die aus ihr erwachsen. Er geiselt es, daß wir michr Sinn für rückschauende Kritik hätten als für vor- wärtsschauende Arbeit. Er schildert die Unsicherheit unserer innerpolilischen Situation, die im Wechseln der Mehrheiten läge. Er macht Front geg>n diejenigen, die in der Demokratie nur die oberste Gewalt des Volkes sähen, aber diese Volksgewalt verwechselten mit dem Druck der Masse und der Straße. Wir verpufften unsere Kraft anstatt uns auf die Frage einzustellen: Wie schaffen wir wieder Ordnung? Von Kampe sieht nur zwei Möglichkeiten um zu einer parlamentarischen Festigung zu kommen: entweder wird die Regierung ausgebaut auf Parteien der Mille, oder aber die Geister scheiden sich: hie rechts, hie links, was gleichbedeutend sein könne mit: hie bürgerlich, hie sozialistisch. Das bedeute ater die Gefahr des Bürgerkrieges. Käme es zu einem Wahlkampf unter dieser Parole, er würde an Zersetzung und Verhetzung alles übertreffen. Nach seiner Meinung treiben gewisse Kreise ht der Sozialdemokratie auf eine Scheidung in diese zwei Gruppen hin, aber auch gewisse Vorkommnisse im dcutschnatio- itolen Lager ließen erkennen, daß man dort eine Entwicklung: hie bürgerlich, hie sozialistisch wünsche, jedenfalls nicht scheue. Wenn der Reichstag bei der bevorstehenden Steuergesetzgebung versage, wenn sich die jetzige Regierungskoalition außerstande sehe, die nötigen Steuern zu schaffen, so werde dies die Scheidung ganz von selbst einbringm.
Sodann erörtert von Kampe die zweite Möglichkeit, die darin bestände, daß die Regierung sich auf die Mi11e stütze: Deutsche Volkspartei, Demokraten, Zentrum. Sozialdemokraten. Darüber sagt von Kampe:
„Die Koalition bet Mitte würde eine großzügige Som« promißpolitik erfordern. Es gibt in der Verfassung unzählige Bestimmungen, die den Parteien, die sie anneh- men, nicht nur unangnehrn sind, sondern grundsätzlich gegen den Strich gehen. Wer sich aber auf den Stand, punkt stellt, daß nur der am Staat Mitarbeiten kann, der in jedem Bersassungsparagraphen den vollen Ausdruck gerade feiner programmatischen Forderungen fin- bet, der wird feinen Mitarbeiter finden, ja sich selbst ausschalten müssen. Nein, nur darauf kommt es an den Staat zu bejahen, praktisch zu bejahen, so wie er heute ist: wer das tut. ist zur Mitarbeit berufen. Das und I nur das ist Voraussetzung. Damit ist gegeben: einmal, wer den Staat in feiner jetzigen Gestalt mit Gewalt mit I nicht verfassungsmäßigen Mitteln beseitigen oder ändern I will, schließt sich selbst aus. Das ist selbstverständlich Und
Dem Hanni hatte es bei diesen Worten einen ordentlichen Riß gegeben. Mit weit offenen Augen starrte er einen Moment den Sprechenden an, dann erwachte bas Mißtrauen
' Teil unter Verträglichkeit mit einem der genannten Partner) eine drille Gruppe, die als Sozialisten im Sozialismus eine Art religiöse Weltanschauung erblicken, sich gleichfalls selbständig zu machen sucht und sich am Kampfe um dir geistige Macht beteiligt."
Gewiß mögen manche im nichtkatholischen Lage- stehenden Kreise durch die „Rivalität zwischen Katholizismus und Protestantismus" zu ihrer Stellungnahme in der Schulfrage veranlaßt fein, weite Kreise von ihnen werden aber durch andere Gründe bestimmt für die Bekenntnisschule eintreten, wie eine Kundgebung des Verbandes evangel! scher Religionslehrerinnen beweist, m der es u. a. heißt:
„Die Bekenntnisschule ist die in dem weitaus größten Teile unseres Vaterlandes vorhandene Form der Volksschule; sie ist die von der überwiegenden Zahl aller deut- schm Eltern geforderte Schute; sie ist die von der Derfaf- sung gewährleistete Schule. Wenn wir für die Bekenntnisschule eintreten, so fordern wir damit nicht eine neue Schule, sondern die Erhaltung einer bestehenden Schulsorm. Durch die Aushebung der Bekenntnisschule würde ein Ge» wisiens,zwang ausgeübt, das Elternrecht verletzt und die berufliche Freiheit und Selbständigkeit der Lehrer verhindert werden. . . .
. . . Den Kirchenbehörden und ihren Organen werben durch den Reichsschulgesetzentwurf keinerlei Rechte in der Bekenntnisschule gegeben (bekanntlich haben die Gegner hierfür das schöne Wort „Kirchenschuten" geprägt, um bannt die neue „Herrschaft" der Kirche Über die Schule recht sinnfällig zu machen. Der Verfasser!), sondem nur dm zu einer Religionsgesellschast gehörenden Erziehungsberechtigten. Für uns ist die Bekenntnisschule die Schulsorm, in. der den höchsten pädagogischen Anforderungen entsprochen werde» kann, weil sie Erziehung und Unterricht in einheitlichem Sinn und Gei st gewähr» leisten."
Sn unferer Provinz erklärte sich das evangelische Konsistorium in Wiesbaden für die Beibehaltung der dort seit 1817 bestehenden Simultanschule. Eine diesbezügliche Erklärung an die Oeffentlichkeit besagt dieses, lieber die Stellungnahme des Konsistoriums 'm Kaffe! ist offiziell nichts bekannt gegeben worden, doch scheint es, verschiedene Anzeichen bestätigen es, daß man für die Erhaltung der Bekenntnisschule fft. Sn einem Referat, das, nach Mitteilung der „Hess. Schul,ztg.", Nr. 28, am 15. Juli d. 3. im evangelischen Dereinshaus in Kassel Pfarrer Wepler aus Velmeden vor Freunden der Dorfkirche, Geistlichen und Lehrern hielt, und das sich durch einen versöhnlichen Geist auszeichnete, stellte der Redner als 2. These die Forderung: „Die evangelische Kirche macht von dem ihr verfassungsmäßig zustehenden Rechte Gebrauch und errichtet grundsätzlich Schulen ihres Bekenntnisses." (S. 359.) Sm Hornberger Kreis- bfatt, Nr. 10, 1920, schreibt der Metropolitan Schenkheld: „Unser evangelisches Konsistorium tritt auf das wärmste für die Erhaltung der evangelischen Volksschule ein, und erwartet mit vollem Rechte, daß alle Kirchenvertretungen das Gleiche tun werden."
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-. »Ein Portier ist kein Tier, wenn er "uch Portier beißt," begann er, redlich bemüht, in möglichst reinem Hochdeutsch genau so, wie es der Herr Pfarrer auf der Kanzel macht, feinen Vortrag zu halten. „Also ein Portier ist ein Mensch, der wu die ganze Woch'n in ein «an gläsern Häusla hockt und angezogen ist, as wie der Ast, den vor zwei Jahren die Kunstreiter dabei g’Iiabt hab n."
»Leut' und Kinner! Für was is denn etzt so a Kerl 00 °uf der Wett?" rief man von verschiedenen Seiten, aar ■ roas' stagt ihr mich umsonst. Da gibt's 8 r DteI’ mei lieben Männer, wo ma net weiß, zu was miehor er£tärte H^ni weiter. Er fühlte sich nun
.. 9an3 Herr der Situation. Da lauf’n Kerl' 'rum, net’a'teh* f^°, schwarze Spenzer. Ich hab'
inU'n- „ / ha° "ner ner was g’arbeit hält'. No ja. was L. Viech habm's ja net, die Beut', und a
23a rj sE's denn da Arbeit geb’n?!" »Namm'" nn??n ner bcr Aascph met de Beut’ noch ÜfjwaK nterbrach der Webermichel Hannis Wort- 3kr"meadH°fi^'hner-i5 rcitf’- mußt wsts'n, mei ßieba. to/Äi ’Ä;.. , °-
'tÄX?.' 'S
°°,maL°r kauft. Wests Glück halt
^ab n soll. M nab nex kriegt und bene hat’s glückt." fprarf) der Schulz nbauer aufseufzend über den Tisch herüber. ' ’
Wie Elektrisiert reckte der Schneidersgörg plötzlich
$ en H 'o * t.-i_ r .haste sich vor einigen I --cs wyneiuagutH. oauem yuue c- Ule igwere Zchste! lagen* gezogen werde? in ben ! ^ung Görgs. als er seine Wahrheitsliebe, in Zweifel
„Du manst von aner Lotterie hat er sein Geld Schul.
jenbauer?" fragte er aufgeregt. ' 1
Gberschlesien.
Die,Oberschlesische Volkszeitung in Gleiwitz meldet mit Genehmigung der Zensur, daß die Aufhebung des Belagerungszustandes über Oberschlesien in den nächsten Tagen bkvorstebt.
Nach einer Mitteilung der Interalliierten Kom- Mission betragen bis zum 1. August die Kosten für die Besatzungsarmee in Oberschlesien 9,5 Milliarden Mark.
Die polnische Gesandtschaft dementiert die Nachricht, wonach in Warschau unmittelbare Verhandlungen zwischen Polen und Deutschland behufs der Teilung Oberschlesiens ins Auge gefaßt seien.
zum andern, wem der Staat von heute als eine selche Ungeheuerlichkeit erscheint, daß er sich garmchts, aber auch rein garnidjts Gutes von ihm versprechen kann, daß er das Chaos ihm vorzieht, nur der stellt sich ab- feits. Alle andern sollten sich zur Gegenwartsarbeit zu- sammenschließen, statt in rückschanender Kritik den Rest unserer Kraft zu zerfleischen. Man muß sich von der Vergangenheit loslösen können, wenn man der Gegen- wart dienen will." — „Und der ist ein schlechter oder gar kein Politiker, der, wo die Dinge für absehbare Zeit einfach nicht zu ändern sind, wo sie hingenommen jein wollen, gleichgültig, ob man mit ihnen einverstanden ist, gleichgültig, bis zu welchem Grade man sich mit ihnen innerlich ausgesöhnt ober boch — meinetwegen als mit einem notwendigen Hebel — praktisch abgefunden hat, verfassungsmäßig vorgehen, der Anträge auf Aende- rung der Verfassung stellen und so unser Volk täglich von neuem beunruhigen wollte. Ruhe tut uns not. Wir müssen uns einleben. Deshalb sage ich: Demokratie ist die Grundlage unserer Ordnung und wird es sein — oder mir werden nicht mehr sein. Das ist für die Ge. genwart und die Zukunft, soweit sie für praktische Erwägungen heute in Betracht kommt, gesprochen. Das ist vom Standpunkt der praktischen Politik aus gesprochen, die sich auf den Boden der tatsächlichen Verhält- nisse und ihrer verfassungsrechtlichen wie politischen Möglichkeiten stellt, die die Dinge steht, wie sie sind."
Kampe schließt seine bemerkenswerten Ausfühmn- gen mit den Worten: „Nur auf der Grundlage echter Demokratie im Rahmen des Parlamentarismus kann uns heute Gefimdung unserer politischen und sozialen Verhältnisie kommen."
vr. helfferichs Unglückstaktik.
Auf der Bodenseetagung der deutsch-demokratischen Partei rechnete Reichswehrminister Geh ler mit einer bei den Demokraten sonst ungewohnten Schärfe mit dem »leichtsinnigsten aller Finanzminister*, Dr. Helfferich, gründlich ab. Er sagte, wie wir dem »Badischen Beobachter* entnehmen, u. a.:
„Die Franzosen zielen darauf ab, uns nicht nur landschaftlich auseinander zu reißen, sondern auch geistig. Dazu haben sie erfolgreiche Helfer auf der deutschen Rechten, unter Führung Helfferichs. Darin liegt das Unritterliche und Gefährliche, daß dieser Herr sich bei jeder paffenden und unpassenden Gelegenheit nicht schämt.das eigeneVolk bei denFeinden anzuschwärzen, dieses Volk, daS mit seiner Hilfe in das furchtbarste Unglück gestürzt worden ist. Die Helfferische Stimmungsmache bedeutet nichts anderesals einen ungeheueren Volksbetrug. Helfferich wachse sich immer mehr zum Gewährsmann der Franzosen aus. Sorgen Sie dafür, ruft der Redner den Führern zu, daß diese Katastrophenpolitik zerschlagen wird und wir aushalten können die schwerste aller deutschen Zeiten zu über» i winden.»
FuldaerZeitung
Amtlicher Anzeiger für den Kreis und die Stadt Fulda.
Wir sehen, der offenen Freunde der Konfessionsschule werden immer mehr. Denn gar viele stille Anhänger derselben wagten seither nicht für sie in die „Diese evangelische Kirchenpolitik ist aber stark mit be- I Schranken zu treten, weil ja jeder, der für die Bekennt- bmgi durch ihre Einstellung zur kach Kirche wie das ja nisfchule eintritt, von gewissen Leuten als reaktionär einer bezeichnet wurde, und als einer, der mitarbestet an der chenpolitck, in den von ihm verfaßten^Fkugbtertern sowie 'in I „Zertrümmerung der deutschen Volksschule", wie man einem Aufsatz im „Schulblatt der Provinz Sasm" (Nr. 16, I öas Eintreten für die christliche Schule so hübsch zu 1920) klar zum Ausdruck bringt. Man befürchtet eine ncnnen pflegt. Wir freuen uns über die wachsende Stärkung der katholischen Kirche auf Kosten der eoangeli- I ZM der Anhänger, sie mögen Herkommen, wo sie scheu, und, so scheint es, man wäre unter anderen Voraus- I mögen, wir freuen uns auch, baß unser unerschrockenes Eigellscher kirchlicher Seite vielleicht zu Eintreten für unser Schulideal unsere nichtkatholischen ÄhlÄM”9.n‘;er IÄSÄ-ÄJ ®,06eI'-..bil» 2» s„„„,raT„.
fpeftroe zu sehen, daß in'unserem noch nicht qcmz gefeftio. I uns jetzt auch veranlaßt, in offener
ten Volksstaat em Kampf um die Hegemonie entbrannt ist Frontstellung mit uns vereint zu fampren für unser Zwischen den geschloffen dastehenden Vertretern des Katho« ßro6tcs Kleinod — für die christliche Volksschule! H, lizismus und den (in sich allerdings gespaltenen) Vertretern I ,
des Protestantismus, wobei während dieses Kampfes (zum j
" 3$ W an Joseph recht zug'red, da mit der „Ich hab' Dir doch mei Lebtag noch nix tun. Hotz^ Jtuno., horte er eifrig im Flüsterton Hanni erzählen. I bunnernei! wer hat mich da verhetzt?" feob"dhab’a^9ihr, I "Verhetzt? Ka Mensch! Am End' hast's schon ver.
„Versteht sich! Wie kann man a ner fo a käsiges Kleinigkeit wenn Du's mit lauter Hoche Herrn ner z'
bte bcEf no die Kundl I tun hast? ' Heut’ kommt der Herr Bezirksviechboktor zu
l- &nL, ^fach der Webermichl überzeugt. „Die wirft I der Hundsschau; rnorg’n kommt der Herr Bezirksarzt
die Kundl mit ihrem Dauma um und um." | ;mm Kinderimpfen und übeimorg’n da kommt der Herr
Bezirksassessor oder gar der Herr Dezirksamtmann.
Nr. 194»
Verantwortlich für den reüauwnellen Teil: Dr. Kramer, = für die Anzeigen: I. Parze 11 er»Fulda. r
Rotationsdruck u. Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. ,-erniprecher Nr. ». Telegr.-Adreffe: Fu 1 daer Zeitung
Donnerstag, 25, August 1921,
Bezugspreis: Monatlich 3,50 M. ohne Bestellgeld. Poft- u bezug 4,10 Alk. Abgehott 3,75 Alk. -
Anzeigen: (Eoionelgeile 70 JJfg.; für mehrspaltige Anzeigen Zuschläge. Reklamezeile (Textbreitei 2.50 Alk.
48. Zahrg.