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Rrtila<t, a. guli 1021.
Fuldaer Leitung
<£N Druck der Fuldaer Acliradruckerek bt Fulda
Vie italienischen Zaszisten
* gegen die Kirche?
Aus Italien kommt die Nachricht, daß führende Persönlichkeiten der Faszisten utoiSozialiste« niteinander in DerharSlung über eine Berftäntt^ntg fetteten seien. Diese Neuigkeit wird nicht wenig über, raschen. Die Faszisten ßdtat bisher als die schärfsten, rnerbittlichen Gegner der Sozialisten, die kein Mittel tn chver Bekämpfung verschmähten, auch nicht die bru- Gifte Gewalt.
Es müssen schon besondere Gründe fein, die sie zur Einstellung des Kampfes veranlassen. Auffallend ist, daß sie zeitlich zusammenfällt mit dem Beginn der Verhandlungen zwischen Vatikan und Vuirinal. Scfllte man im Lager der Faszisten (die unseren Alldeutschen entsprechen) einen „Frontwechsel" planen? Verwunderlich wäre es rächt. Die führenden Häupter der Faszisten sind die Anttkleri- taten Gabriele d' An nunzio tati> Mussolini, beide e-mfiußreiche Persönlichkeiten im ita- lieni schen Freimaurertum. Insbesondere Mussolini ließ nach Eintritt Italiens in den W.'lt- «rteg keine Gelegenheit vorübergehen, gegen Kirche, Papst und Priester die gchässigsten Ausfälle zu machen. Das offizielle Programm der Faszisten enthält auch heute bereits einen Punkt, der den kulmrkömpferischen Neigungen der Antiklerikalen entgegenkomml: Abschaffung der Gehälter für die Bi- lchöfel In katholischen Kreisen Italiens rechnet man schon lange damit, daß der Faszismus ein» Tages sich in seiner wahren kirchenfeindlichen Gestalt zeigen werde, und immer häufiger vernimmt man warnende Stimmen. So hat u. a. kürzlich noch der bekannte Scsuitenpater Allesiandro Tmchi in einem Briefe an feie Florenzer „Unita Cattolica" auf die Gefahren aufmerksam gemacht, die der Faszisnus für die Kirche bringen kann. Auch der Dfierootore Romano hat schon mchrfwh zur Wachsamkeit gegenüber dem Fas- giamns gemahnt.
Die Vermutung ist berechtigt, daß der „Waffen- etand" zwischen Sozialisten und Faszisten nur ge- ssen wird, um letzteren die Hände für den Kampf gegen die Kirche steizumachen.
aus dem Nachbargebiet.
(fpd) Frankfurt a. BL Zwischen der Städel- lchen Kunstgalerie und dem Historischen Museum ist eine schwere Fehde entbrannt, die auch bereits die Bürgerschaft in ihr«, Strudel hinein- gezogen hat. Die Bildergalerie verlangt vom Historisch»,, Museum die Herausgabe der asten, aus Kirchen und Privatbesitz stammenden Stornierte und begrüntet das damit, daß das Museum fein geeigneter Ort für derartige Kunstwerke sei. Das Historische Museum wacht alte geschichtliche Ansprüche gellend und hat in hem Kampfe die größere Heermasse hinter sich. Der Frankfurter Geschichts- und Astertumsverein nahm zu hem Kriege eine Entschließung an, in der er dem Historischen Museum das alleinige Besitzrecht an den wertvollen Altertümern zuspricht.
fpd. Bad Homburg v. H. Auf der Kreistag«» litzuug des ObertaunuSkreiseS wurde der beim Kreis» lebens mittel amt und der KreiSwirtschaflSftelle Entstandene Fehl betrag aufrundeineMtllion Mark festgestellt. Der zur LufklSrung eingesetzte Ausschuß erklärte, daß der in der letzten KreiStags- ' itzung^ vorgelegte Rechnungsabschluß gefärbt gewesen ei. Für die Verluste beim LebenSmittelamt soll der rühere Landrat von Marr veramwortlich gemacht Werden, sofern sich die juristische Möglichkeit dazu ergibt. Es soll ein Rechtsgutachren darüber eingeholt werden. Zur Deckung deS Fehlbetrages soll ein Darlehn ausgenommen werden.
fpd. St. Goarshausen. Die Stadtverordnetenversammlung beschloß, dem Anträge des Turngaues Süd-Nassau zuzustimmen, dec um eine größere Fläche auf der Lorelei zu Errichtung eine» Denkmals für die während des Kriege» gefallenen Turner gebeten hatte. Der gewünschte Landstreifen wird dem Turugau unentgeltlich zur Verfügung gestellt mit der Maßgabe, daß er öffentlich bleibt und im Falle der Auflösung des Turngaues in daS Besitzrecht der Stadt zurückkommt.
Schuhmachrrtagung tn Raffel.
Lm 3. uni) 4. Juli fand m Kassel eine Tagung bet Schuhm ach er»Innungen von Kurhessen und Waldeck statt. Dte Delegiertensitzung nahm zu der Gründung eines Vszieksverdanbes der Schuh- onnhernmungen Stellung. Er herrschte bei bat Anwesen» bat Klarheit darüber, daß der Dezörksverband als not»
Der Ring der Nuramsja.
Roman von Käte van Beeter.
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Ach, aber ihr Her, eer nicht mehr zufrieden mit die- fern zagen Liebhaben, mit diesen stillen, fünften Pflich. ten. Reue Gewalten waren in ihr erwacht, Dünsche und Sehnsüchten darin aufgeschossen, wie wilde purpurne Blumen. Ein eigenwillig trotziges und verzagtes Ding war ihr Herz geworden, und sie mußte es feft in beide Hände nehmen, mit ihm fliehen und stark und hart alles totdrücke«, was fo quälend und verzweifelt und dabei doch so wundervoll beglückend in ihm auf» gewachsen war. ।
Und Hans Heinrich von Sesenburg wanderte in seinem Zimmer auf und ab und rang auch mH schweren Gedanken und schweren Entschlüßen und dem sich immer wieder in all feine lleberlegungen hineinschieben, den peinigenden Grübeln: Do sah Ich ich sie doch schon, gerade so wie heute, nur nicht mit den erschreckten Augen, sondern lächelnd und fröhlich wie damals, als ich sie zuerst traf? Ist es ein Bild aus einem früheren Leben? Abre das ist alles Einbildungl Das soll mir die Sehnsucht nach diesem Mädchen, das Arm in Arm mit irgendeinem Diener spazieren geht und mich mit stolzen B*ten von sich weist? — Ich glaube es nichr, es ist alles Verleumdung, Neid und Haß. Karins Schwe- fier glaubte es auch nicht. Karin! — Ich werde mich mit ihr verloben; es ist das beste. Dann wird es klar und ruhig in mir werden, dann komme ich los von die. fern tollen Gedanken, von dieser blinden Sehnsucht, die mir wie eine Krankheit im Blute sitzt. Ich muh irgend etwas Energisches dagegen tun, entmeber abreifen oder mich mit Karin verloben, damit Pflichten vor mir stehen, feste Verhältnisse, damit ich weiß, was zu mir gehört, und zu wem ich gehöre. Oder vielleicht ist es doch bester, abzuresten! Man kann so etwa» vergess«, man kann viel vergeßen! Denn ich nur wüßte, woher die pei- nigende Erinnerung an diese» fremde Mädchen, woher dieser Einfluß kommt, den es auf mich ausübt? Bo sah ich sie nur schon?
Als der Morgen tagte, erhob sich Karin von ihrem zerwühlten Lager, das der Schlaf so energisch gemieden
hatte. Es war eine so fieberhafte Unruhe in ihr. daß sie saft vor sich selbst erschrak. Sie wußte es sa anders als alle anderen, die sie für kühl und gleichmäßig be- herrscht hieven; sie wußte, welche Gluten in ihr braun, ten, und wie strenger Zucht es bedurfte, um diese gleichmäßige Kühle und Ruhe, die sie für ihren Lebensweg ate beste Maske gewählt hatte, immer aufrechtzuerhalten.
Sie war auch einmal anders gewesen; Ebbas heiß» blüttge, leidenschaftlich« Art hatte auch in ihr gelegen. Aber als damals der Zusammenbruch der Verhältnisse kam, als der von ihr fast vergötterte gttiebte Vater so fcharnvoll endete und die Armut mit all ihren Demütigungen und Entwürdigungen von allen Seiten die Arme ausstreckte, um sie zu umflammern und zu erwürgen, da hatte sie, die als die älteste der Geschwister in alles hineinschaute und Seite an Seite mit der keine Offen- barung scheuenden Mutter allez oerftehen und durch- fämpfen lernte, sich vollkommen geändert. Ihr weiches Gemüt war unter den Hammerschlägen de» Schicksals hart geworden, ihre jungen, heißen Augen alt und scharf und kalt, sie war im Joch gegangen, auch später noch, als die Mutter burdj eine reiche fjeiirat die Ketten wieder brach, unter denen sie seufzte und jammerte.
Karins Ketten waren nicht zerbrochen worden, sie hatten fast noch fthwerer gelastet, als äußerer Glanz sie vergoldete. Der unbändige Stolz, das Blutserbteil einer längst vermoderten Stammutter, hott« sie knir. schend getragen und mit täglicher Empörung den einen, alles andere in ihr ertötenden Gedanken großgezogen, aus eigener Kraft sie zu zerbrechen, aus der Erniedrt. gung aufzusteigen in Freiheit, Macht und Reichtum, koste es Opfer, welche es wolle.
Der einzige Weg, ber nach ihrer Erziehung und ihren Berhällnisten dafür offen stand, war eine glänzende Heirat, das einzige Ziel, der einzige Zweck, der ihr vor. schwebte und für den sie sich erzog. Und vor biefex hatte sich Tibor Revosceny gestellt, mit der Gewalt und Kraft einer leidenschaftlichen Liebe. So hatte er sie, f» hatte sie ihn geliebt. Den Bauernsohn, den «wesicht»- lofen jungen Maler, eine Unmöglichkeit, eine Lächerlich, lest in ihren Augen, und dabei der einzige Mann auf der Seit, dem ihr stolze, Herz sich in befimiungslofer Liehe zuneigte.
wendiges Glied in der Handwerkerorganisatwo geschoGen werden muß Dir Sriminrng und ©tetutenberatun« voll- zog sich deshalb auch ziemlich rasch und veibmrgsios. Zum Vorsitzenden des Beiirfsorrbanbes wurde Schuhmacher- meister Siebert-Kasick gewählt (Anschrift: Leipziger, stmße 54). ' __
3n einer öffentlichen Schuhmacheroersammlung hiev Herr Herbach-Backn, (Geschäftsführer des Bundes Deutscher Schuhnrncher-Iimungen) em ausführliches und klares Referat über „Die Organisation und BreisMbtmg im Schuhmachern eunntte". Er betonte, daß bet Aufbau ber Draamfation" in der Innung, Landesverband, Reichsoerband vor sich gehen muß und zwar gestützt auf den Grund- fatz der PfiichtzugehörMeit ©einen Ausführungen übet die Preisbildung legte er eine vom Schuhmacherbund m Weimar ausgestellte StufterMtufation zugrunde, deren Verbreitung er dringend empfahl. Bon Intereste waren in diesem Züstmnnonhang seine «ursühnrngen übet den Werdegang und BMnmg der Preise vor, während und mich dem Kriege. Dem Referat selbst ging eine Ausspreche voraus über die e'mhe-tkche Regelung der H ö ch st z a h l der Lehrlinge im Schlchmachergewerbe. Durch das Ueberangebot an Lehrsingen hat sich eine Beschränkung als unbedingt notwendig erwiesen. Die Innung Kastel hat deshalb befchloffen, dem allein arbeitenden Steiftet 2 Lehrlinge zuzugestchm, den zweiten Lehrling aber erst bann, wenn der erste durch eine Prüfung gezeigt bat, daß der Meister sich die AusbMmg des Lehrlings in feder Weife angelegen fein läßt. Werden Gehilfen beschäftigt, so sollen auf zwei Gehilfen mehrere Lehrlinge kommen. Diese Maßnahme wurde auch allen anderen Innungen empfohlen. In ber Aussprache «gab sich, daß auch Mel- sungen bereits derartige Schritte wttemoimnen hat. Di« dortige Innung hat die Höchstzahl auf zwei festgefeU- Die Notwendigkeit ber Beschränkung der Lehrfingszcchl wurde allgemein anerkannt.
Nach einem Schlußwort bes Referenten schloß der Obermeister ber Kost etet Schuhmacher-Innung, Obermeister Storch, der sich um bie Tagung besonders verbient gemacht hat, die überaus anregend verlaufene DerfammLmg.
vermischter.
• Die Einbrechergilde verficht bas GoDfinten noch hoffet, als ein geschüttet Steuerbeamter. In den letzten Wochen sind wieder eine ganze Anzahl von Einbruchs- diebstählen gemeldet, in denen bedeutende Beträge von gehamsterten, also auch bei ber Steuer wahrschemsich nicht deklarierten Geldern gestohlen wurden. Und zwar & erheblichen Teil auf b e m Lande, und nicht nur «gelb, sondern auch Silber und Gold. Da heute bas 20-Starfftüd mit 310 Stt. bezahlt wird, so kann man sich denken, was den Dieben in bie Hönde gefallen ist. Do fetzt aus dem Lande alle Hände bei den Emtearbeiten bchrhöftigt und 'm der Regel Hab und Gut zu Hause m'cht so wir sonst bewacht sind, so empfiehlt es sich, Geld und Geldeswert sicher unterzubringen. Das törichte Deldoststecken ist unvernünftig, denn ber dadurch hetbsigesührte Zmsverlttst macht mehr aus, als der zu entrichtende Steuerbetrag. Die Diebe verstehen es, solchen Schätzen auf die Spur zu kommen.
* Selbsthilfe der SunskhochschÜler. Der Reichs« kmnd deutscher Kunsthochschüler, Sitz München, hat unter dem Namen Deutsche Kunst eine Genossen- schatt ins Leden gerufen, die den Vertrieb wertvoller Kunstobjekte feder Art übernimmt Die Genossenschaft unterwirft sich dem fachmännischen Urteil berufener Männer, indem sie nur solche Kunstwerke vertreibt, deren absolute künstlerische Qualität durch bas unparteiische Urteil ortsansässiger Kunstrichter in allen Teilen Deutschlands verbürg wird. Die Deutsche Kunst ist eine Wohlfahrts-Derkaufs-Organi- feiten, deren gesamter Reingewinn restlos zu Dohlsadrtszwecken für di« notleidende Kimstlerschaft verwendet werden soll. Alljährig wird der angesallene Reingewinn den wirtschaftlichen Verbänden der Künstler und ähnlichen Instituten zur Verfügung gestellt, sodaß alle Gelterträgnisse und Gewinne aus dem Vertrieb für Wohlfahrtszwecke ber Künftlerfchaft verwendet werden.
* Ein neuer „Dalulascherz". Im deutschen Post- gebiet kostet eine Postkarte 40 Pfennig. An der bayerischen Grenze sollen die Geschäftsbmte ihre Briefschaften nach dem benachbarten Oesterreich tragen, wo sie auf die Postkarten je eine Marke zu einer Krone auskleben, die ihnen mich unserem Geld« 10 Pfg. kostet. Sie sparen auf diese Weife 30 Pf. pro Postkarte.
* Eine neue deulsche Großstadt Durch bas im Landtag verabschiedete Gesetz betreffenb Erweiterung des Stadtkreises M.-G ladbach ist die Eingemein- dimgsfrage in allen Instanzen endgültig entschieden. Don dem Tage der Verkündigung des Gesetzes an tritt nun M.-Gladbach in die Reihe der deutschen Großstädte ein; denn die Devölkenmgszahl der Stadt steigt durch die Eingemeindung auf 110 000 Seelen. Das Flöchengebiitt der neuen Großstadt beträgt 791? Hektar ober rund 86 Quadratkilometer. Damit übertrifft sie an Flächenausdehnung alle anderen Großstädte des Regierungsbezirks Düsirldorf, mit Ausnahme der
Stabt Düsseldorf selbst, welch- eine Größe von 11155 Hektar hat.
• Aus dem Canbc der trahegten}ten Möglichkeiten. Zur größeren Bequemlichkeit ihrer Fahrgäste Hai eine ameri- tanffche Mugzeuggefellfchafi, Me den Dienst zwischen New- yock, Chicago und Son Franzisko versieht, soeben ihr erstes Schleswagenflagzeug dem Verkehr übergeb«. Die Kabine des Flugzeuges Hai große AchnLchkeit mit einem amerikanischen Pull man-Car. An der Spitze der Schlafwagens befintet sich der Raum für dm Mechaniker und den Moten. Dieser ist mit Fenstern verseh« und enthäk alle notwendigen Instrumente. Umntttelbar da- härter befindet sich ein elektrisch beleuchteter Salon, in dem sechs bequeme Lehnsessel steh«. Hieran schließt sich ber Schlafraum, in dem auf jeder Seite drei Veiten ausgestellt sind.
* Kairo Bagdad lm Flugzeug. Die für den inneren Zusammenhalt bes britischen Weltreiches so wichtige Luftverbindung zwischen Palästina und M«. sopotamien ist jetzt hergestellt worden, nachdem drei englisch: Flieger den Verkehr aus der neuen Luftlinie ausgenommen haben. Am Donnerstag hat ein englischer Flieger die Linie Bagdad-Kairo in elf Stunden zurückgelegt.
3sroelitifcher Gottesdienst.
Samstag, 9. Julr. BorabendgotteSdienst 7,30, morgens 7M, nachmittags 5, SabbathauSqang 9,35 Uhr — Wochengotte Sdienst: Morgens 6,10, nachmittag» 7,30, abend» 9,25 Uhr.
Amtliche Anzeige«.
Diejenige« Gemeindevorstönde des Kreises, welche mit der Anmeldung de» Betriebsstoffe» (Benzol) für landwirtschaftliche Betriebe für den Monat September 1921 gemäß meiner Rundverfügung vom 5. Februar 1920 I. Nr. II. 1335 noch im Rückstände find, werden an Einsendung der Anmeldung mit Frist bi» spätesten» zum 1. August d. I». erinnert. Später« Anmeldungen Können Berücksichtigung nicht mehr finden.
Die beteiligten Landwirt« wollen ihre Anmeldung bei der OttSbehörde sofort bewirken.
Fulda, den L Juli 1921.
Der t CanbtaL I. B.: Schuster.
Bekarmtmachuttg.
In der Gemeinde Uttrichshausen Riei» Schlüchtern ist die Maul- und Klauenseuche wieder erloschen.
Fulda, den L Juli 1921.
Der t Cenbraf. 3. D.: Schuster.
Erloschen Die Maul- und Klauenseuche in Sßforbt, KreiSamt Lauterbach.
Fulda, den 1. Juli 1921.
Der k. Canbraf. 3. B.: Schuster.
Wer an Hühneraugen leidet, hüte sich mit dem Messer zu schneiden. Völlig gefahrlos, dabei erstaunlich schnell wirkend ist das in allen Drogerien und Apotheken erhältliche HÜhnetaugen- I-ebewoU, während Hornhaut auf der Sohle durch tsbewOhl-Ballen-Soheibe« verblüffend schnell entfernt wird. Die Mittel verrutschen nicht und bleiben nicht am Strumpfe kleben. Preis 3 Mark. A. Müller, Markt- Drogerie, A. Schramm, Kloster-Drogerie. 361
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Rein, nicht besinnungslos! Der Stolz einer Karin Klingenstur ließ keine Besinnungslosigkeit zu, er hatte diese unselige Liebe nicht brech«, nicht überwinden können; aber er war stark genug, ihr d« Weg in bie Lußtawttt zu o er treten, st« hart und unerbittlich gegen b« Zauber seiner Liebe, gegen sei« Werben und Flehen zu mach«. Mit Spott und eisiger Kälte hatte sie sich gewappnet gegen ihn und sich, hatte den geliebten Mann erbarmungslos» und ohne ihm die geringste Hoffnung zu lassen, von sich gestoß« und bann — gelitten, quäl, voll gelitten unb gerungen, zwei Jahre lang! Immer «Heber hatte ste sich gesagt, baß er tot für sie fein müsse, beb ei doch jed« anderen Mann an ihm gemessen und es nicht zustande gebracht, sich zu einem anderen zu zwinge«, weil er daneben stand, immer er!
Und nun stand er da als Lebender, als Fordernder, — sie wußte es, stolzer, willensbewußter unb stärker als einst, unb ber Kampf würde von neuem beginnen, ber Kampf mit ihm, benn mit sich selber hatte er ja nie aufgehört, bes wußte sie am besten. Aber sie würde sich treu bleiben; jetzt, gerade jetzt würde ste den Mut finden, bie letzte unb unübersteigliche Schranke gegen fein Werben aufzurichten. i
Nicht umsonst hatte er mit so stolzer, hoffnungsfroher Miene erzählt, baß er bie goldene Staatsmedaille für fein letztes Bild erhalten, baß er sozusagen direkt auf dem Dege fei, sich ein« großen Namen zu machen, unb, wie er lachend sagte, — mit jenem köstlich« gollrenen Lach«, bas damals vielleicht zuerst ihr Herz erobert hatte, — nächstens mit Bestellung« überhäuft sein unb hn Dolde wühl« würbe.
Dieses „Wühlen im Gölte" hatte bte Brücke fein fei- le», bie Revosrtay von sich zu Karin Klingenstur her. überschlug, bas Vorwort für bas. wag er ihr in bie Hoff, xung bineingemalt, als feft« Grund bieten wollte für eine Zukunft, bie ihrer würdig fein falle. Stein, unb tausendmal nein! Sie wollte nichts in bie Hoffnung hineingemalt haben, st« hatte schon einmal zusammen, brech« sehen, was viel fester gegrünbet Wen, hatte schon einmal ben Fluch ber Armut, den Kampf um bas tägliche Brot kennen gelernt — nie wieder!
(Fortsetzung felgt)
. SesWMkli SoBcotdlfl «mell I
Ö feiert Sonntag ben 10. Juli in bet Fladmrglchen 0
ft Dastwirtschast fein ä
! 40. StislWrfeft. |
X Festordnung:
V 12“ Uhr Empfang ber auswärtigen Vereine. V
¥ 2“ Uhr Festzug.
v Auf bem Festplatze GesangvortrSge ber Gast» 0
0 vereine. A
0 Konzert und Tanz. ö
y Freunde unb Gönner bes Vereins finb herzlichst 0 0 eingelabcn. n
a Set Notstand. X
| Für gute Speisen unb (te tränte ist geforgt £ S'ii^ShOiO'cn«oiooiO'O<i:si*«:hic:$iO'OHoX
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Der Verein feiert am 10. Juli 1921 in ben Dittmarschen Lokalitäten zu Harmerz fein
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I verbunden mit einem großen
christlich - nationalen Srbeitertag.
Programm:
6 Uhr hl. Messe mit Generalkommunion des Verein»
7 Uhr Festgottesdienst. >
11 Uhr in ber KraLfche« Gastwirtschaft Bezirks» beleglertentag.
12'/, Uhr ab Empfang ber auswärtigen Vereine.
2*/s Ubr Festzug, anschließend Begrüßungsansprache unb Ehrung ber Jubilare. Feftteden der Abge- erbneten: Köhler, Schmitt unb Herbert
V Großartiger Festplaß. Konzert GefangsvortrSge. g Volksbelustigung unb großes Tanzpodium lassen H jeden auf feine Rechnung kommen.
Zu recht zahlreicher Beteiligung labet ein
« Der Festausschuß.
0 NB. Sollte ber eine ober anbere Verein keine C- besondere Einladung erhalten haben, jo möge er dieses X als solche anseh«.
v ------------ Erfiklasi. Musik. -------------
X Für gute Speisen unb Getränke ist geforgt
^MOOCWOCI'OOOOOOO»'^ l GesellsGB-Verein „Uilelio" l Melzdorf
ö feiert Sonntag, den 10. d SU«., in ber Bast- ö
y wirtschaft 5t Heumüller fein diesjähriges
| Sommerfest |
I Ab 4 Uhr Tanz auf dem großen Podium ö f-
2 minufro zur Vahnfiatio«, gfinff. Fahrgelegenheit ?.
Für gute Speifen unb (Befränfe ist geforgt y ö Der Vorstand. »
Ö ö
Großes Preiskegelu
Samstag, den 9. Juli, unb Sonntag, den 10. Juli
Erstklassige Presse. Erstklassige Peche.
Wirtschaft Schnarr.
Montog, 11. JolL nnwlderrnfllcti letzter Tag
El$l’s-flnatomle „Der Mensch“ Fulda - BiirgervereinssaaL
Täglich offen von frOh 9—9 Uhr abends. Kassaschluss 8 Uhr. Sonntags ab 10 Uhr geöifnet Eintritt 1.50 Mark.
Personen unter 18 Jahren haben keinen Zutritt
VM-WlWMe IllSWlUl"
Schönster Aussicht»- unb Erholungsort Fuldas. Bester, empfehlenswerter Ausflugsort für Vereine und Gesellschaften.
Zu «reichen: von Fulda au» in 1 Stunde, von Bronnzell unb Kerzell aus ht •/* 6tunbe.
MT Beste Speisen unb Getränke.
_____________Um Zuspruch bittet: Karl Gatzmann-
Ei« kompl. Erntewagen (noch test neu), ein Leitermägelchen, zwei eichen« Vavfchwelle« unb einige Bcmstöcke abzugeben. — Auch Tausch nicht ausgeschlossen. 2212
Niederkalbach, hm L