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Fuldaer Zeitung

*♦-* Druck der Auldaee NeNeudruckerei te Falb»

Gleichstellung der jugendlichen Arbeiter mit den Lehr, lingtn ist erreicht.

Gerade die Berufserziehung des Lehrling« im Handwerk ist imstande, im Ginne des Berufsgedan­ken, am Wiederaufbau der gesellschaftlichen Ordnung in vorderster Reihe mitzuwirken, weil dem Handwerker der Beruf Lebensinhalt und Lebensaufgabe bedeutet. Diese Aufgabe wie auch die Pflege des Geistes berufsstän- bischer Gemeinschaftsarbeit in den eignen Reihen würde dem Handwerk erschwert oder gar unmöglich gemacht, wenn ee nach sozialistischen Rezepten «ine Neuordnung des Lehrlingswesens vornehmen wollte, die den jugend. lichen Handwerkernachwuchs dem Derufsgedanken inner, lich entfremden und den Beruf zur bloßen Erwerbsge. legenheit herabsetzen würde. Wie soll dann der Lehrling Ginn und Interesse haben für die Derufrerziehung, di« doch der Inhalt des Lehrlingsoerhältnisses ist?

ganz erstaunlichen Experimenten auch noch, den absoluten Nullpunkt zu erreichen, der bei — 278

durch das gemeinsame Wirken aller guten Kräfte der langjährige ffrieg abgekürzt, di« neuzeitliche Sintflut eingedämmt werde.

„Wiederaufbau"' heißt die Parole der Tages. Wohl­an, jeder fange den Wiederaufbau bei sich selber an, in seiner Seele und In seiner Familie. Dann liefert auch der Mensch in bescheidener Stellung einen Bei­trag zur Rettung der Well, sozusagen einen Tragstein zu dem ersehnten Tempel des Weltfriedens und der Wohlfahrt auf Erden.

Der richtige Weltverbefferer fängt bei sich selber art.

— Die kältest« Temperatur, welche man bis jetzt erzielt hat, beträgt — 298 Grad Celsius. Sie wurde von Professor Kammerlinzh OnneS an der Leydener Universität bei Berflüsilgung von Helium erzielt» konnte aber nur zwei Stunden lang erhalten werden. Die bisher niedrigste Temperatur war — 259 Grad, bei welcher er gelang, WasierstoffgaS zu vei flüssigen Vielleicht gelingt «S nach diese»

unfern Kindern und Enkeln geht. Di, dahin wollen wir eben brav unsere Pflicht und Schuldigkeit tun, d. h. in unserem Beruf und in unserem häuslichen Beben nach besten Kräften arbeiten, sorgen und streben, baaut | Grad liegt.

Der siebe Gott im Himmel, —- hat er uns denn ganz verlassen?

Rein, er lebt noch und er wollet noch: ober er hat die übermütige, gottvergessen« Welt leimgasucht mit einer neuen Sintfllrt. Mit einer Sintflut' von Mut und Tränen, — mH ungeheuren Wogen von Jammer, Elend und Rot, in denen wir vernweifell ringen muffen um unser klägliches irdische» Dasein.

Schuldige und UnschrMge, weil sie alle zum sündi­gen Geschlecht der Menschen gehören! SBenn du auf den Gedanken kommst, du wärest doch eins von den unschuldigen Sommern, so scheuche diesen pharisäischen Gedanken hinweg und klopfe an deine Brust wie der Zöllner in seiner Tempelecke. Wer batf sich für schuld­los erklären? Wir hoben alle geirrt und gefehlt, — <hij Leichtsinn, aus Vebermut, aus Eitelkeit, aus Ge- nußfucht, aus Begehrlichkeit. Wir muffen büßen zur Söhne, und wir müssen büßen zur Besserung.

Da wird viel geredet und geschrieben über di« so- genannte Schuldfraye. Der eine will die Schuld am Weltkriege auf den andern schieben, wie da» bei allen großen und kleinen Zusammenstößen im menschlichen Leben so üblich ist. Bei diesen Dorwürfen auf Gegen­seitigkeit kommt nicht» Rechles heraus. Am Jahrestag von Serajewo ist ja ganz klar, daß ein Anstoß zum Unheil ousgegancen ist von den serbischen Meuchelmör-

Kur Gberheflen unb den hessischen Aemtern.

= Fritzlar. Welche Bedeutung man in weiten «reifen der Fritzlarer Domrestauration beimißt, zeigt u. a. der Umstand, daß auch die „Allg. Rundsch." (München) daraus Bezug nimmt. In der Kummer vom 2. Juli sagt sie unter „Kirchl. Rundsch.": „Runft unb Wissenschaft hoben sich bei der Wiederherstellung eine# uralten deutschen Gotteshauses, des Domes zu Fritzlar, diu Hand gereicht. . . Die mehrjährigen Ar­beiten ermöglichten die Aufdeckung der Reste jener ältesten Klosterkirche, einer dreischiffigen Basilika, die der vom hl. Bonifatius eingesetzte erste Abt Wigbert hier, zu Fridenslare (um 732) erbaut hatte."

Wer an Hühneraugen leidet, hüte e eh mit dem Messer zu schneiden. Völlig’ gefahr­los, dabei erstaunlich schnell wirkend ist das in allen Drogerien und Apotheken erhältliche Htibneraugen- Lebe wohl, während HornhautaufderSohle durch Lebewohl-Bal len-Soheibeu verblüffend schnell ent­fernt wird. Die Mittel verrutschen nicht und bleiben nicht, am Strumpfe kleben. Preis 3 Mark. A. Müller, Markt- Drogerie, A. Sobramm, Kloster-Drogerie. 361

Handel und wirtschaft.

-- veutfch« waren in Sfibfloroiett abgabefrei k Dal Belgrader Amtsblatt veröffentlicht eine Beiordnung, wonach dte fünfzigprozentiae Abgabe auf tue Einfuhr deutscher Waren für Süüstawicn aufgehoben s«^

| Vie Neuordnung der Lehrllngzwesenr im Handwerk.

Die Beschlüsse de» Reichsverbande» bes deutschen Handwerks von September 1920 und 3uni 1921 taffen erkennen, daß das Handwerk ernstlich gewillt ist, das Lchrlingswesen neu zu ordnen. Bei dieser Neuordnung war auch die Mitarbeit der Gewerkschaften, die heute eis zuständige Gesellenver'retungen angesehen werben, vorgesehen. Meister- unb Gesellsnorganisatio» ven sollen gemeinsam arbeiten zur Pjlege bes Rach- wüchse». Man sollte glauben, die Gewerkschaften roür. den allgemein biese Gemeinschaftsarbeit mit Freuden be- grüßen. Es stellt sich aber heraus, daß die f r e i e n G e. werkschaften noch derart unter dem Banne de» sozial- demokratifchen Klaffenkampfgedankens stehen, daß sie zum Verständnis einer solchen bernfsständischen Gemein, schaftsarbeit sich noch nicht erheben konnten. Was sie Vorschlägen, bedeutet die Gleichstellung de, Lehrling, mit dem jugendlichen Lohnarbeiter unb die llebertragung de» Klaffenkampfes zwischen kapitalistischem Unternehm« unb Lohnarbeiter auf bas Lehrlingswesen im Hand, werke, das berufsständische Gemeinschaftsarbeit pflegt. Sie schalten darum die berufsständischen Glieder, die In- nungen und Handwerkskammern au», unb ersetzen sie durch die Jnteressenverbände der Arbeitnehmer unb Ar. beitgeber. Sie höhlen die an sich berufsständische Aufgabe der Regelung bes Lehrlingswesens aus zu einer Frage des Intereffcnkampfes um die Verteilung des Produk. tionrgewi'ins zwischen Unternehmern und Arbeitern, der mit den üblichen gewerkschaftlichen Machtmitteln ausge» fcchten werden muß. ,

Verständlich wird dieses Streben der sozialistischen Gewerkschaften erst bann, wenn man sich bas seelische Verhältnis des sozialistisch erzogenen Menschen zur Arbeit vor Augen hält. Es ist zuzugeben, baß e, dem Industriearbeiter, insbesondere dem ungelernten, erst recht dem zum Klaffenkampf erzogenen, schwer fal- len mag, ein inneres, seelisches Verhältnis zu feiner äußerlich schablonenhaften Arbeit zu gewinnen, die nur Teilarbeit ist und sein kann. Allerdings ist. unter dem höheren Gesichtspunkte der sittlichen Leistung einer menschlichen Persönlichkeit gesehen, auch die gering­fügigste Arbeit im Dienste der Volksgemeinschaft feder anderen aus Pflichtbewußtsein für bas Gemeinwohl ge. leisteten Arbeit gleichwertig, weil sie zum Wohle bes Ganzen nicht weniger notwendig Ist, al, diese. Es bleibt

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s. Matt. M 149.

SamStag, 2. In» 192L

Unpolitische Zeitkäufe.

Don Fritz Nienkemper.

Berlin, 2D. Juni ISA.

We siebente Wiederkehr des Mord- Jages von Serajewo zwingt zu einem weh- Wütigen Rückblick.

, Arn Vorabend von Peter und Paul im Jahre ;1914 erschossen die Meuchelmörder den Erzherzog Franz Gerdinand, und dies« höllischen Kugeln führten den Tod von vielen Millionen, das UnhsS der ganzen Welt herbei .

Mr haben soeben in Hern« erlebt, wie ein Schuß *m Bergwerk eine gewaltige Explosion auslösen und hundert unschuldige Opfer fordern kann. Ein erschüt- tenches Unglück in feiner Art. Wie viel größer war die 'Explosion, die von den Schüssen in Serajewo ausge­lost wurde! Eine wahre Weltexplosion, die auch heute noch ihr« verheerenden Wirkungen fortsetzt!

' ®enn tair früher hörten oder lasen vom Sieben­jährigen Krieg, so empfanden wir Mitlech mit den Leuten von damals, aber wir fühlten uns selbst sicher. Denn die Kriege von 1866 unb 1870 waren ja recht schnell mnibergegangen, und wer überhaupt einen Krieg befurdjiete, bet rechnete höchstens aus ein Jähr- .«hen. Run hoben wir aber das siebenjährige Elend 1 durchmachen muffen. Ueber vier Jahre Waffenkrieg im !Größten Stile, und dann unter dem Deckmantel eines sog. Friedensvertrages eine Fortsetzung des Haß- und 'Vernichtungskrieges mit Ultimatums und Sanktionen. «Dieser Nachkrieg mit feine* schweren Lasten und bitte- nn Leiden wirkt meftach rod) schlimmer, als die reget» -rechten Kriegsjahre.

: Also haben wir den Jammer eines siebenjährigen I Krieges schon auskosten müssen. Aber gehen wir .noch hundert Jahre weiter zurück, so finben wir in -der Weltgeschichte den Dr e i fj t g } ö ff ri ge n Krieg »verzeichnet als einen Gipfelpunkt des irdischen Unheils. Kann die Neuzeit auch damit in Wettbewerb treten? Wird das erdrückende Joch noch mehr als zwanzig Jahre auf unfern Schultern liegen bleiben?

„Nein und dreimal nein", möchte man rufen; aber "bas tröstliche Wort bleibt in der Kehle stecken. Die vngeheuren Tribute, die man uns aufgezwungen hat, !»llen noch länger als 30 Jahre laufen. Da niemand

vermischter.

* Schwere Zuchlhausstrasen für wilderer. Das Erfurter Schwurgericht verurteilte den Zimmer- mann Kirchner und den Bergmann Schrickel, di« im Walde bei Oberbösa beim Wildem den Förster Rudolf e r f ch o s f e n hatten, zu 14 und 12 Jahren Zucht- Haus und zu je 10 Jahren Ehrverlust.

Sottes-ienstor-nung.

Katholischer Gottesdienst.

Sonntag, 3. Juli. Tom. (Ewige» Gebet. Kollekte für die JosephSkirche.) Vollkommener Ablaß. V»8 «uSf. b. «llerhl., ‘/,6. 6, ‘/»7 u. 7 M., um '/,? gestiftete M. f. b. gefall. Mitgl. d. M.-Apost. m. Gen.. Korn. b. Männer, 8 Pfarramt u. Pr., «/slO Kathebral- amt u. Pr.. » .11—*/,12 «nbetungsstunde f. b. Männer (1. Front.-«.), >/,12 M. u. Pr., 12-1 f. b. Jünglinge (2. Front.-A.), 1—2 f. b. Schulkinder (8. Fronl.-A.), 2 feiert. Berper u. AnbetungSstunde f. b. Geistlichkeit, 3-4 f. b. Jungfrauen (4. Front.-A.), 4—5 f. b. Frauen (5. Fronl.»A.>, 5-6 stille Anbetung f. b. Sakraments- Bruderschaft, 6 Schluh-A. durch d. Hochw. Herrn Bischof m. Umg. u. Te Deum. — Stadtpfarrkirche. Tellerkollekte f. b. SturmiuSkirche. 5'/, Koni., SV« Bt., 6’/« M. u. Rom. b. Männer.Ap., 8 M. u. Pr. (1. Schulgb s, 9V. Pfarramt u. Pr., 11 M. u. Pr. (2. Schulgd.), 9 V. Chr. f. b. Sfinnl- 2Vs Rofenkranz-Bruderschaft. — Pfarrkirche zum HI. Geist. */«7 Korn., 7 Früdm., 8 Pr., Amt m. Som., */,5 Chr, 5 8. — Severlkirche. Sonntag» »/,7, Werktag» 6” M. — Herz-Jesu-Heim. 8 Hochamt m. Pr., na hm. 2 A. (Mitt- woch abend» 8 A.) — Frauenberg. Feier be» Titular- feste» der Marianifchen Bruderjchaft, 5, 6, 6'/, u. 7 M., 8 Bruderschaftsm. m. Pr. u. Gen.-Korn. der Mitglieder, 9 Lebitenamt m. Pr., nachrn. 2 Pr., A. u. Umg. f. b. Marianische Bruderschaft, darauf Neuwahl de» Vor- stände». <Die drei Beichtstühle recht» sind von */*7 arz für die BruderschastSmitgtieder reserviert.)

Montag, 4. Juli. Frauenberg. Tag de» ewigen Gebete» in der Klosterkirche Um 5 AuSs. d. Allerhl, 6-8 M., 9 Levitenamt, 10 letzte M. Don 11 an öffenv liche Betstunden. Nachm. 5 Schlutz-And. mit Umgang,

Loanzel. lanbesklrchl. Gemeinschaft vultlarstr. 17.

Sonntag, 8. Juti. Abend» 8: Evangeli­sation. — Dienstag abend» 8: Bibelstunde (Pfarrer Weber). — Mittwoch abends 8: Gefanzstunde. — Douner»tag abend» 8'/«: Junafrauen-B.-K. — Freitag abend» 81/«: Bibel- und Gebetstunde.

— Was sind Teerseisen? Die Teerseifen erfreue« sich von alter» her vielfacher Anwendung bei der Behandlung der Hautkrankheiten. Die verschiedenen Teerarten, durch Destillation verschiedener Holzarten gewonnene Präparate iBuchenbolzteer, Wacholder-, Birkenteer) — der Steinkohlenteer kommt für diese Zwecke weniger in Frage — wirken einigermaßen gleichartig. Auf der Haut erzeugen sie in unver­dünntem Zustande eine Entzündung und Rötung, die zu Blasenbildung und bei längerem Gebrauch zu tiefergehenden Defekten führt. In der Form der Seifen-oder Salbenapplikaiion wirken sie natürlich viel milder und erreichen mit der Abstoßung der oberflächlichen EpidermiSlchichten eben auch d e ge­wünschte Vernichtung der Pilze und im Anschluß daran die Neubildung der Haut Durch die Fett- grundlaqe wird die Wirkung deS reinen TeerS erheblich abgeschwächt, ohne daß aber die antiparasi­tären und hautreizenden Eigenschaften verloren gehen. Neuerdings werden die Teerprüparake oft dtvrch die reinen, ähnlich wirkenden Produkte wie Naphthol, Resorzin und ähnliche Stoffe abgelöst, deren Anwen­dung und Dosierung bequemer und genauer ist. mo.

* Ersindung be» Aarbenfikm». Einem jungen Hal­lenser, Paul Herrenkind, ist es gelungen, den Farben- film zu erfinbert. Die Technik dieses Farbenfilms ist

so einfach, daß in Zukunft die wissenschaftlichen und Naturfilme allgemein als Farbenfiln« aufgenommen werden dürsten. Die ersten Farbensilmaufnahmcn werden an der Saale gemacht werden. In tem Film »Halle und dar Saaletal" wird die Erfindung Herren­kinds praktisch erprobt und öffentlich vorgeführt wer­den. Es wird sich dann zeigen müssen, ob der erfun­dene Farbmfilm besser ist als seine Vorgänger, d. h. den Farbenfilm glaubte schon oft jemand zu erfinden, doch immer wieder hielt die praktische Ausführung den theoretischen Erwägungen nicht stand. Die Ersin- düng de» Hallensers beruht in der Hauptsache auf dem Dorlegen einer „F i l t e r ft r e i f e n s“ vor den Auf- nahmesilm, dessen Bildfelder abwechselnd blau, grüir mit» rot gefärbt sind» um von dem Licht nur bestimmte Wellenlängen durchzulassen. Man erhält so ein blaues, rotes und gelbes Teilbild auf dem Negativ. Bei der Vorführung ter Filme, die bekanntlich 16 Bilder in der Sekund« dem menschlichen Auge zeigen, decken sich dte einzelnen Titelbilder und es entsteht ein farbiger Mm in allen bunten natürlichen Schattierungen.

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fln die katholischen Lehrer und Lehrerinnen Deutschlands.

Dir wenden uns an bi« katholischen Lehr« und Leh- rerwmen Deutschlands in einer Lngelegeichert von höchster Bedeutung. Zu den gegenwärtigen übergroßen Sorgen gesellt sich rod) die Rot der Diaspora mit ihren den größten Teil von Deutschland beherrschenden Riesen- bezirken und chrer nur stellenweise möglichen Versorgung Mit katholischen Serisorgsstationen unb Schulen. Dte Diaspora wird sich bei der bevorstehenden Arbeitslosigkeit pe.fltöfeern. Wo immer sich Arbeit findet, werden auch Kaiholikei, zugrrifen und zuwandern, um sich und den Ihrigen das irdische Leben zu fristen, auch wenn weit unb breit kein ewiges Lichtlein brennt, und kein katholi­scher Lehrer ihre Kinder den Himmelsweg kennen lehrt Es wich also an bi« Errichtung neuer Konfession^ schulen zu denken fein, es sind vielleicht neue Wege zu beschreiten, um Wanderlehrer ober Diasporahelferinnen SU den Zerstreuten senSen zu können. Dazu kommen die außerordentlich gesteigerten Ausgaben, auch bei einfachster Lebenshaltung. Die Bedürfnisse der Lehrerbeselldung er­fordern ein Mehr von mehreren Millionen Mark, wozu bann noch die ebenfalls zu erhöhenden Gehälter der Geist- kichen kommen. Vielleicht handelt es sich um bas Bestehen der kath. Privatschulen über­haupt Jedenfalls sehen wir, die Bischöfe des Deutschen Reiches, uns außerstande, der wachsenden Rot auch nur emlgermaßen zu begegnen. Der Bonifatiusverein unter­breitete uns deshalb im vorigen Jahre die dringende Bitte, an eine Steigerung der Ciinnchmen für die Diaspora zu denken, da auch er an der Grenze seiner Lei- stungssähigkeit angelangt sei.

Wir haben deshalb, seiner Anregung Nachkommen-, be- schlossen, an die katholischen Lehrer und Lehrerinnen Deutschlands mit der inständigen Bitte heranzutreten, uns in der Sorge für bre Diaspora und namentlich für ihre Schulen mit jener Kraft und Einmütigkeit beizustehen, wie F«e dem erhabenen Ziele, der Erhalteng der Heben Jugend für den heiligen katholischen Glauben und der Erhaltung her kacholischen Schulen, entspricht. Wir kennen den nie versiegenden Opfermut unseres treuen kacholischen Volkes; wir wissen auch, welch reicher Schatz von wahrhaft erfreu- kichern Realismus und kacholischer Glaubensliberzeugung 6t den Herzen unserer Iugevdblldnor und Jugendbildnerin- ««n liegt, an denen uns oft genug zu erbauen wir mannig­fache Gelegenheit fanden. Wir möchten deshalb, daß der dem für die Heidenmission arbeitenden Berein der heil. lKindheil angeschlossene Schutzengelverein in allen tSchulen Eingang fände und zwar in der Weise, daß überall chort, wo der Kin-Hrit-Iesu-Derein besteht, auch der ^Lchutzengelverein eingeführt werde und «umgekehrt, und jedes Kind veranlaßt werde, statt der bisher üblichen Spende von monatlich 1 oder 2 Pf. mm- mehr 5 Pf. zu zahlen, daß also jedes Kind einen tznonatlichen Beitrag von 10 Pf. entrichtet, jvon dem die eine Hälfte dem Kindheit-Iesu-Derein. die andere dem Schutzengelverein zuftießt. Auf solche Weise mürbe der Kindheit-Iefu-Verein nicht gedrückt, dagegen >er für die Diaspora gegründete Schutz» tengelverein mächtig gefördert werden. Wenn im vorigen Jahre die deutschen Kinder auf diese Weise mehrere Millionen Mark für die Heidenmi'ssion auf- 'gebracht haben, läßt sich ohne Schädigung der Heiden» fmission der gleiche Betrag auch für die Diaspora erwarten. fEr wäre das eine außerordentliche Unterstützung unterer Hirtenausgabe; und wir bitten die werten katholischen Leh­rer und Lehrerinnen, diese Angelegenheit mit aller Siebe 'Und allem Eifer im Verein mit der Geistlichkeit in die Hand zu nehmen. Gewiß würden auch der Junchehrerbund -itrub die jungen katholischen Lehrerinnen der Diasporanot j» der besprochenen Weise ihre Fürsorge nicht versagen.

Wir lösen deshalb hierdurch die bisherige Verbindung Oes Schichenackoereins mit dem Kindheit-Iesu-Derein auf ,vnd errichten für den Schutzengelverein !**ne besondere Zentrale, die wir mit der Zen- »ralstelle bes Bomsatius-SaininÄvereins zu Paderborn als der bisherigen Vertretung der Sorge für die katholischen Kinder der Diaspola vereinigen. Wir geben der zuverstcht- lichen Hoffnung Ausdruck, daß es dem begeisternden Wort vnd Beispiel unterer Lehrer und Lehrerinnen gelingen werde, die zarte Jugend für die Rot ihrer kleinen Glau­bensbrüder und Glaubensschwestern tn der Diaspora zu begeistern, sie zu inständigem Gebet für die Diaspora und Ihre Anklagen und zu jenen kleinen, aber so verdienstlichen Opfern anzuregen, die in ihrer Gesamtheit sich zu Wällen vnd Dämmen zusammenschichten, um den Grundsätzen des I Unglaubens und der Sittenlosigkeit die Wege zu ver- schließen.

So bitten wir bemt unsere gesiebten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Weinberge des Herrn an der bild­samen Jugend unserer katholischen Schulen, sich einzusetzen mit allem Eifer; zu bedenken, wie es Großes ist, dem Heilande beizustehen ht der Rettung unsterblicher Seelen. Wir segnen die gesamte katholische Lehrerschaft mit der Mlle unserer sorgenvollen flirt eitfiebe.

Körnens der Fuldaer Blschofskonserenz

Der Fürstbischof A. Kardinal Bertram.

rtef um Hilfe. In diesem Augenblick richtete sich der sterbende Kriminalbeamte mit letzter Kraftan- ftrengung empor, feuerte auS seinem Dienstrevolver auf den Verhafteten und streckie ihn mit einem Achuß tot nieder. Einen Augenblick später starb Nowak.

. 'Deutsche Rechtlosigkeit. In Zweibrücken wurde om Dezirksbaumeister von einem marokkanischen Soldaten seiner Barschaft beraubt. Den deutschen Polizeibeomtm, die in dieser Angelegenheit Ermittlungen onstellten, wurde dte Ausweisung angedroht, wenn sie noch ein­mal Erhebungen anstellen würden, dte sich gegen die Fran, zosen richteten.

* Die Bevölkerungszaihl Frankreich». Roch der Volkszählung vom 5. März beträgt die Bevölkerung von Frankreich mit Ausschluß der Kolonien und Elsaß- Lothringen 36 084 206 Einwohner, gegen 38 468 813 im Jahre 1911, was eine Vermi nderung der Bevölkerung um 2 384 547 Einwohner bedeutet. Mit- gezählt sind nicht die außerhalb Frankreichs dirnst- tuenden Soldaten.

mehr geben kann, als er hat, werden wir wohl mal im I dern und ihren Hintermänner» einr ;» r„h„ Woff her Termin her fiHnfitnn ,.*., .,. , r; — I aller derjenigen, die für den Schutz dieser

S^m^terLSi ? fT” Mordgesellen eingetreten sind. Wir wollen aber nicht

► autf) fortgtfet5t_fcem Einmarsch der feindlichen I bestreiten, daß auch auf der anderen Seite «fehlt 515' worden ist durch Uebertreitmng, durch Mangel an Vor- stttetzt. Auf absehbare Zeit in allen Kriegsgefahren, sickst Selbstbederi-sch-rno «nh nL,s,,rh ^mach"—"Ebrlos bet Bosheit und unbesonnenen Fehlgriffen entftanb der E Leiden D^ftchlan^kann ^^^s,r"2-r-ten Meltbrand. Der englische Minister Lloyd George, der n h s , r manchmal in seiner Rede viel bester ist, als in seinen

Äckstoste/ und die^Büttel könnetm^te1nen"»«cktevÄ.' m=ttn’ fa0,‘ neuIi^ in einem lichten Augenblick, die ’tÄÄ “ £ ff? ÄwÄWmÄ HSSEfiESSS 'm.

STnl Ä 5 ’ brockt worden, und di- Ueberlebenden müsten si-

wertz nur (Wit tm flimmet I auslöffeln, bis der Vater im Himmel sich wieder der

felbstquäierifchen Menschheit erbarmt.

Büße geduldig für di- Schuld der Menschheit, denn du bist auch nicht unschuldig. Je schwerer die Buße auf Erden, desto leichter wird die Sühne im Jenseits fein.

Sonnenwende heißt die Zeit, in die der Johannis- tag und das Fest der Apostel fürsten fallen.

Wir haben eine Sonnenwende im Sommer und such eine Sonnenwende im Winter, zu Weihnachten.

Bei dem Rückblick auf die siebenjährige Geschichte kommt es uns vor, als ob die Freveltat von Serajewo eine Sonnenwende in der Weltgeschichte herbeigeführt hätte, einen unheilvollen Absturz vom Lichte in die Finsternis, von der behaglichen Sonnenwärme in grausige Stürme und eisige Not. Und doch lasten wir die Hoffnung nicht fahren, daß auf diesen verhängnis­vollen Umschlag eine neue Sonnenwende folgen werde, die uns wieder auswärts führt aus dem Tlchesfchatten in erfrischendes Licht, aus dem Winter der Trübsal in einen neuen Frühling, in einen Sommer des Friedens unb der Wohlfahrt.

Du und ich, werden wir es noch erleben? Ach, das ist ja Nebensache. Sollten wir vorher von hinnen scheiden, so werden wir von oben beobachten, wie es

aber die Tatsache bestehen, daß gerade diese Gruppe von Arbeitern am wenigsten empfänglich ist für den tiefen sittlichen und sozialen Sinn der Arbeit, da sie sich in der schablonenhaften Arbeit nicht schöpferisch, mit grifft, ger Befriedigung betätigen kann. Für sie bedeutet die Berufsarbeit meistens nur Erwerbsgelegen, heit, Mittel des Geldverdienens. Ganz anders liegen die Dinge beim Handwerk. Der echte Handwerker ist feiner Natur und feinem Wesen nach ein schöpferisch tätiger Mensch. Damit wird in ihm der Derussgedanke lebendig. ।

Der Berufsgedanke, die Auffassung der Arbeit zuerst als Amt und Dienst an der Volksgemeinschaft, da- mit als sittliche Lebensaufgabe, als Inhalt der Berufs« und Standerehre, ist jedoch b-m marxistischen Sozialis­mus fremd. Er kennt mir Klaffen, daß heißt Interessen- tengruppen, die einen Kampf um Sein oder Nichtfein miteinander führen müssen.

Erst wenn man sich über diese Verhältnisse klar ge- I * (Eine Bestechungsasfätt beim Berliner Dohnungg- roorben ist, gewinnt man den richtigen Maßstab, für die amt Das Schöffengericht Berlin-Mitte verurteilte auf Beurteilung der Lehrlingsfrage. Das Handwerk arbeitet Anzeige des Berliner Wohnungsamtes Richard L e i ß- an einer Stärkung bes Berufsgebanfens, n^r ;u vier Monaten Gefängnis. Leißner hat Ja, es ist in feiner unverfälschten Form die reinste wenigsten» von drei Wohnunysfuchenden Beste- Verkörperung des Derufsgedanken». Das tritt in der st«ch u n g s g e l d e r in Höhe von 2000 Mark erhol- Auffaffung des Verhältnisses des Lehrlings zum Meister te». Er ist vom Wohnungsamt sofort entlasten war- als eines Lehr- und Erziehungsverhältniffes fcharf ht I den.

6i_e Erscheinung. Die Sozialisten wollen bas Lehrver- • «flenlal auf den Ehemmm. In Berlin ge- haltms dem Arbeüsverhaltms unterordnen. Sie legen rieten der 53 Jahre alte Major Friedrich Freiherr von

den größten Nachdruck auf tarifliche Regelung der Ent- Mr y er n - H o h e n l>er g und feine Ehefrau in ei-

KS-rL?0 . »9 b9u nen ^8-» Streit. Im Verlauf der Auseinander-

1'" «rbe'tsverhaltnis ist, so ,st setzung griff Frau v. Meyrrn zu einem Dolch und

St!*1 X unb «n« andere Re- verletzte ihren Ehemann durch einen Stich erheblich,

bensache. Auch in den maßgebenden Kreisen des Hand- I » <x„ m :rr . 1 x

«erk, wird nicht verkannt, daß die Entschädigung be» ? ^Eisse wurde

Lehrlings unbedingt dem gesunkenen Geldwert angepaßt fluf b Pnlriei eri^-ltes-v. ^au^mot^e$ ein Mann werden muß. Wird aber, wie die Sozialisten es wollen, Kriminal-

bas Verhältnis des Lehrlings als Arbeitsverhältnis nur Ste den Beriete-//» 7 ® V«

'arifoertraglich geregelt, so marschiert der Lehrling im kj^'bab" tea?« Meter gleichen Schritt und Tritt mit den gewerkschaftlich or- I demselben Momenr rih"«-

geninerten Arbeitern. Die Autorität des Lehrmeister, undlckok, TAh Revolver hervor

als Erzieherr ist damit beim Lehrling erschüttert. Die Beamter wollte auf den Mörder züsprincien und