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Dom Fieber geschüttelt, in Schweiß gebadet, erwachte der Schläfer. Tageslicht schien in sein Zimmer, aber erhellte «s kaum. Der Himmel hing wie gestern schwer voll Wolken, und der Sturm heulle in klagenden Tönen um das alle Haus.
Hans Heinrich mußte sich erst besinnen, wo er war; sein Kopf schmerzte, und er fühlt« sich an allen Gliedern wie zerschlagen. Ah. er hatte geträumt! In greifbarer Deullichkeit stand der Traum vor seinem Gedächtnis, nur — der Schleier war verschwunden gewesen, aber das Gesicht darunter? Des Gesichte, konnte er sich nicht entsinnen, nicht ein Zug desselben war in feinem Gedächtnis geblieben. Natürlich, wie sollte es auch? Er hatte ja in Wirklichkeit dieses Gesicht niemals gesehen, und der Traum führte ihm doch nur Bilder vor, die er kannte, und das, was Johann ihm am Abend vorher so anschaulich geschildert hatte. Danach war es ziemllch natürlich gewesen, daß er sich im Träumen mit diesen Dingen weiter beschäftigt hatte. Nach dem Begräbnis würde er sich dos Bild ansehen, wenigstens seine Reste. Ei» wpo-ulichet Geschehnis blieb es doch!
Die Beisetzung der allen Dame vollzog sich mit gro. I her Feierlichkeit. Der ganze Adel der Umgegend, von I dem Hans Heinrich wohl einige Namen, aber keinen I einzigen Vertreter kannte, hatte sich eingefunden, um I der letzten Freifrau v. Sefenburg auf ihrem letzten I Gang das Geleit zu geben. Man behandelte den jetzigen I jungen Besitzer des Gutes etwas steif und förmlich, I aber mit einer Art natürlicher Zusammengehörigkeit I die sich auf alle Ansässigkeit gründete, wenngleich diese I kaum mehr durch etwas Persönliches betont worden war. I
Nur wenige der Anwesenden hatten die Freifrau I gekannt oder auch nur zu Gesicht bekommen. Einzelne I alle Herren entsannen sich aus ihrer Kindheit der schö- I nen, stolzen Sesenburgerin; doch das war schon so I lange her, daß es fast wie eine Sage klang. Aber alle I sprachen mit bewundernder Hochachtung von ihr, zugleich I mit einem diskreten Bedauern über das schwere Schick- I sal, das über ihrem Leben gewallet hatte. Dabei tta. I fen den Urenkel vorsichtig prüfende Bücke, die ihm be- I wiesen, daß alle diese fremden Leute von der Geschichte I seines Hauses mehr wußten, als er selbst bis vor einigen I Monaten geahnt hatte. Das wirkte bedrückend auf ihn I und machte ihn steifer und unzugänglicher, als es sonst I seine Art war. I
Befreit atmete er auf, als die ganze prunkvolle Feier, lichkeit hinter ihm lag, die irdischen Reste der allen I Freifrau unten in der Famiüengruft ihren letzten Platz gefunden und die vielen fremden Gäste das Haus wieder verlassen batten. > I
Es war ihm nicht wohl in den allen, weiten Räu- I mne, und am liebsten wäre er nach der Abfahrt des legten fremden Wagens auch wieder in bie Familien, kutsche gestiegen und abgefahren. Aber es gab doch 1 allerlei zu ordnen und durchzusehen, was am besten I und schnellsten am Ort selbst geschah, und so kam der 1 Abend heran, ohne daß er seiner Absicht, noch einmal den alten Turm zu besuchen, nachgekommen war.
Die Dunkelheit überfiel ihn mit tiefem Unbehagen und heimlichem Grauen. Er war todmüde und fühlle sich an allen ©Rebern wie zerschlagen. Jrgenb etwa, Frembes, Quälenbes schlich ihm burch bie ©lieber. Nein, heute nichts mehr! Morgen war auch noch ein Tag, ben er zur Hälfte hier verbrimgen mußte. Heute nur schnell ins Bett unb ordentlich ausschlafenl
Und da kam wieder ber Traum der vorigen Rächt I ju ihm, wieder nichts als Flammen unb in ihrem Rah- I
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ging schon einige Tage vorher ab. Sie folgt dem Tal ber Tista, eines Nebenflusses des Brahmaputra, wird den 5000 Meter hohen Kangula-Paß überschreiten und sich in Khamda auf tibetanischem Gebiet mtt den anderen Abteilungen vereinigen. Don dort wird die Expedition sich westwärts wenden und in Dmgri (30 Meilen nördlich des Mount Everest-Stocks) eine Basis für den Aufstieg errichten. Es handelt sich bei diesem Unternehmen zunächst mir um eine Vorexpedition, die Vermessungen vorzunchmen und die besten Zugangswege zu erforschen hat. Der eigentliche Ausstieg soll erst 1922 stattfinden.
* Unrecht Gut. Der ehemalige große deutsche, jetzt amerikanische, Passagierdampfer „George Was»
Gottesdienftordnung.
Katholischer Gottesdienst.
S a m S t a g, 4. Juni. Dom. Abends ViS Eröffnung ber Bonifatius-Oktav in bet Gruft.
Israelitischer Gottesdienst.
Samstag, 4. Juni. Omer 9,45 Uhr. Vorabend, gottesdienst 7,30, morgens 7,30, nach«. 5, Sabbathaus, gang 9,25 Uhr. — Montag, 6. Juni. Fasttag. Gottes- dienst 12,20 Uhr mittags. — Wochengottesd renst: Morgens 6,10, nachmittags 6,30, abends 9,25 Uhr.
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Vermischter.
* Mordversuch mit einer hölleamaschive. Ein verbrecherischer Anschlag wurde mit einer Höllenmaschine auf bie 16jährige Tochter Hildegard des Ministerialbeamten Koschke in Seegefeld verübt. Das junge Mädchen, das am 25. v. M. feinen Geburtstag feierte, erhielt am Tage darauf ein Paket aus Berlin. Da der Vater sowohl wie der ältere Bruder nicht zu Hause waren, öffnete die Mutter das Paket, das in hellbraunes Pack, papier emgeschlagen war. Als sie ben Deckel ber Kiste hob, hotte sie ein starkes, unheimliches Surren. Als ber Schn später das Paket untersuchte, entdeckte er zunächst zwei elektrische Leitungsdrähte, die zu zwei Trockenelementen führten. Er durchschnitt sie und stellte fest, daß es sich um eine Höllenmaschine handelte. Man nimmt an, daß der Attentäter sich vielleicht an dem Vater durch das Verbrechen an der Tochter rächen wollte, da ein anderer Grund bisher nicht ersichtlich ist. Auf bie Aufklärung des Verbrechens ist eine hohe Belohnung gesetzr.
* Ein Revolutionskriegsminister der ins Ge. fängnis kommt. Tas Schwurgericht in Stutt- gart verurteilte den früheren württembergischen Revolutionskriegsminister Albert Schreiner und ben Schriftleiter des .Sozialdemokrat Paul Böttcher wegen eines Artikels „Heraus zur Tat" zu drei bezw. zwei Monaten Gefängnis.
* Tas völkerreinigende Band. Nicht weniger als 186 Unteroffiziere und Mannschaften der ameri- kanischen Besatzungsarmee im Rheinlande sind eine eheliche Verbindung mit deutschen Frauen eingegangen. Diese 186 Ehepaare sind jetzt mit 79 Kindern von Koblenz nach den Vereinigten Staaten abgereist.
* Eine Jagd für 360 000 Kronen. Die Gemeinde- jagd von Ehrwald in Tirol, ehemals viele Jahre in Pacht von Ludwig Ganghofer, haben nun zwei Großindustrielle aus der Rheinpfalz um 181000 Kronen ersteigert. Dazu kommen noch 100 Proz. Landessteuer. Das ergibt eine Gesamtpachtsumme von einer Höhe, die sich kein einheimischer Jäger
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jemals leisten konnte.
* Die Besteigung des INounk Everest. In der „Frkf. Zig." lesen wir: Die von der Kömglichen Geographischen Gesellschaft in England veranstaltete Mount Everest-Expedition ist am 19. Mai nach Beendigung aller Vorbereitungen in zwei Gruppen unter Führung des Obersten Howard Bury v. D a r j i l i n g aufgebrochen. Darjiling liegt 2182 Meter hoch in dem zwischen Nepal u. Bhutan vorspringenden Zipfel Nord-
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Die „Etat. Korrespondenz" veröffentstcht eine lehrreiche Tabelle über die Bevölkerungsbewe- gung in den 32 preußischen Großstädten im Jahre 1920 und knüpft darwi intereffante Vergleiche mtt der Bevölkerungsbewegung in früheren Sohren.
Die Heiratsziffer ist damnach gegen das Vorjahr nicht unbeträchtlich gestiegen. Die meisten Eheschließungen fanden in Frankfurt a. M., die wenigsten in Neukölln statt. Eine wesentliche Zunahme erfuhr die Geburtenziffer, die mit 24 Prozent im Durchschnitt fast die Ziffer des letzten Friedensjahres 1913 wieder erreichte. Berücksichtigt man jedoch, daß die Heiratsziffer seit Kriegs- ende beträchtlich über den ftüheren Friedensstand ge- stiegen ist, so bedeutet die scheinbar größere Gebutten- ziffer immer noch eine Abnahme der Geburtenhäufigkeit. Die Geburtenziffer war übrigens in ollen Großstädten im Berichtsjahre größer als im Vorjahre. In Wiesbaden und Staffel hat sich die Hei- ratsziffer von 1920 gegen 1913 mehr als verdoppelt. Besonders hohe Geburtenziffern hatten 1920 wie im Vorjahre Hamborn, Bochum, Gelsenkirchen: besonders niedrige Wilmersdorf, Schöneberg, Lichtenberg, Ehar- lottenburg und Berlin.
Die mittlere Sterblichkeit der Groh- ftädtt war 1920 erheblich geringer als im Vorjahre und damit nur noch um 1,42 Prozent größer als im letzten Friedenejahre. Entsprechend der gestiegenen durchschnittlichen Sterbeziffer ist die Geburt en- Lberschußziffer im Mittel mm 3,08 Prozent (1919) auf 9,13 Prozent (1920) gestiegen und hat damit die Zahl von 1913 (10,85 Prozent) fast erreicht. Einen Sterbeiiberschuß hatte 1920 keine GroßstM mehr, dagegen einige recht beträchüiche Geburtenüberschüsse, den höchsten Hamborn, dann Bochum, Gelsenkirchen, die niedrigsten mit wenig über 1 bis höchstens 2 Prozent die für? Städte, die im vorigen Jahre noch einen Sterbeüberschuß hatten, nämlich Berlin, Schöne- berg. Lichtenberg, Wilmersdorf und Wiesbaden.
Bet neue mMe haaslalßplao.
Der preußische Haushaltsplan für das Jahr 1921 ist gestern vom Preußischen Landtag in Beratung genommen worden Die Einnahmen find auf 167 Milliarden Mark, die Ausgaben auf 14,1 Milliarden veranschlagt. Die differierenden 2,6 Milliarden Mk. Eint Extraordinarium untergebracht. So kann
i wieder von einem geordneten Haushalt reden, n nicht die steuerliche Decku ng de8 noch v or- handenen Fehlbetrages von 2860000000 Tlf. 'unüberwindliche Schwierigkeiten bringt.
) Mit Genugtuung bemerkt man, daß tm neuen Haushaltsplan die bisher nur annähernd eingesetzten Ausgaben der neuen Besoldungsordnung »tnn 17. Dezember 1920 auf den wirklichen Stand und dabei auch die übrigen Fonds auf eine entsprechende Höhe gebracht sind. Die Beobachtung aller Sparsamkeitsgründe war oberste Richtschnur bei der Aufstellung des Etats. Es konnten nur solche Aus- gaben berücksichtigt werden, für die eine unbedingte Staatsnotwendigkeit vorliegt. Alle voraussichtlich entstehenden und als laufend zu bestreitenden AuS- gaben haben im Haushaltsplan Berücksichtigung gefunden.
Neue Ausgaben sind nur auf dem Gebiete eet Ordnung und Sicherheit vorgesehen. Ein besonderes Augenmerk ist auf die Verringerung des Umfanges der Zentralbehörden gerichtet. Es soll ähnlich wie im Reich vorgegangen werden. Bei den Zentralbehörden soll von je drei frei werdenden Stellen bie erste ganz Wegfällen, bte zweite wieder besetzt und die brüte in eine Stelle einer niederen Gruppe umgewandelt werden, solange, bis daß Verhältnis eins zu eins der höheren Beamtengruppen gegenüber den nieberen Gruppen erreicht ist.
Rückporto beigefügt werden. Demnächst wird im ausgebauten historischen Torturme in Tann ebenfalls eine Jugendherberge eröffnet werden.
fpb Wiesbaden. Wie schon kurz gemeldet, wurde vor einigen Tagen aus einer hiesigen Privatwohnung ein Gemälde von Rubens, die Geburt Christi und die Anbetung der heiligen drei Könige darstellend, gestohlen. Das Gemälde hat einen Wert von 200 000 Mark; doch haben ausländische Kunstsachver- ständige dafür schon eine Million Mark geboten. Als Täter kommen drei angebliche Studenten aus Heidelberg in Frage, von denen zwei 'ich Einlaß in die Wohnung zu verschaffen wußten. Als „G e g e n g e s ch e nk" haben die Diebe dem Woq- nungsinhaber ein ganz neues dilettantisch angefertigtes Oclyemälde (Neckarpartie mit Heidelberger Schloß) zurück gelassen. Ferner stahlen die Diebe eine Bronzenlatte und eine Anzahl loser Edelsteine im Werte von 5—6000 Mark. Der eine der Studenten nannte sich Dr. Richard von Kelschke oder Kölsch, der andere Schmitz.
= Weimar. Bezeichnend für bte hier herrschende, Zustande ist es, daß Polizeibeamte eineJagbauf schulschwänzende FortbilduugSschüler machen mußten. Man faßte eine Anzahl Burschen und schaffte sie zum Uuterricht.
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men ein süßes, blasses Gesicht, dessen Mund lächelnd ein Grübchen in bie Wangen drückte. Vorüber! Weiße Hände winkten aus dem Dunkel, ber Ring sank ins Wesenlose, unb bas Bild erlosch.
Dunkelheit unb Leere legten sich atemraubend auf seine Brust. Röchelnd erwachte er.
Doller Sonnenschein durchflutete das ganze Zimmer. Er atmete tief unb erlöst auf. Spuk der Nacht, vergehe! Ihm war heute ganz leicht zumute, trotz des quälenden Traumes fühlte er sich ausgeruht und frisch. Er würde den Spuk bannen, indem er nun das Bild besichtigen ging. Wenn noch etwas davon zu retten war, wollte er feinem ersten Wunsche folgen unb es ausbessern lassen, denn, so ober so, mußte man ihm eine Bedeutung einräumen; wenn nicht anders, blieb er ein Zeugnis alter Familienüberlieferung unb heute als solches Wert unb Interesse.
Dann sah er, diesmal in Begleitung des jungen Dieners, da er "bem alten Johann ben Gang nicht zumuten konnte, bas Turmgemach betreten!), daß an eine Erhaltung des Bildes nicht mehr zu denken war. Der- kohlte Fetzen hingen über halbverbrannte Holzstücke des Rahmens. Nur ein Teil ber Unterpartie, ber weiße Kleibersaum und die weißen Hänbe waren noch er. kennbar, diese freilich von seltsamer Plastik, fast aus bem Bilde heraustretend.
Hans Heimich trat heimlich schauernd zurück. Ge- wallsam riß er seinen Blick von bem Bilbe los unb ließ ihn durch den Raum schweifen. Seltsam, alles unversehrt bis auf bas Bllb! „War in ber Nacht, als bte Gnäbige starb, ein so schwerer Gewitter?" fragte er fast mechanisch, eigentlich nur, um seine Stimme zu hören unb sich ber Gegenwart eines Menschen bewußt zu werben. »Gewitter? Nein, Herr Baron, baoon haben wir nichts bemerkt, nur Sturm unb Regen."
Bestürzt sah er in bas Gesicht des Dieners. „Rem Gewitter? Aber das Bild? Johann sprach doch vom Blitz!" !
»Ach, Herr Baron, der alte Johann war ganz besinnungslos vor Schreck und Schmerz. Wir denken, er ist dabei mit dem offenen Licht an das Bild gekommen. Es hingen doch schon überall die Fetzen davon her. unter, und da hat es Feuer gefangen, unb so ist bas gekommen"
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Der Ring der Nuramaja.
V Roman von Käte van Beeter.
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Die Flammen loderten um bas Bild auf, unb aus ihnen neigte sich ber dunkle Kopf, und die sehnsüchtigen, fragenden Augen blickten zu ihm hin, mit süßer, zärtlicher Gewalt ihn an sich ziehend. Und da sank der Schleier. Hatten ihn bie Flammen verzehrt, nur ihn. unb bas holde Gesicht unversehrt gelassen? Eine Se- künde lang war es frei; ber blühenbe, weiche Mund lächeüe, unter diesem Lächeln bildete sich ein Grübchen t» bet linken Wange. Er sah es beuüich! Aber ba Io. berten bie Flammen darüber hin unb verschlangen es, unb aus diesen heraus, wie eine dunkle Vision, der untere Teil des Bildes, bas weiße Gewand unb bie Hünbe, schmale, burchsichtige Hanb, an deren linker bet Ring funkelte, während bie rechte eine gelbe Tulpe hielt. Die Hänbe bewegten sich, sie lebten: die rechte streifte den Ring vom Finger. Wo war er geblieben? Er schien ins Wesenlose zu rollen. Auch bie Hand schwand hin. Nur bie rechte blieb, sie hob sich, ste winkte ihm mtt ber Blume; und bann schwand auch sie hin, bte Flammen erloschen, unb es blieb nur Dunkelheit und
hington" ist auf bet Reede von Hoboken bei New- 1 York fast gänzlich ausgebrannt.
‘ Der wohltätige japanische Sauer. Aus Tokio wird folgende kleine Geschichte gemeldet, bte für den japanischen Volkscharakter und die beim japanischen Dolke Deutschland gegenüber herrschende Stimmung bezeichnend ist. Vor einigen Tagen erschien auf der deutschen Botschaft ein japanischer Dauer, der nach Tokio gekommen war, um sich die Stadt anzusehen. Er hatte in der Zeitung von ber Rot ber deut - schen Kinder gelesen und überbrachte den Betrag von zehn Yen (1 Yen ----- 2 Friedensmark) mit der Bitte, ihn nach Deutschland zu überweisen. Der Botschafter empfing den Mann und sprach ihm im Namen der notleidenden deutschen SEinber seinen Dank aus. Hierauf übergab der Bauer noch einen weiteren Betrag mit dem Bemerken, er habe damit sein Mittagessen bezahlen wollen, aber wenn er an die Not der deutschen Kinder denke, könne er auch mal einen Tag offne Mittagessen auskommen! Der Mann hofft, in feiner Heimatprovinz Geld sammeln zu können.
* Wenn man das Lachen verliert. Ein dreizehn- sähriger Junge, der in KansaS City auf einen Baum geklettert war, um Walnüsse zu pflücken, geriet mit einer elektrischen Leitung in Berührung. Da- durch wurde er an der Wange verwundet. Seme Eltern stellten an bte Power and Light Company Schadenersatzansprüche, unb zwar forderten ste 20000 Dollar. Das Gericht billigte die Forderung wegen der besonders betrüblichen Tatsache, daß der Knabe infolge der Verwundung einen Wangenmuskel verlor, so daß er nie mehr imstande fein wird, । zu lachen. .
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