Fuld aer Zeitung
Amtlicher Anzeiger für den kreis und die Stadt Fulda.
Nr. US
Mittwoch, 25. Mai $921
48. Zahrg.
ihr irrenden Brüder und Schwestern, die Ihr aus der Nacht ruft, wir wollen euch wieder den rechten Weg weisen! Ja, du bedrängtes Deutschland, rür dich wollen wir uns opfern, unsere Kräfte deinem Aufbau weihen, uns hindurchtrotzen durch finstere Kot zu blauen, Sonnentag! Laßt uns Apostel werden, alijeit treue Kämpen unserer heiligen Kirche!
Unser lieber Herr Staple» Lins erhebt fick ujib redet in wenigen zündenden Worten von der Weihe der Stunde, von dem Großen spricht er, das in un« ferer Seele sich ereignet, unsere Borsätze bestärkt er- Lieder werden gesungen. Eines Harnes Ton gebietet Stille. Mozarts weihevolle Töne erschallen aus der Tiefe hervor: .3n diesen heil'gen Hallen kennt man die Nache nicht," durch die Meisterstimme eines Darmstädters hinmisgesungen in die Nacht. Und es loht und sprüht das Feuer. Tiefste Eindrücke bemächtigen sich unser. Mag der Holzstoß dort sich auch verzehren, wag er verglimmen, in Asche zerfallen, das Wogen und Walten in unserem Herzen wird nicht vergehen. Licht soll es spenden, Wörme ausstrahlen, das gebe Gott!
An Segenswünschen für den guten Derlauf unserer Zusammenkunft fehlt es auch nicht Briefe find einge. lausen von den Hochw. Herren Bischöfen von Mainz und Fulda. Unser Generalsekretär, P. Esch, iiber- «ns herzliche Grüße: „Grüße euch allen. Treue zu Kirche und Vaterland, Liebe zueinander, Opfermut im Kampfe sei unsere Losung. Wir bauen auf euch." Noch andere Schreiben find eingelaufen. Donnernde Hochrufe werden ausgebracht. __
2)ic zehnte stunde ist nabe. Es wird Zeit, daß wir uns zur Ruhe begeben. Drei Gruppen bilden sich, eine, die nach Oberweißenbrunn ins Quartier geht, eine zweite, die in Wildflecken übernachtet, endlich die dritte, der Schlafräume im Kloster angewiesen sind. Eine Fackel keuchtet jeder Abteilung auf ihrem Wege voran. Man sieht die flackernden Feuerbrände wie Irrwische daherhuschen. bald h:er, bald dort im Gehölz auftauchen, bis sie schließlich völlig im Walde verschwinden. Da eist auch die legte Gruppe hinab zum gastlichen Kloster, um ihre Lagerstätten aufzusuchen.
Man mag ja auch verschiedener Ansicht sein über die Frage, ob die Annahme oder dir Ablehnung des Ultimatums das größere Uebel gewesen. Nachdem nun die Annahme erfolgt ist, wäre es zweifellos das allergrößte Uebel, wenn wir durch ein aussichtsloses Säbclgk raffel uns um die Vorteile brächten, die wir mit der Annahme des Ultimatums zu erreichm hofften. Dann hätten wir die Verpflichtungen auf dem Halse, die wir unterschrieben haben, und würden w e - der das Ruhrgebiet noch Oberschlesien retten, also noch schlimmer fahren, wie bei der Ablehnung des Ultimatums. Das wäre nicht bloß ein frevelhaftes Spiel, sondern die tollste Dummheit, die überhaupt denkbar ist.
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und wir müßen allzumal die Regierung unterstützen, wenn sie die Pläne unserer geschworenen Feinde zu vereiteln sucht.
Am Nachmittag sanden sich die Führer der einzelnen Ortsgruppen zusammen, um sich über die Arbeit für die nächste Zeit zu beraten. Zunächst wurde beschlosien: Fulda als Gauvorort noch weiterhin zu belassen. Sobald Schulte dar Amt einer Gauleiters nlederlegt, sollen die Fuldaer Ortsgruppen einen neuen wählen. Ferner wurde die Herausgabe eines Gaublattes in Aussicht ge- nommen. Auch ein Gauwanderamt soll eingerichtet werden. Die sogenannten älteren Neu-Deutschen sollen sich in eignen Zirkeln Zulammenschließen, den neu-deutschen Geist weitervkleae» und weiter entwickeln. Die
AmerikanischeVerstKnLrg'.mgspoLitik.
Reuter meldet aus Newyoik, Präsident Här- dinq eiklärte bei einem Ess n, es sei das Ziel der
Verstärkung der englischru Truppen.
, Zur Unterlaufe erklärte Chamberlain, vier englische ifnfan t eriebatkill one würden vom Rhein nach Schlesien gehen. Es sei in Erwägung gezogen worden, diefe Streitmacht, falls möglich, zu vermehren.
Am Abend ergriff Pater W i e s e b a ch das Wort Es soi'tte ein Mahnwort, ein Schlußwort sein, das all« mstnehmen sollten, für ihre fernere Arbeit. Neu-deutsch, Lugend soll ehrlich sein. Wahrhaftig sollen wir fein unferm 33 e r b an b gegenüber. Keine große Maste wollen wir sein, die innerlich morsch und hohl ist. Fern sei jeder Dereinstamtarn. Unsere Odeen, unsere innere Kraft sollen den Magnet bilden, der die neuen Mitglieder heranzieht. Wahrhaftig sollen wir sein uns selb st, dem Volke und dem Staate gegenüber. Wir müssen bekennen, daß wir noch jung sind und erkennen die von Gott gesetzte Autorität an. Das vierte Gebot muß obenan stehen. Gehorchen wollen wir (Titern und Vorgesetzten in dieser Zeit der Gesetzlosigkeit. Das beste Beispiel wollen wir darin geben und unsere Mitmenschen mitteißen durch dieses Leben bi; hinauf zur Ewigkeit- Wahrhaftig wollen wir endlich Gott gegenüber fein. Alles haben wir von Gott, durch Gott. Gehorsam wollen wir deshalb sein unfern: Gewißen durch dick und dünn. Dann folgen rotr dem Ruf der Wahrheit, bann folgen wir unferm Beruf, der da ist: Arbeit für unsere Mitmenschen, Arbeit für uns selbst, Arbeit für unfern Verband Neu.Deutschland, bann helfen wir auch unferm armen Vaterland
gegenwärtigen Regierung, eine 21 era der 23er- ständig u ng einzuholen. Er fuhr fort: Ich wünsche, daß unser Amerika nichts mit einer Nauon zu tun hat, die nicht gewillt ist, sich an dort Tisch zu fetzen und offen ihre Karten zu zeigen.
Der Ruf nach der Reichstags auflösung. I Don einer parlamentarischen Seite wird uns M- I schrieben:
I .. innerhalb der Sozialdemokratie macht sich immer I stärker die Agitation einer Gruppe, die unter Füh» I r u n g Scheidemanns steht, bemerkbar, die es Zu einer Reichslagsauflöfung treiben mochte, für den Fall, daß im Reichstage die Ausführung des Ullima- tums wegen der parlamentarischen Meyrheitsverhälk- ni,je auf Schwierigkeiten stoßen würde. Verschiebens führende Persönlichkeiten der Sozialdemokraten darunter auch der ehemalige preußische Innenminister Ee- vering haben diese Forderung auch schon in sozialdemokratischen Parteiversammlungen vertreten und dementsprechende „Resoluttonen" fassen lassen.
Es scheint also, zumal jetzt auch Scheidemann in Zeitungsartikeln diese Forderung propagiert, System in dieser Agitation zu liegen und man scheint die Sum- mung der soztalLemokratischcn Wählerschaft in einer ganz bestimmten Richtung beeinflußen zu wollen. Die Sozialdemokratie hofft bei einer Neuwahl parteipolitisch die besten Geschäfte zu machen.
Bei einer nüchternen Betrachtung der Dinge kann man sich dem Eindruck nicht verschließen, daß in der Tat parteipolitisch die Verhältnisse für die Sozialdemokratie nicht ungünstig liegen. Die Kommunisten als Partei leiden nicht nur unter den Folgen der verunglückten Aktion in Mitteldeutschland, sondern auch unter einer heillosen Verwirrung im Innern, die in letzter Zeit gerade in den Hauptstütz, punkten der Kommuniften, in den InLustriebezirkm, Zu einer wahren Fluch: aus dieser Partei geführt ha, ben. Die Unabhängigen sind stärker geworden^ aber auch vernünftiger. Sie haben sich in letzter Zeit bedeutend an die Mehrheitsfozialdemokratie genähert und cs ist ein beachtliches Zeichen der Zett, daß man ^eute schon wieder so weit ist, daß in unabhängigen Parteiversmumlungen der Gedanke der Einigung mit den Mehrheitsfoziaiisten ausgesprochen und diskutiert werden kann. Diese Einigung wird ja von den Sozialdemokraten mit großem Nachdruck betrieben und Scheidemann hat es jetzt ausgesprochen, daß die kommenden Reichstagswahlen ganz bestimmt zu einer derartigen sozialistischen Einigung führen würden.
Alle diese Momente bestimmen die Sozialdemo, traten zu ihrem Rus nach Reichstagsauslösung. Dem. gegenüber müssen wir geltend machen, daß unsere -Innenpolitik in keinem Augenblick mehr der Ruhe und Stetigkeit bedurft hatte, als das j e tz t der Fall ist. Eine Reichstags, aufwsung um sozialdemokratischer Parteiziele willen zu propagieren, muß den schärfsten Widerspruch in allen bürgerlichen Kreisen finden.
Sbealgeftalt des katholischen Jünglings entwirft. We'ch' erhabener Anblick, wie bann eine stattliche Schar zur Kommunionbank schreitet. Nüchtern haben viele den mehr als elnftünbigen Weg von ben Dörfern ben Berg herauf zurückgelegt, Kleine unb Große! Trotz aller Anstrengungen! —
Vkach bem Gottesdienst gibt es auf dem Rasenplatz vor dem Kloster das Frühstück. Neugestärkt steigen mir bann wieber herauf zur Spitze des Berges gegen 11 Uhr. Die Felsenschlucht suchen wir wieder auf, in der wir am vergangenen Abend die Eröffnungsfeier hielten. Dort erftatteten der Gauleiter unb die Führer der ein. zelnen Ortsgruppen Bericht.
Der Gau Hesien umfaßt 15 Ortsgruppen von ungefähr 1000 Mitgliedern. An größeren Veranstaltungen, die von der Gauleitung ausgingen, sind zu nennen: der Führertag in Offenbach, die Abiturkentenwoche in Fulda, der Gautag auf bem Kreuzberg. — In Offenbach würben die Richtlinien festgelegt, nach denen der neu-deutsche Führer fein verontwortungsrclches Amt zu verwalten hat. In Fulba würbe ben ins Leben hin- austretrnben Neu-Deutfchen werwolle Anregungen mitgegeben. An laufenden Ausgaben für Porto, Papier ufro. hatte die Gauleitung 900 Mk. Die Kosten für die Führer-, Abiturienten- und Gautagung betragen 3500 Mk. Mit einer Barschaft von 15 Mk. ist der Gauleiter auf den Kreuzberg hinaufgewallt. Die Vorsitzenden der Ortsgruppen erzählen, was Erfreuliches, wieviel Schwierigkeiten vorgekommen sind. Sie berichten über die Nöten, meist finanzielle, die sie in ihrem Drang nach freier weiter Entfaltung behindern. Doch überall ist der feste Wille vorhanden trotz allem, was da kommen mag, in Begeisterung stets die Ziele, die wir uns gesteckt, im Auge zu behalten.
Der Morgen des folgende» Tag-s- uns wieder Mammen in ber festlich ausgefd)t;.netten Klosterkirche i»r Feier bes heiligen Opfers. Nachdem des Evangeliums heilige Wort« verklungen, hören wir Pater Ewalds packende Srebiat in ber — uns bas Bild b«r
Berantworliich für de» ctoauioneUen Teil: Dr. Kramer, = für bk änaeigen: 3. Parzelier-Fulva. - Rotationsdruck n. Verlag bet Fuldaer Actienbmckerei in Fulda, fkernipiecher Nr. 9. Telear.. Adresse: Fuldaer Rettung
M liegt Oie AW?
Derdok der Freikorps. — Grenzsperre gegen Oberfchlesien.
Eines muh man zugestehen: die Franzosen Wochen keinen Hehl aus ihrer Absicht, dem deutschen Reiche einen Strick zu drehen aus der Schutzbeweauna in Oberschlesien. Die Note des französischen Botschafters in Berlin, die Unterredung des Mtnisterpräsiden- ten Briand imt bem deutschen Botschafter in Paris, dte Droharttkel m der französischen Presse und ihren Ablegern tm Auslande, — alles zielt einträchtig darauf hinaus, aus den Vorgängen in Oberfchlc- ften einen casus belli, einen
Vorwand zum Einmarsch ins Ruhrgebiet
Lu schaffen. Nebenbei will man durch die hetzerische Mißdeutung ^dortigen Vorgänge die Schuld an bat schlimmen Zuständen auf Deutschland schieben. Das soU das oberschlesische Wasser getrübt l)aben; der Wolf soll entlastet werden. Wenn sich die Sackte nicht dis zum Kriegsausbruch treiben läßt, so soll wenigstens ffl-mmung gemacht werden gegen die Belassung bes UTbuftriebe3irfes bet dem „kriegsgefährlichen Deutsch-
b* Hoesen Hegt ganz klar vor Augen. Daraus folgt für jeden braven tserl Deutschen, daß er seinerseits alles tun muß, um die Pläne der unversöhnlichen I ^gner zum Scheitern zu bringen.
2)te deutsche Regierung hat sofort die richtige Nutzanwendung gezogen. In Oberschlesien selbst hat sie keine Macht, und wenn sie dort einen Eingriff ver- »uchen wollte, so würde daraus mehr Schaden für die SmrA ^Clt lIn?r fcas Endergebnis entstehen, als rmrch einen örtlichen und vorläufigen Borteil für einzeln bedrängte Kreise ausgewogen werden könnte. Die Regierung muß also die Entwicklung in Oberschlesien den dort wirksamen Kräften überlassen und ihrockits den Zuzug von Hilfskräften aus oent übrigen Deutschland zu verhindern. Daher die I
verschärfte Grenzsperre
vnbcr starkem Aufgebot von Polizeikräften, und daher die Notverordnung des Reichspräsidenten, die den I ~„ers"ch Zum Zusammenschluß von Ber- I banden militärischer Art oder die Teilnahme daran unter eine besondere Strafe stellt, um jede Umgehung unmöglich zu machen
man es für möglich halten, daß diefe unbe- Oebolenen Maßnahmen der Regierung in deui- schen Zeitungen getadelt oder gar als schmähliche Liebe- I biemret verspottet werden? Leider geschieht das doch I n gewissen Organen der Rechtsparteien Aus der Notlage, in der sich die Regierung und bas fi^J^erlanb befinden, sucht man dort parkeipolitt-
Zu schlagen, indem man die Gemüter auf- 8&Af St 1 der notwendigen Nachgiebigkeit und A „gern befreunden. Die Volksseele in Deutschland soll aufgeregt werden, obschon jeder verständige Mensch erkennen kann, daß mit dieser Auf- I kH schüft unserer unversöhnlichen und I schlagberecten Feinde besorgt wird' A
So Äs ist höchst bedauerlich, und es würde eine wafire Beschämung für das „Volk der Dichter uS Denker siin, wenn eine so frevelhafte Agitation in I Ä’SÄ“ 2ÜlfIfln9 -fän^ Ueber tSS MS
Eann mmi ja in dem parteienreichen I Deutschland verschiedener Meinung sein boch ^?m etnen Punkt müßte noch Klarheit und Emmüttchcit herrschen: wir dürfen nidjts tun, mQ5 bTn fier! c«n Foch und Korfanty erwünscht wäre.
Daher ist die Selbstbeherrschung dos drin- gertbfte Gebot der Stunde, und wer das ohnmächtige deutsche Bolk in eine hochpolitische Putsch- und Krach, polittk Hetzen will, ist von vornherein zurückzuweisen als em gefährlicher Feind des Baterlandes. Gefährlich auch dann, wenn er aus falscher Geistes- oder Gemütsverfassung handett, ohne sich der Gefahr feines Tret- bens bewußt zu werden. Die lauernden Gegner uns-
habe seine Versprechungen gehalten. Briand erklärte weiter, er wundere sich, daß man chm Schwäche vorwerfe. Er hätte ruhig von London zurückkehren können und wäre stärker beklatscht worden, wenn man bas Ruhrgebiet besetzt hätte 2tbcr diese Art von Popularität habe er nicht gewünscht. Diejenigen, die für ein isoliertes Frankreich seien, hatten zu bedenken, daß 200 000 Mann vor dem Ruhrgebiet ständen, das innerhalb 8 Stunden besetzt werben tön ne. Es sei ihm bis jetzt gelungen, die Einigkeit unter den Alliierten aufrecht zu erhalten. Er sei sicher, daß ibm das auch morgen gelingen werde, selbst in den Frage von Oberschlesien. Man möge unermüdlich daran arbeiten, die Einigkeit in der Welk aufrecht zu erhalten, aber nicht nur im Interesse Frankreichs, denn das britische Volk habe die gleichen Interessen wie das französische.
Die Lage Frankreichs fei im übrigen weit davon entfernt, schlecht zu sein. Die Stimme' Frankreichs sei gehört worden. Ueberall in Amerika und England würdige man die Festigkeit und die Müßt- gung Frankreichs, und deshalb werde er, solange er an der Spitze der Regierung stehe, nicht -......—0- »uuciuvtn neuner uni« I Politik der Festigkeit und Mäßigung verzich-
fen auch daraus ihren Vorteil zu ziehen. Der blinde ■■ Betfall in der Milte, links sowie auf
Eifer von irre geleiteten Deutschen hilft ihnen bet I e,ni9En ”at“en rechts und auf der äußersten Linken.) ihrem zähen Bestreben Deutschland zu vernichten Die Lage itt Oberschlesien.
Studenten sollen ihn mit hineinnehmen in die Korporationen unb dort segensreich wirken, alles was faul ist. umfloßen und neue Lebenswerte schaffen. Dann wurde über die Verwirklichung neu-deutscher Ideale gesprochen. Neu Deutschland ist ei» Verband, der die katholische» Schüler höherer Lehranstalten zusammen- schließt, um sie fernzuhalten aus interkonfessionellen Der. bänden, um sie zu erziehen zu katholischem Leben, katho- lischom Glauben. Unsere Ideale sind Jugend, Kirche, Vaterland. Jung sein, jugendlich sein liege ja schon in unserer Natur. Unserer Kirche wollen wir beistehen i» allen Nöten und Kämpfe» als treue Christen und Katholiken. Unferm Vaterland wollen wir dienen, als echte Deutsche. Doch nicht nationalistisch wollen wir fein, sondern national. Fern sei jeder E ) a u. d i| n 15 m u s. Die Wege, diese 3'cie zu erreichen, wurden bestimmt unb klar gezeichnet. So habe» die Führer in reger Skussprache die Zweifel gelöst, neue Pläne gefaßt und können so wieder zurückkehren in ihre Ortsgruppen, um diesen Same» auszusäen, aufzuziehen damit er bringe hundertfältige Frucht.
Dle MWwg se§ Mwes
Im Bertenoe HeaDenWnö arrr n. n. iz. $aL
5robli$e, junge Menschen strömen vo» allen Seiten vuf dem Kreuzbergr zusammen. Dom Morgen bis -um Nvend kann man größere und kleinere Trupps, um "ein Fähnlein geschart, die Höhe ersteige» sehen. Welch ein nrT6e^ ldort oben auf der Kuppe! 250 katho- r x .=d?u(cr- Neu-Deutsche aus dem ganze» Hesse» ^°,^°usgewandert. um sich gegenseitig von ihre» Kampfe» unb Erfolgen zu erzählen, um sich Crniunte. Ä?“ ro°Ien "euem Schaffen. Durch Raten zum ^en! Wie belebend wirkt doch der Gedanke, nicht ^'tstreiter zu haben für die hehre E ch Wie treibt doch a» das Bewußtsein, in ein
Gro“es’ ®anä« eingegkiedert ringen zu kön-
nen. «kahlen durch den bestimmten Ausdruck einmütigen Trachtens, Klärung des Dunkeln, schärfere Beleuch. tung des Helleren, das ist der Zweck dieses Gautages.
Es rotrb Abend Zwischen wildzerklüftetern Bafalt- geste-n das,d.e Hange bedeckt, absteigend zu tiefer Flucht, lallen wir uns nieder. Wäldchen begrenzen °uf Zwei Setten die Stätte, während nach vorne zu der Bück hinabschweifen kann ins anmutige Ta! nach Klsimgen zu.
Oben auf mächtigem Felsblock haben fleißige fiänbe Sch-'.t- Holzes zu Hauke» gerichtet. Rach einer kurzen Ervssnungsansprache durch den Gauleiter Schulte wird der Gauwimpel des Hesiengaues entfaltet Sänae ertönen. Mit schwelender Fackel wird der gewaltiqe Holzstoß entzündet. Doch vom Rege» feucht will er nicht recht brennen, droht gar zu erlösche» Endlich Re. lwgt es, des nassen Elementes Herr zu werde» Rot. glühende Flämmchen züngeln auf im knisternde» Reisia hineinbläft der Wind. Rotglühende Flämmche» kchinZ^' zusammen zu riesigem Brande. Weithin stieben die Funken. — Geht nicht des öfter» auch i» unferm Qnnent etwas ähnliches vor? Trüber Wasser Niederschlag will das heilige Feuer christlichen Glaubens, christlichen hoffens, christlichen Liebens nicht in uns emporglühen ioffen, bis bann in unser Gemüt wchet der Hauch, hs». einbraust der Sturm der heiligen Pfingsten. Und fo wird auch jetzt die Flamme, die schon vorher befreit i» IMS glimmte, zu himmelanlodernder @!vt ?>> !!, •
Liebe den Menschen!
Sylt* den- Daterlandel
Das deutsch-chinesische Abkommen.
Wie von zuständiger Seite mitgeteilt wird, wird durch das in Peking zwischen den Bevollmächttgten der deutschen und der chinesischen Regierung unterzeichnete Abkommen der Kriegszustand zwischen Deulsch- iand und China beendet. Der deutsche Handel in China erhält wieder freie Bahn. Ern eigentlicher Freundschasts- und Handelsvertrag soll später auf der Grundlage dieses Abkommens gescklss- sen werden.
Sitzung des Relchskabinetts. I t 5m Kreise Rosenberg wurde die Stadt Lands- o„r„r nr , ..... . I berg von den Deutschen besetzt. Die das
mittag* Keltern nach- Gebiet räumenden polnischen Banden haben die wehr-
dade in der batt^äcklick ®TnV^>a t2n Lcfc Bevölkerung in schwerster Weise ausgeplündert. Fra'aeundbi«Gn.M/^ b‘£ sch le, lsche 5m Kreise Groß-S!rehlitz wurden polnische Angriffe izrageunddte Entwaffnung beiprochen worden jet, abgemiefen. Nach einem Warschauer Funkspnich wird UmiflwA«- « K, . „ ! die Wiederaufnahme der Kohlenlieferung an die
ölMWÄ PIOO’JOIK! Tschecho-Slowakei gemeldet. Nach einer weiteren
tink fflrst,;*.. <♦ IHSlvH Warschauer Meldung sind die Kreistage und Kreis- B00 UMWW ausschüffe in den von den Aufftändischen besetzten
• Gebieten aufgelöst worden.
, Äi der gestrigen Kammersitzung erklärte Briand m Beantwortung der Interpellation der sozialistischen Abgeordneten Mouiel und Blum ü b e r d i e E r e i g - mfje in Oberschlesien, Oberfchlesien sei nie« ,^e’n deutsches Land gewesen.
Oberschlesien set vor 600 Jahren mit Gewalt zu Deukichland gekommen. Der Friedensvertrag sage, daß die Grenzbesttmmungen nach geographischen Rück- i . A ...
Men getroffen werden müßten. Es wäre also keine Aufhebung der Sanktionen? gerechte Abstimmung, wenn ein Unterschied zwischen . Die „P. P. N." teilen mit: Durch die Presse geht dem armen und dem reichen Gebiet gemacht werden I die Nachricht, daß mit der Aufhebung der Sanktio- solle, zwischen den Stimmen der polnischen Arbeiter I nen cor allem also mit der Räumung der Städte und denen der reichen Deutschen. Wenn in dem Mi- Düsseldorf, Duisburg und Mülheim und der Auf- nenbezirk die polnischen Arbeiter die Mehrheit hätten, I ^bun-g der Zollgrenze am Rhein bis zum 6. Juni ^mn mußten diese Stimmen bei dem Votum den I 3U rechnen sei. Dazu hören wir, daß an amtlichen Ausschlag geben. (Beifall.) Briand kommt sodann I Stellen in Berlin von dieser Absicht vorläufig nichts auf den Ursprung der polnischen Unruh en I bekannt ist. 5m Gegensatz hierzu wurde vielmehr von zuruck und sagt, die Polen seien erregt gewesen, weil I ber Besatzungsdchörde in Düsseldorf der Dau sie geglaubt hätten, sie sollten das Opfer des Londoner I einer neuen Kaserne für 12 Millionen unb ber $ a u Abkommens sein. Die Ordnung in Oberschlesien I von neuen Stallungen verlangt. 5n Duis- sei setzt aber wieder hergestellt. Er selbst I b u r g verlangen die Besatzungstruppen den Dau neuer W den deutschen Botschafter auf den Ernst ber Lage Schießplätze für Millionen Mark. Auch ar« hmgewrefen und erklärt, wenn nicht in kürzester Frist I beitet in Ems die Interalliierte Ein- und Ausfuhr- die deutschen Detachements in Oberfchlesien entwaffnet I kommifsion bisher weiter.
würden, und wenn die deutsche Regierung nicht die I Die deutsche Regierung steht allerdings nach wie oberschlestsche Srcenze sperre, dann könne die Lage ge- I vor auf dem Standpunkt, daß durch Annahme sahrlich werden. Jetzt habe die deutsche Regierung I t>es Ultimatums jeder Vorwand zu den Sank- nun erklärt, daß alle entsprechenden Matz- tionen hinfällig geworden ist und diese unbedingt nahmen angeordnet feien. Dr. Wirth, der | und unverzüglich aufgehoben werden müssen.
cm der Spitze der Regierung stehe, stütze sich aus eine andere Mehrheit im Reichstag als die letzte Regie- rung. Er halte ihn f ü r a u f r i ch t i g. Bisher habe Dr. Wirth Beweise großer Loyalität gegeben. Er