Fuld aer Zeitung
Amtlicher Anzeiger für den kreis und die Stadl Fulda.
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Samstag, 14. Mal 1921»
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48. Zahrg,
Da» hestammengeseh. In der Sitzung Les Aus.
Aus dem befd$i8n Gebiet.
Nachklä^ zur Annahme des UlttmalumS
gültige Gesetz pünktlich am 1. Oktober 1921 in Kraft tritt.
Nachdem der Führer der deutschen Dolkspartei, der Äbg. Stresemann, in der „lägl Rundschau» ooin Donnerstag morgen sich ausführlich mit der S) a l- tuttg der deutschen Dolkspartei und mit dem Ultimatum selbst in einer Weise auseinandergesctzt hol. die erkennen läßt, daß man in Kreisen der deut-
Parteien zu urteilen geneigt ist, die es nach schwerem Sewissenskampf für notwendig hielten, das Ultimatum anzunehmen, ist es nunmehr nicht uninteressant zu erfahren, wie fit d« lührende rheinische Organ der
Das Verfahr ev wegen der Kriegs verbrechen
®*c die englischen Mütter melden, begibt sich der Eoliriior-Gemral Sir Ernest Pollock mit einer Anzahl brnilcher Zeugen zu den am 23. Mai beginnenden 23er- oandlungen nach Leipzig. Der politische Bericht- erftaticr des »Daily Chronicle» schreibt, die Tatsache, daß die Drrhandlungen so früh festgesetzt sind, sei an- scheinend ein Zeichen dafür, daß die deutsche Regierung den Wunsch habe, ihre Verpflichtungen ohne Der- zug durchzuführen.
Organisationen der Angestellten und Arbeiter gewähl! und zu einem Stiertel von den Regierungen bei Länder ernannt werden.
* Freigabe der Auslandkbutter. Wie mitgeteilh wird durch eine Verordnung des Reichsmintsterium- für Ernährung und Landwirischaft die Einfuhr von Auslandsbutter allgemein fre{gegeben.
• Zur OrtSklasseneinteilnng haben Zentrum und Deutsch-Hannoveraner im Landtag folgenden gemeinsamen Antrag eingebracht: Im vorläufigen Orlsklassenverzeichnis zum Besoldungsgesetz vom 3d April 1920 find offensichtlich die Teuerungdverhäli- niff» in vielen Orten, besonders auch öer mitt* leren Städte, Kleinstädte und Landorte in unzulänglicher Weise berücksichtigt worden. Der Landtag wolle beschließen, das SiaatSministerium zu ersuchen, auf die Reichsregierung einzulvirkew, daß 1. bei der endgültigen Festsetzung des Oets- klassenverzeichniffeS die besonderen Teuerungsver» hällniffe (Kindererziehungs-, Arztkosten, Mangel an EinkaufSgelegenheiieu usw.) der kleineren Orte gebührend berücksichtigt werden, 2. die Zahl der Orts« klaffen auf drei v-rminderk wird und 3. das end»
Mitglieder der BezirkSeisenbabnräte sollen zur Hälfte, wie bisher, von den staatlich crganifierien Wirl- schaftSlöiper n (Handels-, Landwirtschaits-, Gewerbe*, &Änb»etIidiafl5lammetnX in einen* Siet lei von ben
in einem Zusatz zu einem fraMons-offizosen Aussatz bes Abg. Dr. Moldenhauer äußert. Es würde, so
oölkewerbindenden Fäden, die katholisch, vom Heil. Geist erfüllte Männer und Frauen von Land zu Land und Herz zu Herz mit vieler Mühe und Liebe spinnen, wenigstens nicht zerstören, vielmehr triefe Arbeit nach Möglichkeit unterstützen! Jeder aber kann am Pfingstfest der großen katholischen Aufgabe betend gedenken und das Flehen der Kirche sich zu eigen machen: Sende aus deinen Geist und alles wird neu erschaffen werden, und du wirst das Angesicht der Erde erneuerns
Lloyd George über den Versailler Vertrag.
eine sehr ernste Mahnung an Polen.
Wie der Draht aus Bonbon meldet, hat Lloyd Oe» orge gestern im Unterhaus eine bedeutsame Rede gehalten. Lloyd George tagte, Schlesien sei sicherlich fett Huicherten von Jahren nicht polnisch gewesen. Man könne nicht 600 Jahre zurückkehren, um die vorliegenden Ansprüche zu erheben. Lloyd George erinnerte an die Bedingungen des Versailler Vertrages und an bas Ergebnis der Volksabstimmung. Die Alliierten waren schon im Begriff, darüber zu beraten; ohne die Beratungen und Erörterungen zwischen den Regierungen abzuwarten, brach der polnische Aus st and aus mit dem Zweck, die Alliierten vor eine vollendete Tatsache zu stellen. Das war eine vollkommene Her ausfordernng de» Versailler Vertrags. Die Tatsache, daß Waffen aus Polen eingeführt wurden und daß Offiziere die Grenze überschritten, machen es uns schwer, uns dem Gefühl zu verschließen, daß die Ablehnung der Verantwortlichkeit seitens Plrisus nicht anders als bloß im Wortsinn zu deuten sei. Die Italiener seien seinerzeit in Fiume sogar zu bewaffnetem ©^greifen gegen die Insurgenten geschritten; sie hätten gefühlt, daß die Ehreihrer großen Ration in die Angelegenheit verwickelt gewesen sei. Er halte Polen dieses schöne Beispiel vor. Das höchste Jntereffe der Alliierten gehe auf Erfüllung des Versailler Vertrages. Sie hätten die Uebermacht auf ihrer Seite unb Deutsch- land habe sich unterworfen. Dir Zukunft fei dunkel «nd ungewiß. Das Elmige, was er vorauszusagen wage, sei, daß im Hinblick au fben Vertrag von Versailles die Gewalt viel weniger, weit mehr aber die Ehre unb. bet Kredit Deutschlands und die Unterzeichnung seiner Verpflichtungen ms Gewicht fallen würden."
Lloyd George erklärte dann, für England unb dir Allüerten handle es sich nicht bloß um eine Angelegenheit ihrer eignen Ehre; es sei vielmehr Angelegenheit ihrer Sicherheit und Ruhe, zu zeigen, daß sie andern Vertragefe st halten, möge er für ober gegen sie sprechen. Mehr als er im gegenwärtigen Augenblick sagen könne, heiße er Tändeleien und Spielen mit dem Vertrage, indem man sage: Schließlich find es ja nur Deutsche!
* Reich,ernälftungrininlS«« vr. Hermes wird, in der kommenden Woche im besetzten Gebiet weilen, nm mit den Organisationen der Verbraucher und Erzeuger über die Maßnahmen zur Sicherung der Er- nährun g Fühlung zu nehmen. Er wird u, a. in Köln, Trier und Koblenz Konferenzen haben.
' Ein mildes Urteil gegen einen Marolkaner. Das Kriegsbericht Mainz Dermteilte einen marokkanischen Soldaten wegen nächtlichen Hebet falls, Staub- und Mordversuchs an einem Beamten und Ster- gewaltigungSversuch an dessen Nichte, zu einem Jahr
Söiener Ententekreisen herrscht über den Beschluß bes Salzburger Landtags, am 29. Mai d. I. nach dem Muster von Tirol eine Vlriksabstimmung vorzunehmen.
einet so schwerwiegenden deutschen Schicksalsfrage als. bald wiebereine parteipolitische Schei- bung der Geister einsetze. Es sei die Pflicht jedes Deutschen, nachdem die Entscheidung gefallen fei, jede Regierung in der Ausführung des Reichstagsbeschlus. fes zu unterstützen. Es sei zu hoffen, daß wenn sich erst die Wogen der Erregung, die diese Tage aufgewirbelt haben, gelegt hätten, auch die deutsche Bottsparten sich auf dieser Linie der Politik des Wiederaufbaues finden werde. + <r"
Aber mit diesen Antworten dürfen wir nicht zu- frieden sein. Die katholische Kirche muß die katholische Liebe auch nach außen machtvoll hervorbre- chen lasten und im Feuer des heiligen Geistes auch einen äußerlich mächtigen Bund schmieden! Die Einheit des Glaubens muß sich vollenden in der Einheit der Liebe und des Friedeiw. „$ßir haben", sagt der Weltapostel, „beftrebt zu sein, die Einheit des Geistes durch das Band des Friedäw zu bewahren", d. h. die katholische Weltkirche hat nicht nur zu fein «'n Geistesbund, sondern auch em Friedensbund! Wer die Notwendigkeit, die Drtn^ichkeit und Erreich- barfeit solcher Einheit bestreitet, erklärt die Botschaft des Evangeliums und das hohepriesterliche Gebet des Herrn für schöne, aber leider unerfüllbare Worte und Wünsche. Richtig ist» daß auf Erden niemals eine allseitige Vollendung der menschlichen Begebungen möglich ist, aber von einer solchen Vollendung sind wir auch noch wett entfernt, wenn wir erst einmal Hand anlegen an die Fundament« eines wahren Friedensbundes. Der Statt!)alter Jesu Christi, Benedikt XV., predigt in seiner am vorjährigen Pfingstfest erlassenen Enzyklika „lieber bi« christliche Völkerversvhnung" den ebenso modernen wie urchristlichen Gedanken des Zulammenschkusses der ganzen menschlichen zen menschlichen Gesellschaft in einer
MkMlllMe tMlM
Seit bald zweitausend Jahren läuft das Kirchenjahr mtt immer den gleichen Festkreisen vor unserem Geiste ab, unb Jahr für Jahr sind es die nämlichen Gedanken, die sich uns an den kirchlichen Hochfesten darbieten. Aber jede Zeit gibt diesen stets gleichen Grundgedanken doch eine eigene Ausprägung. Weihnachten, Ostern, Pfingsten im Frieden, unb wir be, gehen diese Feste innerlich wiederum anders nach Beendigung des Weltkrieges, auf dem Trümmerfeld des letzten Zeitabschnittes.
Da erhält zumal das Fest des Heiligen Geistes einen besonderen Inhalt. Der Heilige Geist ist der Schöpfer- «eist, dessen Wirken in der Welt damit begann, daß er aus dem Chaos einen Kosmos machte, das Durcheinander der rohen Maffe nach Elementen schieb unb sichtete, ordnete und schmückte. Wo etwas Neues in Gottes Schöpfung entstand, da ist es der Heilige Geist, der es bildete und belebte. Ganz besonders war es fo in bcr übernatürlichen Neufchopfung der Gnade. Christus, die zweite Person in der Gottheit, hatte im Auftrage des Vaters zum neuen Gottesreich auf Erden öen Grund gelegt. Aber erst durch den Heiligen Geist, die dritte Perfon in der Gottheit, sollte das Begonnene zur Vollendung kommen. Mit Sturm und Feuer fuhr er m die Saat Christi hinein, und nun flogen die Samenkörner des Heils über die ganze Crde, erneuerten ihr Angesicht, und so wuchs die Weltkirche.
Dötterfamilre mit allem Nachdruck. Mit freudiger Genugtuung können wir feststellen, daß di« Bestrebungen in dieser Richtung feit mehreren Jahren auf kath. Seite nicht mehr zur Ruhe kommen, vielmehr an Mannigfaltigkeit, Ausdehmmg und Tieft stetig wachsen.
Die katholische Ide« muß in der Finsternis dieser Tage aufleuchten! Möge jeder Katholik die
• Eisenbahnräte. Auf Grund deS § 93 bet o
Reicksverfassung hat die Reicher gierung dem Reichs- I sehr heftige Mißstimmung, unb es wirb erklärt, daß die rat den Entwurf einer Verordnung über Entente für den Fall, baß die D o l ksa b ft t m m u n g Eiscnbahnbeuäle zugeyen lassen. Neben einem Reichs- I In Salzburg wirklm) vorgenommen werden wird, eisenbahnral sind zehn Bezii kSeisenbahnräte vorgesehen I sich von der Kreditaktion für Oesterreich zurückziehen mit dem Sitz in Berlin, BreSlau, Frankfurt a. I würde, wodurch diese Aktion scheitern würde Hamburg, Hannover Köln Königebe.g Leipzig, • Der letzte kaiserNch-Ssterreichifcke firiegstniniffet Müncken, Stuttgart-KarlSruhe (abwechselnd^ D,e gestorben. In Graz ist der letzte Äriegsminifter der
her B«.rk«-,s-nf.»k A.m- I österreichischen Monarchie, Generaloberst Rudolfl
Stoeger-Steiner, geftorben.
* Die Bündneovc, träge der Donaustaaten. Wie d ie Petit Parifien mitteilt, ist zwilchen den Minister
• Merkwürdige Auslände. Eine Anfrage recht eigen» tümlichen. Inhalts ist beim Landtag eingegangen: »Dicht hinter König-Wusterhausen liegt bei Grotz-KöriS da» Wilhelmmenhof, da» den Metznerschen Erben gehört, die in München und Wiesbaden wohnen. ES ist ungefähr 400 Morgen groß und seit etwa sieben Jahren um bewirtschastet. Die Wirtschaftsgebäude sind zum Teil schon verzallen. Da» ganze Inventar besteht au» .. i ------v-»- । einer Kuh. WirtschaftSge^äte sind gar nicht vorhanden.
Defängm«. Da, milde Urte,! steht im Gegensatz ,u Dünger ist schon seit Jahren nicht gestreut; da, Land den Venprrchungen der Besatzungsbehörden, tatsächliche I liegt völlig brach, obgleich der Boden gut ist. Nicht weit da. «Leriehlungen der farbigen Truppen streng zu bestrafen, | pnn, am Patzer See, liegt eine Bauernwirtschaft von etwa
* Holzgewehre verboten. Die Gladbacher Zeitung I 100 Morgen, dem Fuhrunternehmer Hennecke gehörig, schreibt: Seilens des Herrn Kreisdelegierten der Hohen I der in Berlin wohnt. Auch dieser Herr hat die Wirt- Kommission (Rheinland) wurde unter dem 6. d. M. mit- I schäft völlig v erwahrlose nlassen. Die Gebäude geteilt, daß da« Tragen von Holzgewehren bei den I find unbewohnt, die Fensterscheiben zerschlagen, Türen Umzügen der Bruderschaften verboten ist. Diese« verbot I fehlen usw. Wegen be« Grundstück« von Hennecke hat ist ergangen. Infolge kürzlich vorgekommener und seift»« I sich im vorigen Jahre ein Major, der diese» Grundstück der .ruderschaften auSgeführter,militärischer Uebungeu'. I kaufen wollte, an den Landrat und den Oberpräsidenten
I beschwerdeführend gewandt. Er hat überhaupt kein« I Antwort erhalten. Sind dem StaatSmimsterium diese - I Zustände bekannt? Zutreffendenfalls, was gedenkt e«
vßUtICbCS RClCn I 8U tun, um diese Grundstücke im Jntereffe der Sol!«*
' ‘ I ernährung einer ordnungsmäßigen Bewirtschaftung zu»
* Berlin. 14. Mai 192t. Fürst Hatzfeld, der I zuführen?- — Aus die Antwort darf man gespannS
deutsche Vertreter in Oppeln, ist zurückgetreten. Sein I feia* .
Vertreter, Graf Praschma, führt die Geschäfte weiter. I — In Berlin-Dahlem verschied im 65. Lebensjahre I Unterstaatssekretär Dr. Ma; Richter. 1898/94 I
leitete er bte Geschäfte des deutichen ReichSkommiffarS | * 3ar Anschlußbewegung Deuffch-Oesterreichs. Der auf der Weltausstellung in Chicago; 1896 war er I österretthffche Nationalrat hat das Gesetz, wonach die selbst Reichskommissar für die Weltausstellung in I Regierung aufgefordert wird, bei dem Dölkerbunb um Paris. Von 1909—1917 gehörte er alS Unterstaats- I Genehmigung einer Volksabstimmung in ganz fekielär dem ReichSamr bei Innern an. I Oesterreich für den Anschluß an Deutschland nachzu-
* Zur Auflösung der Familieugüter. Mit dem I suchen, einstimmigangenommen. Der deutsche !•_ April 1921 find in Preußen die AuflosungSbe- I Minderhettsantrag, der verlangt, daß für die Volks- Hörden für Famlliengüier in Wirksamkeit getreten. I abfthnmung bereüs jetzt ein bestimmter 2er- Mit Einschluß der Zentralbehörde für die Auflösung I min in bas Gesetz ausgenommen werden soll, wurde deS gebundenen Grundbesitzes, dem Landesamt I abgelehnt. Die Regierungskrise erscheint dadurch für Familiengüter in Berlin, desteben I vermieden zu sein. Der Bundeskanzler Dr. Mayr be- vierzehn solcher AuflösungSämter. Deren Präfi» I gibt sich nach Salzburg, um mit den Mitgliedern bet denien sind jetzt durch den Justizminister ernannt I dortigen Landesregierung unb Führern der politischen worden. Zum Präsidenten deS BuflosungSamteS I Parteien über die Anschlußfrage zu verhandeln. In Kassel ist OberlandeSgerichtSpräfident Fritsch ernannt.
Diese Auffassung des rhrtnisthen Blattes der deutschen Volkspartei beweist, daß man sich auch in diesen Kreisen bewußt ist, wie sehr es notwendig sein wirb, die gesamten Kräfte des deutschen Volkes zusnmmenzufasftn, um die von der Entente auf- schellten Forderungen zu erfüllen. Nichts wäre verhängnisvoller, als wenn trotz des furchtbaren Druckes der außenpolitischen Ereignisse nunmehr nachdem die Entscheidung getroffen ist, die Parteien im deutschen Reiche nichts anderes zu tun wüßten, als aus Partei- ttttereffe den Zwist im deutschen Volke zu nähren und damtt dem deutschen Volke die Aufgabe zu tiferneren, bie es auf sich nehmen mußte unb bi« es gewillt ist mit bestem Wollen mtb mit besten Kräften zu erfüllen. ’WMtt
Umso bedeutungsvoller und erfreulicher ist darum w w „„ auc^. Stellung, bie der b a d is che Landtag I schufsts für Devälkerungspolittk des preußischen Land- zu der Annahme des Ultimatums durih den Reichs- I lages am 4. Mai würbe auf eine Anfrage von dem tag^emgenommM hat. Der, Staatspräsident Trunk Dorsihendm mitgeteilt, daß ein neuer Gesetzentwurf «narre nämlich, daß die badische Regierung auf dem I über Cie Regelung des Hebammemvesens von der Re- Boden der vom Reichstag beschlossenen Annahme I gterung fertig gestellt fei, unb demnächst zur Beratung stehe und gab der llederzeugung Ausdruck, daß Bayern, «stellt werde. Trotz alledem reichte die Sozial, ferne Regierunpurtb feine Bevölkerung, um die Ein- demokratische Fraktion am 6. Mai einen h e 11 d e s R e t ch e s zu r «t 1« n u n d d « u t s ch es eigenen Gesetzentwurf ein, der sich aber fast Land ""r feindlicher Evasion zu be- Iwörtlich mit den viel angefeinbeten Beschlüssen deckt, ro ? $1 e n, sicherlich zur Erfüllung der Deutschlmd I bie kurz vor Schluß der 'Tagung der uerfafiunggeben- aufgezwungenen Ceifträgen Mitwirken würden. Die I den preußischen ßanbesDcrfammliing den schärfsten bret großen Parteien Badens sagten ber Relchsregie- Protest des Zentrums, bet beiden Rechtsparteien unb rung ÖH ver Erfüllung der schweren Aufgabe ihr« Un- eines Teiles der demokratischen Fraktion hervorriefen. rerttutzung zu. I Auch dieser von der sozialdemokratischen Fraktion setzt
Was «uS frei machen kann: Leistung und Arbeit; vorgelegte Gesetzentwurf beschrankt den Mut-
Reichskanzler Dr. Wirth sandte anf eine Beglück- L? e ^am menwahl; bei Derech-
wünschung durch den Oberbürgermeister und den J?“}® <Icbuhren wird nicht Rücksicht gerrammen auf Stadkrat feiner Vaterstadt Freiburg zur Uebemahme Überreiche Familien und Hebammenhilfe ift nur bet be« Reichskanzleramtes nachstehendes Telegramm: I ^ner ^"hfenpflichüg. Da alle andere S^eb- Ihnen unb dem ©tabtrat meinen herzlichen Dank asEMhilft tnwtgelthd) fein joll, werden sich die @e- für die Wunsche zur Ernennuno. Die Grüß« meiner buhren, di« zwei Drittel der Kosten decken muffen ro. Heimatstadt taten mir wohl. Wenn Nord und Süd ^gemaß bei emer Seburt für die Familien ergotjem und alle deutschen Stämme znsammenhalten, so muß Dabei bringt der Gefttzentwurf dem Heba m m en- bä» schwere Werk bet Wiederauftichtunz beS Vater- Pan des ch w er« Nachteile. 2rie Hebamme soll landeS gelingen. Worte und Proteste können uns "icht der heimischen, sondern der Provinzialbchorde nicht freimachen, sondern nur Leistung und Arbeit Erstellt werden. Neben dem Grundgehalt van bahnen den Weg zur deutschen Freiheit. Berständt- 8600 Mark unb dem entsprechenden Ortszuschlag wird gung und Versöhnung mit allen, die guten Willens I ^„Sondervergütung erst von der 31. Geburt an befind, ist das Ziel meiner Arbeit. | willigt- Hierdurch wird bte stadtifchs Hebamme mit
- . . I ihrer bequemeren Praxis bevorzugt gegenüber der
Cuno und Melchior wollen uichi Miuffter werden. I Lanbhebcmme, die in ihren wett schwierigeren Arbcits-
Eenerakdirektor Cuno von der Hamburg-Amerika- I verhältniflen fetten Gelegenheit hat, bei mehr als 30 Linie hat von Newyork aus teksgraphffch die lleber» I Geburten Hilfe zu leisten. Man muß mit Bedauern nähme des Mmfterimns des Auswärtigen abgelehnt, I ftststellen, daß die sozialdemokratische Fraktion, obwohl tmb ebenso der Hamburger Banker Dr. Melchior bas I sie selbst zu wiederholten Malen die früheren Be- Reichssinanzmmrsterium. I schlösse als mangelhaft unb verbesserungsbedürftig an.
erkannt hat, diese Deschlüffe nunmehr von neuem wart» Setreu wieder eingebracht hat. Es ist zu hoffen, daß ie Regierungsvorlage eine befriedigendere Lösung Im Interesse unserer Frauen unb Hebammen herbei, führen wirb.
Die Wrltkirche als weltumfponnende Organisation ist da! Ein gewaltiges, Menschengeist unb -kraft über- steigendes Werk! Die katholische Apologetik beruft sich zu-m Beweise für bie Göttlichkeit der Kirche auf vier Merkmale, bie diese Kirche an sich trage: Einheit, Heiligkeit, Apostolizttät, Katholizität; denn wer in der Schrift forscht, wird finden, daß Christus fein Werk in dieser vierfachen Krone strahlen sehen rollt Um bie Einheit insbesondere betet er mit der Inbrunst des Sterbenden, als tun eine Eigenschaft, bie — wenn sie Eintritt — der Welt den Glauben an die Göttlichkeit seiner Person unb seines Werkes aufbtängen muß. Warum? Weil bei bet Zerrissenheit der Menschen in Rassen, Völker, Nationen, bei der stets wachsenden Beschaffenheit der Ideen, das ©eetntfein in einer, sich stets gleichblcibenden Kirche nicht mehr natürlich, sondern übernatürlich, nicht mehr menschlich, foirbetn göttlich ist. Die katholische Kirche darf sich rühmen, diese Einh-ttt darzustellen: In allen wesentlichen Gedanken der Welranschauung unb Lebensführung finb die Kathaliken der ganzen Welt einig. Aber auch die kath. Christenheit hat allen Grund, zumal am alljährlichen Pfinglffeste, in sich zu gehen und sich zu fragen, ob ihre Einheit vollendet ist. „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, triefe drei; das Größte unter ihnen aber ist bie Liebe". Katholiken bet Erde, im Glauben und im Hoffen, im engen Anschluß an dos Lehramt, Hirtenamt und Priesteramt der Kirche seid ihr einig; der hl. Vater in Rom bildet den einigenden Mittclpunft — warum seid ihr nicht auch einig in der Liebe? Es ist zwar ein Naturgesetz, daß man die An- gehöripM der gleichen Familie unb des gleichen Stammes mehr liebt als die Fremden, aber hat uns Christus nicht einen anderen Begriff vom „Nächsten" beigebracht ais den rein natürlichen? Wer ist denn mein Wchster? Jeder Mensch, antwortet Christus. Wenigstens insoweit, als wir zur Ueberwindung jedes Frem- denhasses und darüber hinaus zu verstehendem und hllfsbereiiem Wohlwollen verpflichtet sind. Wenn sich diese Gesinnung in der Christenheit nicht findet, so wird die Welt trotz des Schauspiels einer tti der Organisation unb Weltanschauung geeinten Weltkirche dennoch an ihr irre! Der einigende Glaube ist da, aber die einigende Liebe fehlt! Darum stehen auch wohlgesinnt« Kritiker vor der katholischen Zerrissenheit kopfschüttelnd. Wie ist es möglich, fragen sie, daß sich b® Kinder einer und derselben Mutter, die Glieder eines und desselben Leibes so entfremdet gegenüber« stehen? DK ehrliche Antwort lautet: weil dieser herrliche Leib aus einer schweren Wunde blutet, bie ba heißt Nationalismus! Der hl. Vater selbst hat «inem Vorkämpfer der katholischen Einheits- unb Friedensbestrebungen am 12. Oktober vorigen Jahres j in einer Prioataudienz erklärt: „Die Völker Europas find fo stark im Nationalismus unb Chauvinismus versunken, bah sie die Stimme des Christentums überhaupt nicht mehr verstehn. Und auch vielfach die Katholiken nicht!" Die Liebe zur Heimat, auch zur Nation ist durchcms verträglich mit christkathslifchem Geiste, ja wird von ihm als eine Pflicht der Pietät geboten. Aber diese ©efhmung, bie bk Menschen jenseits der Grenzpföhle nicht mehr als Nächste, Brüder unb Schwestern in Christus unb Kinder der einen Mutter Kirche betrachtet, ist dmchaus unkacholisch imb eine Sünde wider den Heiligen Geist, der am Pfingstfest über jüdischen unb heidnischen Nationalismus tri- vmphierte. Wir Katholiken wissen gegen den schweren Vorwurf, bk katholische Kirche hab eim Weltkrieg und bei seinen Nachwehen versagt, zwar mehr als eine Antwort: erstens hat nicht das katholische Christentum, sondern höchstens bie katholische Christenheit versagt, di« sich natürlich jederzeit zu ihrer eigenen Idee in Widerspruch zu setzen di« Freiheit hat, b. h. in bic-ftm
Falle gegen das katholische Gebot der Liebe und der I Versöhnlichkeit, der Gerechtigkeit unb Müßigkeit sün- I drgen kann. Dabei bleibt die Frag« offen, ob bie Sa- choliken, auch bei größter Anstrengung, bie M ach t I pehabi hätten, den Elementen der Finsternis entgegen- zutreten. Zweitens hat der Repräsentant der katho'l- scheu Christenheit, der hl. Vater in Rom, während tes gm?en Kriege» das Ideal der katholischen Liebe - ...» vcl u;ui.
in beispielloser und — roenn man bedenkt, daß cud> I scheu Volkspartei nicht so blmdwütia über dieirniaen er ein Mensch, em Angehöriger einer heißfühlendcu, in ! ----- - "----------
den Krieg verwickelten Nation war — in wahrhaft i übermenschlicher Reinheit strahlen lassen; und drttten» i war die Herbe Jesu Christi zum großen Teil inneilich ’ . .... . „„ u uu uti
über dir politisch unb militärisch gegeneinander steh-n- dentschUlUpartei,' bie „S ö In ihfie e'l^u n q"
d-n Regierungen ein Völkerbund ber Herzen in einem Zusatz zu einem frakttons-offizosen Aussatz
kfionb, m welchem die Nächsten — und selbst bte ! des Abg. Dr. Molbenhauer äußert. Es würde, fo
Felndesliebe keineswegs verschwunden war; nur war t heißt er, einen schweren Schaden für die ।
» ein stiller, nach außen -chnmächtiner Bund, l Allgemeinheit bedeuten, roenn bet der MtimMWV "