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Druck der Fuldaer Aetteudruckerrt in Avld»
Bis in feine
ropel, Madrid, Athen und Petersburg tätig. Bis in feine letzten Tage hatte er sich eine erstaunliche Frische bewahrt.
Verzeichnis von Neuanschaffungen der Landesbibliothek; zu Fulda uu dem Jahre 1920/21.
RonnefeldtsTee
• •» aromatisch undausgleblg.bllllgim Verbraacb
Ilederlagen In allen Stadtteil in
(Fortsetzung.)
V. Sprachwissenschaft und Literaturgeschichte.
I Aristophanes: Die VögeL Deutsch t. C. Roberi I B. 1920.
Dreizenach, W.: Geschichte des neueren Dra* I mas. Halle. — Bd 2. 1918. ।
Dantes Poetische Werke. Neu übertr. ▼. Bi I Zoozmann. Freib. Bd 1—4. 1912.
Diebo Id, B.: Anarchie im Drama. FrkL 192L
Edda: Uebertr. ▼. F. Genzmer. Jena. Bd 1—8 I 1914—20.
■ Ermatinger: Die deutsche Lyrik L. — T. 1—1 I 19211
Euphorion, Zeitschrift für Literaturgeschichte L. u. Wien. — Bd 22, 3—4. 1920.
Finaler: Homer. L. — T. L 1914.
Flake, 0..* Der franz. Roman u. die Novelle. Im I 1912.
Frey, A.: Erinnerungen an Gottfried Keller. L. ISIS, Gerke, A.: Griech. Literaturgesch. L. 1905.
Goethes Werke (Sophienausg.) Weimar. Abt 8i Bd 15, 2. 1920.
Grimm: Deutsches Wörterbuch. L. — Bd 11. HL Lfg 7. 1920. — Bd 13, Lfg IT. 1920. ,
Hautkappe, F.: Die altd. Beichten u. ihre Bw Ziehungen zu Cäsarius von Arles. Münat 1917.
Haym, R.: Die romantische Schule. B. 1920.
Heinemann, K.: Die trag. Gestalten der Grieche* in der Weltliteratur. L Bd 1—2. 1920.
1 0 ' Gesch. der griech. Sprache. L, m
Hüffer, H.: Annettev.Droste-Hülshoff.Goth. 1911»
Jahrbuch der Goethe-Gesellschaft Weimar. «4 7, 1920.
Korrespondenzblatt Zeitschr. des Stenogn Landesamts. Dresd. Jg. 65. 1920.
Kroll, W.: Geschichte der klass. Philologie. L 1008.
Livius, Titus: Libri ab urbe condita. ErkL i Weissenborn. B. Bd 1—10. 1880—1911.
Ludwig, K: Goethe. Stutlg. u. B. Bd 1—3. 1920
Märchen, Die, der Weltliteratur. Jena. — 16—18 1920—21.
Naumann, H.: Ernst Stadler. B. 1920.
Paul, H.: Deutsche Grammatik. Halle. — Bd 3—& 1919—20.
Platon: Das Gastmahl. Verd. v. Kassner. Jena. 1920, Beal-Encyklopädie, Paulys, der classischea Altertumswissenschaft Stuttg. — Bd 10, II. 1919.
Rechenschaftsbericht des Schwäbischen Schillervereins. Marb. — Für 1919/20.
Roselieb, H.: Die Zukunft des Expressionismus. Mainz 1920.
Sagenbuch, Deutsches. . . hrsg. von v. d. Leven. Mch. - Bd 8, I—H. 1920.
Schauerte, H.: Hermann Löns. Dortmd. 1920.
Schenkt, K.: Deutsch-Griech. Schul-Wörterb. L. 1883.
Schwartz, L: Fünf Vorträge über den griech. Roman. B. 1896. 6
Stolz, Fr.: Geschichte der lat Sprache. L. 1910, Vossler. K.: ItaL Literaturgeschichte. L. 1900.
l*g*g 0 ' D*e deutsche Dichtung seit Goethes
Witzei, M.: Keilinschriftliche Studien. L. — H. 1—2. 1920.
Wrede, K: Taschenwörterbuch der schwed. u. deutschen Sprache. B. — T. 1—2. (1911—12.)
Zweig. St: Drei Meister. Balzac, Dickens, Dostojewski. L. 1921.
unterwerf«!. Eine fchr große Rolle bei de» Ehefchridrm» gen fpicken Mejenig«, Paare, die ihre» Bund auf Kriegs, tlauungen zurückführm.
• Die banterette Stab! Löbefän. In der Stadt Löbe- jün, die infolge her kormmmistischen Mißwirtschaft sich de- termtlich bankerott erklärt hatte, was zur Auflösung der Stadtoerordnetenversammlung führte, fanden Neuwahlen statt Es wurden acht Bürgerliche, acht Äomnumiften und zwei Unabhängige Stadtverordnete gewählt
* Exzellenzen als Sanfter. Graz, die Landes- Hauptstadt der Steiermark, Hot eine neue Spezialität Ehemalige Exzellenzen, alte pensionierte Generäle, Oberste, ein Lberlandesgerichterat, die Gattin eines Senatspräsidenten, Stebsoffiziersfrouen und andere Damen der Gesellschaft sind damit beschäftigt, Schuh« zu besohlen, Leder zuzuschneiden und Flecke zweckmäßig aufzunageln. Die »Soziale SBerdtjdjaft* hat nämlich in einem vom Sozialwirtschaftlichen Frauen- bund zur Beifügung gestellten Lokal des allen Uni- versttätsgebäudes einen St^chmacherkurfus eingerichtet. Es handelt sich um einen Reparaturkursus, der es den armen Mittelständlern ermöglicht, Schaden am Schatzwert selbst zu beseitigen, da sie di« enorm hohen Preise, die die allgemeine Teuerung shervorgerufen hat, nicht mehr bezahlen können. Das notwendige Material wird teilweise von der „Sojiden Bereit- schäft" angekauft, teilweise stellen die Kursusbesucher Hammer, Zange und Ahle selbst. Der Kursusleiter ist ein Oberst int Ruhestand, der sachlich gründlich ausgebildet ist.
• 3m Alter von 102 Jahren starb in Mailand der Senator Graf Greppi. Er begann seine Laufbahn im österroichrschon Konsulardrenst, trat dann in die italienische Diplomatie ein und war in London, Berlin, Konstanti-
I dern beschäftigt sich auch schon mit Zukunftskriegen. So ist jetzt In Paris ein Buch erschienen, das in der Presse lebhaft besprochen wird: „Wie Paris am Ostersonntag den 20. April 1924, in sechs Stunden zerstört wurde. Uebersetzung der Nummer des „Berliner Ta» geblaits" vom 25. Suni 1924 von Baudry de Sau» nier." 5n dieser Zukunftsphantasie wird geschildert, wie deutsche Flugzeuge und lleberzeppeline Paris mit Bomben belegen, sodaß 88 430 Häuser und öffentlich« Gebäude zerstört und 1 726 000 Einwohner getötet wurden. Wenn die Franzosen annehmen, daß zukünf«. [ tige Kriege in erster Linie mit Bomben und Gas ge» I führt werden, so haben sie vielleicht nicht ganz unrecht- Aber ihre schrecklichen Schilderungen eines zukünftigen Krieges haben lediglich den Zweck, den Haß gegen Deutschland weiter zu schüren, die französische Flugzeugindustrie zu fördern und eine völlige Unterdrückung des friMichen deutschen Flugzeugverkehrs zu verlangen. Nur die eine Moral, die sie aus ihrer Angst vor der Zukunft ziehen sollten, vergessen sie völlig: nämlich, daß sie selbst schuld daran sind, daß sie trotz der Entwaffnunng Deutschlands auch vor einem setzt ohnmächtigen Gegner noch immer Angst haben müssen. Leider haben sie nicht die nötige Einsicht daraus die nötige Schlußfolgerung zu ziehen. k
— Allerlei Weisheit. Jeder einzelne Tropfen Milch enthält mehr als 1 Million Fett-Moleküle. —. Vor dem Kriege wurden die Alpen alle Jahre von rund 1 Million Touristen besucht, von denen durchschnittlich 27 tödlich verunglückten. — Der Fußball« sport soll nach einer englischen Berechnung den berufsmäßigen Fußballspielern gegen dreißigMillionen Mark jährlich einbringen. — Das größte Jniekt, das bisher bekannt wurde, ist der in Venezuela lebende Elefantenkäfer, der bis zu 220 Gramm schwer wird. — In Brasilien gibt eS so viele Nuß- bäume, daß alljährlich viele zehntausend Zentne, Nüsse verderben, weil sie niemand erntet. — Alle Gifte und Arzneien wirken, wenn sie in der Nacht eingenommen werden, heftiger als am Tage, weil während des Nacht» die Ausscheidung des Körper», die sog. Elin- »ttion, geschwächt, die Aufnahme-, die fog. Ab mSfähigkeit aber erhöht ist. — De, jetzige Stabe Japan ist der 123. Inhaber bet Krone. Sem -naliie, die älteste der Welt wurde im Jahre 60. . Chr. zur Zeil NebnladnezarS ge» gründet. — In Belgien kommt eine Schankstälte schon auf ie ILPersonen über 17,Zahre. wo.
Egchem eint hervorragende Stelle in der Erbauungs-Ls tereur für dos kacholischr Volk angewiesen. Die vol liegende Dolksausgabe ist die beste, schönste reichhoA tiefte, die längst zum Gemeingut aller deutschsprachendea gläubigen Katholiten geworden ist. Es ist «in Buch, das in keiner katholischen Familie fehlen darf.
— Wann soll mein Kind laufen fernen? Reber (tiefe Frage herrscht unter den Müttern noch eine sehr große Unklarheit. Läuft Nachbars Kleinchen schon mit einem Jahr von Stuhl zu Stuhl — tipp» •tapp — in die offen gehaltenen Arme der Mutter, ifo glaubt man oft verstimmt sein zu müffen, wenn das eigene Kindlein anschetnend noch lange nicht auf eiqenen Füßen stehen und wandern kann. Es ’flibt Kinder, so hört man sagen, die schon mit 9 bis 10 Monaten laufen konnten, andere lernten es erst mit zwei Jahren oder wenig darunter. Was ist nun eigentlich das Richtige? Hat man etwa Erziehungsfehler gemacht, wenn das Kind so lange Zeit braucht, jtan zum ersten Mal im Leben „selbständig" zu sein? O nein! ES ist auf alle Falle put wenn man fein
nehmen rechnet in erster Linie auf die Unterstützung der Schulen Frankfurts und seiner Umgebung.
fpd Frankfurt a. 2R. Die Polizeibehörde geht fett einigen Tagen mit außerordentlicher Scharfe gegen ist« Lokale vor, in denen öffentliche Tanzfestlichkeiten ohne behörllliche Erlouiuns abgehackten werden. Die Deranstaltmkg derartiger Lustbarkeiten hatte letzthin einen solchen Umfang angenommen, daß sogar die beteiligten Gastwirteverbände um Abstellung des Uebels bei dem Polizeipräsidium vorstellig wurden. Eine polizeiliche Streife in einem Stadtteil stellte am letzten Dienstag fest, daß in 11 Wirtschaften nicht genehmigte öffentliche TanzfeWchkeiten abgehalten wurden. Eine Wirtschaft, besten Inhaber sich der polizeilichen Kontrolle widersetzte, wurde sofort für dauernd S schlossen. Die polizeilichen Streifen in dieser Richtung den setzt fortdauernd vorgenommen werden.
(fpd) Frankfurt a. ZIL Don einer merkwürdigen der Oeffentlichkeit bisher nicht bekannten Tatsache erfuhr man in der Homptoersammlung der Ehe mischen Fabrik .Griesheim • Elektron Frankfurt a. M. Während des Krieges mußten die großen Chemischen Fabriken zur Herstellung wichtigen Kriegsmaterials kostspielige Bauten auf- führen, zu denen das Reich bedeutende Zuschüsse zur Verfügung stellte, die vielfach in die Millionen gehen. Auch Griesheim-Elektron baute mit Hilfe von Reichsmitteln große neue Anlagen. Jetzt hat nun das Reich von diesen Chemischen Werken die damals geleisteten Beihilfen zmückgefordert, sodaß sich die davon betroffenen Unternehmungen gezwungen sehen, entsprechende Kapitalserhöhungen vorzunehmen. Das mußte auch Griesheim heute durch Erhöhung des Grundkapitals von 63 auf 108 Millionen Mark tun.
(fpd) Mainz. Die interalliierte Kommission hat eine ganze Anzahl polnischer, galizischer mch anderer o st europäischer Zeitgenossen aus dem besetzten Gebiet ausgewiesen, da sie schmutzige Geschäfte betrieben haben und deshalb als lästige Ausländer anzusehen sind. — Man könnte sich über diese Ausweisungen ausnahmslos einmal recht von Herzen freuen, wenn das unbesetzte Deutschland von diesen Leuten verschont bliebe.
(fpd) Ialkenslein i. Taunus. Das Zentralkomitee ! des Preußischen Landesvereins vom Roten Kreuz eröffnet am Pfingstsonntag das ehemalige weitbekannt« Offiziers-Genesungsheim unter dem Sternen Ober- Ta u n u s - He i m. Die Einweisung von Genesenden in das Heim geschieht durch die Dersorgungsamber.
** Weimar. Pier starb im Atter 79 Jahren der Geheime Medizinalrat Prof. Dr. Ludwig Pfeiffer, ein gebürtiger Eisenacher. Als hervorragender und bahnbrechender Organisator deS ärztlichen Standes und weiterhin durch seine bedeutenden Arbeiten auf medizinischen Gebiet, in den letzten I 25 Jahren jedoch durch seine vorgeschichtliche I Forschungen hatte er sich einen Namen erworben. I
Aus dem Nachdargeviet.
* Weidenau (Dogttsberg). Der hiesige Gesangvevestl «Harmonie" feiert diesen Sommer fein 25jShriges Bestehen. Ms Festtage sind der 12. und 13. Juni in Aussicht genommen.
! •• Hclsfeid. Die Stadtverordnetenversammlung beschloß die Anstellung eines besoldeten fßtabtrateS. Die Stelle, die zunächst mit einem «aufachmann besetzt werden sollte, wird jetzt einem Juristen übertragen werden, da für einen Stadt- ibaumetster zurzeit nur ein geringe- Tätigkeitsfeld geboten fet.
' ---- Bieber (Kr. Gelnhausen), Seit altersher ist die Burgbergkapelle bei Bieber das Ziel vieler frommer Pilger aus Nah und Fern. Bei günstigem Wetter findet am zweiten Pfingstfeiertag um dreiviertel |10. Uhr Hochamt und Predigt in der Kapelle statt. Bor- her wird von halb 9 Uhr an ein Franziskanerordens. pn ft-r Gelegenheit zum Empfang des hl. Bußsakra. tnentes dortselbst geben.
! fpd Frankfurt a. IN. Unter der Führung des Uni- «rsitätsprofesiors Brendel ist hier ein Lichtspieltheater ins Leben gerufen worden, das berufen zu Lin scheint, bahnbrechend auf dem Gebiete der Lichispielkunft zu wirken. Es werden nur Filme be- lehrenden Inhalts geboten, die durch einen begleiten- dm Vortrag erläutert worden. In der Eröffnungs- Vorstellung wurden z. B. das Kleinleben im Waffer, die Eisengewinnung, Kometenoufnahme und eine Lebensbeschreibung Hydns geboten. Das neue Unter«
Literarisches.
I Einführung lo d« Studium der kakholffchen Theologie. I Herausgegeben von der Theologischen Fakultät I der Universität München. (Verlag Joseph Köfel u. Fried- I ruh Pustet, Kommanditgesellschaft, Derlagsabteilirng Kemp- I ten.) Preis geheftet 10 M., gebunden 12,50 M..
Bisher gab es für die Studierenden der katholischen I Theologie noch keine kurze handliche und doch alles er» I schöpfende Einführung in ihr Studium. Ern solches Buch I ist um so mehr Bedürfnis, als das Studium der kacholischen I Theologie nicht bloß Fachstudium ist, sondern zugleich die I Dorbereitung auf einen Lebsnsbenrf, die unter ganz einzig» I artigen Bedingungen vor sich geht. Studium und seelische I Vorbereitung müssen Hand in Hand gehen. Die Theologische Fakultät der Universität München hat nun erfreulicherweise diesem brmgenben Bedürfnis durch eine knappe, kaum 11 Bogen zählende „Einführung in das Studium der katholischen Theologie" abgeholfen. Da» Büchlein enchält allgemeine Ausführungen über die Dar- beiMngungen, die wiffenschastsichsn und seelischen Doraus- fetzungen des Theologie-Studiums, spricht über die einzelnen theologischen Lehranstalten und gibt dann den Vertretern der verschiedenen theologischen Disziplinen das Wort zur E'mftchnmg m Ne Teilgebiete der heiligen Wif»
I senschast.
Eine neue Folge der bekannten Hendel-Bücher, Stfifio- ! thvk der GesanNiitemtur, ist soeben erschienen und ent- hält u. a.: R. o. Dolkmcnm-Leander: Träumereien an französischen Kaminen (Nr. 2484/86); Turgenjew: Früh, lingsfluten (Nr. 2486/88), Erste Liebe (Nr. 2489) vom gleichen Berd er; Maximilian Bern: Ein stummer Musi, karrt. Sich fetbst kn Wege, zwei Novellen (Nr. 2490/92). — Otto Hendel Verlag (Hermann Hillger) in Bettln W. 9. Preis: jebe Nummer gehesiet 85 Psg., seder Band ge- bunden M 2,50. Durch diese schmucken neuen Bände erfahren b*e „Henbck-Bücher", die sich durch großen klaren Druck, durch stattliches Oktav Format, durch Beigabe getreuer Dildrrisie mch literarisch nrerwoller Einleitungen, daneben ober durch den niedrigen Preis auszoichnen, etoe wsfenlliche Bereicherung.
Des ehrw. P. Martin von Cochem Erklärung des heiligen INsszopsTr nebst vier Metzandachien, Beicht» und KommuniomGebetm aus andern Erbauungsbüchern desselben Verfasser». In neuer Bearbeitung von Dfarrer L. Grubenbecher. 66. bis 78. Auflage, füllt einem j Titelbild. Gebunden mit Golütitck und Rotschnitt 23.40 M e^chließk^^Zuschlägen. 3. P. Bachem, Verlags buch-
Das Längliche Fehlen dieser ttrssmuigen und erschöpfen- den Erklärung der Helligen Mesie auf dem Büchermarkt hat veranlaßt, trotz der hohen Herstellungskosten eine neue Auflage in Angriff zu nehmen. Die Schreibweise des ehrw. P. Martin von Eochom ist so einfach, daß Jedermann das Buch verstehen kann und zugleich so anziehend, daß auch der Gebildete es mit Freuden lieft. Männer I wie Joseph von Eörre, haben dem Pater Martin von I
betrage man sich auch bei Ausflügen als gesitteter Mensch und — bestrafe man endlich auf das aller« I schärfste jene rücksichtslosen und gedankenlosen Unsauberkeits-Fanatiker! as
Dk- Frau im staatsbürgerlichen Leben.
di- deutschen Frauen
E ansenn politischen Leben w Retch, mu& ihnen die Anerken- sie o«staNden haben, was im pouiti- schm Leben ihre Stärke, w» ihr Platz ist.
Drein Ehe mch Familie, so hat auch tnFßäate. ^llichen Leben die Frau neben dem Mann ihre Eigentümliche Lebensaufgabe zu lösen, welche tet Ausgabe des Marnies ergänzen soll. Darum sollen die Frauen dem öffentlichen Leden etwas Mideves geben als die Männer: « soll eine Berel« chenurg des öffentlichen Lebens fein, daß die Frauen sil eingetreten sind, und nicht eine bloße Be- ^sstelSerung der Männerpolitik. Sie sollen jene Debicte sich aneignen mch pflegen, auf denen die Man- «er sich nicht zu rechtfinden konnten, die sie deshalb links liegen ließen, weil ihnen dafür das richtige Der- standnts und Geschick fehlte, weil sie fein Händchen dafür hatten. Das öffentliche Leben sucht nicht die burschikosen Frauen, die ihrer Familie und ihrem Volke nicht die lebendige Darstellung weiblicher Würde, schlichier Vornehmheit der Gesinnung, der edlen weid- lichen Hilfsberestschast sind. Entweder hat die Frauen- welt dem öffeMichen Gemeinschaftsleben etwas An- dersartiges zu geben als der Mann, oder sie hat ihr überhaupt nichts Wurzelkrästiges, Lebensstarkes zu geben und verfällt dann der Lächerlichkeit. Wenn sie ihm aber in erweiterter Art das gibt, was sie ihrer eignen Familie, dem Mann und den Kindern gibt, das liebevolle Hegen und Pflegen des Lebendigen, das still Wachsende, das Herz und Lieb« Heischende, bann bereichert sie es. _
Staat und Gemeinde habest der Familie und Botin besonders der Frau hilfreich beizustehen in der Familienpflege, in Säuglingspflege, Mmterberast'ng, Kleinrindererziehung, Jugendpflege, Armen-, Wstwen- und Waisenpflege, Fürsorgeerziehung. Ohne die lei- tends Mitarbeit der Frau konnte hier bisher nichts lebenskräftiges, Lebendezwingemdes geschaffen werden. Aus allen diesen Gebieten leistet die Frau dem ganzen Bolte, auch der Männerwest, Unvergleichliches.
Die Frau soll sodann die Lösung aller großen Frauen fragen führend betreuen. Welch großes, bisher vielfach vernachlässigtes Gebiet bedeuten diefel Ist die Frau auf diesen großen Gebieten führend tätig, dann wird sie um so mehr auch in den andern Fragen die mehr die Männerwelt heischen, twch manche Seite und auch manche Gelegenhest finden, wo sie ihr Urteil fördernd in die Wagschale wirft.
Dor allem aber wird die ihr Frauenwesen verkörpernde Frau ebenso das öffentliche Leben veredeln, -wie sie das ganze gesellschaftliche Leben durch ihre !Persönlichkeit verödest hat im Gegensatz zu Zeiten, da Gesclligkeü und Gesellschaft emseüig durch das rauhe, leicht verwildernde Vorherrschen der Möily^r ncifnht war. , ' v .
vermischtes.
* Urtel Eitel Friedrich nufer Anklage. Die Kapl- kalverschiebungen. deren eine Anzahl mm Mtt- gliedern des früheren königlichen Hmifes befchuldigt worden sind, roe$i>en demnächst die Berliner Gerichte beschäftigen. Am 18. Mm wird sich Prinz Eitel Friedrich vor der 9. Strafkammer des Landgerichts I zu verantworten haben. Er wird beschuldigt, durch das Bankhaus Gruflor, Phi- lipson u. Eo. 18 Wertpapiere in Höhe von 337 000 Mark unö 200 Gulden noch Holland gebracht zu haben. Der «mgeklagt« Prinz rft insofern geständig, als er di« ihm vorgeworfene Tatsache nicht bestreitet, er erhebt aber recht- liche CimoenÄungen und stellt seine Handlung als einen Akt der straffreien Selbsthilfe bar.
* Die Ehescheidungen |n 2to-|n nehmen fest dem Ausgang des Krieges einen außerordentlichen Umfang cm. Während im Stadtkreis Berlin tat Jahre 1910 1960 Ehen geschieden wurden und im Jahre 1916 bie Zahl auf 1180 gesunken war, stieg die Ziffer tat Jahre 1919 auf 2270, tat Jahre 1920 haben sich di« DerhAtaisie ungeheuerlich verschlimmert. Allem beim Landgericht I wurden tat I-chre 1920 nicht weniger ots 3150 Ehen ge- schieden. Durchschnittlich werden in Berlin täglich 10 bis 12 Chen geschieden. Prozentual betrachtet beläuft sich die Chescheidmigezisser auf 12 bis 15 Prozent der Eheschließungen, sodaß von 100 Ehepaaren 12 bis 15 und jnwr meist nach sehr kurzer Zett, auseinandergehen. Del der über überwieaendsn Mchrzahl der Ehescheidungsfälle ta Bettln wurde die Frau als der schuldige Teil befunden. Etwa 60 Prozent der geschiedenen Ehen waren kinderlos. Denn Kinder vorhanden sind, tragen schon alle beide Telle Bedenken, sich einem Eheslhebdungsprozeh zu Kind von früh auf an „Selbsterziehung" gewöhnt und nicht fortwährend in die Natur eingreift. Es ist unbedingt schädlich, ein Kind pewaltsam zum Gehen anzuregen, weil Verkrümmungen an Fuß-, Bein- und Nückwatsknochen unausbleiblich sind. Der Schweizer Kinderarst Dr. Hochfinger schreibt: Man warte ruhig ab, bis das Kind, seine eigene Muskelkraft gewahrwerdend, dem Trieb der Weiter- i bewegung in aufrechter Haltung Rechnung trägt, und lasse jede künstliche und vorzeitige Erzwingung der natürlichen Funktionen der Gliedmaßen deS Kindes unversucht. Erst wenn das Kind selbst Gehversuche unternimmt, find Unterstützungen angebracht. Dazu genügt ein Gängelband vollkommen, noch bester rst dre Hilfe der Mutter durch ihre eigenen Arme. r.affe man also das Kind ruhig rutschen, solange es I hnU. Zwar krümmen sich hierbei oft die Beinchen, t ? ?^fen.bieie später wieder gerade. Hochstnger 9Qt 1220 Kinder auf ihre Gehversuche beobachtet I und folgendes festgestellt: mit 9 Monaten liefen bereits 4,2 Prozent, mit 12 Monaten erst 32 Prozent, I mtt 15 Mong len 65 Prozent, mit 20 Monaten 90 I Prozent, und im Alter von zwei Jahren gab es I noch ,""mer 5 Prozent, die noch nicht laufen konnten. I ^te yalfie aller Kinder lernte erst im 14. Monat I laufen! Da» ist also die normale Zeit! Gut Ding I will eben Weile haben! I
—_ Tie Reinhaltung der Wälder. Die Zeit bet I SiuSflup? tft wieder herdeigekommen. Aber beim I bloßen Wandern und Herum pazieren will man es I nicht bewenden lassen, man will „Natur genießen' auch babu.’d,, daß man sich im schattigen Walde I lagert, sein Frühstück verzehrt und — sich frei fühlt von jeglichem Zwang. Was tut's. so denk man I oberflächlich, wenn mann Einwickelpapier und leere I Flaschen liegen läßt, die Bänke beschädigt, durch Hängematten die Baumrinde verwundet, ganz zweck- j los Zweige abbricht u w. Ack, wie oft schon hab^n I die Zeitungen ßeaer derartige Unarten sich gewcndst, I geho sen hat es kaum etwas, eher hat sich das Nebel I versch nnmert, denn allenthalben tritt man jetzt auf I den Waldwegen ufto. auch auf Zigaretten- und | Schokviadenkartons und sonstige Hullen, ja, das Nebel pflanzt sich auch in die Parkanlagen der Städte fort. Wie oft werden idylltstbe Ruheplätze zu Schmutzplötzen verschandelt trotz aller ÄerlotLtafeln. Warum ist man „draußen" auf fremdem Gebiet unsauberer als zwitchen leinen drer Wänden? Laste ! jeder die Natur (eine 4fterbdt€ , aum £b<fc v i ‘V |
— Die Paläste Caffarelli und Dlbonl Was mit mit unserem deutschen Botschasterhause In Rom, dem nahe beim Kapitol gelegenen Palazzo Caffarelli, geschehen ist, können wir nicht stillschweigend auf sich be- ruhen lassen, wenn sich auch die italienische Regierung alle Müh« gibt, die Sache zu vertuschen. Der Palazzo Caffarelli, ein wundervoll gelegener Prachtbau, ist bei Kriegsbeginn geplündert und halb zerstört unb nachher als Staatseigentum erklärt worden. Es war unwürdig, a» Deutschland, dem Italien so viel verdankt, so zu handeln. Das Ehrlichste wäre gewesen, nach Friedensschluß den Bau, deffen innere Einrichtung dem Deutschen Reiche viel Geld gekostet hat, wiederherzustellen und ihn dem rechtmäßigen Eigentümer, Deutsch- land, zur Verfügung zu stellen. Ader sein eigenes Unrecht einzugestehen, dazu schwingt sich Italien nicht auf. es hat den von Raphael vor 400 Jahren erbauten Palryzo Vidoni, der ja auch ein monumentales Gebäude, aber noch lange kein Palazzo Caffarelli ist, an« geteuft und übergibt ihn Deuffchland zur dauernden Verwendung für seine Botschaft; Besitzer des Hauses bleibt aber Italien. Das wird mit einer Menge Phra- fat verhüllt, die aber nichts an dem großen Rechtsbruche andern Unser Eigentum ist uns fortgenom- men, und wir bekommen dafür nur eine Mietswohnung wieder, die wir kostenlos benützen können, für deren Ätstandhaliung wir aber aufzukommen haben. Das ist die wenig rühmliche Geschichte von den beiden Pa- lüften Caffarelli und Vidoni. Wäre sie einem Erzfeinde passiert, sie ließe sich entschuldigen. Aber nach einem dreißigjährigen Bündnis, das Italien weidlich aur genutzt hat, ist sie wirklich nicht hübsch. Und auch die Tatsache, daß der deutsche Kaiser Karl V. einmal tm Palazzo Vidoni gewohnt hat, kann uns denselben n'cht als ein vollMiger Ersatz erscheinen lassen, ns.
— Die Zerstörung von Daris durch deutsche Bc ben. Es ist begreiflich, daß die deutschen Zeitun sich in der Besprechung von Kriegsmitteln eine groje j Zurückhaltung auferlegen, nicht zum wenigsten des- halb, weil diese Fragen jetzt kein direktes Interests für die Oeffentlichkeit Haden. Nicht so die Frar-gosen. Ihre Zeitungen und Zeiffchristen sind noch immer mit ! Artikeln Über den Krieg g-sällt. Suchet beschränkt man »ch tebrwraao» t- r-«*- (yj- j
DaS Jirgerrd-Jubiläurrr in Düsseldorf.
,Das Susenbjubiläum in der Pfingstmoche ta Düsieldorf, an dem der Verband der kath. Jugend- und ,5ungmämurt>ereine in Düsieldorf fein 25jähriges De- ftchen feiert, foroie den 300jährigen Gedenktag der Gründung der ersten Handwerkerton. «regattonen ta Deutschland ist feine Ausnche auf Lorbeeren, vielmehr ein Jubiläum eMfagungsieicher Ar- beit Darum braucht dieses Jubiläum es nicht zu fcheuen, and) unter den unsäglich traurigen Wetterzeichen der Zeit m die Erschriming zu treten. Während gerade das weft» iuhe Änduftriegsbiet unter schwerem Drucke steht, schreitet trotzdem in Düsieldorf die krtth. Jugend der ganzen Um- «lmng, ja des ganzen Reiches zu einer gewaliigen Be- «mttnistat, zu einer Kundgebung treu katholischen und Echt deutschen Strebens. Trotz aller Schwierigkeiten hat sie Dcrbandsleitung, ebenso wie die einzelnen Derome, «tat festen Entschluß hochgehalten, das Jubiläum zu begehen.
Die Erlaubnis zu allen Veranstaltungen ist erteilt, mach «er Umzug wirb stattsinden, wi« er geplant war. “« «tei«' »er Teilnehmer von Nah und Fern mit ihren Musittapellen, Tamboirrkorps und Turnerschaften be- tennen sich allesamt zu einem gewaltigen, ganz Deutsch- latA umspannende Verband, bekennen sich damit mutvoll zu dem alle Zeitenstürme überragenden welterneuernden kattholischen Glauben. Darum such auch aus ben entfernteften Teilen des Reiches, fefbft eus Den neutralen Länbem wie Schweiz, Holland v. a. sowie aus Italien Anmeldungen in großer Anzahl mgricurcn. Es schemt, als ob gerade in der Jugend der Drack der freurigen Zeit em Gefühl unerschütterlich treuen Zusammen haltens geweckt habe. Wenn dieses durch die GedachtniskunSgebung ta der Psingstwoche noch oehoben wird, bann find diese Tage ebenso sehr eine kernige katbo- ksche, wie edel-deutsche Tat. ?