Fuldaer Zeitung
Drvck der Fuldaer Aetieudruckerri tu Fulda
perfekte Stenotypistin
Literarisches
greifen.
9er Kchlmertins
Färbe zu Hause
— Steinweg 14
Inhaber; C. Pauly und Jos. Lorey, Marktstrasse 18
285
Central-Passage (früher Pults) Telephon 100.
Zentral-Drogerle, Zenfral-Passage.
362
1
die Aufstellung im Juli 1899 der Ingenieur Die Baukosten
Gemüsemarkt 12
Fernsprecher 307
Altaimfadi bewährt.
Schachtel M3.-
Krawatten
Alleinverkauf Marke „Roter Frack". Qualitätsware
von köstlichem delikatem Aroma. Echte unverfälschte Qualitäten kauft man wie bekannt in der Central-Drogerie Fulda
Stehen Sie auf
dem vernünftigen Standpunkt und
beseiigl sthneO.sidier und schmerzlos
ühneraugen
HomhauLSdiwielen Warzen < Jn Apotheken *. Drogerien erhältlich
Setzen Sie sich zwecks Anschaffung von Rolläden, jaionficn. Holzrollos u. f. w. oder Reparatur solcher tu Set» binünug mit
nicht mehr bestanden. Trotzdem, kennen lernen wollte er das alte Gemäuer auch einmal von innen, wenn aus keinem anderen Grunde, so doch, um zu überlegen, ob späterhin etwas davon erhalten bleiben, oder ob man alles abreißen und die Neuzeit auf das alte Rittertum setzen sollte. Denn er wollte zurückkehren zum allen Stammsitz, später, wenn er den Staatsdienst aufgab und eine eigene Familie gründete, war noch lange Zeit hatte, lange — besonders die Familie, es eilte ihm nicht damit.
In lächelnden Gedanken zog er feine Uhr. Ach, wie doch die Zeit hingeflogen war bei diesem ttäumenden Wandern! Jetzt galt es schnell den alten Turm zu um» kreisen und sich einen Weg nach dem sogenannten neuen Schloß, das auch schon ein aller Rumpelkasten war, zu suchen. Warten durfte er die alte Frau nicht lasten, er mußte auf die Minute pünktlich sein.
Eine Viertelstunde darauf führte ihn Johann den Weg zum Zimmer der Ahne. Lautlos schritt der alte Diener voran, lauüos folgte ihm der junge Herr, und lautlos war alles um sie herum, als wäre das Leben in diesen Räumen schon erstorben. Diese grauenhafte Stille legte sich ganz schwer auf Hans Heinrichs Nerven. Er hatte das Gefühl, als ginge er zu einem Begräbnis, als müsse hinter der Türe, die Johann jetzt weit vor ihm öffnete, eine Tote sitzen und ihm mit leeren Augenhöhlen eytgegenstarren.
Aber durch den hohen, mit dunklen Möbeln und Teppichen ttusgeftatteten Raum huschte eben ein Sonnen» strahl, und in seinem Licht schritt langsam und unge. beugt in der Haltung der großen, hageren Gestalt die Ahne auf ihn zu. Der Sonnenstrahl flimmerte über über ihr schneeweißes, glattgescheitelles Haar, über dem sie eine schwarze Spitzenbarbe trug; er lief an ihrem langfließenden, vielfältigen schwarzen Gewände nieder und sprang dann aufleuchtend über eine weiße, knöcherne Greisenhand, die sich langsam dem Gin tretenden cntgegenhob.
Hans Heinrich beugte sich Über diese kalle, weiße Hand und drückte seine warmen Lippen daraus; dabei rieselte wieder ein Frösteln durch seinen Körper und das Gefühl, als wenn er einer Toten gegenüberstände, wollte wieder Gewalt über ihn gewinnen. Aber, als er sich f-tzt vom Handkuste aufrichtete und in das Gesicht der Ahne sah, versank diese- Gesützl vor hem Blick der
Emst tiöiiö iMireM. 32
::Maler- und Laokierergesoh&ft. r. s
Marke„FuchsKopf im Stern"
Einfach-Praktisch-Billig!
klaren, blaßblauen Augen, die sich in die seinen senkten. Diese Augen lebten, sie beherrschten das ganze, von unzähligen Fältchen durchzogene, fleischlose Gesicht, dessen eingefallener Mund sich jetzt öffnete zum Gruß an den Urenkelsohn.
„Es ist gut, daß Du gekommen bist, Hans Heinrich von Sesenburg. Ich hätte nicht sterben können, ohne noch einmal den Letzten meines Geschlechts zu sehen und zu sprechen. Es ist gut, daß Du kamst". — „Ich wäre früher gekommen, aber Du selbst —"
Sie unterbrach ihn durch eine abweisende Handbewe» gung. „Ich weiß, und ich mache Dir keinen Vorwurf. Es war nie eine rechte Verbindung zwischen uns; wir hätten keine Freude aneinander gehabt. Ich bin kein Umgang mehr für die Jugend, und die Jugend ist keiner für mich. Mit Deiner Mutter habe ich mich nie verstanden, sie war nie eine Sesenburg. —" „Meine Mut. ter —' fiel Hans Heinrich errötend ein.
Aber die Ahne lieh ihn wieder nicht weitersprechen, die knöcherne Hand wehrte wieder ab. „Ich habe an ihr nichts zu tadeln; sie war Deinem Vater eine Frau, die ihn glücklich machte, und sie war Dir eine gute Mutter; aber eine Sesenburg ist sie nie geworden, und sie hat Dich nicht im Sinne Deines Geschlechts erzogen. Aber vielleicht ist das nicht mehr für die neue Zeit paffend. Ich weiß es nicht, denn ich bin noch aus der alten, der ganz allen, ich wandere neunundneunzig Jahre über diese Erde, und ich bin müde geworden. Wir wollen uns setzen, Hans Heinrich, und dann will Ich als letzte Sesenburgerin zum letzten Sesenburger sprechen.'
Ihre Stimme war leise, aber merkwürdig kalt und durchdringend, ebenso wie der Blick der blauen Augen, di» immer fest auf Hans Heinrichs Gesicht ruhten und ihm die Worte feiner Mutter ins Gedächtnis zurück» riefen: „Als wenn sie mir das Innerste aus der Seele herauslesen wollten.' Ihm war ähnlich zumute, aber dabei nicht unangenehm, sondern eigentümlich ehrfurchtsvoll, interessiert und durchaus nicht antipathisch der alten Frau gegenüber. Im Gegenteil, er begriff nicht, daß der Gedanke an sie sich jemals in ihm hatte verwischen, daß er bei ihr hatte fein können, ohne von den gleichen Gefühlen bewegt zu werden wie jetzt. Sie ragte freilich schon über das Leben hinaus. Alles In ihr stammte aus einer anderen Well und grüßte fremd und groß aus biticr. beyiteber, x KMÄstM folgt.) ;
nur mit
Heitmann? Farben
Inh.: Carl Pauly u. Jos. Lorey, Marktstr. 13 — Steinweg 14
Central-Passag-e (früher Pults) Telephon 100. IM
Gummi-Betteinlagen für Kranke! Wöchnerinnen! und Kinder! Garantiert wasserdicht empfiehlt in allen Preislagen
Central■ Drogerie und Sani täte-Bazar Fulda
Iah.: Carl Pauly u. Jos. Lorey, Marktstr. 13 — Stein weg 14 Central-Passage (früher Pults)—Telephon 100. M
Zum färben! von Stoffen jeden Gewebes haben riel die „Herkules Stofffarben“ nach Vor« «ehrift glänzend bewährt, sodass das Selbstfäiben ein Vergnügen bereitet Käuflich in Paketen ä 100 n. 150 Pfg, nur echt in der
l Central-Drogerie Fulda
Gebt. HTöres, Zulda.
Telephon 661. —--
■<3H 107.
Mittwoch, II. Met 1921
| Perfekte Stenotypistin
wo ihn die Prinzessin Liechtenstein beletnerHo ch z e t t I 1 «I Jvltlv ’J J**
anlegte, und gelangte v. M. auf gleichem Wege 1 sofort. Ev!l. tücht. Anfängerin. Offerten nüt Ge-
weit zu ziehen. . .....
21. E. Ohne Genehmigung der Gemeindebehörde (Wohnungsamt) dürfen Sie in dem von Ihnen erwor. denen Eigentum keine Wände wegnehmen, denn die Beschlagnahme bleibt auch bei einem Wechsel der Per- gien der Verfügungsberechtigten wirksam. (Gesetz über aßnahmen gegen den Wohnungsmangel vom 11. Mai
Der Ring der Nuramaja.
Roman von Käte van Beeker. 4] -----------
Mit Entzücken nahm Hans Heinrich all diese der Großstadt so stemden Reize in sich auf, dabei immer von dem Gedanken durchsponnen, daß er in einer Umgebung wandere, aus der ihn Überall das vergangene Leben seines Geschlechtes grüße; denn außer seinem Vater hatten alle Sesenburgs hier gehaust, und ihre Schicksale waren hier über sie hingerollt. Ob sie wirllich Schicksale gehabt, oder nur hier geboren und gestorben waren, zwischen diesem Anfangs» und Endpunkt ein schlichtes, wie feine Mutter gemeint hatte, unintereffan- tee Alltagsleben führend? Er wußte von nichts, aber künfttg würde er die Geschichte seines Geschlechts vor- nehmen und studieren. Sein Sinn dafür war erwacht, seitdem er die Scholle betreten hatte, auf der seine Vorfahren lebten, liebten und wahrscheinlich auch kämpften und litten.
Ohne auf die Richtung seines Weges zu achten, war Hans Heinrich langsam vorwärts geschritten und sah plötzlich, um ein Gebüsch biegend, den schweren, grauen Turm des alten, unbewohnten Flügels vor sich. Der Efeu hatte diesen Tell des Schlosses vollkommen mll starken Armen umfangen und deckte mit seinem grünen Kleide liebevoll die Riffe und Sprünge der dicken Mau. ern, deren müden, dunklen Ernst er zwar mildern, aber picht ganz verwischen konnte.
Ein Culennest, hatte feine Mutter gesagt, es ob unb ?tt auch ein Gespensternest genannt, und er verstand in iesem Augenblick, daß die schöne, lebensfrohe Frau davor zurückgeschauert war, in der Nähe dieses dunklen, häßlichen Baues zu wohnen. Sie hatte auch nie erlaubt, daß er, wie fein abenteuerlustiger Jugendsinn das wünschte, jemals eine Entdeckungsreise in diesen Teil des Schlaffes unternahm. Aber diesmal würde er es tun gleich nach der Unterredung mit der Ahne. Es gab wohl dort noch alte Gemächer mit allen Bildern und vergilbter Einrichtung, vielleicht geheime Türen und Treppen, Verließe und Keller, in denen einst Gefangene gehalten wurden. ,
Und dann lachte er leise vor sich hin, lachte sich selbst aus, daß die Jugendträume noch immer fflemni» «- ~ ihn hatten und iM Bilder vors-ulelten, die sicher länM
Rot der Kleinrentner.
In der „Carttas", dem Organ de» deutschen Lari, iosverbandes, schreibt Schulrat Radomski (Cminers- fcoif):
Während meiner fünfzigjährigen öfiewl-Hcn Tö- tigtcit habe ich auch die Verhältnisse der Seturtiüner aus eigener Anschauung kennen gelernt und kann nur beseligen, daß ihre gegenwärtige Lage neben den Prn» fitmären eine geradezu trostlose ist. Sie haben sich zu einer Zeit zur Ruhe gesetzt, wo mit 5000 Mark gut und mit 3000—4000 Mark noch hinreichend auszu- kommen war, während heute das Doppelte und mehr gebraucht wird. Dies steht den meisten Kleinrentnern nicht zur Berfügung. Auch können sie w-gen Alters. Kränklichkeit oder aus Mangel an Gelegenheit meist nichts mehr Hinzuoerdienen. Dabei handelt es 'uh vor- wiegend um Leute, welche zu unseren Besten gezählt werden können. Jahraus, jahrein haben sie von früh bis spät im Schweiße ihres Angesichts gearbeitet und sich vieles versagt, um nur Ersparnisse fürs Alt« zu machen. Mark auf Mark wurde zurückgelegt, bis so» viel zusammen war, daß man zu damaliger Zeit *'on den Zinsen leben konnte. Dann verkaufte man seinen Betrieb oder übergab ihn den Kindern, welche selbständig werden wollten. Für diesen jahrzehntelangen Ltenen- fleiß unb für die Sparsamkeit müssen jetzt viele, wie ich mich in meinen (Saritasfetretariaten hundertfach überzeugt, buchstäblich hungern. Hier ist Hilse wirk- sich notwendig und angebracht. Selbstverständlich kommt in erster Linie Selbsthilfe in Frage. Wer noch über genügende Kräfte verfügt, darf sich einer lohnenden Beschäftigung nicht erttziehen und mutz gleich an* deren Arbeitsuchenden erforderlichenfalls die Arbeits- vachweist in Anspruch nehmen. Alsdann muffen die Kleinrentner mit der bisherigen Praxis brechen, wonach nur die Zinsen zu verzehren unb die Kapitalien für die Erben aufzuheben sind. Selbst beim Vorhandensein leiblicher Kinder läßt sich dies bei den gegen* wattigen Verhältnissen nicht mehr aufrecht erhallen. Auch das Studieren der Kinder muß in der Regel unterbleiben und nur eine gute Erziehung und Mitteloder Vollsschulblldung sowie Dorblldung für einen praktischen Beruf Platz greifen. 2m spateren Alter dürfen die Kinder ihre Giern, besondere Fälle ausgenommen, nicht in Anspruch nehmen, sondern müssen sich selbst erhalten, was bei dem heutigen Verdienst auch möglich ist. Die Ellern solllen das, was sie besitzen, zunächst für sich selbst verwenden. Da bei ihnen öffentliche Armenunterstützung, solange noch Vermögen vorhanden ist, nicht in Frage kommen kann und die Zinsen zum Lebensunterhalt nicht hinreichen, jo muß das Kapital selbst angegriffen und erforderlichenfalls bis auf 10—20 000 Mark, welche stets für außer- gewöhnliche Fälle zurückzubehalten sind, geopfert werden. Es wird wohl meist gegen Leibrente hinzugeben fein, weil dadurch eine lebenslängliche, feste Einnahme gesichert wird. In geeigneten Fällen, besonders bei einer voraussichtlich nur noch kurzen Lebensdauer, tarnt es auch in den Händen des Eigentümers ver» bleiben und nur in der Höhe des llnterschiedsbetrages zwischen der Leibrente und den gewöhnlichen Zinsen allmählich zum Teil oder ganz verbraucht werden. Um die jetzt bedeutenden Verwaltungskosten zu sparen und dadurch die Leibrente höhek zu machen, dürfte es sich empfehlen, daß der deutsche Rentnerbund die Errichtung einer eigenen Leibrentmanstalt unter Aufsicht und Beihilfe des Reiches und Mitwittung der Ortsgruppen in Erwägung zieht. In Berlin und anderen Großstädten dürsten sich sicherlich befähigte, penfionierts Bersicherungsbeamte finden, welche im Interesse der gemeinnützigen Sache bereit wären, eine solche Anstalt gegen eine mäßige Entschädigung zu leiten und zu verwalten. In den Fällen, wo durch diese Mittel das vorhin genannte Existenzminimum nicht erreicht wird, muß sowohl bei denjenigen, welche keine Beschäftigung finden, als auch bei den bereits Arbeitsunfähigen die gewöhnliche Arbettslosenunterstützung eintreten, und zwar ergänzend zu dem sonstigen Einkommen bis zur Höhe des Existenzminimums. Darauf hat jeder Ar- beiislafe gesetzlichen Anspruch, also auch der Klein- terdner, welcher keine Arbeit findet. Es wäre aber auch dagegen nichts «iMwenden, wenn das Reich die Rot der Kleinrentner auf andere Weise beseitigte. — Was ine Steuer betrifft, so müßte die Kapitalsteuer bei Einkommen bis 7000 Mark ganz erfassen und bei der Einkommensteuer mindeftens der doppelte Bettag ge« Sn jetzt freigelassen werden. Auf dieses Entgegen- mmen des Reiches bezw. Staates steht den Stein» rentnern ein berechtigter Anspruch zu. Sie haben die von ihnen schwer verdienten Goldmark der Regierung oder anderen öffentlichen Körperschasten geliehen ober in Hypotheken angelegt, deshalb haben sie auch An-
fpruch auf die Zinsen in Gold und auf Rückzahlung des Kapitals in gleicher Währung. Lediglich, durch die Reichsverordnung vom 4. August 1914 ist ihre Goldin eine Papierforderung um gewandelt und um 90 Prozent entwertet. Daran sind sie unschuldig, dagegen Reich und Staat zur Schadloshaltung verpflichtet. Der deutsche Rentnerbund und Ortsgruppen müssen die Regierung und Volksvertretung immer wieder darauf Hinweisen und solange Entschädigung verlangen, bis das Ziel erreicht ist.
Schließlich müßten die Rentner durch ihre Organi- iatlonen den Einkauf von ßebensbebürfniffen im großen zu ermäßigten Preisen energisch betreiben und es bet ihren Kommrmaloerbänden durchsetzen, daß sie bei Abgabe von verbilligten Lebensrnitteln mit berücksichtigt werden. ___________
Aus dem llachvargeviet.
fpd Frankfurt a. M. Vom Zug heraus ver- haftet wurde der 41jährige Eisenbahnschaffner Jo- Hann Weiler von Köln a. Rh. Weiler, der den D. Zug Köln—Frankfurt—München als Gepäck- fchaff ner zu begleiten hatte, öffnete auf der Fahrt den als Pasiagiergut aufgegebenen Koffer eines Reisenden aus Holland und entwendete daraus Butter, Reis, Taschentücher und ein paar goldene Manschettenknöpfe. Bei feiner Festnahme hatte Weiler noch den größten Teil der gestohlenen Waren und 40 Kofferschlüssel bei sich
mc. Hofheim i. T. Die Familie des Kaufmanns Ferdinand und des Schlossers Ehrig sind verschwägert, leben aber schon seit längerer Zeit in Zwistigkerten. Als Freitag letzterer auf Ferdinand im Streit eindrang, schoß dieser und traf den E. so unglücklich in die linke Brustseite, daß der Tod sofort einttat. Ferdinand stellte sich dann freiwillig der Polizei, da er in Notwehr gehandelt haben will.
3 Wanfried. In der Nähe des benachbarten Dorfes Großburschla wurde bei der Ausführung von Erdausschachlungsarbeiten ein Mammuthstoß- zahn in einer Sänge von etwa 3,30 Meter und einem Durchmesser von 70 Zentimeter am Kronenende gefunden. Leider zerbrach der wertvolle Fund hei den Bergungsarbeiten in drei Stücke entzwei.
8 Vom Eichsfelde. Auf dem Kloftergut Zella wurden in dem Erbbegräbnis die sterblichen liebet» reste des bei den Kämpfen um Kiautschau gefallenen Oberleutnant von Fries, ein Sohn des General von Fries, in feierlicher Weise beigesetzt. Die Leiche war auf Veranlassung der japa- nif eben Regierung, die den Gefallenen in hoher militärischer Weife nachträglich noch besonders geehrt hatte, mittelst Dampfers nach Deutschland heimbe- förbert worden.
Vermischter.
* Mir auch ! $n Oeynhausen wurde einem Einwohner feine Einkommensteuererklärung vorn Fmanz- amt mit der schriftlichen Bemerkung zurückgesandt: „Ihr Einkommen erscheint uns zu niedrig!" Darauf antwortete der Bürger: „Mir auch!"
• wohlfeile Häuser. Noch nie hat es, rote die „Germ.' mitteiti, in Berlin ein so großes Angebot von Häusern gegeben, wie jetzt zu Beginn der Bausaison. Obwohl die Wohnungsnot ständig zunimmt und schon katastrophale Formen anzunehmen droht, sind Wohnhäuser selbst unter günsttgen Bedingungen wegen der zunehmenden Belastung und anderer Umstände nicht verkäuflich. In Berlin sind schon mehrere hundert Hausbesitzer der städtischen Armenoerwal- timg zur Last gefallen, gegen 10 000 haben bereits um Stundung der fälligen Steuern nachsuchen müssen und mehrere haben sich das Leben genommen aus Sorgen und Gram über den Verlust ihrer Ersparnisse, die sie en Grundstücken angelegt hatten.
* Dom Luftverkehr München—Berlin. Aus der Wug- sttecke Angsburg-München-Nürnberg-Leipzig-Derlin wurden im April 118 Flüge mit 74 Passagieren und 210 Kilogramm Post ansgvführt. Trotz der überaus ungünstigen Witterung im April unterblieben nur drei Flüge, davon nur einer wegen allzu ungünstigen Witterungsverhältnissen.
* Die Abfindung der Wtttelsbacher. Im bayerischen Landtage erklärte Finanzmtnister Dr. Krauseneck zur Abfindung der Wittelsbacher u. a., daß beabstch» tigt fei, einen wesentlichen Teil der Abfindungssumme in Grundstücken zu gewähren, weil diese von dem jetoeutgen Geldwert nicht so stark beeinflußt sind. Von den Schlössern und sonstigen Gebäulichkeiten sei nur ein kleiner Teil für die Abfindung tn Aussicht genommen.
* WiLlonenfchmuSdiebstahl in Wien. Aus dem Ge. bäude der Wiener ungarischen Gesandtschaft ist der auf mehrere Milltonenbewertete Schmuckder Prinzessin Elisabeth Lrechtenstein auf räftelhaste Weise ver-
395 Niiotei Busch■ Boten Burhenltenie Kürbisherne Gerhard Wiegand, Samenhandlung.
Ausführung sämtlicher
Mater-und Lackiererarbesten
Spezialität: Wtt' H. MellMlMMll mit la. Friedenslacken und -Farben zu billigsten Preisen.
Möbel werden auf Wunsch in meiner Werkstatt gestrichen.
Vai Noviziat der Zunge. Von Franz Xaver »er er.
Dritte Auflage (5. u. 6. Tausend). 8°. (VIH, 112 ®.) Brosch. 6 Ml., geb. 9 Ml. Regensburg 1921. Verlags» anstatt vorm. G. I. Manz.
Die Schrift ist eigenarttg durch und durch und vor allem autzerordenllich zeitgemäß, weil sie uns ,n geist» voller Weise die Beherrschung der Zunge lehrt und tn dieser Beherrschung zugleich den Weg zur Erlangung der christlichen Vollkommenheit weist.
Gottes Meißel und Hammer. Von Franz Xaver Steter. Dritte Auflage (5. u. 6. Tausend). 8o. (VIII, B^rwgSanVvor^G. °A Man/' ut8 I AMWMIlM!illl»IMW»WMIIIMIttIMU!llIM>UMMIMMl!IIIWMIlllM
Der Verfasser zeigt an unzähligen Beispielen, wie |
die leblosen und lebenden, die unvernünfttgen und ver- = tlrhav TfilhfK Hl Hl nvnstbegabten Geschöpfe zum Wohle des einzelnen I = UlltSlL jLIIlitUS lUlUe Menschen wirken. Sie sind Meißel und Hammer, ge- I = - -
führt von der Hand Gottes zum Ausbau deS geistigen I I Gebäude» und zur Vervollkommnung des Menschen. I g Wer Gottes Arbeit an der menschlichen Persönlichkeit a gründlich kennen lernen will, muß zu diesem Buche I g
1920.)
Frau R. Das geht nicht, daß Sie den Beamten und Beauftragten der Gemeindebehörde (Wohnungsamt) die Besichtigung Ihrer Räume verweigern. Sie sind verpflichtet, über Zahl, Lage. Größe der Wohnräume, wie über die Anzahl der Personen des Haushaltes Meldung zu erstatten und Aufschluß zu geben. Die fraglichen Personen haben sich Ihnen gegenüber auf Verlangen als Beauftragte auszuweisen.
H. in K. Aus dem Wettbewerb für der Neukanalisation der Stadt Fulda ging bei 16 eingegangenen Projekten Manrich in Gotha als Sieger hervor. waren mit 885 000 Mark (einschließlich von 103 000 Mk. für die Kläranlage) veranschlagt.
ft. Ihnen gefällt der Zustand nicht, w« er am Em. gang der Stadt vom Bahnhöfe aus besteht, wo feit Monaten im Garten des früheren Dahnhofhotels viel Papier» abfälle, leere Blechbüchsen unb aller mögliche Unrat lagern. Offen gesprochen, Haden wir uns über solche Unsauber» feiten, besonders in Vorgärten, auch schon gewundert. Wären wir Besitzer, wir brauchten keine Gesundheitskom» miffion, welche S« anrufen möchten, betrat mit %—1 Stunde Arbeit mit einem Rechen oder Besen , wäre das ganze fest Monaten besteherüie Aergernis beseitigt.
Briefkasten der Redaktion. g firl. M Beschwerden beim Herr RegierungSpräsi- I g beuten gegendieAnordnungen des Wohn un g s- I g amteS unb die Beschlüsse deS Mieteinigungsamtes sind = zulässig. In Fulda soll öfters hiervon Gebrauch gemacht = werden und zum Teil, wie unS versichert wird mit Er» I folg. Wenn Sie glaubten, die Beschlüße des Miet. I § 239 einigungsamtes wären unanfechtbar, so sagt hinüber I s
eine kürzlich gefällte grundsätzliche Entscheidung des ZMiMWWWWMWnMMWIN|MI!MM!IIIIMIIMin ReichaerichtS, 3. Zivilsenat: Nach § 7 der Mieterschutz- I---- — '
ordnung vom 23. September 1918 sind die Entscheidungen I . des MieteinigungSamteS unanfechtbar und ferne Be- I I stimmungen als solche des Mietvertrages zu behandeln.
Daraus folgt nicht nur, daß es kein Rechtsmittel gegen I -
Beschlüsse des MieteinigungSamteS gibt und daß auch '
eine Klage gegen seinen Spruch auSgeschloffen ist, sondern I unserer Grabe Himmelsberg bei Giesel es muß auch» wenn die deabsichttgte rasche, endgültige I m .. u «r«.«»»,» A SA 1» g**»
Erledigung von Mietstreitlgkeiten erzielt werden soll, I ist eröffnet. Preis üb GkNbe Jn 4.0U je Mp«: der Inhalt emeS solchen Beschlusses für die Parteien . < -
selbst wie für ein später entscheidendes Gericht sachlich StzWexstfckdst NiMMLlSvekg. bindend sein. Natürlich wird damit dem MieternigungS. I z »
amt nicht allgemein die Mach t bei fielest jeden Telefon: Giesel Nr. 1 und Fulda Nr. 114.
Streit, der ihm vom Mieter oder vom Vermieter unter» | I---
breitet wird, bindend zu entscheiden. Es mutz sich dabei in den Grenzen seiner Zuständigkeit halten, und ob es dies getan hat, ist auch von dem ordenttichen Ge. richt zu prüfen. Die Grenzen der Zuständigkeit ergeben sich aus der Mieterschutzordnung vom 23. Sept. 1918 und sind nach deren Sinn und Zweck und unter Berücksichtigung der beiderseitigen Jntereffen möglichst