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, B. Errerkust nicht mehr unter Th. Das^en- blaü für den Deusschen Buchhandel vom 7. Marz 1921, das sich geom eine fR<iroluiion der Rechtschreibmig wendet, stellt folgendes Leispiei im Wörterbuch von heute und künftig gegenüber:

verkosten.

Stell himmelwärts, stell' himmelwärts

Wie eine Sonnenuhr dein Herz."

Dieser Ratschlag aus einem alten Lied ist setzt zeit­gemäßer als jemals. Je schlechter es in der Sinnen­welt missi-ht, desto mehr lohnt sich die Flucht in die höher« Geistert» eU, wo es keinen Kummer und teilten Krieg gibt imb wo auch uns eine Heimstätte des Friedens für immerdar bereitet werden soll.

Der Himmel ist nahe für alle, die ihn redlich suchen.

aus dem Nachbargebiet.

= wisstls. Der Maurer Vinzenz Rehm erhielt «n 8. Mai den ersten Bienenschwarm.

]:f hllders (Rhön.) Sn der Monatsverlamm. tuns des hiesigen R hönklubzwelgver. eins wurde die Teilnahme an der Einwe-Huntzsseicr an den Ulsterquellen anlogen beschlossen. Zur dies- jährigen Hauptversammlung wurden fünf Abgeordnete

Wer di der neuen Rechtschreibung . . da- alte Rochfchlsgrwerk nicht m-hr zu benutzen vcr- fr»«, ebenso umgekehrt. Die Bem-tzimg von B'b- liothek'n würde erschwert werten. Das wird aus den vielen Katalogen und Karteien?

Und endlich, was werden unsere deutschen Brüder unt) Schwcst-rn im Ausland und in den jetzt uns entrissenen ©dtieien dazu sagen? Gerade werden bie Fäden mit den Ausländsdeutschen, die der Krieg zerrissen hatte, wieder angesponnen, de::l'che Literatur und Wissens-Hast findet wieder den Weg zu ihnen, und nun soll diese Drücke wieder ce^hrstet werden?

Reform in ssstren, wo sie am Platze ist, aber eine Reform der Rechtschreibung würde riete neu? Hinder­nisse auftürmen und nut wenige Vorteile bringen. Deswegen hat auch bie cor einigen Tagen in Lunzig tagende Hautenersammlung des 9?xttraoere!ns deut» fd,er Buchhändler in einer Entschließung an den Reichsminister des Innern Einspruch gegen eint Neu- ordnunz der Rechrschreibung erhoben,

Zum Himmelfahrtstage.

Do ist der Himmel? Am Throne Gottes.

Und wo ist ter liebe Gott? Ueberall, da er au- gegehwatttg isi^ Himmel überall. Do» f?a heißen: Der Himmel ist überhaupt mcht an ben Jfe- grtjj des Raumes gebiMibe«, den alle forperlt^en Singt in Anspruch neljiWL 2m H^'-mel trer(ammelrt sich bie Ccister und die verNärien Wibej, bie den irdischen Nutzen nichts zu scha'lien über alle Grenzlinien und alle Entfernungen erhaben sind. Eben- jo uLnig, wie der physisch- N°um begre^t e die yeit; sie sind eingegangen in das Reich der Unenb» uchkeit uno Ewigteü. ,

Wo der Himmel artfangt, da hort die Stmirnwelt auf. Was wir mit den fünf Sinnen unseres Leibes wahrmhmen, ist ein Stück von der vergänglichen und mangelhaften Schöpfung, die dem Menschen als Durch­gang dienen soll auf dem Wco-e zur Dert-arung und Pcheeligung im Himmel. Die Erde nut ihrem Zubehör von Steinen uird Sonnen ist die «statte des Todts. Erst wenn wir sie verlassen, beginnt im Himmel da- Leben ohne Slot und ohne Tod.

Aufgescchren gen Himmel das bedeutet, daß der Erlöser aus Um Staub und Dunst der mensch­lichen Sinneiuoelt sich zurückgezogen hat in die himm- kjch« Weit, aus der er s. Z. in erbarmender Liebe

Küdienmöbetfahrik Kunafl) & Co 6. m. b. h, Zulda.

Bar der Revolution ver deutschen Rechtschreibung.

| Dm Studienassessor Dr. Maus-Fulda.

Revolution aus fast allen Gebieten, das ist das «machen unserer Zeit. Auch unsere Rechtschrei­bung test fallen, so plant man feit unge'ahr zwei Vahren. Wenn die neue Rechtschreibung noch nicht herausgekommeu ist, so liegt das wohl an twn großen Schwierigkeiten, die aus den ersten Blick mcht leicht -inteuchten, wie überhaupt die richtige Wi^ergabt der Laute durch die Schriftzeichen nicht einfach ist. -wir wissen, wie mühsam und schwer es für unsere Lungen und Mädchen ist, recht zu schreiben. unb auch ein Geübter kann wohl e'nmal über die Schreibung eines Wortes in Zweifel kommen, weil eben die Schrnt mcht das Ideal erreicht hat, die zahlreichen Lautschattie- ruirgeit der menschlichen Stimme rmeberzugeben. Di- Deutlichkeit der schriftlichen Lautbezeichnungen im Deutschen bat immer gelitten, weil die Laute unserer Muttersprache durch ein an sich fremdes Alphabet, Vas lateinisch-griechischen Ursprungs ist, festgelsot sind.

Sprache und Laut bieiben ständig im Fluß, st- verändern sich schnell, während die Rechtschreibung mir langsam, zuweilen gar nicht folgte. Bemühungen, die Rechtschreibung zu ändern, Schrift und Sprache in besseren Einklang zu bringen, hat es mehrfach gegeben, bfe letzten bindenden bayerischen und preußischen Re- gesbücher erschienen 1879-80. Die Reformer von heute Haden es neben anderen Abänderungen besonders abgesehen auf die Beseitigung der Dehnungszeichen auf das h und e nach langen Silben, z, B. in dehnen, sieben, das ui denen und liben werden würde, oder z. B. Sch'ßbahn (f-tzt Schießbahn). 8$t (zieht), Mitvertrag (Mietvertrag), - r erbitig (ehrerbietig). Weil man das h ober den e-Lmtt nicht Höri, so sollen diese Baute auch nicht ge­schrieben werden; damit wollen bie Reformer beim Erlernen der Rechtschreibung vid Zeit sparen. Mag sein, aber wieviel Zeit werden alle diesenigen wieder brauchen, bie an die letzt"« Rechtschreibung "-wohnt

ntedergestiegen war.

Ist das eine Trennung? Haben wir die Fühlung mit dem Heiland verloren? Sind wir wie vcrlasfene I Kinder hilflos und trostlos zurückgeblieben? D nein. Di« Verbindung bleibt, jie ist nur auf andere Mittel und Wege rerwiesen. Bis zum Himmelfahrtslage tonnten die Sungu den Herrn sehen mit ihren leib- 1 sichen Augen, feine Worie auffangen in ihren leib- sichen Ohien, ihre leiblichen Finger in die Male der Wunden legen. Seitdem versagen bie Sinneswerk- zeuge des Äörpers, doch die Seele kann in stetem I Verkehr dem Ausgefahrenen bleiben. Der Glaube eröffnet ihr den Blick in den Himmel hinein; das Wort der Gnade Hingt als Antwort aus ihr Godet an das Ohr des Geistes, und im frommen Gemüt wird bie Nähe des Heilands fo lebhaft empfunden, als ob | die segnende Hand sich auf den gebeugten Scheitel | fege. So bleibi auch nach dem Himmeljahrlstoge das Wort wahn Siehe, ich bi« bei euch alle Tage dis an das Ende der Welt.

Wenn der Himmelsahrtstag eine Scheidung be­deuten sollte, fo müßten wir ihn in Trauer und Sum­mer begehen. Aber es ist ein hoher Feiertag, ein Tag der Freude und de» Triumphes, den wir als Dollendung und Krönung des Heilswerkes begehen, nicht etwa als eine Beeinträchtigung. Die Christen- heil freut sich darüber, daß die Zeit vorbei ist, die den Erlöser in Mitleidenschast mit den irdischen Lasten und Nöten führt. Sie freut sich zugleich darüber, daß et auch nach seiner Aufsahrt in gnadenvoller Ver­bindung mit seiner Kirche und allen redlich streben- den Gläubigern bleibt. Sie freut sich endlich über bre Verheißung, daß er vorauLgegaiigen, u> feinen Getreuen dort Wohnung zu bereuen.

So gibt dieses Fest uns die Gewähr, daß wir auch den Weg aus dem Staube und Dunst der Erden- apett finden werden, wenn wir redlich streben und geduldig ausharren bis zur Ablösung von unserem irdischen Posten. Ferner mahnt uns dieses Fest an bie Möglichleit, daß wir schon während der Probe­zeit die Verbindung mit dem Himmel aufrecht er- halten. Denn ob bie fünf Sinne des vrroängiichen Körpers versagen, das ist Nebensache. Der ®aft ist es, der lebendig macht; der Geist ist es, der auf der Jakobsleiter hinaufsteigen kann; der gute Grift läßt uns die Nähe des Himmels empfinden und laßt uns den himmlischen Trost in der schweren Zeit

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Gottesdienstordnung.

Katholischer Gottesdienst.

Donnerstag, 5. Mai. (Ehristi Himmelfahrt) V.6 » V.7 u 7 M., 8 Pfarramt m. Pr. u. Segen, %0'ftlt®e?iolomt m. Pr. 7.12 M. u.Pr V.8 Bitt- I Prozession nach Ncuenbera, 7 Mai-A i. d. Murienk. Stebipfarrtlrdie. «V. Komb'/« w6'/. M, 8 M.u. Pr | /« Sckula.1. 97» Pfarramt u. Pr, 11 -W. u. Pr. I 2* Schuld, 1/»' feierliche glurprozession, 8 Mm-«. Pfarrkirche zum hl Geist '/.7 Gen.-Kom d. Sodattta . ftruhm. fällt aus, 8 Pr. Amt m. Korn., 4 Berchte, 8 A. - Severikirche. >/,7 M. - Frauenberg. 5 (m. I Mai-M). 6, 67, u. 7 M. 8 Rosenkranzm. m. »t., 9 Le- I biknamt m Pr. u. sakram. «eien, nachm. 2 feterl. I Vesper m. fatr. Segen. Generalabsolution f. d. Terzraren.

Freitaa,« Mai. (Herz-Jesu- rreitag.) hraaeuberg

I Au»!, d. Allerhi. von morgen» 5 btS abend» S »fi- Bei- ebrum d. pöttl. Herzen». 9 L-mienamt, nachmU ag» 4 I Schlup.A m. Um9. (Heute Beginn d. Novene z Ehren I d. hl Geiste». Jeden Morgen findet im «"fckstvtz an die I 7 U.»M. eine kmze Andacht z. Ehren d. hl. ®etfte» statt.

Evangelischer «otteSdieaft.

Donnerstag, 5. Mai. (Ehristi eLnmelfahr^ I Fulda «arm. 8 u. 9'/, Sup. Stuhl.f»-o61f.nl^elü I Vorm. 91'» Pfarrer Weber. SitiitH'v «. Borm. 8 I Pfarrer Reich. '

Loanzel. land:»birchl. Sem-infcka't vostlarftr. 17.

ffhrtfti Himmelfahrt: 8,28 vorm. Ab ahrt der Teil- I nehmet zum Gcmeinfchaftsfeft in KruipiS' N-ukirchen, I abend» 8 Evanaelisation. Freitag abend» 8 | Bibel- und Gebetstunde. _________

sind man wird sich oft überlegen müssen, welche Form eigentlich gemeint ist, z. B. er vergißt (von ver­gießen) oder vergißt (von vergessen). Zett wird also kaum gespart, und auch der Raumgewinn wird klein sein; wenn, viel gerechnet, aus einer Zeile 34 Dehmmgsbuchstaben wegfallen, so würde damit bloß für eine SA« oder ein kleines Wörtchen Raum ge­schaffen sein. Und gerade auf Zeit- und Raumgewinn soll es bei der Reform ankommen.

Dor allem denke man an die ideellen Werte, die durch eine neue Rechtschreibung zerstört würden. Mit dem oeschriöbenen oder gedruckten Gewand, das unser Deutsch kleidet, sind wir vertraut, Gemüts- und Kunst- werte hängen an ihm. Wr würden uns mit der vn- «mgenhest unf'rer G-ssteswelt, wie sie uns im Smr' t- tum vorlisat, nicht m-hr so leicht verbinden, wenigstens nicht die 'm der neuen Rechtschreibung geübte Sunente die die anders geschriebenen Bücher der Derganoenhe t doch etwas fremd anmuten könnten. Warum also für das kommende Geschlecht eine Schranke ausrichten gegen eh--alige Zeiten, in der hohe Güter verborgen liegen?

Reden diesen ideellen Rücksichten kommen auch m a« terielle in Frane. Ist die wirtschaftlich barnteder« liegende Zest von heute geeignet au einer Aenderung der Rechtschreibung? Sie würde mH ungeheuren ffLst-m verknüpft sein. Wan n-hme nur die Schul- bödier H» te-ch zi-r Crlernuna des neue" Schnste-ldes läirtltd) in der neuen Rechtschreibung «^druckt svn r-'hten 3*» bereits gegossenen Platten der Druckerei rt"i dann 'inbra'.'chlmr. M?rm auch fPr einzelne Un- terr'chtsfächer s-'-N so tri? fo r»ue Bücher emgesichrt nyr' 7N müssen, so wird in anderen Fächern vorläufig tr h tas s.^che-'e "chrbuch weiter benutzt werden.

agvn k?r heften wegen. Wür^-n für ass« Un« ; .<(4lteifer $' ->r *tr ren Reckstschreibung ckn« rrfcrt TT-tyr, so mürbe das e="e wesentliche Der- I te^tuna des S"'^-'besuch* ou-n-o,hen. Neue Bücher bei ttaen neues Palü-r, bis doch recht knapp ist.

soll aus unseren ®roL n und kleinen Noch- I fcblrmew-r-w werden, m an sich die Reihenfolge des I 3U-PbaVe «ander, hat, eben in den Wörterbüchern.

bestimmt. Weil die bisherigen Kosss-rer und Schrift. I führet ihre Aemter niebertegten, wurde an Stelle des ersteren mit überwiegender Stimmenmehrheit Herr ffa- brifant Joh. Schneider und für den letzteren Rechts- I anroalt Knierim gewählt. Es ist mit dieser Wahl I die Gewähr geleistet, daß em pflichtbewußter Vorstand, der mit unserem sehr geschätzten Dorfitzenden cn 6er Spitze die Ruder unseres aufstrebenden vereinsfchiss- leüts in arbeitsfreudige chände genommen bat, an b« Spitze des hiesigen Zweigoerems flehen. Herr Sanzlei. > fttrdär fierb. fierget, welcher S6 Jahre lang den | Schriftführerposten inne hatte, soll aus Dankbarkeit für I feine Tätigkeit in der nächsten chauptoersammlung des Rhönklubzweigoereins zum Ehrenmitglied ernannt und mtt dem goldenen Dereinsabzeichen ausgezeichnet wer- den. Das letztere erhielten für eifrtge SBerbetatigted die Gemahlin unferes Dorsitzenden grau Saufmann Sn- tonia Etzel und Eisenbahnbeamter Wilh. L i n k- Mage unter dem neuen Dorstonde unser Zweigverein, der auf 230 Mitglieder angewachsen ist, weiter blühen und ge- I ^C=' Aus d« Äöa. In Wendershausen bei

Tann wurde am 30. April 1921 der Inhaber derWoll- spinmrei und mechanischen Stotberei Karl Paul Glaß ron feinem Spiimgehilsen Paul Kotiger mU eurem Armeerevolver durch den Leib g - fchos f e n. Der Täter ist ^flüchtet. Es sind 500 M Belohnung auf die Ergreifung des Täters und Uebergabe an bie Gen-

I dörmerie ausgesetzt. __ _ , ...

mc Aus dcm Aheingau. Wie aus Nachrichten, nahezu aus allen Weinbaugebieten Dtutsch- l^ds herrorgcht, haben tte letzten Nachtsröfte b® Reben doch bedeutend geschadet. gilt namentlich l>t den wärmeren Lagen, wo sich die D!aller schon ent­faltet hatten, während die rauheren Gegenden weni­ger in Mitleidenschaft gezogen sind, da die Knospen nad) in der Hülle steckten. Der Umfang der Schaden läßt sich jedoch noch nicht überall genau erkennen, da die kommenden Seitentriebe den Schaden noch herab- miichern können. Der Weinmarkt liegt äugen- bl-cklich völlig lustlos und still. Mil Ausnahme von einigen guten Rheinlagen wird kaum etwas gehandelt. Eine Folge dieser Stagnation, die viel,ach durch die Sanktionen bedingt ist, sind zahlreiche fyntem im^ Befenwirl chaftrn ausgemacht worden, die ihren Wein unter d-m Preis der gewöhnlichen Gastwirtschaften

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Nachdem die Abheilung der Maul- und kk<mm^euche in her Bemeinde Maberzell amlstterärttl.ch festge- stellt worden ist und die Abnahme der Desinfektion stattgefunden hat, bestimme ich im Anschluß an meine virhseuchenpolizeifiche Anordnung vom 7. d. M-, .Ful­daer Zig." Nr. 81, folgendes:

6 1 Die über den Grmeindebeztrk Maberzrll ver- hfingte' Sperre wird hiermit arttgehob-n.

8 2. Die für den Grme'ndebez'rk Mab rzell und das versircht gewesene E-HSst im besonderen angeordneten Destimmungen werden zurückgezcgen.

Fulda, den 29. April 1921.

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