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Amtlicher Anzeiger für den Kreis und die Stadl Fulda.

Dienstag, 19. Sprit 1921.

48. Zahrg.

Nr. 89

Kurland

' <1

Aufhebung der MUchbewir^chaftnng.

Kreatur! Flichen

' Gartjetzusg folgt)

ntdHs mit dem jungen Burschen forthelfen.*

.Verräterin! . . . Gemeine

mtt einem andern?"

Weil ich Euch hasse," stieß untz alle die andern."

Die Heimfahrt der Kaiserin.

Nachdem Sonntag abend im Saale des Hauses

Der König -er Dolomiten

Bvlksroman von Felix Nabor.

Sie schwang sich auf das Fensterbrett und wollte eben die Tasche hinabwerfen, aber da erschien der schwarze Lockenkopf Angelos am Fenster; er hatte sich an der Mauer emporgeturnt und griff mit beiden Hän. den nach dem Fensterkreuz. »Nun rasch, Rositta!" drängte er.Das Seil hält ich helfe Dir hinab." -

der Reichskoalition und in der Regierung bringen werden, und daß die bürgerliche Mmderheitsregierung durch die alte Koalition wieder abgelöst werden wird, die zwar im Reichstage auch nicht über eine Mehrheit ver­fügt, aber auf die wohlwollende Unterstützung der Unabhängigen rechnen formte."

Wir verzeichnen diese Auslassung eines demokrati­schen Blattes und wollen unsererseits nur bemerken, daß eine Partei, die in der gegenwärtigen nationalen Vedrängnis eine solche Politik betreiben wollte» zwei­fellos denselben Vorwurf verdienen würde, den seiner­zeit ihr Führer Scheidemann dem General Ludendorff machte: Hasardspiel auf Gefahr des «Be­terin n Des!

Unerfüllbar.

Von der Reparationskommission ist an den Vor­sitzenden der deutschen Kriegslastenkommission münd­lich die Aufforderung gerichtet worden, die Gold­bestände der Reichsbank und der übrigen deutschen Notenbanken bis zum 1. Mai nach Plätzen im besetzten Gebiet, etwa Köln und Koblenz, zu überführen. Diese Maßnahme solle eine Sicherheit für die deutschen Leistungen auch nach dem 1. Mai sein. Die deutsche Regierung soll sich verpflichten, daß ohne Zustimmung der Repa­rationskommission über dieses Gold zur Befriedigung anderer Gläubiger nicht verfügt wird. Eine schriftliche Uebermittlung dieser Aufforderung steht noch aus. jedenfalls darf schon jetzt kein Zweifel darüber gelassen werden, daß hier eine Forderung vorliegen würde, der von deutscher Seite unter keinen Umständen entsprochen werden kann.

Da die Reichsbank ein, allerdings unter Reichs- konlrolle stehendes, Pvioatunternehmen ist, darf die Entente ihr nach internationalem Privatrecht das mich in dieser Hinsicht durch den Friedensvertrag nicht auf- gehoben ist, das ihr gehörige Privateigentum weder fortnehmen, noch ihr Vorschriften darüber machen, wie und wo sie dieses Privateigentum aufbewahren soll. Käme das Gold der Reichsbank nach Köln oder Kob­lenz, sei es auch im Besitz der dortigen Filialanstaüen der Reichsbank, so hätte die Entente doch die tatsächliche Macht, das Gold der Reichsbank fortzunehmen und in ihren eigenen Besitz zu bringen. Eine Gewähr da­für, daß die Entente das Gold nur als Sicherheit für ihre Forderungen behandelte, ist nicht gegeben. Da haben wir doch schon zu trübe Erfahrungen gemacht.

Deutscher Reich.

** Berlin, 18. April. Der Deutsche Irrbusttte-

mar dies gar nicht nötig, vielleicht hatte der junge Jta- liener seinen Tod in der Taoernwirtschaft, an der Seite seines Oheims, gefunden! . . .

Dem war jedoch nicht so.

Der schöne Angelo hatte sein Versteck im Kohlen- schuppen längst verlassen. Sobald Rositta Gewißheit hatte, daß ihr Mann aus dem Hause gegangen war, öffnete sie das Fenster, und der junge Italiener trat aus dem Schapen.Komm, Rositta," rief er mit lei- ser Stimme,wir müssen fliehen, sonst werden wir beide totgeschlagen. Die tollgewordenen Weiber finb hinter mir her. Wenn ich nur die Mauer erklettern könnte!" Er machte einen Versuch, aber es ging nicht. Ich will durch die Türe zu kommen versuchen"

»Das nützt nichts," erwiderte sie,ich bin hier ein- geschloffen"

Dann bleibt nur der eine Weg zur Flucht: steige aus dem Fenster."

Es liegt zu hoch," erwiderte sie ängstlich,

So binde ein Tau daran fest"

Ich habe keines"

Dann mußt Du die Bettüberzüge zerreißen und Dich daran herablassen. Hab keine Angst ich fange Dich mit beiden Armen auf. Aber eile, eile, sonst tont- men die Weiber über uns, dann ist alles verloren."

Sie folgte feinem Rat, zerriß die Ueberzüge zu breiten Streifen und knüpfte sie zueinander und schlang pe um das Fensterkreuz.

Nun komm!" rief der Italiener.

Wcqtz noch einen Augenblick," sagte sie zu ihm. Mit leeren Händen gehe ich nicht aus dem Hause. Ich nehme meinen Schmuck mit und auch Geld . .

Sie füllte eine Handtasche mit Ringen und Ketten, goldenen Armspangen und Ohrgehängen und stopfte zu­letzt noch alles Geld hinein, das sie in dem Schranke fand. Darüber vergaß sie fast ihre Flucht. Immer neue Schätze suchte sie hervor, bis Angelo ungduldig rief:So komm doch endlich . . . komm!"

Ich komme!" rief pe zurück.Ich gehe in btt Freiheit! . .

Rasch ging sie zum Fenster, die Tasche in der Hand. Gib acht," rief jie hinab,Fange die Tasche auf, An- aefai* w «

.Pallanta schritt mit gefurchter Stirne, in "ältere Gedanken versunken, seinem Hause zu. Er war der Taoernwirtschaft gewesen, um beim Löschen zu yttsen, weil das Anwesen doch sein Eigentum war, aber D "Ws mehr zu retten. Das Gebäude war völlig vermchtet und bildete nur noch einen rauchenden Trüm- ,1J?' Michael dachte weniger an den materiellen erlitt, als vielmehr an die verdammten

Welschen die das Unglück verschuldet hatten, von denen ° 5 n' tnm- Seine Gedanken wurden immer- "'<ht auch sein Weib eine aus der wel- auch sein eigenes Glück zu- kammenzubrechen wie das Haus, von dem er kam? . . . Was N,eb da ihm, dem von Liebe verblendeten Manne, der sich em We,b erwählt hatte, das in dem schönen ß«be e.n o Asches W trug, das eine so niedrige Seele hatte! ' ö

, Aber noch klammerte er sich Qn Rositta fest.Viel- eicht bereut sie, sagte er zu sich.Vielleicht geht sie n sich und kommt Mir demütig entgegen. Dann will ich ihr alles verzechen und mit ihr ein neues Leben beain- nen Dann will ich sie lehren deutsch zu denken und zu suhlen, eine deutsche Mutter, eine treue Gattin zu wer- den. Gott geb's!"

Aber je näher er der Schmiede kam, um so mehr schwand feine Hoffnung. Er kannte Rosittas Hochmut und Trotz, ihre Falschheit und ihren Haß auf alles Deut- sche zu genau, um nicht zu wiffen, daß sie niemals eine deutsche Frau werden würde. Eine Belmonte ficfi 3um deutschen Wesen bekehren? . . , Stein, das Mb es nicht!

Gr gab sie verloren. Zu dem Schmerze darüber ge­sellte sich die rasendste Eifersucht. Warum war sie ,n seiner Abwesenheit zum Tanze gegangen? Etwa des kahlköpfigen, häßlichen Wcinhändlers wegen? ... O veinl. . . Sondern weil es ihr die schönen Augen des ichwarzlockigen Pjfferarios angetan hatten Er hätte ihn erwürgen mögen, der, weljchen Schelm. Ader vielleicht

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Kommunisten Plenge, bei von den Engländern in' Solingen verhaftet und, wie der Antrag behauptet, nad)[ Köln verschleppt worden ist. Anders liegt der Fall bei Abg. Knoth, der sich in Untersuchungshaft befindet. Wie der Präsident Leinert hierzu bemerkt, wird übet die Frage der Freilassung wohl bald entschieden sem,.

Dann folgt die 3. Beratung des Antrags der; deutschen Volkzpartei auf Annahme eines Gesetzent­wurfs über die Neuregelung der Verfassung der e van- gelischen Landeskirchen in Preußen. Fran' Dr. Wegscheider von der Vtehrheitssozcaldemokratie er- klüct fio) gegen den Antrag, w«S den Abg. Arrdt von der Wirtschaftspariei veranlaßt, den Unterschied zwischen- der sozialdemokratischen Freiheit in der Theorie und m der Praxis klarzulegen.

Nun setzt von neuem die Beratung der Anfragen und Anträge in Bezug auf den kommunistischen Aufstand in Mitteldeutschland ein. ES ist heute,' bereits der dritte Tag, an dem sich das HauS mit dieser Materie beschäftigt. So ist eS erklärlich, daß neue stütz* liche Momente nicht mehr vorgebracht werden. Schließ­lich ist aber diese Gelegenheit günstig, um prinzipielle Streitfragen zu erörtern und es will scheinen, als hab» mancher Abgeordnete seine bereits abgelegte Wahlrede wieder hervorgeholt, um sich und seine Partei zur Gel»' tung zu dringen. Nachdem der Innenminister Seotrhtg die Liebenswürdigkeiten des deutschnationaien Abg. Dr. v. Drhander sowie dessen Kollegen Heidenreich dem, Sams ag gebührend erwidert hat, kommen der Demo-« trat lluschke und nach ihm der deutschn. Abg. vrerberg zu Wort. Alles Mögliche und Unmögliche wurde unter lebhaftem Widerspruch in die Debatte gezogen. Und der Erfolg? Beriassene Tribüne und viele leere Sitz»' im Plenum.

Schließlich wurden die Anträge wegen der Aus­nahmegerichte dem Rechtsausschutz überwiesen. Dir kommunistischen Anträge werden adgelehnt.

Dienstag: Anfragen und kleinere Vorlagen.

Die Sozialveinskratie als Mutter Ser Hindernisse.

Die Franzosen arbeiten zielbewußt darauf hin, uns tas Ruhrgebiet und den Kern von Lberschlesten, oben- drem noch den festen Goldbestand der Reichsbank zu entreißen, crlfo das deutsche Wirtschaftsleben zu ver- mchien.

Und was hm mir inzwischen? Unsere Volksver­treter hadern und feilschen wochenlang um die preußi- schon Wimsterposten und hallen im Landtag Lävm- fitzungen wegen der vergangener Krawalle.

Als der Landtag fast einstimmig Herm Sieger- wald zum Ministerpräsidenten wählte, glaubt man, daß der Ernst der Lage mtb die Pflicht zur Sammlung allgemein anerkannt würde. Aber der feierlich erkorene Vertrauensmann fand immer neue Schwierigkeiten, immer neue Hemmnisse, und all dis Knüppel, die ihm zwischen die Räder flogen, ka- men von einer und derselben Stelle, nämlich von der Partei der Mehrheitssozialisten.

Alle anderen Fraktionen bezeigten Verständnis und Entgegenkommen für dieVorschläge zur Güte", die Stegerwald mit ebenso viel Geduld wie ErfiÜbergabe machte, um nach Verrammelung des einen Auswegs einen neuen Ausweg zu eröffnen und alle denkbaren Möglichkeiten zu erschöpfen. Auch bei den Deutsch- nationalen, die sonst so gern die unbedingte Opposi- inm spielten war diesmal der gute Wille erkenntlich. Nur die fozialdemokrat. Fraktion hatte immer einen neuen Vorwand zum Wider spruch »der eine Berufung auf einen früheren Parteibeschluß, am den einen Versuch nach dem anderen unmöglich zu machen. Auch der jüngste Ge­danke, ein Fochmimsterinm zu bilden, als Notbehelf in dieser Zeit der Drangsal, wird von der SoziÄdeipp- krafte ohne weiteres mit der Ankündigung der schärf­sten Opposition zu vereitln gesucht.

Mit den jetzt üblichen Fremdwörtern form man diese Taktik nur als Obstruktion oder Sabo­tage bezeichnen. Warum und wozu diese zähe Ver­hinderung des inneren Ausgleichs?

Die sozialdemokratisch» Presse beruft sich auf ein Versprechen", das - ihr angettlch vorn Zentrum ge­geben sein soll, das ist tatsächlich unrichtig, denn dos Zentrum hat sich nicht gebunden. Wenn ein Zentrumsmann gesagt haben soll, man werde die sozialdemokratische Partei nicht übergehen, so eiüsprach das durchaus dem lebhaften Wunsche der Zentrums­partei, die Festigkeit der Regierung durch die Mitarbeit der sozialdemokratischen Partei zu sichern und ihre Leistungsfähigkeit zu erhöhen; doch kann daraus kein vernünftiger Politiker herleiten, daß sich das Zen­trum allen bisherigen oder künftigen Forderungen der anderen Fraktion unbedingt fügen wollte. Vollends entfcheidend ist die Tatsache, daß Herr Stegerwald seinen dornigen Posten ohne alle Vorbedingung und Verpflichtung übernommen hat. Er hat mchr hinter sich, als das Vertrauen feiner engeren Parteigenossen: er ist der Beauftragte des ganzen LaMages, und auch die sozialdemokratische Fraktion hat ihn gewählt in dem Bewußtsein, daß er freie Hand haben wollte und sollte.

Wer das Aerhalten der Fraktion überschaut, der muß auf den Verdacht kommen, die sozialdemokratische Fraktion habe lediglich in der Slbsickt für Stegerwald gestimmt, um Stegerwald scheitern zu lassen. Aber warum denn? Dieses parteipolitische Rätsel suchte dieLosfische Zeitung" zu lösen, indem sie schreibt:

Ein potttisch-pattamMtarssches Kabinett in Preußsu kann deshalb nicht Zustandekommen, weil die Sozialbomo- ?raten offenbar damit rechnen, daß sie vor oder nach dem 1. Mai im Reiche wieder ans Ruder kommen werden. Sie sind der Meinung, daß di« grgen- wartige Reichsregienmg der außenpolitischen Schwierig- raten nicht Herr werden Parat; sie glauben vonauszusehM, daß die nächsten Tage ober Wochen eine Krise in

** Ein Sozialisierungsversnch in Spanien. Im spanische» Senat kündigte Handelsminister La Cierva an, in Madrid werde ein Versuch mit der Smiali- sierung der Bäckereien gemacht werden. Äe Bäcke­reien würden enteignet werden.

Deutsche Protestnote gegen die ZoAsperre.

Die deutsche Friedensdelegation hat der Botschafter- konfermz in Paris über die Errichtung einer Zollsperre am Rhein eine Note überreicht, in der es u. a heißt daß die deutsche Regierung sogleich nach Androhung der Strafmaßnahmen gegen die beabsichtigten Anordnungen feierlich Verwahrung eingelegt habe, da sie ge- gen den Vertrag von Versailles und ge­gen das Völkerrecht verstoßen. Nunmehr hat die interalliierte Rheinlcmdkommission, die von den alliier­ten Möchten mit der Einführung eines besonderen Zoll­regimes beauftragt worden ist, den Versuch gemacht, die. ser Maßnahme den Schein der Dertragsmäßig- k e i t zu geben, indem sie sich zu diesem Zweck der Rechte und Befugnisse bedient, die ihr das Rheinlandabkommen für ganz andere Aufgaben gewährt und indem sie die Anordnungen in die Form einer Ordonnanz gemäß Ar­tikel 3 des Abkommens kleidet.

Indessen gewährt auch diese juristische Form der An- ordmmgen nicht die ihr fehlende rechtliche und vertrag­liche Grundlage. Die Ordonnanz stellt vielmehr nach Form unb Inhalt eine neue flagrante Verletz­ung des Vertrages von Versailles und des Abkommens über die militärische Besetzung des rheini­schen Gebietes bar. Es folgt die Angabe der Para­graphen des Rheinkandabkommens, aus denen das rechtswidrige Vorgehen der Entente ersichtlich ist.

Zum Schluß heißt es bann in der Note: Die Rhein- landkommiffion ist durch das Abkommen über die militä­rische Besetzung de- rheinischen Gebiete als das oberste Organ der an der Besetzung beteiligten Mächte für die vertragsmäßige Durchführung dieser Besetzung bestellt worden. Die deussche Regierung muß daher die Regie­rungen der Besatzungsmächte verantwortlich ma­chen für die von ihren Vollzugsorganen vollführten Ver­tragsverletzungen und legt gegen die vorstehend gekenn­zeichneten Maßnahmen der Rheinlandkommision feier­lich SetiL'ah mig ei,..

Das neue AuskiefermMverlangeu.

Wie schon berichtet, verlangt die Rhsirflondkonums° fron von der deutschen Regierung die Ausliefe­rung einiger Personen, die sich irgendwelcher Verfeh­lungen im besetzten Gebiet schuldig gemacht haben sä­ten. Die Kommsssion hat geglaubt, ihrer Forderimg dadurch Nachdruck geben zu sollen, daß sie bei Nicht- Auslieferung die Ausweisung des Reichskommissars androht. Aus rechtlichen und tatsächlichen Gründen hat die Forderung nicht erfüllt werden formen; ausliefern kann man nur Personen, deren man hab­haft ist, sodann aber ist es der Regierung bisher nicht möglich gewesen, von der Rhemfandkommisfion cme zuverlässige Mitteilung über die Art der Ver­fehlungen M erhalten, bereit jene Personen be­schuldigt werden. Gestern abend sollte die Erklärung der deutschen Regierung überreicht werden; man rechnet immerhin noch mit der Möglichkeit, daß die Rhem- fandkommrfsion von chrer Forderung Abstand nehmen

Vertagung des Auswärtigen Ausschusses.

Die auf heute nachmittag Einberufene Sitzung des Auswärtigen Ausschusses, in der Dr. siwons über die Absichten der Reichsregierung in der ®ntschädigungsfrage berichten wollte, wurde auf Wunsch der Regierung vorläufig vertagt.

Zteranlwortiich für den rebauwnellen Teil: Karl Schütte. - für die Anzeigen: 3- Parzeller-Fulda. Rotationsdruck u. Verlag der Fuldaer Actlendruckerei in Fulda, fferniprecher Nr. 9. Telegr.-Adreise: Fulbarr Zeitung

Doorn von Oberhofprediger Dryander im engsten I und Handelstag in Berlin bittet in einer Eingabe an, Kresse der Familie und des Gefolges die Trauerfeier I den Reichstag um die Wiedereinführung derSom«' für die verewigte Kaiserin abgehalten worden war, | mergelt" für das Jahr 1921. Der Reichstag hak wurde die Leiche nach dem Bahnhof Maar» übet- I sich mit der Frage bisher noch nicht beschäftigt., geführt, wo der Trauerzug in zahlreichen Automobilen, I 3m Vatikan dementiert man die Nachricht, daß der deren erstes, zu einem Leichenwagen umgebaut, den I hl. Stuhl die Vermittlung der neuen dewfthen Vor» Sarg barg, um hall, 11 Uhr nachts eintraf. Der Weg I schlitz» in der Entschüdigungssrage besorgt habe.

beiden Seiten von dichten Menschenmengen (t) Die', trifft! In der Samsfagfitzung des preu- umsamnt. ^lsr^r LLuhemv^m dah»r»Me, entblöß- t stsschxn Landtags erklärte der kommunistische Abg. ten sich alle Häupter. Der Kaiser, in Feldmarschall- I Schuman n-Halle, daß der in Berlin verhaftete «.Sra»en Umhang über Max Hölz der kommunistischen Partei läirgst nicht dem Äaffenwck, schritt hinter ihm einher, zu ferner 1 mehr angehört; er habe allein gekämpft und sich keinen ^te Mren^Kronpmtz m der Uniform der Toten- Anweisungen gefügt Das sicht beinahe so aus, al» koMusaren, die Herzogüi Viktoria Luise, die von ihrem I wolle man unter dem Druck eines kümmerlich beroahr- a^;ra^rl Obkar. Es folgten ferner I ten Restes von Anstandsgefühl vor aller Welt von

Pnnz Hemnch, Fürst Furstenberg sonne dre Damen j bem Banditenfahrer und Räuberhauptmann Hotz ab- Ä n s^"9 00 Kmsers. Arss dem nicken. Demgegenüber benutzt diente Fahne" die Bahnhof wurde der Leuhenwagen on den bereitstehen- I Bechastung um, allerdings ein albernes Unterfan«

^?vdc-rVagm ^r<u^e'a^rei1- Rach S^nsworten I gen, hie Einigkett des Proletariats im kommumstv- des Gessttt^en wurde d^Sarkophag m den Salon- I schm Sinne zu fördem und kommt zu folgender Ser« wagen getragen. ,Der,Kaiser, der Kronprinz, Prinz I teidiauna:

beiliegen den IMan mag zu dar Hölzsschen Taktik stehen wie man Sfagen, t.rn dort einige Zett im Gebet zu verweilen. I will: fest steht, baß er alles, was er tat, aus politischer Ms der Kaiser den SonSerwagen verließ, mußte er I Ueberzeugun« getan hat. Die bürgerliche Presse hetzt gegen vom Kronprinzen gestützt werden; er wandte sich mit I den Verhaftetch unb versucht, ihn als gemeinen Räuber schweren Schritten langsam seinem Kraftwagen zu und I Plünderer hinzustellen."

fahr mit dem Kronprinzen und der Herzogin Viktoria I Dann versucht dieRote Fafare" gegen Hölz das Luise nach Schloß Doorn zurück, während Prinz Oskar j Urteil zu beeinflussen:

crm Sarge seiner Mutter die Tvcmerwache hielt. ' IHötz hat cttle Rechte des politischen Gsfrmgsnen M Heule, Dienstag, findet in Potsdam die Bei- I beanspruchen. Es besteht die Gefahr, daß Hölzauf der s-tzung der Kaiserin statt.. Berlin bat reichen

an9e[est $on Kirchen tönt B

Stauet getaute. .. 1 bas keinem Mörder ausgriiefert werden darf".

| Alle otdmmgsliebenden Elemente unseres Staates

Preußischer Landtag. | erwarten, daß gegen einen Mann wie Hotz die bestehen«

Irr der MontagSfitzung des preußischen Landtages 1 ^E^tze in ihrer ganzen Schwere Mr Anwendern- erstattete der deutschnationale Abo. Beerbetg zunächst I tommen.

Bericht über die Stellung des Rechtsausschusses zu dem Antrag des Abg. Eberlein auf Haftentlassung des

Sie zitterte am ganzen Leibe.Ich bin nicht j In Bremen trat die Konferenz der ErrMrrmgs- chlecht," stammelte sie m Todesangst, denn sie glaubte, I Minister unter dem Vorsitz des Reichsministets Dr. Michael werde sie auf der Stelle eqtffaigen.Ich habe I Hennes zusammen. Sie beschäftigte sich eingehmd mit Er soll mir nur j der Milchbewirtschaftung. Die AussprmHe egab die UchMinstimmung, daß die bisherige Form der Bewirtschastmig nicht aufrecht erhalten werden kann. Die Konferenz war vielmehr in ihrer .. . ... , weitaus überwiegenden Mehrhett grundsätzlich der

sie hervor.Dich I Me-nung, daß die Erfassung von Milch und Butter I ir-r Wege des öffentlichen Zwanges möglichst bald A xe.ftl.os aufgehoben Zvr ErlMtesvig

! llnr Mche und Schule.

Rositta wollte sie ihm eben reichen, aber da erstarrte I .. * Der Papst empfing unseren Hochwür«^ Ihr die Hand, unb ihren Lippen entfuhr ein gräßlicher 1 ^s^iten Herrn Bischof Aoseph Damian tit Äd« Schrei:Allmächtiger! . . " I schiedsaudrenz. Die Abreise erftigt Dienstag.

dallanta stand vor den Beiden. Er sah den schwarzen | 6et Iserlohn geboren. Seine theologische Bildung er-

Kopf Angelos, sah bie Tasche unb das Seil unb I hielt er in Innsbruck und Beuron. Im Jahre 1874

wußte, woran er war. Mtt einem zornigen Brüllen I trat er in den Benediktmervrden ein und wurde 1877

stürzte er sich auf Rositta, riß sie vom Fenster weg und I 3um Priester geweiht. 1883 wurde P. Benzler Prior

packte den Italiener am schwarzen SchopfHund I Klosters Seckau in Oesterreich und 1887 Prior n» Du mettoer fiunbl* I Beuron. 1898 kam er als Abt nach Maria-Laach. Hier

I empfing er zweimal den Besuch Wilhelms II., der ja

Angelo gab keinen Saut von sich, nur feine Augen | der Benediktinerabtei am Ufer des Laacher Sees be­sprachen Sie glühten wie Sie Augen eines Raubtieres, I sondere» Interesse widmete. $Im 27. August 1908 er- voll Haß und Blutgier. Mit einem jähen Ruck befreite | die Ernennung des Maria-Laacher Abtes zum er sich von Michaels Griff und glitt wie eine Schlange I Bttchof den Metz. Die Vereidigung des Kirchensürsten lÄISÄÄäfS LCn' I Bischofs zu erblicken war. Als Elsah-Lothringen durch'

Michael schenkte ihm keinen weiteren Blick, sondern j den .Krieg verloren ging, wurde feinem Wirken bald wandte sich mit einem Gesicht, bas fürchterlich anzu- I Ende bereitet. Er Ivar den Franzosen ein Doru schauen war, an sein Weib.Dirne!" rief er.Verra- | L? Auge und mußte bald öurflcktreten, d« früh«« terin! O, Du falsche Schlange, Du hast mein Paradies I ^Moralvikar Petr wurde fern -mchfolger.

entweüfl. Her zu mir! . . . Ich will Gericht über Dich hatten.*