Fuldaer Leitung
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zu fein Cw. Exzellenz ergebenster
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nich! davon entb'ößt wird.
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Und die eigens coils S&frtebigung im HauLhall unö in der Familie haben die wenigsten jm.r Frauen gefunden. Das find Tatsachen.
sich aus und von
würdigen Platz suchen, ihn vor Verunstaltung in der Umgebung sichern und durch Unterbau, Wegezuführung und Anlage vorbereiten. Dadurch wird der Denkmalgedank« wachgehokten, bis Mittel zusammengelregen und Ersah- rungen gesammelt sind, di« eine würdige Ausführung mög- sich machen. Wo immer aber der Gedanke schon jetzt nicht mehr zurückzuhatten ist, sollten alle, die ihn ausgenommen haben, sch ihrer Dercmwortung bewußt fein und sich fragen: Was wird die Nachwelt zu unserem Tun sagen? Dazu gehört vor allem Freimachen von dem ein- gebiQeten, eigenen Kunfiurtril und von den Vorschlägen des nächsten Friedhosbildhauers. Sein Urteil und Vorschlag passen sich im neun von zehn Fällen mit Rücksicht aus den winkenden Auftrag dem noch unreiferen Urteil der Auf- traggeber an und verhindern die Zuziehung der berufenen Berattmesstelle.
Die Beratungsstelle aber wird jederzeit bereit sein, ernsten Rat zu erteilen. Schriftlicher Rat ist jedoch nicht viel nütze. Bittet daher di« Stelle, einen Berater zu euch zu entsendenl Diese Reis« des Beraters zu euch wird den besten Grundstein zu eurem Denkmal abgeben.
So schützt ihr euch zum mindesten vor Dorwürfen und davor, daß künftige Gsneratiomn kopfschüttelnd vor eurem Krieg'rdenkmal stehen. Dor allem aber bedenkt die alte Lehre: »Gut Ding will Weil« haben".
Ans Oberheffe» an» Den Hess. Aemtern.
A Kirchhain. Bieibrauereib fitzer Bopp in Mar- ck ra hat hüt* ein • St fntng von 30000 Mark an äßlich fcin-S 80. Gebur-stages die Siadt Kirchhain n die Lage verseht, den allen Friedhof in einen Pa>k umznwandeln. Er soll Anna-Park heißen n Ennncrang an die hier gebürtige 'Sanin des Stifter?.
— zte Boid eitung schädlicher Pflanzen und Tiere geschieht vielfach, wenn auch unfreiwillig, durch Menschen selbst. E n beineik.nsiveries Beispiel bietet die >ogenann'e Wanerpest, deren Boikommen zuerst 1803 in Ii land festgestellt und die wahrscheinlich von einem Schiffe auS Nvidamerila, ihrer Heimat, zu in § veiichleppt tooibcn ist. Bald zeigte sie sich auch n D ntichlaiid und vk>mehrte sich in unglaublich ikiiz r Z it derait, daß sie alle Tümpel und Kanäle et üllte und jeder Möglichkeit der Peiiilgung 'potiete. Ta sie in Deut ich and nm frü et en in der Nähe einiger Universiiä Sstadte erschien, so tlt sie möglicher- rociie tn den boian schen (Serien der beiieffenden Hock schulen gezüchtet roor'en und hat von diesen aus idte Wanderung bu cf) das N^>ch angetreten. Bei fiele unfteiwilltger Beibieiiung von Tieren b eten u. a. der Ko oradokäfer und die Wanderratie. Ter Koicrado-(Ka trffel-)Käfer lebte ur p ünglich im Feliengebiige Noidamei ckas, wo wildwachsende Nach! cha'l-ngewäch e fein ■ Nah> ung bildeten. Als nut der sortschreuenden Kultur die Karwffil ir
feine Nähe rückie, machte er sich an sie und ver* mehrte sich bald ins Unglaubliche. Immer freffenb und sich foripflamien wanderte er weiter, überschritt 1865 den Mississippi, gelang'« auf schwimmenden Blättern, Treibholz usw. über den Erietee und rreichie bald die Staaten der atlanti'chen Küste.
Irgendein Schiff brachte ihn mit feinen Waren nach Europa, so daß bereits 1877 fein Auftreten m Deutschland (bei Torgau sowohl als Mülheim am Rhein) sestgestellt wurde. Zum Glück hat er sich bei uns — wahrscheinlich aus klimatischen Gründe« — nicht einbürgern können. Auch die gefräßige und lästige Wanderratte verdankt ihr« Verbreitung in erster Linie dem Schiffsverkehr. -a.
— Finis Germaniae. Es ist wenig bekannt» daß die Franzo en schon 1870 das vEnbe Deutsche Ian68", wie vorstehende Worte auf gut deutsch heißen, mit einer Siegesmedaille feierten, die gleich bei Ausbruch des Krieges geprägt wurde. Genau wie in diesem Kriege wartete man auch damals gar nicht erst ab „wies kommt", sondern war voinMein seiner Sabe ganz sicher. Nach der Schlackst bei Wörth am 6. August hielt man es aber Noch für geraten, die Meva'llen lieber wieder einzuschmelzen. Einige haben sich jedoch er' al en und befinden sich auch in deutschen Sammlungen. Sie tragen das Bildnis Napoleons 12 und obenstehende Umschrift.
— Allerlei Weisheit. TaS haltbarste Hol, ist • das der Cyvresfe. Die Tore des Petersdomes in Rom sind aus solchem Holze hergettellt und schon 600 Jahre alt, o ne sich im geringsten verändert zu haben. — Das Horn oeS Rhinozeros ist nur ein knochiger Auswuchs der dicken Haut, gehört also nicht zum Skelett. — Die beiden Fühler des Maikäfers besitzen rund 40 t 00 GeruchSgrübchen. In j dem dieser Grübchen befindet sich noch ein kleiner Kegel. — Der unter Beteiligung aller großen Stern» wartm der Welt fast vollendete photographische Himmelsatlas verzeichnet gegen 30 Millionen Gc» turne. — Die g'ößte künstlich ei, unbare Hitze ist die im elektrischen Ofen mit über 3700 Grad. In h-eier Hitze schmilzt sogar der Diamant und kann toi? W fier zum Sieden gebracht werden. — Im Jahre 1889 gab es nur 35443 Posta» stallen auf der ganzen Erde, Anfang 1914 aber säst 800 000
tno.
nur ihr Begehren groß, machen sie abmngig von tut end Dingen, nur nicht von sich selbst, machen Genießer ans i neu, untergraben ihnen die Freude an der sonnigen Naiürlichkeit der Kinderzeit und iö en ihr Empfinden für ein beseligendes, geschloffenes, berieibene? Familienstück! Sehren toir um! De" benteilten Menschen erscheint ohnehin die Zukunft uofier Ich-Menschen: erziehen wir untere Kinder zur Einfachheit und Zufriedenheit, aber nicht durch Worte und Gebote allem, sondern zumeist durch das wesenilichste Moment bei der Erziehungskunst, durch das gute, daS eigene Vorbild!
— Tie Vogelnester gehören zu den wunderbarsten Kunstwerken der Natur, besonders sind die Nester der kleinen Sänger durch ihre Schntzfärbiing, durch die Anpassung an die Umgebung von hohem Reiz. ES ist ungemein schwer, ein Nest zu finden, einesteils weil e» so sehr versteckt angebracht ist, andern- teils weil es durch die verwendeten Stoffe fast ganz und gar mit seiner Umgebung überemitimmt. Be- ianders hübsch ist in dieser Hinsicht das Nest des Buchfinken. Dieser verwendet zu dessen äußeren Brk eiöung nur solche Moose und Flechten, wie sie auf dem betreffenden Baum Vorkommen. Dabei ist der Vogel aber dost) klug genug, diese Niststoffe von anbei en Bäumen zu ne' men, damit der Ripbonm
Literarisches.
Girleifung in die Philosophie. 9?-m F. A Endres ^Philosophische finnhb'bPotliet, Land 1). Preis gehefter 12 Mk., gebd. 16 Mk. Verlagsieuerungszusch'aa einbegriffen. Verlag Joseph Köse! und Friedrich Pustet, Komm.-Ges., Derlagsaksteiluna Kempten.
Ein recht zeitgemäßes, für die Rechtfertigung der christlichen Weltanschauung bedeutsames Werk hat der Verlag Kösel in Kemepten in Angriff genommen: die Schaffung einer philosophischen Handb! blio- th e k. Diese will in einer auch Richtkachmännern verständlichen Sprache sämtliche Lahrgeg.i.istände der Philosophie in Einzelheiten zur Darst- lunq bringen. — Einen guten Anfang des vielversprechenden Unternehmens macht der als Kenner mittelalt-rlichen Denkens geltende Regensburger Profesior Dr. F. 21. Endres mit feiner: Einleitung in die Philosophie. Diese orientiert von hoher Warte aus über das weite Gebiet der vhilosophischen W ssenschaften, über die einzelnen philo- sophischen Disziplinen mit ihren Hauptfragen und Hauptrichtungen des philosophischen Denkens und For-
3m Anschluß an diese Dekannimachung wird mit Rücksicht auf di« vom Reichskommissar festgesetzte Be. gugsmenge bestimmt, dass bis auf Wstteres im Allgemei. neu nur bis zu höchsten, 10 Zentner bezogen und von den Händlern (Ziffer 4 und 5) geliefert wer. den dürfen. Die Händler sind verpflichtet, auf Verlangen auch kleinere Mengen — Einz-l-^tn-'r — abzugeben.
Fulda, den 16. April 1921.
ö.äOi Rn‘ L„ tn .
Krisgerehrenmale.
Don Regienmgs- und Dcmrat Hermann -Fulda.
3m Auftrag« der staatlichen Beratungsstelle für Kree- gerehviMgen hat die „Dateitä-ndische Bauhütte" im Verlag Deutscher Bund Heimaffchutz, Berlin NW. 7, Grundsätze und Ratschläge horwusgegeben, welche jeder beherzigen sollte, der sich mit der Errichtung von Kriegevehren- mal.n befaßt: .Die Schwere der Zeit braucht uns nicht bei diesem Tun zu hindern; sie vermag uns vielmchr eine harte Lehrmeisterin zu fein, insofern sie uns zu an» fpruchsloser und ernster Schlichtheit bei der Gestaltung unserer Denkzeichen zwingt." Ein Denkmal, das in künstlerischer Form unsere Harle Not zum Ausdruck bringt, wird dadurch eine erschütternde Sprache« reden: .Latz! dem Künstler Zeit, ihr schafft für kommende Jahrhunderte und nicht für die Einweihung!" Sätzen dieser Art folgen zahlreiche fei)ermann verftänÄiiche Winke und praktische Ratschläge zur Wahl von Material imd Standort.
Wie sehr es an der Zeit ist, hier zu he'fsn, muß jeder zirgebsn, der jetzt drvrch di« Dörfer, Städte, Kirchen und Friedhöfe geht und sieht, wie die Denkzeichen wie Pilze aus der Erde schießen. Uebernll bilden sich Denkmal- ausfchüsfe, und hn .lokalen Teil" seiner Zeitung oder im „Eingesandt" gibt jeder Berufene und Unberufene ferne Meinung Über die Planung zum besten. Sollten wir nicht an den Jahren nach 1870 gelernt Haden, wie man es nicht machen soll? Die bunte Reihe der Denkimr'e auf den Schlachlfedern Elsaß-Loihringen mit ihrer Dlütenlese nachgeahmier Kunstformen und die Dutzendware der Krie- gerverernsdenkmale aus jener Zeit haben als bleibend-m Eindruck manchem wiMch nur die Erinnerung an die Eimverhimgsfeier mit ihrem Ordenssegen zurückgelassen.
Wenn auch im Anfang unseres Jahrhimderts die Kren st wieder anfing, sich auf sich selbst zu besinnen und eigene Formen zu fiebern, so tastet doch das normale Denkmolausschutzinilgiied noch hilflos in den Anschauungen herum, in denen es auf gewachsen und erzogen war Die Folge davon ist, daß der „Bildhauer" aus dem nächsten Städtchen oder Dorf, zu dem ein Ausschußmilgsieö zufällig Doziehimgon Hst, den Auftrag bekommt, ein Denkmal auszuführen, etwa so wie es vor kurzem im Nachbarort in fo erhebender Weise mit Giiockengeläiite, Festrede und Tanz eingeweiht wurde. Sogar in der Zeitung der Kreisstadt war Über das Dcubma>l und die Emweihimg berichtet worden. Man sollte doch meinen, daß es mit diesem Tun wirklich nicht so eilig ist in dieser Zett, in der die Mark nur einen Groschen gilt, imd noch niemand weiß, was morgen wird. Solange wir, die rotr den Weltkrieg miterlebt haben, noch am Leben sind, und solange die Ketten von Versailles noch drücken, denken wir ohne di eses zurück an die Kriegs fahre und di ejenigen, die nicht zurückgekehrt sind. Noch lange Jahre mag «in Gedsnktag ihnen gewidmet fein und uns unter freiem Himmel oder im Gotteshaus zur Erinnerung an die Gc faklenen zufanunenführen. Jede Woche möge di« Glocke zu bestimmter Abendstunide uns sagen, daß sie für uns gefallen sind. Möge jode Gemeinde, jode Körperschaft und jeder versin schon fetzt Mark auf Mark, Pfennig zu Pfennig sammeln. Gewiss mag man schon jetzt einen
nichts wissen werden, allein merken Sie sich, daß man das Klaoier, je nachdem man fort« oder piano spielt, als Pianoforte oder Fortepiano bezeichn«!. Das .Portefeuille". das Sie besitzen, hat damit nich's zu tun. Wohl aber der Klavierstuhl. Er ist das, was Sie wahrfche'nlick' al» Orgel meinten. Denn wenn man ihn dreht, so pfeif' er. Besonders, wenn er nicht geölt ist. Dasselbe güt vom Triangel. Ich hoffe, daß Sie nun einigermaßen in der Musik Bescheid wissen und rate Ihnen nur noch, den Taktstock, Stimmstock und Klopstock niemals zu verwechseln. Sonst könnte Ihnen dasselbe passieren, wie mit der Kunst, Wisserfchast und Volksbildung, womit ich bie Ehre habe
der Fabrik und aus drm Geschäft weg geheiratet auch sie seien Hausfrauen geworden. Denn jeder ihnen ist dir versäumte gründliche häusliche Borbil- dllmg zeitlebens nach gegangen. Mann und Kinder haben es mehr oder wenig.r zu fühlen bekommen.
Kleines Feuilleton.
— Der St. V. (Verband der Katholischen Ztud.n- ienvereine Deutschlands), der am 1. 2. 21 in 68 Vereinen 3389 Aktive und Inaktive und rund 9000 Aue Herren zählte, nimmt for-gesetzt einen erfreu sichen Aufschwung. Der in der Woche nach Pfingsten tn München stattfindenden Vertreieiveriammlung des Verbandes liegen die Gesuche der durch Teilung der Moenania in Darmstadt entstandenen Starkenburg und der sämtlich im Februar deS Jahres neu» gegründeten CberuScia-Braunichtoeig, Jsaria-Weiheu stePhan-Freising und Lusatia-Dresden um Aufnahme als außerordentliche Vereine vor. Die Gründung toerteier Vereine in Teuischland und in Oesterreich, too bisheran nur Rhenania-Jnnsbcuck dem K. V. «ngehöit, steht bevor
— Wo du nicht bist, Herr Organist —! Ter Kladdercsta ich errichtet folgenden musikalischen Offenen Beiei an H.rrn Haent ch in Beilin:
Ew. Exzellenz haben einen Erlaß an die Or anisten PreutzenS hinaus d.ebcn, worin Sie bezüglich des Stimmens unö Reinigens der Kirchenorgem Anordnung treffen und bestimmen, dag die durch den Gebrauch loie gewordenen Saiten wieder in die i jchttge Spannung gebracht werden. Da Sie sich offenbar in den einzelnen Jnstrument.m nicht ganz zurechtzufinden re. ruhn, möiDte ich Ew Exzellenz mit einer Leinen An. lertung unter die Arme reuen. Bor allem: Die Orgel hat keine Saiten, sondern eine Kurbel, an welcher man dreht, weshalb ne auch Dre or el genannt wird. Dagegen hat die Trompete «alten, uno zwar eine an e- nehme und eine unan «nehme Saite. Auf letztere kann man gespannt fein. Die Violine und der Botz find zum Blasen einperid tet. Nur müssen sie erst geöffnet werden, erstere mit dem Violm.. letzterer mit dem Batz. schussel. Tann ent geben sie einen Lon von sich, welchen man . aaott heißt. Die Posaune ist fein bekleidetes We en, obwohl sie sich auSt’cben läßt, sondern ein Re ts» inftrumemt Sie begegnet Ihnen erst beim jüngsten Gericht: da Sie aber bis dahin wahrscheinlich nicht mehr im Amte sind, brauchen Sie sich nicht um sie zu kümmern. Dagegen sollte die Ziehharmonika (auch im ausgezogenen Zustande) jeder Musikalische kennen. Uebrigens: .Or- chsst-r" oder Orchesirion ist dassetb« Instrument, nur griechisch- Wenn es Ihnen deshalb spanisch vorkommt, halten Se sich lieber an das gute, deutsche: Pauke. Die .Pauke" dürste Ihnen aus den Vorbereitungen zum iuriftifdjen Examen bekannt fein, vorausgesetzt, daß Sie Jurist sind, mas ich aus Ihrem musikalischen Verständnis schließe
L>bt noch verschdeidene Instrumente, von denen Sir
Eifer muß dann ersetzen, was sonst langjährige häusliche Beschäftigung in leichter Weise bietet.
Im ersteren Falle, wo es sich um eine ungelernte ober bloß angelernte Lohnarbeit handelt, muß aus jeden Fall ein oder anderes Jahr diese Arbeit durch Hausdienst unterbrochen werden. Die Tochter muß auch wissen, daß es sich nur um einen Notbehelf handelt, daß aber die Dienstjahre die wichtigern sind, daß es deshalb mit doppeltem Eifer in den häuslichen Dienst treten, die B.lehrung und Erziehung in einem Hauegehilfinnencereine gleichzeitig hingebend sich zunutze machen muß.
Jeder Mensch, auch das Mädchen, muß nun einmal in die Fremde gehen, soll er über den engen Ee»
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Montag, 18. April I92L
pchtclreis der a.gtmen Familie hinaus wachsen, zur Seilstärchigfeit erzogen werden, mit dem Leben fertig zu werden lernen. Auch der junge Baum muß um- aus
— Sind die Junge« oder Mädchen tap tret ? Wenn die Kleinen zum ersten Male zur Schule geben, fo bat man es nicht selten beobackuen können, daß die Jungen mit recht änzstlichen Mienen und mit Augen, denen das Weinen näher war als das Lachen, den Weg zum Heim der Wissenschaft zurück- legten. Die Mädchen sind tbien Altersgenossen in der Courage o't über und suchen die Zagbaf en z trö'ten. Der Mannesmut wächst lang am heran. Da stürzen einem Blondkopf, als ihn die Mutier in die Schulttube geschoben Hai, oie bellen Tränen hervor. Und was der Mutter nicht hat gelingen »voll n, bringt eine Spielkameradin fertig: .Karl, weine doch nich'» ich bin ja auch hier!" Und Karl atme tief auf.
— Die Begehrlichkeit der Kinder. Schaut man mit offenem, sinnendem Auge in die Gegenwaiis- zeit, bann erb! ckt man Ionier begehrliche Men eben Uebeiall em Streben nach vermeintl-chem Glücke, und doch mt Grunde nur ein Unbefriedigt sein nm feiner Lage, ein Verlassen der Gewohnheit, ein Nach- ahmen der Hö ,eisteckenden, der Bessirgestellien. Da- föngt bei den Landkindirn an, die in hie Sta t ^e! en, weil sie da mehr zu verdienen hoffen, mehr Freiheit und mehr Veranü en haben, und reicht b s zur neuen großen Krie stewinnie'-Geselltchaft hinaus, die ein l üchteme«, gediegenes Leben übeihanpi kaum kennt, die alle Tage neue Zei ineuniwen sucht und auch reichlich sind st, die von iwigem Neid und C r- ge z oelenki, den inneren Fr eden iaurn mehr zu schäyin bei mag. Wie lollw ein iglckes L den, eine wiche all emeine U" nfiiedcnhei•, t in derarliaes faliches Beg bren und Wunick en nick t auch auf die Hinter eintonken! „Wir dnb es innerem Stande ichuld g", o sagt nto", „auch un <r Ki dein alle Annei-mlichkeuen des Lebens zu bieten*. So ziehen
So finden die Arbeitertöchter
ihre wirtjchajtltche Ausbildung?
Die Not des Krieges und der Folgezeit hat die phe Bedeutung einer gut wirtschaftenden Hausfrau jns wieder zum Bewußtsein gebracht. Heber Fami- lenvater weiß, daß der Hausjraurnberus eine Kunst- irtigfeit verlangt, affo ein gelernter Beruf ist. Viel- eicht haben seirter fzrau Las ihre EUcrn nicht klar |e.r.fld)t; um jo mehr sollte, er es seinen Töchtern kiar- nachen.
^naturgemäß leidet am sHroersten unter mangel- jafter Züaitigteit der Hausfrau die Familie des Ar- Jeiters und LNMstrllt>.n. Darum sollten geraoe in fies.n Ständen aue Eltern bei öec Berufswahl ihrer khmentlaj^enen Töchter nie übersehen. Laß, von Bus- zaymen abgesehen, diese nach Ablauf von zehn dis im^zchn Lahren ihren Lauernden Lebensberuf als Hausmütter mA Hausfrauen finoen wero.n. Bei der Berufswahl der Knaben redet man von allen Seiten den Ellern zu' Laßt eure Söhne gelernte Arbciter, Handwerker o.er ^n^ft.'Ute werden; mag der unge- tertus Lunge auch sofort etwas v.rdienen, auf die Dauer seines Lebens fintt er zu der schrechtejtbezahlten Arbeiter, oser erngrstelltemlaf^e herab, ^ft es nicht dasfelbe bei euren Loch.ernr Berfündigt ihr e^ch nicht, wenn ihr sie dadurch auf Lebensz.lt zu unge- iertuen Hausi rauen und BcüUern verurteilt, daß ihr sie von der Erlernung der Lunft des Haushaltes und Familienpfiege fernhaltet, bloß deshall», do.r.it sie euch in Len Bahren bis zur Hetrat mehr bar Geld ins Haus bringen? Auf der Fabrik und im G.fchäft lernen sie nichts für ihren tünftige» Lebensberuf, und was sie dort bei ihrer Arbeit lernen, ist in den meisten Fällen seeUmofer Wlechanismus. Zur inneren Befriedigung wird dort die ÜLrbeit kaum einem llllädchen, das in neunundneunzig von hundert Fällen an ganz etwas anderes, an das Heiraten denkt. Statt nun eure Tochter die empfänglichen Äugendjahre als Hausgehilfin in einer Familie und in der Hausarbeit verbringen zu Iahen, wo sie lernend und müschafferrd sich schon im künftigen Lebensberuf« bewegt, wo sie mitten im warmen Familienleben steht, wo sie ihrm ‘ Sinn für das organische, naturwüchsige Faminen- leben pflegen kann, stoßt ihr sie in die kalte wie Oede eines mechanischen Betriebes, bei dem jie doch nicht mit ihrem Sinn und Herzen ist. Es muß schon ein Parker Frcur.nsinn in der Fabrikarbeiterin, in dem (Äeschäftsn ädchen stecken, die Biuller muß schon ein übriges tun, um ihre gewerblich tätige Tochter nebenher in den Freistunden für die liebevolle Beschäftigung mit Hauswirtschaft und Familie zu gewinnen, soll aus der Tochter nicht ein seelenloses, mechanisches Geschöpf wtrden, das jein Herz für die öde, unbesriMgende tagtägriche Beschäftigung entschädigt mit Tand, Fuller und Sensatibnsvergnügen. Dies verwüstet aber die Frauensoele in eurer Tochter noch mehr als die ihm nichtssagende gewerbliche Lohnarbeit. Der Klein- bauer, Handwerker, KleingewerbetreibenLe, der aus eine gute Haushaltsführung, eine Kleintier- und Gartenwirtschaft bedachte Angestellte und Beamte wird sell.n jcirie Tochter, jedenfalls aber nicht bis zur Heirat, in eine Fabrik oder in ein Geschäft fchicken. Er weiß ganz gut, warum er es nicht tut. Ebensogut wie der tleine Hanow-rker und Beamte weiß, warum er bei der Wahl seiner Lebensgefährtin einer Hausgehilfin den Vorzug vor einer Fabrikarbeiterin ober tz^jchüftsgehilfin gibt.
Man wird nun zweierlei einwenden. Einmal, oaß es Fälle gibt, in denen die Familienoerhältnifje den Zuwachs von Bareinkommen aus gewerblicher Arbeit nötig machen. Sodann, daß heute bei ver- minderter Gelegenheit zum Heiraten es zweckmäßig erscheine, die Tochter in einem Geschäft ordnungsgemäß für einen gewerblichen Berus sich ousbllden zu lassen, so daß sie im Falle des Ledigbleibens versorgt sei. Darauf ist folgendes zu sagen:
3m letzteren Falle, wo ein gelernter Beruf ordnungsmäßig, das heißt durch mehrjährige Lehrzeit und durch Besuch der Fortbildungsschule durchlaufen wird, übt schon dies Erlernen eines bestimmten Be- rufes eine erzieherische Wirkung auf das Mädchm aus; es kommt bann nut darauf an, daß es angehalten wird, mit gleichem Intereffe sich auch für die an erster Stelle in Aussicht genommene Heirat beruflich ouszubilderk. Dazu genügt nicht eie ernste Beschästi- gung mit häuslichen Arbeiten im Elternhause während ber arbeitsfreien Zeit; noiwendig fft auch dann ein oder anderes Dienstjahr zur Seite einer tüchtigen Hausfrau in einem fremden Haushalt. Hingebenoer
ans dem Nachsarqevier.
fpd. Hersfcld. In der großen Eisenbahn- beraubungSaffäre toinbcn bis >er 40 P.rfonen als Täter be;to. Hehler feftgeitePt und cnößtenteils verhaftet. Unter den Hehlern befinden sich zahlreiche Einwohner aus Hersfeld und Umgebung, die, obwohl iedit veimöoend, sich an dem Tiebesgul bereicherten, indem sie es für billiges Gels von den Räubern er- waibin und bann weiter veräußerten. Bei zahlreichen Familien hAben Hrusmchungen praße La-er von gehehlten Leder, Schuhen, Wäschestück, n Kleidern und ßebenSmitt l von sehr er eblichem Wene zu Tage aeförbert.
mc. Franklurt a. M. Die Mutter eines 17 jährigen jungen Mannes, der gut ex ogen und seither unbescholten, wegen jchto.rer Hehlerei und Diebstählverhaftet melden ollie, ertränktesichausKum- m er über d-" F bitt ft des So^ nes im Main.
fpd Aschaffenburg. Hier fand die Eröffnung des neuen Ma'inhafens in G-gemrart zahl- rcickier Vertreter der Schiffahrtsinterefsen aller beteiligten Staaten statt. Die Hauptanlage ist dadurch eröffnet worden, daß die der Bayerischen Rheinschiff- fahrtsaruppe (Rh man!a Konzern) angehörige Bayerischen Bavaria-Schiffahrts- imd Spedilions A. ®. Bamberg-Frankfurt a. M. mit einem Kohlenschiff im H^ken anl^gte. Durch die Löschung dieses Kohlerddam- pfers, des ersten 1500 Tomrendampfers, ist der ^.yein-Main-Donau-Kanal tatsächlich eröffnet worden. Man rechnet in Schisfahrtskreisen mit einem jährlichen Umschlag von 2 Millionen Tonnen im Aschaffenburger Hafen, sodaß die Ziffer von Frankfurt mit 1,3 Millionen Tonnen übertroffen werden dürfte.
MM« Des Wimmln.
Die bisher von der Stadt durchgeführte Linzelveriel- lang wird aufgehoben und den ansässigen Kohlenhänd- lern die Verteilung der eingehenden Brennstoffe gemäß der nachstehenden Lerteilungsgrundfätze zugewiefen.
Auf Grund des § 28 ber Bekanntmachung des Reichs, kohlenkommissars vom 30. Dezember 1920 werden für die Unterverteilung der Hausbrandkohlen an die Der- braucher der Stadt Fulda folgende, am 23 April 1918 erlassene Grundsätze nochmals bekannt gegeben.
Grundsätze.
1. Jeder Bezug von Haurbrandkohlen unterliegt be besonderen Genehmigung des städtischen Kohlenamte». Die Ausgabe von Teilscheinen zum Bezüge von Heiz, stoffen bei den Platzhändlern findet im Allgemeinen nicht statt. Für besondere Fälle und Derhältnisse wird solch» vorbehalten.
2. Das städtische Kohlenamt bestimmt im Rahmen der vom Reichskommissar für die Kohlenverteilung er.' folgenden Zuweisung die M s n g e, die jeweils di» Ber. braucher beziehen und besitzen dürfen wobei auf besondere Verhältnisse Rücksicht genommen werden wird.
3. Die Anmeldung der Verbraucher zum R°zuge von Hausbrand hat In der Regel bei den ansässigen Händlern (Platzhändlern) zu erfolgen. Anmeldungen bei mehreren Händlern ist unzulässig.
4. Die Händler sind verpflichtet, vor Verteilung der eingehenden Hausbrandsendungen dem städtischen' Kohlenamt D o r sch l a g s l i st e n einzureichen. Beanstandungen dieser Liften sind zu beachten und gestrichene Verbraucher dürfen nicht beliefert werden. Nach erfolgter Verteilung bezw. Belieferung ist dem städtischen Kobkenamt unter genauer Angabe der ge. lieferten Menge Anzeige zu machen.
8. Den Händlern stehen gleich: Kohlenbezugsvereine. Arbeitgeber, Gewerbe- und Fabrikbetriebe, Behörden usw., die Brennstoffe zur Verteilung an ihre Beamten, Angestellten und Arbeiter beziehen. Auch Einzeldezieher größerer Mengen (Cisenbahnwaoen usw.) unterliegen den vorstehenden Bezugs- und Derteilungsvorschriften,
Fulda, den 23. April 1918.
Dec Magistrats Dr. Ajntoni.
schens. Zur Klärung der philosophischen Degriffswekt wird in kurzen chara terist schen Zügen die gesch'chtl che Entwicklung der philosophischen Lehrsächer nebst der ihnen eigenen Fragestellungen und Forschungsweisen bargetan, was der rein gedanklichen Arbeit Leben und Anschaulichkeit verleiht. Endres' Einleitung kann allen Studierenden, die sich um die Anfangsgründe der Philosophie bemühen, als eine Art »philojophisches Lexi- ton* empfohlen werden. Seine Brauchbarkeit wird durch sorgfältige Namen, und Sachregister und wert» volle Literaturverzcichnisse am Ende eine» jeden Abschnittes erhöht. Rs.
Vie ewige Campt. Aus dem Italienischen übersetzt von Citthe «öd iker. (Eucharistische Junten. Blütenlese frommer Gedanken und Gesprätie zu Fügen Jesu im allerheiligiten Altarssakrament Eiste Bei,labe.i ftreibur, t. Br. 1920, He-der. 3 80 M ; eb. 7.20 M. und Zuschläge.
Wie das Licht vor dem Tabernaiel, daS fortwährend neue Nahrung zieht aus dem Oele, Tag und Nacht brennend unaufhörlich v--r'iindet: .Christus gestern und heute, Christus au i Ewigkeu-, so soll, der ewi ien Lampe gleich, di. <e.e zu heuer Tabernake e wacht und zu immer inniger Lebensgemeinschaft mit dem eucharistischen Heiland entflammt und gestärkt werden. Keine Seele, die jemals einen Hauch verspürt von der Kraft, die vom Heiligtum au8. eht, wird, bei verständi er Benutzung, ohne Gewinn dieser eigen, artigen Betrachtungen und Erwägungen sich bedienen.
Lochknch. 660 erprobte Kochvorschriften au$ knappen Ta en Zusammengestellt von Magda 5E r o 11. 8e (182) M -Gladbach 1921, Volksvereins-Verlag G. m. b. H. 8 50 Mark.
Unfeie Hausfrauen müssen nach wie vor sich ein. schrägten. Die guten Kochrezepte von einst kann man nur selten mehr benutzen. Die Gerichte aus der KriegS. zeit sind nicht nahrhaft und selten schmackhaft. So ist Denn ein neues Kochbuch nötig, da» allen Hausfrauen, die in unserer Zeit Der Teueiung rechnen und sparen müssen, ein Rat ecer ist für Küche und Stellet und Wert le t aus nute, schmackhafte und nahrhafte Gerichte.
gopjlanzt w-erLen. Auch der Meistrrsohtt §:tzt einige Jahre in fremde Werkstätten.
Auf feinen Fall dürfen Eltern imb Töchter darauf berufen, Hunderte und Taufende hätten