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J? 86.

Frettaa, 13. April 1921.

-yuldaer Heilung

Truck der Fuldaer Artieudrncker»' <" ?»ld»

Hus dem Llachvaraevrer.

(:) Hersfeld. An -em Geschäflshaus der Firma Sauer in der Weinstraße wird zurzeit das herrliche Fachwerk freigelegt. Dadurch treten auch die Verzierungen an den Querbalken wieder deutlicher hervor. Jetzt wird eine Erneuerung der ganzen Front des Hauses erfolgen. Wenn die Arbeiten erledigt sein werden, dürfte eine Bereicherung des altertüm- lichen Städtebildes erreicht sein. Die Anregung zu ' der Freilegung des Fachwerks ging von der hiesigen Museumskommission aus und der Besitzer des Hauses brachte, überzeugt von dem Wert der Erhaltung alter Bauten und Denkmäler, dem Verlangen Verständnis entgegen, was man in'unserer auf platten Nützlich- keitserwägunoen eingestellten Zeit wirklich hoch an­erkennen muß!

△ roiitfu t a. M. Ter „Tvranff. Ztr." schreibt d"r Direktor einer boberen Schul-: Am Tar? der Reifeprüfung war ich mt dem Oidnen ter Pro, funqsakten be cbäftigt; da trat einer der eben für reif erklärten Jünglinge herein, ein kräftiger, doch- gewachsener Mensch. „Ick komme, um nach zu verab­schieden," sagre er „ich fahre morgen nach dem Ruhr geb, er ad, wo ich am 1. März alsArbeiter in einer Koh len trübe emgeitellt b n." Und dann rechnete er mir vor, daß er bei 2'/,mongt. licher Arveil bis 15. Mai soviel verdient habe, daß er damit die Konen des ersten Studien emestets an der Universität bestreuen kann. Danach will er während der Sommerferien wieder tn der Grube arbeiten, um die Kosten des WiNiersemesters aufzu- bringen und o fort. — Dieser junue Mensch packt das Leben am richtigen Teil an. Solche Leute fön» nen jetzt Deutschland wieder auf die Beine helfen. Zumal sie bei bet Grubenarbeit vielleicht auch soziales Empfinden erroetben das un erer aka-emi scheu Welt, den Alten und Jungen, immer noch bitter nottut.

Vermißtes.

* Tin Homel kommt. Das Grremvich-L [eroa« torium teilt mit, daß am 10. April der Komet Pons- Wittwecke in Amerika wieder entdeckt worden ist. Gleichzeitig wird zur Beruhigung ängstlicher Gemüter versichert, daß keine Gefahr eines Zusammenstoßes mit der Erde besteht, da der Komet die Erdbahn meh­rere Tage vor der Erde passieren wird. An dem Tage des vermeintlichen Weltuntergangs, etwa Mitte Mai, wird jedenfalls ein Regen von Sternschnuppen beobachtet werden können. Der Komet ist ein unbe- schriebenes nur mit Fernrohren zu beobachtendes Ob- jekt, er ist seit 1819 bekannt und kommt alle fünf oder acht Jahre wieder in die Nähe der Sonne.

* Zu welcher Höhe die Diebstähle in manchen Großbetrieben an wachsen können, bewies eine Ge­richtsverhandlung in Schweidnitz, wo zwei Angestellte der Textilfirma Dierig wegen Diebstahls unter An­klage standen. Sie hatten das Unternehmen in der letzten Zett so ganz allmählich um rund eine Million Mark Waren beraubt.

* Urteile der Sondergerichle. Das außerordent- liche Gericht in Halle verurteilte neun Mitglieder der kommunistischen Partei, bei denen größere Mengen Sprengstoff gefunden wurden, mit denen sie Polizei­gebäude in die Luft sprengen wollten, zu Zuchthaus­strafen von einem bis sieben Jahren.

* Neue Sprengftoffunbe bei der Säaberungsatlion. Die örtlichen Säuberungsahionen in Mitteldeutschland werden überall planmäßig fortgdetjt. In Mansdorf bei Bal­lenstedt wurden sieben Mann, die Dynamit angekauft und verkauft hatten, festgenommen. Es wurden gefunden: 1 Zentner Dynamit, 20 Meter Zündschnur, Sprengstoff, Sprengpatronen, sowie Heeresgut, Kochgeschirre, Brot­beutel, Feldflaschen ui tu. Auch die Unternehmungen nach Lauchstedt, Godluba und Vesta waren erfolgreich. Bei der erstgenannten wurden 20 Personen festgenommen, die verdächtigt sind, an dem geplanten Anschlag auf das Bür­germeisteramt beteiligt gewesen $u sein. In Godluba und Vesta erfolgte die Festnahme von 27 Personen.

* Der Film in der Kirche. Eine Kirchen-WchtW». Gesellschaft ist kürzlich in Berlin unter Mitwirkung füh­render Persönlichkeit en des evangelisch-kirchlichen Lebens

Unpolitische Zeitläufe.

Von Fritz Nrenckemper.

Berlin, 12. April 1921.

An der Bahre der verblichenen Kaiserin möchte ich vor allem vom Ehe stände reden.

Ihre 40jährige Ehe mit dem Sok>ne und Nach­folger des Kaisers Friedrich war glüalich und g:seg- net. Das ist ein hohes Lob für beide Gallen, ganz besonders aber für die Frau, die in der Regel das meiste und das entscheidende beiträgt für das Fami- lienglück. Das gilt für die Paläste wie für die Hütte. Sie muß den häuslichen Herd warm halten. In der Hütte muß sie mit eigener Hand auch das mate­rielle Herdfeuer in Gang halten. In den Palästen hat die Frau ihre Dienerschaft in Küche mrd Kam­mer; aber das moralische Herdfeuer, die Glut der Liebe und der häuslichen Gemütlichkeit hängt doch von ihrem Wesen und Walten ab. Sie ist der be­seligende Engel im Hause, wenn sie ganz auf geht in ihrem Pflichtenkreis als zärtliche Lebensgefährtin und sorgsame Mutter. Wenn sie für sich kein anderes Glück kennt und sucht, als das Glück ihres Mannes und ihrer Kinder! Wenn sie . jene Liebe hat, von der Paulus so wunderschön schreibt, daß sie nicht bloß geduldig und opferwillig macht, sondern auch klug und erfinderisch im Wohltun! Die Verstorbene war eine musterhafte Ehefrau und Mutter — in den Jay- ren des höchsten Glückes und den Zeiten des tiefsten Elends.

Die Ehen von Kronerben sind gewöhnlich 33 er» n u n i t h e i r a t e n, d. h.: die persönliche Neigung von ihm und ihr kann in der Regel nicht das ent­scheidende Wort sprechen, sondern es kommen inner- und außenpolitffche Rücksichten in Betracht, die regie­renden Eltern c-er Eroßeit:rn und die oerantwor,- lichen Staatsmänner hoben ihre Hände im Spiele Gegen die VerminftheirÄen bestehl viel Mißtrauen und Vorurteil. Sie kommen übrigens nicht allein in den höchsten Schichten vor, sondern auch in wüten Volkskreisen, wo auf die Gleichmäßigkeit von Besitz und Stand Wert gelegt wird. Man braucht nicht immer an die Auswüchse zu denken, wie z. B. die Verkuppelung eines verarmten Aristokraten mit eimr reichen Jüdin oder eines nach^eborenen Bauernsohnes mit einer widerwärtigen Erbtochter. In solchen Fäl­len ist der Heiratezwang häßlich, und man kann sih nicht wundern, wenn die fon. V rnunftehe zum Unheil aussällt, weit sie in Wirklichkeit unvernünftig war. Auf der anderen Seite gibt es aber manche Fälle, wo umer Anleitung von Eltern oder soi stigen Vertrauens, persomn ein Cbebunb zustande kommt, der sich glänzend bewährtz wenn auch zu seiner Einleituna

gegründet worden, di« den Film in Deutschland, ebenso wie es bisher schon im Auslände geschah, in den Dienst der religiösen Erziehung stellen will. Der erste Film der Gesellschaft soll voraussichtlich im September dieses Jahres erscheinen. Wie der „Tag” erfährt, sollen zu­nächst Vorführungen eines Martin Luther-Films in Kir­chen stattfinden, die mit mufikalifchen und gesanglichen Darbietungen umrahmt werden.

* Der Kreis Kreuznach versteigert feine Wein­berge. Der Kreis Kreuznach braucht Geld und gibt zu diesem Zwecke seinen gesamten Weinboubetricb auf. Auch dir Weinberge kommen sämtlich unter den Hammer, und zwar sofort, noch ehe die Preise für Weinbaugelände sinken. Nur der Kreis-Rebenschnit- tergarfen Sponheim und ein Versuchsweinberg wer­den weiter beibehallen. Sie sollen einem Weinbau­sachmann zur Verfügung gestellt werden, den der Kreis demnächst als Berater für die weinbautreibende Be­völkerung anstellen wird.

* Verschleppung eines Flensburger Polizisten. Der Flensburger Schutzpolizist Robert Herwg hatte sich auf Urlaub nach Herr bürg begeben. Auf dm Fahrt nach dort lernte er einen Herrn kennen, der sich Fran­kenberg nannte. Dieser Unbekamcke hat Herzog mit in feine Hamburger Wohnung genommen, wo Herwg plötzlich von vier unb konnten Leuten überfallen wurde, die ihn durch Messerstiche schwer verletzten. Später hat man ihn in einen Raum geschleppt und dort ein- grspertt. Diese Tatsachen hat Herzog seiner Braut in einem Brief ange-eigt, den rr in seinem Kerker schrieb und durch die Dachluke auf die Straße warf, wo ihn Passanten fanden und weiterbeförderien. Die Ham­burger Snminalpoli’ei ist eifrig bemüht, das unfrei­willige Gefängnis des Verschwundenen ausfindig zu machen.

• Der Luftverkehr München—Konstanz wurde durch den Bayerischen Lust-Llovd offiziell eröffnet. Dieser Flug- d enst soll sehr bald von Konstanz nach Genf und spätrhin über Marseille nach Madrid weitergeführt werden. Don München aus ist auch eine Durchführung des Luft­verkehrs nach Wien und nach Prag sowie nach 33Sar- schau g'plant.

* 8 Kronen (!) für eine Skrvßenbtchnsrchrl. Der Stadt Wien steht eine abermalige Erhöhung des Straßmbahnfahrpreises bevor. Die Ang stellten der Straßenbahn habm Lohnforderungen gestellt, deren Erfüllung viele Millionen Kronen erfordern würde. Der künftige Fahrpreis dürste sich zwischen 7 und 8 Kronen bewegen.

Auszug aus den Registern des Standesamts Fulda

Sterbefälle vom 18 März bis 8. April 1921.

18 März Steuer-Supern umerar Rnrl Hermann .lohn IN der Au, 21 I. 5 M. 23 T 19. Witwer Peter Joseph Bott, T8 3- 1 M. 15 T 19. Ehe!rau Elisabeth Ignatia Ellin er, 68 I 1 «i. 18 T. 19. Justine Faust, 56 I. 8 l'i. 25 T 20. Schlosser Neinho.0 Christian Gutmann, 27 I. 2 M. 26 T. tO. Einst Haatzrnann aus Ztehcrs, 16 T. 21. Metze,ermeister Ma er Namm, 69 I. 6 I. 27 T. 21. Witwe Karottne Morsch aus Hilders, 54 I. 6 M. 11 T. 22. Witwer Privatier ribraham Frone, 86 I. 8 M. 21 T. 24. Post ehiife Wendelin Heinrich Sebastian Dautzenroth, 24 I. 2 M. 24 T. 25. Lehrers-Witwe Anna Weber, 81 I. 8 M. 23 T. 26. Spen lergeselle Peter Jestäot aus Dammers­bach, 22 I. 10 M. 14 T 26. Hermann F anz ,-oseph Müller aus Kämmerzell, 1 M. 8 T. 26. Pfarrer Wilhelm Maanus Weber, 71 I. 18 T. 27 Möbettrans» porleur Joseph Binsack, <0 I. 1 M. 13 T 30 Lana, wiitschafts.whrlfe Magnus Durnieder aus Sieinhaus, 16 I. 5 M. 27 T. 31. Arbeiterin Maria Hahn, 20 I. 5 M 16 £. 31. Barmherzige Schwester Monika Henkel, 51 I. 4 M. 7 T. 1. Apctt. Dienstmädchen Johanna Rühm, 17 I. 2 M. 12 T. 2. Witwe ZkaroUne Kruu, 76 I. 7 M. 7 £. 2. Maurer Wigbert Sorr aus Rückers, 35 I. 7 M. 20 T. 2. Maurer Fridolin Grüsch aus Kohlberg, 29 I. 8 M. 14 T. 3. Ehefrau Katharina Aha, 59 I. 1 M. 18 T. 4 Mart.n 21 Dier, 10 M. 26 T 5. Maurer Beueditt Ferdmano Kals ane, 33 I 6 ibi 17 T. 7. Webers-Witwe Flora Müller, 84 I. 1 M. 17 T.

(voitesüteililor) nu ug.

fctatholtfdier ü$otted»tcnft.

SamStag, 16. April. Frauenberg. Gedächtnisfeier d. hl. Balers Franziskus. BoUk. Avtatz t. alle Äitgl

feine leidenschaftlichen Liebeslieder gesungen worden sind.

Bei der Brautwahl für den Prinzen Wilhelm hat der damals allmächtige Fürst Bismarck klug und er­folgreich gehandelt. Er hatte den Nebengedanken, dem entthronten Herzogshause von Schleswig-Holstein ernt Genugtuung zu geben durch die enge Verbindung m>' dem kaif.rlichen und königlichen Hause. Die Haupt­sache aber war für ihn. er wällte als künftige Kaisern, nicht eine ausländische Prinzessin erwählt wis­sen, da er mit der angestammten englischen Senta-.: der damaligen Kmiprinzeffin Likloria schon manchen Aerger gehabt hatte. Er haßte überhaupt die Ein­mischung der fürstlichen Ehefrauen in die Politik und suchte deshalb nach einer Prinzessin von unpolilischem Charakter. Zugleich legte er großen Wert aus die Gesundheit, was er als „Auffrischung des Blutes" bezeichnete. Alles das fand 'sich bei der Prinzessin von Schleswig-Holstein, die in Primkenau (Schlesien) als Landfräulein in behaglicher Einfachheit aufgeblüht war. Prinz Wilhelm folgte dem Fingerzeige, und er hat es wahrlich nicht zu bereuen gehabt. Er hat später als Herrscher seine Frau als die Perle und den Glücksstern seines Lebens mrd feines Hauses öffentlich gepriesen und hat ihr auch im Familien-' leben stets die rollst« Liebe, Ehre und Treue erwiesen, sodaß an höchster Stelle in Deutschland das Muster einer blühenden und gemütlichen, gottesfürchtigen um) echt deutschen Familie rühmlich vor aller Welt er­glänzte.

Es war eine Vernunftheirat und ein Liebesbund zugleich. Etwas Aehnliches muß überall erstrebt wer­den, wo sich Ratgeber und Heiser um einen Heirats- chluß bemühen.

Wirtschaftliche und soziale G.sichtspurrkte darf man in Betracht ziehen; aber man darf in kein, m Fall die Hauptsache vergeßen: „Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich das Herz zum Herzen findet." Der Ehebund bedingt das innigste Zusammenleben für die ganze Zeit des Erdenwallens, für die trüben Tage und Jahre, wie für die hellen. Die Charaktere der beiden jungen Leute, die für die ganze Lebenszeit aii-einandergefchmiidet werden sollen, müßen zuein­ander passen. Die Charaktere wurzeln in der Welt­anschauung, und die letztere wird wiederum von der religiösen Ueberzeugung ur*> Stimmung getragen. Darum kann man es einem protestantischen Fürsten­haus? nicht verargen, wenn es bei der Brautschau sich nach Prinzessinnen tes gleichen Bekenntnisses Umsicht. Es müssen natürlich die katholischen Familien das gleiche tun, und sie haben egentlich noch mehr Set. anlasfung und streng re G.wi encpflicht in dieser Hinsicht. So kommen wir auch bei dieser Betrach- tunc zu der ernsten Warnung vor gemischten Ehen. ,

d. drei Orden d. hl. Vaters Franziskus, die an diesem Ta e ihre Profefz erneuern. In d 5 U -M., sowie n d. 8 U.-M. Gcneralkom. d. Terziaren m. Prosetzerncuerung.

JSraelltifcher Gottesdienst.

Samstag, 16. April. VorabendaotteSdienst 6,30, morgens 8, nachm. Beitrag 4,30, Sabbathausaang 8,10 tthr —Wachengottesdienst: Mov .ens 6,30, nach­mittags 6,30, abends 8,10 Ubr

Amtliek e Anzeiaen.

Um einer immer größer werdenden Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche entgegen$ufreten, weise ich die Ortspolizeibehörden des Kreises auf die Vorschriften des § 154 der viesifeuchenvolizeilichen Anordnung vom 1. Mai 1912 — R. G Bl. S. 3/12 — zur genauen Be­achtung hin Die sofortige Zuziehung des beamteten Tierarztes (Kre stierarzO ift wenn irgend möglich, tele- graphisch oder telephonisch in jedem Fall von Maul- und Klauenseuche zu bewirken und folgende vorläufige Maß­nahmen zu treffen:

a) Da» Klauenvieh des verdächtigen Gehöfts ist in feinen Ställen ober sonstigen Standorten abzusondcrn (§ 19, Abs. 1, 4 des Gesetzes). Der Zutritt zu den Ställen lStandorten) ist, abgesehen von Notfällen, nur dem Besitzer der Tiere oder der Standorte) dessen Ver­treter, den mit der Beaufsichtigung, Wartung und Pflege der Tiere betrauten Personen und Tierärz-en gestattet.

b) Dos verdächtige Gehöft ist in der Weffe abzufper- ren, daß. abgesehen van Notfällen, weder Tiere einge­stellt noch von Klauenvieh stammende Erz°uqn!sie und Rohstoffe noch Stallgerätschaften, Dünger Jauche ober Futter- und Streiworräte weggebrocht werben dürfen. M ich darf nur nach vorheriger Abkochung ober anderer ausreichender Erhitzung (§ 28 Abs. 3) weggegeben wer­ben. Für die Abgabe von Mstch an Sammelmaike- rsten, 'n denen eine wirksame Erhitzung der gefnm en M sch gewährleistet ist, können Ausnahmen z.-gelassen werben.

Dos Wegbringen von Klauenvieh aus der Or schäft ist zu verbieten. Das Durch treiben von solchem Vieh sowie bas Fahren mit angespannten fremden Wi der- täuem durch die Ortschaft kann verboten werben,

Fulda, den 11. April 1921.

Der Landrat. 3 93. Polster.

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Das ist keine konfessionelle Engherzigkeit oder gar Feindseligkeit, sondern nur der herzliche Wunsa): Schiedlich — friedlich! Statt einer Mischehe von sehr zweifelhaften Aussichten möchte ich lieber zwei ungemischte Ehebündnisje sehen, indem jeder Teil sich einen pafenden Galten aus seinem eigenen Bekennt­nisse sucht, mit dem er in voller, rückhaltloser Har­monie leben ka n, auch b"' Se »n, beim Kirchgang und vor allem bei der l£io«y' q der Sine er.

Neben d> r gesttig-sitllichen d'ntrachl muß die Ge­sundheit vernünftig bogchiel werden „Wa^tzfet unb mehret euch!" Was hilft es der deuijchen Nalion und der gesamten Christenwelt, wenn die Cyeleute nur schwächliche und sieche Kinder in die W it setzen können, oder wenn sie nach glücklicher Geburt nicht mchr die ausreichenden Kräfte haben, um den Nach­wuchs gehörig zu ernähren und zu erziehen?

Während des Krieges Hot man oft gesagt, daß es auf die Ausdauer der Nerven ankomme. In die- fen schlimmen Jahren des sogenannten Friedens werden die Nerven noch ebensosehr in Anspruch ge­nommen. Auch im Privatleben, auch in der Tätig­keit der Hausväter und Hausmütter. Daher sollte man bei der Heiratswahl be anders achten aus den Zustand der Nerven. Nervö« Leute können höchst interessant sein für eine gewisse Weile, aber für eine ganze Lebensgemeinschaft mit all ihren Lasten und Prüfungen sind gesunde Nerven erforderlich.

Dem enchronten Kaiserpaar waren sie beschicken Das hat sich b.sonders deutlich gezeigt in den letzten Jahren des furchtbaren Unglücks. Kaiser Wilhelm II. hat im Elend seine würdige Haltung bewahrt, obschon der Verzicht auf alle Macht und Weltgeltung und jo- gar die Beschränkung der persönlichen Frecheit seinem lebhaften Charakter außerordentlich schwer fallen mußte. Die jetzt verstorbene Lebensgefährtin hat treu und tapfer bei ihrem gestürzten und gequälten Gatten au-geharrt als liebevolle Pflegerin und Trösterin, bis das Ucbermaß von Kummer'und Sorge ihre Herz- muskttn allmählich zermürbt hatte.

Tragisch nennt man ein solches Schicksal. Der alte Welt weise Aristoteles sagt, das Trauerspiel er- wecke Furcht und Mitleid.

An Mitgefühl mit dem trauernden Fürstenhaus- fehlt es nicht in allen Schichten des Volkes. Was die Furcht angeht, so haben wir es vielfach schon gespürt und müssen weiter darauf gefaßt sein, daß auch uns allen schwere Prüfungen und Heimsuchungen beschieden sind. Werden wir sie auch treu und tapfer bestchen? Darauf müssen wir uns s.lber rüsten und vor allem auch die Heranwachsende Jugend dazu fähig machen

Ein Rettungsanker von unschätzbarem Werte ist die echte deutsche und christliche Familie.

SUHL

Zu unserem am Sonntag, den 17. April d. J. h» Partbotel stattfindenben

Tanz-MMen

laben wir alle Freunde und Gönner des Vereins höflichst ein. — Aniang 4 Uhr.

Der Festausschuß.

Musikserein.Harmonie' vachram veranstaltet am Sonntag, den 17. April, in der Gastwirtschaft „Zur firnen Aussicht" Bachrain ein

Tanzvergnügen

wozu böflichll einlabet

Anfang 4 Uhr. Der Vorstand.

CSSSSaESDEEZSaS 33 0 30® BO

MWMMH „WttlM" HOM

oetanftallei Sonnig > d n 17. April 1921, ein

össnilllihtS Talljmglliigkll.

Anlang 3 Uhr.

Es labet höflichst ein Der Vorstand.

------------------ —

Sportoe.ein §. C Lngelhelmr e.v.

Wir verunstalten am Sonntag, den 17. April, tn dek Gastwirtzchast Vogel. Lngelhelmr ein Tanzvergnügen.

Daselbst ab 2 Uhr

großer Preisskat.

Es labet ergebenft ein

Aniang 5 Uhr. Der Vorstand.

SGDDGSDTGDDDTDTSG

M Sa!Mlils, s°sti

Sonntag, 6en 17. April, ab 2 Uhr

MMichkS Tlinfsiergnügrn.

Es labet ergebenft ein 1330

Der Besitzer.

'-iaVsahrerV.rein Dirlos.

Treffpunkt: Sonntag, den 17. d. Al. im Gasthaus zum Kircher in Dipperz. Doctjeibft

Tanzkränzchen,

wozu wir Tportsreunde höfl einiaben.

5 »*• Der Vorstand.

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Turnverein Pilgerzell

verbunden mit Preiskegeln u. Tanz

hält am Sonntag, de.» 17. April, fein

ab. Es labet höflichst em

Der Vorstand«

Tanz beginnt um 5 Ahr.

MUaWWM

Verein Walblust.

Sonnfai, den 17. April ds Zs, findet in tzora» (Sejiaurant 3onifatiu5brunnen)

orofeeS WhlingAt

verbunden mit Konzert uns Tanz

statt. Der Vorstand.

Anfang 4 Ubr. ff. Musik.

ganz ober geteilt offeriert

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