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Ein llnglücksfchuh auf der Bühne kostete Diens- tag abend im Berliner Wintergarten einem Manne das Leben. Als die dort gastierende Kunstschützin ihre einzelnen Kunstschüfse ausführte, irrte eine Kugel ab und traf den hinter einer Kulisse stehenden Feuerwehr- mann Frost in das Herz, so daß er tot zusammenbrach. Das im Theater weilende Publikum merkte von dem Vorfall nichts. Die Leiche des Wehrmannes wurde behördlich beschlagnahmt, und eine Untersuchung der Angelegenheit eingeleitet.

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= Rasdorf (Kr. Hünfeld). Unser uralter Friedhof, der inst seinen merkwürdigen Befestigungsanlagen m die Frühzest der deutschen Geschichte zurückre-.cht, dürfte m der langen Zeit seines Bestandes selten em so zahlreiches Leichengefolge gesehen haben wie am vergangenen ureitag, als dort unser langjähriger verehrter Seelenhtrt, Herr Pfar» ter Franz Herzig, Verwalter des Dekanats Eiterfeld zur letzten Ruhe bestattet wurde. Nicht weniger als 45 Geistliche gaben dem Verstorben«, das Geleile, darunter zwei Mitglieder des Fuldaer Domkapitels, zw« Profef. soren des dortigen Priesterseminars und fünf Dechanten, ferner der hoch«. P- Provinzial der Franziskaner zu Fulda und eine Vertretung des Oblatenklosters zu Hünfeld Die Beerdigung wie das vorausgegangene Seelenamt hielt Herr Dechant Medler aus Geisa unter Assistenz zweier frühe'« Kapläne des Entschlafenen. Auch dle Lehrer und Lehrerinnen des Bezirks, in dem Pfarrer Herzig 22 Jahre fang mit großer Sachkenntnis und Hingabe das Amt eines Kreisschulinspektors versah, waren vollzählig erschienen «äxtjiu noch mehrere Lehrer benachbarter Ge­biete Die ergreifenden Meß. und Grabgesänge, die em aus Lehrern gebildeter Mannerchor in der Kirche, aus dem Wege zum Friedhöfe und auf diesem selbst in ver- ständnisvoller Weise ausführte, verstärkten wesentlich den Umdruck der Trauerfei«. Don den eigenen Pfarrkindern hcs Verstorbenen wollte niemand, der es irgendwie ein» richten konnte, bei dieser Leichenfeier schien. Auch von auswärts, zum Teil aus weiter Ferne, waren ehemalige Angehörige der Pfarrei an diesem Tage in stattlicher >, Anzahl wieder hierhergeeilt. Die besondere Teilnahme ist in diesem Falle wohl verständlich. Galt es doch, einem Seelsorger die letzte Ehre zu erweisen, der seit 48 Jah­ren, also seit fast einem halben Jahrhundert, ständig in eben dieser Pfarrei gewirkt, der weitaus die meisten jetzt lebenden Pfarrangehörigen getauft und ste schon in der Schule h» der katholischen Religion unterwiesen, der schon feit den Tagen des beginnenden Kulturkampfes Freud und Leid mit ihnen allen geteilt hat, der stch allen, ins- besondere den Armen, jederzeit als einen wohlwollenden Helfer und Berater erwies, der zwar in erster Lin!« und mit größtem Eifer für das Seelenheil der ihm Anbefohle- rten besorgt war, aber auch um die Hebung des materiell«, Wohlstandes der Bevölkerung in unserer Pfarrei und weit über den Umfang derselben hinaus, sich hervorragende Verdienste erworben hat. Wie Herr Dechant Medler am offenen Grabe mitieita, mußte, hatte der Derstorb«ie eigens gewünscht, daß bei seiner Beerdigung jede Art von Leichenrede unterbleiben und die Pfarrangehörigen nur um ihre fromme Fürbitte für ihn gebeten werd«, möchten. Seine dankbaren Pfarrkinder werden es gewiß hieran nicht fehlen lassen. Das Andenken an Pfarrer Her­zig wird aber sicher auch im ganzen Kreise Hünfeld noch lange lebendig bleiben.

fpd Aronksurk. An der hiesigen Universität soll, wie wir hören, ein Lehrstuhl für katholische Ethik errichtet werden. In den Großen Rat der Universität wurde, wie dieGemeinde" meldet, der Iesuitenpater Drowe von der Stadtverordnetenversammlung abge­ordnet.

fpd Frankfurt a. 211. Me 25jährige Kontorist in Herta Knackmuß ist nach Unterschlagung von 20 000 Mark flüchtig gegangen. Die Ermitt­lungen ergaben, daß sie mit der angeblichen Ehefrau des Kaufmanns Ernst Gronefeld, Klara geb. Andersen personengleich ist. Welches der richtige Name ist, konnte noch nicht einwandfrei festgestelU werden, da Eronefeld und dessen angebliche Frau ebenfalls seit dem Tage, da die Knackmuß verschwand, flüchtig sind.

fpd Frankfurt. Unter großer Beteiligung fand die Beisetzung des früheren Dom -und-.Ltsdtpf'rrrsrs Lud- wig A b t auf dem Hauptsried Hofe statt, an dem außer dem Bischof und dem Domkapitular von Limburg, vielen Geistlichen, zahlreichen Abordnungen kirchlicher Vereine auch die Bertreter verschiedener weltlicher Be­hörden teilnahmett. Unter dem Trauergeläut der Domglocken bewegte sich nach der Totenfeier der Lei­chenzug durch die von einer großen Menge erfüllten Straßen nach dem Hauptfriedhof, wo die Beisetzung erfolgte.

mc Frankfurt a. 2N. In der Kleiststraße wurde der achtjährige Sohn eines Lehrers von der Straßen­bahn über fahren und sofort getötet. Als die Mutter des Jungen die Nachricht vom Tode des ein­zigen Kindes erhielt, bekam sie einen Herzschlag, der ebenfalls den sofortigen Tod zur Folge hatte.

me Frankfurt o. 2R. Die Vorbereitung zu den Be­tri eb s r ät ew a h len wird von sozialistischer Seite in einzelnen Betrieben benutzt, um in gemeinster Weise gegen anders organisierte Arbeiter vorzugehen. Man droht diesen Boykott an, wenn sie nicht sozialistisch wählen würden, in verschißenen Fabriken wollte man sogar zwangsweise die Einschreibung der nicht sozia­listisch organisierten Arbeiter in die freien Gewerk­schaften veranlaßen. Bisher sind diese Terrorstückchen dank der starkmütigen Haltung der Nichtsozialisten Arbeiter und Angestellten aber elend mißglückt. Dir Betriebsrätewahlen werden übrigens, wenn nicht alle Anzeichen trügen, eine starke Minderung der sozialisti­schen Stimmen zu Tage fördern.

fpd Aus dem Spessart. Im sonst so quellen- und wasserreichen Spessart wird der Wassermangel immer drückender. Die Quellen beginnen zu versiegen.

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Gottesdienstordnung.

Katholischer Gottesdienst.

Karfreitag, 25. März.

Dom. Kollekte für das hl. Land. 6 llhr Aus­setzung des Allery. im hl. Grab 8 Uhr Beginn der hl. Zeremonien, 4 Uhr nachm. Malaiin, danach Andacht i d. Marrenkapelle (5. FastenandachP. Stadtpfarr- «iech». (Kollekte für baä hl. Land.) 6 Uhr Aussetzung im hl. Grab, 71 s Uhr htur l Feier, 2 Uhr Kreuzwe >, 6 Uhr Schtußandacht. Pfarrkirche cum hl. Gelt 7 Gottesdienst, 5 Schluß A. Lever ki rche/.8 Aus­setzung, 6 Schlußandacht. Sroeciibcrg Morgens 5 öffentliche Betstunde, >/,7 Uhr Beginn des liturgischen Gottesdienstes, 8 Uhr Kreuzwegand. mit Predigt (bei günstiger Witterung auf dem Kalvarienbecre); gegen 10 ILit Proz. in die Stadt zum Besuche der hl. Gräber. Nachm. 2 Uhr Kreuzwegand., */s5 Uhr Trauermetten, 7 Uhr öffentliche Betstunde.

Karsamstag, 26. März.

Tom. 6 Uhr AuSf. des Allerheiligsten. Die hl Kommunionen beginnen um 7 Uhr. Gegen 81/» Uhr feierl Hochamt, danach AuserstehungSfeier am hl. Grab und Uebertragung des Allerhigst. Beichtgel. nachm. 2 Uhr nur für Schulkinder; von 4 Uhr ab für alle Gläubigen brS abends */»8 Uhr. Stadtpfarrkirche. 6 Uhr AuSs im hl. Grab, 7 Uyr liturg. Feier, 8'/« Amt. Pfarrkirche zum HI. Geist. Vs7 hl. Weihen,AS Amt, 4 Beichte. Fraaeaderg. 61« Uhr Beginn des liturg. Gottesdienstes, gegen 8 Uhr feierliches Amt mit Oster- vesper. Abends 5 feiert. Komplet und Auferstehungsfeier.

Evangelischer Gottesdienst.

Karfreitag,25. März. Fulda. Porm. 9'/s Pfarrer Weber, nachm. 2Sup. Ruhl. Bad Salzschlirf. Vorm /, Sup. Ruhl. Siebenteln. Vormitt. 9 Pfarrer Reich.

Israelitischer Gottesdienst.

Samstag, 26. März. Vorabendgottesdienst r, morgens 8, nachmitt. 4,30, Sabbathausgang 7,30 Uhr Wochengottesdtenst: Mor ens 6,30, nachm. 6, abends 7,35 llbr

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Kleines Feuilleton.

Die Hölle aus Erden bedeutet der Eintritt in die Fremdenlegion. Deutsche Jugend! Kriegsteil­nehmer! Erwerbslose! Hütet euch vor der Anwer­bung! Man verspricht Euch paradiesisches Leben aber die Hölle wartet! Der Friedensoertrag gesteht Frankreich das Recht zu, für feine Fremdenlegion zu werben. Mst allen Mitteln nutzt Frankreich dieses Recht aus. Lastet Euch nicht anlockenl Bedenkt, daß Ihr sonst in eine Sklaverei geht, aus der Euch nur der Tod wieder freimacht! Jeder Nachtzug Saarbrücken- Paris führt 20 bis *5 angeworbene Deutsche in die Fremdenlegion. Und wie viele andere Wege gibt es noch, auf denen täglich Deutsche verschachert werden! Ueberall sitz«! die französischen Werber, sie überhäufen Euch mit Geld und Geschenken, bis Ihr über die Grenze seid und dann geht die große Not an. Deutsche, rettet Deutsche! Warnt vor der Fremdenlegion und eirtzieht den Werbern den Boden! Wer Euch als Werber bekannt wird, den laßt festnehmen!

Verluste beim unzweckmäßigen Margarinever- Wenn die Hausfrau zum Braten von Zwie­beln, Fleisch usw. Margarine verwendet, so macht sie immer wieder die Erfahrung, daß diese stark spritzt und zur Hälfte in der Pfanne verdampft. Das bedeu­tet aber einen Verlust bis zu 40 Prozent für sie, dem sie sehr gut vorbeugen kann. Soll mit Margarine Mehl­schwitze bereitet werden, so muß zunächst das Mehl und dann erst diese in den Ti.'gel getan und beides zu­sammen erhitzt werden. Tas Mehl sängt t-~- dir sonst verdampfenden und verspritzenden v - Bestandteile der Margarine m-f. Soll trotz . t der Margarine gebraten werden, so sollte man dies- mit kaltem Wasser bedeut zu' ! Kochen aufs Feuer stellen, affe sie bis znm Km-en kom'nen, dann im Topfe er­kalten, hebe am anderen Tage uie di-*e Fettschicht ab uno verbrauche das zurückoleidenve Waller zum Ge- müjLkgch»il..ruch

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mc. Marburg (Labn). Bekanntlich hat bei dem sehr niederen Wasserstand der letzten Wochen die Stromversorgung der durch die Eddertastperie versorgten Gemeinden Not gellten. Man ist des­halb in Untersuchungen eingetrelen, ob es nicht möglich ist, schon den Zufluß des Stauers durch Wasserturbinen abzu perren, die in Zeilen gioßer Wassernot, zwar nicht vollwertig aushelfen, aber doch den Betrieb erleichtern könnten, da sie auch bei geringer Wasiermenge noch in Beiried zu setzen wären. Die Beratungen sind allerdings über das Stadium der Vorbereitungen noch nicht hinaus.

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Siehe, ich flehe vor der Türe! Ein Büchlein für Erst- kommunilanten. Don Dr. Anion Anwender und Dr. Friedrich Zoepfl. Mit 4 Silbern. 24° (VJU u. 276 S.) Freiburg L Br. 1920, Herder. Geb. 11 M und höher und Zuschläge.

Ausgehend von dem peruanischen Gedanken (Gal. 4, 19), daß dos Ziel aller Se-elsorgearbest die Gestaltung Christi in b«t Herzen der Menschen sei und daß dieses erhabene Ziel nur erreicht werden kann durch lebendige Mittel des ernzenm, sehen die Verfaffer ihre Hauptausgobe darin, das Kommunionkind während seiner Dorbeneitungs- zest zu freudiger, opferbereiter Nachahmung des Heilandes onzueifern. Die Verfasser haben sich auch bemüht, den Zusammenhang zwischen Rst.gionsunterricht und Gebet­buch her zu stellen, so daß das Erstkommunionbüchlein ge- wissermaßen die natürliche Ergänzung des Kommunion­unterrichtes noch seiner praktischen Seite ist. 4 Bilder schmücken den Text. Das Büchlein ist nicht bloß für die Dorbereitungszeit berechnet; es will dem Kinde auch nach dem großen Tage noch ermunternd und beratend zur Seite bleiben.

Hochschulführer, Lebens- und Sludienoerhällnlste In den denlschen Hochschulstudien. Neben stilistischem Mate­rial über die Besucherzahlen der einzelnen Hochschulen gibt die Zusammenstellung Aufklärung über die Wohnungs­und Berpflegungsverhältmsje, insbesondere Über die Stel­len, di« sich mst der Vermittelung von Sbudentenwoh- nungen in den einzelnen Städten befasten, über etwaige Auzugsbeschränkungon usw. Weiterhin enthält di« lieber- sicht Angaben über den Mietpreis. In einem folgenden Abschnitt wird ausgeführt, welche studentischen Speifean- statten bestehen, und welche Vergünstigungen diese ge­währen. Besondere Deachiung wird ferner der Frage der zu zahlenden Honorare für Vorlesungen und Hebungen und der Gebühren gewidmet. Angaben über Semcster- und Doi4esungsbeginn, über Preis. und Versendung des Dorlesungsverzeichnisies ergänzen die Zusammenstellung, die auch die Hochschulen ht Deutsch-tdesterreich und den Studentenländern berücksichtigt. Die Schrift liegt aut den studentischen Wohnungsämtern sämtlicher Hochschulen zur Einsicht auf. Sie wird auch gegen Einsendung von 1,20Jl an das Wohnungsamt der Deutschen Studentenschaft, Münster, Universität (Postscheck-Nr. 55 205 Scheckamt Hannover) zugesandt.______

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