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wurden dem

) gUeber Land und Meer'.

verein», Ein Dutzend neue Mitglied« Bottsoerein gewonnen.

Aus Oberheflerr und ven heff.

Technik hergestellten Motoren vergeudet, um nur einen einzigen Menschen durch die Luft zu tragen (Kampf­flugzeuge während des großen Krieges!) Ist das Oeko- nomie der Arbeit? Und doch bestaunen wir diese Luftfahrzeuge der bisherigen Art, und das mit Recht. Das Flugzeug der Vorkriegszeit und des Krieges selbst mußte darauf eingestellt sein, möglichst große Flug­dauer, höchste Sicherheit und sonstige spezielle technische Vorteile zu erzielen. Dies Flugzeug war ein Spezial- gerät. Das braucht es heute nicht mehr zu sein. Die Kraftverschwendung der bisherigen Motorflugzeuge muß uns heut« zu denken geben. Es muß neu aufge- baut werden, auf ganz anderer Grundlage. Man sage nicht, er ist menschliche Verwegenheit, fliegen zu wol- len. Der Mensch ist ein Produkt seiner Umgebung, fei­ner Zeit; er schreitet mit der Kultur vorwärts. Wehe dem Volk, das in seiner Entwicklung Halt macht, es ist dem Untergang geweiht. Und wer will es dem Men­schen verwehren, den Vogelflug nachzuahmen? Hat ihn doch auch niemand gehindert, das Element des Wasser» zu meistern und zu schwimmenl Freilich, so ganz leichr ist da« Problem nicht, ee muß zielbewußt und energisch gearbeitet, probiert werden. Wir wiflen, daß der Vogel­flug darauf beruht, daß durch die nach ab- und vor- wärts geschlagenen Flügel ein Rückstoß an der Luft­masse erzeugt wird, wodurch der Körper schwebe d er­halten wird und auch sich vorwärts bewegen n je nach Stellung des Schwanzsteuer» und der Län sachfe des Körpers. Für die Lösung der Frage des Men- schenfluges bietet derPfeilflug" der Vögel die besseren Anknüpfungspunkte insofern als hierbei durch geschickte Ausnutzung der Schwerkraft und der erreichten Ge- schwindigkeit größere Strecken bei ruhiger Flugstellung und daraus kommt es an zurückgelegt werden kön- neu Winde, Böen, sonstige Dichtigkeitsunterschiede der Lust müssen in Rechnung gestellt und verwertet wer- den. Der eigentliche praktische Erfinder in dieser Hinsicht war D. Lilienthal, der seine Versuche in den 90er Jahren der vorigen Jahrhunderts in Berlin an­stellte-, er wurde ein Opfer seine« Ideals. Bekannt si d ferner die Drachenflüge von Longley in Amerika, di des Oesterreichers Kretz und die von Hargrave (Kasten­drachen). Die Gebrüder Wright gingen zum Motorflug über den bann die moderne Flugtechmk weiter aus- baute 3n der Erkenntnis aber, daß der Dogelflug ein relativ geringes Matz oon Kräften in Anspruch nimmt, kehren wir zum Flügelflieger zurück und lehnen den unökonomisch arbeitenden Motorflugapparat ab.

Don diesen Erwägungen aus erließ der Flugtech. Nische Verein Dresden als Vorsitzender Verein des Der.

fal in unseren Rhönbergen ereilte. Dieser opfermutige, kühne Flieger hatte fein Hauptaugenmerk auf Steuerung seines Doppeldeckers gerichtet, wobei er die Strömungen in der Lust, die infolge der lmgleichen Insolation und der daraus resultierenden ungleichen Dichte der Lust öfters auftreten, geschickt auszunutzen verstand. Wir erinnern uns noch der erschütternden Nachricht, die fei* nen am S. August vorigen Jahres erfolgten Opfertod meldete: In der Nähe von Sieblos, am Nordweftab» hang der Wasserkuppe, stürzte er bei einem bis dahin glänzend »erlaufenen Probeflug infolge Bruchs des Steuers aus verhältnismäßig geringer Höh« in die Tiefe, Mit Eugen von Lötzl ging einer der tatkräftigsten Der» fechter der motorlosen Gleitflüge dahin. Schickfali< Weitere bedeutsame Leistungen erzielten 8L Zeise in einem Altonaer Eindecker und Relzner, der feinen Nürn­berger Doppeldecker durch Derlegung des Schwerpunktes feines eigenen Körpers geschickt zu lenken verstand.

Trotz der in diesem Jahre erzielten Flugleistungen und neuen Höchstleistungen mit motorlosen Gleit- und Segelflugzeugen darf der größte Erfolg de» diesjährigen Wettbewerbs nicht in erster Linie in diesen nach Metern und Sekunden gemesienen Flugleistungen gesehen wer­den. Der Haupterfolg bes Segelflugwettbewerbe» ttt der Rhön 1920 liegt vielmehr darin, daß die Möglich» leit des motorlosen Segelfluges zum ersten Male prob tisch bewiesen wurde, und daß der Wettbewerb auf bte weitere Lösung bes Segelfluge« außerordentlich für» bemb gewirkt hat. Die in dies em Jahre begmmei«n M- betten werden im nächsten Sommer auf der Waffer- kuppe in der Rhön fortgesetzt werden. Der diesjährige Wettbewerb war eine erfolgreiche Erkundung. Dte Auswertung der Ergebnisie wird bte nächste Zukunft zeigen. Die Möglichkeit des motorlosen Segelfluges ist bewiesen.' *)

Es werben also in diesem Sommer durch den oben erwähnten Verband abermals Wettkämpfe in der Rhön veranstaltet werden, wofür nennenswerte Preise, bar« unter ber große Rhön-Segelpreis 1921 zu 30 000 Mk ausgesetzt sind. Wir Rhöner aber wollen mehr als bisher unsere Aufmerksamkeit diesen idealen Seftrebun« gen zuwenden, zumal wir Gelegenheit haben, diese schwierigen und intereffanten Flüge in unseren Bergen

I jederzeit beobachten $u können.

)Hebet Land und Steer*.

Jfz 63.

Donnerstag, 17. Marz ISA.

deutsch« Sipo-Wachtmeist« ging W*

zieren vorüber, ohne sie zu grüßen. Als> d« belgischen Offiziere auf diese Verletzung der Grußpflicht nicht reo» werten, fand sich ein deutsch« Düsseldorf«, der den SÄadr'meifter bei den fremden Offizieren demrnzi«te. Dar WackMeist« wurde darauf verhaftet und abge- führt Das Publikum aber, bas dem Zwischenfall zu­gesehen hatte, «teilte dem deutschen DaumziarAi nach Abführung des Wachtmeisters in Form von Prügeln dir gebührende Strafe.j

Die Gleit- und Scqelflüae In der Rhön.

, Von St.-Asiesior Schönberg.

Kürzlich brachte die in Stuttgart von Dr. Rolf Lank- ner herausgegebene bekannte deutsche illustrierte Zeit- schristlieber Land und Steer* einen näheren Bericht Über die bisher auf der Wasierkuppe veranstalteten ersten motorlosen Gleitflüge, auf die an dieser Stelle einmal aufmerksam zu machen mir notwendig erschei- nen will.

Fast immer war es, daß große Erfinder, sich für «ine neue Idee völlig aufopfernde, selbstlose Menschen »on ein« nicht vorurteilslos kritisierenden Mitwest zu- nächst verlacht, ja sogar in Wort und Schrift bekämpft wurden. Das beweist die Geschichte alter Zeiten. Wir Menschen sollten doch endlich einmal daraus die Folge- rungen ziehen und an neue Ideenwelten nicht stets mit verneinendem Urteil, zunächst wenigstens, herantreten. Gin alle» trltifierenber Subjektivismus ist von Uebet

Snmitten unserer schönen Rhönberge spielten sich im »«Sangenen Jahre technische Vorgänge ab, deren prak­tische Auswirkungen ohne Frage von ungewohnt« Be» deutung fein können. Wie oft habe ich sowohl außer­halb wie auch bei den Rhönbewohnern gehört, mit wel­cher unbegründeten Verneinungssucht sie von denprimi­tiven* Apparaten und den mühsamen Flugversuchen un­ser« aus einer ganz neuen, wohlbegründeten Erkennt­nis heraus arbeitenden Pioniere für einen ökonomischen Flug des Menschen durch da» Luftmeer sprachen. Rur selten wohl dachte ein Rhön« daran, sich einmal das Arbeitsfeld dort oben auf d« Wasierkuppe anzusehen, wenn er in deren Nähe meiste anläßlich d« Heuernte oder eines sonntäglichen Ausfluge, dorthin. Unsere Wasserkuppenflieger" wurden nicht geachtet man »erstand sie eben nicht.

Stellen wir doch nun einmal folgende Ueberlegung «n: Auf der Erde ist es dem Menschen möglich, un­ter geringem Kraftaufwand sich vorwärts zu bewegen, ja dabei noch Arbeit zu leisten; selbst im Wasser braucht der Mensch beim Schwimmen noch nicht einmal die Kraft eines einzigen Pf «des. Ein welch kümmerliches Zeugnis für menschliche Erfindungskunst ist im D«- gleich hiermit ber Kraftaufwand beim Flug des Men- scheu etwa in einem modernen Fokkerflugzeug oder auch m einem der stolzen Luftkreuzer, berehnegen uns einst- «als in glücklicheren Zeiten unsere, Satetfanbes fast die gesamte Well beneidete, d« Zeppellne! Man denke einmal darüber nach: 50, 80, 100 PferbekrSfte und mehr werden da in den mit allen Mitteln der mobernen

vermischter.

* Um daS Vermögen beS Prinzen Friedrich Leopold von Preußen dreht sich ein erbitterter RechtSstrett, der z. Z. von dem Prinzen gegen das preußische Finanzministerium ausgefochten wird. Es bandelt sich um daS Vermögen des Prinzen von 150 Millionen Mark und um seine Herrschaft Fla- low-Krojanke in Westpreußen und DuPpel-Dreilin­den bei Berlin. DaS Finanzministerium belegte die Güter und daS Vermögen des Prinzen mit Be­schlag, weil es noch nicht feststeht, ob sie dem Prinzen als Pridateigentum gehören oder als Eigentum der preußischen Krone dem Staat zufallen. Die Gerichte sollen darüb« entscheiden. Der Prinz, her zur Zeit mit seiner Gattin und seinem Sohn in Lugano lebt, hat dort aber nach Angabe des Finanzministeriums so hohe Schulden gemacht, die wegen des Verbots, deutsches Kapital "in Ausland zu bringen, so ange- wachfen waren, daß sie aus den Erträgnissen der prinzlichen Güt« nicht mehr gedeckt werden können. Das Finanzministerium beantragte daher die Ent­mündigung des Prinzen wegen Geistesschwäche, da wegen Verschwendung ein solcher Antrag nicht ge­stellt werden konnte. Der Antrag wurde gerichtlich mehrere Male abgewiesen. Da belegte das Finanz­ministerium einfach die Güter und das Vermögen des Prinzen mit Beschlag und sperrte seine sämt­lichen Einkünfte. Man darf gespannt sein, wie dieser Rechtsstreit ausläuft.

* Ein Wettkampf, der nicht zu den Alltäglichkei­ten gehört, wurde in der ostfriestschen Stadt Leer zwischen dem Kommunisten Seitz und dem Studien­rat Zyllmann auf einem Acker auSgefochten. ES hanoelt sich darum, zu zeigen, wer wohl am besten dieSchaufel schwingen kunnt". Die beiden 1 Herren halten sich nämlich in einer Wählerversamm» !u ig über den BegriffArbeit" gestritten, wobei Seitz die Behauplung aufstellte, daß nur die gewöhn­lichen Arbeiter wüßten, was Arbeit sei, alle anderen davon aber keine Ahnung hätten. Das ging seinem politischen Gegner denn doch zu weit und dieser forderte ihn deshalb kurzerhand auf, gemeinsam einen Acker umzugrabeu, es würde sich dann zeigen, wer bester arbeiten könne. Die Wette wurde ange- nommen und kam am Montag auf einem Acker I zum Austrag. Beide Herren mußten acht Stunden I graben. Das Urteil der Sachverständigen ging I dahin, daß beide zwaraut geschaufelt" hätten, Zyll- I mauns Arbeit aber mustergültig sei, was sich von I der Seitzschen nicht sagen ließe, da hierbeidie | Kante« nicht aufgesetzt sind" und dasFeld uneben" I war. Ganz interessant wäre es nun, auch einmal I festzustellen, tote Herr Seitz bei einem Wettkampfe I der Geistesarbeit bestehen würde. Man kann dann I doch feststellen, ob auch feine Geistesarbeit uneben I ist unfi Kant-n anlweist.

Der größte Lamp im ganzen Land . . . Aus I Düsseldorf wird folgendes Vorkommnis gemeldet: Ein

;ahr gegen feinen Willen Bedenkzeit gegeben, indem ich den schon am 10. November b. Js. von ihm gefotixrttil Mietvertrag bis zum 10. Februar d. Js. in der Aus­fertigung hinauSschob. Ferner wirb die Wohnung jetzt von 2 früher getrennt wohnenden Familien bewohnt Herr fßlato stellte mich, nachdem er ein Vierteljahr lang mir selbst keine Nachricht gab, durch sein plötzliches Er« scheirren mit seinen Möbeln vor eine vollendete $aN fache. Er Übernahm unentgeltlich die zahnärztliche. Praxis, wofür er sonst jedem ftoHegen 10,000 Marö Hütte zahlen müsien, und die Wohnung, noch bevor der zwar mündlich besprochene Kontrakt schrifttich den Ab, machunaen entsprechend ausgefertigt war. Zwei an» deren Reflektanten hatte ich auf sein Drängen bei der ersten vor drei Monaten stattgefundenen Verhandlung fofott abfchreiben muffen. Ich habe mich meinen beide« Mietern nicht aufgedrängt, sondern ihnen gegen ihren Willen genügend Zeit zur freien Entschließung gegeben, Eine Notlage lag für beide nickt vor, da sie nicht ob. bachlos waren und anderweitig Unterkunft hätten finden können. (Die nun folgenden persönlichen AuSfüh« rungen konnten nicht abgedruckt werden, weil auch unter der Rubrik .Eingesandte' nur sachlich gehaltene Darlegungen statthaft find. In der Angetegenhett selbst schließen wir die Akten. D. Red.)

Sack, Apotheker.

Momberg (Str. Kirchhain). Sn ber am Sonntag, den 13. März in Momberg abgehaltene-i Dolksver- einenerfamtnlung konnte Herr Kuratu» Sauer eine stattliche Schar von Männern und Frauen willkom- men heißen.Was mutz jeder von der Außenpositik und vom Außenhandel wissen?" so hieß das Thema, welches Parteisekretär Mülle r-Marburg in einem fesselnden Vortrag behandelle. Dabei ging er von der isolierten Lage Deutschlands beim Ausbruch des Welt­krieges aus, betonte die Wichtigkeit hervorragender diplo­matischer und konsulattscher Vertretung im Auslande, streifte die Frage der deutschen Schulen, der deutschen Zeitungen und der Stutturarbeit der Missionare im Aus­lände, legte die Bedeutung eigener Kolonien und ©dy*"- fahrtslinien Aar und ging ausführlich auf die Abhangs fett der deutschen Dolkswirtschaft mit dem Welthandel ein, um dann zum Schlüsse der Hoffnung Ausdruck zu geben, daß es deutscher Einigkeit und deutschem Fleiß gelingen möge, unserem Vaterlands in der Well wieder einen angesehenen Namen zu verschaffen. Dor mit ge­kannter Aufmerksamkeit und Beifall aufgenommene Vortrag wurde von gemeinschaftlich gesungenen Liedern wirkungsvoll eingerahmt. In seinem Schlußwort rotes der Vorsitzende auf die segensreiche Tätigkeit des Volks- verein» hin unb forberte zu besten eifriger Unterstützung aut ___, u *

Nus Hirtenbriefen irischer Bischöfe über die Lage In Irland. I

©r. Eminenz, ber Kardinal Logue, Pein»» «m Dr» I fcmb, schreibt u. <u .Der Schmerzensschrei bes leibendm I «Srfanb durchhallt, trotz ber Versuche, ihn durch Pwpa- I ganba und sonstwie zu erftiden; bi« zivilisierten Rationen I der Welt. Er robb durch bte Jahrhundert« roidechollen und für die gegenwärtigen Gesetzgeber eine bauernde An- I Vage der Geschichte bedeuten. Sie hecken^ wieder $n den I alten Waffen gegriffen, die so oft in den Härckai derer $er» brachen, bite sie führten. Kein Wott von Versöhnung, jon- I * dem Knechtung ernfachhm, eine Knechtung, wie sie m 2r- I fand seit den Tagen Cromwells unbekannt ist, em er I Knechtung, die heutzutage ohne B«fptel ist, lmß« oiel- teicht bem ber Türken und der Dolschennsten in Rußland.

Zahllose Bebrückungen, zunächst behördlich abgeieug- eet, ob« entschuldigt, jetzt aber sogar öffenttia) von ber Behörde befohlen, sind tägliche Ereignisse. Ston mog sie Gegenmaßregeln nennen, aber tatsächlich find sie Hand­lungen mutroilliger Bedrückung und Ungerechtere«, weil die Opfer keinen Anlaß boten, sie zu rechtfertigen.

Leut«, frei oon jeglichem offenen vergehen gegen Ge» | gj und Ordnung, werden im Dunkel ber Nacht ans den eiten geschleift unb vor den Augen ihre»- Eltern ober sonstiger Verwandter erschossen. Gefangene werden in den Autos ermordet unter bem Vorwand eines Fluchtversuchs, obgleich sie oon Bewaffneten umgeben sind, welche sie doch leicht ohne Mordtat festhalten könnten. Andere wer- den auf offenem Feld bei ber Arbeit erschossen.

Ebenso werden arme Leute, die beim Herannahen dieser furchtbaren Autos »oll Bewaffneter Deckung suchen, er» jähsten, Äs wären sie Verbrech«, die sich der Verhaftung zu entziehen suchie?. Das also ist der Wett von Men- ischenlebm 'm den Augen solcher, die beauftragt sind, Wäch­ter des Friedens, der Ordnung und bet Sicherheit dos Volkes zu sein.

In letzter Zeit wird auch die Religion nicht geschont. Kröchen und Sakristeien werden beraubt imä zuweilen tue- nigftens rotrb roetrig Achtung bewiesen gegen die Seifigen Kelche, Paramente und ander« Gegenstände für den (Bot*

.

Eine neue Phase begann, die man als Belewrgrmg gegen den Glauben und als Verachtung der Gefühle unse­res katholischen Volkes bezeichnen mich. Kirchen werben von Bewaffneten mnstellt, während man fein« Sonn- tagsvflicht, der Hk. Meffe beizmoohnen, genügt

Die Leute werden angehalten und untersucht, wenn sie das Gotteshaus verkästen. Natürlich findet man nichts ils Gebetbücher und Rosenkränze; Katholiken gehen nicht bewaffnet, die hl. Mefle zu hören und auch nicht vorbe­reitet, Verbrechen zu begehen. . . . Eme andere Ent­wicklung dieser Verachtung katholischer Empfindungen ist noch unbegreiflicher und verdamm enswetter.

Sr. Eminenz berichtet bann den nächtlichen Uebersall aus zwei Frauenklöfter mit strenger Klausur in Dublin, ein Vergehen, das päpstliche Exkommunikation zur Folge hat.

Der Erzbischof Dr. Harty von Cafhel schreibt n a.: Vrennende Städte und rauchende 9tinner non einst glück- sichen Heimstätten erinnern an die schrecklichsten Tage bet Verfolgung. Zerstörte Fabriken und zerröümmette Mol- fernen künden ihre schweigende Klage über bte Be- drückung. Verhaftungen auf bloßen Verbackt hin. ohne Anklage unb Verhör und grausam« Utteffssprüche von ®e» richten, die fein Vertrauen verdienen, sind häufige Er- rrgnifse zu dieser Zeit, wo Freiheit laut gepriesen roh» von den Urhebern dieser wwerantwottKchen Eingriffe in bte persönliche Freiheit .

ZHe treffe, wasche bet WeiE oen TowsTonTpr Emer Station-nben sollte, ist imterbrihft ober ßrfnefrett imb Öie Bedrücker ber Nation vollenden ungestraft ihre schreck- LHen Taten.' ___

Amtliche Anzeigen»

Bekanntmachung.

Mtt Rücksicht auf den bevorstehenden Heimtransport der rassischen firiegsgefangenen werden sämtliche vom Ar- destsnachweis in Hessen, Hessen-Nassau unb Waldeck er­teilten Genehmigungen zur Beschäftigungen tustifch« Kriegsgefangener mit dem 16. März 1921 auf gehoben. Die Rusten sind unmittelbar dem Kriegsgefangenenlager in Niederzwehren zuzuweisen, einerlei, ob die Rusten er­klären, in Deutschland verbleiben zu wollen oder nicht.

btttsnachweis tn Heffen, Hesten-Nastau und Waldeck be­schäftigt werden, sowie sämtliche nach dem 4. Januar b. 3. vom Lager Niederzwehren erneut auf Arbeitskommando gestellten Rusten und alle btejenigen, bte bis auf weiteres aus irgend welchen Gründen (Heirat pp.) beurtouM wur­den.

Die Verpflichtungen ber Arbestgeb«, bte Kosten be» Rücktransports zu tragen, werden hierdurch nicht berührt

Frankfurt a. M., den 11. März 1921.

Landesaml für Arbeilsnachrotts In ' | ! tzeflen, Hesten-Nastau unb Walbeck, gez.: Sieger, Gsfchöstsführsr.

Dorstehende Bekanntmachung bringe ich hternrtt zmc öffentlichen Kenntnis.

Gleichzeitig werden bte Harren Bürgermeister und bte Herren Gutsoorftcher des Kreises veranlaßt, sofort dafür Sorge zu tragen, baß die in ihren Gemeinden (Gutsbezir­ken) etwa noch vorhandenen russischen Kriegsgefangenen bem Kriegsgefangenenlager in Kassel-Ni^>erzw«hren zuge- führt ro erben.

Fulda, bett 13. Mörz 1921.

Der CanbtaL 3. D.: Frhr. v. <3ogern.

Der Eanbrotrt Lubwig Schlichfing unb ber ßanbrotn Joseph Zank von hös unb Haid sind al, Ortsschätzer für den Gemeindebezirk Höf unb Haid auf Widerruf bestellt unb eiblich in Pflichten genommen worden.

Fulda, den 12. März 1921.

Der Conbrat I. V.: Frhr. o. Segern

Die Hochfpannungsleitung van Marbach. Kreis- grenze Hünfeld bis Käuzelbuch, Gemeinde Rücker», Kreisgrenze Schlüchtern, über die Ortschaften Marbach, Bernhards, Steinau. Steinhaus, Melzdorf, Almendorf, Petersberg, Künzell mit Bachrain, Edelzell, Kohlhaus, Dronnzelltz Ziegel, Kerzell, Tiefengruben, Dorfborn, Ellers, Neustadt, Flieden, Schweben, Rückers mit Käu- zelbuch wird in den nächsten Tagen in Betrieb genom­men. Es wird besonders darauf hingewiefen, daß die Leitungen Hochspannung führen und daß ein Berühren der Drähte lebensgefährlich ist. Beschädigungen ber elektrischen Leitungen sinb strafbar Dorn Leitungsmast herunterhängende ober auf bem Erdbeben fliegend» Drähte dürfen nicht berührt werden, ebenfo Ist die Be­rührung von allen Gegenständen, auf welchen diese Drähte aufliegen, gefährlich. Beim Aufftnden eines ge­rufenen Drahtes ober sonstigen beschädigten Teile» ber elektrischen Anlage Ist sosort der nächste Bürgermeister zu benachrichtigen, letzterer hat dem Ueberlanbroert Fulda, Telephon Rr. 205, auf dem schnellsten Weg» Nachricht zu geben. Die vom Ueberlanbroert herausge­gebenen, ber betreffenben Gemeinbevorstänben mitge­teilten .Vorsichtsmaßregeln hei elektrischen Leitungen" i sind zu beachten. '

I F ulb a, den 7. März 1921.

Der Canbrat 3. V.: Frhr. v. Sagern

Aus toeifa unv ttmtxebnn«.

'+ Bremen bei Geifa. Arn Paflionsfannkage wurde hier ber 50jährige ® ebenttag ber Erwäh­lung bes hL Joseph zum Schutzpatron der Kirche hochfestlich begangen. Nachdem am Morgen 362 am Tische des Herrn sich eingefunden, sprach Herr Pater P i et s ch (Hünfeld) In eindrucksvoller Predigt über das Amt des hl. Joseph in der hl. Familie und die Treue, mit der er dieses Amt ausgeübt Darauf nahm Pfarrer Simon die Weihe der neuen St. 3vfeph.Statue vor. Die Jungftauen-Kongregation trug dabei ein mebrftim- miges Lied zum hl. 3oseph vor. Die Statue ist ein Werk des Bildhauers Dietz (llnteralba) und in reinem Barockstil ausgeführt und (egt in ihrer edlen Auffassung und meisterhaften Anatomie Zeugnis ab von dem Kön­nen des Meisters. Abends fand eine zahlreich besuchte Versammlung des Dolksvereins statt Pater Pietsch sprach in einem herrlichen Vortrage über Gegenwmts- fragen und Ausblicke in die Zukunft be» deutschen Vol­kes. Der Dorttag war geeignet, den Pessim,mus zu bannen und zu freudigem Schaffen und den Werken der Nächstenliebe zum Wohle des Vaterlandes aufzuraffen. Pfarrer S t m o n sprach über die Bedeutung bes Volks»

Eingesandt.

Mr Deröffsnstichungen an biefer Stelle trägt bie Redaktion I nur bte preßgesetzliche Derautworttm«.

Bab Salzschlirf. Der Verfasser beS Eingesandt in I Nr 47 d 8ta. wurde von mir in ber Nr. 49 aufge» I forberi für bie Richtigkeit seiner Behauptungen unb angegebenen Zahlen eine mit NamenSunterschrift der. febene Erklärung zu geben. Lange habe ich dem »ernt l hiertu Zeit gelassen, er bleckt aber aus guten Gründen I in der Anonymität. Der Artikelfchreiber spricht tn Nr. 47 von zwei Wohnunaen in einem Hause der Stn- I densirahe. In der Lindenstraße ist nur eine Villa, in I welcher zwei Wohnungen vermietet sino und das tst die I meinige. Durch diese Spezifikation wird der Verfaffer I indirekt persönlich. Dementsprechend will ich ihm fach- i lich Unb persönlich antworten. Zur Sacke. Ich habe I an Herrn Lehmann bie erste Etage meines Hauses mit I acht nicht wie bet Verfaffer schreibt mit fünf Zimmern, für' 3200 Mk. vermietet. Säm liche acht Zimmer wurden von mir früher an Kurgäste abgegeben. Be- Meis: Polizeiamt Salzschlirf. Von diesen acht Zimmern I benutzt Herr Lehmann eins als Küche unb eins als I Mädchen- und zugleich Badezimmer, fodaß bte Behaup- I tung daß füc diese Zwecke 3 Zimmer Verwendung fin­den, 'falsch ist Von den übrigen sechs Zimmern benutzt Herr Lehmann je eins als Salon für feine Frau, Etz- I zimmer, Schlafzimmer, Fremdenzimmer für Besuche, Musirzimmer, Herrenzimmer, bte beiben letzten mit gemeinsamem großen Balkon zum. Rurgatten hin ge­legen. Da Herr Lehmann bas Recht hat, einen Hund I zu hatten, würbe ber Artikelschreiber, um die Zahl bet I Zimmer noch mehr herunter zu brücken, sicher auch noch em Zimmer als Hundestall bezeichnen, wenn Herr Leh­mann einen Hund hielte. Richtig aber ist, baß Herr I Lehmann für sich unb seine grau, ba Kinder oder An- I gehörige nicht vorhanden sind, sechs komfortable Zimmer I tm Gebrauch hat. Der Mietpreis von 3 200 Mk. ist au8 folgenden Gründen als nicht zu hock durchaus gerecht- I fertigt 1. Die Objekte in einem Badeorte Salz- I schürf gehört nicht zu den billigen Bädern sind be- I deutend höher zu bewerten, als in vielen anderen I Städten, t. B. simlda. 2. Die acht Räume würden mit an Kurgäste vermietet schon für fünf Monate tm Jahre I einen bedeutend höheren Betrag bringen. 3. Die stete Laae meiner Villa in ber feinsten Straße bes BabeS mit bi.ekt zum Kurgatten hin geriefateter Front, bebmgt einen höheren Mietwert, wie für Villen in anderer Lage. 4. Trotz bet Behauptung bes Vetfaffers, daß mein HauS weit unter bem Durchschnittskomrett städtischer Woh« I nungen stehe, steht es fest und wird von jedem Kennet I meines HauseS bestätigt, baß es so herrschaftlich gebaut I ist, baß es sich in jeher Stadt alS herrschaftliches HauS sehen lassen könnte. 6. Bei ber Klassifizierung bet Logiethäuset behufs Abstufung der Mietsätze, würbe I vom Salzfchlitfet VerkehrSverein meine Villa als erst. klafligeS Haus mit dem .höchsten Mietsatze emgeschatzt. Beweis: Salzschlirfet VerkehrSverein. 6. Dem Mieter Lehmann wurden hm mir ein ca. 20 Mtr. langer Flut- I laufet, bie gen; r-'iinaturtn, bie genfter-®arbmen, I eine Chaiselons: e ua> bis zur Selbstbefchaffung ein I komplettes zweibei.jg,^ Schlafzimmer mit Spiegelschtank I unb Marmortifchen, von welchem et wegen Neuan- I schaffunz Abstand nahm und eine Mädchenzimmerem» I tichtung überlasten, ohne Vergütung. Die zweite Wohnung in meinem Hause ist dem Zahnärzte Herrn Plato vermietet für 7000 Mk. Sie enthält im Hoch­parterre acht Zimmer und im Parterre ein Labora­torium. Der Bauunternehmer und Maurermetttet Hendler hat von den Räumen eine Skizze engeferti i, welche ich dem MietSeinigungSamte ein esandt habe. Auch hiev liegt also eine unrichttge Behauptung des VerfasterS vor, welcher von einer sechs Zimmer Woh­nung spricht. Herrn Plato habe ich im Beisein von Zeugen vor Abschluß des VettrageS gesagt, daß ich auS den oben angegebenen Gründen für meine Räume mehr verlange, wie ein Besitzer eines Hauses in anderer Lage, güt gewerbliche Unternehmungen, wie es die | zahnärztliche Praxis ist, hat die Lage meines HaujeA einen mehrfach höheren Mietwert, wie jede andere Lage hierorts. Außerdem muß ein Zahnarzt in men e > Haufe von vornherein höhere Miete bezahlen, tote jeder andere Mieter, weil durch die penetranten Gerüche des OperationszimmerS bie Villa als LogierhauS stark ent­wertet wirb. Herrn Plato habe ich ein volles Biertel- banbes brutschet Mobell- unb ©leitflugoereine zu Be­ginn bes vorigen Jahres einen Aufruf zur Beranstal- tung eines Wettbewerbs für motorlose gIug$Age auf ber Wasserkuppe in ber Rhön. Die Flüge kamen zustanbe: etwa 15 Flugzeuge ber verschiedensten Kon- siruktionen traten in Konkurrenz und das Jntereste wuchs selbst über die Grenzen unseres Vaterlandes hin­aus. Flugzeugzelte, eine Wetterwarte mit funtentele« graphischer Station wurden im Juli und August 1920 auf dem Plateau der Wasierkuppe errichtet Inmitten der freiesten Natur, auf hochragenden basaltenen B«- gen der Wassetkuppenrhön kämpften hervorragende Männer mit bewundernswertem Opfermut für ein hehres Ziel, besten völlige Verwirklichung vielleicht noch in weiter Ferne liegt, das aber in seiner vollen Trag­weite von ungeahnter Bedeutung sein wird. Bei lachen­dem Sonnenschein, in Regen und Sturm wetteiferten in unserer engeren Heimat, abgeschlossen vom Arbeitsge- triebe der übrigen Welt, Eindecker, Zweidecker, ja Drei- decker aus den verschiedensten Teilen des Deutschen Rei­chesReben Flugzeugen bisher bekannter Bauart roa. ren solche in bie Rhön gekommen, bie ganz nach neu» zeitlichen? von Professor Junkers (Destau) in den deut­schen Flugzeugbau eingeführten Richtlinien tonftruiert waren. Auch bie Konstruktion solcher Flügel war ver­sucht worben, bie sich im Fluge telliveise nach hinten legen ließen. Am erfolgreichsten war ein Flugzeug ber Flugroissenschaftlichen Vereinigung Aachen. Es wurde von Diplom-Jngenieur Klemperer (Dresden- Aachen) tonftruiert und erprobt. Bei diesem Flugzeug war danach gestrebt, sich möglichst dem ideellen, nur aus Tragfläche bestehenden Flugzeug zu nähern und deshalb alle diejenigen Elemente möglichst auszufchalten, die nur Luftwiderstand bieten. Mit dieser Maschine wurde die Möglichkeit des motorlosen Segelfluges beroiefen. Hier verdient vor allem ein ©egetftug von 75 Sekunden Dauer und 220 Meter Länge Erwähnung, bei bem bie Maschine lebtglich durch geschickte» Ausnutzen der Böen- «nergie sich in mehr als 15 Meter Höhe bewegte. Es gelang, mit diesem Flugzeug eine neue Höchstleistung im Entfernungsflug für motorlose Gleit- und Segelflug, zeuge durch einen Flug von 1830 Meter Länge auszu­stellen. Auch eine neue Höchstleistung im Dauerflug für motorlose Gleit- und Segelflugzeuge wurde von Riem» perer mit einem Flug von 2 Minuten 22 Sekunden Dauer erreicht." *) Von großer Bedeutung waren fern« die Flüge Eugen von Lößl's, den ein so tragffche» Schick-

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- Fuldaer Heilung