Einzelbild herunterladen
 

nidaerc t tn n g

Dienstag, 15. März 192L

in.

!Uhr

ins

rom reni des iber eis- oni#

mde, reich

jaus, >mm.

ärz, kho»

r

)a.

empfehlen, daß sich neben soll riern, die mit der kompltzierten

lenta-

Studen-

rung für die christlichen Ideale der Partei mit Semester zu nehmen.

rei.

Ihr Jng mb

in end der end den 3er» tag. oer« ins icht« 'ost,

ini).

ms. rein liker igen öen, über elfi- lag i der

N.

iend Ber- ; der

4.

der ienb

ID9

nie

ilhr llhr oll» rte#

Ken

i

M örenb t ab» lebet» nung. jarnt. M

Unterschlagung von einer größeren Geldsumme und Kleiderstoffen durchgebrannt. Die Poirzewehorde nimmt an, daß sich die beiden Flüchtlinge »ach Frankreich gewendet haben. Konnte der ehrsame Meister statt der ftembea Gesellen keine deutschen Schneider finden?__

find alles Produkte, die wir ohne weiteres entbehren können. Es wird auch das dazu beitragen, den Englän­dern und Franzosen klar zu machen, daß sie sich gründ­lich oergalloppiert haben.

Kur dem Nachbaraebret.

(mc) Frankfurt a. 2IL In der Nacht vom Freitag ptn Samstag wurden in einer hiesigen höheren Schule die sämtlichen schriftlichen Arbeiten der Abiturienten gestohlen. Nun entsteht die groß« Frage, ob die jungen Leute wohl ihre müh­sam zusammengebauten Aufsätze und Mathematic- aufgaben neu anfettigen müssen?

psd. Bad Nauheim. Die Schneidergesellen Isaak pirsch Wurzelmann und Alli Roß mann, beide aus Polen, sind ihrem hiesigen Meister nach

Druck der Fuldaer Aetieudrnckerei ht Fulda

Mehr studentische Zentrumsarbeit in den Ferien und im Semester!

taub. rer. pol. Karl M ü l l e r. Marburg.

Die Hochschulfetten haben begonnen und mit ihnen bte Kommilitonen wieder Gelegenheit erhalten, am poli­tischen Leben ihrer Heimat teilzunehmen. Während der Student im Semester durch Studium, studentische Selbst- Krmcltung ober Korporationsleben mit wenig freie Zeit M theoretischen und praktischen Politik fand, ist er nun in der Lage, sich von Parlamentattern, Presseoettretem, kommunalpolitischen Veteranen beraten zu lassen ober in den verschiedensten Parteiorganisationen mitzuwirken. In den Fetten muß sich freie Zeit finden lassen, um dos im Semester Versäumte nachguholen. Deswegen ergeht an alle Parteiorganisationen die bringenbe Bitte, in den Öfter- Jenen noch ein Anschriftenverzeichnis der Alt- unb Jung. eSabemifer in den Städten und ht den Landkreisen auszu- stellen, bann Akademikerkonferenzen einzube- rusen und für diese durch eine intensive Propaganda in der Presse und in Bekanntenkreisen zu werben. Parlamenta-

Iahnpnlver «nd Zahnpakta Ur. #»**

Me toifienftbaftiitb erprobten Zabnvtteoemfttel ee

» «b ßataarit Burd. 2)«wmc (S. ä. etetoac. "

frembenb. Schlögl behält es bei; andere Erklärer be­werten hier, daß das Wort der Ursprache, für welches bas Johannes-Evangelium das griechischegynai" setzt, als Kosewort mit ber beiläufigen BedeutungSiebes Mut­ter!" gebraucht wurde.

Warum gerade die Sanftmütigen bas Erdreich be­sitzen sollen, ist uns nicht recht verständlich; Schlögl über­setzt:Selig sind die Sanften, berat sie erben das Land." (Match. 5, 5.) Er erklärt:Sie werben das Erdreich besitzen fft unrichtige Ueberfetzung" und deutetbas ßonb* als Palästina tat übertragenen Sinn: bas himm­lische Vaterland.

Wie im Text, so verrät auch in der Form das Schlöglsche Neue Testament eine große Abweichung von ber bisherigen Tradition des hl. Textes. Daß bas Buch ber Psalmen und die Propheten einen eigenen Rhnthmus besitzen und wie die Strophen eines Gedichtes aufgebaut sind, fft bereits durch die katholische Exegese nachgewiesen worden. Schlögl aber ist der erste, der dieses Gesetz ber Metrik auch tat Neuen Testament corfinbet und in ber Darstellung derHerrenworte" auch durchfuhrt. So liest sich z. B. ein großer Teil ber Bergpredigt wie ein Ge­dicht.

Auch das Vaterunser unterwirft Schlögl dem Ge­setze des Strophenbaus, daß es sich beinahe ausnimmt wie die bekannte Paraphrase Dantes tat Parabifo. Aber gerade beim Vaterunser fällt es uns schwer, an einen anderen als den herkömmlichen Text uns zu gewöhnen, der uns auch einfacher, schlichter, darum auch volkstüm- kicher gilt als der in Vorschlag gebrachte. Die übrige (Einteilung des Neuen Testaments fft von Schlögl nicht nach ben üblichen Kapiteln, sondern nach ber Zusammen­gehörigkeit des Textes trorgenommen worden, wie sie schon die bekannte Dulgataousgabe Fillions vorsah.

Die (Erflärungen m ben Fußnoten sind reich, kurz und präzis, die Sprache fft modern mit Autzerachtlaffung ber hebräischen Brettspurigkeit und mit Schonung des Symbosismus unb Bilderreichtums der hebräischen Sprache.

Wir zweifeln nicht, daß sich Schlögls Ueberfetzung in ihrer Originalität und Genauigkeit im beuffchen Volk« Dahn brechen wird, dem sie nach der Widmung des Ver­fassers auch zugedacht ist.

rier, Landesorganisatios und Parteffekvetartate werden ge- miß gerne bereit fein, auf bie Denkart ber Hochschulen eingestellte Redner und aktuelle und prtazipielle Themata zu vermitteln.

Zu diesen Ferienkonferenzen mögen neben anderen de- wahrten PolWern namendid) ältere frühere Parla­mentarier etagetaben werden. Denn wenn diese auch wegen hohen Alters oder zeitweffiger Krankheit ober wegen ber Uebernahme anderer wichtiger Berater nicht mehr das Abgeordnetenmandat ausüben, so haben gerade sie jetzt meistens etwas mehr freie Zeit, um in Seinen Zirkeln All- unb Jungakademiker über politische Probleme mit der nötigen universalen Distanz zu den Dingen aufzuklären. In gleicher Weife wäre mich die Mitarbeit frühe­rer diplomatischer unb konsularischer Über­treter im Auslande sehr zu begrüßen.

Während des Semesters kommen manche studentische Ortsgruppen der Zerttrumspartei in die wenig beweibens- werte Sage, immer wieder vergeblich an führende Politiker die Bitte um einen Vortrag richten zu müssen. Kein Wunder, da diese meist mH parlamentarischen, diplo­matischen unb journalistischen Arbeiten überlastet sind. Es ist daher besonders für geschloffene Diskussionsabende zu

ittMee del« ;en3fl»

30 er, stboA erlebe, betrieb L-nwer Sa«*» ter.*» t ettte»

5

alle

M. !t.

N, llolles mheit.

Amtliche Anzeigen.

Nachdem bie gesetzgebenden Körperschaften des Reiche! der feit langem geplanten und in der Oefsentlichkeit schor vielfach erörterten Abgabe von verbilligtem TNais an bh Canbroirfe hn Austausch gegen (Betreibe zugestimmt und !m zur Verbilligung erforderlichen Mittel bewilligt haben, geh ich ta folgendem bie für die praktische Durchführung diese, Maßnahme geltenden Bestimmungen bekannt:

I. Dezugsrechl.

Anspruch auf Lieferung von verbilligtem Mars Haber» d. h. bezugsberechtigt sind: , ,

1. diejenigen Unternehmer landwirffchaffficher Betriebe, bie

a) 70 (siebzig) v. H. ihrer MindeftMiefenmgss<^M>igkeü an Brotgetreide unb ©erfte,

b) 50 (fünfzig) v. H. ihrer MindestabliefermrgsschuMgkeü an Hafer

erfüllt haben, sirr alle diese Hmtdettsätze überstelgenden Lieferungen.

Hierbei sind diejenigen Mengen, die unter Beachtung bet gesetzlichen Bestimmungen über den Saatgutverkehr zu Saatzwecken veräußert worden sind, als abgeliefert anzu­sehen. Soweit nrit anerkanntem Saatgetreide (Origtaal- unb anerkannte Absaaten) bestellte Flächen der Fest­setzung der M i establies erungs schuld i gke it außer Ansatz ge­laßen worden sind, erhöht sich die Mindestabliefemngs- schuldigkeit um die von diesen Flächen vottchriftsnMig veräußerten Saalgutmengen.

2. Deputatenempsängei für alles aus Deputatmengen abgelieferte Getreide.

II. Umfang und Att des Bezugsrechts.

Die Bezugsberechtigten haben Anspruch auf Liefermst von Mais ta der gleichen Menge, wie sie Getreide übet bie genannten Hundert!ätze hinaus bereits geliefert haben und noch liefern ober, soweit es sich um Deputatempfänger handelt, wie sie überhaupt Betreibe geliefert haben und noch liefern. Für die Ablieferung von Hafer kann nach Wahl ber Bezugsvereinigung der deutschen Landwirte in Berlin, welche mit der Einfuhr und der Lieferung der nötigen Maismengen betraut ist, statt Lieferung der glei­chen Menge Körnermais Lieferung der 1)4fachen Menge Maisfuttermehl erfolgen.

III. Bezugsscheine.

Den Bezugsberechtigten werden vom Kommunaliver- band auf Antrag über die ihnen zukommenden Maismengen Bezugsscheine auf ben von der Reichsgetreidestelle gelie­ferten Formblättern zugestellt. Aus den Vordrucken für bie Bezugsscheine ergibt sich ohne weiteres bie Hand­habung des ganzen Verfahrens, so daß sich hierüber wen tere Ausführungen an dieser Stelle erübrigen. ,

ly. Verwendung der Bezugsscheine.

Der Bezugsberrechsigte hat ben Bezugsschein in einem Händler oder einer Genossenschaft zu übergeben oder zu übersenden. Der Händler ober die Genossenschaft haben sodann den Bezugsschein bei der von der Dezugsoereini- gung bestimmten Stelle einzureichen. Diese Stelle ist für ben Regierungsbezirk Kassel die Landwirtschaftliche Ldp unb VerkaufsgesellsKastHessenland" ta Kassel. ,,

V- Preis des Mastes.

Der Preis beträgt für 100 Kilogramm netto losen Mais 120 «M (ohne Sack) und für 100 Kilogramm brutto Maisfuttermehl (einschließlich Sack) 90 M. Die näheren Lieferbedingungen ergeben sich ans bet Rückseite der Be- zugsfcheine (Blatt Nr. 2) unb aus den Bestimmungen der Be,zugsvereinigung, die durch die von ihr bestimmten Stel­len bekannt gegeben werden.

VI. Zeitliche Begrenzung und Erlöschen de, Dezugsrechl,.

Der Anspruch auf Lieferung von Mais ist mit für Getreideablieferungen, bie bis zum 30. Imn 1921 ein­schließlich erfolgt sind, gegeben. Für Getreideablieferungen, die erft nach Ablauf des 30. Juni stattsinden, dürfen also Bezugsscheine von den Kommunaloerbänden nicht mehr ausgestellt werden.

Der Anspruch auf Lieferung erlischt ferner, wenn der Bezugsschein nicht binnen zwei Monaten nach AusstÄ- lung, spätestens ober bis zum 31. August 1921, der von der Bezugsvereinigung bestimmten Stelle vorgelegt worben fft. Die Frist gilt als gewahrt, wenn ausweislich des Poststempels der Bezugsschein spätestens am letzten Tage der Giltigkeitsdauer bei der Poft aufgeliefert worden fft.

An die Deplttatberechiigten richte ich bie dringende Bitte, möglichst viel von ihrem Deputatkorn tat Stastausch gegen Mais zur Ablieferung zu bringen.

Die Landwirte bitte ich, alles Mögliche zu dm, barmt nunmehr neben dem Brotgetreide auch die angeforderten geringen Hafermengen abgeliefert werden. Vorläufig wer­den nur die Tanfchmais-Bezugsfcheine für Hafer ausge- fkeltt. Diese haben mithin auch zunächst Anspruch auf Belieferung.

Fulda, ben 10. März 1921.

Der Landraft Frhr. v. Sagern.

Gemäß 8 22 der Wahlordnung füt die Landwirt- fchastskammern vom 6. Januar 1921 hat ber Wahlaus- Kuß für den Kreis Fulda folgenden Wahlvorschlag für bk om 20. März 1921 staüftadende Wahl zur Landrvirt- schoftskammer zugelaffen:

1. Gutsbesitzer Heinrich Bispimk-Trätzhof. '1

2. Bürgermeister und Landwirt Valentin Jcmas-Rex.

3. Landwirt Joseph Schmitt-Joffa.

4. Landwirt Joseph Erb-Neuenberg.

5. Landwirt Adolf Schenk-Hainzell.

6. Gutsbesitzer Philipp Walter-Kohlhaus.

Fulda, den 11. März 1921.

Der Vorsitzende des Wochlansschusfes.

Der Wahlkommissar. 3. V.: Frhr. v. Sagem.

Auszug aus den Registern des Standesamts Fulda.

Sterbefälle vom 4. bis 11, März 1921.

3. März. Maurer Nikolaus Schneider, 42 I. 2 M. 4 T. 4. Privatmann Johann Adam Sennefelder, le­digen Standes, 82 I. 24 T. 5 Laienschwester Karo­lina Frank, 43 I. 1 M. 28 T. 4. Landwirt Wilhelm Enders, Kohlhaus, 74 I. 2 M. 13 T. 4. Egon Willi Werner, 1 I. 21 T. 2. Witwe Katharina Faulstich, 81 I. 7 M. 9 T. 5. Privatin Ottilie Bader, ledigen Standes, 78 I. 11 M. 12 T. 6. Ehefrau Maria Katha­rina Kaiser, 67 I. 8 M. 6. Maurer Adolf Frebel, Großenlüder, 35 I. 2 M. 11 T. 7. Witwe Anna Bar­bara Krug, Langenschwarz, 35 I. 11 M. 20 T. 7. Viehhändler Moses Gleis, Rhina, 61 I. 10 M. 2 T. 7. Barmherzige Schwester Monika Kircher, 40 I. 9 M. 16 T. 9. Rosa Hillmeier, Ziehers, 20 T.

bedeutet: wenn erdie Stammtafel" Jesu einleitet, und in Richtigstellung und genauen Fixierung des Wortes genuit", das man bisher mit dem schemenhaften Begriff zeugte" übersetzte, an besten Stelle nun den Ausdmck wählt: Abraham trug als Stammhalter Jishak ein, was unsren modernen Begriff fast genau entspricht:ein Kind in die Geburtsregister eintragen lassen", was, wie wir z. B. aus den Antiquität es Subaicae des Jofephus Fla­vins wiffen, bei den Juden von großer refigiöfer Bedeutung war. Ausfällig ist bereits von allem Anfang an bie Ab­sicht des Uebersetzers, bte Eigennamen ta ihrer ursprüng­lichen hebräischen Gestalt wiederzugeben, bte sich wohl all­mählich etabürgern dürfte. So schreibt er für Juda Jehuda, für Bethlehem Bbi-Lechem und gibt dafür die, vielen ganz neue Erklärung, daß Lechem (d. i. Brot, ara- bssch Fleisch) Hebräisierung des Namens der babylonischen Göttin Lechama sei. In vielen Fällen nimmt er den ka­tholischen Text in Schutz gegenüber der protestantischen Uebertragimg, z. B. die bekannte Stelle der Apostelge­schichte aus der Stadt des Apostels auf dem Areopag übersetzt er nicht mit dem kraftlosen unbestimmteneinem unbekannten Gotte", sonderndem unbekannten Gotte, den ihr also, ohne ihn zu kennen, verehrt". Welch ein abgrundtiefer Unterschied klafft zwischen beiden Auffas­sungen!

Es kommt dem heutigen kommunistischen Zeitgeist die UeberfetzungSchaffet Euch Freude mittels des unge­rechten Reichtums" entgegen, doch der Sprachforscher und Kenner nicht bloß der Sprache, sondern auch des Sprachgeistes weiß, daß das Griechische adikos, nicht nur die Bedeutung von ungerecht, sondern auch wertlos, nichtig, vergänglich hat, so daß alsowertloser, eitter Reich­tum" paffender und sinngemäßer zu übersetzen wäre.

Wen hätte nicht schon, bei aller Ehrfurcht vor Christi Warten, die Stelle Ioh. 2, 4 peinlich berührt? Maria macht ihren Sohn aufmerksam:Sie haben keinen Wein mehr", und Jesus antwortet feiner Mutter in der bis­herigen Uebertragung:Weib, was habe ich mit dir zu schaffen? Meine Stunde ist noch nicht gekommen." Ab- gesehen davon, daß die Schroffheit dieser Worte einfach undenkbar ist, scheint unserem Verständnisse den beiden Sätzen der logische Zusammenhang zu fehlen. Hier hilft sich Schloß mit folgender Uebersetzung:Sei unbesorgt um mich . . ,* Auch dos WortWeib" wirkt etwas be-

Süssweine

aus eigenem Import in anerkannt guter Qualität zu billigen Preisen. Als Krankenweine und Starkunosweine besonders zu empfehlen.

Joseph Schmitt, Fulda

Büro und Kellerei: Paulusfor 4 6. Kleinverkauf: Marktstrasse 32.

vermischter.

* Eine furchtbare Familientragödie tmrd aus Heilbronn gemeldet. Tort hat die Frau des Post» beamten Wenzel in einem Anfall von gefftrger Um­nachtung erst ihren drei Kindern im Alter von 2, 5 und 10 Jahren, und darauf sich selbst mit einem Raisiermesser die Kehle durchgeschnitten. Da keine ärztliche Hilfe mehr möglich war, fanden alle vier Personen den Tod durch $rrbluten.

* Der Prozeß gegen den Hauptmann Pfeffer. Bor dem Landgericht in Stargard in Pommern Has in diesen Tagen ein Prozeß gegen den früheren Reichs, wehrhaupcmaim Pfeffer v. Salomon stattgefunoem Eme Anzahl Reichswehrsoldaten war unter ihrem Führer Hauptmann von Pfeffer nach Pommern gekommen, um hier als Arbeitsgemeinschaft auf den Gütern landwirt­schaftliche Arbeiten zu verrichten. Die radikale Presse veröffentlichte Dokumente, nach denen der Zweck dieser Arbeitsoemeinschaft die Vorbereitung eines Putschs gegen die Republik sein sollte. Daraufhin wurde Pfes- ser der Prozeß gemacht. In der Verhandlung versag­ten di- Zeugen der radikalen Preffe vollständig. Ein gewisser Vüllemeyer, der unter Pfeffer rm Sennelager Dienst bei der Reichswehr tat, wurde als Dieb und Falschspieler entlarvt. Er hat den Schreibtisch des Hauptmanns Pfeffer erbrochen und als er hier kein ausreichendes Belastungsmaterial fand, Urkunden ge­fälscht. Das am Samstag gefällte Urteil lautete dem Anträge des Staatsanwalts gemäß auf Freispre- ch u n g des Angeklagten. Aufhebung des Haftbefehls und Freigabe der Kaution. Die Soften wurden der Staatskasse auferlegt

* Zum Freispruch im Essener wasieriurmprozetz. In drei Verhcmdlungswochen hat das Essener Schwur- gericht festzustellen versucht, wer die Verbrecher sind, die bei der nach dem Kapp-Putsch einsetzenden kommu- nistischen Gegemevolution in Essen die aus 15 Mann der Sicherheitspolizei bestehenden Besatzung des Was- ß'turms, die sich ergeben hatte, ermordet hat. Schon r Staatsanwalt hatte zugestanden, daß die vor Ge­richt gestellten Mitglieder der Roten Armee nicht die Haupttäter und Führer seien. Immerhin sah er in ihnen Mittäter an dem grnneinsamen Mord. Die Ge- schworenen schlossen sich dieser Auffassung nicht an/son- drrn kamen, wie schon mitgeteill zu einem Freispruch Auf Grund der Feststellung der Beweisaufnahme be­schloß das Gericht, gegen den Bergmann Schröer (Es­sen) einen Haftbefehl zu erlassen. Die Kosten des Pro­zesses, der über drei Wochen andauerte, und in welchem 300 Zeugen vernommen worden waren, trägt die Staatskasse. Vor dem Gerichtsgebaude war es wah­rend der letzten Sitzung des Gerichts zu einer Demon­stration der linksradikalen Arbeiterschaft, die stürmisch den Freispruch der Angeklagten verlangte.

Km Kirche und Schule.

** Zwischen dem Heilige» Stuhl und Eng'avd sind Verhandlungen im Gange, um die Rückkehr der aus- gewiesenen deutschenMissionare nach den eng­lischen Kolonien zu ermöglichen.

Handel und Wirtschaft.

Die Errichtung von neuen Margarine- und Setf­fabriten ,die bisher der Genehmigung unterworfen war, ist jetzt freigegeben worden. Damit ist auf größere Kon­kurrenz und weitere Preisermäßigung zu rechnen.

Biehverwertung. Aus 25 deutschen Märkten er­rechneten wir folgende Durchschnittspreise: Ochsen sinschl. Bullen 40008000 M, Kühe 46000 M, Ferkel 2300 M per Stüch, Bei der Berliner Häufeaktion stellten sich die Presse gegen die letzte Auktion 2030 Prozent nied­riger. Ochsenhäute galten etwa 5,209,90 M, Bullen 4,207,60 M, Kuhhääute 5,206,95 M, Färsen 5,85 bis 8 M, Fresser 8,90 M.

Ein Boykott französischer unb englischer Waren in Deutschland fängt ohne viele Worte an, sich angesichts derSanktionen der Entente" auszubreiten. Dazu ge­hören auch nicht besondere Aufforderungen, es ist ein­fach selbstverständlich, daß mir französische Weine, Schnäpse und Parfüme, englische Zigaretten, Sport­artikel und dergleichen, einstweilen beiseite stellen. Es

MlMMvgev Der WMev WnukgMlttelWe

15. März 192L

Betrifft Kartoffeln.

Der noch vorhandene städtische Kartoffelbestand soll )um 15. März zu dem verbilligten Einheitspreis oon 25 Mk. per Ztr. an die Einwohnerschaft abgegeben «erden. Die Kartoffeln werden so ausgegeben, wie sie lagern Der am 15. März etwa noch vorhandene Rest, -stand wird anderweit bestmöglichst verwertet; an bte

Bevölkerung werben nach diesem Termin keine flartoffdn mehr ausgegeben, wie überhaupt eine städtische Kartof­felversorgung, nachdem die öffentlich- Bewirtschaftung rafgebeben ist und die Kartoffeln freigegeben sind, nicht meta stattfinden wird. Die Restbestände sollen in oben 'rwähnter Weise zu Gunsten der städlifchen Verbraucher Wräumt werden. f

Die neue Handelsflotte.

2m Reichstag wurde dieser Tage der Gesetzentwurf -er die Abfindung der deutschen Reeder oerhandev. 1 er Vertrag von Versailles hctt uns gezwungen, unsere Handelsschiffe dem Vieloerband auszuliefern. Das ist and) geschehen mit dem Erfolg, daß z. B. die Englän- |er nicht wissen, wohin sie mit dem Schiffsraum sollen. Für die ausgelieferten deutschen Schiffe hat das Reich den Reedern bestimmungsgemäß Ersatz zu leisten. Was wir auslieferten, gehörte zu den technisch vorzüg­lichsten Erzeugnissen des Schiffbaues. Vergessen wir wir nicht, daß Wilson auf einem Dampfer des Nord­deutschen Lloyd die Ueberfahrt nach Europa unternahm. Unbestritten hätten die deutschen Dampferlinien die Führung im Passagiergeschäft wieder an sich gerissen. Gewiß, im Frachtgeschäft war England zunächst wegen der gewaltigen Tonnenzahl seiner Schiffe nicht zu schla­gen. Aber Deutschlands Handelsflotte kam stark auf. Von Jahr zu Jahr stieg der Hundertsatz der deutschen Flagge im Verkehr mit allen Ueberseehäfen. Wenn nicht der Krieg dazwischengekommen wäre, so wäre die deutsche Handelsflotte der englischen etroa im Jahre 1930 auch der Tonneuzahl nach ebenbürtig gewesen. Diese Entwicklung ist der deutschen Handelsflotte für ab­sehbare Zeit unterbunden. Wir müssen wieder ganz oon vorn anfangen. Wir müssen nicht nur die Schiffe wie- : der bauen, sondern auch eigene Linienfahrten wieder : einrichten. Zur Zeit sind wir von der Gastfreundschaft fremder Schiffahrtsgesellschaften abhängig. Das ist an sich kein Nachteil, denn wenn in den Gefahren der Uebergangszeit unsere eigene Flotte unsere Versorgung mit Rohstoffen.und Nahrungsmitteln durchführte, so würde sie der Verband sicher zu Erpressungszwecken be­schlagnahmen. Aber das darf kein Dauerzustand wer­den, es muß und darf nur ein Uebergang sein. Der überseeische Verkehr würde darunter allgemein leiden, wenn er tagend welchen Zugriffen und Zwangsmaß­nahmen durch einen Staat ausgesetzt wäre.

Das Reich zahlt nun gemäß der Abfindungsvorlage an die Treuhandvereinigung der Reeder 4,7 Milliarden Mark in Schatzscheinen. Diese Abfindung bedingt die Gegenleistung in Form des Wiederaufbaues. Was die Reeder also erhalten, sind in Wirklichkeit die Baukosten für neue Schiffe. Die Vorlage über die Abfindung trifft Vorsorge, daß die Baufristen beschleunigt, und |ba6 nur deutsche Werften mit Bauaufträgen bedacht werden. Innerhalb 10 Jahre muß die Treuhandge- sellschaft eine Handelsflotte von 2,5 Millionen Tonnen Tragfähigkeit wiederhergestellt haben. Diese Loisttmg ist technisch durchführbar, trotzt«!» unsere Werften noch mit dem Bau von Sckffffen für den Verband auf deutsche Rechnung belastet snw. Unsere Wersten haben indes­sen während des Krieges ihre Anlagen vielfach erwei­tert, ebenso sind neue hinzugekommen. Auf der anderen Seit« sichert die Angliederung der Schiffswerften an die großen Werke der Kohlen und Eisenindustrie den Bezug der Rohstoffe. Diese Angliederung ermöglicht es, den Schiffsbau trotz der hohen Baukosten ertrags- fähig zu gestalten.

Was den Reedern in der Abfindung zugewiesen wird, ist also kein Geschenk, sondern nur eine Vergü­tung, die zudem mit einer Verpflickstung ausgestattet ist. Dadurch, daß di^ deutschen Werften auf Jahrzchnte hinaus mit Aufträgen versehen sind, löst sich auch ein Teil der Arbeitslosenfrage. Sie ist in den Hafen- städten besonders schwer, da wir jo keine Schiffe mehr besitzen, auf denen die Seeleute fahren fönnett Es ist sicher, daß bei dem Bau der neuen deutschen Han­delsflotte alle technischen Errungenschaften und Fort­schritte berücksichtigt werden. Sie wird also eine Muster­flotte sein, umso mehr, als der Krieg bewiesen hat, welch hervorragend seemännischer Geist im deuffchen Volk steckt. Denn an den Fahrten derMöve", des Wolf" und desSeeadlers" waren Söhne aller deut­schen Stämme beteiligt.

tenschast besannt sind, auch polittisch-geschulte Studenten zm Urt>srmchme von Referaten ta benachbarten HochschulstWtan bereit erklären, um hier­durch einen regen Gedmrkenaustausch zu veranlassen.

Für bie studentischen Ortsgruppen fft es von nicht ge­ringer Bedeutung, daß sie ihren Mttgliedem durch eine trremt and) noch so Meine aber ausgewählte Bibliothek die Möglichkeit selbständiger politifcher Fortbildung bieten kann; fft doch gerade an den Hochschulen bte Unkenntnis in der politischen Literatur, zumal in der Zen­trumsliteratur, unverzeihlich groß und daher ein Ueber- blick über bie wichttgsten polftischen Schriften, sowohl überparteilicher als auch parteipolitsscher Natur, dringend geboten. Wenn jedoch sogar nicht selten ältere Akade­miker unb Zentrums-Veteranen nicht einmal mit ben Schriften unb Reden eines Ketteler, Windihorst, Hertltag, Spchn, Hitze unb anderer fichreicher Politiker vertraut stab, sollte man tat Interesse der Partei dafiir Sorge tra­gen, daß die nachfolgende Generation eine bessere Be­ratung findet. Sicherlich weichen sich dann auch ältere Parteifteunbe bereit erklären, Drucksachen über Parla- menfsfefftonen, Parteitagsberichte, Jubilmmisramnnern der Zeitungen, Schriften ber kornnmnalpolitischen Vereinigung unb ähnlicher Art zu stfften.

Neben dieser politffchien Schulung durch Vortrag unb Literatur sowie durch die außerordenttich begrüßungswer­ten Artikel der Z. St. B. zumal spezifisch studentsschcr Signatur wäre aber auch eine stärkere Fühlung­nahme ber studentischen Ortsgruppen un­tereinander von weitreichendem Vorteil. Wenn auch ber Reichsparteitag und ber preußische Parteitag in ganz ersreullcher Weise eine rege Anteilnahme an ben Wünschen ber studentischen Zentrums-Mitglieder gegeigt haben, so können solche Veranstaltungen bekanntlich durch bie Uebersülle der behandelten Probleme niemals weder eine persönliche Aussprache noch eine tiefergehende Wür­digung der studentsschen Stellung zur Parteipolittk bringen. Eine conditio sine qua non ist es demnach für die stärkere Verbreitung des Zentru-msgedankens, daß möglichst noch in diesem Sommer» etwa in den Pfingstferien, in einer mitteldeutschen Stadt wie Fulda, welches für solche Tagungen manchen Vorteil bietet, die Zentrums- ftabenten aus allen deutschen Gauen Gelegenheit finden, mit Führern des Zentrums über die Lage ta der Stu­dentenschaft zur Ueberwindung der zentrifu­galen Kräfte innerhalb ber Partei und über die Mitarbeit ta der Partei sich auszusprechen und hier­durch ftischen, feurigen Wtwismus und neue Begeiste-

Die Heiligen Schriften des Nene«Bundes*)

Daß es eine Herzenssache Benedikt XV. fft, dem ta» ^Äschen Volke die Hl. Schrift vertraut zu machen, hat rr rnchj bloß etamal zu verstehen gegeben. Mit Macht «in ber Hieronymus-Enzyklika darauf gedrängt, daß ort Gottes unter bas Volk komme, mit aller Liebe bi.e Verbreitung ber Hl. Schrift den Men Damen hncru.. - b«i chm mit dem ganzen römischen Adel auf Atakkötagsfest zur AMenz sich emgeftmben hatten, tS? M gelegt, so daß wir nur der JnitSatwe Bene- Ws Ä" * * sw" 3roar bisher nicht an katholischen Ausgaben unter dem Klerus und den Gebildeten Verbreitung fanden. Aber allen haftete der SZÄ' ,°n, daß sie nur eine bloße Uebersetz- crX-nHrfirm A^^xtes daritellten, mit allen Vorzügen und ten00??« ,pin»e'uetr-Ue6<T^^trn9 bes Hieronymus anhaf- v"' de- ganzen Textes und feine völ-

rtim-tbisher noch feiner gedacht, am we- S beftüberlieÄ m Jine pichst treue Wiedergabe Textes mtt einer genauen Berück- ^Eun°swandels tat neuteftameirtfidten hebräischen Sprachgeistes, ber ton MMHaus-Cvangeliiim nicht außer acht ge-

OeMM W" "*«

. Stbon auf der ersten Seite des Buches beim Beten ^Mten Zeilen wird der große Forsch rUtta-7 ^Schlögls Bibelübersetzung gegenüber ihren Borgängern ÖH*\®te heiligen Schriften des Neuen Bnubes. Aus dem ^kt übersetzt mit Erläuterungen und einer Smfübruna A Dr- Nivard Schlögl O. Cist, o. ö. Professor «r Wiener Universität. Burgverlag (Richter u. Zöllner) ^en. 1920, (Großoktao, 428 Sellota. b

ftr.» lver- öefch. 2057

ist

Huß'

S bL ttiche btae-

20.. ution tbera rrung tonS» nften' BtjeU raus. D.P.