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Druck der Fuldaer Ar tteubr «Serri ie S«ld«

32 000 JA

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20 000 di

12 000 JA

Alpenrose, der ganze Ströme von Schweiß vergoß, i diesen Kreuzweg al, Buße willig auf sich nahm.

Sein Nachbar, der Richter von Salan, trug sich ernsten Gedanken 2hm war es ausgefallen, daß fein Sohn nicht in der Reih« der jungen Burschen

et mit lauter Stimme vor und im Bergsteigen nahm er e» mit den 2üngsten auf. Hin und wieder aber blieb er doch stehen, holte Atem und hielt Heerschau über seine Herde. So ging es immer höher in die Berge hinauf.

'Manchem wurde heiß dabei, mancher büßte geheime Sünden ab. Am heißesten wurde es dem Wirt zur

mit sich be.

Ans Oberheffen nnv ven Hess. Remtern.

△ Marburg. Die Stadtverordneten genehmigt«, eine Steuerordnung, betreffend das steuerfreie Einkommen dahingehend, daß alleinstehend« Steuerpflichtige, wenn chr steuerbares Einkommen 6000 Mk. und solche mit Familie, wenn ihr steuer­bares Einkommen 12 000 Mk. nicht übersteigt, befreit bleiben. (Fulda isthinsichtNch der Schonung kleiner Einkommen viel weiter gegangen. D. Red.)

kelblauen Augen auf, zwilchen weiß gebleichten Felsen schossen dichte Busche Rhododendron hervor, Glocken­blumen bimmelten uber'm Heidekraut und von hoher Kante schaute das bleiche Felsenkind, das keusche Edel­weiß, traumhaft schon und versonnen herab auf die betenden Menschen.

2m Waldesschattcn, beim Totenkirchlein, wurde die erst« Station gemacht und der Segen gespendet. Hier in der Einöd befand sich ein kleiner Friedhof. Hier schlie- fen, vom Lawinendonner umhallt, alle, die ihren Tod in den Bergen gefunden hatten. Der kleine Bergfried­hof hatte bei all seiner Einfachheit etwas Großes und Ueberwöltigendes; er bildete ein erhabenes Denkmal des Kampfes zwischen den Menschen und der Natur und war eine ernste Mahnung an Tod und Ewigkeit. Die stillen Schläfer hatten überrounben; für sie, die Besieg, ten, war der Kamps zu Ende. Sie ruhten am Herzen der Erde und von der Friedhofsmauer schaute das bleiche Gesicht des Gekreuzigten mild, versöhnend und erbar­mend auf die einsamen Gräber mit den schwarzen Kreu­zen nieder.

Rach kurzer Rast ging es weiter. Ueberall ranen Felsen und @:pfel mit gleißenden Gutschein himmelan. Auf grünem Wiesengrund erheben sich dunkle Almhüt­ten, in tiefer Mulde schlummert wie ein träumende» Kind in der Wiege ein kleiner See, in dem sich der blaue Himmel spiegelt. 2n der Ferne grüßt der Rosen, garten herüber, der vielgepriesene Fürst der Dolomiten, mit seinen Zinnen und Zacken, die sich wie silberne Türme vom Horizont abheben. Stolz erhebt die könig- liche Mormolata chr erzgepanzertes Haupt, um das die Sonne eine goldene Gloriole webt, im Feuer diese» Lichtwunderr beginnen alle Firne zu glühen und zu gleißen, als stände die Welt in Flammen, als habe der Schöpfer alles Gold der Erde und alles Edelgestein der Berge über sie ausgeschüttet Ein wundersames, nie ge­sehene» Farbe spiel blüht in den Lüften und über den ragenden Gipfeln. Sie glühen und 'prüden wie feurig- Erzblöcke, die sich aus lodernder Este heben, Purpur- wölken umwallen sie, bläuliwe, violette und rosige Schleier schlingen sich um ihre steinernen Königsstirnen und fließen hinab zu den tiefen Schluchten, in denen die Schatten der Abgründe wie finftere Riesen schlummern.

SortsHung folgt! - -

Eoltesdienstordnung für die Leipziger Messe.

Auf Wunsch und im Interesse der kacholi^e« Meßbesucher aus der Lcipzi-er Messe am 6 —12. Mir» 19-3i geben wir die E»ttirdi«nstord»«r- ht ke pzig W

Markte.

nie. SrauMttrt a. M. Der gestrig Pferd em», ll war trotz der bevorstehenden Frühfahr»bestellunz Ht» hält» «mäßig schwach beschickt. ES dürften 1203—140» Tiere gerne en sein. Auch der San bei war schleppend» womit auch in Frankfurt bewiesen wurde, daß dir Märkte nach.-elaflen Haden, eine Tatsache, die man sch»» auSwä ts beobachtete. Trotzdem kosteten gute Pferde na h immer reichlich über 20000 Mk., allererste Klaff» so mr über 30 000 Mark. Der Markt wurde nicht Völlig nträumt. An ebor in Sbla i tpferden schwach. Der Sandel mit Wagen und Geschirren entwickelte sich leb« haft. Ter Mar t wurde nicht völli i ee äumt. Der ileberftonb wurde nach auSroärti en Märkten verlade«^ darunter auch eini e Pferde au* dem Aueiand»

Sandel und Wirtschaft.

-- der Xohlenm.ingel in vaqern. Die .Mönche». Au Sd. vibenbm' ist n h-r L i au’fubrlicbe Ta«, legungen auf Gnmtz zuverlässiger Feststellungen M dev» öffentlichen, um die Folgen des Abkommens von 8p« für Bayern zu ter chnen. Daraus ergibt sich, daß dmch das Kohlenabkommen von Spaa da» am weiteste» vs» den Kohlenrevieren abgelegene Danern am meist« S* schädigt worben ist. Di« gegenwärtig« Arb«t»lag» * Boyern läßt bezüglich wichtiger Industrie ernste Befer«« niss« aufkommen, insbesondere leiden di« Stein- nitinbuftrk. einige Teile der Metallinlbuftrie, lonswirt» schaftsiche Maschinenfabriken und ein fahr bedeutend-, Test der 5;Ölindustrie. Bemerkenswert ist u. a. tue Tatsache, daß seit zwei Jahren ungefähr 1000 Brauerei« röflf gongen sind. .... .__

= Di« amerikanischen Negirning»eise»8ahn« nahm« ein Angebot von den Kruppschen Fabrik« für 1000» Ebsenbahmäder an. 16 Konkurrenten kamen für da» An» gebot in Betracht. Da, Angebot der Kruppsch« Fc-drste» war aber 50 n. H. billiger gewesen at» da» d« Mehrtz« der anderen Fabrikanten.

vermißtes.

• Der Spuk een Dietersheim. Der „Spuk von Die­tersheim" in Firmken, bei dem in Gegenwart einer drei­ßigjährigen Magd und ihrer neunjährigen Tochter alle möglichen ®egenftänbe von selbst in Bewegung geraten und durch die Lust geflogen sein sollten, wird jetzt von einem Augenzeugen als grober Schwindel bezeichnet. In einer der Forschung von G chsimw iss enf Haften dienenden Münchner Bereinigung erklärte ber Vorsitzende, der selbst die Vorgänge an Ort und Stelle eingehend untersucht hat, daß di« seltsamen voipönge von dem neunjährigen Mäd­chen selbst henvorgerusen wurden und daß die wissenschaft­lichen Beobachter, die sich für di« Ernsthaftigkeit des Problems von Dietersheim ausgesprochen hatten, einer schweren Täuschung zum Opfer gefallen sind. —Ein bla­mabler Hereinfall. Aerzte und gelehrt« Forscher hatten sich stark für den ernsthaften Charakter des Spuks von Dietersheim eingefetzt l

* Vie llnlerschleife in Lebensmittel- und Dohmings- ämtern nehmen erschreckend zu. In Altenburg wurden große DutterschiÄumgen bei der dortigen Fettstelle ent­deckt, in fxunnot-er war vor einigen Tagen das Wohnungs. amt polizeilich misgehoben worden, weil die Beamten sich

fand. Fragen mochte er nicht und zu Gina Dorftürmen, ging auch nicht an, da es feiner Würde Eintrag getan hätte. So erfuhr er nichts von dem Vorfall vor der Kirche, ahnte nicht daß Michael auf verbotenen Wegen ging. Gina selbst hatte es bei der tiefen Liebe, die sie für Michael empfand, nichts übers Herz gebracht, ihn bei feinem Vater zu verklagen. So blieb die Abwesenheir des jungen Schmiedes für feinen Vater ein Rätsel; doch beruhigte er sich rasch, indem er dachte: „Vielleicht hat er beim Riederwerfen des scheuen Rosses Schaden ge­nommen,“ und damit zog die Sorge in sein Herz. Aber auch diese verflog rasch. „Ach was,“ sagte er sich, „sa o Riesenkerl wird sich grab’ von an welschen Roß biegen lassen L bi siel übel wird ihm worben sein — und wenn er sich verschnauft hat. kommt er von selbst wieder hin­terdrein mit seine langen Seiner.“

Damit beruhigte er sich und fiel mit dröhnendem Lasse in den Lobesgesang ein.

Am meisten litt Gina, deren Herz zu brechen drohte, weil sich der geliebte Mann von ihr lorgesagt und einer andern, dieser falschen, welschen Schlange, zugewandt hatte, die ihn nun völlig umgarnte. Sie weinte still in sich hinein und ihre Tränen fielen wie Perlen des Schmerzes auf ihren Leidensweg. Doll Inbrunst betete sie für Michaels Rettung für den sie mit Freuden ihr Leben hingegeben hätte.

Indessen mürbe ber Weg immer beschwerlicher und verlor sich fn einem felsigen, zerrissenen Bergpfad, der viele Hindernisse bot Trotzdem war es eine frohe, schöne, segensreiche Wallfahrt Die Sonne spreitete den Bergfahrern einen goldenen Teppich unter die Füße, mi'de, reine Lust umwehte sie und die Höhen leuchteten iv be- schänsten Korben Der Enzian ftbhifl fein« bun-

Hu$ dem Kachvargevier.

= Hersfeld. Sn Hattorf, Heimbottshausen und Ransbach find die Belegschaften im Kalibergbau in ben Streit getreten. Die Ursache ist die beab- sichtigte Einfichrung eines Akkordsystems vonseiten der Verwaltung.

— Gelnhausen. Sonntag abend veranstalte!« die koch. Gemeinde ein« Elternversammlung, in welcher Herr Lehrer Mock ein Referat hieü über die Frage: Warum halte« wir an der Konsessions­schule f e ft ? Seine Ausführungen beleuchteten besonders folgende PuM«: Wir fordern das Fortbestehen unserer konfessionellen Schute aus pädagogischen Gründen; denn nur sie ist die wahre Crziehumgsschule, nur sie ist die natürliche und pädogogisch berechtigte Fort­setzung und Hilssanstast des konfessionellen Crzichungs- kreises der Familie. Wir verlangen sie ans nationalen Gründen: berat nur eine christliche Erziehung legt den Grund zur Unterordnung des Einzelnen unter die Gesetze des Staates. Don Leuten, welche die Meinung hexen, daß sie von keiner goMchen Leitung und Herrschaft ab­hängig sind, kann man wahrlich nicht erwarten, daß sie

Cognakj Rum, Liköre, Edelbranntweine

empfieh t

Joseph Schmitt, Fu!da Büro an l Kellerei : Panluetor 4-8 Kleinverkant: Marktetrasee 2.

AuS Geisa und Umstebunst.

).( Sacka. Porzellan -Notgeld wi d im naßen StabtlencS eib auö-egeben werden. Es ist in einer PorzeNavsabrik des Crte5 heiaeslellt worden. 25 Psg 50 Psv.- unb 1 Maik-Siücke werden vor­läufig zur Ausgabe gelangen.

M 52.

Freitag, 4. März ISA.

13 000 JA

Den Detriebseinahmen ist der Wert der Gegenstände, Ausbeuten und Dienstleistungen hinzuzurechmn, die der Steuerpflichtige bei der Bewirtschaftung des Grundbe- sitzes für sich und seinen Haushalt oder für andere Zwecke entnommen hat, die außerhalb des Betriebes liegen. Ms Wert ber Wirlschastserzeugnifie, Waren unb Vorräte des Betriebes sowie des beweg­lichen Anlagekapitals ist der gemeine Wert, der in normalen Zeilen unb unter normalen Verhältnissen gilt, in Ansatz zu bringen. Soweit ein Anschaffungs­oder Herstellungspreis gegeben ist und dieser hinter dem gemeinen Wert zurückbleibt, ist der Steuerpflichtige be­rechtigt, statt des gemeinen Wertes ben Anschaf« f u n g 8 = oder Herstell ungspreis anzusetzen. Sn diesem Falle ist der für den Schluß eines Wirt- schaftsjahres in Ansatz gebrachte Anschaffungs- oder Herstellungspreis als Wert ber betreffenden Gegen­ständ« am Anfang des folgenden Wirtschaftsjahres in Ansatz zu bringen.

Werden von den Steuerpflichtigen über ben Be­trieb ber Laub- und Forstwirtschaft geordnete, den Reinertrag nachweisenbe Bücher geführt, so sind die Ab­schlüsse dieser Bücher als Grundlage für die (Ermittlung des Betriebsgewinnes zu verwenden.

Das Einkommen aus dem pachtweisen Betriebe der Land- ober Forstwirtschaft ist in gleicher Weise zu ermitteln wie beim Betriebe auf eigenem Grund und Doben unter Hinzurechnung des Mietswertes ber mit- gepachteten Wohnung. Der Pachtzins einschließlich des Wertes ber etwa bem Pächter obliegenden Natural- ober sonstigen Nebenleistungen ist in Abzug zu bringen.

hl. M. 8 llär, H. 10 Uhr.

Connewitz. Bornatscheftraße 3c, Lichtspielhaus hl. M. 9 30 Ui)t.

Katholische Meßbesucher, verlang »ach d« katholischen Zeitungen, besonder» nach bet sächsisch«' BoUSzcttung. _

Israelitischer tootteSbientt.

SamStaa, 5. Marz. TBorabenbnotietbieitft 5.30 moraens 8, nachmitt. 4, sabbati;au» -ana 6,55 llyr. —■ Wochenaottesdienft: Morgen» 6,40, nachm.

abend» 6,55 Uhr.

Mittwoch,9. März. Fasttag. MittaJ»zotte»bie«ß 12,20Utjr.

hatten bestechen lassen, und fetzt sind im Sebensnwttetart ber Stabt Magdeburg umfangreiche Unterschleisen rot» peberft worbevt. Die Angestellte» ljabrn sich große Diebsth«« zu Schaden koinrnm lassen, und in großen Menge» Kar» ten auf Personen ausgestellt, bie gar nicht existier«.

* Z htungsoinay gken e« Stadlzeme-noe. SW etfie Siabigemeinbe eikiä'te sich bie Stabt Lödejü« bet Halle zablungsunfabiz. Der 'Diamin et stell« sämtliche Zahlun en ein, auch bie Lohn ablu«.n« an seine Arbeiter und Anae'iellien, da bie Stadl kaff« einen Fe lbe rag von 200000 Maik auftoeut und b e kommun,stl,che Mehrheit bet Siabibeterb» retenberiammhmg Tccknng durch Steuer« gtuitb-

ä I * vet wei r t.

» Den 1-Mark-Tarls bat bie BerNner Stteßenbahn sch, erführen müssen. Ein Umsteigesahrschein kostet so­gar 1 50 Mark.

♦ Schulstrelk in Lharlollenbirrg. D!« Schülerin«« bet Fürst n-Vlsmarck^chule in Challottcnburg hatten ersah, ren .daß chr Direktor Durg versetzt wäre unb beschlösse» darauf Hst, ben Schusstreik. Sie schickt« ei« Deputat:« zum Kultusminister, dieser empfing sie nicht, worauf sich die Deputation zu bem Ministerialdirektor Jahnke begeb. Hier würbe ihnen ber Deschrch, ber Direktor habe sich Verfehlen zufchuDen kommen lasse» und bie Angetegtacheit ränre b't Schilft'mnen mck's em.

'• Der Brand im Heillglum oa» Loretta. Hebet b« Brand m ber Lorettokapelle bringt ber „Off«roatet« Re- mario“ noch folgende Emzeiherten: Das Helligtm« »« Lorvlto würbe cm 24. Februar van einem lehr schwere» Feuert raub« heimeefucht, der in ber Kapelle des Ligen Hauses“ entstand unb besten Ursache» noch nicht I genau fest stehen. Die schmerzliche Derwüstung wurde erst i am Morgen entdeckt, als bie Pattes in btt Kapelle fernen. Die Flammen, bie während ber Rächt ausbrach«, halte» das sehr alte Heilig nb'tt eingeäschert, ebenso unzählige Vokivgeschmke unb Kronleuchter vernichtet und d« Altar zerstört. Die Wände des Hefsigen Hauses sind unver­sehrt geblieben. Die ersten Nachrichten berichtet« eew worren über bie Zerstörung bei Schatzes. Das trW bt feiner Weise zu, zumal alle faltbaren Gescheute, die in Laufe der Jahrhunderte aus ber wachsende» Verehrung tum sehr berühmten Muttergottesheil.gbmn aumhäust warn ben, an anderer Stell« aufbewahrt sind. Die Nachricht dm dem Feuerbrand verursacht« eine lebhafte Aufregung hl I der Stadt und Umgebung von Loretta. Em» ungeheure I Menschenmenge harrte auf dem Platz unb er langte di» Basilika zu betreten, bie man sofort wieder öffn« wird, sobald die Spuren ber Verwüstung entfernt werb« kön» I nen. Das verbrannt« Muttergottesbilü, bas unter den Kamen ber „Madonna von Loretta“ allgemein bekannt ist, bestand aus einer Manenstatu«. bie aus Libanonholz oder aus einem berühmten Sethünhalz geschnitzt wat. Es war eine der ältesten Skulpturen aus bet ägyptisch-«rien- tattsch« Kunst, so daß es fo"ar bem hl. Lukas zugeschri». ben würbe. Die Höhe des Bildes betrug 80 Zentimeter. Di« Muttergottes trug das Jesuskind auf d« Hrmen. I Diese Statue war über bem Herbfeuer des HsUigen Hau­ses m einer fische mfgcstellt Der Heilig« Vater M I ’m tmem T.clegrffni,m cn ben 'Bifthof üon ßoretto ftiiww Schmerz über die Vernichtung dieses Drldc» lebhaft« I Ausdruck verliehen.

Meß-Lonnta- bekannt:

Et.Trrnitati», Wcststraße 2: 6^ 7 u. 8» Bbejtt« Messen, bie beiben letzten mit Pr, 9 Uhr fcedcwn* 10,15 Uhr Schulm. in. Pr., 11,15 Uhr letzte hl. K. « An Wochentagen: Hl. Messe« um 6,30, 7 unb 6 llhtt.

St. Saurentiu», Reubnitz, Friedrich DilhelsM» 3), hl. Messe 7 Uhr mit Pr., 9 Uhr Hochamt.

St. Marien, Karl Heinestr. 11, Plagwitz-Lindenatz, hl. Messen 7 unb 8,30 Uhr, Hochamt m. Pr. 9,30 Uhr.

St. Geornrkaveile, Gohli», Tre»tschkestr> 18-

' 3.

Unter Gesängen und Gebeten zog die große Prozes- firm durch bas Dorf und hinauf in die Dolomiten, damit bet Priester bie Berge unb Almen segne unb weihe. Das war seit Urvaters Zeiten so Sitte im Tale, und an dem sinnigen, altehrwürdigen Gebrauch hielt auch bas hinge Geschlecht in Treue sest. Denn Berge unb Menschen waren hier so fest verwachsen, wie Leib unb Seele. Do« den Bergen hing Heil ober Unheil, Segen ober Derber- ben für bie Bewohnet her Tales ab. Don ben Bergen donnerten die Lawinen unb bie mitten Sturzbäche, welche bas Dorf, bie Felber unb Gärten verwüsten ober gar bie Menschen unter ihren Stein- unb Wasserfluten begraben konnten; es war baher wohl zu oerstehen, baß bie Menschen im Tale, bie schutzlos ben mitten Ge­malten preisgegeben roaren, ben Himmel anflehten, er möge sie vor Unheil unb Verberben, vor Gewitterscha- den unb Wassersnot bewahren.

Don ben Bergen unb ihren weiten Almen, wo Hun. berte von Rindern wetteten, kam aber auch viel Gute»; die Almen waren für sie bas gelobte Lanb, bas von Milch unb Honig fließt. Auf biejen natürlichen Quel­len bes Lebens beruhte ber Wohlftanb, bie Gesundheit unb Kraft ber Bergbewohner. Sie durch Priestershand unb burch bie eigenen Gebete zu weihen, bamit Gott Se­gen unb Gebeihen unb ein gutes Jahr schenke, erschien ihnen nicht nur eine schöne religiöse unb erhabene Zere­monie, fonbem auch ein Gebot ber Pflicht ihrem Schöp­fer gegenüber, ber Segen unb Verderben in seinen Hän­den hielt, von besten Allmacht bas Wohl unb Wehe all seiner Geschöpfe, ber Manschen wie ber Tiere, abhing. Daher waren bie Gebete ber Wallfahrer, bie sie zum Himmel fchickten, auch voll Inbrunst unb kamen au» tiefstem Herzensgrunbe.

Der Priester in Ehorrock unb Stola, die goldene Kreuzpartikel umgehängt, von bem Küster unb ben Chorknaben begleitet, gab ihnen ein nachahmenswert« Beispiel; trotzdem Alois Innicher schon graue Locken «m» Haupt hatte und fein Atem etwas kurz gina betete

eines Menschen Herrschaft echten mid butten; ^auch nicht die Herrschaft einer sozialistischen Regierung, oraug, ver­eint mit ben nationalen Gründen, bie für bie Sonfentons- schule sprechen, sind die sozialen; denn nxe, bte «chule ohne Gott das Staats-'e-üude untergrabt, fo fetzt sie auch I m Stelle der nationalen Gesellschaft m der Konsequenz die Anarchie. Nur reliKÖse Erziehung erolickt im Mit- I mensch-n dm Nächsten, den du lieben soll.t wie dich felbst. Wir fordern vor afi-m au* den Fortbestand bet Kon- I fessionsschule aus religiösen Erünbm: denn für uns gut das Recht der Äl.ch? auf Religionsunterr cht und ret.gws- fi tlche Erziehung gemäß bem Lehrauftrag des <'oltl!*en Lehrmeisters: „Gehrt hin unb lehret alle Detter! Dir woll n aber auch die konfessionelle Iuaenderziehung un- serer Kinder, für die w i r verantwortlich sind, xewahtt misten aus Gründen Eewistemssteiheit unb der elemen- farftm Elternrechte. Unserer konfessionelle Sckn^eftal. tuna schwebt in ihrem Wirken ber einheitlich« Dittunar- ardanke cor, auf religiös-sittlicher Grundlage tüchtige Sttats. bürget zu erziehen. Daher schafft unser« Schu-gestÄtung d'e'wirkliche Einl)eit-fchule, tue wahne dsuf'che Kultur- fcMe Nur ihr kann nach den Wirrmsten der Zeit und am Ende aller schulpolitischen Grperimente btt Zukunft rehören Der Dortraa endete m-t einem warmen Aufruf „ bie aefemt« Ctt'msckaft. einmütig zusammen zu st-hen und unter keinen Umständen unsere gut bewahtte kaih. ~l«!e preiszugeben, andernfalls wir uns eine schwere Dcrankvortung aarfladen würden, unsern Nachkommen ge­genüber. Des weiteren sprachen noch H'rr Pfarrer E n a e 1 s, Herr Huber und Herr Lehrer L ö w zu die­ser Anaelecenheit. Eine die»b>zünsiche Relo'utttn. bie d-n maßeebenidm Stellen zugesandt werben soll, wurde ein­stimmig angenommen.

(fpb) Hanau. Aus dem Dahnhos K l e i n - O st » heim wurden b'e dort stehenden Eisenbahn'üge regel- müßia beraubt, ohne daß es der Gendarmerie gelang, die Täter zu ermitteln. Beamten der Frankfurter Eismbahnkriminalpolizei stöberten jetzt das Räubernest aus und verbafteten v'er der Hcmpttäter. Die Dur- schen hatten sich im Walde ein regelrechtes Bersteck für die erbeuteten Waren eingerichtst, das auch bei einer am Mittwoch aboehaltenen umfassenden Durchfuebung aufgefunden wurde. Als HmwitS!» wurden die Gebrüder Raab und ein gewisser ©ei- big in Haft genommen.

mc Frankfurt a. IR. Das Brot, das auoenblicklich in einzelnen Stadtteilen zum Verkauf kommt, ist au- zerordentllch schleckt. Es ist feucht und chmeckt bitter, fodatz es vielfach überhaupt nicht zu ge­nießen ist. Rach dem Urteil der Bäcker liegt dies an her Qualität der zum Strecken benutztm Mehle, die ost nicht einwandsrei seien, aber txru benutzt werben müßten, da die Reichsgetrettestelle nichts anderes liefere.

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Die neue Einkommensteuererklärung.

In der Zeit vom 1.—23. März 1921 sind die Ein- 1 vmmenfteuererklärungen für das Steuersahr 1920 aus- gefüllt einzureichen. Bekanntlich unterliegt aber der kefchlußfai-ung bes Reichstages noch eme Gefrtzesvor- tage, die das Einkommensteuergesetz in einfchneiitanden Punkten abzuändern bestunmt ist. Es bleibt ab« Sitten, wie weit dadurch die Steuererklärung beem- tigt wird. Vorläufig gelten die unveränderten Be­stimmungen des neuen Einkommenfteuergefetzes. Zur Abgabe einer Steuererklärung sind verpflichtet:

1 alle im betreffenben Kinanzamtsvezirk wohnen­den oöet sich dauernc> oder nur vorüber,leyenb aushal» tenden selbständig steuerpflichtigen Personen (Deutsche ober Richtdeutsche):

2 . sämtliche Personen, die ohne ttn deutschen Reiche zu wohnen oder sich aufzuhatten, in dem Finanzamts- bezirke Grundbesitz haben ober ein Gewerve ober «ne ErwerdStätigkeit ausüben oder Bezug« auS öffentlichen, innerhalb des Finanzamtsbezirkes gelegenen Nassen mit Rücksicht auf frühere oder gegenwärtige biensttiche oder BerufSrätigkeit erhalten,

soweit die vorstehend Genannten nicht bei einem an­deren Finanzamt eine Steuererklärung abgeben und fo- rveit sie im Kalenderjahr 1920 oder in dem während diefes Kalenderjahres endenden Wirtschaftsjahr ein Einkommen von mehr als 10 000 Mark be­zogen haben.

In der Steuererklärung ist dem Einkommen des Ehemannes das Einkommen feiner Ehefrau — sofern Ehegatten nicht dauernd getrennt leben — und das Einkommen feiner zur Haushattung zählenden min­derjährigen Kinder (mit Ausnahme jedoch des A r b e i t s einkommens der Kinder) zuzurechnen.

Ist ein Einkommen auf Grund besonderer Duch- oder Geschäftsabschlüsse oder auf Grund von Bilanzen ermittelt, fo sind Abschriften dieser Buch- oder Ge­schäftsabschlüsse oder Bilanzen der Steuererklärung bet- zufügen

Vordrucke für die Steuererklärungen können von den Finanzämtern bezogen werden. DieDerpslichtung zur Abgabe einer Steuererklärung besteht auch dann, wenn ein Vordruck nicht zugesMidt wird. Wer die Frist zur Abgabe der Erklärung versäumt, wird be­straft. Die Steuererklärung kann schriftlich eingereidtf oder mündlich vor dem Finanzamt abgegeben werden.

Zum steuerbaren Einkommen gehören Einkünfte aus Grundbesitz, aus @eWerbebetrieb, aus Kapitalvermögen und Arbeit, sowie sonstige Einnahmen. Dementspre­chend weist das Steuererklärungsformular A I—V be­sondere Abteilungen zur Berechnung des Einkommens aus den genannten Einkommenssteuerquellen auf.

1. Einkommen aus Grundbesitz.

Hierzu gehören:

1. die Einkünfte aus Miete und Pacht für vermie- tete oder verpachtete Grundstücke und Gebäude oder Gebäudeteile:

2. der Wert der Stützung einer Wohnung im eige­nen Haufe oder einer dem steuerpflichtigen ganz zum Teil unentgelllich überlassenen Wohming einschließlich der zugehörigen sonstigen Raume, Gärten und Parkanlagen:

3. Einkünfte aus dem Betriebe der Land- und Forstwirtschaft und aus der sonstigen Bewirtschas- i tung von Grundstücken:

4. Einnahmen aus Grundrechten unb Gefallen und aus solchen Berechtigungen, auf welche die Vor. schriften des bürgerlichen Rechtes über Grundstücke ' Anwendung finden.

Für jede diefer 4 Ziffern ist auf dem Formular ebenfalls je eine Ziffer vorgesehen.

Hier ist zu bemerken, daß bebaute und unbebaute Grundstücke, die einem gewerblichen Betriebe dienen, keine Einkünfte aus Grundbesitz ab werfen, sondern daß vielmehr das Einkommen daraus aus dem gewerblichen Betrieb stammt. Desgleichen ist der Gewinn, der bei einem Grundstücksverkauf erzielt wird, feilt Einkommen aus Grundbesitz, sondern fällt unter fonstige Einnahmen. Als Mietwert der Woh­nung im eigenen Haufe gilt der ortsMiche Mietwert. Dos Einkommen aus Grundstücken und Gebäuden, die verpachtet oder vermietet sind, ist nach dem Pacht« oder Mietzins zu ermitteln, unter Anrechnung der dem Der« Pächter oder Vermieter obliegenden abMgsföhigen Sa­ften (Feuerversicherung, Grund- und Gebäudesteuer, Kanalgebührott). Abschreibungen auf ben Wert der Grundstücke und Gebäude sind nicht hier einzusetzen, sondern sind später unter VI des Formulars (gesetz­liche Abzüge) vom Gesamtbetrag der Einkünfte in Ab. zug zu bringen. Es muß von Fall zu Fall ermittelt werden, in weidet Höhe bei den heutigen Zeiten und Verhältnissen eine Abschreibung in diesem Sinne zu er­folgen hat. ______________________________________________

triebsgewinn 13 000 JC und zwar:

30 000 JL

4-15 000 Jl

45 000 Jl

— 32 000 JL

Soweit Gebäude oder Teile von Gebäuden zum Betriebe der Land- oder Forstwirtschaft, zum Gewcrbe- lietricbe oder zur Ausübung eines sonstigen Berufes be­nutzt werden, ist der Mietswert weder bei der Berech­nung bes Einkommens noch bei der Berechnung der Betriebskosten zu berücksichtigen, denn hier kommt ber Nutzen, der in der unentgettlichen Benutzung dieser Räume liegt, im Geschästsgewinn ohnehin zum Aus- druck: „

Für unsere Landwirte ist die Frage I 3 die wichtigste. Sie lautet:

.Die hoch ist der lanb- oder forstwirtschaftliche tzelriebsgewi»» aus felbskdcMirffchafletcm eigenem oder gepachtetem Grundbesitz?"

Der Gewinn wird in einer einzigen Summe im Formular eingesetzt. Es dürfte jedoch sehr zweckmäßig sein, auf einem besonderen Sogen die Einnahmen und Ausgaben einzeln aufzuführen. Der Betriebsgewinn ist durch Vergleich der Betriebseinnahmen und Betriebs- ausgaben ftstzustellen. Dabei ist der Unterschied in Stand und Wert der Wirtschaftserzeugnisse, Waren und Vorräte des Betriebes, sowie des beweglichen Anlage- kapttals am Schlüsse des Lahres gegenüber dem Stand und Werte am Anfang desselben zu berücksichtigen.

Detriebsgewinn ist der Reingewinn.

Beispiel:

Betragen die Einnahmen 30 000 M, die Ausgaben 20 000 JA unb sind der Wert der Wirtschaflserzeugnisse, Waren und Vorräte, tm Anfang des Jahres 12 000 JA, am Ende des Jahres 15 000 JA, fo beträgt der Be-

Der König der Dolomiten i Dolksroman von Felix Nabor.

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