Einzelbild herunterladen
 

Fuldaer Zeitung

Druck der Fuldaer Aeiieudruckerei i* F«>d«

um tie Tat von d m polnu

Hotel Lomnitz angestellt sei.

fchen Plebiszi ksn>m>ssar:at abzuleugnen; dieser mein»

bestätigen, daß gewisse

csBcir'oB

Zentral-Droyere, Zenfrol-Paisaae.

A.m In

.Michael",

ii;m

lS-rtsrtzung felgt;

herrlich sein. Und abends, wenn der Mond am fi rn» tnel steht wie ein silbernes Hern, werden wir durch

bewahrt.

Schachtel MJ-

«idige Zeuge ist slüchtig.

3. Echreibsachverjtändige

mit Hilfe von Büchcrsäljel ungtn IG Millionen Ai vNtN untei ichlaqen. irr da! de.S pai ze Geld an der för|e oder in der Loiie.ie b.rp fit, während er mit seiner Familie ein ärmliche» Leden)ite. E» hat sich selb,» der Polizei gestellt.

bexfifll schnei sehe und schmerna»

lühneräugen .x^HomhautSchwieter» Warten, Jn Apotheken « Dmoer*en erhaUUfe

Mr di; Landgemeinidm des Kreises werden folgcad» Lrslprrlse sestaesetzl:

für ein 3Vipsünd:Ocs Brot 4,20 <M

für ein 4pfüvdiges Brot 4,43 <-«

Fulda, den 26. Februar 1921.

Der Csabrd. F-ihr. v. Toernberg.

tie schöne FrühUngs..acht nach chau'e geh:«. Arm . . .*

Eina schrie auf vor Dual und Eifersucht.

in» Ohr:

,0 süße Lilie,

Diel tausend Sterne glänzen cm Himmel, Dcch Heller strahlen Dir Rositta, Augen"

Da war es um ihn geschehen, da war er ihrem Zauber verfallen. Er sah, wir schön sie war, wie chre Glieder so sch'ank und sonnenwarm, wie ihr Herz pulste unter der offenen Seiberj'tfe, wie ihie Augen strahlim und wie ihr Wund ihm wie ein halbgeöffneter Granat»

Drohbriefe, die der ermordete Kupka vor seinem Ende erhielt, von Angestellten Korfantys geschrieben wurden.

4. Ein Belastungszeuge wurde bald nach seiner be­eideten Aussage, die für Hotel 2cm itz besonders pein- sich war, nach Polen verschleppt. Die zwei Leute, di« lhn verschleppten, waren gleichfalls Angestellte Kor- santys!

Diese vier Punkte, die Interests in ganz Deutschland und darüber hinaus beanspruchen, wären nach den beiden vorangegangenen, wie gesagt, beeideten Zeugen mich in öffentlicher Verhandlung bestätigt worden. Da» war den Polen unbequem, mußte ihnen unbequem sein, weil sie mit Recht die große Rückwirkung auf ihre eigene Abstimmunzspropazanda fürchteten. Die Welt hält; er­neut erfahren, welchen schweren Stand dar Deu.schtum Oberschlesiens zur Zeit hat. Und weil die Polen mit den Franzosen nun einmal seit einigen Tagen formell und vertragsmäßig ,n einem Bundesvcrhällni, ft hen, schien «, den Polen das natürlichste Ding der Welt, daß di« Franzosen in dieser Rot helfen mußten E, steht fest, daß den Franzosen van polnischer Seite aus eine in französischer Sprache überlegte Abschrift der Anklage- schuft zuging und bevor sie die Akten des Gericht» in Händen harten. Die Franzosen zeigten sich nur zu gern bereit, auch in diesem Falle, unbekümmert um die deutschen Gesetze, unoekümmert auch um den F.i den». vertrag, die Polen zu unterstützen. Er erfolgte die Ein- ziehung der Akten durch die Entente in Oppeln, trog des nachdrücklichen Protestes der deutfchen Sustizbehör. den. Damit nicht genug: Tie interalliierte Kommisiion fürchtete, daß die Verhandlungen dennoch stattfinden könnte und bestellte telegraphisch auf eigene Faust alle Zeueen ab! Um schließlich ganz sicher zu gehen, ließen die Franzosen am heutigen Tage, an dem die Schwur- geeichtsverhandlung beginnen sollte, in, der Frühe den Angeklagten durch bewaffnete Macht aus dem Beuth«. «er Gerichtsgefängnis abholen und nach Oppeln trans, sortieren.

Engländer und Franzosen mögest au, diesem beson- -er» drastischen B:ispiel ersehen, wie wenig die Fran- jo,en heute, nach Abschluß des sranzüsisch poln schm Bündnisse», weniger denn s-, in der Lage sind, obf-ktive und vorurteilslose Hüter des den Oberschi sirrn im Frie- densvertrage gewährten Recht.» sein können. Korfanty hat nun seinen Willen, die Verhandlung konnte nicht stattfinden. Aber die beeideten Tatsachen, di« auch die interalliierte Kommission nicht mehr au» der Well schof-

RttSrug auS den Neziflern Ses SllmtzeSamtS FulVa.

Ctcrbefälle eout 18 -25 gelruat 1921.

13 Februar. Landwirt E uard Vv'nung au» Blanicnau, 40 ,1. 4 At. 18 T. 20 Mechaniker lotter dvcrt ,Vf PH Mtetich, 24 ?. 2 M. 27 T. HU. ^ntirhoe Gror i Wille. 76 j. « T. 20. E eirau Sopbie Zie en. mr 68 ?. 22 T. 2t. Cjft4'era|te;lDCitietcr ilonrab Nikolaus Hoo,e, 30 § 3 21 -t. 2 t. Eh.flau Äwa itiitneUur i aus Akolfscck, '0 ^t. 16 I.

rief sie voll Zorn und Enirüstung,hüt' Dich vor der Welschen! Wo der Welsche den Fuß Hins tzt, da lauert Verrat. Heft Du's vergessen, daß sie verflucht sind für ewige Zeiten? Hüt' Dich, Michael, hüt' Dich!"

Das ist die Stimme der Liebe, der treuen Warnerin, ist der Gleckenklanz der He'mat, die ihren besten Sohn in den heiligen Lauten der Muttersprache an Pflicht und Ehre mahnt.

Aber Michael Ist schon zu sehr im Banne der CTree gefangen, daß er die Stimme der Liebe im Heirnat- glockenklang nicht mehr hört«. Er sieht nur die schöne, prangende, lächelnde Rosttta, hört nur ihre lockend« Zauberstimme, fühlt ihren heißen Atem auf seinem er- glühenden Gesicht. Wezgeweht sind Vernunft und ruhige Ueberlegung, tr ist ein Spielball ihre» Willen», eine heiße Welle schlägt über ihm zusammen.War welsch was Fluch!" ruft er ©na zu.Ich mag nit beten und Rosenkranz dreh'n. Fröhlich will ich sein und la- chen und singen. Rositta, ich geh' mit Dir zum Maien- tanz."

Um Gotteswillen nit," ruft Gina, vor Angst und Sorge zitternd.Du rennst ins V.rderben. Komm mit zum Fest der Madonna."

Geh Du zur Madonna!" ruft er brüsk.Bet Du, solang Du magst, Du fromm.» Schaf ich geh z m Maientanz und z::m roten Traminer mit Rosttta, der Königin del Monte."

Tu's nit, o tu'» nit," bittet Gina und sieht ihn mit jammervollen Blicken an.Tu's nit, Wichael! D.nk an Deine deutsche Ehr' und an Deinen guten Rament"

Einen Augenblick war er betroffen von diesem Worte lmd zuckte zuscmmen, als hätte i jm jemand durch alle

Wir wolle» siegen.

(Son unserem obersch'esischen Mitarbeiter.)

Beuth.m, 24. Februar 1921.

Benn man das Verhalten der interalliierten Kom­mission in Oppeln seit Lahreofrist verfolgt, muß man jir.mcr denken an die im Februar v. 3s. beim Ein­rücken der Franzosen in Oberschlesien ang. kündigte ^Aera der Freiheit und Gerechtigkeit". Wie diese Aera aussicht, Hai uns hruie und in den vergangenen Tagen das hier schon kurz gemeldete Schwurgerichtsverfahren gezeigt, das gegen ten Mörder Kupkas, de» Heraus­gebers des Korfanty so unbequemen Wsla ßubu ein» gclci.et war, und die Art und Weise, wie dieser Gerichts- verfahren seine Beendigung fand. Di« Mordtat des 20. November fand Rich er, di« sich mit E fer und Hin­gabe ihrer Pflicht widmeten. Mit größter Sorgfalt und Gewisienhastigkeit wurde alles getan, um eine schleu­nige Aburteilung des Mörders zu erreichen. Ein rie­siger Zeugenaparat war aufgeboten und die Zeugen wa­ren bereits in der Voruntersuchung unter Eid ge. Bommen worden. Rach diesen Aussagen konnte kaum daran gezweifelt werden, daß der unter Anklage stehende Schlosser Heinrich Myrczik der Täter war. Wäre hier nur die kriminell« Seite der Frage in Betracht gekom- me:t, dann hätte das Verfahren wohl and) ein geord­netes Ende gefunden. Mit der Tat und m l der Person des Töt.rs waren aber untrennbar w'chilge politische Momente verknüpft, um deretwillen die interalliierte Kommission in Dppein in las schwebende Derfahru, ein» griff. Die beeideten Zeugenaussagen ergeben folgendes mit Sicherheit:

1. Der er rccr bis zur Ermordung Kupka» bet Lorfanty angestellt.

2. Ein Zeuge, ein Sekretär Korfantys, teiftete einen Meineid, indem er erklärte, daß der Mörder nicht im

Aus Cbcrhcifcn und den heft. Remtern.

= Aus Ob-rh-ffeu. Man schreibt uns: Der Wahl- lag ist vorüber. Nun ist die Zeit zur kriusch-n Be- trad'lung des Wahlersiebni^es. Beim Berxleiche der Zentrums stimmen, welche in bett einzelnen kath. Orlen des Kreises Kirchhain abgegeben worden find, muß man mit Freude und Befriedigung feststrllen, daß die Katholiken im Kreise Kirchhain bet allen brei Loahlen treu und uncrfchüUerlich (trotz der vielen Wahlvotschlag«) an der Zentrum-Partei sestgehaiten haben. Diesen übcrzeuMngstreuen Männern und Frauen gebührt höchst.» Lob uifj innigster Dank |ur tas stand haste Einirelen für ihre christliche Lcbens- aufsaj ung. Gin anderes Bild dielen die drei kath. Orte des Kreises Marburg. Zur Landlags­wal l haben wohl s.st alle Katholilen des Kreises den Zenrrurncstimmzettel abgegeben. Bei der Provinz», und Krcislagerv.chl haben jedoch nur die Wähler von Schröck, und zwar ohne jede Ausnahme, dni Zen» trum die Treue gehalten. An vieler Stelle mich m-ch einmal, wie auch schon früher, den lappten Schricker Wah'rrn größte Hoch ach!ung, ui'ktttgeschränNes Lob und herzlichst« Donk für 'hr mannhastes F.sthi'Ien an ter Zei^trumeparole auegefprochen werden, fcer S'adt Marburg haben nur einige wenige ausge- fchäftlichen Gründen " den Zentru:neftimmzeil'.l mit tem b-r , Hess. Arbeitsgemeinschaft" rertauscht. Welche G.rmde mögen wohl vie!02Bauerbacher Woh­ler gehabt haben, ais sie zwar für die Provinzialwayl dem Zentrum ihre Stimme gaben, bei der Kreistags- Wahl jedoch den protcstllnt'chchen Kandidaten, welcher ter Temfchen Bolkspartei angehört, dem katholischen, ihnen allen bekannten Spltzmkandidaten der Zentrums» liste, ror-ogen? 3n Ginseldorf haben sogar für die Provinzial wähl 28 Wähler den Stimmzettel der ,Hefs. Arbeit-xemeluschvst" viel wehr wert gehalten, als den der Zentrumspertei. Bei der Kreistagswahl fiiO dann noch weitere 15 Wähler rem den überhaupt 97 Wühler» d:s Ortes der Zentrumsparlci untreu geworden und haben den Stimmzettel derHess. Ar- beitsgemei'.ifchaft" briaefügt. WelcherVertrauens» mann" mag wohl diesen Landwirten von Bauerbach uiti) Cinfeldors dieAusklärung" gegeben haben, wie sie den Stimmzettel des Zentrumsbearbeiten" müß­ten, damit er nur für tie Provinzwahl Geltung hätte? Der gute Nal dieses ,.D:r!rauensmannes" hat also die Zenlrumswähler zur Lllfchwenkung von der Zentrums­parole verleitet. Aber trotz all tiefer Zetfpl'tterunxs- versuche ist es den treuen Anhängern der Zentrums­sahne gelungen, ihre Liste durchzubringen. Bravo diesen Unentwegten!

fen kann, werden doch gegen ihn und feine Arbeit fpre» chen! Sie werden den letzten hier lebenden deutsch- gesinntcn Oberschlesier anc.fern, in den letzten Wach n vor dem 20. Mürz alle Kraft an eine gründ! che Auf­klärung zu setzen und wir dürfen weiter hoffen, daß diese Tatsachen mit dazu beitragen roerben, daß auch nicht ein einziger, der zur Anmeldung gekommenen Reichsoberschlesier, die Unbequemlichke.tcn der Fahrt gut Abstimmung scheuen wird, tarn t wieder Ordnung in» Land kommt und bam t auch Herrn Korfanty un­bequeme Mordtotm ihre Sühne vor den orbentiichcn Richtern finden können.

Herr Korfanty spi.lt bei alledem in den l tz'en Ta­gen den betrübten Lohgerber. 3i den heutigen polnischen Zeitungen ganz Oberschlesim» hat er mit seiner Ra- mensunterschrift «'ne Erk ärung von der Länge einer vollen Zeilungssei'« veröffentlicht, in der er gegen den Londoner Beschluß der gleichzeitigen Abstim­mung der Reichsoberschlcsier und der einheimischen Oberfchbsicr protestiert. Ihm ist der frühere Beschluß der getrennten Abstimmung eine bindende Sache und er klagt jetzt, nachdem der Wille des Friedensvertrages nach einer gleichzeit gen Abstimmung doch erfüllt wer­den soll, weinerlich darüber, daß die Entente ein den Polen gegebenes Brfprchen gebrochen habe. Denn trägt er wiederum Siegeszuversicht zur Sd^u, von der er sikbst cm besten weiß, daß sie keinerk"i B rech izung hat. Ledes fener Wer!« nach b efer R'chtung ist Bluff. Er w'll le nen Leuten Mut zukpr chen, ir.b m er leibst Z versichtlichkeit zeigt. Wer Gelegenhrii gehabt hat, täglich durch S adt und Land zu kommm, weiß, daß diese gewachte Zuversicht Rrrfonfrs nieiral? zuvor weniger berccht'gt war a's gerade jetzt. Ikbtrcll ist man müde tmb übordrüsi'g der G-'naltnrakiiken Kor- fantns. Dos Land fehnt sich nach Ruhe Es verad'ch ut die Methoden, Ne Korfantys Trabanten in d-n letz en Mo.naten z- r Anrren^ung brachen. DI» B wahner Oberfchloflens werden demsm'gen Staate ihre Stimme geben, der das Land rm schnellste i wieder geordnet n Zustä"den -'.isübrt. Darirm darf das De u t s ch! u m zuversichtlich auf einen S'eg rechnen Di le S'eg'S- zurersicht darf aber auf deutscher 6 it nicht d e Ursoch; sein, in der Ä-beit nochznlasien. Hier fo-rohl ro t im Reiche muß vielmehr alles getan werden damst der deutsche Sieg recht groß ist. Das Ergehn s der Abstimmung rm 20. März muß fo einbeuth f?:n, es muß ein fo klares Bek-um'i'is zum b'ullchm Reiche bringen, daß der Entmte Ne^te Entscheidung so leicht a's möglich gemacht ist. Wir wollen n cht nur einen mehr oder minder nro'en Teil Oberschlesiens be- haupen. sondern das ganze Land mit dem letzten ober» schlesischen Dorf! Um di I-« Z el z-, erreichen, roy man hier auch die letzten Wochen bis 3um 20. Mm; mit größtem Eiker tfit!i f !n d»-n w r wollen ft ge t und wir werden den frirdsichen Abstimmungsicmpf geminncnl

M 50.

Mittwoch, 2. März 1921,

Bus dem Nachbargebiet.

Hana«. Tem Al «Händler Neipp da'ner wurde am Sonntag, al4 er einen Aueflng unternommen halte, an« dem Kücdenschrank« der Br trag von 4100 Ma'k geho hl«n.

(fpb) $ranffutl c. M. 3e gröber undaufsseklär- ter" eine Großstadt ist, bezw. sein will, um fo mehr liegen ihre Bürger IndenFesselnvonEharla- tonen, Geisterbeschwörern, Spiritisten und anderen 5gvkuepokusmän»ertt. Nach oberflächlichen Schätzun­gen beschäftieen sich in dem ausgeklärten Frankfurt nicht weniger als 25 000 Personen mit okkultistischen und spiritistischenStudien" bezw. nehmen an solchen Sitzungen teil. Eine Lo^e, die lediglich sich mit Spiri­tismus cbgibt, zählt hier mehr als 150 Mitglieder Die Bewegung ist nicht nur auf die fon. uimebiLeien Kreise l<eschriinkt, sondem auch viel« Personen der ersten Kreise huldixen dem neuenSport". Wo der ehr­liche, frerrme Glnube r erat sch redet wird, werfen sich dir Menschen unsinnigem Wahn in die Arme.

(fpb) Aschaffenburg. Der Wien-Ostende- E k p r e b Z u g, der am Montag abanü hier grgr.Z 11 Uhr eintreffen mußte, erlitt kurz vor Aschaffenburg einen Unfall. Bei der raschen Talfahrt halt« sich die Ack)fe eines Wagens hsißgelausen mti war i n Brand geraten. Der Zug mußte auf offener Strecke hal­ten, die Fahrgäste auesteigen. Nach einstündiger Ver­spätung konnte der Zug seine Fahrt fortsrtzen.

Vermischtes.

* Drulsch eng ische Dirbrsrerbrüderung. Der initr» alliierten Luftkommission in Berlin-Eharlottenburg waren rcr einiger Zeit 30 rlutogummireisen im Werte von rund 100 U00 Mark gestohlen worden. Die Konk- mission forderte rcn Tculfchland Ersatz für den Schaden, wie ja bekanntlich die GUente mit hohen Schadens- erfatzforderungen stets sehr rasch zur 5)and ist. Die Berliner Kriminalpolizei brachte der intercilüerten Kommission eine ebenso überraschende, wie für sie peinliche Aufklärung. Sie halte festgestellt» daß ein bei der Kommission air^estelltrr englischer Feld­webel und zwei Soldaten dir Diebe gewesen waren. Das Kleeblatt, das zunächst abgrlöst werben sollte, um nach England zurückzukehren, wollte sich noch rasch Geld terfdjoifen. Auf ihren Fahrten nach den Auer- Werken lernten sie den Autoreparateur Pieper kennen. Diesem teilten sie mit, daß sie Autoreifen der Kom- missirn erjroenien und ve-r^aLisen trc!'1'n. Pieper war damit cinveistanden, und 'reradr^de rrutaßen fuhr er eines Nachts mit ehren Lastauto bei der Kommis­sion cor, wo die Engländer ihm 30 Autoreifen aus­luden. Sie fuhren dann zu eitern Händler Zotlborn, der sie an den Gummihündter lieber verwies. Dieser kaufte die Nelsen für 30 000 Mk., 25 000 Mk. erhielten die Engländer, die restlichen 5C00 Mk. teilten die übrigen Hehler unter sich, die sämtlich verhaftet wur- den. Die Reisen wurden beschlagnahmt und der Kom­mission auexehändigt, die die schuldigen Englätcher in Hast nahm. Sie werden mit dem nächsten Dampfer nach England tranoporliert, um dort abgeurteill zu werden.

* Berspie't Ein kleiner Wiener E'senbahn- beamter, der Adsui ki der Oftbal'n, Kutsche,a, hat

Rippcn hindurch ans Herz gegriffen, doch da schmiede sich Rrsi.ta schmeichelnd an feint Seite und fa.ig

cpfcl, weich und feucht, einer verbotenen Frucht im Paradiese gleich, entgcgenglühte. Da faßt« er ihr« weiche, warme Hand.Komm, Restlta trimm!"

Er drängte z.:m Geben. Aber nach einmal warb Dina, tie Treue, tm seine Seele, z tlcrnb vor Furcht er lönnk ihr für immer verloren f in.Michael," fleht« sie,gedenk des Wortes, das Du m r hiute gesagt hast! . . . Und gedenk des roten Adlers! . . ."

Sie beutete hinüber auf die hohe Wand des ®e« meinbehm-fes, wo der Adler von Tirol, feuerrot, wie blutne'ränkt. auf dem weißen Grunde feine Finzel spreizte.Weh, o weh!" rief Gina in namenlosem swutot,kukr van Tirol, warum bist Du so rot?"

Da lachte Michael heiser.'Leicht hat er z'virl von Etschlands Rebenmost getrunken darum ist er so rott' rief er.

O Michael, naa, nit darum," jammerte Gina,fon. dern well er fein Herzblut geben für feine Söhne. Hast Du dies vergesi n, Michael? . . . Dann wird Jammer und Elend und Stuat über Dich kommen und über uns all«. 0 komm mit mir zur Madonna! Kühl' Dein G'.uat im gerne Ijten Wasser! . . . Lolch' den Brand dei­ner Seel' im Gebet! . . . Komm, Michael, komm! . . .*

Mit einem zornigen Sioß schleuderte er sie von sich. Schweig, Du Jemm'rliest . . . Heulende SB über sind mir a Greuel! . . . Bet und heul, sov cl Du ma st mich laß in Rub! Ich mng Stift und Fröhiichkeit, drum geh Ich mit Rosita z m Maienlanz."

Michael! . . ." Nech ein letzter Warn-.m-srus, ein Notschrei aus gequältem, zu Tode getroffenem Herzen dann brech die Verlassene schluchz.Nd vor der Kirchen, pforte zusammen . . .

Rosiita aber faßte trlump';l:renb Michaels Hand. Stemm!" flüsterte sie.Komm, wir wollen selig feint . . . Laß d ese Trauerweide dort, die immer am Wasser baut . . . Oder hast Du Verlangen nach ihr? Io.tr freilich

Raa, naa, Rosita ich folg Dir . . . und wenn'» in d' Höll geht . . . D.-nn Du bist schöner als alle M idel im Tal! . . . Stein W-ib auf der Welt ist fo schön ml« Du! . . . Zur Höll folg ich Dir*

Ln'erno?" lachte sie lockend.No, r.o zum Pera, diese führe ich Dich."

Lächelnd zog sie ihn mit sich fort w'e einen Verzau­berten, hinab durchs Tal gen Süden, zum Städtchen und zum rubinroten Traminer, zu Mairnlanz und Lie­besspiel . . .

U\M WMLk,

MlMQislrüe KOiWSilig

in grosser Auswahl.

Joseph Schmitt, Fulda

Büro und Kellerei: Paulustcr4-6 Klelnverkau : Mai klslrcsse 32.

Er sah nur die bezaubernde Rose des Südens, die schöne, strahlende Rosttta Belmont«, die stolze Kön'gin der Berge. Ihre Augen brannt-n ihm wie zw.i Son­nen ins Herz hinein. Er fuhr sich über die Stirn?, um feine Gedanke.« zu fcmm--.ii, euer Rost ta. die feintn Kampf und fein Zaudern bemerkte, ließ ihn nicht zur Besinnung kommen. Sie trat mit einer raschen Bewe­gung, daß die Seide ihrer Gewänder knist.rte, auf ihn zu und berührte feine Hand. Da durchzuckte es ihn wie ein elektrischer Schlag, fein Blut brauste und feine Won­gen brannten.Rosttta," rief er mit rauher Stimme, Rosttta! ..." '

Gina sah di« Gefahr, in der er sich befand und suchte ihn aus dem Dann der Sirene zu erlösen.Komm zur Madonnal" bat sie angstvoll, die Finger um seinen Arm geklammert.Zur Madonna!" . . .

Wieder lächelte Rosttta verächtlich auf das schlichte, fromme Tirolerkind herab. Sie will doch f.htn, wer stärker ist, wer größere Macht über diesen Mann hat die Madonna, die Königin d:s Himmels, oder Rosiita, die Königin der Erde, di« stolze Beherrfcherin der her- zsn?

Sie trat noch näher zu ihm, daß Ihre Kleider Ihn streiften und der Duft iyre» Haare» ihn anwehte roe ocr süße .berückende Hauch des Südens. Mit lächelnder Gebärde, dir Augen wie ein» Zaub.rin auf ihn ge- richiet, zog sie cimn schlanken G.asholm d_r.h de blitzen­den Zähne und sang mit rounb»rfüjcr S.nrm: bas Lied vomTradiinento", dem süßen Verräter, den zu suchen die stoize Schöne die Welt durchzieht.

Da war es um ihn geschehen. _ Diesem welschen Sirenengesang erlag der deutsche Riese. Vergaß Him­mel und Heimm, die Braut und seine Zuiinnst und rief, hingerissen von glühender Lcidenschoft:-Rosttta, was soll bas Lied? . . . Was host du mir zu sogen?"

S«<. iuhr ihm mit dem seuchten Haim, den ihr Mund c »tzt gaue, über die Wange und lachte le se:Komm mit! Komm mit!"

Wohin, schöne Rosttta, wohin?"

lieber die Berge ins Städtchen . . . zum F.üh. lingssest, zum Maientanz. Komm m.t, komm m.tl"

Er zuckie nach ihrer Hand.Du w.llst mir mir tan­zen, Rcfltla?" flüsterte er hastig, sioderhast erregt

Sie lächllte, verspeiste ohne Hast mit Grazie, als wäre es einer ter He pcridenäpfel, einen goldgelben Türken und lächelle.Freilich werbe ich mit Dir ton- zen, Micaeio. Wir werden süßen Wein trinken und singen zum Klang der Mandoline ah, es wird

Amtliche Anzeige».

DK Sicherstellung von Grubenholz und Schwellmhslz für die Forckuhrung der heunischsn Wirtscha't tit unbrh ngj erk-rderl ch und der R.'ichsrat hat daher am 2t. Dezem­ber v. 2s. einstimmig folgenden Beschluß gefaßt:

.Di« Länder erklären sich im Wege der Vereinbarung bereit, durch den Einschlag des laus:nden Wirischasts^oh. res, spätestens bis Ende September 1921 nach Möaiich'.eil b s zu 6 Mill or.en Festmrte-r Grubenholz und bis $u 2 Millionen F:stm:!er Schwellerholz nach einem Maß. stade aufzubringen, brr noch Anhörung der Länder unter Beröcksichti«mg der LeistungsfLhiLkrii durch das R.' chs» mlngtcr.vm für Ernährung und Landwirtschaft seftzu- still.» ist."

Bei der vorgeschrittenen Ci-nschlaxsperiode scheint es l-tod) brt>rnklich. mit dm etwa zu ergreifenden Maß.

zu warten, bis der UnierverteLungsplan des Reichs» Ministerlvms für EmLh.ung ur-d Landwirtichost rodiegt ZiffolgeSrfsen legt der Herr Landwirtschasisminifter dm xrätzten Wert biraif daß sobald wie möglich, all» walt», besitzm-den Er<m»:nd:n, Verbände und prioai-m Waidde- sitzer von dem Beschluß d:s Reichsrals in Kenntnis g«. sitzt und dem Ernst der Caee entsprechend nachdrücki chst daraus h'narwiescn werden, daß n'cht nur der Staat, son­dern auch'sie, getragen ron d:m Derantworlur^sgesühk für die Mitarbeit an den, Wiederaufbau der heimisch m Diri-Ät. für die Bereitstellung ton Gruben- un» Schwell'ichÄz aus dem dirssöhrigen Einschlag« in mög» yjift großem llmfarr« Fürsorge tresfon müsien. Auf kei- nett Fall darf zu Gnuben- und Schwellenholz geeignetes Holz ins Dremcho'z gefd^aren werden und bei Verkäufen r üsten durch geeirnete Bedinsunfe-n die Käufer v'.rpsich- ict oerbrr, bas Holz t'm heimischen Bergbau oder den heimischen Eisenbahnen zuzuMren. 2ch spreche de Er. nxiriurg aus, daß es durch freie Entschließung der Wald- besitzet möglich soin wird, den Bedarf des kommenden Jahres zu decken, ohne daß Zwangsmaßnahmen not, wendig werden.

Kassel, am 8. Februar 1921.

Der Eegierangspräfibent. 2. D.: Hausleutner.

Dolst.hende Bekanntmachung trinee ich hiermit zur Kennin!» der waldbesitzendcn Gemeinden und der prusate» Waldbes'her.

Fulda, den 28. Februar 1921.

vor Landral. F-Hr. o. Doernberg.

Der König der Dolomiten.

Dolksrcman von Felix Ra bar.

6] ----------

Rosttta schien sich ihrer Macht über den stolzen Sohn ter Berge bewußt zu (.in. Sich a .muiiz in den Hüsten wiegend, warf sie Michael aus ihren schwatzen Mäk- chenaugen einen so verlockenden Blick zu, daß ihm das Lut in den Adern zu brausen begann und feine Sinne aufglühten wie Eisen im Feuer. Er machte einen Schrüt, um auf Rositta zuzue.len, aber Gina erkannte rechtzeitig die Gefahr, hielt ihn am Arme zurück und bat teil weicher, bekümmerter Stimme.Stemm, Michael f«r wollen zur Kirche! Di' andern gehen eben hm- <in

Da blieb er wie gebannt an der Stell« und fchcmt« Erstaunt auf die Burschen und Mädchen, die sich fromm bekreuzten und durch das Portal in die heil erleuchtete «irche traten. Rur noch etliche Mädchen standen auf ben Stufen. Drohend wie Erzeng.l, die das Paradies bewachen, blickte sie auf die schone J aliencrin und er. hobel, abwehrend die Arme:Fort, Du Scrroorf.nt! . . . dür S3ertäiet ist kein Platz in der Kirche! Weiche, Schlanze! ^eich... S-uan!"

Jt0lUa lächelte veracht.ich, was die Dorsmädch-n noch Mehr erbitterte, und cs wäre sicher zu einem tällich'v Angri.f auf tie verhaßte Weifche gekommen, wenn nicht in diesem Augenblicke die Madonna ihre Maeicnkind.r zu sich gerufen hätte. Die Orgel erbrauste, und froh­lockend cr.önte der Hrmn 'S-

Heuina coe.i, laelare, Alleluja. Unia que ln mernisti, porfare. nesurrex t air-ut dixit Alleluja! Ura Pr« noHs Deum Alleluja!

Ser Stuf des f .mmcls war mäch.izer al» der Zorn der Dortjugen.-; ale folgten ben feierlichen Klängen unb traten m die Kirche. Nur Rositta Brimmte, Mi- achel und G na f.a .ben noch draußen vor der P'orte.

Gina faßte z»ghast M ch«i. Arm.Komm", bat sie mter Tränen,heut >st der Madonna hohes F.st, da «rf kein Tircl'r fehlen S-mm zur Kirche und zur -almw ih, b e SeberejCite ruft."

-Michael hörte die sar.fie S. mme nid>; er war wie bezaubert. Harte er z -v-el te3 rcten W in s getrun» len oder rar er vom Duft der Magnolien b täubf, ta; wie ein $ esauber.er uwherg ng und bie Sonne wcht mehr seh und nicht des Haus Gott r, noch die blond; Gina an feiner Seite dieses kruiche Edelweiß ocr h«.matUch:n Berge?