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Amtlicher Anzeiger für den kreis und die Skadt Fulda.

Nr. 37.

Veranuvonlich kür Den itflouionellen Teil: Karl Schütte u iur die Anzeigen: I. Parzei'er-Fulda. u Rotationsdruck u. Verlag der öulbaet Actiendruckerei in Fulda -ernlprecher Nr. 9. Teiegr.-Adreise: Fuldaer Zeitung

Dienstag, §5. Februar |92L

Bezugspreis: Monatlich 3.00 Älr. ohne Zusteltgedühr. Jn Fuldo hei uns adgeholt 3,15 Ali. Anzeigenpreis: Die Klein zeit« Coionelmav) 60 JJfg„ u. 10°;o Zmchlag, die Reklamezeile (leftDteitt) ILO Alk., u. 10% Zuschlag. Bei Wiederhol.Rabatt.

48. Zahrg.

Der Stettiner Zwischenfall.

Die ,Oberschlesische Grenzztg.', das Beuthener Blatt Korfanths, berichtet aus Warschau, daß nach dort vorliegenden Meldungen der Abstimmungskag für Oberschlesien auf den 20. März, der für die nichtanjässigen Stimmberechtigten aus den 3. April angesetzt worden sei. Bei den Berliner zuständigen Stellen ist. von dieser Terminbestimmung nichts bekannt. Da kaum Aussicht besteht, daß die for­mellen Vorbereitungen der Abstimmung bis zum 13. März, dem früher in Aussicht genommenen Tage, fertiggestellt werden, liegt allerdings eine Hinausschiebung des Abstimmungstermins nicht außer dem Bereich der Möglichkeit.

Du hast so oft, wenn ein Kegelbruder an der Runde fehlte, Dich empört: Er hat keine Disziplin im Leibe! Der Deutsche ist überhaupt faul geworden und bequem! Und Du hast mit Stolz sestgestellt: „Ich habe noch keinen einzigen Kegelabend versäumt! . .

Die Wahl ist mehr als ein Kegelabend! Oder sollen Deine eigenen Worte Dich treffen? . , ,

Dann sei nicht bequem: Wähle!

Du hast Dich so oft darüber beklagt: die Regierung, der Staat und seine Behörden haben keine Autorität; das Ausland wie das eigene Volk spotte ihrer! Und Lu haft sehr klug getan: .Ich wüßte, Autorität neu zu schaffen; ich . . .!"

Jetzt gilt es, diese Autorität zu schassen, eine Re­gierung der Achtung und Ordnung zu bilden. Nimmst Du nun Deine Worte zurück? . . .

Dann schaffe Autorität: durch den Stimmzettel!

Jetzt ist die Möglichkeit, Deine Worte zu erfüllen! Oder zählst Du Dich selbst zu den Schlappen? . .

Dann sprich nicht nur, sondern handle: Wähle!

Die Stuttgarter Rede

des Außenministers.

Der Reichsaußenminister 2r. Simons hat es in Stuttgart bestätigt, daß die Pariser Vorschläge für die deutsche Regierung undiskutabel sind. Bestimmte An­gaben über die deutschen Gegenvorschläge konnte er nicht geben, da die Sachverständigen noch in voller Arbeit stad und der deutsche Plan erst für London fertigge­stellt fein soll. Aber doch hat Dr. Simons bedeu- MMvolle Aufschlüsse gegeben über die Ansichten und Absichten, von denen unsere Gegenvorschläge geleitet sein werden.

Du hast so oft Dich erbittert: (Es wird zu viel ge­schrieben bei uns und geredet. Wir sind eine Rede- Republik geworden! Wir wollen Taten sehen! Unb Du hast mit der Faust auf den Tisch geschlagen: „Wenn ich erst einmal . . !"

Jetzt ist es soweit. Die Wahl ist eine Tat! Oder willst Du Dich selbst dementieren? . . .

Dann halte keine Stammtischreden: Wähle!

Oberschlesier!

Erhebt Einspruch gegen Avstimmungssaboiage.

Tas Wahlreglement für die oberschlesische Ab­stimmung wird dort so ichikanös gehandhabt, daß jeder Abstimmunqsberechtigie mit allen SVlitteln sein Stimmzecht vertreten muß. Von rechtswegen müßte jetzt bereits jedem Stimmberechtigten eine Nachricht über seine Eintragung in die Abstimmungslisten zugegangen sein. Jeder Oberschlesier, dem diese Nach­richt noch nicht zugegangen ist, ebenso jeder, dem eine bloße Empfangsbescheinigung oder gar eine Mitteilung, daß seine Eintragung abgelehnt sei, oder der die Nachricht erhalten hat, daß sein An­trag von dem Oltsausschnß dem Interalliierten Büro zur Entscheidung übergeben sei, erhebe hier­gegen sofort Einspruch.

Er darf keinen Augenblick zögern, denn die Ein­spruchsfrist läuft am 2 2. Februar 6 Uhr abends ab. Die Einsprüche müssen deshalb sofort bei den Ortsgruppen erhoben werden. Wenn kein Ein­spruch erhoben ist, ist die Stimme sicher ver­loren. Und es kommt auf jede Stimme an, denn das Schicksal Oberschlesiens ist unser aller Schicksal!

Die Abstimmung,

Du hast so oft schmerzlich gelächelt: Wir werden uns noch totputschen! Bürgerkrieg und Bolschewismus lassen sich nicht vermeiden! Und Du hast traurig den Kopf gesenkt: „Denn das Bürgertum, die Ordnungs­liebenden find schütz- und waffenlos! . . ."

Jetzt werden Waffen zur Verfügung gestellt! Willst Du nun Selbstmord begehen? . . .

Dann benutze Deine Waffe: den Stimmzettel!

.*

Du hast so oft Deinen Freunden erklärt: Jedes Volk trägt das Schicksal, das es verdient, hat die Regierung, die es verdient! Und Du hast Dich in die Brust ge­worfen: „Wenn ich etwas zu sagen, wenn ich das Volk zu erziehen hätte . . .!"

Jetzt hast Du etwas zu sagen; fetzt kannst Du Deinem Volk mit gutem Beispiel vorangehen! Oder verzichtest Du nun? . . .

Dann fege etwas: mit Deinem Skimmzettel!

Du hast so oft miteingestimmt in das bittre Urteil: das deutsche Volk sei zur Demokratie noch mcht reif, sei überhaupt unpolitisch, unfrei, unreif . . . Und Du hast überzeugt ausgerufen: „Wenn alle pflichttreu wären und politisch einsichtig rote ich . . .!"

Nun ist es an Dir, den Beweis zu erbringen! Ober soll Dich Dein eigenes Urteil verdammen? . , ‘

Dann s e i pflichttreu: Wühle!

Du hast so oft, an Deinem Stammtisch, erklärt: Wenn damals, im November, das Bürgertum nicht so schlapp gewesen wäre, sondern sich einmütig zusammen- geschlossen hatte, dann wäre alles ganz anders gekom­men. Und Du hast an Deine Brust geschlagen: „Ich habe es tchon damals gesagt und immer gesagt, ich " j-

fiuslanö.

** Rücktritt des schwedischen Kabinetts. Das schwedische Geschäftsministermm de Geer ist'zurück- getreten, da'sich die Mehrbeitssozialisten, obwohl die ausschlaggebende Partei, in keiner Weise gegenüber der künftigen Politik des Kabinetts sich binden wollten und einige Minister sich weigerten, weiterhin unter den letzigen parlamentarischen Verhältnissen zu ar­beiten. In unterrichteten Kreisen nimmt man an, daß die Krisis recht langwierig sein wird.

Du hast so oft geklagt: das deutsche Volk ist ein Volk von Schlafmützen und Nachtwächtern; es verschläft noch seinen eigenen Untergang. Und Du hast aufatmetib hinzugesügt: „Gott fei Dank, ich bin nicht wie die andern . . .!“

Jetzt kannst Du beweisen, daß Du kein Nachtwäch­ter bist. Oder bist Du d o ch wie die andern? . . ,

Dann erwache unb wähle!

Die Wahlbewegung.

I = Wahlversammlungen der sentrumrpartei fanden I noch statt, Sonnlag den 13. Februar m Hainzell I unter dem Vorsitz des Herrn Kuratus Larbig unb in I «GUeinlüDer, wo Herr Lehrer Zentgraf den Vorsitz I führte. In beiden Versammlungen sprach Shibienrat I Scheller über Zentrumsarb it in der Vergangenheit unb über bte Aufgaben des kommenden Landtages.

* Eine Richtigstellung. Herr Kaufmann Hehr­mann-Fulda, der aus der Liste der demokrallscben Partei für den Kreisiag steht, legt Wert darauf, feslgestellt zu sehen, daß er Geschäftsführer des I Einheitsverbandes der Kriegsbe.chäd'gten ist. In der gestern amtlich veröffenllich-en Vorschlags- llsie ist er als Geschäftsführer des Verbandes der Kliegsbeichädigten bezeichnet.

- Westfalengänger und Wahlrecht! Die West­falengänger reisen teilweise schon in diesen Tagen an ihre Arbensilälien aö, sind aber in den Heunalsorten in die Wählerlisten eingetragen. Die e können in der Fremde nur dann ihre Wah lpflicht aus üben, wenn sie sich einen Wahlschein ausstellen laßen vom Bürgermeister ihres Heimalsortes. Ver­säume keiner unserer Parteifreunde, sich so sein Wahlrecht zu sichern. Ten schon Abgereisten sende man den Wablschein nach.

W Po iMicher Schuh der Dahlen. Der preußi- sche Minister des Innern, Severing, hat an die. Regie-

veutsches Reich.

** Berlin, 14. Febr. Der Reichswirtschaft s- r a t wird am 23. Februar zu einer Tagung zusammen­treten, in welcher insbesondere die Pariser Forderun­gen vom wirtschaftlichen Standpunkte aus besprochen werden sollen. — Am 12. Februar ist im Auswärtigen Amt ein Ergänzungsvettrag zum deutsch-polnifazen Ver­trag vom 1 Oktober 1919 über die Entlassung festge- | haltener Personen und die Gewährung von Straffrei- | heit h (deutsch-polnischer Amnestieverttag) unterzeichnet

(ns) Ausschuß für Technik und Landwirtschaft. In Berlin fand am Samstag die erste Sitzung des neu» gegründeten Ausschusses für Technik und Landwirt- schast statt. Fast alle von der Landwirtschaft, der In­dustrie und dem Handel benannten Vertreter waren ^schienen. Her Ausschuß beschloß, zum Studium der Frage her Förderung der Kraftpflugverwendung einen Unterausschuß einzusetzen. Seiner wurde beschlossen, bte Reichsregierung zu ersuchen, das vorhandene Ben­zol in erster Linie der Landwirtschaft zur Verfügung zu stellen, sowie Dampfpflüge und Lokomobilen vor­zugsweise mit Kohlen beliefern zu lassen.

* Erna Morena und — Wilhelm Herzog. Im Berliner ,Tag' war in einem Bericht über eine bessere Festivität zu lesen: „Erna Morena fiel, wie immer, durch ihre aparte Toilette und ihren Hermelin- mantel auf."> Es gibt Leute mit Grund'atzen, die so was stört. Dazu gehört die kommunistische .Ham­burger Volkszeitung'. Sie druckt also obige Notiz wörtlich aus dem.Tag' ab und meint dazu mit ge­sträubter Feder:

„Goldgewänder, Silber, Hermelinmäntel, Diademe wehende Reiher, schön „aus-gezogene Frauen . . 9ut selben Stunde ringen Millionen von ^nschen mit ihrem Elend, wissen Millionen von Menschen nicht ihren Hunger zu stillen, legen Hunderte von Menzchen selbst Hand an sich, weil sie keine Rettung mehr sehen aus all der Not. Proletarier in Not! Proletarier wacht auf! Besinnt euch auf eure grauen- bolle La^e! Erwacht zum Denken — und handelt' „Verschlemmen soll nicht mehr der faule Bauch, was fleißige Hände ertoarben."

Um diesen Zornesschrei voll zu würdigen, muß man wissen, daß Erna Morena die Ehegemahlin des Obergenossen Wilhelm Herzogs ist, des kommunistischen Bürgerschaftskandidaten in Hamburg,'

Der Minister betonte, daß mit der Nennung von Geldzifiern wenig getan sei, daß vielmehr die Finanz­frage in die zweite Linie gehöre und die Hauptsache die R e g e l u n g d e r P r o d u k t i o n sei, aus der allein die Deckung gewonnen werden kann. Und dabei darf nicht die deutsche Produktion für sich allein in Betracht gejagen werden, sondern es muß für das gedeihliche Zusammenwirken der Gütererzeugrmg und Güterver­wertung im Weltverkehr gesorgt werden.

Die Herren in Paris haben eine Ahnung gdjabt ®on dem großen Problem der Produktion, aber sie «aben sich in Engherzigkeit und Feindseligkeit verleiten ^lassen zu dem verfehlten Gedanken, die deutsche Pro­duktion mst einem Ausfuhrzoll von 12 Prozent zu be- I lasten und im Schatten dieses Schutzzolls ihr eigenes Wirtschaftsleben sich nach Belieben meiter entwickeln zu lassen. Daß sie mit dieser einseitigen Erschwerung der deutschen Ausfuhr die Quellen, aus der sie den Tri- Dut schöpfen wollen, sich selber verstopfen, ist ihnen erst nachträglich eingefallen; daher' die Versuche her be- ' schwichtigenden Aus- und Umdeutung des Pariser Be­schlusses. Unsererseits wird demgegenüber hervorge­hoben, daß wir eine hohe Entschädigung nur dann zah­len können, wenn wir die Erzeugnisse der deutschen Arbeit aus dem Weltmarkt vorteilhaft verwerten kön- men. Dr. Simons gibt nun den schutzzöllnerischen Herr- schaften tm Auslände die bestimmte Versicherung, daß Deutschland nicht auf das emfeitige Emportreiben feiner .Ausfuhrmdustrie es abgesehen habe, sondern Rücksicht Nehmen wolle auf die Produktionsverhältnisse in den «»deren Ländern. „Es wäiuiu,,

anderes übrig bleiben, als daß man unter den fachver- i _______________ — ________________

ständigen Industriellen, den Arbeitgebern und Arbeit- I Der Deutsche Letirervereitt nehmern, der beteiligten Länder sich verständigt über ^k»u»ye^eyrerverern -

eine Art von Koniingent i erüng unb Kartel- । MttD öiC konfeffronelle Schule

Gerung der Industrien, die eine starke Be­tätigung Deutschlands ohne allzu starke Schädiguna der anderen Länder möglich macht."

Vergebliche Liebesmüh.

Die Deutschnationale Volkspattei im Bunde mit dem Ausschuß deulschnatronoler Katholiken wärmt olle Ka­mellen auf, um jetzt vor der Wahl sich der katholischen Wählerschaft anzupreisen und zu zeigen, wie schlechte Kerle doch die Zentrumsleute und was für brave Leute

die Deutschnationaien sind. In einem Flugblatt, ge­richtet an die Katholiken Preußens, wirst sie dem Zen­trum „das Bündnis mit der Sozialdemokratie" vor. Das ist'eine von jener Seite äußerst beliebte aber doch schon recht abgedroschene Angriffsphrase! Jedermann, der politische Dinge einigermaßen objektiv zu betrach­ten gewohnt ist, weiß genau, daß es sich damals nicht um ein „Bündnis mit der Sozialdemokratie" han­delte. sondern um eine hatte politische Notwendigkeit, deren Zwang sich das Zentrum unterwerfen mußte, wenn nicht alles zusammenbrechen sollte. Das Zen­trum ist es gewesm, das damals wie auch jetzt noch unter größter Opferbereitfchast dem Vaterlande in der größten Not feine Hilfe nicht versagt hat. Es war nicht fo leichtsinnig wie die Rechte, die Dinge einfach laufen zu lassen und auf diese Weise eine ungeheuere Katastrophe für das ganze Volk heraufzubeschwören. Eins scheinen die Herren von der Rechten vergessen zu haben, daß nämlich ein gewisser H e l f f e r i ch, zurzett Mitglied der Deutschnationalen Fraktion des Reichs­tages damals als er noch in feiner Eigenschaft als Vize­kanzler einen nicht unmaßgeblichen Einfluß auf des Reiches Geschicke hatte, anno 1916 der Meinung war,

man müsse bei der Größe und Bedeutung der sozialde- I mokratischen Pattei im Reiche und im Volke diese für eine positive Mitarbeit zu gewinnen suchen. Das könne man nur erreichen, wenn man sich zu Zu­geständnissen verstehe. Wer es nicht glauben will, kann es im Sitzungsprotokoll des Staatsministeriums vom 3. Januar 1916 nachlesen. Und auch heute hött man I dovon, daß die Deutschnationalen sich nicht unerheblich I mit der Frage einer Zusammenarbeit mit der Sozial- I demokratie befassen. Der deutschnationale Katholiken- | ausschuß täte also besser daran, mit der abgeschmackten I Behauptung von dem Bündnis des Zentrums mit der I Sozialdemokratie nicht hausieren zu gehen Er dürfte oamit kein Glück haben. Denn Gott sei dank hat Ne Einsicht der vernünftigen und klardenkenden Zentrums- I Wählerschaft in der Arbeit<-"emeinschast mit der Sozial- I demokratie längst eine politische Notwendigkeit erkannt. I

Für die Provinziallaudtag-Wahk.

Bei den Provinfiallandtagswatzlen batte früher I bet einzelne Bürger nicht mitznwirken. Erst die I beborfteoenbe Wabl, die am Sonntag nt-tetef) mit I der Lanvtagswahl erfolgt, ist eine allgemeine I Wahl, sie erfolgt wie die anderen Wahlen nach dem I Vettälmiswahl ystern.

TAs Interesse für diele Wahl ist erfreulicher I Weise im Wachsen, man weiß, daß der kommende I Kommunallandtag nicht nur mitarbeitet, ionbern I mitbestimmendes Recht hat in Fragen, die sonst für I

Vertreter der Konfessionsschule werfen dem Deut­schen Lehreroereln (früher liberal, jetzt fast ganz links­stehend) wegen seiner Programmsätze über Schule und Religionsunterricht, Religions- unb Kirchenseindlichkeit

, die Provinz rote auch für Preußen und das Reich von lebenswichtiger Bedeutung sind.

Bekannilich sollen in Zukunft die Provinzialver­bände befugt sein, für den Umfang der Provinz selbständige Vorschriflen mit Gesetzestrast zu erlassen. Einer solchen Regelung unterliegen zunächst Aus« führungsoorschriften zu Staatsgejetzen unb zu Reichsgesetzen, soweit der Erlaß solcher Vorschriften den Piovinzen landesrechilich überlassen ist. Diese Aussührungsvorschriften sind vielfach wichtiger als die Gesetze selbst. Des weiteren sieht der vorläufige Gesetzennvurf über die Erweiterung der Selbständig- kettsrechte der Provinzen als Angelegenheiten vor, deren besondere Regelung für die einzelnen Provin­zen zweckmäßig ist: das Wegerecht, das Feld- unb Forstpolizeirecht, das Recht der land- und forstwirt- jchasttichen Jnierej,engemein>chaflen, das Erbrecht bäuerlicher Grundstücke, das Recht des Feuerwehr- Wesens, das Recht der Jugendfürsorge abgesehen vom Unterrichtsweien, und das Recht der Denkmals- und Hetmatpflege. Ein großer Kreis von Bestim­mungen, die von dem kommenden Kommunalland­tag zu treffen und von allgemeiner und entschei­dender Bedeutung sind. Diese für die Zukunft zu erwartende erweiterte Zuständigkeit des Provinzial- landtages, bet auf diesen Gebieten nicht mehr nur gutachtlich gehört werden, sondern für die Provinz ' Recht schaffen soll, läßt die Wahlen besonders wichtig erscheinen.

Es muß deshalb erwartet werben, baß jeber Zentrumswähler am 20. Februar zur Wahlurne geht und den Zentrumswahlzettel abgiebt.

Ein Protest der katholischen Gewerkschaften Italiens.

Pariser Forderungen und die 9oqen b‘e

»aßnahmen, dir 42 Jahre beuffrfLr*0»^ fünften des ausländischen Kapstalismu^n^ ä- derialismus unb bie grau amfte SterteL» Im- Arieg proklamierten Ziele ibedeu.eten. Durch wiche

bet Wiederaufbau Europas verzögert >nr,UT^e L-n Besiegten der Rachegeist genäS L n Jer christlichen Ideale protestieren die 'Gewerkschaften Degen diefen Versuch, das deutsche Volk « erwütaen

Mtt dieser Anregung wird ine Grundlage der Ber- Dfir ~ csq«,' ftanbtgung, bte der Pariser Beschluß so verzweifelt sich sehr getroffen und oer-

schmal gemacht batte fo nerfirpiterttw I ^dtgt sich dadurch, daß er bte Staatschule als die-

S ta?’Än"L&S Si8e s*.ul? "W in ber »le sinter «ta Sktrnrt. werden tarnt. Allerdings nur-bei Sem aSSf bei "isse gemeinsamen Unterricht m Men weltlichen Fächern Gegenseite ‘ 8 tu n öer l erhalten, die tn religiösen Dingen völlige Neuttalität

Deraufbaue in ^orbfranfR der letzte Satz undenkbar sein, wenn sich schon der Laie

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sra/s , I Bischöfe zur Bekenntnisschule (Konfession'-

Darlegungetr verstanden und betrete I schule). Die Bischöfe haben die Rechte der christlichen ' ^^^enfalls ist unsere Regierung auf dem I Eltern auf die Bekenntnisschule vertreten und dazu sind /E 'hre Gegenvorschläge aufbaut sie verpflichtet. Das erwarten die christlichen Ettern

Smne, daß statt Strafe die Hilfe und statt I m diesem Punkte von weitschauenden Führern ver- 6« Äonfurren3 bie@ olibaritdt unter den Kul- I treten zu werden. Oder haben- die Eltern kein Recht «nvolkern zur Richtschnur der Politik wird. I mehr auf ihre Kinder? Werden ihnen nur Kiniwr

* =*" M« ÄS

PE--Ä! IdnWSmU

Es V^er allen Umständen stattfinden. muß.

nm den «rü^.'mMaftlrch sachverständige Menschen ---------------—--------

Gefühl SW Ammeln. Mit Vernunft und j Amverattve.

geben, aber m- Mche Renerung nach London I 20 Tebrnar

beherrschen allein dürfe uns nicht I ~ . r, . , *)nm 2U‘ JebrU r‘

arotze, uttenbu J1*6, gesuchte Verständigung uns wt so oft über die Regierung unb die Verant- würde, sei selbftver^^te,^? 5 , Opfer auferlenen I wörtlichen gezetert, daß sie keine Entscheidungen mag.

mögenswerte neben- ' doch könne man keine Ver- I ken, daß sie zu klaren Beschlüssen nicht aufzuraffen sick

fein, auf der m"n in Grimdla,e vermöchten. Unb Du hast ausgerufen: „Wenn ich zu

werde es eine be"tf*e S°n.bon Erhandle. Niemals entscheiden hätte . . .!* 3U

unter ein Versklabun?sdiktat'sede° U I Leist hast Du zu entscheiden! Willst Du Deinen — — - - ’ • 1 eigenen Vorwurf auf Dich iaden? . . .

Dann entscheide Dich: Wähle!

Der in Stettin von einer Ententekommission eftgehaltene Dampfer „Sophie Charlotte" hat am Sonntag auf die Vorstellungen der deutsche» Regie- E- wird- M«ä6B£;'nlS I JlSÄS •“ Me“1 ”»

i. als daß man imt»r h»« I *,eilinSlorb erbauen.