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Fuldaer Zeitung Druck der Fuldaer Aetieudrnckerei in Shrtfc«
M 29.
Sawstag, 8. Februar 1921.
Statt Karten.
Fulda
Ihre heute vollzogene Vermählung zeigen an
Einaesandt
Zur
Ihre heulige Vermählung geben bekannt
Fulda, den 5. Februar 1921.
Vorsitzender des Kreiskrieger-Derbandes Fulda.
Der Vorslaud.
Vertrauet der Natur!
im Gesellenhause
Vahnhofflr. 11 Cofe Hesse Telephon 222
Und war's unabsichtlich, daß einer ihn
dorchen
Domäne Ziehers*
regte diese schul
hörigen einladet
Anfang 3.61 Uhr.
Karlen sind bei den Mitgliedern Georg Oswald Rosengarten 7 und Joseph Hammer, Florengasse 13, sowie am Sonntag den 6. Februar von vorm. 10—12 Uhr im Gesellenhause und an der Kasse zu haben.
Sonntag, ben 6. Februar, 1921 im Gieselschen Saale
Falscher Wert
Roman von H. Abt.
„Und wollen Sie mir mitteilen, in welcher Angelegenheit Sie sich hierher bemüht haben?"
Fxau Pauly gab nicht sogleich Antwort.
In ihren Sessel sich wieder zurücklehnend, blickte sie sich langsam in dem Zimmer um.
„Es sieht gemütlicher hier aus, als wies Ihnen innerlich zumute ist."
Und da Gertrud, keine Antwort gebend, nur mit einer stolzen Abwehr im Blick höher den Kopf hob, fuhr sie fort:
„Daß Sie in Ihrer Ehe das Glück nicht drückt, sieht man Ihnen an. Und leicht mag es ja wohl auch für eine Frau nicht fein, wenn sie es an ihrem Mann mer- fett muß, daß er feine Heirat bereut und der Frau ihre Armut zum Vorwurf macht."
'(Fortsetzung folgt->
Sriegerdenkmalfrage. Nachdem Herr Eduard in Fulda in höchst beachtenswerten Ausfuhrun-
Die Valuta.
Mitte Januar zogen bekanntlich die i>cutfd£n Wechselkurse an allen Auslandsbörsen an. Dle Mark stieg in Zürich von 8 auf 11, das heißt, statt acht Franken zu Anfang Januar wurde Ende Januar 11 Franken für 100 Mark gezahlt. . Wir sind wahrlich bescheiden geworden, daß wir darin schon so etwas wie einen Wechsel auf eine nahe bessere Zutenft sahen. 3m Frieden wurden für 100 Mark 124 Franken bezahlt. Während des Krieges hielt sich der Kurs noch immer über 60. Nachdem einmal die Mark so tief gesunken war bedeutete jede Besserung schon eine Er- l^hterung der Einfuhr. Die Pariser Beschlüsse haben tiefe Entwicklung jedoch wieder unterbrochen, abermals sind die deutschen Wechselkurse gewichen. Das kann nicht anders sein; solange die Kämpfe um die Kriegsentschädigung dauern, muß der deutsche Wech- ießurs heftig hin und her schwanken. Und zwar des- halb, well es Deutschland tatsächlich unmöglich ist, Ordnung im Reichshaushalt zu schaffen. Für absehbare Zell werden die Ausgaben höher sein als die Einnahmen. Die Abgleichung ist nur durch Anleihen erreichbar, die wir aber nur erhalten, wenn die finanziellen Verpflichtungen aus dem Vertrag von Versailles klar und fest zu ersehen sind. Wenn die Pariser Beschlüsse anordnen, daß Deutschland ohne Zustimmung des Verbandes keine Ausländsanleihen aufnehmen darf, dann läuft das in der Wirkung auf die Zer- ftömny aller Wechselkurse hinaus. Wir müssen dann die Notenpresse weiter und verstärkt arbeiten lassen. Das richtet nicht nur unsere Währung zugrunde. auch die der a n d e r e n Wirtschaftsvölker wird dadurch in Mitleidenschaft gezogen. Deutschland kann dann nicht kaufen, was wieder die Wirsschaftskrise in den anderen Ländern verschärfen muß. Die Versa i l l e r P o l i t i k, die seit 2 Jahren die wirtschaftlichen Verknüpfungen und Verflechtungen der Lander völlig mißachtet hat, trägt die Schuld und die Ber- cmtuwrtung für die zerstörte Wirsschast Europas.
Die Gesundung und Festlegung des deutschen Wech- sekkurses ist die Vorbedingung für die Wiederaufrichtung Emopas. __________
Amtliche Anzeigen.
Aosgebrocheu: Die Räude bei einem Pferde der 2. Batterie des Standortkommandos Fulda.
Fulda, den 1. Februar 1921.
Der Laudrak. I. V.: Köhler.
Herda HottschaM , Kugo Wacharach
■gTcrfoBfe
Heute. SliMz, Kappen - Abend mit Tavj. Hierzu ladet alle Mitglieder. Ehrenmttglieder und deren Angehörige höfl. ein. — Anlang 6 llyr. Der Vorstand.
bin ich nicht gekommen."
Gertruds Miene ward gemessen, zugleich aber sich eine plötzliche Angst in ihr — was wollte Frau von ihr? Diese Frau, der ihr Gatte Dank big war . . .?
Sich ihrem Besuch gegenübersetzend, sagte sie:
Karl Wirkenbcrch Auguste Wirkenbach geb. 723aier
gerade dabei ansah als er sagte:
„Die Firma ist heute nicht zu sprechen. Bin ihr bei der Herfahrt begegnet, wie sie auf hohem Kutschbock kühn die Peitsche schwang, ein ganzes Dutzend Straußfedern auf dem Hute. Hat jetzt immer so was — hm —w so was Triumphatorisches, das Weib."
Lützenkirchens Zähne bissen sich zusamnren, während die andern in lautes Gelächter ausbrachen. Was dachten sie? Wonach fahndeten sie? Wollten sie ihn zum Lumpen stempeln?
Diejenige aber, der das Lachen galt, hatte inzwischen mit fester Hand die Pferde dahingetrieben, ihrem Ziele zu. Sie kannte den Weg. Und wieder, schon einmal, trieb sie die Braunen in scharfem Trabe auf den Hof von Lützenburg ein, diesmal den Wagen erst hart vor der Rampe des Gutshauses halten lassend. Sie war bereits abgestiegen, als Gertrud in der Tür erschien, nachzuschauen, welcher Besuch da wobl kommen möge.
Ltatholijcher Geseüenverem Allda.
Sonntag, den 8. Februar 1921, Im Saale des Gesellenhauses
Kostünikriinzchen,
wozu olle Mitglieder und Ehrenmitglieder mtt ihren Stege*
wozu besondere Einladungen ergangen sind.
Weitere Anträge zu Einladungen bitten wir rechtzeitig an die Mitglieder unseres Bereins zu richten.
Der vor starb.
Anfang 4 Uhr nachmittags.
Es ist erwünscht, kostümiert zu erscheinen.
fär die (beschösse bei der Saclenkonirollstelle: Mtttwoch den 9. Februar.
Verleitung von weißem Aurlaudsmehl: Auf eine Karte werben 2 Pfund, zu <M. S,— das Pfund, geliefert.
Anmeldung dmch Abgabe der Sonderkr^e 22 tet bet Lebensmittelgeschäften und Dackevwc». Anmet^schluk. Dienstag bett 8. Februar. Abgabefchluß jur die GeschSsse bei der karleukonlrolle: Mittwoch den 9. Februar. Näheres über die Ausgabe wird noch bekannt gegeben.
Die gemäß Bekanntmachung vom vorigen Samstag an- gemeldeten Sarl-ffeln - geliefert «e^en 50 Psd auf den Kops — werden tn 'ben Stunden von 8 bis 12 und £ bis 4 Uhr wie folgt ousgegeben:
Freitag den 11. Februar an die Namen A bis E, Samstag den 12. Februar an die Namens bis H, Montag den 14. Februar an ixe Namen 3 bis M, Dienstag den 15. Februar an die Namen N bis R, Mittwoch den 16. Februar an tue Namen S bis T, Donnerstag den 17. Februar an die Namen U bis ä- Die Bezahlung hat vorher am Kartoffelfchafter der Kartenausgabestelle zu erfolgen. Gegen Ablieferung der bei der Bezahlung erhaltenen Abgabeanweiiung werden die Kartoffeln zunächst in der Reithalle und spater un Kar- tosselkeller ausgegeben. Die fiarloffeln flnb glichen Tage, spätestens aber innerhalb 3 Tagen nach Ausruf, abzuholen.
Ein noch vorhandener Rest Gries wird von der nächsten Woche ab in dem GeschM von Gg. Kalb Karlstraße, amcn Krankenmehlkarten (anstelle des AuslarÄsmehles cusoeqeben. Geliefert werden 3 Pfund auf den Kopf zum Preise von M 1,90 das Pfund.
Von der Stadt beschaffte, gezuckerte kondensierte voll- milch ist zum ermäßigten Presse von -K 7, bte Dos in verschiedenen hiesigen Geschäften zu haben. Benn Em- kauf sst der Lebensmittelausweis zur Eintragung vorzulegen.
sür die minderbemittelte Bevölkerung W Spiritus ,ur Verfügung, der nur gegen Spiritusmarken bezogen werden kann." Die Marken find auf Antrag bei der Kar- tenausaabestell« erhältlich; dort find auch die Geschäfte, die Spiritus bekommen haben, zu erfahren.
Es steht noch eine beschränkte Menge Zleisch- und wursikanserven zur Verfügung, die tm freien Handel -ck- aegeben werden soll. Der Ladenpreis stellt sich sirr Fleischkonserven (Rindfieischsauf-.it 10,— Wurst
konserven (Leberwurst) auf M 6,— das Mmw.
Der Verkauf fmdet in den Metzgereien statt.
Die Ausgabe an die Metzgereien findet durch Metz- germeistei A. Martin, Hrnterburg, statt.
Im Monat Januar sind an beschlagnahmten L^ens- nntteln emgeliesert worden: 287 Pfund Mehl und 30 . d^z^Mehi wird der Krankenversorgung Lugeführt; die 1 gjuttet wurde für die Kranken-, Säuglings- und Afters- Versorgung verwandt. ______
vom Kulturkampfgesst. — Demgegenüber stehen die unabänderlichen Forderungen der Kirche, die für diese nicht Machtfragen, sondern Gewissensfragen sind. Auf Grund der Autorität Christi muß sie kirchlichen Geist in der Schule, also Konfessionalltat der Schule fordern, muß sie jede Ausschaltung der Religion aus dem öffentlichen Leben ablehnen, muß sie an der Unantastbarkeit des Privateigentunis fesshdlten. Parteien, die nicht alle diese F orberungen vertreten, dürfen keine Stimme eines christlich gesinnten Wählers erhallen. Für diese Forderungen aber setzt sich nur ein das Zentrum. — Mit einem herrlichen Ausblick auf die beglückende Kraft des Christentums schloß der Herr Redner seine mehrfach von lebhaftem Beifall unterbrochenen Ausführungen. — Aus dem Zuhörerkreise ging eine Anfrage ein über Die Stellung des Zentrums zur Siedlungsfrage. Das gab dem Herrn Redner Anlaß zur Feststellung, daß das Zentrum als Partei christlich Gesinnter aus allen Berufsklassen hervorragend befähigt sei zur Losung dieser Frage — Nach herzlichen Dan-esworten Smit einer Mahnung zur christlichen Erfüllung der Wahlpflicht am 20. Februar schloß die Versammlung. _ ___
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Es lohnte sich gut zu sein zu dem armen, allen, kranken Mann. Lohnte . . . würde es sich lohnen . . . würde es . . . würde ... ' '
Frau Klara Mangers hatte in vollem Maße die ge. ss"hte Erholung drunten an den italienischen Seen ge- E»en. Sie blühte in Schönheit und Kraft. Und wo ^aft ist, ba ist auch ein Wille. . . . Und solch ein rraftig blühender Wille, der sollte es nicht vermögen, el"en andern Willen zu sich heranzuziehen, einen, der
_ und krank war und gelähmt in seiner Schwäche? , hatte wohl gewußt, die kluge Frau, daß sie ihrer Straft vertrauen könne, als sie der Tochter jene andeutenden Worte geschrieben.
Und Gertrud, da sie den Brief gelesen, war nicht ,am* gegangen zu ihrem Manne, ihn zu bitten, wie sie tue Mutter gebeten:
„eog ~mir die Wahrheit, die volle Wahrheit."
Eine rmrchi war während des Lesens über sie gekommen, noch meh- von dieser Wahrheit zu erfahren.
Sie hatte den Brief der Mutter verbrannt, und yerger noeg, wie über das weiße Papier die Flammen, war auf ihrem eigenen Gesicht die Glut der bittern ^cham entpcrgeidjiagen, und keine Tränen vermochten ihr das Brennen Hinwegzulöschen.
13.
Die Mauern des Neubaues wuchsen empor, massiv mtb stattlich, und mit ihnen wurde mehr und mehr in Lützenkirchen die Sorge und die Reue groß, daß et [tati mannhaften Mutes sich unter ein Schweres zu £ugen, sich dem zu entwinden gesucht, indem er sich mit Verpflichtungen beladen, die auf die Dauer demüti- gender auf ihm lasten mußten als die Folgen unverschuldeten Unglücks. B
Es waren kaum noch Dankgefühle, die er für Frau roreäe Pauly empfand, und doch konnte er sich einem leissamen Einfluß nicht entziehen, den sie immer mehr
Märkte.
— Fuva, 5. Febr. Der heutige Schwein e- markt war mit 48 Ferkeln und 7 Läufern beschickt. Bei sehr schleppendem Handel zahlte man für Ferkel 275, 300 und 325 Di!., für Läufer 550, 600 und 650 Mk.
aus -em Kachvargevrer.
ntc. Frankfurt a. M. Vor dem Schwurgericht begann der große Prozeß wegen des bekannten RathauS- stur me s am l.Sept.1920. Bisher wurden nur die Angeklagten vernommen und einige Zeugen befragt. Interessante Einzelheiten, die nicht schon bekannt waren, ergaben sich nicht. Das Urteil wird voraussichtlich erst am Samstag spät abends veikündet werden, da noch umfangreiche Zeugenvernehmungen stat'fin"en müssen.
— Lasset. In einer gut besuchten Versammlung des Volksvereins für das kath. Deutschland sprach am 1. Februar Herr Regens Pros. Dr. Schreibe r-Fulda über das Thema: „Weltanschau ungskämpse von heute." Rach kurzen Begrüßungsworten des Herrn Pastors T h i e r a a r t, des Stadtleiters des hiesigen Dolksoer- etns, kennzeichnete der hochw. Herr Redner die liefe und Breite der Wellanschauungskämpfe von heute: Ihre Angriffsziele sind die ©runbpfeiler des Christentums, in den Kamvf hineingezogen sind die breiten Massen des Volkes und die Volksvertretungen. Redner skizzierte sodann zunächst Form und Gestalt dieser Kämpfe. Religion und Konfession sollen verdrängt werden aus depi öffentlichen Leben als etwas Ueberlebtes, Fortschritthemmendes, — aus dem wissenschaftlichen Leben: In der Schule soll fein Religionsunterricht, sondern höchstens Moralunterricht gegeben werden; — aus dem Familienleben: Da soll freie Liebe herrschen, da soll der Staat die Erziehung der Kinder in die Hand nehmen; — aus dem Staats leben: Da soll der Umsturz regieren; — aus dem gesellschaftlichen Leben: Privateigentum soll keine Berechtigung mehr haben. — Redner untersuchte dann die Stellung der emzelnen polittschen Parteien von heute in diesem Kampfe. Der Sozialismus mtt seiner materialistischen Geschichtsauffassung, mit seiner Leugnung der Willensfreiheit, mit feiner Behauptung von der Naturnotwendigkeit alles Well- und Menschen, geschehens ist die Partei der vollständigen SB er n et. n u n g alles dessen, was Religion und Konfession bejahen. Die Demokratie, die programmiemäß für die Simultanschule und gegen die Konfessionsschule eintritt, erweist sich dadurch auch ihrerseits als Feindin jeder positiv chrifüichen Weltanschauung. Die Partei der Deutfd) nationalen hat bis heute noch nicht ihre scharfe Stellungnahme aufgegeben gegenüber allem, was Katholisch heißt. Papsttum und Orden sind ihnen verhaßt. 3m Plauenschen Schulstreik lehnten sie noch neuestens ein Mitkämofen für das christliche Erziehungsideal ab, die päpstliche Nuntiatur in Berlin empfinden sie als ein nationales Unglück. Auch die Bolkspar- tei als Erbin der ehemaligen Nationalliberalen Md Freikonservativen hat sich noch nicht ganz freigemacht
MNelluvsen der WMev WmvgMlkkelWe.
5. Februar 1921.
Lerleilang von Büchsenfleisch (Cotneb-Beef) zu M 11,— das Pfund. Kopfmenge je nach Anmeldung: 50 bis 150 Gramm.
Anmeldung durch Abgabe der Sonderkarte 21 bei den Metzgereien. Anmeideschluß: Dienstag den 8. Febr. Abgabefchluß für die Metzgereien bei der Sarlenkonlrolle: Mittwoch den 9. Februar.
An den drei Aastnochlstagen grosser Hummel nli mW. Ammw. MMtsteM. äuflao Hesse.
Mh. MW- uni) MnnermM.
| FMsAmülltM MSmttags 459 Mr
MKlütl
MS. AM. Min AIN. 8
Zuckerverleilung für Februar: Die Februarkarten sind den Geschäften sofort zur Aoramusldung zu übergeben. Anmeldeschluß; Dienstag den 8. Februar. Abgabefchluß auf seine Entschließungen ausübte. Nicht als ob sie je versuchte, ihn zu etwas zu überreden — in ihrer kühl gelassenen Ruhe sprach sie es einfach aus, wie sie die Dinge ansah und was zu tun ihr zweckmäßig erschien. Aber vielleicht lag gerade in dieser Gelassenheit etwas, das dem, was sie sagte, ein Uebergewicht verlieh und, ohne daß der andere sich dessen zunächst bewußt ward, auf seine Gedanken und Entscheidungen be- sttmmend wirkte. Es war ihm oft, als sei er nicht mehr Herr seines freien Willens, wie sehr er sich auch gegen diese Empfindung wehrte.
Und auch sein persönliches Ansehen schien nicht mehr so unerschüttert sestzustehen wie vordem. Oder war es nur die auf ihm lastende trübe Stimmung, die ihn die Dinge dunkel sehen ließ? Er war als Mitglied des Kreisausschusses nach Langenau zur Versammlung gefahren. Täuschte er sich, oder lag in der Art, wie man ihm begegnete, seine Worte aufnahm, wirklich ein Unterschied gegen früher? Schwebte da wirklich etwas in der Luft, als schicke man sich an, einen, den man nicht mehr für voll nahm, leise beiseite zu schieben?
Und die Ursache? War es Zufall, daß, als die Herren vom Ausschuß später mtteinander ihren Schoppen tranken, wieder und wieder der Name fiel ... „Schnaps-
Easthaus „zur Traube".
Sonntag, Montag und Dienstag
t in den mit Tannen gemütlich geschmückten
f Räumen allgemeine
MinMk
ÄeieoenOeit unö JajlnMslumnrei.
Rosenmontag ab 10 Uhr vormittags
Rippchen mit Sauerkraut, im AusMvk SAlßn MM, Mmunöet HM Runkelrüben uhren weise zam Preise von Mk. 7,00 hat abzageben
Felsberg
Februar 1921
Goiierdienstordnung.
Katholischer Gottesdienst.
Sonntag, 6. Febr. Tom. */,6, 6, */,7 u. 7 M. um */,7 gestiftete M. J. d. gefall. Mitgl. d. Männer- apostolatS m. Anspr. u. Generalkommunion d. Männer, 8 Kerzenweihe u. Proz., Pfarramt u. Pr., V»10 Käthe- bralamt u. Pr., 11 Ehr. f. d. Jüngl., V-12 M. u. Pr., t/,2 Herz-Iesu-A., 2 Ehr. f. d. Iunafr., 4 Pr. u. A., 7 A. i. d. Marienkapelle. — Stadtpfarrkirche. Drei- tägige Anbetung. Vollkommener Ablaß. 5V, AuSs. u. Som., 5»/« M., 6'/. M. u Kom. f. d. Sakramentsbruderschaft und das MSnnerapostolat, 8 M. u. Pr. (1. Scbulg.), 9fr, Pmrrar t u. Pr., 11 M. u. Pr. (2. Schulg.1. Anbetungsstunden: um 11 f. Jüngl, 12 f. Männer, 1 f. Schulkunden, 2 f. Schulmädchen, 3 f. Jungfr., 4 f. Mütter, 5*/, Echluhandacht. — Pfarrkirche zum hl. Geist 7 Frühm., 8 Pr. u. Amt m. Kom., 0,5Chr., 5 A. Werktags 7V« M., Mittwochs 5 fairem. A. — Severikirche. Sonntags u. werktags fr,7 M. — Herz- Jesu-Heim. 8 Hochamt u. Pr., nachm. 2 A. (Mittwoch abends 8 Andacht.) — Frauenberg. 5, 6, 61/, u. 7 M., 8 Bruderschaftsm. m. Pr., 9 Hochamt m. Pr., nachm. 2 feierliche Vesper m. falram. Segen.
Montag, 7. Febr. Stadtpfarrkirche. 5V, AuSs. u. Kom., 5'/« u. 6'/« M.» 8 Schulgd., 9 M., 10 Anbetungsstunden wie am Sonntag, 5V» Schlußandacht.
Evangelischer Gottesdienst.
Sonntag, 6. Febr. Vormittags 9V, Sup. Ruhl 11 Kinder wttesdienst, nachmittag» 2 Pfarrer Weber
Wimen les Wnnmits.
Briketlverteilung.
monfag den 7. Februar d. 3. für folgende Stmßmi: Kömgstr., Wilh-lmstr., Hinter den Lohern, Vord^ hint Schfrssersgasse, Iohannisstr., Loherstr., Slm Pröbel, Simpliziusplatz.
Goskoksabgabe.
Montag und Dienstag den 7. und b. Februar d. 3. für folgende Straßen: Sangebrüdenftr., Lichtweg, M-cher- zellerftr.. Domdcchan«, Domplatz, Fraumberg, Kloftw- weg, Marienstr., Elisabethenstr., Am D-chnhof, Bretter- Halle, Am Kleegarton, Georgstr., Petersbergerstr.. Schutzen- haus, Schrödechäuschen. __
brutto Wäschen chrete Wäschen geb. Schneiöer.
Schmitt in Fulda in höchst beachtenswerren uusfuyruii- gen zur öffentlichen Besprechung der Sache angeregt Hot mutet es seltsam an, daß ein ungenannter Einsender in Nr 27 dies Thema benutzt, uw in ziemlich zusammenhanglosen Sätzen die Kriegervereine grobllch zu beleidigen Ich halte es für meine Pflicht, dem öffentlich entgegenzutteten. Wie falsch - abgesehen von ihrer Geschmacklosigkeit - die Vermutung 'st die Denkmals- fraqe solle als „Propagandamittel für Deutichnatlonale Politik" in „Dienst gestellt" werden Jm Sinne dieses Verfassers beurteilen die Leser der „Fuldaer Zeitung selbst am besten, denn sie wissen wohl, daß der größte Teil meiner Kameraden im Kreisverband Fulda treue Zentrumsleute sind. Daß die geplanten Gedächtnis- male aber deutsch und national -wirken mögen, das wünscht Jeder, der deutsch und national fühlt, welcher politifchen Partei er auch angehört.
Dr. Pfeiffer,
gibt Pfarrer Schmidt und ein bekannter Fach- arzi wertvolle Raftchläge bei Asthma, Sicht, Rheuma, Bleidnud t ssautunreimakei en, Mj | verd.vlut,viasen!eiden(Settnässen).waffer-
WU I sucht, Zucker, 5eit,ucht, vämorchoid n,
Durchfall, Darmträgheit,Lungen .Nerven-, WWMNM Nieren-, Magen- und andere Leiden.
Prospekt umsonst
Pfarrer Zos. Schmidts Noiurheiimitel, Nürnberg T70.
Als sie Frau Dorette Pauly erkannte, die im rauschenden, schwarzen Seidenkleide langsam die Stufen heraufkam, ward ihr Gesicht betroffen. Dann aber trat sie ihr mit höflichem Gruß entgegen.
„Mein Mann wird sehr bedauern. Er ist leider nicht zu Hause."
„Ich weih es, er ist in Langenau zur Kreisversammlung. Darum eben kam ich her. Denn mein Besuch gilt nur Ihrer Person."
„Mir — o, sehr angenehm" ... Mit unsicherm Lächeln sagte es Gertrud, die Augen fragend aus Frau Dorette gerichtet, die in fast herausfordernder Größe und Breite vor ihr stand, und nun auf eine einladende Handbewegung hin ihr voran in die Wohnstube schritt. Nachdem sie da Platz genommen, wandte sich Gertrud der Tür zu.
„Sie erlauben, daß ich nur Kaffee für uns bestelle." Aber eine herrische Handbewegung hielt sie zurück. „Lassen Sie bas nur. Zum gemütlichen Kaffeeklatsch